iOS 4.3.3: Apple reagiert auf 'Locationgate'

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5. Mai 2011 - 11:29

Screenshot: Für eine intensive Rechtschreibprüfung war wohl im deutschen Readme keine Zeit...

Apple veröffentlichte jetzt ein Update seiner iOS-Geräte. Mit der Version 4.3.3 reagiert der Konzern aus Cupertino damit auf die heftigen Proteste über die unverschlüsselte Speicherung von Positionsdaten in der sogenannten consolidated.db. Diese Datenbank merkt sich die Ortsdaten diverser WLAN-Hotspots und Telefon-Funkmasten mit Zeitstempel. Die Daten reichten bis in den Sommer letzten Jahres zurück, was die Diskussion entsprechend verschärfte.

Mit dem Update 4.3.3 wird nun die Größe des verwendeten Caches reduziert und damit die Merk-Zeitspanne verringert. Die Datenbank wird zudem bei einem Backup nicht mehr auf den Rechner übertragen. Deaktiviert ihr die Ortungsdienste auf eurem Gerät, wird der Cache außerdem gelöscht und offenbar auch nicht mehr neu befüllt, so wie es der Benutzer eigentlich schon bisher erwarten durfte. Nachteil dieser Sicherheitsmaßnahme dürfte aber sein, dass bei einem Wieder-Einschalten der Ortungsdienste die Lokalisierung des iPhones (etwa in der App "Karten") deutlich länger dauern dürfte.

Laut Apple handelt es sich bei den gespeicherten Daten nicht um ein persönliches Bewegungsprofil, wie zunächst angenommen. Vielmehr merkt sich der Cache einen Ausschnitt einer via Crowdsourcing aller iOS-Geräte befüllten Datenbank. Diese dient dazu, ortsbasierte Dienste wie beispielsweise das Lokalisieren des Benutzers auf einer Karte zu beschleunigen, da eine Ortung ausschließlich per GPS mehrere Minuten in Anspruch nehmen kann. Das sehr weite Zurückreichen der Daten und die Tatsache, dass trotz Abschaltung der Ortungsdienste weiterhin Daten erhoben wurden, bezeichnete Apple lapidar als Bug, der nun zumindest behoben zu sein scheint.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8143 - 5. Mai 2011 - 11:36 #

Hilfe zur Selbsthilfe... Hab mir schon vor geraumer Zeit "Untrackered" via Cydia geholt. Jailbreak ftw.

Bernd Wener 19 Megatalent - 13635 - 5. Mai 2011 - 11:50 #

Nur dass du mit deinem Jailbreak die Chain of Trust der signierten Apps durchbrichst, weshalb dir möglicherweise die eine oder andere Sicherheitslücke in Kauf nimmst? Sehr FTW ist das für mich nicht :-D

floxyz 16 Übertalent - P - 4853 - 5. Mai 2011 - 11:55 #

Solange Apps mir nicht sagen (wie bei Android) auf was sie zugreifen wollen nützt mit eine Chain of Trust recht wenig ;)

Niko 16 Übertalent - 5024 - 5. Mai 2011 - 12:05 #

Das würde Apple niemals machen. So nett scheint nur das böse Google zu sein für den Endkunden.

DarkVamp 12 Trollwächter - 905 - 5. Mai 2011 - 12:06 #

Eigentlich fragen Apps bei Zugriff auf GPS etc. IMMER nach. Bei mir ist das zumidetens so.

Bernd Wener 19 Megatalent - 13635 - 5. Mai 2011 - 12:18 #

Korrekt, bei mir ist das ebenfalls so. Wie es mit Jailbreak aussieht, weiß ich nicht ;)

floxyz 16 Übertalent - P - 4853 - 5. Mai 2011 - 12:38 #

Also auf meinem iPod frägt keine App ob sie SMS, Kontakte usw. lesen dürfen oder ob sie ins Internet gehen dürfen. GPS und anderweitige Verbindungen kann man ja sowieso deaktivieren.
Und, mit Jailbreak, kann ich dann verhindern dass Apps ins Internet gehen. Aber natürlich öffnet so ein Jailbreak auch neue Sicherheitslücken, das bestreite ich auch nicht.

Niko 16 Übertalent - 5024 - 5. Mai 2011 - 12:46 #

Android listet aber alles auf - Standort, Telefon, Nutzungsdauer etc. etc. Sobald eine App auch nur irgendwie auf das System zugreift, gibt es eine Notiz.

