Hardware-News KW20: Kurztest: Thinkpad Edge E520 (Update)
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

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Dennis Ziesecke 29734 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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16. Mai 2011 - 23:21 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
Update 18.05.2011: Einige Schnittstellen sind auch bei moderner Hardware oft nur schlecht dokumentiert. So findet sich an keiner Stelle im Netz oder im Handbuch ein Hinweis auf eine mSATA-Schnittstelle bei Lenovos Thinkpad Edge E520. Und auch wenn die Pressestelle von Lenovo uns gegenüber mSATA beim E520 ausdrücklich verneinte - der Basteldrang und die Neugierde siegte. Und tatsächlich, das Notebook verfügt tatsächlich über einen mSATA-Port für kleine eingesteckte SSDs, das Notebook lässt sich so sehr flexibel erweitern.

Notebook gesucht? In dieser Ausgabe der Hardware-News stellen wir das Thinkpad Edge E520 von Lenovo in einem Kurztest vor, ein Mittelklassenotebook, das auch für den einen oder anderen PC-Spieler interessant sein kann. Während das Thinkpad noch klassisch mit Windows 7 ausgeliefert wird, probt Google zusammen mit Samsung und Acer den Betriebssystem-Aufstand. Zwei Cloud-Netbooks, basierend auf Googles Online-Betriebssystem Chrome OS, sollen Microsoft das Fürchten lehren. Allerdings ist der Markt für Netbooks schon seit einiger Zeit am stagnieren, Tablets dominieren stattdessen die Ausstellungräume der Elektronik-Tempel. Samsung hat allerdings auch hier noch nicht alle Karten ausgespielt und präsentiert jetzt erst einmal ein 10,1-Zoll großes Display mit einer außergewöhnlich hohen Auflösung.

Samsungs Tablet LCD mit 2560x1600 PixelnSamsung könnte in Kürze HD-Tablets produzieren.

Samsung: 2560 mal 1600 Pixel auf 10,1 Zoll

Mit dem Retina-Display konnte Apple zum Erscheinen des iPhone 4 bereits viel Lob ernten. Der 3,5 Zoll kleine Bildschirm löst mit 960 mal 640 Bildpunkten auf und erreicht damit eine Pixeldichte von 326 ppi (Pixel per Inch, Pixel pro Zoll). Das menschliche Auge ist bei einer solch hohen Pixeldichte schon bei einem Betrachtungsabstand von nur etwa 25 Zentimetern nicht mehr in der Lage, einzelne Bildpunkte voneinander unterscheiden zu können.

Die von Samsung in Zusammenarbeit mit Nouvoyance entwickelte Bildschirmtechnologie hingegen soll sich primär für Tablets eignen. Ein 10,1 Zoll großes LCD soll mit 2560 mal 1600 Bildpunkten auflösen können. Die Pixeldichte liegt bei 300 ppi und dürfte die Bildqualität entsprechend ausgestatteter Tablets stark verbessern. Neben der enorm hohen Auflösung verspricht Samsung auch noch einen stark reduzierten Energiehunger. Im Vergleich mit herkömmlichen LCD-Bildschirmen soll die neue Technologie bis  zu 40 Prozent weniger Energie benötigen. Und das bei einer Helligkeit von 300 cd/m². Im Außeneinsatz sollen sogar bis zu 600 cd/m² möglich sein, was das Arbeiten mit dem Tablet auch bei großer Helligkeit ermöglichen dürfte. Die neuen Displays eignen sich sowohl für Netbooks als auch für Tablets. Angesichts der aktuellen Marktverhältnisse und dem Hype auf gut ausgestattete Tablet-PCs dürfte Samsung aber wohl primär die eigenen Galaxy-Tablets mit entsprechenden Bildschirmen ausstatten wollen. Ein Prototyp dieses Displays wird in den kommenden Tagen auf dem SID Display Week 2011 International Symposium in Los Angeles präsentiert. 

