Chris Taylor: "Spieleplattform PC größer als je zuvor"

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Mr. Tchijf 2099 EXP - 14 Komm-Experte,R8,S3
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27. Mai 2011 - 13:09 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Chris Taylor, bekannt und verantwortlich für erfolgreiche Spieletitel wie Dungeon Siege, Supreme Commander oder Total Annihilation, steht der Spiele-Webseite PCGamer in einem mehrteiligen Interview Rede und Antwort und gibt dabei seine Gedanken zur Zukunft der Spieleplattform PC sowie der Entwicklungsrichtung neuer Spiele preis. Taylor, der mit seiner Softwareschmiede Gas Powered Games aktuell an dem kostenfrei zu spielenden Online-Strategie-Ableger Age of Empires Online arbeitet, ist der Meinung, dass es zukünftig egal sei, wo man bei der Entwicklung neuer Spiele ansetze, da man am Ende sowieso bei dem Free-To-Play-Modell lande. Er begründet dies damit, dass dieses Modell dem Entwickler die Möglichkeit einräumt, stets neue Spielinhalte einfließen zu lassen und die Motivation der Spieler gleichzeitig durch im Spiel kontinuierlich erlangte Belohnungen auf einem konstant hohen Niveau gehalten werden kann.

Auf den aktuellen Status der Spieleplattform PC angesprochen, äußert sich Chris Taylor sehr positiv. Seiner Meinung nach ist der PC die dominierende Spieleplattform der Gegenwart und wird es auch in Zukunft weiterhin sein. Gründe dafür gibt er auch direkt mit an. Taylor verweist auf die in der Vergangenheit angesprochenen Probleme, die sich mit dem schwindenden Retail-Verkauf ergaben. Aus dieser Problematik sei der PC als Plattform gestärkt hervorgegangen, da man neue Distributionskanäle nutze und neue Spieleserien, zum Beispiel World of Warcraft oder Die Sims, sowie neue Zielsegmente im Bereich Social Gamer und Casual Gamer etabliert habe, womit auch gleichzeitig die Thematik der Software-Piraterie entschärft würde. Wirkliche Probleme sieht Taylor für die Zukunft eher im Bereich der Spielekonsolen und stellt die Frage in den Raum: "Wie sieht die Zukunft der Spielekonsole aus?"

Das letzte GamersGlobal-Interview mit Chris Taylor findet ihr übrigens hier.

bananenboot256 13 Koop-Gamer - 1241 - 27. Mai 2011 - 12:14 #

Nur ist diese Sicht auf die Spieleplattform PC sicher nicht die der alt eingesessenen PC-Spieler, welche sich über Konsolenports und Co aufregen.

Klar ist der PC eine Spieleplattform von größter Bedeutung. Allerdings zunehmend für Zynga-XX-Ville Verschnitte, F2P-Müll den keiner so recht als neuen Standard haben will und halt bereits etablierte Spielereihen.

Die sogenannten AAA-Titel werden auch weiterhin auf den Konsolen besser promotet, beworben und verkauft. In Zukunft, wenn sich der PC-Markt noch mehr in Micropayment-Spielideen vertieft eventuell sogar noch mehr.

Und nein, bin kein Konsolenfanboy. Lieblingsplattform ist und bleibt der PC bei mir, daher auch meine Sorge bei solchen Aussagen. Ich freue mich allerdings schon darüber auch ne 360 zu haben.