Klick hier:
https://market.android.com/details?id=com.mobisystems.editor.office_registered&feature=featured-apps

Und dann klick bei den Tabs auf "Berechtigung". Sowas gibt es bei Apple leider nicht. Diese Notizen werden einen natürlich auch beim mobilen Android-Market angezeigt.

Bernd Wener 19 Megatalent - 13635 - 5. Mai 2011 - 13:48 #

Soweit mir bekannt ist, kann eine iOS-App über die offizielle API auf solche Daten gar nicht zugreifen. Und wer daran vorbeizuentwickeln versucht, kommt für gewöhnlich nicht in den Store. Will eine App beispielsweise auf meinen Standort zugreifen, kommt automatisch (und vom Entwickler unvermeidbar) eine entsprechende Abfrage.

(un)registriert (unregistriert) 5. Mai 2011 - 14:21 #

was ist mit den Beispielen (Dictionary, Pandora und 54 andere Apps) in den folgenden zwei Links (wall street journal und wired)? Doch erfolgreich daran vorbei entwickelt?

online.wsj.com/article/SB10001424052748704694004576020083703574602.html

wired.com/gadgetlab/2011/04/iphone-ispy/

Bernd Wener 19 Megatalent - 13635 - 5. Mai 2011 - 15:03 #

Age und Gender? Ich wüsste nicht, woher die App das aus meinem Telefon herhaben soll, weil es schlichtweg nicht drin steht. Noch dazu ist meines Wissens nach die UDID nicht direkt mit mir verknüpfbar. Dass das über Umwege geht, wage ich allerdings nicht zu bezweifeln, glaube sogar gelesen zu haben, irgendwer hat das kürzlich über irgendwelche Umwege mit Facebook (natürlich gesetzt den Fall man hat dort einen Account) geschafft.

Ich bestreite auch gar nicht, dass es wichtig ist, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, noch will ich damit sagen, dass Apple den heiligen Gral in Sachen Datenschutz darstellt. Ich will auch nicht mit der "Bei anderen Anbietern gibt es mit Sicherheit ähnliche Problemfelder"-Keule kommen, da diese zu nichts führt.

In letzter Konsequenz kann man das alles aber insgesamt wohl nur damit umgehen, überhaupt kein Handy (und da beziehe ich explizit Nicht-Smartphones mit ein) zu verwenden, oder was meinst du, was dein Mobilfunkprovider beispielsweise über den Standort deines Handys weiß?

Ich für mich habe beschlossen, dass ich damit leben kann, bzw. dass für mich der Mehrwert beispielsweise ortsbasierter Dienste überwiegt. Ich sehe auch diesen "Skandal" mit dem "Tracking" nicht als solchen an. Wohlgemerkt, das ist meine persönliche Meinung und hat absolut nichts mit GG zu tun. Natürlich informiere ich mich und wäge jedes Mal aufs Neue ab, achte darauf, was ich mir installiere, etc. Das sollte ohnehin jeder tun, mit allen Geräten, nicht nur Smartphones ;)

(un)registriert (unregistriert) 5. Mai 2011 - 15:36 #

Alter und Geschlecht lassen sich ohnehin aus anderen Quellen ableiten, die Links waren auch nicht als Kritik an dich gerichtet, sondern nur in der Hoffnung, du hättest aus persönlicher Erfahrung Mittel gefunden, diese Datensammlungen zu unterbinden (und würdest diese teilen).

Der Telefonanbieter hat diese Daten, darf die aber nur sehr begrenzt speichern, wobei man das auch nicht unbedingt glauben muss. Kritik geht aber nicht an den Provider der diese Daten für Bereitstellung des Dienstes benötigt, sondern an zusätzliche Gruppen wie Apple, Google, Microsoft, und in diesem Fall an App-Programmierer und deren Partner: die brauchen diese Daten nicht zwingend, wollen sie aber und erschleichen sich diese wie in den zwei Links gesehen.

Mit deiner letzen Konsequenz hast du Recht, da wo Korruption so weit verbreitet ist müsste man auf so gut wie alle Annehmlichkeiten verzichten, denn weder auf die Sicherheit mobiler Geräte noch auf die im Internet kann man sich verlassen. Das Resultat müsste aber nicht allein Verzicht sein, sondern gepfefferte Strafen für die Datensammler einschliessen.