Chromebook von Samsung
Zum Bild rechts: Google nennt Netbooks mit Chrome OS kreativerweise "Chromebooks".


Wolkige Aussichten:
Netbooks mit Chrome OS

Unabhängig von der Gesamtwetterlage ist Cloud-Computing ein Schlagwort in den PC-Branche. Dienste wie Dropbox oder Steamworks sorgen auch bei privaten Computernutzern für einen Cloud-Mehrwert. Zumindest, solange das Internet schnell und zuverlässig angebunden ist. Nachdem immer mehr Programme ihren Weg ins Internet gefunden haben und bereits ganze Office-Pakete ohne Installation "in der Cloud" verfügbar sind, geht Google einen Schritt weiter. Das hauseigene Chrome OS besteht nur noch aus einem sehr kleinen installierten Softwarepaket und zeigt dem Anwender primär die Browseroberfläche des Chrome-Browsers. Anwendungen werden bei Chrome OS ebenso wenig auf dem Computer selbst installiert wie erstellte Texte, Fotos, Videos oder Präsentationen. Der gesamte Datenverkehr findet auf den Servern von Google statt, große Teile des Betriebssystems werden damit quasi in die Wolke geschoben.

Samsung und Acer haben jetzt im Rahmen der Entwicklerkonferenz Google I/O jeweils ein neues Netbook auf Basis von Googles Cloud-Betriebssystem vorgestellt. Das "Chromebook" von Samsung nutzt dabei einen 12,1 Zoll großen Bildschirm und Intels Doppelkern-Atom. 2 GB Arbeitsspeicher entsprechen dabei noch der aktuellen Standardbestückung - nur 16 GB Speicherkapazität auf der verbauten SSD wirken jedoch eher mager. Nach dem Willen von Google soll diese SSD aber ja kaum noch Daten aufnehmen, dank der integrierten WLAN-, LAN- und UMTS-Schnittstellen sollen Chromebook-Nutzer den vollen Daten- und Anwendungszugriff direkt nach dem Einloggen ins Google-Konto bekommen. Die Akkulaufzeit des Samsung-Netbooks soll bis zu 8,5 Stunden betragen. Der Preis liegt bei 399 Euro für die WLAN-Version respektive 449 Euro für das Gerät mit UMTS-Funktion. Acers Chromebook verfügt über ein mit 11,6 Zoll etwas kleineres Display, wird aber auch von Intels Dualcore-Atom N570 mit 1,66 GHz angetrieben. 2 GB RAM und eine 16 GB SSD finden sich auch in diesem Chromebook, die Akkulaufzeit liegt bei knappen 6 Stunden. Der Preis des mit nur 1,34 Kilogramm recht leichten Netbooks liegt bei 350 US-Dollar für die WLAN-Variante. Eine UMTS-Version ist bereits angekündigt.

Chrome OS bietet einige Vorteile für den mobilen Anwender. Das Betriebssystem bootet in nur knapp 12 Sekunden, Sorgen über installierte Anwendungen oder vergessene Dateien braucht sich der Anwender nicht zu machen. Da sowohl Anwendungen als auch persönliche Daten mit dem Google-Konto verbunden sind, kann sich der Anwender auf jedem beliebigen Rechner mit Chrome-OS-Oberfläche anmelden und sofort auf seine gewohnte Arbeitsumgebung mitsamt aller Dateien zurückgreifen. Unternehmen müssten ihren Mitarbeitern keine personalisierten Notebooks mehr zuteilen - ein wahlloser Griff in den Notebookpool reicht aus. Sobald allerdings keine Internetverbindung mehr möglich ist oder die Geschwindigkeit aufgrund schlechter Mobilfunkqualität zu stark einbricht, dürfte die Arbeit mit Chrome OS schlagartig zum Erliegen kommen. Die schlechte Angewohnheit deutscher Mobilfunkprovider, nur ein vergleichsweise geringes Datenvolumen selbst bei Flatrate-Verträgen anzubieten, könnte den Erfolg einer solchen Lösung hierzulande stark eingrenzen. Dazu kommt: Alle Dateien befinden sich auf Googles Serverfarmen. Und dass sich auch große Unternehmen es mit der Datensicherheit nicht immer sehr ernst nehmen hat jüngst erst Sony bewiesen. Amazons Cloud-Speicherdiensten sind vor kurzem erst einige von Kunden gespeicherte Daten abhanden gekommen. Sind Cloud-Betriebssysteme die Zukunft oder gefährlicher Unsinn? Schreibt Eure Meinung in die Kommentare!

