Hardware-News KW21: Neue Geforce und aktuelle Pentium CPUs

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Dennis Ziesecke 29501 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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23. Mai 2011 - 16:55 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Gute Zeiten für PC-Käufer. Intels Core-i-CPUs mit Sandy-Bridge-Innenleben sind erfreulich schnell und dabei trotzdem energieeffizient und AMDs Bulldozer und Llano kündigen sich für den kommenden Monat an. Ein wenig Vorsicht beim Kauf eines Komplett-PCs ist dennoch geboten, verstecken sich doch hinter spannenden Produktbezeichnungen gerade im OEM-Geschäft gerne einmal enttäuschende Billigheimer. Wer seinen Rechner selbst zusammenstellt, braucht zumindest vor den neuen Grafikkarten aus dem Hause Nvidia nicht auf der Hut zu sein -- diese Produkte erscheinen vorerst ausschließlich für OEM-Kunden, also für Hersteller kompletter Computer.

Nvidia stellt Geforce GT 530 und GT 545 vor

Der kalifornische Grafikkartenspezialist Nvidia komplettiert die eigene Geforce-500-Produktreihe. Zumindest OEM-Kunden kommen jetzt in den Genuss zweier neuer Modelle der gehobenen Einstiegsklasse. Da der Markt für Komplettrechner primär auf beeindruckend klingende Zahlen und niedrige Preise ausgerichtet ist, fallen die Leistungswerte der Neuzugänge allerdings eher durchwachsen aus. Die neuen Modelle lassen sich dafür aber hervorragend bewerben.


Die Geforce GT 530 nutzt nur ein Single-Slot-Kühlsystem.

Die Geforce GT 530 setzt auf den GF118-Chipsatz mit 96 Shadereinheiten bei 700 MHz Basistakt und 1400 MHz Shadertaktrate. Der bis zu 2 Gigabyte große DDR3-RAM ist mit 128 Datenleitungen angebunden und taktet mit 898 MHz. Aufgrund der überschaubaren Menge an Shadereinheiten dürfte die GT 530 zwar ältere Karten wie die Geforce 9600GT problemlos schlagen, die beeindruckend klingenden 2 Gigabyte Grafikspeicher sind dennoch fehl am Platze und werden in der Realität nie ausgenutzt. Einen prominenten Platz in der Werbung werden die 2 GB Speicher aber trotzdem finden -- fallt also bitte nicht auf solche Angaben herein!


Die Geforce GT 545 setzt auf einen wuchtigen Dual-Slot-Kühler.

Mit der Geforce GT 545 etabliert Nvidia gleich zwei Modelle mit dem gleichen Namen im OEM-Markt. Beiden gemein ist der GF116-Chip mit 144 aktiven Shadereinheiten bei 720/1440 MHz Takt. Unterschiede zeigen sich indes beim Grafikspeicher. Die Hersteller können zwischen einer Bestückung mit GDDR3 oder GDDR5 wählen. Die langsamere GDDR3-Version taktet den 1,5 oder 3 GB großen Speicher mit 900 MHz und bindet den RAM mit 192 Datenleitungen an die GPU an. Die Variante mit GDDR5-RAM ist dabei allerdings vorzuziehen: Auch wenn das Speicherinterface hier nur 128 Bit breit ist resultiert aus dem 2000 MHz schnellem Speichertakt eine höhere Speicherbandbreite. Zudem taktet bei der GDDR5-Version die GPU mit 870 MHz etwas schneller. Für Spieler ohne hochauflösende Bildschirme und ohne den Anspruch auf jederzeit flüssig darstellbare hohe Details könnte zumindest die GDDR5-GT 545 eine halbwegs interessante Karte sein.


Intels Sandy-Bridge-CPU findet sich jetzt auch im preiswerten Pentium.

Intel: Pentiums mit Sandy Bridge

Im Vergleich zu einigen älteren CPU-Generationen bewegen sich die Preise für aktuelle Core-i-CPUs zwar schon im unteren Rahmen -- dennoch fordern viele Nutzer noch preiswertere Prozessoren. Damit auch der Einstiegsbereich in den Genuss der modernen 32nm-Architektur von Intels aktueller Sandy-Bridge-Architektur kommt, erscheinen jetzt einige preiswerte Modelle unter der Pentium-Flagge. Bereits seit einiger Zeit nutzt Intel die traditionsreiche Marke Pentium nicht mehr für leistungsstarke Top-CPUs sondern für leistungsreduzierte Einsteigermodelle. Als Bindeglied zwischen den kreuzlahmen Celerons und den flotten Core-i-CPUs sollen die Pentium-Prozessoren ausreichend Leistung zu einem angemessenen Preis bieten.

Auf Hyperthreading müssen die Pentiums daher verzichten, bei zwei Rechenkernen ist das Maximum erreicht. Das langsamste Modell, der Pentium G 620T, taktet mit 2,2 GHz. Auf die von den teureren CPUs bekannte Turbofunktion muss der Pentium verzichten. Der geringe Takt sorgt bei dieser CPU für eine recht geringe TDP von nur 35 Watt. Das weniger energiesparende Modell G 620 taktet hingegen mit 2,6 GHz. Der Pentium G 840 taktet mit 2,8 GHz, der G 850 legt noch einmal 100 MHz drauf und kommt auf 2,9 GHz. Die TDP ist bei den drei zuletzt genannten Modellen mit 65 Watt angegeben, allerdings inklusive der integrierten Grafikeinheit. Die GPU überrascht zudem: Offenbar kommt die flottere der beiden Intel-HD-Graphics zum Einsatz, die HD 3000. Im Desktopsegment fand sich diese Grafikeinheit mit ihren 12 Shadereinheiten bislang nur bei den teureren K-Modellen, preiswertere CPUs durften bislang nur auf die mit 6 Shadereinheiten deutlich langsamere HD 2000 zurückgreifen. Intel scheint bereits einen Monat vor dem Release von AMDs Llano-Fusion den Gegenwind der flotten AMD-Grafikeinheit zu spüren. Preislich liegen die Großhandelspreise der Pentium-CPUs zwischen 64 US-Dollar und 86 US-Dollar.