Nimm die Musikindustrie, die verklagt Jugendliche für eine Handvoll Mp3's auf 10-100.000de € Schadensersatz, beim Nutzertracking von Internet/Mobile kommen pro Person Datenmengen zusammen die eine Mp3-Daten lächerlich klein und bedeutungslos erscheinen lassen, aber an den Beispielen Sony Nutzerdaten und Apple Geotracking finden sich nur Einzelpersonen die klagen, wieso können sich die Millionen betroffenen nicht zusammen schliessen und gemeinsam klagen?

Der Skandal mit dem Tracking müsste in den USA noch um einiges größer sein, denn Verkehrs-Polizei und Homeland Security an den Flughäfen hat ohne richterlichen Beschluss solche Daten kopiert. Das es dort so relativ still um die Angelegenheit ist darf man wohl damit erklären das die Leute dort keine Privatssphäre mehr erwarten. Im Gegensatz dazu haben wir es in Europa mehr Rechte, machen aber scheinbar nichts daraus.

Das soll jetzt nicht heissen Smartphone/Socialuser sollen auf ihren Luxus verzichten, sondern das unsere Judikatoren in Schwarz vielleicht mal angehalten sein sollten, ihre Schwerter zu unserem Schutz zu schwenken.

Bernd Wener 19 Megatalent - 13635 - 5. Mai 2011 - 16:03 #

Sorry, ich kann dir auch keine bessere Lösung verraten. Um jetzt mal bei den Ortsdaten zu bleiben: Das Problem ist halt, dass meinem Verständnis nach (derzeit?) keine andere technische Möglichkeit besteht. Wenn ich mir ansehe, wie lange mein betagtes Navi, das rein über GPS arbeitet, benötigt, um mich zu finden, um mir dann endlich mal den Weg anzuzeigen, bin ich doch froh, dass mein Telefon durch diese zusätzlichen WLAN- und Funkmast-Positionen es um einiges schneller schafft. Dazu müssen aber unweigerlich diese Daten irgendwo liegen und herkommen. Fluch und Segen, wenn du so willst ;)

(un)registriert (unregistriert) 5. Mai 2011 - 16:47 #

Ja, es ist schön das es dann schneller und bequemer ist, aber die hätten die Daten beim Opt-Out nicht erheben dürfen! Sie hätten um Erlaubnis fragen müssen, und ohne diese schon garnicht speichern und weiterleiten dürfen.

Das ist ein ernormer Vertrauensbruch für eine Firma die solche Daten mindestens für Marketingzwecke benutzt und auswertet.

Im Fall gegebener Erlaubnis hast du vollkommen Recht, dann hätte sich Apple wahrscheinlich sogar extra Lob für eine innovative und effiziente Entwicklung verdient. Erlaubnis hatten sie aber nicht, die Aufzeichnung geschah heimlich und in einem unheimlichem Ausmaß, und das kann's einfach nicht sein. Apple, Google und MS sind keine Telefonanbieter und dürften sich eigentlich nicht nebenbei das Recht rausnehmen, soviele Nutzergenerierte Daten abzugreifen wie sie gern möchten, und ungeschoren davon kommen.

Niko 16 Übertalent - 5024 - 5. Mai 2011 - 14:26 #

Aber nicht bei anderen Zugriffen.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8143 - 5. Mai 2011 - 12:11 #

Ist richtig, man sollte natürlich vorsichtig sein, das man sich nicht jeden Mist installiert. Das Sicherheitslücken aber ein Alleinstellungsmerkmal von Open Source ist, waage ich doch zu bezweifeln, dafür bin ich zu lange dabei.

