Lionhead: Gebrauchtspielemarkt schlimmer als Schwarzkopien

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17. Mai 2011 - 20:30 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Fable 3 ab 9,97 € bei Amazon.de kaufen.

Wenn es nach Mike West, dem Kampf-Designer von Fable 3 der Softwareschmiede Lionhead, geht, ist der Verkauf von Second-Hand-Spielen zumindest für die Xbox 360 schlimmer einzustufen als das Schwarzkopieren von PC-Spielen. Seiner Meinung nach werde es immer Menschen geben, die den Kopierschutz der Spiele irgendwann knacken und man könne dagegen auch nichts machen. West bedauert, dass es Leute gibt, die den Spielen keinen Wert beimessen indem sie diese kopieren und den Kopierschutz umgehen.

Die Gebrauchtspielemärkte und deren Verkäufe hingegen, die beispielsweise auf Internetplattformen wie Amazon oder eBay abgewickelt werden, führen jedoch völlig an Publishern und Entwicklern vorbei und dienen lediglich den Shops als Einnahmequelle. Daher haben sich Spielepublisher wie Electronic Arts, Warner Bros. Interactive Entertainment oder THQ einige Kontermöglichkeiten ausgedacht. Beispielhaft sei hierbei EAs Online Pass angeführt, der mit exklusiven Onlineinhalten verbunden ist. Ein Gebrauchtspielekäufer muss zwangsweise knapp 10 Dollar investieren, um diese Inhalte nutzen zu können.

Der Verkauf von Fable 3 als PC-Version ist für Freitag, den 20.5.2011 geplant. Für Lionhead stellen die zu erwartenden PC-Verkäufe jedoch lediglich einen Bonus dar, in dem auch bereits illegale Kopien berücksichtigt sind. Aus Sicht der Entwickler gestaltet sich dies somit als eine "No-Lose-Situation", so Mike West.

Meier (unregistriert) 17. Mai 2011 - 18:07 #

Ha das hab ich schon immer gewusst Xbox 360 Spieler sind die waren Bösewichte ;)

Anonymous (unregistriert) 17. Mai 2011 - 18:12 #

häh, wat?

zum thema: jo, ist leider so. naja, schlimmer nicht, aber sicherlich ungefähr gleich schlimm.
aber wird ja dank steam und co in zukunft nicht mehr so von bedeutung sein.

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 18. Mai 2011 - 6:43 #

Schlimm ist daran gar nichts, außer das sich die Industrie aufregt.

Anonymous (unregistriert) 17. Mai 2011 - 18:15 #

Und genau aus diesem Grund brauchen wir Zwangsregistrierungen und Aktivierungen und genau aus diesem Grund muss es Kontengebundene DLCs geben...
Mal wieder jemand, der indirekt zugibt, dass die Schwarzkopierer nie so sehr im Fokus standen beim sehr einseitigen Umsetzen von DRM.
Schön nur, dass die nun gezwungenen Gebrauchtkäufer dadurch trotzdem nicht mehr Geld haben werden oder ihnen die Spiele trotzdem nicht mehr wert sein werden und ein mehr oder weniger großer Teil wohl von den Gebrauchtkäufern zu den Kopierern wechselt und ein weiterer Teil zu den Verweigerern.
In beiden Fällen ist im Endeffekt weniger Geld im Markt. Wie finanziert denn sonst ein 14jähriger Powergamer seine Neukäufe als durch den Verkauf der "alten" Spiele.
Aber BWLer können nur in graden Linien denken...

Atlas (unregistriert) 18. Mai 2011 - 13:39 #

"Aber BWLer können nur in graden Linien denken..."

Jaja genau, was ein dämlicher Kommentar!

meph 09 Triple-Talent - 320 - 17. Mai 2011 - 18:19 #

Wenn die Konsolenspielen PC-Preisniveau hätten würde ich deutlich häufiger zu Neuware kaufen. Aber bei 70€ warte ich gerne ein paar Monate.

TheEdge 14 Komm-Experte - 2383 - 18. Mai 2011 - 6:41 #

Wer seine Spiele in UK kauft hat die selben Preise wie auf PC.

volcatius (unregistriert) 18. Mai 2011 - 8:05 #

Und wer seine PC-Spiele in UK kauft, hat günstigere Preise als auf Konsole.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 17. Mai 2011 - 18:23 #

Und wisst ihr wer die größten Schmarotzer sind? Leute die sich ein Spiel nur aus der Videothek ausleihen, durchspielen und wieder zurückgeben. Die kaufen nämlich auch keine DLC, sondern geben das Geld einfach für das nächste Spiel aus.
Ich sollte mich echt etwas schämen!

Age 19 Megatalent - P - 13972 - 17. Mai 2011 - 18:55 #

Ab auf die stille Treppe mit dir!

Zomp (unregistriert) 17. Mai 2011 - 22:31 #

Ich finde das echt nicht lustig ... wegen euch werden irgendwann keine Vollpreisspiele mehr produziert. Wenn wir dann nur noch mit Flashgames und Browsergames hier rum sitzen könnt ihr euch auch nix mehr ausleihen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29504 - 17. Mai 2011 - 22:35 #

Kaufst du halt einfach eines mehr.. Ich wäre ja eher dafür, dass neue Spiele keine Multimillionen Dollar teuere Werbekampagne mehr bekommen. Kostet sicher genug Geld, mehr als genug um die Umsatzeinbußen durch Videotheken auszugleichen. Dass aufgrund von penetranter Werbung jemand ein Spiel kauft wage ich eh noch zu bezweifeln.

Zomp (unregistriert) 17. Mai 2011 - 22:48 #

Naja hilft nur abwarten und gucken was passiert ... wenn die Spiele digital werden werden sie bestimmt auch weiter zerstückelt und somit günstiger. Zahle 5€ wenn du Orcs Spielen willst 5€ wenn du auch noch Menschen spielen willst, 2,5 für den Rennwagen 3,4€ für den. Hier ne Knarre am besten für Munition bezahlen wie bei „World of Tanks“

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 17. Mai 2011 - 22:49 #

Die viele Werbung zu Brink hat mich ehrlich gesagt auch vom Spiel abgeschreckt und erst durch das ausleihen aus der Videothek, konnte ich sehen was für ein geiles Spiel es ist. Jetzt habe ich es mir bestellt und werde mir in Zukunft jeden einzelnen DLC kaufen, der dafür angeboten wird.
Statt der ganzen Werbung könnte man einfach zu jedem Spiel, eine 2 Stunden spielbare Vollversion anbieten. Dann kann man ganz einfach entscheiden, ob einem das Spiel gefällt oder nicht. Schon spart man diverse Millionen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29504 - 17. Mai 2011 - 22:51 #

Gaikai würde sich ja immer noch anbieten. Direkt das Fenster mit der 90-Minuten-spielbaren-Vollversion im Test verlinken und gut ist. Streamt und ist unabhängig von der Hardware des Rechners, nur das Internet sollte flott sein.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 17. Mai 2011 - 22:54 #

Stimmt das hatte ich auch getestet und für ziemlich cool befunden. Ich hoffe auch das es sich durchsetzen wird, denke aber nicht das es dadurch weniger Multimillionen-Dollar-Werbung für Spiele gibt.

Anonymous (unregistriert) 17. Mai 2011 - 23:10 #

Eine 2 Stunden spielbare Vollversion nannte sich früher Demo.
Ich kenne Demos mit einer längeren Spielzeit als heutige Spiele...
Ich glaube für die längste Shooter!demo brauchte ich gute 5h. Vielleicht sogar etwas länger. Das war aber auch ein Shooter im alten Stil. Ein schöner Irrgartenlevel. Oder besser gesagt 3, so viele waren es in der Demo.
Aber auch schon die Demo zu Siedler 2 ist ein riesen Unterschied zu der der neuen Teile. Die alte, eine Karte so lange du willst. Die neuen, eine Karte 30min Zeitbegrenzung...