Mr. Tchijf 14 Komm-Experte - P - 2099 - 27. Mai 2011 - 12:19 #

Kann dir da nur zustimmen. Nach Jahren, in denen ich nicht wirklich auf der Konsole spielte, habe ich mir letztes Jahr ne XBOX 360 zugelegt und spiele gerne ab und zu einige der Titel. Ich sehe die Entwicklung des PC eigentlich auch eher kritisch, da man sich hier auf Zielgruppen konzentriert, die mit 08/15-Kost abgespeist werden. Der Core-Gamer bleibt da mehr oder weniger auf der Strecke. Spiele aktuell selber Age Of Empires Online. Tolles Spiel..kann man nix sagen, aber wirkliche Tiefe - Fehlanzeige -, Story? - Fehlanzeige -. Hier handelt es sich um die Anhäufung von Quests mit Boni im Sammelstil eines Diablo.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 27. Mai 2011 - 12:28 #

Ich denke auch das der F2P-Markt auf dem PC eine sehr große Zukunft hat. Klar mögen jetzt viele von den Core-Gamern meckern, aber man sieht es ja einem Battlestar Galactica. Das Spiel ist Müll, hat aber dennoch 2 Millionen registrierte Nutzer, von denen 5% der Spieler Geld investieren. Mit Dungeons & Dragons Online habe ich sogar selber ein F2P-Spiel gespielt, in das ich Geld investiert habe, einfach weil es mir Spaß gemacht hat. Aber ich hätte mir das Spiel niemals gekauft, geschweige denn ein Abo abgeschlossen.

Den momentanen Status Quo geniesse ich schon ein wenig. Konsolen-Spiele sind DRM-frei, PC-Spiele dafür sehr günstig und sehen besser aus. F2P-Spiele werden immer besser und MMO-Spieler, die es sowieso gewohnt sind monatlich Geld auszugeben, geben dies dann auch immer mehr in F2P und Casual-Spielen aus. Heutzutage ist der PC die Lead-Plattform für Casual und F2P, was einen riesigen Kundenstamm mit sich bringt, wodurch Publisher auch immer mehr gewillt sind, ihre Core-Games auf dem PC zu bringen. Problematisch wird es meiner Meinung nach erst, wenn das Hardware-Wettrüsten irgendwann wieder anfangen wird. F2P, Casual und Konsolen-Spieler sind nur selten dazu bereit, viel Geld für neue PC-Hardware zu investieren, damit sie die neuesten Spiele spielen können. Von den Core-Gamern alleine, kann der PC als Spieleplattform leider nicht überleben.

Sebastian Schäfer 16 Übertalent - 5550 - 27. Mai 2011 - 13:19 #

Wobei man ja sagen muss, dass das mit der "teuren" Hardware gar nicht mehr so das Argument ist. Selbst günstige Spiele-PCs, die immer noch mehr als eine Konsole können, reichen für die meisten Spiele aus, um diese in der gleichen Qualität der Konsolen spielen zu können. Die meisten PC-Spieler haben allerdings deutlich höhere Ansprüche bei Grafik und holen sich deshalb auch teurere Hardware. In der Regel lassen sich PC-Spiele glücklicherweise so skalieren, dass man es an seine Bedürfnisse oder Hardware anpassen kann.

Aber zum Thema F2P muss ich dir recht geben.

Argh! (unregistriert) 27. Mai 2011 - 14:36 #

Ja nicht mehr. Eben weil die Entwickler verstärkt auf Konsole setzen.
Und das mit der Skalierung funktioniert in der Praxis auch eher schlecht.

Sebastian Schäfer 16 Übertalent - 5550 - 27. Mai 2011 - 15:07 #

Aber früher war das für mich auch nie so das Problem. Ich habe nie die teuerste Hardware gekauft und konnte die Spiele trotzdem in toller Grafik erleben. Aber du hast schon recht, dass die Konsolen die Entwicklung bremsen und somit die PCs mit weniger Leistung auskommen. Allerdings wäre das kein Grund für mich auf eine Konsole zu wechseln, da die Spiele da dann trotzdem schlechter aussehen. Vielen Leuten ist sowas egal und die wollen einfach nur spielen und denen ist es egal welche Grafikeffekte etc. zum Einsatz kommen.

