Hardware-News KW18: Tastenlose Tastatur, Aldi-Notebook
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

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Dennis Ziesecke 29504 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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2. Mai 2011 - 21:46
Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Nvidia hat offenbar die Wünsche vieler AMD-Nutzer erhört und bietet mit den kommenden AMD-900er-Chipsätzen für AMDs Bulldozer-CPUs endlich wieder SLI abseits von Intel-Hardware an. Nicht ganz uneigennützig zwar .- aber immerhin. Intel hingegen belebt das Konzept der festplattenbeschleunigenden Flashspeicher wieder, diesmal aber mit leistungsfähiger Technik. Ebenso von Intel ist auch die CPU im aktuellen Aldi-Notebook, das wir euch in dieser Folge der Hardware-News näher vorstellen werden.


Touchscreen-Tastatur für Schreib-Masochisten: Minebea Cool Leaf.

Minebea Cool Leaf - Tastatur ohne Tasten


Computernutzer, die bereits auf Notebooktastaturen allergisch reagieren und ohne vollmechanische Tastatur keinen Computer bedienen würden, müssen jetzt sehr stark sein. Und auch wer Tablet-PCs und iPhones aufgrund des schwammigen Tippgefühls hasst, schaut jetzt besser schnell wo ganz anders hin. Erklärte Masochisten können sich nämlich das unnachahmliche Schreibgefühl einer Touchscreen-Tastatur (simulierbar durch Herumtippen auf einer Glasscheibe) ab Mitte Mai für umgerechnet "nur" 165 Euro auf den heimischen Schreibtisch holen. Und das ganz ohne dafür einen überteuerten Tablet-PC erwerben zu müssen.

Die Minebea Cool Leaf verzichtet tatsächlich komplett auf Tasten und anderes "überflüssiges" haptisches Feedback. Das 383 mal 128 mal 17 mm große und 620 Gramm schwere Hightech-Brett besteht komplett aus einem Touchscreen. Auf die Bildfläche wird nach dem Einstecken in den USB-Port des Computers die Tastaturoberfläche angezeigt. Ausgeschaltet eignet sich die Cool Leaf als Spiegel. Immerhin dürfte es dem Hersteller nicht schwer fallen, verschiedene Layouts für die Tastatur per Treiber nachzuliefern. Eine gute Nachricht gibt es zur Cool Leaf allerdings zu vermelden: Die Tastatur erscheint vorerst nur in Japan. Das Video am Ende dieser News zeigt die Tastatur noch einmal ausführlich.

SLI mit AMD-Chipsätzen

Freunde von Drei-Buchstaben-Abkürzungen und Zocker mit großem Leistungshunger werden von Nvidia gleichermaßen bedient. Mit der kommenden Generation von AMD-Chipsätzen, namentlich den Modellen 990FX, 990X und 970, wird SLI wieder in AMD-Systeme einziehen. Die Hersteller ASRock, Asus, Gigabyte und MSI bestätigen bereits kommende Mainboards mit SLI-Support. AMDs hauseigene Chipsätze der 900er-Reihe sieht der Hersteller für die voraussichtlich im Juni erscheinenden CPUs der Bulldozer-Serie vor. Mit Bulldozer plant AMD ein Konkurrenzprodukt zu Intels erfolgreichen Sandy-Bridge-CPUs.

Seit Nvidias Rückzug aus dem Chipsatz-Geschäft war es nur mit Nischenprodukten wie Lucids Hydra möglich, ein AMD-System mit zwei per SLI gekoppelten Geforce-Grafikkarten aufzubauen. Einige Mainboards für Intel-CPUs hingegen erhielten eine SLI-Zertifizierung, sodass Geforce-Nutzer mit SLI-Wünschen sich von AMD abwenden mussten. Mit dem Slogan "You Asked for It, You Got It: SLI for AMD" propagiert Nvidia nun zwar viel Nutzerfreundlichkeit, letzten Endes wollte man in Kalifornien das Multi-GPU-Geschäft bei AMD-Systemen aber wohl schlicht nicht der Konkurrenz überlassen. Zudem profitiert Nvidia auch ganz handfest von jedem verkauften SLI-Mainboard -- die entsprechenden Lizenzgebühren verteuern Intel-Platinen teils spürbar.