Lenovo Thinkpad Edge E520
Mobiler Begleiter: Lenovo Thinkpad Edge E520.

Kurztest: Lenovo Thinkpad Edge E520

Erst vor kurzem hat Lenovo einige Notebooks der beliebten Thinkpad-Serie mit neuen Modellen versehen.
Auch die relativ junge Thinkpad-Edge-Serie wurde dabei mit Sandy-Bridge-CPUs aus Intels aktueller 32nm-Fertigung versehen. Im Gegensatz zu den für den professionellen Einsatz gedachten Thinkpads der T-Serie fallen Edge-Modelle deutlich preiswerter aus. GamersGlobal konnte jetzt das Lenovo Thinkpad Edge E520 ausführlich testen.

Technisch bietet das ab etwa 679 Euro angebotene Modell solide Werte. Das 15,6 Zoll große Display des Edge E520 löst mit nur 1366 mal 768 Bildpunkten zwar relativ gering auf, erfreulicherweise handelt es sich dabei aber um ein mattes Display. Die fehlende Hochglanzbeschichtung sorgt zwar für etwas schlechtere Kontraste und weniger knackige Farben, dafür lässt sich der Bildschirm auch im Freien noch ablesen ohne zum Spiegel zu mutieren. Die getestete Variante des E520 verfügt über einen Intel Core i5-2410M. Dieser Prozessor aus der aktuellen Sandy-Bridge-Serie arbeitet mit 2,3 GHz, kann aber per Turbo-Modus auf bis zu 2,9 GHz takten. Neben zwei vollwertigen CPU-Kernen nutzt der Prozessor Hyperthreading um weitere zwei "virtuelle" Rechenkerne zu erstellen. Hyperthreading sorgt bei einigen Anwendungen für eine sehr gut CPU-Auslastung und auch einige Spiele profitieren mittlerweile davon. Zusätzlich befindet sich in der CPU auch noch eine Grafikeinheit. Intels HD Graphics 3000 arbeitet mit 12 Shadereinheiten und zwackt sich bei Bedarf ihren Speicher vom System-RAM ab. Um es vorwegzunehmen: Für eine integrierte Grafik arbeitet die Intel HD Graphics 3000 erfreulich schnell. Damit aber auch Zocker mit dem Notebook glücklich werden können, ist zusätzlich auch noch AMDs HD 6630 mit einem Gigabyte DDR3-RAM verbaut. Umgeschaltet wird zwischen den beiden GPUs automatisch per Treiber - AMDs Catalyst sucht beim ersten Start einer Anwendung nach der sinnvollsten Grafiklösung. Die Entscheidung lässt sich aber auch manuell revidieren.

Im integrierten Benchmarktest von Mafia 2 erreicht AMDs HD 6630 bei hohen Details und 16x AF  aber ohne Kantenglättung und PhyX durchschnittlich 29,4 Frames pro Sekunde. Niedrige Details sorgen für fünf zusätzliche Frames in der Sekunde und steigern den Wert auf 34,9 FPS. Mit Intels HD Graphics 3000 bringen moderne Titel wie Mafia 2 keinen Spaß: 12,4 FPS mit minimalen Details und 10,3 FPS mit hohen Details sind unspielbar. Grafisch weniger anspruchsvolle Titel wie Die Sims 3 laufen allerdings auch mit der Intel-Grafik flüssig. AMDs Catalyst verursachte bei diesem Spiel allerdings auch starke Grafikfehler. Im Gegenzug stellt Intels HD 3000 einige Effekte von Mafia 2 nicht korrekt dar.