Aber wenn du heute eine 2h Demo zu einigen Spielen rausbringen würdest, dann könnte ja eventuell schlechte Qualität auffallen oder das Spiel durchgespielt werden...

bersi (unregistriert) 18. Mai 2011 - 9:17 #

2 Stunden Vollversion? Hahahahaha... Dann hättest du ja schon die Hälfte der meisten Spiele heutzutage durch. Ich erinnere mich an Zeiten, da wurden Spiele mit 5 Stunden Spielzeit in der GameStar an den Pranger gestellt und zum Abschuss durch Fischköpfe freigegeben. Heute bekommen solche Spiele 85% und aufwärts -.-

Und dann ist man noch der Arsch, weil man Spiele gebraucht oder gar erst Wochen nach Release kauft, wenn sie günstiger sind. Ehrlich, die Videospielindustrie ist eine verdammt geile, aber auch sehr nervige und von Zwölf-bis-Mittag-denkende Freundin von der ich mich nur all zu gern trennen würde.

Aber dann sehe ich sie mir wieder an und denke DAYUM!

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 18. Mai 2011 - 9:26 #

Ich habe mir eine Kaufregel für meine Spiele gesetzt:
"Maximal 1€ Kosten pro Stunde Spielzeit, ohne dass das Spiel DRM hat.". Wenn ein Spiel diese Regel nicht einhalten kann, dann wird es nicht gekauft. Dementsprechend bleiben bei mir ein CoD, Homefront, Vanquish usw. im Regal liegen und werden höchstens mal ne Woche aus der Videothek geholt.
Natürlich mache ich auch Ausnahmen bei Indie-Games und berücksichtige den Wiederspielwert von den Vollpreis-Spielen.

Athavariel 21 Motivator - P - 27873 - 18. Mai 2011 - 6:36 #

Unterschätze nicht die Macht der Werbung oder warum wird jedes COD Millionenfach verkauft. Wegen dem einzigartigen, innovativen Gameplay oder der langen Speldauer der Kampagne oder oder oder?

patchnotes 13 Koop-Gamer - 1740 - 18. Mai 2011 - 7:37 #

Na ja, ohne diese Werbung gäbe es weder GamersGlobal noch eine der anderen Spieleseiten.

Außerdem unterschätzt du definitiv die Macht der Werbung.

volcatius (unregistriert) 18. Mai 2011 - 7:38 #

100 (einhundert) Millionen Dollar Werbekampagne für Battlefield 3, ähnlich wohl bei CoD Black Ops, 25 Millionen bei Left for Dead 2. Da läuft inzwischen einiges aus dem Ruder.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 17. Mai 2011 - 18:25 #

Der Mann verkennt das wichtigste.

Das Spiel wurde schoneinmal gekauft, hat also schon Geld eingespielt.
Ob das Spiel nun 20 Jahrelang auf dem Dachboden rumliegt oder verkauft wird, hat die doch garnicht zu interessieren.

Und das Argument , das alle Nutzer die das Spiel nach dem Originalverkäufer besessen haben statt den 30 euro bei Ebay, 70 im Laden bezahlt hätten ist falsch.

Sie hätten es sich nämlich garnicht zugelegt oder nur ein kleiner Bruchteil

Lang lebe der freie Handel der freien Völker xD

Anonymous (unregistriert) 17. Mai 2011 - 18:32 #

Freier Handel?
Doch bitte nur dann für die Endkunden wenn es sich nicht vermeiden läßt. :D

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 17. Mai 2011 - 18:39 #

Dazu kommt das ein Haufen von den "New-Buyern" nur die Kohle deshalb haben, weil ihnen andere das alte Zeugs abnehmen. Nicht jeder Lagert seine Spiele auf Jahre ein ( - sonst gäbe es diesen bösen, zwielichtigen, dunklen, brutalen Gebrauchtmarkt nicht ).

Wo kommen wir auch hin, wenn jemand der etwas kauft, dieses nicht gefälligst bis zum Lebensende besitzt oder es einfach in die Tonne kloppt ( natürlich CD's, DVD's, BLU-RAYS vorher zerkraftzen und das Handbuch (haha, falls vorhanden) durch den Schredder jagen).

Als nächstes dann bitte den Fingerabdruck am Controller kontrollieren, geht ja gar nicht das der Partner/Freund/Kind/Eltern/Verwandte das Spiel mitspielen ohne sich vorher ein eigenes Lizenzabkommensgedöns bei Firma "We Love Our Customers! (The One with the new Money, honey!)" abzuschliessen.

Wie sagte schon Herr Max Liebermann:

„Ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen möchte.“

Gisli 14 Komm-Experte - 2082 - 17. Mai 2011 - 21:08 #

Ja, oder stell dir mal vor, da guckt dir einer beim Spielen zu! Da solltest du Eintritt verlangen und das Geld schön dem Publisher geben. Wo kommen wir denn sonst hin, wenn jemand Inhalte sieht, für die er nicht selbst bezahlt hat. Also ja nicht spielen, wenn jemand im Raum ist, und die Fenster verrammeln, damit auch ja niemand zum Fenster rein schauen kann. Ist eh gut für den vornehmen Teint. ;)

Loki 11 Forenversteher - 597 - 17. Mai 2011 - 18:36 #

Echt...diese Schweine von Gebrauchtkäufern...zerstören den ganzen Spielemarkt...übermorgen iser tot...

Irgendwer sollte einfach mal eine andere taktik nur testweise ausprobieren...eine Taktik, die auf Kundennähe und Transzparenz bei der Entwicklung basiert und die Käufe belohnt und nicht durch Gängelung bestraft. Am einfachsten kriegt man das mit einem klasse Multiplayermodus und ner Serial hin. Die Accountindung ist wahrlich einzig und allein vorhanden um den Gebrauchtmarkt zu killen...

Aber irgendwie merkwürdig, dass es mal eine Zeit gab, in der die Absatzzahlen wesentlich niedriger, die Spiele durchschnittlich umfangreicher und mMn auch origineller waren. Konkurrenz gab es auch damals schon nicht wenig. Und dennoch war Videospielentwickler ein Traumberuf und niemand hatte Angst, dass der Markt morgen krepiert und alle arbeitslos werden...

Anonymous (unregistriert) 17. Mai 2011 - 18:39 #

Die Werbebudgeds sind so stark gewachsen, genau wie die Gewinnerwartungen.

Ok, die Produktionskosten angeblich auch. Aber warum z.B. ein CoD so teuer ist wie es ist verschließt sich meinem Verständnis.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13885 - 17. Mai 2011 - 18:40 #

So so, jetzt ist also die legal erworbene Gebrauchtware das böse Ding. Der Käufer der böse Käufer, und der Kopierer nur ein Ärgerniss ,aber letztendlich egal. Schonmal darüber nachgedacht, das Gebrauchtware zumindest einmal als Neuware über den Tisch gewandert ist.

Lionhead, warum behauptet ihr nicht auch, der Gebrauchtverkäufer lässt euch und eure Familien im Stich, weil er nicht seine durchgespielten Fables im Safe hortet. Somit wäre sogar der Erstkäufer schlimmer als `Schwarzkopien` Herrje ist diese Industrie inzwischen zynisch und verlogen geworden.
Ob der gute Molyneux das wohl genauso sieht?

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 17. Mai 2011 - 19:57 #

Die kannste alle in einen Sack packen und draufschlagen, erwischst immer den richtigen ^^

Thomas (unregistriert) 17. Mai 2011 - 22:37 #

Naja wenn 20 Leute Spiel A haben wollen und Nr.1 sich das kauf für 50€ durchspielt für 45€ an Nr2 verkauft der für 40€ an Nr3 usw. hat der Publischer nur 50€ bei 20 Spielern verdient. Und die Spieler haben nur 5€ bezahlt ... des wegen müssen dann ehrliche Spieler mehr zahlen um das auszugleichen.