Anonymous (unregistriert) 27. Mai 2011 - 13:34 #

Registriert beteutet nicht mal, dass das Game überhaupt ein mal gestartet wurde.
Also kommt nicht mit dem Registriert Quatsch. Einzige was da zählen würde wären die Unique User/week und deren Spielzeit.
Bedes veröffentlich Bigpoint nicht. Wohl auch aus gutem Grund. Wie ich mitbekommen habe ist dort wohl nach einigen Änderungen am Lootsystem (so das es ohne Geld noch länger dauert) gut die Hälfte aller Zylonen abgesprungen, dauerhaft.

Der PC ist außerdem die Leadplattform im Core Bereich. Aber nicht das was du scheinbar als Core ansiehst. Ich meine damit Hardcoresims, Hardcorestrategie und Rollenspiele. 4X findest immernoch nur auf dem PC. Genauso wie sowas wie Hearts of Iron oder Strategic Command. Und selbst an einigen Hardcorerollenspielen wird noch gebastelt.
Dazu kommen dann noch viele Fan- und Modprojekte.
Die Konsolen führen eigentlich nur im Bereich zwischen Hardcore und Casual. Mag am Alter der Zielgruppe liegen, an ihrer geografischen Verbreitung (wobei ich auch viele Amerikaner kenne, die Hardcorespiele spielen) oder woran auch immer sonst. Es sind die Menschen, die bereit sind Geld in die Hand zu nehmen aber gleichzeitig ein "großes" Spiel wollen, die aber gleichzeitig sich nicht mit dem System beschäftigen wollen.
Wobei letzteres ja langsam den Konsolen abhanden kommt.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 27. Mai 2011 - 14:25 #

Die Strategiespiele, Flugsimulationen und Fanprojekte habe ich tatsächlich aussen vor gelassen. Nicht weil sie nicht Core-Games sind, sondern weil sie nur eine kleine Zielgruppe ansprechen. In dem Bereich ist und bleibt der PC die Leadplattform, bringt aber insgesamt nicht genügend Spieler mit sich, um die Massen an potentiellen Käufer für andere Bereiche mitzutragen.

Auch wenn auf Konsolen der Trend mittlerweile dahingeht, den Spielern Workarounds für Bugs (siehe Brink) anbieten zu müssen, damit sie ein Spiel vernünftig spielen können, ist es immer noch weniger Aufwand als auf einem PC. Da müssen zusätzlich noch die Hardware und die dazugehörigen Treiber stimmen. Ausserdem muss man vor dem Kauf eines Spiels gucken, ob es überhaupt auf seinem System läuft. Das alles entfällt bei Konsolen, was in meinen Augen auch der Grund für den riesigen Erfolg ist.

Was Bigpoint angeht, werden die schon genug Kohle machen, egal ob es registrierte oder zahlende Nutzer sind. Sie könnten kaum monatlich ein neues Spiel bringen, wenn sich diese nicht rentieren würden.

GrotesqueTactics 07 Dual-Talent - 123 - 27. Mai 2011 - 19:44 #

Ja also das "Wieso funktioniert das Spiel nicht , alle anderen Spiele klappen doch auch" Ding ist wirklich nervig auf dem PC. ;)

Anonymous (unregistriert) 28. Mai 2011 - 12:14 #

deine aussagen zu mmo spielern und pc hardware find ich nicht zutreffend. ich habe seit 10 jahren nun irgendwo ein spieleabo ( uo->daoc->wow->eve ) und bin nicht, wie du annimmst, bereit geld in f2p fließen zu lassen, nur weil ich regelmäßige zahlungen fürs spielen gewohnt bin. man kanns auch einfach ausdrücken, ich nehme die flatrate und nicht die endlosspirale, die mir in der mehrheit der spiele noch vorteile verschafft. wenn ich solche titel spiele, möchte ich das alle mitspieler gleiche vorrausetzungen haben.
das nächste ist das "problem" am pc mit der hardware und den treibern für spiele. mal im ernst, in jedem laden steht ein 400 euro rechner bei dem man sich weder über treiber, noch lauffähigkeit von spielen, die für pc ausgewiesen sind, gedanken machen muss. jedes xp installiert heute treiber, die vielleicht nicht die perfekten sind, aber auch keine probleme machen.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 28. Mai 2011 - 12:32 #

Natürlich ist nicht jeder MMO-Spieler bereit Geld für F2P auszugeben, genauso wenig wie jeder Shooter-Fan bereit ist, ein Shooter-MMO zu spielen. Du alleine bist auch nicht die Masse, sondern ein Individuum.