  Praktisch: Die vier Gigabyte DDR3-RAM des E520 sind mit nur einem Modul realisiert. Bei Bedarf kann das Notebook also schnell und mit nur 40 Euro Aufpreis auf 8 Gigabyte aufgerüstet werden. Den guten Eindruck stört hingegen die verbaute Festplatte mit 500 GB Kapazität aber nur 5400 RPM. Lenovo selbst scheint dem E520 nicht allzu viel zuzutrauen, auf Nachfrage versicherte man uns dort, es wäre kein mSATA-Steckplatz für kleine Einsteck-SSDs vorhanden. Diese Aussage können wir nach einem Test mit einer Intel mSATA 310 SSD allerdings wiederlegen: Der unter der Serviceklappe am Boden befindliche freie Steckplatz ist für mSATA-SSDs und bietet die perfekte Möglichkeit, die vergleichsweise langsame Festplatte zu umgehen ohne auf den großen Datenspeicher zu verzichten. Der Mobilität tun 7 Gramm Gewicht für die SSD zudem keinen Abbruch. Mobil ist das 2,5 Kilogramm schwere Gerät übrigens auch ansonsten: Entgegen dem Trend, Mittelklassenotebooks mit zu geringer Akkulaufzeit auszustatten hält das Thinkpad E520 bei geringer Last beinahe fünf Stunden ohne Steckdose durch. Selbst bei voller Last kommt das Notebook noch auf gute drei Stunden Laufzeit. Um unterwegs auch einmal Spielen zu können, lässt sich die HD6630-GPU bequem per Software aktivieren. Einige Notebooks drosseln ohne eingestecktes Netzteil die Leistung der GPU, Lenovo lässt dem Nutzer glücklicherweise freie Hand.

Wenig Überraschungen bieten die Schnittstellen des Notebooks. Drei Ports für USB 2.0, einer davon kombiniert mit eSATA-Fähigkeiten, sowie ein Kartenleser, Expresscard34 und die Videoschnittstellen HDMI und VGA sind solider Standard. Natürlich ist ein WLAN-Modul enthalten, es funkt mit den Standards 802.11 b, g und n bei maximal 150 Megabit pro Sekunde. Bluetooth 3.0 sowie Gigabit-LAN vervollständigen die Kommunikationsmöglichkeiten. Positiv fällt die Lautstärke des Notebooks auf, selbst unter voller Last und mit aktiver dedizierter Grafikkarte wird der Lüfter nie lästig sondern dreht nur sehr behutsam auf. Ohne Last verhält sich das Edge E520 beinahe geräuschlos.

Der Preis von ca. 679 Euro ist angesichts der guten Verarbeitung und der guten Leistung mehr als gerechtfertigt. Neben der sehr angenehmen Lautstärke überrascht auch die bis auf wenige Ausnahmen hohe Arbeitsgeschwindigkeit. Einzig die langsame Festplatte fällt negativ auf, lässt sich aber mit wenigen Handgriffen auswechseln. Allerdings liefert Lenovo keinen Datenträger für das vorinstallierte Windows 7 Professional 64 Bit mit. Vor dem Festplattenwechsel sollte also tunlichst die Recovery-Partition gesichert werden. Wer Wert auf eine zügige Arbeitsgeschwindigkeit legt, sollte beim Kauf gleich eine mSATA-SSD mit mindestens 40, besser 80 Gigabyte Speicherkapazität erwerben und dort das Betriebssystem installieren. Als Thinkpad Edge E420 gibt es das vorgestellte Notebook auch als Modell mit 14 Zoll Bilddiagonale. Die sonstigen technischen Daten bleiben ansonsten identisch, allerdings agiert der Lüfter des 14-Zoll-Modells deutlich lauter als der des E520. 
Decorus 16 Übertalent - 4246 - 16. Mai 2011 - 23:39 #

"Amazons Cloud-Speicherdiensten sind vor kurzem erst einige von Kunden gespeicherte Daten abhanden gekommen."
Sind die Daten nicht vom EC2 Webserverdienst verschwunden?
Das S3 Storagesystem war doch afaik nicht betroffen.
In dem Fall würde sich natürlich die Frage stellen, warum man wichtige Daten nur auf einem Virtuellen Webserver speichert, anstatt an mindestens einem weiteren "Ort" ein Backup anzulegen.