Suzume 14 Komm-Experte - 1810 - 18. Mai 2011 - 1:59 #

Dein Zahlenbeispiel sieht mir etwas zu konstruiert aus - bevor ein Spiel durch 20 Paar Hände wandert, gibt es doch bereits zig neue Konsolengenerationen.
Die Realität sieht doch in der Regel eher so aus, dass so ein Spiel 1x oder 2x weiter verkauft wird. Manche. Nicht alle Spieler verkaufen ihre Games.
Das ganze Gejammer der Entwickler und Publisher ist Humbug - hier wird versucht, DRM (z.B. durch Accountbindung) auf breiter Basis durchzudrücken, um nur ja keinen Cent zu versäumen. Auf Kosten der Verbraucherrechte.

Gisli 14 Komm-Experte - 2082 - 18. Mai 2011 - 4:06 #

Ich hab ehrlich gesagt noch nie ein Spiel gebraucht verkauft, deswegen will mir umso weniger einleuchten, warum das ein Problem sein soll. Ich muss ja auch nicht das Möbelhaus fragen, wenn ich mein altes Sofa weiterverscheuern will.
Allerdings habe ich schon ein Spiel gebraucht gekauft. Was will man auch machen, wenn man FF VII (für PC) nirgendwo mehr bekommt...
In diesem Sinne, eine Runde Mitleid für die armen, armen Publisher, die sich den Sprit für Ihre Luxusyachten nicht mehr leisten können oder denen von den Schlägern ihrer Investoren aufgelauert wird, weil sie das Geld, das sie investiert haben, nicht 20-fach zurückbekommen haben (sondern nur doppelt).

Anonymous (unregistriert) 18. Mai 2011 - 8:06 #

"Ich hab ehrlich gesagt noch nie ein Spiel gebraucht verkauft, deswegen will mir umso weniger einleuchten, warum das ein Problem sein soll"

du bist also die Welt, ja? Schau dir mal die Gebraucht-Abteilung in den ganzen Spieleläden wie EBGames an. Die ist ziemlich groß und an denen verdienen Hersteller keinen Cent mehr.

"Ich muss ja auch nicht das Möbelhaus fragen, wenn ich mein altes Sofa weiterverscheuern will."

Die Publisher sehen ihre Spiele aber nicht mehr als Produkt, sondern als Lizenz, also eine Erlaubnis. Von deren Sicht her ist es eher so, als würdest du deinen Führerschein weiter verkaufen.

"Allerdings habe ich schon ein Spiel gebraucht gekauft..."

Was soll dann der erste Satz?

Lexx 15 Kenner - 3461 - 18. Mai 2011 - 10:00 #

"Was soll dann der erste Satz?"
Es gibt einen Unterschied zwischen Kaufen und Verkaufen.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11219 - 18. Mai 2011 - 4:57 #

Besser als kein verkauftes Exemplar. Denn vielleicht hat sich der Käufer ja auch nur dieses Spiel A kaufen können und/oder wollen, weil er zuvor ein paar Titel verkauft hat. Wer weiß.^^

speedy110 11 Forenversteher - 601 - 17. Mai 2011 - 18:46 #

...hat der eigentlich noch nie was vom Gebrauchtwagenmarkt, Gebrauchtmöbelmarkt und anderen Gebrauchmärkten gehört??? Da läuft der der Umsatz doch auch an den Herstellern vorbei! Und, meckert dort jemand?? NEIN! Mal wieder eine typische jammernde Herstelleraussage, wie so oft.

Ach ja, Fable3 werde ich mir für den PC nicht kaufen, vielleicht irgendwann mal gebraucht für die XBox ;-)

Ily 10 Kommunikator - 495 - 17. Mai 2011 - 18:49 #

Ich verstehe die Diskussion über den schlimmen Gebrauchtspielemarkt auch nicht so recht. Geht nicht jeder Gebrauchtmarkt am Hersteller/Entwickler vorbei?
Ich muss ja auch nicht bei irgendeiner Automarke einen "Benzinpass" kaufen, nur um den Tankdeckel öffnen zu dürfen. Oder einen "Geschwindigkeitspass", um schneller als 100 Stundenkilometer fahren zu dürfen...

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13885 - 17. Mai 2011 - 18:57 #

Bring die mal nicht auf Ideen...

Deathlife 12 Trollwächter - 1168 - 17. Mai 2011 - 19:08 #

Nur auf dem Spielemarkt gibt es so einen großen Gebrauchtmarkt. Und dein Beispiel mit dem Auto ist zwar typisch, aber leider ein schlechter. Da es dort noch viel schlimmer ist. Gehe einfach mal mit einem modernen Auto zur Werkstatt wenn was kaputt ist.

Hyperbolic 15 Kenner - P - 3934 - 17. Mai 2011 - 22:40 #

Du willst mir doch nicht wirklich erzählen das der Gebrauchtmarkt von Spielen größer ist als der von Autos?

Aber das Problem versucht die Spielebranche ja grad in den Griff zu bekommen. Downloadspiele kann man nicht (bzw. schlecht) weiterverkaufen.

Böser, böser Kunde...

Ike 14 Komm-Experte - P - 1860 - 18. Mai 2011 - 0:11 #

Das Problem bei Software ist ja, dass sie sich nicht abnutzt. Ein 4 Jahre altes Auto mit 3 Vorbesitzern wird schon halbwegs abgenudelt sein, so wie jeder physische Gegenstand nach ordentlicher Benutzung. Eine Spiel ist dagegen nach dieser Zeit noch genauso gut wie am ersten Tag, und kann deswegen theoretisch auch immer und immer wieder weiterverkauft werden.

Gisli 14 Komm-Experte - 2082 - 18. Mai 2011 - 4:10 #

Und du findest nicht, dass dadurch, dass die Grafik nach einiger Zeit nicht mehr zeitgemäß ist, auch die Optik leidet? Und ob ein Spiel nach 4 Jahren auf einem anderen Betriebssystem immer noch genauso lauffähig ist, ist auch ungewiss...

Anonymous (unregistriert) 18. Mai 2011 - 8:18 #

"Und du findest nicht, dass dadurch, dass die Grafik nach einiger Zeit nicht mehr zeitgemäß ist, auch die Optik leidet? "

Zumindest in diesen Zeiten leidet sie nicht mehr. Schau dir die Konsolen-Titel an, die 2007 rauskamen und dann die, die 2011 rauskamen. Der Unterschied ist vergleichsweise gering.

"Und ob ein Spiel nach 4 Jahren auf einem anderen Betriebssystem immer noch genauso lauffähig ist, ist auch ungewiss"

Ich hab sogar Dungeon Keeper 2, MDK und Expendables auf meinem Win7/64 zum laufen gebracht und die hatten noch Windows95- respektive DOS-Empfehlungen (*grusel*, was für ne Zeit...). Die Liste an inkompatiblen Spielen ist sehr viel kleiner als immer angemommen.

skelethor 13 Koop-Gamer - 1494 - 18. Mai 2011 - 8:46 #

Alte Spiele kann man aber in der Regel auch garnicht mehr neu kaufen...also bringt dein Argument mal garnichts ;)

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 17. Mai 2011 - 19:30 #

Ach Moment, ich habe die Idee! Anstatt mir die Spiele aus der Videothek auszuleihen und gebraucht zu kaufen, werde ich einfach Raubkopierer. Sobald Fable 3 dann für den PC rauskommt, werde ich es mir ziehen und durchspielen. Dann bin ich immer noch ein besserer Mensch, als Leute die es sich gebraucht kaufen!

Jonesy (unregistriert) 17. Mai 2011 - 19:52 #

Haha ja das dachte ich beim durchlesen auch ^^

Anonymous (unregistriert) 17. Mai 2011 - 19:32 #

Diese Sichtweise finde ich ziemlich ignorant.

Teenager haben vielleicht am Geburtstag und zu Weihnachten
genug Geld, um für ein Konsolenspiel den vollen Preis
hinzublättern. Sonst nicht.
Wenn man Spiele nicht mehr tauschen oder verkaufen kann,
wird der Spielemarkt übel zusammenbrechen.
Aber helft Apple nur dabei, die Weltherrschaft über Konsum
und Inhalte zu erlangen.