Mit Intels Larsen Creek beschleunigt schneller Flashspeicher lahme Festplatten.

Larsen Creek soll Mainboards beschleunigen

Herkömmliche Festplatten mittels Flashspeicher zu beschleunigen, ist technisch gesehen bereits ein alter Hut. Von den wenigen Megabyte HDD-Cache auf jeder aktuellen Festplatte einmal abgesehen, betreibt Seagate beispielsweise mit der Momentus XT eine Notebook-Festplatte mit 4 Gigabyte Flash ,um auf oft benötigte Dateien schneller zugreifen zu können. Unter dem Begriff Braidwood versuchte Intel bereits vor einigen Jahren, einen schnellen Flashspeicher auf Mainboards zu etablieren, um so Festplattenzugriffe zu beschleunigen. Kurz nach der Vorstellung ließ Intel das Projekt allerdings ohne Kommentar fallen. Larsen Creek soll diesen Ansatz nun wieder aufnehmen.

Im Gegensatz zu den Braidwood-Planungen sollen bei Larsen Creek keine fest auf das Board gelöteten Speicherbausteine genutzt werden. Der Flash-Beschleuniger soll als kleine zusätzliche SSD angeboten werden. Intel setzt bei den minimal 20 GB großen Mini-SSDs nicht auf den weit verbreiteten und vergleichsweise preiswerten MLC-Flashspeicher (Multi-Level-Cell) sondern nutzt teuren Single-Level-Cell. SLC-Flash zeichnet sich neben einer etwas höheren Geschwindigkeit vor allem durch längere Haltbarkeit aus. Aktuelle Intel-Chipsätze wie die in Kürze erscheinenden Z68 sollen diese SSD dann als Festplattenbeschleuniger nutzen können. "Smart Response Technology" nennt Intel die Technik, mit der oft benötigte Dateien von der Festplatte automatisch auf dem Flashspeicher abgelegt werden. Auch ohne Betriebssystem-SSD soll so der Systemstart und das Aufrufen oft benutzter Programme drastisch beschleunigt werden. 

Intel gibt für die SSD 311 mit 20 GB Kapazität Geschwindigkeiten von 190 MB/sek. für Lesezugriffe und 100 MB/sek. für Schreibzugriffe an. Größere Modelle dürften etwas schneller agieren. Die vergleichsweise geringe Schreibgeschwindigkeit fällt beim vorgesehenen Einsatzzweck wenig ins Gewicht, weil dabei Daten von der SSD primär gelesen und nur selten darauf geschrieben werden. Preislich soll das 20-GB-Modell bei 30-40 Euro liegen. Es wird sich allerdings zeigen müssen, ob die Investition von 90 Euro in eine 64 Gigabyte große SSD für Betriebssystem und Standard-Anwendungen nicht sinnvoller ist.


Neues Aldi-Notebook: Medion Akoya E6224 mit Intel-Herz und Sandy Bridge.

Neues Aldi-Notebook: Sandy Bridge im Supermarkt

Die bei großen Supermarktketten angebotenen Computer erfreuen sich großer Beliebtheit. Der gute Ruf der sogenannten "Aldi-Computer" mag noch aus grauer Vorzeit stammen: Damals waren die neben Gewürzgurken und Multivitaminsaft offerierten Rechner tatsächlich so etwas wie Schnäppchen. Mittlerweile hingegen mutiert Aldi zu einem Medion-Außenlager mit regelmäßigen Computerangeboten. Nur: Wirkliche Schnäppchen lassen sich dort in der letzten Zeit eher selten finden. Genau so verhält es sich mit dem ab 5. Mai angebotenen Medion Akoya E6224