Anonymous (unregistriert) 16. Mai 2011 - 23:47 #

warte drei Jahre, und du wirst dich schwer tun, überhaupt noch mobile Geräte mit eigenem nennenswerten Speicher zu finden.

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 17. Mai 2011 - 13:16 #

Für Mr. Joe Sixpack vielleicht, aber Speichermedien diverser Art werden nicht so schnell vom Markt verschwinden, dafür sind die Anforderungsprofile halt doch etwas zu unterschiedlich.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 16. Mai 2011 - 23:41 #

Gefährlicher Unsinn :D Die Idee ist ja super klingt alles toll aber ich denke nicht, das man "vertrauliche" Daten jemals "aus der Hand" geben sollte. Erinnert mich an die Anfänge vom Internet, alles toll alles super bis die ersten Dialer Viren etc kamen.

P.S. Schickes kleines FullHD Display für Smartphones gibt es jetzt auch :)
http://de.engadget.com/2011/05/13/das-kleinste-full-hd-3d-display-der-welt-video/

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29734 - 16. Mai 2011 - 23:43 #

Über das Display hätte ich noch schreiben wollen - aber irgendwie wurde es auch so schon recht lang. Zumal: 3D mit Polfilterbrille am Handy? Muss das sein?

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7100 - 16. Mai 2011 - 23:51 #

Wieder vielen Dank für den Eintrag. = )

Wie damals bei deinem Ausblick zum Cloudgaming, halte ich CloudSysteme für "gefährlichen Unsinn". Kürzlich meinten die Spiele-Veteranen im Podcast meinten ja, dass die Hoffnung beim PSN-Datenklau jene sei, dass man in der Masse schlichtweg untergehe. Die Hoffnung trägt überspitzt gesehen jeder heutzutage, egal ob bei CloudSystemen oder nicht ~ gegen einen professionellen Angriff ist kaum ein Internetnutzer gefeit. Hier ist es auch eher Zufall oder 'Glück, dass man in der Masse untergeht. Als zweiter Einwand natürlich wieder die Versorgung in Deutschland, aber auch hier schließe ich mich den Worten von damals an, dass diese Geräte nicht zu allererst für den deutschen Markt gedacht waren.

"Entgegen dem Trend, Mittelklassenotebooks mit zu geringer Akkulaufzeit auszustatten hält das Thinkpad E520 bei geringer Last beinahe fünf Stunden ohne Steckdose durch."

Wie gering ist die Last denn gewesen? War das jetzt Musikhören, einen Film bei minimaler Helligkeit? Die Entwicklerangaben 8h bei eSmart beispielsweise kann man ja auch eigentlich für bare Münze nehmen ... wenn man das Gerät dann mit ausgeschaltetem Monitor, ausschließlich der OS Last rumliegen lässt. ^ ^ Was ich damit sagen will: Natürlich kann man da dann auch Musik hören, aber hat man dafür nicht anderen Schnickschnack?

McCloud (unregistriert) 17. Mai 2011 - 0:00 #

in der Masse verschwinden ist Unsinn, überspitzt ist das nicht mehr als die Vogel-Strauss-Strategie.