Zu den PCs für 400€:
Frag mal unseren User Grotesque Tactics. Er gehört zum Indie-Entwickler Silent Dreams, die das PC-Rollenspiel Grotesque Tactics rausgebracht haben. Er wird dir Auskunft darüber geben können, ob solche Rechner wirklich niemals Probleme machen. Und dann fragen wir die Indie-Entwicklern von tons of bits (chick chick BOOM / Wii), zu denen ich Kontakt habe, wie oft sich jemand bei ihnen gemeldet hat, weil das Spiel auf seinem Wii nicht lief.

Anonymous (unregistriert) 28. Mai 2011 - 13:20 #

natürlich ist die aussage auf mich bezogen, so wenig wie meine meinung zu f2p allgemeingültig ist, ist es deien aber auch. bei der hardware kann ich weiter nichts zu sagen, wenn man probleme finden will, das wird man das auch schaffen. wie oft ist es denn bei dir oder bekannten in den letzten 5 jahren vorgekommen, das ein spiel seinen dienst verweigert hat? bei mir genau 0 mal und ich schaue auch überhaupt nicht mehr auf systemanforderungen oder sonstwelche angaben ( rechner und graka von 2007, das ding gibs heute für 200 euro ). wenn man mal was über solche probleme liest, ist auch nicht selten erstmal der entwickler, der am zug ist. das mit den treibern und xp sollte man nicht auf die goldwaage legen. davon ab ist win 7 heute der standard in jedem neu erworbenen rechner und da gibs die richtigen treiber, die defintiv aussreichen. die diskussion verrent sich auch irgendwie, für mich ist es ein fakt, das hardware und treiber zur heutigen zeit nebensächlich sind, wenn es um den erwerb eines spieles geht.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29696 - 28. Mai 2011 - 12:36 #

XP installiert aber auch Grafiktreiber, die Spiele nicht wirklich 3D-beschleunigen und auf die man sich in der Hinsicht besser nicht verlassen sollte.

viamala 12 Trollwächter - 982 - 27. Mai 2011 - 13:15 #

Ach,dient vielleicht nur der motivation, aber als ewiger pc spieler, mag ich diese frage: Wie sieht die Zukunft der Spielekonsole aus?

Sebastian Schäfer 16 Übertalent - 5550 - 27. Mai 2011 - 13:22 #

Der jetzigen Generation? :) Dass da in nicht zu ferner Zukunft ein Neukauf ansteht, sollte jedem bewusst sein. Ich bin der Meinung, dass der PC sowie die Spielekonsolen in Zukunft immer nebenher existieren werden. Und welche Plattform die bessere ist, darf jeder für sich selbst entscheiden.

Anonymous (unregistriert) 27. Mai 2011 - 13:40 #

Das ärgerliche für mich als Konsolero ist, dass Konsolen immer mehr zu Mini-PCs werden, ohne dabei deren Leistungsfähigkeit zu erreichen. Patches, Firmware, Installationen, schlampige Programmierung (mit Bugs, die es so vor 10 Jahren nicht gegeben hätte), Steam, Skype, Musikdienste... dieser Trend gefällt mir nicht sonderlich.

Sebastian Schäfer 16 Übertalent - 5550 - 27. Mai 2011 - 14:13 #

Da hast du recht. Früher waren Spielekonsolen auch wirklich nur zum spielen da. Ich hab im Bekanntenkreis einige dabei, die ihre PlayStation 3 nur für BluRays nutzen und nichtmal ein einziges Spiel besitzen. Aber ich denke den Trend, dass die Konsolen immer mehr zu Allround-Talenten werden, ist aber der Weg, den alle haben wollen.