Dieses Update ist übrigens der Fix vom Break des Chain of Trust von Apple VS Kunden. ...moment, du meintest das Ironisch, oder ? ;)

Bernd Wener 19 Megatalent - 13635 - 5. Mai 2011 - 12:20 #

Ich behaupte nicht, dass es nicht auch ohne Jailbreak Sicherheitslücken gibt. Ansonsten wäre ein Jailbreak vermutlich auch schwerlich möglich ;) Dennoch hebelt ein Jailbreak nun mal einen in meinen Augen gravierenden Sicherheitsmechanismus aus. Das sollte man sich vor Augen führen und eben, wie du schon sagst, aufpassen, was man sich installiert.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8143 - 5. Mai 2011 - 15:27 #

Eigentlich gilt das generell für alles, welcher Anwender hat nicht irgendwann schon mal nach der gefühlt 1000sten "Darf ich?!?" Meldung spontan alles mit Ja und Amen besiegelt? Dazu dann vielleicht noch 254 Seiten AGB mit 5pixel hoher Schrift und ein jursiten Palaver, das selbst Experten grübeln, was die jetzt meinen könnten? =)

Bernd Wener 19 Megatalent - 13635 - 5. Mai 2011 - 15:32 #

Ja, leider ;)

zegge 14 Komm-Experte - 2217 - 5. Mai 2011 - 11:36 #

Ich glaube Apple ist Sony noch ein Dankesschreiben schuldig, dass dieser Skandal vom PSN-Angriff aus dem Fokus geschoben wurde.

(un)registriert (unregistriert) 5. Mai 2011 - 12:34 #

Aber sowas von! Da müsste schon ein Geschenkkorb mit Blumen und Süssigkeiten drin sein. Apple hat so wenig Kritik und öffentliche Diskussion abbekommen das es schon seltsam anmutet.

Auxan 11 Forenversteher - 812 - 5. Mai 2011 - 15:46 #

vielleicht steckt ja Apple hinter dem Sony-Hack? :-D

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8143 - 5. Mai 2011 - 17:15 #

Nein, das wurde in einem Video schon geklärt, dass das der Masterchief war.

Anonymous (unregistriert) 5. Mai 2011 - 11:38 #

Von wegen Bug, wer soll denn sowas glauben? Hoffentlich gibt es wegen dieser Sauerei noch mehr Klagen als diese für 5 mio:

patentlyapple.com/patently-apple/2011/05/a-new-location-services-based-class-action-lawsuit-has-been-filed-against-apple-its-time-to-open-up-the-debate-wide-open.html

Auxan 11 Forenversteher - 812 - 5. Mai 2011 - 15:56 #

jeder der Erfahrung mit Softwareentwicklung und größeren Projekten hat und der Tatsache das daran Menschen arbeiten, die auch nur mit Wasser kochen, kann das glauben.

Und worum es geht, wenn jemand in den USA per Klage behauptet ihm wäre dadurch, dass sein iPhone solche Daten speicehrt ein Schaden in Höhe von mehr als 5 Mio. $ entstanden, kann sich wohl jeder anhand seiner fünf finger ausrechnen...

Anonymous (unregistriert) 5. Mai 2011 - 17:06 #

sicher, drei Fehler die zu einer enorm wertvollen Datenbank über Funknetzwerke (und nebenbei Kundenbewegungen) führt waren komplett unbeabsichtigt.

- Konsolidierung der Daten über mehrere Geräte und Firmwareupdates (bspw verfolgt einen die Datenbank über iPhone1, iPad, iPhone2)
- nicht funktionierendes Opt-Out nicht bemerkt
- Datenspeicherung über 10 Monate (und der Schwund von "enormen" Mengen Speicherplatz) nicht bemerkt. Die enorme Größe der Apple eigenen Datenbank wurde von Jobbs übrigens selbst hervorgehoben.

Zu unterstellen es ginge einzig und allein um persönliche Bereicherung wenn gegen heimliches Tracking und Computerbetrug geklagt wird finde ich übrigens etwas befremdlich. Klar, kann sein, trotzdem sind Gesetze dazu da um die Bürger zu schützen, oder?

Auxan 11 Forenversteher - 812 - 6. Mai 2011 - 9:01 #

Natürlich sind solche Daten wertvoll. Allerdings verstehe ich den Aufschrei nicht so ganz. Jeder möchte die bequemen und praktischen location-based Services der modernen Smartphones nutzen.. aber niemand möchte das das Gerät weiß wo ich bin? wie soll das bitte gehen?

Ja, wenn gegen heimliches Tracking und Computerbetrug geklagt wird zusammen mit der Behauptung es wäre dem Klagenden ein persönlicher Schaden von mehr als $5.000.000,00 entstanden, unterstelle ich es geht um Geld und nicht um die Sache ansich. Die Idee zur Klage dürfte auch nicht von den Klagenden kommen sondern von findigen Anwälten, die sich dann klagewillige "Opfer" suchen, winkt doch hier ein sattes Honorar.