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10736 - 17. Mai 2011 - 19:37 #

Aus Sicht der deutschen Autoindustrie fordere ich auch den Gebrauchtwagenmarkt auszutrocknen! Der Schaden geht in die Milliarden! Wenn ein gebrauchtes Auto verkauft wird, bekommt der Hersteller nichts davon! Nur die Autohäuser verdienen sich doof und dämlich! Das ist noch schlimmer, als Autodiebstahl!

Wo kommen wir denn da hin, wenn man etwas, wofür man Geld ausgegeben hat, mit der eigenen Nutzung nicht komplett entwertet?! Teufelszeug!

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29504 - 17. Mai 2011 - 19:38 #

Viel schlimmer, meine Ehefrau beispielsweise war auch schon gebraucht, als ich sie geheiratet habe. Da steckt Potential für die Politik, vor allem für die christlich-demokratische!

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 17. Mai 2011 - 19:42 #

Tja, hättest du dir mal eine neue aus Taiwan bestellt, dann wärst du ein guter Christ gewesen. Aber jetzt wirst du in der Hölle landen!

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10736 - 17. Mai 2011 - 20:40 #

Er hat Jehova gesagt!!!

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 17. Mai 2011 - 20:57 #

Wenn ich das so weiterdenke: Onlineaktivierung beim Standesbeamten geht ja noch, aber ich schätze mal spätestens beim 10€ "Multiplayerpass" hört der Spaß auf! *g*

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 17. Mai 2011 - 21:02 #

YMMD!:)

Anonymous (unregistriert) 17. Mai 2011 - 20:55 #

Womit die Gebrauchtwaren"szene" mal wieder nur einseitig betrachtet wird...
Was ist denn mit den Verkäufern die somit ihre nächsten Spielekäufe finanzieren? Aber hauptsache die Spieleindustrie darf mal wieder über ihre böse böse "Kundschaft" jammern.

Wer jetzt schon keine 60-70€ für ein Spiel ausgeben will/kann, wird es wohl auch nicht tun wenn es den Gebrauchtmarkt nicht mehr geben würde. Und wie gesagt erhält ja Spieler A beim verkauf Geld für einen eventuellen Neukauf, und Spieler B findet vielleicht an Spiel XYZ gefallen und kauft sich dann den Nachfolger vielleicht doch als Neuware.

Vielleicht bemerkt ja mal die Spieleindustrie das nicht die Kundschaft ihr Feind ist.

Anonymous (unregistriert) 17. Mai 2011 - 21:56 #

Eben, was kaufen die Leute von dem Verkaufserlös
gebrauchter Spiele, wenn nicht neue Spiele?

Ich verstehe den Hass auf Gamestop, wo man ja manchmal
echt nicht weiß, ob man da neu eingeschweißte
Gebrauchtware kauft, aber auch der Verkäufer dieses
Spiels hat sich ja vermutlich ein anderes Spiel gekauft.

Ist doch wirklich wie bei Autos, wo sich der Verkäufer
mit dem Erlös ein anderes Auto kauft!

Loki 11 Forenversteher - 597 - 21. Mai 2011 - 21:49 #

Nein Nein...der Industrie nach, sind wir alle einfach nur geizig...wir hocken allesamt und ein jeder auf gehorteten Millionenbeträgen und wollen sie auf bösartigste Weise den lieben Publishern einfach nicht überlassen...
So muss man das sehen^^

Korbus 15 Kenner - 3189 - 17. Mai 2011 - 21:20 #

Hm für mich hört sich das so an als ob man bei Lionhead einen Sündenbock braucht. Normalerweise kramt man die doch nur raus wenn man selbst nicht zugeben will etwas verbockt zu haben. Ob da wohl die Verkaufszahlen von Fable 3 nicht den eigenen Erwartungen entsprechen?

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11025 - 17. Mai 2011 - 21:20 #

Diese Behauptung ist doch nicht neu, dass hat doch schon einmal der eine oder andere Entwickler/Publisher losgelassen, oder?

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 17. Mai 2011 - 21:27 #

Jep, und als nächstes sind alle die nicht alle DLC´s kaufen und auf GOTY Edition warten auch doofe Kunden. Und wer nicht bei FB ist auch :D

marshel87 16 Übertalent - 5584 - 17. Mai 2011 - 21:26 #

Und der Gebrauchtwagenhandel wird bald auch unterbunden, indem man jedes Auto an den Käufer bindet.....

Red Dox 16 Übertalent - 4123 - 17. Mai 2011 - 21:42 #

Oh nein, jetz muß ich mir wieder schmutzig vorkommen wenn ich Konsolenspiele statt für 60-70€ mal für 20-30€ kaufe. In fünf Jahren lande ich noch im Knast weil ich mir Originalspiele für 30€ aus UK importiere anstatt für 60€ im Blödia Markt zu kaufen...

volcatius (unregistriert) 17. Mai 2011 - 21:56 #

Bin gespannt, ob es mit der nächsten Konsolengeneration eine Accountbindung für Spiele geben wird. Bei DLC gibts die praktisch schon.

Wolf (unregistriert) 17. Mai 2011 - 22:14 #

Das ist ja leider gar nicht mal so abwegig!

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 17. Mai 2011 - 21:59 #

Natürlich verdienen die Firmen kein Geld durch Gebrauchtverkäufe, da hat der nette Mensch von Lionhead sicher recht, aber damit muss er auch leben, das wird sich kaum unterbinden lassen - außer es gibt Spiele irgendwann nur noch mit Accountbindung wie beim Steam.
Vielleicht wäre es mal angebracht, Spiele zu entwickeln, die langfristig Spaß machen und einen hohen Wiederspielwert besitzen, die werden auch nicht so schnell verkauft. Ein CoD ist halt an einem WE durchgespielt, und wenn mensch kein Interesse am MP hat, gibt es kaum einen Grund, das Spiel noch ewig zu behalten. Durch einen Verkauf kommt dann auch wieder Geld für neue Spiele rein.
Ich persönlich habe es mir schon länger abgewöhnt, Spiele zum Vollpreis zu kaufen (ausgenommen manche Indietitel, die kosten aber auch nicht so viel), sondern schlage dann bei irgendwelchen Sonderangeboten zu ~5 Euro zu. Daran verdienen die Firmen auch fast nichts. Auch manche Grabbelkiste in Elektrofachmärkten hat Perlen für unter 3 Euro versteckt.

Ist das jetzt eigentlich auch böse?

Z 12 Trollwächter - 1009 - 18. Mai 2011 - 1:57 #

Noch nicht, aber sobald Gebrauchtmarkt und Raubkopierer als Sündenböcke ausgedient haben, sind Leute wie du dran .)

Claus 28 Endgamer - - 108720 - 17. Mai 2011 - 22:34 #

Und morgen sind die Händler Ausgeburten der Hölle, die Spiele günstiger als zum empfohlenen Verkaufspreis verkaufen.

Danach die Spieler, die sich hartnäckig weigern, Werbepausen in Spielen zu akzeptieren.

Und schließlich alle, die die Spieleherstellern nicht mindestens ein Organ als auch 1000 l Blutplasma überlassen, 15 Jahre Fronarbeit in den Bleiminen von Mordor geleisten sowie das Recht auf Primae Noctis eingeräumt hatten.

Gisli 14 Komm-Experte - 2082 - 18. Mai 2011 - 4:16 #

Und was ist mit Spielern, die das Spiel absolut nicht kaufen wollen, weil es total verbuggt ist? Die sind auch böse. Gerade da wäre es doch so wichtig, das Spiel mindestens ein halbes Jahr vorher vorzubestellen, um dann nach dem Veröffentlichungstermin an der "Beta" teilzunehmen, damit auch für das nächste verbuggte Spiel Geld da ist. Für Bugfixing reicht's ja eh nicht. ;)

M@rlon 12 Trollwächter - 985 - 17. Mai 2011 - 22:18 #

Wenn DLC's nicht nur zum abzocken wären, sondern um Käufer an ein Produkt zu binden würden auch mehr Spieler ihre Spiele behalten und nicht weiter verkaufen...

Aber ich bin am überlegen ob ich in Zukunft anfange zu kopieren, anstatt mir hin und wieder ein gebrauchtes Spiel zu kaufen, ich will die armen Publisher ja nicht schädigen...