Wer übrigens noch auf Ivy Bridge warten möchte anstatt sich bereits jetzt eine neue CPU zuzulegen: Laut Informationen von Fudzilla wird sich Intels 22nm-CPU mit den neuen Tri-Gate-Transistoren erst im März oder April des kommenden Jahres zeigen. AMD hingegen bietet ein später Erscheinungstermin von Ivy Bridge etwas Zeit mit Bulldozer Marktanteile zurück zu erobern. Und Intel kann sich in der Zwischenzeit weiter auf Sandy Bridge konzentrieren. Nur eines steht fest: So viel Rechenleistung war im Desktop-PC noch nie möglich! Und das ausgerechnet zu einer Zeit, in der sich kaum noch jemand für potente Stromfresser interessiert und alle Welt zu den winzigen ARM-Rechenkernen und den damit bestückten Tablets und Smartphones schielt. Wie soll die Zukunft im Prozessorbereich aussehen? Diskutiert im Kommentarbereich!
plaintext (unregistriert) 23. Mai 2011 - 17:13 #

Haben sich mittlerweile mehr Informationen zum Sandy-Bridge IPT Trusted Computing Konzept ergeben?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 23. Mai 2011 - 18:07 #

Was für Infos willst du? Sandy spioniert dich nicht aus, die Trusted-Computing-Teile in SB werden selbst bei Business-Geräten nicht genutzt, die von einigen Seiten gestreute Paranoia ist offenbar überflüssig.

plaintext (unregistriert) 23. Mai 2011 - 18:51 #

Ich hätte gerne Infos zur Manageability Engine, sowohl was die Gefahr durch Fremdkontrolle, aber auch was die Möglichkeiten bei DRM und Virenschutz anbelangt.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 23. Mai 2011 - 19:40 #

Nur schweigt sich Intel dazu mehr oder weniger aus. Ein Teil der CPU soll Anwendungen virtualisieren können um Passwörter zu generieren oder Schutz vor Angriffen zu bieten. Ich gehe aber davon aus, dass diese Funktionen ein entsprechend vorbereitetes Mainboard benötigen werden, da für die Ausführung von Code eine gewisse Menge sicherer Speicher benötigt wird.

plaintext (unregistriert) 23. Mai 2011 - 22:30 #

da seh ich ja das Problem. Trusted Computing und ein schweigender Hersteller passen nun Mal nicht zusammen, und besonders dann nicht, wenn es Geräte im unteren Preissegment bald (oder bereits) zu kaufen gibt. Vertrauen erweckt das nicht, und von Transparenz weit und breit kein Zeichen.

Nimmt man dazu, dass Firmen die die Blockierung von Inhalten auf ISP-Level verlangen ihren Hollywood eigenen Patriot Act erhalten, sich gleichzeitig für genau ein solches, vom User isoliertes DRM, einsetzen, dann ist die Frage nach weiteren Infos hoffentlich nachvollziehbar.

Anonymous (unregistriert) 25. Mai 2011 - 7:40 #

Vorsicht! Die Beantwortung solcher Fragen, erfordert entsprechende Recherche und journalistische Faehigkeiten jenseits des Wiederkaeuens von, bereits auf anderen Seiten, veroeffentlichten Inhalten.

Die Erwartungshaltung vor einer Pommes-Bude sollte auch nicht der in einem Sterne-Restaurant entsprechen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 25. Mai 2011 - 9:06 #

Mir scheint, du hast das Konzept des Hardware-Roundups nicht ganz verstanden. Hier geht es eben genau um das - News aus dem Hardwarebereich zusammenfassen und mit eigenen Erfahrungen etwas erweitern. Diese Rubrik soll nur einen Überblick über die Geschehnisse auf dem Markt geben, natürlich handelt es sich dabei nicht um einen wochenlang intensiv recherchierten Report.

Aber das ändert nichts daran, dass es mir durchaus möglich ist, ernsthaft zu recherchieren und auch journalistisch zu arbeiten. Um bei deinem Vergleich zu bleiben: Viele Sterneköche schaffen es nicht mehr, leckere Pommes zuzubereiten - auch wenn der eine oder andere Kunde sich da vielleicht sogar drüber freuen würde.

Sheak 13 Koop-Gamer - 1625 - 23. Mai 2011 - 18:07 #

Da warte ich lieber auf Ivy Bridge!

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20728 - 23. Mai 2011 - 18:42 #

Ich hab mir den i5 2500k geholt und bin voll zufrieden damit. Preis/Leistung top. Insgesamt mit 4 GB Corsair RAM, MSI P67 Board und MSI 560 TI OC bin ich auf 550 Euro gekommen. Rest vom alten genutzt. Passt :D

Das gute an dem: Ivy Bridge soll auf den selben Slot passen (1155) und braucht dann nur ein BIOS Update.

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