Loki 11 Forenversteher - 597 - 27. Mai 2011 - 14:28 #

gibts doch schon...nennt sich PC^^

Dann sollte man lieber zusehen, ein absolut einfach zu bedienendes und auf wenige Funktionen limitiertes(das macht es nämlich leicht bedienbar)OS zu entwickeln, das auf Virtualisierung basiert.Eben so ähnlich, wie das OS einer Spielekonsole vom GUI her...damit könnten sich Sony und MS die sicherlich recht teure Subventionierung der Hardware sparen und dank der Virtualisierung wäre die Software-Entwicklung auch nicht darauf angewiesen, auf zig verschiedene Hardwarekonfigs Rücksicht zu nehmen. Das OS hat min. Requ. und darauf laufen dann garantiert alle Spiele...

Anonymous (unregistriert) 27. Mai 2011 - 13:41 #

Zwangsregistrierungen der Spiele an Accounts und somit Onlineaktivierungen. Vielleicht sogar Datenträgerlos und in einer späteren Generation sicherlich nurnoch Streaming.
Die nächste Generation wird auf jeden Fall 3D und Full HD von Haus aus mitbringen (wie jeder jetzt gekaufte Spielerechner mit einer nVidiakarte).

Von den Spielen her, mehr vom gleichen mit besserer Grafik. Und dazu viel Action um spielerische Schwächen zu kaschieren.
Ein FF7 oder 8 kann mit der heutigen nurnoch schwer entwickelt werden. Nur als Beispiel.
Und da scheinbar die Grafikfetischisten regieren, denen das Spiel selbst recht egal ist...

volcatius (unregistriert) 27. Mai 2011 - 13:51 #

Sie wird auch weiterhin Dinge vom PC übernehmen.

In dieser Generation waren es
- Installationen
- Patches
- Aufrüstungen

Als nächstes kommen
- Spielebindung an den Gamertag
- Onlineaktivierungen

Sebastian Schäfer 16 Übertalent - 5550 - 27. Mai 2011 - 14:16 #

Ich denke auch, dass das die nächsten Schritte sein werden. Nicht nur wegen den Raubkopien, sondern vielmehr der Gebrauchtmarkt ist den Entwicklern ein Dorn im Auge. Gerade Spiele, wie Black Ops oder Homefront, die eine recht kurze Spieldauer haben, werden gerne in der Videothek geliehen, um diese an einem Wochenende oder Tag durchzuspielen. Da würden sich die Entwickler bestimmt wünschen, dass jeder der es gespielt hat auch zum vollen Preis zu verkaufen.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 27. Mai 2011 - 14:31 #

Videotheken sind kein Problem. Publisher können festlegen, ob ein Spiel in den Verleih soll oder nicht. Es ist z.B. immer noch nicht möglich, L.A. Noire für die 360 auszuleihen, weil Rockstar die Lizenz noch nicht freigegeben hat. Auf der PS3 bekommt man es schon ausgeliehen, wahrscheinlich weil sie da weniger potentielle Käufer erwarten.
Blizzard hatte vor einigen Jahren mal alle CD-Keys von Diablo 2 Verleihversionen gesperrt und auf einem Schlag gingen die Verkaufszahlen wieder kurzfristig in die Höhe.

Sebastian Schäfer 16 Übertalent - 5550 - 27. Mai 2011 - 15:09 #

Achso, danke für die Aufklärung, Pesti. Wie das mit den Verleihlizenzen aussieht, wusste ich gar nicht.