EC Cloudsverpanne hat überigens mindestens ca. 17 Cloudservices betroffen

newenterprise.allthingsd.com/20110421/amazons-cloud-crashed-overnight-and-brought-several-other-companies-down-too/

thenextweb.com/industry/2011/04/21/amazon-ec2-troubles-bring-down-reddit-foursquare-quora-hootsuite-and-more/

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7100 - 17. Mai 2011 - 10:07 #

gut, dass ich die Vogel-Strauß-Taktik, von denen im Veteranen Podcast nun also die Rede war, lediglich repetiert habe =D

McCloud (unregistriert) 17. Mai 2011 - 12:35 #

hatte ich auch angenommen, da du die Cloudmanie ja glücklicherweise skeptisch betrachtest.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29734 - 17. Mai 2011 - 0:04 #

Geringe Last: Textverarbeitung, im Hintergrund liefen gängige Hintergrundprogramme wie Virenscanner, Skype und Steam.

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7100 - 17. Mai 2011 - 10:07 #

Ah oki, dann ist das ganze ja annehmbar. = )
Für den kleinen Arbeitsprozess im schlanken Betrieb.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29734 - 17. Mai 2011 - 10:38 #

WLAN war übrigens aktiv und zwischendurch lief auch der Browser. Die Akkulaufzeit ist wirklich ok.

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7100 - 17. Mai 2011 - 11:44 #

nice ;)

Edit:
Das wird für mich immer attraktiver ~

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29734 - 17. Mai 2011 - 12:14 #

Ich habe ja nun schon extrem viele Notebooks in Händen gehalten und das E520 ist tatsächlich eines der besseren. Wenn keine 1200 Euro für ein T-Thinkpad drin sind und eben auch mal ein Spielchen laufen soll - perfekt. Wer natürlich von Original-IBM-Thinkpads verwöhnt ist, wird das Edge nicht mögen. Mir fehlt auch der Dockingport etwas. Die irrsinnig robuste Verarbeitung der "großen" Modelle ist natürlich auch nicht vorhanden. Aber es reicht.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21195 - 17. Mai 2011 - 13:16 #

Ich denk für das Preis/Leistungspaket ist das Notebook top. Erinnert euch mal an das ASUS G73 für 1600 Euro. Den Vergleich würd ich gern sehen. Preislich über 900 Euro unterschied ist schonmal nice.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29734 - 17. Mai 2011 - 13:38 #

Die G73 für 1600 Euro haben einen i7 und eine GTX460m. Klar, die Leistung ist dort schon deutlich höher. Allerdings: Die CPU-Power spürt man im Alltag kaum. Die Grafikkarte ist natürlich deutlich flotter - nimmt man aber eine Auflösung von 1920x1080 geht auch dort die Leistung der Grafik in den Keller. Am Ende dürften sich die erreichten FPS kaum unterscheiden, das Lenovo bietet dabei aufgrund geringerer Auflösung und den weiterhin sinnvollen Verzicht auf Kantenglättung eine schlechtere Grafikqualität. Kann man damit leben, dass ein Spiele-Notebook eh schnell veraltet und es damit keine Investition in die kommenden Zocker-Jahre ist, und kann man mit der schlechteren Grafikqualität leben - dann ist auch das E520 ein gutes Zocker-Book. Vom gesparten Geld kann man sich zudem nach zwei Jahren ein neues Mittelklassebook kaufen :) .

Rondrer (unregistriert) 17. Mai 2011 - 16:38 #

Hmpf, du hast mich überzeugt, werde mir ein E520 zulegen. Allerdings das "Kleine" mit dem i3 und ohne dedizierte Graka.

