Big Brother "Award" für Facebook und Apple

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13. April 2011 - 10:22 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert

Einmal jährlich wird vom Verein FoeBuD, der sich seit 1987 für Bürgerrechte und Datenschutz einsetzt, der Big Brother Award verliehen, in unterschiedlichen Kategorien. Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich dabei um "Auszeichnungen" im kritischen Sinne für leichtfertigen Umgang mit Datenschutz und Privatsphäre der Nutzer der jeweiligen Firma. Diesmal haben sowohl Apple als auch Facebook in der Kategorie Kommunikation "gewonnen".

Apple erhielt die Big-Brother-Kasteiung für die "firmeneigenen zweifelhaften Datenschutzbestimmungen", denen jeder Nutzer zustimmen muss, falls er außer der Telefonie auch andere Dienste des iPhones nutzen möchte. Es sei nicht möglich, diesen Bedingungen zu widersprechen. Des weiteren fehle jede Möglichkeit, einen Widerspruch gegen die Weitergabe der eigenen Daten an Apple zu schicken. Die 117 iPhone-Seiten langen Formulierungen seien eine "Erpressung der Kunden", so der Verein.

Facebook erhält den Anti-Preis ...

für die gezielte Ausforschung von Menschen und ihrer persönlichen Beziehungen hinter der netten Fassade eines vorgeblichen Gratisangebots. Die gesammelten Daten speichert Facebook in den USA – Zugriff für Geheimdienste möglich, Löschen nicht vorgesehen.

Es ist weiterhin von Willkür, systematischen Datenschutzverstößen und Milliardengewinnen die Rede. Wobei letztere nichts zur Sache tun und eher vermuten lassen, dass der FoeBuD e.V. keinen objektiven Standpunkt einnimmt. Objektiv richtig sind aber die aus der Datenschutzerklärung Facebooks zitierten Passagen. Darin heißt es unter anderem, dass Daten immer dann gesammelt werden, wenn ein Spiel, eine Anwendung oder  Webseite genutzt wird, die die Facebook-Plattform verwendet, oder wenn eine Website besucht wird, auf der eine Facebook-Funktion vorhanden ist. Die Sammeldaten enthalten unter anderem Informationen über:

  • Datum
  • Uhrzeit
  • URL der besuchten Website
  • IP-Adresse des Nutzers
  • Browser
  • Betriebssystem
  • Nutzerkennummer des Users (sofern bei Facebook eingeloggt)

Bisher unbekannt war die Tatsache, dass Facebook Werbekunden darüber informiert, wie man auf ihre Werbung (auf einer beliebigen Website) reagiert hat, also wie oft darauf geklickt wurde. Immerhin: Seine Nutzerbedingungen bietet Facebook mittlerweile im Klartext an, statt selbst daraus ein Geheimnis zu machen.

Rondidon 15 Kenner - P - 2893 - 12. April 2011 - 17:49 #

Genau aus diesem Grund habe ich kein iPhone und werde mich niemals nicht bei Facebook anmelden.

nanonymous (unregistriert) 12. April 2011 - 18:49 #

Das traurige ist, das diese zweifelhaften Dienste für die jüngere Generation mittlerweile ziemlich mandatorisch sind.

"Erzieh' sie wenn sie jung sind, und du kannst später mit ihnen machen was du willst" gillt nicht nur bei unverschämten Spielzeugnutzungsbedingungen, Flughafennacktbildern- oder -begrabschungen sondern auch für die sozialen Netzwerks- und mobilphone-Zwänge.

Aussteigen wird erschwert indem man die eingebrachten Daten verliert und nicht exportieren kann, mitmachen wird erzwungen in dem immer mehr Belohnungen angeboten werden welche die Verweigerung wirtschaftlich nachteilig werden lassen (croupon, places, Gewinnspiele und Forenzutritt nur mit Account, Nachrichten kostenlos nur wenn man /liked) und lässt auch dann nur die Wahl zu - entweder alle Forderungen akzeptieren oder außen vor bleiben und soziale Nachteile in Kauf nehmen.