Loki 11 Forenversteher - 597 - 27. Mai 2011 - 14:35 #

Hehe...wie manches Entwicklers Aussagen bestätigen...wenn ich mich recht entsinne, war in seinen Augen ein Gebrauchtkäufer schlimmer als ein Raubkmordopierer...
Ich sag da nur, "what goes around, comes around"...selbst schuld, wenn man die Spiele auf ein Maß reduziert, sodass man es an 1-2 Tagen durchzocken kann...

Hoffnugsloser Nostalgiker (unregistriert) 27. Mai 2011 - 14:44 #

Der PC wird immer in irgendeiner Form existieren, da mach ich mir keine Sorgen. Als jemand der alte Geräte, Module und Spieleverpackungen aufbewahrt und alle Jubeljahre vom Nostalgietrip befallen den Amiga ("Laufen die Disketten immer noch?"), das NES, SNES oder Mega Drive vom Dachboden holt, um endlich mal wieder Sensible Soccer oder EA-Hockey zu daddeln, fürchte ich vielmehr um die Konsolenvielfalt. Wäre schade, wenn sich "Cloud-Gaming" und "Game-on-Demand" a la OnLive irgendwann mal durchsetzen und alles zu so einem anonymen geräteunabhängigen Einheitsbrei zusammenschmelzen würde. Ist schon schade genug, daß es bald nur noch reine Download-Spiele mit Onlinezwang gibt. Wenn man die Spiele aber in naher Zukunft nicht mal mehr besitzt und nur noch zeitbefristet im Browser spielen kann, wäre das ein riesen Verlust. Egal ob PC-Hardwarefetischist oder eingefleischter Konsolenfan.

Ein trauriger Gedanke nämlich, daß die eigenen Kinder und Enkelkinder eines Tages beim Stöbern nicht mehr über alte Spielekonsolen und Spiele fallen werden. Aber vielleicht ist der Gedanke des Dachbodenstöberns ohnenhin ein hoffnungslos altmodischer Gedanke, ein Anachronismus aus dem vergangenen Jahrtausend...

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 27. Mai 2011 - 14:51 #

Also ich prognostiziere eine riesige Retrowelle, wenn Spiele erst nur noch im Browser laufen und wirklich nur noch in Häppchen verkauft werden. Alte Spiele, die wirklich komplett sind und durchgespielt werden können, ohne auf Nachschub zu warten, und sowieso mehr Inhalt und Tiefgang bieten als heutige Kaugummiware, werden irgendwann auch von Jüngeren bemerkt und gespielt werden. Schließlich wird es immer Emulatoren usw. geben und Websites, die sich dem Theme Retro widmen. (Und mit Retro meine ich gar nicht unbedingt Amiga, sondern dann auch schon so Sachen wie Half-Life.)

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 27. Mai 2011 - 14:44 #

Ich hoffe vor allem, dass der Euphemismus "Free-to-play" bald mehr hinterfragt wird. Leider plappern gehetzte und schlecht bezahlte Journalisten heute bereitwillig Buzzwords nach (siehe auch "Cloud"), ohne hinter die Fassade zu gucken.

Warum wohl sind die Publisher/Entwickler alle wild auf "Free-to-play"? Weil sie die Möglichkeit sehen, pro User _mehr_ Geld zu machen als vorher. Wenn es sich erst eingebürgert hat, für ein Spiel im Laufe von 1-2 Jahren 10x 10€ für zusätzliche Häppchen Content zu bezahlen, wird einigen vielleicht auffallen, dass "Free-to-play" in Wirklichkeit eine Preiserhöhung um 100% ist...