Das Einzige was mich noch vom Kauf abhält ist die Tatsache, dass die rote Version 40€ billiger ist als die normale Schwarze. En rotes Notebook will ich eigentlich nicht, aber 40€ mehr wegen der Farbe auszugeben seh ich auch nicht ein ;)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29734 - 17. Mai 2011 - 17:03 #

Ja, das mit der Farbe ist lustig. Will vielleicht keiner das Rote? :)

Der i3 und die Intel 3000 ist auch ok. Die Intel-Grafik liegt knapp auf dem Niveau einer kleinen dedizierten Grafik, für CPU-integriert ist das schon sehr beachtlich. Intel sollte nur endlich mal vernünftige Treiber entwickeln.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21195 - 18. Mai 2011 - 9:36 #

http://www.youtube.com/watch?v=fxhm7hBeffc
mehr anregung :D
Ich finde auf Notebookcheck.de nur den E420. Hat gar nicht so schlecht abgeschnitten und für den Preis voll ok.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29734 - 18. Mai 2011 - 10:13 #

Es gibt bislang so gut wie keine Berichte über das E520. Dafür findet sich GG jetzt sehr weit oben bei google, wenn man nach einem Test für das Gerät sucht ;) .

Ganesh 16 Übertalent - 5024 - 17. Mai 2011 - 8:48 #

Also ich bin intensiver Dropbox-Nutzer - mich hält also im Prinzip wenig von der Nutzung solcher Dienste ab. Aber Dropbox bietet einem ja auch, dass die Daten zusätzlich auf den Festplatten der zu synchronisierenden Rechner liegen, so dass ich einerseits gegen Verlust gewappnet bin und andererseits auch mal ohne Internet arbeiten kann. Was das Vertrauen angeht, so liegen da ja hauptsächlich Studiendokumente. Wenn die jemand findet, wird er wahrscheinlich nicht viel damit anzufangen wissen.

Die verbleibenden Risiken sind IMO zu gering um die Vorteile wett zu machen: Gerät vergessen? Kein Problem, ich kann die notwendiogen Daten ja an jedem beliebigen Computer runterladen. Ich möchte mal hier, mal dort arbeiten? Auch kein Problem - Desktop, Laptop und Tablet können ohne Probleme auf die immer synchron gehaltenen Daten zugreifen.

Insofern finde ich diese Chromebooks als Idee in Ordnung. Auch die UMTS-Verfügbarkeit würde mich nicht abschrecken - es gibt einfach genügend Plätze mit WLAN.

In Firmen mögen die Bedenken bzgl. Datenschutz höher sein, aber dafür bietet Google ja auch spezielle Dienste an, die genau solchen Ansprüchen entgegenkommen. Für mich gilt nur, dass es bestimmte Daten gibt, die natürlich nicht in die Cloud gehören (Kreditkarten-Daten, Stromrechnungen und anderes, was Rückschlüsse erlaubt und/oder Schaden anrichten kann).

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29734 - 17. Mai 2011 - 8:50 #

Bleibt noch der Punkt, dass die Geräte zu teuer sind. Warum wird die Ersparnis durch das nicht zu bezahlende MS-Windows nicht an den Kunden weitergegeben? Einmal davon abgesehen, dass ich Chrome OS nach einem Test für absolut alltags-untauglich halte.

Ganesh 16 Übertalent - 5024 - 17. Mai 2011 - 8:58 #

Deswegen schrieb ich auch das es als Idee in Ordnung ist. Über die Umsetzung und deren Preise lässt sich streiten. Vor allem gibt es keinen Cloudbasiertes Office-Paket, dass OOo oder MS Office ersetzen könnte. Von den Diensten, die man zusätzlich benötigt (bei mir: Literaturverwaltung) ist dann auch noch nichts gesagt.

Ich teile nur das generelle Misstrauen gegenüber Cloud-Diensten nicht. Man muss sich halt nur im Klaren sein, welche Daten in die Cloud gehören und welche nicht.

Anonymous (unregistriert) 17. Mai 2011 - 12:36 #

Welche denn nicht?

Ganesh 16 Übertalent - 5024 - 17. Mai 2011 - 15:38 #

siehe oben: Kreditkarteninformationen, wichtige Passwörter, etc. Mein Chrome synchronisiert (verschlüsselt) bereits jetzt viele Passwörter, z.B. auch das von GG. Das ist in Ordnung - so spare ich es mir, auf einem neuen Computer oder bei Neuinstallation des Betriebssystems sämtliche PWs wieder zu speichern. Meinen Online-Banking-Account speichert Chrome (von sich aus?!?) jedoch nicht, so dass die wirklich entscheidenden Informationen bei mir verbleiben.