Finde es aber mal gut das die Verbindung zu den US-Geheimdiensten genannt wird, dank Patriot Act, Information Awareness Office, Narus Insight, Magic Lantern und CIPAV landet bei denen zwar sowie alles in einem schön sortierten Ordner, aber zugegeben würde man das ja im Leben nicht, deshalb thumps up für die Nennung.

Wenn Google's Schatzmeister Eric Schmidt öffentlich sagt das es langsam Zeit wird die ganzen unlöschbaren Fehltritte von Generation Facebook einmal zu löschen sollte man sich Gedanken machen.

Die beiden Firmen haben den Award jedenfalls redlich verdient, applaus!

Elysion 14 Komm-Experte - 1907 - 13. April 2011 - 10:50 #

"Erzieh' sie wenn sie jung sind, und du kannst später mit ihnen machen was du willst" gillt nicht nur bei unverschämten Spielzeugnutzungsbedingungen, Flughafennacktbildern- oder -begrabschungen sondern auch für die sozialen Netzwerks- und mobilphone-Zwänge.

Das seh ich ähnlich, die meisten fühlen sich so sehr verpflichtet diesen Facebook Wahn mitzumachen, einfach weil man darüber sich z.B. verabredet, so das man entweder gezwungen ist mitzumachen oder man wird ins hintertreffen geraten. Traurig aber Wahr: die Jugend kümmert es nicht (oh gott hab ich JUGEND gesagt mit meinen 23 Jahren!? ach als wir noch jung waren ^^) was mit ihren sensiblen Daten geschieht. Man ist sich keiner eventuellen Konsequenzen bewusst, genau da sehe ich das Problem im Erfolg von Facebook.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 13. April 2011 - 10:59 #

FB ist aber nicht direkt auf ein Alter beschränkt, mit "Jung" hat das wenig zu tun, ich kenne viele um die 30, die FB nutzen. Angeblich ist jeder 2. der Internet hat in DE schon bei FB.

http://allfacebook.de/zahlen_fakten/facebook-nutzerzahlen-2010

Erschreckend finde ich aber die sehr hohe Zahl bei unter 14 Jährigen, da gibt es glaube ich keine Zahlen zu, weil es User dieser Altersgruppe laut AGB gar nicht geben darf, man hört aber von Zahlen, wie jeder 3. unter 14 wäre schon dabei ( Gerüchte )

DarkMark 15 Kenner - 2908 - 13. April 2011 - 10:08 #

Lustig im Zusammenhang mit dieser News der FB-"Gefällt mir!"-Button :)

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 13. April 2011 - 10:26 #

So ist das mit FB ;) Bei einem Iphone kann ich selbst entscheiden, und mich einer anderen Firma unterwerfen, telefonieren kann ich mit anderen Handys auch ;). FB hat sich überall eingenistet, man kann natürlich mitjedem "Freund" versuchen aus zu diskutieren, warum man lieber eine andere Plattform nutzen sollte, aber bis man damit durch ist trifft man sich eh im Altersheim mit allen wieder :D

Rondidon 15 Kenner - P - 2893 - 14. April 2011 - 0:51 #

Schlimm genug, dass selbst Gamersglobal diesen Mist mitmacht.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 14. April 2011 - 1:08 #

Mitmachen "muss", klar werden sie nicht gezwungen, aber FB ist nun mal für Unternehmen wichtig. Einer sagt er mag GG, x Freunde sehen es und vielleicht 10% finden das auch toll, von den 10% finden es auch 10% toll usw...

Wenn du 1 Millionen Freunde hast, kannst du bestimmt bald bei Ebay Angebote Verkaufen, in denen du Webseiten in deinem FB Account nennst :D Lässt sich als Star bestimmt noch gut Kohle nebenbei Verdienen ohne lästige Werbedrehs und Manager braucht man auch nicht für so was :D

Joker 12 Trollwächter - 1153 - 13. April 2011 - 10:29 #

Seinen Schutz auf Privatsphäre hat man eh in unserer modernen Gesellschaft schon längst aufgegeben.