Anonymous (unregistriert) 17. Mai 2011 - 22:41 #

Die DLCs sind für beides. Wenn auch anders als du es meinst ;).

Amco 18 Doppel-Voter - P - 10708 - 17. Mai 2011 - 22:50 #

Buuuuhuuuu. Gibt es eigentlich irgendeinen Entwickler oder Publisher der sich noch nicht wegen dem Gebrauchtspielemarkt nicht die Hose nass gemacht hat? Dieses blöde Geheule kann doch kein Mensch mehr hören. Sind die Brieftaschen noch nicht dick genug? Glaube kaum, wenn ich solche Nachrichten lese. Mit den neuen Konsolen fällt den bestimmt was ein das die Spiele sich nicht mehr weiterverkaufen lassen. Entweder gibt es nur noch Downloads oder es wird so wie bei Cobra übernehmen sie. Wenn der Datenträger abgespielt wurde vernichtet er sich selber im Laufwerk :D.
Es ist echt zum kotzen wenn man sich den Spielemarkt betrachtet wie der sich in den letzten Jahren geändert hat.

maximiZe 12 Trollwächter - 1142 - 17. Mai 2011 - 22:53 #

Na klar, den ganzen Spieleentwicklern platzen die Geldspeicher schon aus allen Nähten!

ganga Community-Moderator - P - 15590 - 18. Mai 2011 - 0:59 #

Die meisten Mitarbeiter verlassen ja nach wenigen Jahren die Unternehmen als Multi-Millionäre, offiziell kaschiert man das als "Entlassungen". Wenn auch die superreichen Firmenbosse keine Lust mehr haben einmal die Woche noch im Büro vorbeizuschauen meldet man einfach dass man "das Studio leider schließen musste".
Hieß es heute nichz auf n24, dass die ehemaligen Ensemble Studios-Mitarbeiter aus Nostalgie-Gründen (Age of Mythology) Griechenlands Schulden aufkaufen wollten?

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23298 - 17. Mai 2011 - 23:22 #

Die meisten Spiele, Nintendospiele mal ausgenommen, werden doch eh bereits nach ein paar Monaten verscherbelt, wer braucht da noch Gebrauchtspiele? Die Gebrauchtpreise bei Gamestop sind sowieso vollkommen überzogen.
Würde Lionhead bessere Spiele machen, würden die Leute ihre Spiele auch nicht wieder verkaufen. ^^

sieling 08 Versteher - 165 - 17. Mai 2011 - 23:28 #

Wer kauft denn schon Spiele neu??!
Wenn die für 30 Euro für Xbox bzw. PS3 neu rauskommen haben die einen Umsatz ohne Grenzen.

Ich persönlich hatte damals, (nein ich erzähle jetzt nicht vom krieg) als alles noch wie früher war und wie wir wissen war ja alles früher besser XD, naja auf jedenfall konnte man sich damals noch neupreis Spiele auch als 14 Jähriger sich leisten. Ich mein ich hab mir in letzen 5 Jahren kein Spiel im Laden gekauft, geschweige denn neu.
Es hängt alles vom Budget ab und wer viel Geld hat, kann sich es ja neu leisten und wer nicht, der nicht. Dann steht vielleicht ein Kind vorm Regal und weiß nicht ob es sich ein neues Spiel kaufen soll oder eine neue PS2...

Achja damals und früher ... Ich glaub ihm wurde kürzlich das Gehalt um 5% gekürzt und das ist ja gravierend... Wieso meckern Leute, die Hunderte Tausend Euro im Jahr verdienen um mangeldes GELD???

Dominius 17 Shapeshifter - P - 6906 - 18. Mai 2011 - 0:27 #

Bei Einberechnung der Inflation sind Spiele heute eigentlich günstiger als früher, denn "damals" kosteten die ganzen Neuerscheinungen auch 80-100 Mark, Konsolentitel auch mal gerne mehr. Heute sinds halt 40-50 Euro.
Und früher gab es auch keine CoDs, die Milliarden innerhalb von Wochen eingespielt haben, tjaja, die armen Studios.

Elysion 14 Komm-Experte - 1907 - 18. Mai 2011 - 7:13 #

Also ich sprech jetzt mal für mich:
Ich habe heute ein hundertfach höheres Budget als früher (damals Taschengeld, heute Jobgehalt) und habe trotzdem früher mehr Vollpreistitel gekauft. Einfach weil sie es Wert waren. Ich kann mich da an Titel wie Gothic 2 oder Diablo 2 erinnern auf die ich monatelang gewartet habe um sie dann endlich zu kaufen. Heute ist mir sowas egal, klar ich warte auf Spiele aber ich warte das sie rauskommen und dann warte ich noch bissle bis sie billiger werden. Einfach weil die meisten Spiele (es gibt Ausnahmen) meines Erachtens nach keinen Vollpreis rechtfertigen (zu schlecht, billige Kopie, sinnlose Serie (CoD Teil 25)).
Also auch wenn "Raubkopierer" nicht die Guten sind und "Second Hand Käufer" eigentlich dem Publisher schaden (Freie Marktwirtschaft? Ihr provitiert genauso davon liebe Publisher) sollten die sich eher Fragen:
"Warum kaufen die unsere Spiele nicht? Haben wir an Qualität verloren? Machen wir was falsch?"
Antwort interner Manager lautet dann sicher: "NEIN! BÖSE Raupkopierer und Gebrauchtkäufer! TOD! TEUFEL! Da steckt sicher Al Kaida oder der Sith Imperator dahinter!"

DerDani 15 Kenner - P - 3681 - 18. Mai 2011 - 8:41 #

Es geht bei mir ähnlich; wobei bei mir noch was anderes dazu kommt:
Früher hab ich mir ein (wirklich gutes) Spiel gekauft, dafür gespart und dann nach 2 Wochen spätestens durch gehabt (bei wirklich aufwändigen Spielen).
Dann wurden auch alte Spiele wieder hervor gekramt, weil man sich ja nicht alle 3 Tage ein neues Spiel kaufen kann. Verkauft wurde nichts, aber auch mal getauscht, Videothek aufgesucht etc. (Geld war ja trotz alledem nicht mehr da; auch wenn 80-100% in Spiele/Hardware floss).
Heute hat man das schöne Internet, kann Spiele bequem - auch relativ neu - für relativ kleines Geld bekommen.
Jetzt gehöre ich dann eigentlich zu der "neuen, schönen Zielgruppe", die Geld hat (relativ) und spielen will (beim erscheinen der ersten Xbox sprach man ja häufiger auch von Spielern älter als 20, die schon Geld verdienen). Jedoch bin ich weder Schüler noch Student (auch da hatte ich viel Zeit), und trotz Spielerdaseins hat man evtl. auch noch ne Freundin; so hat man da abends meist weder viel Zeit noch Lust, wirklich viel zu spielen; so baut man schon einen Stapel an spielen auf und braucht auch keine Vollpreistitel zu kaufen - und dies ist ja dann böse...
Im Endeffekt ist entweder das Kapital stark begrenzt oder der Wille, dies für Spiele zu diesen Preisen auszugeben.
Ich gehe eigentlich davon aus, dass Spieler, die gebraucht Spiele verkaufen, dieses Geld auch wieder in neue Spiele stecken. Der Gebrauchtkäufer hätte es sowieso nicht neu gekauft (hat ja schon gezeigt, das er es nicht zum release haben muss).
Abgesehen davon, dass ich die Preise bei Gamestop & Konsorten eh jenseits von gut und böse finde.