Anonymous (unregistriert) 17. Mai 2011 - 19:27 #

kannst du das mit diesem Passwortsystem erklären? Also vertraust du deine Passwörter auch für nicht Googledienste Google an, könnten die dann nicht alle deine Einträge bei GG und überall sonst wo du deine PWs teilst bequem zusammen suchen und auswerten? So wie in Gmail mit dem Email-Scannen für bessere Werbung mein ich.

Und die Stromrechnung? Was erfahren die dadurch? Wann du zuhause bist? Ergibt sich ja teilweise jetzt schon durch den PC zuhause.. Oder kann man da mehr erfahren?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29734 - 18. Mai 2011 - 16:01 #

Entgegen der Aussage der Lenovo-Pressestelle verfügt das E520 übrigens sehr wohl über mSATA. Eine Intel-SSD-Steckkarte wurde in diesem Port problemlos erkannt und beschleunigt den Rechner ungemein! Für mich ist der mSATA-Port daher ein sehr großer Pluspunkt, muss man doch nicht mehr auf die große HDD verzichten und kann trotzdem eine flotte SSD nutzen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29734 - 9. Juli 2011 - 8:20 #

Oh, fast 3000 Zugriffe - Rekord für die Hardwarenews. Gebt es zu, ihr wollt alle nur wissen, wie das E520 sich geschlagen hat!

Anonymous (unregistriert) 16. Juli 2011 - 21:31 #

Habe das E520 auch nur wegem eurem Test bestellt. ;)

Hoffentlich ist es auch unter Last so leise wie ihr sagt.

Genaue Angaben in dB oder Sone wären da sehr hilfreich gewesen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29734 - 17. Juli 2011 - 9:57 #

Unter Last wird der Lüfter natürlich lauter. Und wenn alle vier Kerne + GPU gut ausgelastet sind hört man den Lüfter auch schon einmal deutlich heraus. Allerdings immer noch leise im Vergleich zu vielen anderen Geräten.

Eine Messgerät und einen schallisolierten Raum für wirklich zuverlässige Lautstärkemessungen habe ich hier leider nicht. Und einfach nur ein Smartphone mit der passenden App ranzuhalten (*zwinker*) sagt noch weniger aus als allgemein gehaltene Vergleiche.

Anonymous (unregistriert) 17. Juli 2011 - 15:43 #

Erstmal Danke, das du noch auf einen alten Test antwortest.

Laut Chip Bestenliste sollens auch nur 1,0 Sone bei Last sein, was bei der Leistung ein guter Wert wäre.

Kannst du noch etwas zur Helligkeit des Displays und zur Drossel-Problematik der Sandy Bridge CPU sagen ?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29734 - 17. Juli 2011 - 19:22 #

Gedrosselt wird nichts, Lenovo hat sowohl die Kühlung (trotz geringer Lautstärke) als auch das BIOS im Griff. Generell ist die Kühlung gut: Wenn keine Grafik gefordert ist, bleibt die CPU im Turbomodus auf 2,7 GHz durchgehend. Da der Turbo von den Thermalreserven abhängt spricht das für das Kühlsystem. Erst wenn neben zwei Instanzen vom Intel Burn Test auch noch der Furmark im Burn-In läuft taktet die CPU "nur" noch mit dem Standardtakt von 2,3 GHz. Insgesamt also ein extrem gutes Ergebnis, genau das Gegenteil vom Drosseln. Habe übrigens insgesamt drei Stunden lang Volllast getestet.

Die Helligkeit vom Display ist dann auch der größte Kritikpunkt. Für Innenräume reicht es problemlos, auch wenn eine Lampe draufscheint. Im Freien sollte die Sonne aber nicht zu hell strahlen, da bringt auch das matte Display nichts.

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