BIU-Studie: „Der Spielplatz Internet boomt“

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14. April 2011 - 19:43

Eine vom Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) in Auftrag gegebene und heute veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich das Internet inzwischen „zum größten Spielplatz der Welt“ entwickelt habe.

Jährlich wurden 25.000 in Deutschland lebende Menschen von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) dabei zu ihren Spielgewohnheiten im Internet befragt. Die Stichprobengröße steht repräsentativ für etwa 64 Millionen Deutsche über 10 Jahre. Die als Langzeitstudie angelegte Erhebung wurde von 2008 bis 2011 jeweils im Januar und Februar eines Jahres wiederholt. Die Ergebnisse der Studie liegen als 11 Seiten umfassendes PDF-Dokument vor (siehe Quellenangaben), in dem die in den folgenden Absätzen genannten Zahlen anhand von Grafiken veranschaulicht werden.

Laut der GfK nutzte im Jahr 2010 fast jeder vierte Deutsche über 10 Jahre das Internet zum Spielen. Die Zahl der Internet-Spieler stieg ich Vergleich zum Vorjahr somit um 17 Prozent auf 14,5 Millionen User. Die Umsatzzahlen in Deutschland mit über das Internet spielbaren Titeln entsprechen einer Steigerung um 28 Prozent, was insgesamt 268 Millionen Euro bedeutet (ebenfalls im Vergleich zu 2009).

Mit 11,3 Millionen Spielern ist die Variante der Browsertitel besonders erfolgreich. Der Studie nach ist der Browser-Gamer durchschnittlich 36 Jahre alt; zwei Drittel der User sind älter als 30 Jahre. Als Browserspiele werden beispielhaft bekannte Titel wie Die Siedler Online und Farmarama genannt sowie die Facebook-Spiele Mafia Wars, Farmville und Cityville.

Online-Games, die hauptsächlich oder ausschließlich über das Internet gespielt werden und im Gegensatz zu den Browser-Spielen eine vorherige Programminstallation erfordern, nutzen 5,6 Millionen User. Dieser Typ von Spieler ist im Durchschnitt 34 Jahre alt; in diesem Bereich ist mehr als die Hälfte über 30 Jahre. Neben MMOs wie zum Beispiel World of Warcraft oder Guild Wars zählen zu diesen Spielen natürlich auch die Mehrspieler-Modi der Call of Duty-Reihe oder von Counterstrike. Bei den Online-Spielen dominieren laut der Studie die Männer mit 58 Prozent, während beim Spielen im Browser im Gegensatz dazu Frauen und Männer gleichermaßen aufgeteilt sind.

Olaf Wolters, Geschäftsführer des BIU, äußert sich zu den steigenden Nutzerzahlen und den Trend, online zu spielen, wie folgt:

Internet-Spiele zählen zu den Gaming-Trends der Stunde. Befeuert durch den Trend, in sozialen Netzwerken wie Facebook zu spielen, gewinnen vor allem Browser-Games aktuell stark an Popularität. Dabei spielen deutsche Anbieter ganz vorne mit. Das Internet-Fieber hat aber auch die klassischen PC- und Konsolenspiele längst erreicht. Es gibt praktisch kaum noch ein Spiel, das nicht mit einer Online-Funktion ausgestattet ist.

Auch zu den Geschäftsmodellen – wie beispielsweise Abonnements, Premium-Accounts oder Zusatzinhalte – gibt die Studie Auskunft. Demnach lagen die Ausgaben für Online-Abos und Premium-Zugänge in 2010 bei 194 Millionen Euro, was gegenüber 2009 eine Steigerung von 24 Prozent bedeutet. Mit einem Anteil von 167 Millionen Euro machen dabei die Gebühren für Online-Games den größten Teil der Ausgaben aus.

Die Option, sich mittels zusätzlicher Inhalte Vorteile im Spiel zu verschaffen, wird nach Aussage der Studie von den Spielern immer mehr akzeptiert. So verdreifachte sich in 2010 die Zahl der Spieler, die diese Möglichkeiten nutzen, auf 3,2 Millionen. Auf diese Weise konnte der entsprechende Umsatz um 38 Prozent auf 73 Millionen Euro gesteigert werden – im Jahr 2009 waren es noch 53 Millionen Euro. Gleichzeitig reduzierten sich jedoch die durchschnittlichen jährlichen Ausgaben pro Spieler von 48 Euro in 2009 auf 23 Euro in 2010.

Der BIU-Geschäftsführer äußert sich abschließend, dass die erwähnten Geschäftsmodelle weiter an Bedeutung gewinnen werden:

Der Gesamt-Umsatz mit Games-Software in Deutschland betrug insgesamt 1,86 Milliarden Euro in 2010. Der Großteil dieses Umsatzes wird nach wie vor durch den klassischen Vertrieb von Spielen auf Datenträgern und per Download erwirtschaftet. Neuere Geschäftsmodelle, wie der Verkauf von Abonnements und virtuellen Inhalten, machen mittlerweile einen Anteil von 15 Prozent aus und werden in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen.
Anonymous (unregistriert) 15. April 2011 - 2:23 #

Das in in "in 2010" gehört da nicht hin. Selbst der Originalbericht macht das aber mehrfach falsch.
Auch ansonsten ein trauriger Bericht. Die Ü30er, die eigentlich mit C64 und Amiga aufgewachsen sein sollten, spielen jetzt Browserspiele. Bleibt zu hoffen daß diese Ergebnisse nicht repräsentativ sind.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 15. April 2011 - 8:54 #

Da können aber auch viele dabei sein, die weniger mit C64 etc anfangen konnten, und erst durch "Simple" Spiele angesprochen werden. Beispielsweise nutze ich ICQ und so Sachen seit über 10 Jahren, war aber zur Jugendzeit einer der wenigen damit. Leute die damals mit so was nicht kommuniziert haben, sind heute fast alle bei FB die mich vor 2000 noch komisch angeguckt haben, weil ich SMS schreiben für veraltet hielt und mir ein ICQ System auf dem Handy gewünscht hab :D Zudem setzen ja auch viele Browsergames auf alte Spielemechaniken.

Cpt Phileas Phogg (unregistriert) 15. April 2011 - 9:11 #

Steht da auch etwas drüber wie ernsthaft sich mit den Spielen auseinander gesetzt wird? Ich glaub zwar das Brausespiele jetzt von vielen regelm genutzt werden, aber da fehlt doch die ganze restliche Sparte.

Was machen 6-13 jährige (laut agbs schonmal kein facebook und wow), 14-18, 19-25, 26-33, 34-40, 41-60, 61-80, 81-100 Jährigen? Wo sind die Rentner die jetzt gerne Wii spielen, wo sind die Kindergartenkinder die mit dem iPad/phone spielen, was machen die 39-45 jährigen Frauen von denen gesagt wurde sie spielen all diese Facebookspiele?

Sgt Philleas Phogg (unregistriert) 15. April 2011 - 9:16 #

Das Ü30er die früher sowas wie Wow gespielt haben jetzt Browserspiele spielen glaube ich allerd schon, kenne da selbst einige Beisp

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