JC_Denton 13 Koop-Gamer - 1751 - 27. Mai 2011 - 14:52 #

Die für mich beste Zeit der AAA-Produktionen für den PC war von 1998 bis etwa 2002. Danach sind natürlich auch noch gute Spiele erschienen, allerdings wurden die gleichzeitig aufwändigen und doch liebevoll designten Produktionen immer seltener. Ich vermute mal, dass der Fortschritt der Spielgrafik und der zunehmende finanzielle Aufwand der Produktionen für diese Entwicklung verantwortlich sind. Gleichzeitig sind aber immer mehr Low-Budget-Produktionen aufgetaucht, die nur einen verhältnismäßig kleinen Käuferkreis ansprechen.
Ich decke mich aktuell mit allen Spielen ohne DRM ein, die mit oder ohne Emulator auf meinem PC laufen und mich interessieren könnten. Der finanzielle Aufwand ist gering und die Freude über den überraschenden Fund eines vergessenen Klassikers ist groß. Zudem archiviere ich Gigabytes an Mods, Fan-Remakes und Fan-Patches. Ich werde den Markt weiter im Auge behalten und sicherlich das ein oder andere AAA-Spiel im Sonderangebot mitnehmen, aber für mich ist der PC aktuell die Plattform für Nieschenprodukte. Dazu zähle ich z.B. ARMA2 oder das kommende Panzer Corps. Falls sich das free-to-play-Modell bei allen AAA-Produkten durchsetzen sollte, dann setze ich halt nur noch auf die Nieschenprodukte. Langweilig wird mir sicher nicht.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21103 - 27. Mai 2011 - 15:06 #

Wie war das letztens als ich gemeckert hab das alles von Single Player hin zu MMO, F2P, Casual, Facebook usw rübergeht?
Als alter PCler der ersten Stunde (1989 gings nach meiner Meinung los mit Populous dann Wing Commander usw.) mach ich mir doch immer mehr sorgen wie Singleplayerspiele sich in Zukunft behaupten bzw. wie lange wirds die noch geben? Jeder der den Markt beobachtet merkt ja wohin er sich entwickelt:

Age of Empire Online, Siedler Online, Battlefield, World of Tanks, WoW, Black Prophecy usw usw usw.

Einzige Ausnahme der oben genannten ist Battlefield 3 mit einer Singleplayercampagne. Wo ist ein Age of Empire 4, Warcraft 4, Tank Platoon? Wing Commander 6? Ich fürchte das eben durch dieses F2P Gedöns wir immer weniger richtige Singleplayer Titel bekommen und immer mehr F2P auf dem Markt kommen. Weil vom großen Kuchen Online wollen mehr ein Stücken von abhaben als überhaupt da ist...

Die Spiele die in Zukunft im Handel in einer Schachtel ala Witcher 2 werden sehr selten sein :(

Sebastian Schäfer 16 Übertalent - 5550 - 27. Mai 2011 - 15:12 #

Ohja, ein neuer Wing Commander-Teil!!! *träum*

GrimReaper 13 Koop-Gamer - 1482 - 27. Mai 2011 - 15:30 #

Ein neues Strike Commander wäre auch schön. :)

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21103 - 27. Mai 2011 - 16:40 #

Zu beiden ein Sign. Mir fallen da nochmals 50 Titel ein die einfach nach einer Fortsetzung schreien wie Bioforge, System Shock, Earthsiege, Battle Isle, Privateer, Schleichfahrt, Ultima, Crusader, Lands of Lore, Kyrandia, Dune, Jedi Knight, X-Wing, TIE Fighter, Freespace, Descent, Wizardry, Comanche, Armored Fist, Indycar Racing, Falcon, Grand Prix, Lemmings, Hexen, Heretic, Baldurs Gate, Magic Carpet, Little Big Adventure usw. Allein die Liste wär schon ok wenn da jeweils ein Nachfolger oder ein Remake kommen würde. Nur ist da das Problem das viele der Lizenzen mit den Firmen untergegangen sind :( Oder EA drauf sitzt und net weiß wie se diese richtig nutzen sollen. Kennt wer noch Ughlympics auf dem C64? Steinzeitolympiade mit Frauenweitwurf *gg*, Feuermachen, Säbelzahntigerrennen usw. Da sitzen se auch drauf wie ihre Skate or Die, Ski or Die Serie...

Wie würden diese Titel heute mit der Unreal Engine 3, Cryengine 3 oder ID Tech 5 aussehn?