Elysion 14 Komm-Experte - 1907 - 18. Mai 2011 - 9:57 #

Ja das stimmt, früher hatte man die Zeit aber nicht das Geld und heute hat man das Geld aber nicht die Zeit (Arbeit, Wohnung, Freundin). Ach waren das noch Zeiten als man mit 12 schon Nachmittags am PC saß und gezockt hat und in der Schule einen alle angeguckt haben "hää? du sitzt am PC?! du bist ja komisch" ... ja und? Komisch aber stolz drauf :P
Nun gehts mir auch so ich habe soviele Steam Deals gekauft in letzter Zeit das ich nicht mehr hinterherkomme auch nur diese durchzuspielen wodurch meine Nachfrage nach neuen Spielen natürlich drastisch sinkt und demnach natürlich auch die Bereitwilligkeit dafür den vollen Preis zu zahlen.
Sollten die Publisher es schaffen (wie auch immer sie das tun wollen) den Gebrauchtmarkt (den ich gar nicht nutze) komplett zu entfernen dann dreh ich mich einfach um schau ein Film mit meiner Freundin oder unternehme etwas mit Kumpels, ich hab kein Problem zu sagen "Ohne mich!", denn ich hab genug anderes zu tun ^^. Die Publisher vergessen leider wiedermal das SIE auf uns angewiesen sind und nicht andersherum.

Lawa 14 Komm-Experte - 2178 - 18. Mai 2011 - 0:46 #

Schön war die Zeit, als man mit einem Kauf noch was besessen hatte. Konsolen darf man nicht modifizieren oder auf seine beworbene Linux-Installation beharren, ohne dass man den Zugang zur Online-Welt verliert.
Manche Programme kann man nicht weiterverkaufen, da man nicht das Programm, sondern eine Nutzungslizens erworben hat, die sich nich weiterveräußern lässt.
Musik-CDs darf man nicht kopieren, wenn sie mit einem (nutzlosen) Kopierschutz versehen sind.

Was darf man als Käufer eigentlich noch "Besitz" nennen?

Anonymous (unregistriert) 18. Mai 2011 - 3:53 #

Ich sag dazu immer: Konsumsklave 2011.

Du solltest dir alles gleich kaufen, dabei gleich mal deine Rechte an der Türe abgeben und ansonsten einfach den Mund halten.

Rabenschnabel 12 Trollwächter - 934 - 18. Mai 2011 - 5:06 #

Spiele die erst groß gehyped werden (*hust* Peter Molyneux *hust*), sich dann aber nur als mittelmäßig herausstellen werden gerne schnell wieder weiterverkauft.

So betrifft der Gebrauchtmarkt natürlich gerade Lionhead besonders stark.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11219 - 18. Mai 2011 - 5:41 #

Es ist eben nicht ganz so einfach, eines dieser besonderen Spiele zu erschaffen. Eines, welches man schon x-fach durchgespielt hat, welches man auch Jahre später immer mal wieder hervorkramt, das einem immer als erstes in den Sinn kommt, wenn man nach All-Time-Favorites gefragt wird und dessen Verpackung man nur mit Samthandschuhen anfasst. Andererseits, wenn man sowas gar nicht mehr versucht... Peters letzter (erfolgreicher) Versuch ist mMn jedenfalls schon eine ganze Weile her.

DerMitDemBlunt 14 Komm-Experte - 2483 - 18. Mai 2011 - 6:48 #

Naja ist halt das alte Lied früher haben sie alle über das kopieren der Spiele gewhined als der PC noch die Hauptplattform für Spiele war, jetzt wo die meisten Leute hauptsächlich auf der Konsole zocken wo man raubkopien ohne weiteres nicht drauf spielen kann ist doch klar das das neue Feindbild der Industrie der Gebrauchtspielemarkt ist.

RM (unregistriert) 18. Mai 2011 - 7:06 #

Apropos, wird es noch einen Test der PC Version von Fable 3 geben?
Würde mich interessieren ob die Portierung gelungen ist, und ob der Hardcore Modus die wilden Kloppereien tatsächlich etwas spannender gestaltet

McFareless 16 Übertalent - 5556 - 18. Mai 2011 - 7:10 #

Das einzige wichtige aus dieser News für mich: Fable 3 kommt bald für den PC ;)

Daniel001 11 Forenversteher - P - 673 - 18. Mai 2011 - 8:03 #

Ganz ernsthaft? Wie dreist kann man denn sein ist ja nicht so das die gebrauchtspiele iwann mal gekauft wurden!
Und dann iwelche onlinepass geschichten zu bringen ist auch dreckig warum bringen die Publisher nicht einfach gute Spiele raus, die man nicht verkaufen will!
Am einfachsten ist es einfach nen Multiplayermodus einzufügen der lange hält warum hat wohl activision noch keinen online pass bei cod eingeführt...
Aber das sollte ich nicht zu laut sagen ;)

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10736 - 18. Mai 2011 - 8:22 #

Früher habe ich mit dem Verkauf gebrauchter Spiele immer zum Teil auch meine neuen Spiele finanziert. Heute muss ich das nicht mehr unbedingt, aber seitdem ich nichts mehr weiter verkaufen kann, gebe ich auch nicht mehr viel für neue Spiele aus. Ich weiche auf Importware und diverse Verramschaktionen aus, bei denen ich neue Spiele oft unter 30€ bekomme.

Etwas, was ich mit der Benutzung entwerten muss, ist einfach nicht so viel Geld wert, wie etwas, was ich wieder in flüssige Mittel umwandeln kann. Das ist einfachste BWL.

Ganz abgesehen von der Qualität des Spiels verkauft man heute wegen der ganzen Gängelungen einfach minderwertige Ware im Vergleich zu früher. Der Besitz eines Spieles mit Accountbindung stellt keinen Geldwert mehr dar. Im Grunde genommen sind es ja die Publisher/Hersteller, die uns Kunden durch ihre Geschäftsmodelländerungen Schaden zufügen.

Raven 13 Koop-Gamer - 1526 - 18. Mai 2011 - 8:34 #

Die Geldgier und das ewig Gejammer der Studios geht mir richtig auf die Nerven. Mal sind die Raubkopierer schuld, dann die bösen Gebrauchtspielekäufer. Ich kann's echt nimmer hören. Ich habe viele Gebrauchtspiele in meinem Regal. Gerade gestern hab ich mir noch Resident Evil 4 gebraucht geholt. Das hat zum Glück noch nen ganz normalen Cd-Key und keiner kann mich mit DRM, DLC und etwaigen Onlinepässen gängeln.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12754 - 18. Mai 2011 - 9:08 #