Anonymous (unregistriert) 13. April 2011 - 10:35 #

nut teilweise, man muss halt selbst dafür sorgen. Den Facebookspionknopf kann man jedenfalls blocken.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 13. April 2011 - 10:47 #

Genau das ist aber in meinen Augen das Problem. Genau andersherum sollte es sein, erst mal um Erlaubnis fragen, und nicht erst auf Nachfrage/Einstellung. Siehe Google/Bing mit Streetview. Wenn jemand mein Haus für seine Geschäftsgebaren nutzen will ( auch wenn er die Software nachher kostenlos anbietet, er macht das sicher nicht aus Nächstenliebe ;) ), hat er mich zu Fragen, nicht erst mal machen und mir die Arbeit aufs Auge zu drücken. Ich kleb ja auch keine Werbung "umsonst" auf dein Auto und erlaube dir nachher sie ab zumachen, wenn du sie nicht magst.

Anonymous (unregistriert) 13. April 2011 - 11:13 #

stimmt, das ist das Problem. Auch sollte man nicht Monate selbst forschen müssen um einen eigenen Schutz zusammen zu schustern von dem man aber letztendlich nicht weiss ob er wirklich hundert prozentig wirksam ist.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 13. April 2011 - 11:21 #

Vergleichbar wäre das mit Firewalls, die schützen auch nur wenn man sich auskennt, ich behaupte mal 90% in meinem Bekanntenkreis klicken da eh immer auf "Zulassen", genau wie diese nervigen Toolbars/Zusatztools bei Programmen, die sich immer bei Installationen direkt mal als "Ja, bitte bitte mit installieren" einschleichen. Leider ist die Regierung schon seit Jahren unfähig, hat man damals bei der ISDN Dialer Abzocke schon gesehen, oder in jeder Akte Folge bei diesen Abo Abzockern und Abmahnwillkür.

(unregistriert) (unregistriert) 13. April 2011 - 12:50 #

in erster Linie muss man ja erst einmal wissen welche Daten gespeichert werden, und welche Auswirkungen das hat.

Welcher normale Mensch kommt denn darauf, dass der Browser hunderte winzige Details an jeden schickt den es interesiert um ihn zu identifizieren, oder wer denkt soweit über die Textergänzung nach um zu verstehen, dass nicht nur die Eingaben einem Profil zugeordnet werden können sondern auch Zeit, Datum und Tipp-Geschwindigkeit mit gespeichert werden können.

Alles für sich sind das ja scheinbar unbedeutende Details, warum also überhaupt aufpassen wenn der einzige Nachteil laut den Firmen "nur bessere Werbung" ist. Ärgerlich wird es, das auch wenn Facebook oder Google schon morgen zumachen würden, die Daten immer noch munter rumschwirren.

Deshalb sollte wirklich eine Opt-In für jede Datensammlung und -vermarktung gesetzlich vorgeschrieben werden, und bei personalisierter Werbung auch angezeigt werden müssen woher die Daten dafür kommen. Für registriertes und für anonymes surfen.

Momentan sieht es aber ganz anders aus. E-Mail die älter als 180 Tage als ist kann praktisch ohne Begründung eingesehen werden, doof wenn man bei nem ami-Anbieter wie gmail, hotmail etc ist. Kalifornien hat gestern vorgeschlagen bei jedem öffentlichen Event über 100 Teilnehmern den Ausweis jeder Person zu scannen und unbegrenzt zu speichern, Frankreicht hat ein neues Vorratsdatenspeichergesetz eingebracht in dem die Vorhaltezeit verlängert wird, und unsere Bürgerämter verkaufen unsere Meldedaten in große Häppchen verpackt. Bei soviel Ehrgeiz und Kompetenz ist man wohl besser beraten erstmal selbst zu sehen was man schützen kann.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 13. April 2011 - 13:36 #

Früher und damit meine ich 100-200 Jahre + hattest du noch garnix das du verstecken müsstest. Wenn du Glück hattest was zu essen, und Arzt rechnung konnte man eh nich zahlen, da sind eher die Geschwister neben einem verendet...