Die Ausstattung fällt für ein Allround-Notebook recht ordentlich aus. Intels Sandy-Bridge-CPU Core i3-2310M mit 2,1 GHz Taktfrequenz (ohne Takt-Turbo aber mit Hyperthreading) entstammt der aktuellsten CPU-Generation und rechnet erfreulich flott. 4 Gigabyte DDR3-RAM sorgen für ausreichend Arbeitsspeicher für das vorinstallierte Windows 7 Home Premium 64 Bit. Die 750 Gigabyte fassende Festplatte dürfte zudem auch für umfassende Multimediasammlungen ausreichen. Filme sollte man allerdings besser in der dunklen Wohnung anschauen: Der 15,6 Zoll große Bildschirm glänzt selbst im Vergleich zu anderen Glare-Displays stark. Spielefans werden mit dem Medion-Notebook nicht glücklich -- eine dedizierte Grafikkarte fehlt im Angebot, es kommt nur Intels in die CPU integrierte HD3000-Grafikeinheit zum Einsatz. Diese GPU ist im Vergleich zum Vorgänger-Chip zwar relativ flott, sie eignet sich dennoch nur für wenig anspruchsvolle Spiele. Grafisch aufwändigere Titel ruckeln selbst in der niedrigen Auflösung des verbauten Displays von 1366x768 Bildpunkten störend vor sich hin. Zudem besteht bei Intels Grafiktreiber für die HD3000 weiterhin Optimierungsbedarf.

Das Medion Akoya E6224 bietet zwar wenig Grafikleistung, als Multimediagerät eignet es sich aufgrund des beiliegenden DVB-T-Adapters und der alltagstauglichen Geschwindigkeit allerdings durchaus. Der 8-Zellen-Akku sorgt zudem in Verbindung mit Intels energiesparender Sandy-Bridge-Technik für gute Akkulaufzeiten. Spieler sollten aufgrund der bescheidenen Grafikleistung allerdings die Finger vom E6224 lassen. Der Preis von 559 Euro ist für das Gerät zwar angemessen, aber weit von einem echten Schnäppchen entfernt. Geräte mit schnellerem i5-Prozessor und dedizierter Grafikkarte sowie alltagstauglichem matten Display finden sich bereits zu Preisen ab 670 Euro im Handel oder bei Versendern. Wer mit dem Notebook spielen möchte sollte den Aufpreis unbedingt in Kauf nehmen.

Video:

Meril 09 Triple-Talent - 324 - 2. Mai 2011 - 22:46 #

"Eine gute Nachricht gibt es zur Cool Leaf allerdings zu vermelden: Die Tastatur erscheint vorerst nur in Japan."
hä? Möglichst weit weg von Dir oder wo ist das Gute darin? :D

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29504 - 2. Mai 2011 - 23:10 #

Weit weg von allen potentiellen Kunden. Spiegel gibt es beim Möbelladen deutlich preiswerter.

volcatius (unregistriert) 2. Mai 2011 - 23:43 #

Wieso ist Apple nicht auf diese Idee gekommen? Könnte man das Logo draufknallen und optional für Macs anbieten, natürlich nicht zu dem Ramschpreis von 165 Euro.

MaverickM 17 Shapeshifter - 7453 - 3. Mai 2011 - 0:06 #

Die Tastatur taugt eh nicht zu viel mehr als einer Design-Studie und einem Gimmick auf 'ner Messe. Schreiben will auf dem Ding wohl keiner. Dazu fehlt einfach das taktile Feedback.