Puh... das ist ein ganz schwieriges Thema. Ehrlich, ich verstehe beide Seiten. Als Game-Designerin verstehe ich die Seite der Entwickler ebenso wie als Spielerin die Seite als Spieler.
Als Entwickler möchte man natürlich die größtmögliche Anerkennung in Form von Käufern haben und ich teile soweit auch die Einschätzung das Schwarzspieler nicht wirklich das Problem sind, denn viele von denen würden auch einfach auf das Spiel verzichten wenn es unknackbar wäre und würden es auch nicht kaufen wenn es auch nur noch 5€ kostet. Die restliche Zahl der Schwarzspieler kauft es sich dagegen zu einem späteren Zeitpunkt wenn es günstiger ist. Also fallen die dann entweder in den Budget Bereich oder werden auch Teil des "Problems Gebrauchtkäufer". Ich persönlich habe auch schon viele Spiele gebraucht gekauft, eben weil sie auch nicht mehr länger im Handel waren. Aber hat man das Verfügbarkeitsproblem in Zeiten der heutigen digitalen Distribution eigentlich noch? Ich denke das ist durchaus der springende Punkt, das Problem betrifft heutige Spiele nicht mehr und die einzigen neuen Spiele die man nicht mehr findet sind höchstens Collectors Editions und die gehen im Allgemeinen dann doch nur mit Sammlerwerten über den Tisch da diese sowieso limitiert sind. Aber normale Editionen sind heutzutage überhaupt kein Problem mehr. Es ist im Jahr 2011 kein Problem ein Spiel aus dem Jahr 2005 irgendwo noch als Neuware zu erwerben, wenn man 10 Jahre zurück denkt war es deutlich schwieriger ein Spiel aus dem Jahr 1995 als Neuware im Jahr 2001 irgendwo noch zu finden. Deswegen finde ich auch den Vergleich mit Autos oder Möbel unpassend... da werden ältere Modelle eben nicht mehr hergestellt und sind eigentlich nur noch aus zweiter Hand zu erwerben. Und ich denke um diese Sache geht es Lionhead einfach, die haben wie jeder Entwickler Spiele im Überfluss und könnten jeden interessierten mit einem Spiel versorgen, zumindest theoretisch, auch in 10 Jahren. Versteht mich nicht falsch, ich finde dieses Gejammere und DRM-Maßnahmen wie Accountbindung auch total der falsche Weg. In meinen Augen ist man für das Gejammer und der angeblichen "Gefahr" von Gebrauchtkäufern selber schuld. Wenn man Spiele nach nur 4 Wochen bereits bei eBay oder gar Amazon Marketplace für die Hälfte zum Neupreis bekommt, dann muss man eventuell sich einfach mal den Preisen anpassen und den Neupreis nicht für 3 Monate auf 50€ belassen sondern in der schnelllebigen Gesellschaft nunmal auch schneller den Preis schrittweise senken, damit neu verpackte Spiele eben immer einen finanziellen Anreiz im Vergleich zu Gebrauchtspielen haben. Diese Preisstabilität von Produkten kenne ich echt nur von Software, die Preise von anderen Medien bleiben selten über einen längeren Zeitraum stabil. Dazu kommt sowieso, dass digitale Distributionsdienste ohnehin ein großes Preisproblem haben, wer sich die Preise im EADM für ein Jahre altes Mass Effect oder Mass Effect 2 anschaut bekommt doch Schwindelanfälle... genauso teilweise auch bei Steam. Und dazu dann ohnehin die teilweise großen Diskrepanzen zwischen UK und EU Shop wo man für das selbe Datenbündel fast das doppelte bezahlt. Das mag es bei Autos und so zwar auch geben, aber es ist eben einfacher sich ein Spiel vom UK-Shop runterzuladen anstatt von Deutschland aus in England ein Auto zu kaufen. Der Aufwand/Ertrag ist da einfach ein ganz anderer.
Am Ende bleibt, ich verstehe Lionhead, aber ich teile dieses Gejammere nicht, denn dafür ist man teilweise selber Schuld wenn man zulange auf seinem festgelegten Preis sitzen bleibt. Es liegt an der Preispolitik dieses Problem aus Entwicklersicht einzudämmen indem man da eben viel schneller reagiert. Konkurrenz belebt eben das Geschäft und sorgt für einen Preiskampf.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 18. Mai 2011 - 13:52 #

Jeder Konsument hat nun einmal ein bestimmtes Budget und misst einer bestimmten Ware ein für ihn bestimmten Wert bei.

Man kann das nämlich auch umdrehen! Vielleicht gibt es wegen Onlinepass, DRM und Co. weniger Neukäufer(!), weil diese das Spiel nicht weiterverkaufen können! Dass den Herstellern dadurch Geld verloren geht, scheint ihnen noch nicht in den Sinn gekommen zu sein. Und das Ganze artet zu einer Spirale aus, da der Neukäufer das Spiel nicht verkaufen kann, kann er selber auch nicht das nächste Spiel kaufen, weil sein (Spiele-) Budget, dass er durch den Verkauf vergrößert hätte, nicht ausreicht. Infolge dessen werden immer weniger Leute Neuspiele kaufen.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 18. Mai 2011 - 9:09 #

Zur Feier des Threads habe ich mir mal ein gebrauchtes Mass Effect für die Xbox 360 gegönnt. :)

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10736 - 18. Mai 2011 - 9:26 #

Er hat schon wieder Jehova gesagt!!! ;-) Steinigt ihn!

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 18. Mai 2011 - 9:27 #

Ist hier etwa Weibsvolk anwesend?

Novachen 18 Doppel-Voter - 12754 - 18. Mai 2011 - 9:28 #

Was hat das mit uns Frauen zu tun? :P

Ich gebe aber zu, die Mass Effect Collectors Edition für X-Box 360 hatte ich mir auch erst nachträglich gebraucht gekauft :D.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 18. Mai 2011 - 9:31 #

Ganz große Bildungslücke!
http://www.youtube.com/watch?v=SohMW2aa9IQ

Elysion 14 Komm-Experte - 1907 - 18. Mai 2011 - 10:14 #

Hehe :) Entschuldige aber jap das ist wirklich eine Bildungslücke schau dir das Video unbedingt an ;)
"Noch schlimmer? Was kann denn noch schlimmer sein? Jehova! Jehova!"
Einfach nur genial.

p.s. Deinen Beitrag oben fand ich übrigens sehr gut und ausführlich, vielleicht kann man die Problematik jetzt besser verstehen.

M@rlon 12 Trollwächter - 985 - 18. Mai 2011 - 9:29 #

Alway look on the bright side of life...

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 18. Mai 2011 - 9:37 #

You come from nothing, you go to nothing. What did you lost? Nothing!

prachtbursche 10 Kommunikator - 440 - 18. Mai 2011 - 10:22 #

man stelle sich vor, die Autoindustrie würde auf einmal auf ein Verbot des Gebrauchtwagenhandels pochen... oder die Textilindustrie würde Jagd auf Kleiderspenden machen...

Das ist Wunschdenken einer geldgierigen Industrie, die nicht merkt, dass sie ihre Konsolenspiele überteuert verkauft.

Preis runter -> Umsatz hoch, simple Betriebswirtschaft.

Aber nein, Konsolenspiele sind noch teurer als PC Spiele. Ich füttere meine XBOX360 nur noch mit jahrealten Spielen, die 10-20 EUR kosten. 50-70 EUR sehe ich da nicht ein. Von halbfertigen Spielen, die dann den fehlenden content mit dutzenden DLCs verkaufen wollen, mal gar nicht zu reden.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12274 - 18. Mai 2011 - 10:45 #

"Preis runter -> Umsatz hoch, simple Betriebswirtschaft."

Also bitte das ist eine Milchmädchenrechnung.
ein geringerer Preis garantiert keine höheren verkäufen, geschweige denn einnahmen

Novachen 18 Doppel-Voter - 12754 - 18. Mai 2011 - 11:07 #

Autofirmen profitieren ja vom Gebrauchthandel noch. Ein Auto hat Verschleißteile die ersetzt werden müssen die man nur beim Hersteller erhält. Ein Hersteller von Videospielen würde erst dann Geld verdienen wenn irgendwann mal der Datenträger kaputt geht... aber wann ist das schon der Fall? Medien mit Datenträgern lassen sich für mich nicht so einfach in die Kategorie der Verbrauchsgüter stopfen wie Kleidung, Autos etc.. Schallplatten, Kasetten und digitale Datenträger halten einfach sehr sehr lange. Es ist kein Zufall das die Musik- und Filmindustrie genau das selbe beklagt.
Und in Deutschland ist es zumindest so, dass viele Gebrauchtwagen auch von Autohäusern gekauft werden wodurch der Autohersteller widerum draus profitiert. Diese Vergleiche zu ziehen sind eher schwierig. Es ist nunmal Tatsache das der Entwickler bei Software vom Gebrauchthandel nichts hat. Trotzdem stimme ich dir zu, dass die Preispolitik das große Problem ist. Dabei ist das Problem für mich nicht einmal der Vollpreis, sondern vielmehr die Zeit bis das Spiel im Vergleich zu Gebrauchtspielen billiger wird. Da hat man ganz schnell einen zu großen Unterschied der das Originalspiel einfach uninteressant macht, wie oben schonmal in längerer Ausführung abgearbeitet.
Den Gebrauchtmarkt wird man natürlich nicht ausrotten können, aber man kann ihn halt unattraktiver gestalten. Ganz ohne Accountbindung. Denn wenn nur der Entwickler beziehungsweise ja Publisher den Preis diktieren kann ist das sicherlich auch falsch.

patchnotes 13 Koop-Gamer - 1740 - 18. Mai 2011 - 11:42 #

"Es ist nunmal Tatsache das der Entwickler bei Software vom Gebrauchthandel nichts hat."

Theoretisch ist es sogar noch schlimmer, weil der Entwickler ja trotzdem noch Support leistet.