Heute kann man mit wenigen Jahren Arbeit der eigenen Hände, Geld erwirtschaften mit dem man sich z.b. Autos kaufen kann.

Ein 1-2 Tonnen Gigant wird über die Straße bewegt, nur um meine 70 Kilo zu bewegen...

Hätte man das irgendjemandem damals erzählt, die hätten so richtig laut und fies gelacht ^^

Und das heute durch Werbung überhaupt vieles Möglich wird, is doch garnich verkehrt. Eine fremde Firma mit fremdem Leuten bietet dir kostenlos etwas an, nur in der "Hoffnung" das du das nächste mal es von dir aus kaufst.

D.h. man bekommt heute nur für die Hoffnung der anderen, einen direkten Gewinn für sich selber raus. Wo gab es denn jemals so etwas?

Im übrigen was ist Facebook? xD

Vader (unregistriert) 13. April 2011 - 13:53 #

Früher vor 100 Jahren wären deine Geschwister verreckt weil sie die Arztrechnung nicht bezahlen konnten, heute wird deine Krankenversicherungs-Einstufung aufgrund deiner Datenspur hochgesetzt, deine Hausratsversicherung stuft dich neu ein (google mal Facebook insurance) du verlierst deinen Beruf weil du duch Facebook-Werbepartner als Schwul geoutet wirst obwohl du die Angabe selbst nicht gemacht hast (Auswertung deiner Freunde/Vorlieben, targeting automatisiert), du wirst gefeuert weil jemand anderes für dich auf Facebook ein Profil angelegt hat indem er dich als Kinderschänder darstellt (im Winter 2010 in Österreich) oder solange durch die sozialen Netzwerke gemobbt bis dir nur noch Selbstmord als ausweg bleibt (ein 13 Jähriger am 2.Feb.2011 als letzer Fall in einer 5 Sekundensuche).

Das bisschen Hoffnung auf einen Kauf ist eben nicht das einzige was man hergibt, sondern Stück für Stück ein wenig Selbstbestimmung.

Imperitum 18 Doppel-Voter - 9391 - 13. April 2011 - 13:11 #

"[...]oder in jeder Akte Folge bei diesen Abo Abzockern und Abmahnwillkür."
Bei dem Satz musste ich schon etwas schmunzeln ;-).
Schau dir mal die Folge von Fernsehkritik.tv an:
http://fernsehkritik.tv/folge-65/1399/

Ist eine wirklich sehr interessante Diskussion zu Akte und lohnt sich!

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 13. April 2011 - 13:55 #

Schaus grade, sogar mit der Gameone Crew, Mc Awesomeness Link!

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 14. April 2011 - 13:27 #

Ich erinnere mich an einen Post indem ausdrücklich von GG gewollt war die Popup Blocker auszuschalten damit sie mehr Werbeeinnahmen erhalten. Alles schön und gut, aber den Facebook Knopf kann man dann wohl nicht blocken wenn man fair sein will ~~

Nu nehmt ihn schon raus ;P

iAnonymous (unregistriert) 14. April 2011 - 14:01 #

Du kannst Werbung und das Facebook-Script getrennt verwalten, über adblock und noscript.

Ich sehe den FB-Knopf genauso ungern wie du, aber die Firma die Werbegeld in die Seite hier investiert wird darauf bestehen diesen hinterhältigen Knopf zu haben, weil sie das in irgend einem Seminar gelernt haben und dadurch mehr Pageviews erwarten.

Blockier den und fertig, ohne die Werbeeinnahmen für GG zu verringern können wir wahrscheinlich nur auf eine bessere Positionierung des Knopfes hoffen (ich seh den zwar nicht, aber auf der Hauptseite muss der nicht sein, und auch nicht in jedem Artikel).