Und SLI auf AMD Boards... Nun, war abzusehen, nachdem die hauseigenen Chipsätze in der Bedeutungslosigkeit dahin dümpeln (Und selbst dort nocht zu viel Aufmerksamkeit bekommen, meiner bescheidenen Meinung nach)... Schließlich will man sich das Geschäft mit den kommenden Bulldozer CPUs nicht entgehen lassen, die man dann eben auch mit einem SLI Gespann bündeln kann, anstatt nur CrossFire. Kühle Berechnung, mehr nicht.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 3. Mai 2011 - 1:27 #

Der Absatz zur Tastatur ist super, konnte mir das eine oder andere Grinsen nicht verkneifen :)

mihawk 18 Doppel-Voter - P - 12982 - 3. Mai 2011 - 6:43 #

Also mir gefällt die Minebea-Touch-Tastatur. Ich hoffe, das Ding erscheint auch mal bei uns in Europa.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29504 - 3. Mai 2011 - 6:51 #

Bis dahin kannst du dir ja schon mal ein paar Buchstaben auf eine Glasscheibe malen und das Tippen damit üben ;) .

ogir 12 Trollwächter - 1184 - 3. Mai 2011 - 9:13 #

Nur weil die Tastatur nicht zum zocken geeignet ist, heisst das nicht dass die Tastatur unbrauchbar ist.

Ich hätte lieber so eine Tastatur in meinem Badezimmer als so nen komischen schwarzen Klotz.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29504 - 3. Mai 2011 - 9:37 #

Die ist aber halt auch nicht zum Schreiben geeignet. Es gibt wohl nur sehr sehr wenige Leute, die einen längeren Text lieber auf einem Tablet tippen als auf einer echten Tastatur. Und warum sollte man sich dann die Notlösung für viel Geld kaufen? Weils nett aussieht?

mihawk 18 Doppel-Voter - P - 12982 - 3. Mai 2011 - 11:24 #

Gut, mach ich ;)

Nein, im Ernst, ich hab vor kurzem mal auf eine iPad von einem Bekannten "getippt", ich find das klasse. Mir fehlt das "Feedback" eines echten Tastenanschlags nicht wirklich. Ich glaub, das ist reine Gewöhnungssache.

Elysion 14 Komm-Experte - 1907 - 3. Mai 2011 - 8:41 #

So albern die Cool Leaf auch ist würde mich eine customization selbiger schon interessieren. Selbstgemachte Tastatur Layouts sind da nur der Anfang (für Shooter nur die nötigsten Tasten und oben in der Ecke 5 Tasten zum umschalten der Layouts). Oder auch andere Touchevents muss ja nicht unbedingt eine Tastatur sein. Wenn man das selber machen könnte würd ich das sogar mal ausprobieren :) Klar kleines Problem ist natürlich das man mit so einer Tasta vielleicht jetzt nicht gaaaanz so perfekt Spiele spieln kann die Reaktionen erfordern ^^ aber zum Basteln wärs genial.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 3. Mai 2011 - 12:12 #

Da hat mir die russische Tastatur mit den einzelnen LED-Panels an den Tasten besser gefallen, auch wenn die zusätzlich in Sachen Preis konkurrenzlos ist ^^ Dann piepst dieses kühle Blatt auch noch - Designschrott!

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29504 - 3. Mai 2011 - 12:37 #

Naja.. Die 1600 US-Dollar für das teurere Modell wirst du doch auch noch übrig haben.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29504 - 3. Mai 2011 - 16:25 #

Genau das Gegenteil von der Cool Leafs ist dann wohl das Asus EEE Pad Transformer. 10,1 Zoll Tablet mit beiliegendem Keyboarddock mit echten Tasten. Eben weil niemand freiwillig auf dem Bildschirm herumtippst wenn es um längere Texte geht. Das EEE gefällt mir sogar ausgesprochen gut, mal sehen ob ich das mal organisiert bekomme.

Anonymous (unregistriert) 3. Mai 2011 - 19:55 #

Also F und J sollte schon irgendwie hervorgehoben werden, sonst schafft doch niemand ohne zu gucken seine 300wpm

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29504 - 3. Mai 2011 - 19:58 #

wpm? Wörter pro Monat? ;)

Anonymous (unregistriert) 3. Mai 2011 - 20:23 #

genau ;) auch pro minute oder pro mausklick

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