"Tracking" ist im übrigen etwas hoch gegriffen....

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29622 - 6. Mai 2011 - 10:16 #

Niemand möchte, dass dauerhaft gespeichert ist, wo er sich befindet oder befand. Da besteht schon ein Unterschied. Solche Dienste sind sicherlich auch ohne dauerhafte Speicherung der Bewegungsdaten machbar.

Anonymous (unregistriert) 6. Mai 2011 - 11:24 #

nicht jeder möchte die praktischen location-based Services nutzen, deshalb haben viele gerade weil sie "nicht" von "Apple" getrackt werden wollen diese Dienste nicht eingeschaltet.

Du musst unterscheiden. Die Telekom kann es wissen, aber die dürfen die Positionen auch nur für wenige Tage speichern und haben die dann gesetzlich zu löschen. An Dritte weitergeben dürfen die schonmal garnicht.

Apple (der Gerätehersteller) hingegen braucht diese Daten "nicht" um die Funktion zu gewährleisten und hat auch kein Anrecht darauf, sie wollen die Daten aber trotzdem und erschleichen sich diese heimlich und ohne Erlaubnis, und dann auch noch für einen Zeitraum der nichtmal dem Telefonanbieter erlaubt ist. Zusätzlich denkt Apple, nach belieben mit diesen Daten umgehen zu können (laut AGB), wohingegen ein Telefonanbieter die Daten nur zu einem bestimmten Zweck verwenden darf.

App-Anbieter sind noch ein Fall für sich, aber der Aufschrei ist wohl echt nicht schwer zu verstehen. Apple trackt heimlich und illegal seine Nutzer, und tracking ist genau das richtige Wort wenn du dir die Visualisierung der erschlichenen Daten einmal ansiehst und bedenkst, das die auf dem Gerät verbliebenen Daten nur ein winziger Bruchteil der Bewegungen des Nutzers darstellt.

Auxan 11 Forenversteher - 812 - 9. Mai 2011 - 15:05 #

Tracking ist eben nicht das richtige Wort. Die Daten wurden auch nicht erschlichen. Das würde voraussetzen, dass Apple sie erhält. Es handelt sich aber um Daten einer LOKALEN Datenbank, die dazu verwendet werden die Standortanzeige ohne GPS in entsprechenden Anwendungen zu beschleunigen. Die personalisierten Daten befinden sich auf dem Gerät/den Geräten des Benutzers und nur dort. Sie wurden sonst nirdenwohin übertragen. Man kann also höchstens davon sprechen, dass der Benutzer sich selbst trackt.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8143 - 9. Mai 2011 - 16:31 #

Naja, wenn man seinen Ortungsdienst abschaltet sollte die Protokollierung aber aufhören, sonst ist die Sache mit dem Vertrauen dahin. Und Daten für Monate und Jahre zu speichern, damit die Anwendung beschleunigt wird? Ahne, das klingt jetzt doch zu sehr nach Science Fiction. Stunden, Tage, ok. Monate? ;)

Ich denke der Bug war eher, das die Datei nicht hochgeladen wurde zu Apple. Armer Steve. :)

Auxan 11 Forenversteher - 812 - 10. Mai 2011 - 15:49 #

Tja das war halt der Bug... oder war der Bug doch die fehlende Übertragung? Ich denke mal Steve sitzt sowieso vor seiner großen Leinwand in seinem Weltherschaftsbüro und erfreut sich der vielen Millionen bunten Punkte rund um die Welt, von dem jeder für ein iPhone steht... wem die gehören ist ihm dabei vollkommen wurscht :-)

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8143 - 10. Mai 2011 - 16:32 #

Du meinst, dudu meinst der Steve, der, der freut sich meinen blinken Punkt zu sehen? *gerührt sei*

Ich werd sofort Untracked wieder deinstallieren und die Protokolldateien eigenhändig hochladen! :)

Age 19 Megatalent - P - 13989 - 5. Mai 2011 - 11:41 #

"Der Zwischenspeicher wird vollständig löscht" - Ob Apple eine Markenverletzungsklage von General Electrics erwartet, wenn sie ge verwenden? :o)

Niko 16 Übertalent - 5024 - 5. Mai 2011 - 11:54 #

Alles schön und gut - aber solang ein iOS-Gerät mit Jailbreak viel mehr Vorteile hat, sehe ich es nicht ein mir wieder ein iOS-Gerät zu kaufen. Da bleibe ich lieber bei den Android-Geräten - bin gespannt wie die Tablets mit Android 3.x ankommen.