Age 19 Megatalent - P - 13971 - 14. April 2011 - 14:13 #

Hm? Die Like-Dinger bei den Artikeln und News haben doch mit der Werbung nix zu tun.

Loliland 13 Koop-Gamer - 1683 - 13. April 2011 - 11:02 #

Heutzutage ist man ohne FB im Freundeskreis halt eine art Außenseiter, man kriegt viel weniger mit, weil alles übers internet verabredet und mitgeteilt wird. Ich für meinen Teil nutze Facebook, halte mich aber Streng von jeglichen Anwendungen und Spielen dort fern.

Volkifreak 09 Triple-Talent - 233 - 13. April 2011 - 11:50 #

Keine Ahnung aus welchem Alterssegment du kommst, (aus Erfahrungsberichten von Jugendlichen hört man wirklich so etwas wie Mobbing wenn man kein FB hat), aber ich bin nicht bei FB angemeldet und bekomme alles mit und gehe auf jede Party^^.

Also ich finde es wird nur mit den falschen Freunden zum Gruppenzwang!

Anonymous (unregistriert) 13. April 2011 - 12:10 #

Ich schätze Verleumdung durch Fakeprofile und Gruppenzwang, jeden seiner Klasse/Stufe aufnehmen zu müssen oder sonst ausgegrenzt werden, wirken sich am schlimmsten aus. Das sich Jugendliche schon mit "Frenemies" abgeben müssen ist echt nicht mehr schön, weil gerade die Mobber dadurch noch mehr Möglichkeiten bekommen.

Allein FB-Spiele und Anwendungen zu meiden bringt aber auch nicht soviel Schutz wie man meinen könnte, Facebook erzwingt Javascript und kann dies genauso Nutzen wie es die Spiele separat auch tun, einzig die beschränkte Haftung entfällt - dank der Nutzungsbedingungen aber auch kein Problem.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 13. April 2011 - 14:10 #

Stell dir vor du häts kein Handy, und wärst nur auf dem Festnetz erreichbar, und zwar nur wenn du zu Hause bist...

Das ist die totale Ausgrenzung, obs einem schkeckt oder nicht.

Gutes zum FB Thema, gibt es aktuell auf Southpark.de die "You have 0 friends" Folge beleuchtet das Thema sehr deutlich, und zeigt auch was passiert wenn man versucht sich einem Trend zu entziehen

Anonymous (unregistriert) 13. April 2011 - 14:57 #

ich lebe jetzt alle 22 jährchen meines bisherigen lebens ohne handy und hätte glaub ich alle 22 jahre genau 2 mal eines brauchen können ;)

Age 19 Megatalent - P - 13971 - 13. April 2011 - 12:13 #

In meinem Umfeld sind auch viele auf den Facebook-Zug aufgesprungen. Man merkt da schon eine Parallelwelt, die ich sonst nur von früher in meinem Freundeskreis von Ultima-Online-Gesprächen kenne. ^^ Ab und an werde ich dann auch auf Sachen angesprochen, die dann auf Facebook gepostet wurden und ich zucke mit den Schultern. Meine Einstellung zu dieser Datengau-Plattform ist hinreichend bekannt, dass dann meistens eine Entschuldigung folgt... Grundlegend stelle ich allerdings fest, dass die Mehrzahl der Interaktionen und Kommunikation dort so etwas von belanglos sein muss, dass man guten Gewissens ohne überleben kann. Ein Spiegel der Gesellschaft eben...

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 13. April 2011 - 12:28 #

Hehe Belanglos drückt es sehr gut aus. Ich dachte eigentlich FB wäre mehr so ein ICQ System, in einer kleinen Testphase musste ich jedoch feststellen, dass FB damit fast nichts zu tun hat, im Grunde kam es mir vor wie das lesen meines Spamordners^^ Verabreden? oder einfach nur kurz Quatschen ist hier nur Nebensache und auch sehr schlecht implementiert. Es geht nur um Mitteilen welche Firma/Webseite man toll findet und wen man alles kennt.