GrotesqueTactics 07 Dual-Talent - 123 - 27. Mai 2011 - 19:41 #

Little Big Adventure mit Cryengine3? Hmm, klingt interessant. ;)

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21103 - 27. Mai 2011 - 19:52 #

Wenn du willst kannst noch Frostbyte 2 dazurechnen. Novalogic zeigte ja letztes ja ne neue Engine (hab die News dazu geschrieben) aber ist noch nix angekündigt :/ Seit Joint Operations ist es sehr ruhig um die Firma geworden. Delta Force X2 mal abgesehen :(

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11719 - 28. Mai 2011 - 18:52 #

Joint Operations (Escalation) *seufz* DAS waren noch Zeiten. JO war mein liebster Online-Shooter, mochte ich persönlich lieber als die Battlefield Reihe. Schade, dass die scheinbar den Anschluss verloren haben.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29696 - 28. Mai 2011 - 19:25 #

Ich hab Joint Ops auch geliebt. Hat verdammt viel Spaß gebracht, Teamplay belohnt und Massen an Spielern auf den Maps verkraftet.

CuttyP 08 Versteher - 171 - 27. Mai 2011 - 20:32 #

Der PC hat immer noch den Vorteil das Jedermann frei dafür entwickeln kann. Eine Perle wie Minecraft gäbe es ohne den PC nicht.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21103 - 27. Mai 2011 - 20:54 #

genauso wie die Mod-Community :)

Nokrahs 16 Übertalent - 5756 - 27. Mai 2011 - 21:44 #

Chris Taylor ist einfach einer der symphatischten Gestalten in der Spielebranche.

Er hat zwar seit Dungeon Siege 2 kein wirklich nennenswertes Spielgegut zum Besten gegeben aber das stört nicht weiter, solange er Interviews abliefert.

Zum Thema PC bleibt abzuwarten, was die Zukunft bringt. Das Problem ist irgendwo, dass die PC's technisch gesehen zum Release einer Konsole meist hinterher hinken aber im Laufe der Zeit eben wieder vorbeiziehen.

Je länger eine Konsole "aktuell" bleibt, desto schlechter sehen die Ports für den PC eben aus.

Solange Europa für den Spielemarkt interessant bleibt, wird es auch weiterhin PC Spiele geben. Die Qualität ist abhängig vom Publisher der entscheidet, welche Plattformen unterstützt werden sollen und ob Zeit/Geld für eine erweiterte PC Version bereitgestellt wird.

Die Studios haben den kleinsten Einfluss. Also eigentlich die Menschen, welche letztenendes die Spiele entwickeln. Ich bezweifle, dass ein Team aus vielen kreativen Köpfen nicht in der Lage ist viele AAA Titel für den PC zu schreiben. Alles eine Frage des Geldes und hier ist eben der Publisher gefordert.

Ist nur meine Meinung zum Thema. Vielleicht liege ich auch völlig daneben.

Anonymous (unregistriert) 28. Mai 2011 - 1:45 #

da muss man sich sicherlich keine sorgen machen. aufgrund immer teurerer spieleentwicklungen, werden ja immer mehr titel gleich von anfang an als multi-platform-titel entwickelt. entsprechend sieht man auch, dass immer mehr spiele die sonst nur auf konsolen waren, auch für den pc kommen.
umgekehrt ist das natürlich auch der grund, wieso gerade bei massentauglichen genres, keine platform-exklusiven (und somit auch pc-exklusiven) spiele mehr kommen. dafür ist die entwicklung eben zu teuer.

hazelnut (unregistriert) 28. Mai 2011 - 17:07 #

FREE-TO-CHEAT !! nice :)

naja mal schauen wie und wo wir landen mein freund... ich glaube nicht das jeder begeistert ist von einem spiel das die cheater nicht bestraft.. ruckzuck ist dann aus mit dem kaufen von zusatz inhalten etc...hach ja

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