Ukewa 15 Kenner - 3689 - 5. Mai 2011 - 17:06 #

Ist doch Blödsinn mit der "minutenlangen Dauer bis getrackt". Selbst mein Billighandy mit deaktiviertem A-GPS (also nur GPS, ohne "Funkmastbeschleunigung") hat meinen Standort innerhalb von Sekunden auf 10m genau. Wenn das beim i-Phone wirklich so lange dauert, dann sollten sie es mal überarbeiten - in dieser Hinsicht.

DevilDice 11 Forenversteher - 822 - 5. Mai 2011 - 18:57 #

Keine Ahnung wie dein Handy das macht, aber ansich dauert es relativ lange, wenn dein Handy ohne Datenverbindung und ähnliches anfängt GPS-Satelliten zu suchen, das liegt hauptsächlich daran, dass die Bandbreite der Verbindung vom Satellit zum Empfänger sehr gering ist.

Wenn jemand mehr wissen möchte, dann kann ich den Podcast Raumzeit von der ESA und dem DLR empfehlen, speziell die Folge 8 mit dem Thema Satellitennavigation.

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2122 - 5. Mai 2011 - 19:43 #

Ich hab ein Android-Handy und bei mir ist die Ortung durch Funkmasten und WLAN-Netzwerke deaktiviert*. Trotzdem geht es recht fix mich mit GPS zu orten. Das ins Handy integrierte Navy (nicht von Google!) nutzt, meines Wissens nach, nur den GPS-Empfänger.
* Bei Android kann man die WLAN-Ortung (und Funkmasten) deaktivieren. Wenn man sie aktiviert, wird man darauf hingewiesen, dass Google anoymisierte und aggregierte Daten erhält. Hat man diese Option deaktiviert, erfährt man dadurch gerinfüge Nachteile. Bestimmte Apps wissen z.B. nicht wo du bist. Navigation ist aber (über GPS) immernoch möglich. Meiner Meinung nach ein fairer Deal. Google informiert mich, dass sie meine Daten wollen und geben mir die Chance dies zu verhindern. Im Gegenzug verzichte ich auf ein paar Funktionen.
Es kann natürlich sein, dass Google mich besch*** und die Daten trotzdem abgreift, aber mir die Funktionen vorenthält um mir vorzugaukeln, ich hätte die Kontrolle über meine Daten...

Ukewa 15 Kenner - 3689 - 5. Mai 2011 - 19:56 #

Ja bei mir auch Android. Allerdings kann es natürlich auch sein, daß ich einfach besonders Glück hatte, es also ein guter Standort war, an dem ichs probiert habe (Balkon). Aber länger als 10-20 Sekunden (geschätzt) hat es nie gedauert. Mit A-GPS gings allerdings noch schneller.

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2122 - 5. Mai 2011 - 20:07 #

Also ich benutze das ständig und es geht meist recht fix. Die Navis, die ich bisher erleben durfte, haben auch keine Minten gebraucht!

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29622 - 5. Mai 2011 - 20:11 #

Dann erwisch mal ein älteres Modell mit miesem GPS-Chip. Die Sirfstar-Dinger gehen ja noch. Aber meine Eltern haben so ein drei Jahre altes MIO-Navi, das Ding braucht gute 10-15 Minuten um ein Signal zu bekommen.

Anonymous (unregistriert) 6. Mai 2011 - 11:27 #

Wieso klammert ihr die Funkmastortung eigentlich aus? Ortsbestimmung dadurch ging schon vor mehr als einem Jahrzehnt mehr als flott.

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2122 - 6. Mai 2011 - 11:52 #

Wie ausklammern? Warum ich es deaktiviere? Weil ich nicht will, dass Google Bewegungsdaten von mir erfasst (auch wenn sie ihrer Aussage nach anonym sind). Falls ich mich mal orten muss (um eine Weg zu finden z.B.), dann reicht mir GPS. Die Funktionen die nur mittels Funkzellenortung funktionieren habe ich bisher nicht vermisst. So einfach ist das. ;)

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