Wenn du die Zeit verkürzt bis ein Spiel billiger wird, dann bekommst du das Problem, dass sich noch mehr Leute entscheiden werden, auf die 1. Preissenkung zu warten.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29504 - 18. Mai 2011 - 12:29 #

Den Support würde der Entwickler aber auch leisten, wenn der ursprüngliche Käufer das Spiel einfach noch einmal gespielt hätte anstatt es zu verkaufen.

patchnotes 13 Koop-Gamer - 1740 - 18. Mai 2011 - 13:38 #

Das stimmt, wobei es der ursprüngliche Käufer ja schon (durch)gespielt hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass er plötzlich Support braucht / Fragen bzw. Probleme hat, ist doch geringer als bei einem neuen Nutzer (mit einer anderen PC-Konfiguration).

Aber ja, das Problem ist übersichtlich, ich sagte ja auch "theoretisch". :)

Sgt. Nukem 15 Kenner - 3472 - 19. Mai 2011 - 2:40 #

Support? Welchen Support???
Die Wahrheit sieht leider anders aus: Probier' mal ein noch gar nicht so altes BioShock auf einem W7-64 System mit onboard Sound sauber ans Laufen zu kriegen. Furchtbar. Und das hat keine alte Technik, das unterstützt ja sogar DX10 schon. Es gibt nichtmal einen Patch der die dämliche Aktivierung hinfällig macht, geschweige denn den Kopierschutz. Im Forum wurde ein User-Thread mit haufenweise (tlw. schwachsinnigen) Lösungen zum selbertesten sticky gemacht - das nennen die dann Support.
Dass ein DX10-Vista-Spiel schon nicht mal mehr ohne Verrenkungen sauber auf W7 läuft, ist eigentlich eine Unverschämtheit, wenn man bedenkt, wie viele viel ältere Titel noch problemlos laufen... ^^

patchnotes 13 Koop-Gamer - 1740 - 19. Mai 2011 - 8:03 #

Hmm, seit meinem neuen Win7 Rechner habe ich Bioshock gar nicht mehr auf der Festplatte ...

Na ja, Support ist sehr unternehmensabhängig. Es gibt auch positive Beispiele.

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 18. Mai 2011 - 12:02 #

"Autofirmen profitieren ja vom Gebrauchthandel noch. Ein Auto hat Verschleißteile die ersetzt werden müssen die man nur beim Hersteller erhält."
Nachgebaute Ersatzteile sind Ouzo äh Usus bei vielen freien Werkstätten und Hobbyschraubern.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11219 - 18. Mai 2011 - 12:46 #

Ein Spiel verfügt quasi auch über "Verschleißteile", denn irgendwann ist man eben damit durch, der Spielspaß nimmt rapide ab und so kann man "Ersatzteile" in Form von Addons oder DLCs liefern. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass das Produkt gut ist. Dass der Entwickler vom Gebrauchthandel nichts hat, ist mMn nach so nicht ganz richtig, denn es gibt eben auch das hier schon diskutierte Szenario der Spielefinanzierung durch Weiterverkauf und der damit verbundenen kostenfreien Werbung für eventuelle Nachfolger oder den Entwickler allgemein. Vielleicht kauft Schüler XY, der heute noch gebraucht kauft, in einigen Jahren ja Neuware sobald er das nötige Geld dafür hat und von der Qualität der vom Entwickler/Publisher gelieferten Spiele überzeugt ist? Das Preisniveau sehe ich auch nur bedingt als Grund, da sich der Gebrauchtmarkt zwangsläufig angleicht und weiterhin billiger sein wird. Wer zu Gebraucht greift, kann dann höchstens öfter bzw. eher zugreifen, dass macht Neuware auch nicht unbedingt interessanter.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 18. Mai 2011 - 13:54 #

Verbietet Flohmärkte, was da alles verkauft wird. Das kostet die Industrie sicherlich Milliarden!

NickL 13 Koop-Gamer - 1579 - 18. Mai 2011 - 15:46 #

Ich glaube er ist nur Sauer weil die Verkaufszahlen nicht so hoch wie erwartet waren. Und nun sucht man lieber bei den Gebrauchtverkäufer/käufern die schuld.

Ich kaufe gerne Gebrauchte Spiele auf den Flohmarkt. Und was ist denn dabei? Habe da schon gute Spiele günstig bekommen alte, so wie Neuheiten. Wie letztens Dragon Age 2 und Dead Space 2 OVP für je 4€. Ich fand es gut.

-Stephan- 12 Trollwächter - P - 982 - 18. Mai 2011 - 19:23 #

Ich glaub, in keiner Branche regt man sich so über Second-Hand Käufer auf wie bei Computer- und Videospielen. Ich bin zwar Sammler, aber wenn ich jetzt auch noch jede CD und DVD etc. behalten würde, dann würde bald nicht mehr viel Platz in meiner Wohnung sein. Was also machen? Genau, gewinnbringend veräußern. Ist eine normale Sache, die auch bei Kleidung, CD/DVDs, Autos, eigentlich fast überall so gemacht wird. Das wird die dort tätigen Firmen auch nicht freuen, aber wie gesagt, was das aufregen angeht, da sind die Leute aus der Computer/Videospielbranche wirklich führend hat es den Anschein. Die Industrie ist doch sonst so einfallsreich, dann sollte man halt schauen das man es Spielern schmackhaft macht ein Spiel auch nach dem Durchspielen zu behalten; beispielsweise durch preis/leistungsmäßig faire DLCs, etc.

Anonymous (unregistriert) 19. Mai 2011 - 12:56 #

Ich verstehe die Problematik nur bedingt.

Niemand ist gezwungen unguenstig dimensionierte und mit DRM eingeschraenkte Spiele zu kaufen. Jedem steht es frei seine finanziellen Mittel so zu investieren, wie er es fuer richtig haelt. Missfaellt die Politik eines Entwicklers/Publishers, werden die Geldmittel entsprechend umgeleitet; sei's in alternative Spiele oder andere Hobbies.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73397 - 19. Mai 2011 - 13:15 #

Ich frag mich, was diesen Softwareschmieden dann lieber ist bzw. wovon sie mehr haben: Ein Kunde kauft das Spiel für 60 Euro bei Release und verkauft es von mir aus 6 Monate später wieder, um wieder etwas Geld für ein anderes neues Spiel zu haben, das er bei Release kauft. Oder der Kunde denkt sich, wenn die schon so rumzicken, kauf ich in Zukunft nur noch Spiele, die es als Low Budget für max. 25 Euro gibt.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 19. Mai 2011 - 16:03 #

Achwas, die haben so nen feuchten Wham-"Last Christmas"-Traum. Einmal ein Spiel geschrieben und jedes Jahr vieeeeel Kohle abkassieren, auf 80 Jahre oder länger hinaus.

Erde an Lionhead: Realitycheck!

Neukäufer = Guter Mensch
Kopierer = Vernachlässigbar
Gebrauchtkäufer = Inkarnation von Satan, Luzifer und den Teletubbies.

Erst wird man von THQ als Betrüger verunglimpft, jetzt ist man sogar noch schlimmer als der Kopierer. Ich glaub es hackt.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73397 - 19. Mai 2011 - 17:37 #

Kurzum: Als ehrlicher Käufer (der weiterverkauft), Low Budget-Käufer und Gebrauchtkäufer ist man in deren Augen DAS Übel auf Erden.

sieling 08 Versteher - 165 - 20. Mai 2011 - 14:32 #

Nach meiner ersten Rezesion, als ich noch sagte, dass es finanziell manchmal einfach nicht machbar ist , neue spiele neu zu kaufen , habe ich durch MM und amazon aktion 3 Spiele für 49 Euro auch mal seit Jahren neue Spiele gekauft.

Ich weiß nicht wies bei euch ist, also mein limit für ps3 Spiele liegt bei 20 Euro (gebraucht) und pc Spiele , naja die fallen sowieso wegen den Kopierschutzmaßnahmen in letzen Jahr völlig weg, hab ja noch genug der guten alten Zeit =)

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