Anonymous (unregistriert) 13. April 2011 - 13:00 #

Täusch dich da mal nicht, Facebook hat sich zum Ziel gemacht, Plattform für alle Kommunikationsarten zu werden, Instant Messaging, SMS, Facebook-Mail, VOIP, sogar Foren wie Techcrunch kaufen die auf und lassen so nur noch die Möglichkeit, mitzumachen oder die Community aufzugeben.

Zusätzlich sammeln sie deine Bilder und schenken dir immensen Hosting-Platz in sehr hoher Auflösung, und zwingen dich deine Telefonnummer rauszugeben um dich zu validieren wenn du mal von woanders einloggen willst.

Die dort gebrachten Inhalte mögen belanglos sein, aber der Zuckerberg ist schon clever genug die ganze Abzocke relevant genug zu machen um viele zum mitmachen zu bewegen wenn sie nicht außen vor bleiben wollen.

Imperitum 18 Doppel-Voter - 9391 - 13. April 2011 - 13:34 #

"Täusch dich da mal nicht, Facebook hat sich zum Ziel gemacht, Plattform für alle Kommunikationsarten zu werden, Instant Messaging, SMS, Facebook-Mail, VOIP, sogar Foren wie Techcrunch kaufen die auf und lassen so nur noch die Möglichkeit, mitzumachen oder die Community aufzugeben.[...]"

Wenn das wirklich stimmt, dann sind das sehr hohe Ziele.
Jedoch bei der Entwicklung, die Facebook in den letzten Jahren durchgemacht hat glaube ich nicht einmal, dass diese Ziele zu hoch angesetzt sind.

Für die derzeitige Generation 20+ ist es noch möglich zu differenzieren, ob diese Facebook benötigen oder nicht.
Viel bedenklicher finde ich es für die jüngeren und nachfolgenden Generationen, die in dieses Medium "hineinwachsen" bzw. damit aufwachsen.
Bereits jetzt findet sich Facebook auf jeder noch so "kleinen" Internetseite; vom Nachrichtenmagazin bis hin zur Wallpaper Homepage mit ihren "Gefällt mir" Buttons.

Ich behaupte mal, dass der Umgang mit FB für die kommenden Generationen sogar zwingend erforderlich wird, um nicht sozial ausgegrenzt zu werden (wie es bereits schon erwähnt wurde).
Dafür ist der Gruppenzwang bei jüngeren Menschen definitiv zu wirkungsvoll, um diesem zu widerstehen.

Seitens der Medien würde ich mir diesbezüglich auch einfach mehr Aufklärung wünschen, statt niveaulose Sendungen wie z.B. "Tatort Internet" die viel eher aufhetzen statt aufzuklären welche Gefahren das Internet für jüngere Menschen in sich birgt.

Vader (unregistriert) 13. April 2011 - 14:15 #

Die Kommunikationsplattform die Facebook anstrebt nennen sie Projekt Titan, wird nach und nach verwirklicht.

Das Facebook sich gern als unbedingt erforderlichen Bestandteil in all unserer Leben einnisten würde sieht man mittlerweile neben den RL-Belohnungen auch durch den Versuch, sich als Identity-Provider zu vermarkten, die Medien sollten da wirklich die Zusammenhänge etwas besser aufklären.

Allerdings war ich überascht als ich mir vor kurzem einige Bücher zu dem Thema in der Buchhandlung angesehen habe, die decken teilweise schon schonungslos hinterhältige Tricks auf, nur kaufen solche Bücher wohl zu wenige.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 13. April 2011 - 16:45 #

Muss man mal auf der größten Werbeplattform drauf Aufmerksam machen ;)

(un)registriert (unregistriert) 13. April 2011 - 17:44 #

wenn man einem Fan was über die Nachteile erklären will blockt der oft ziemlich schnell mit "lol tinfoilhat paranoia" ab, ist halt unbequem sich einzuschränken oder auf Belohnungen zu verzichten.

Niko 16 Übertalent - 5024 - 13. April 2011 - 12:26 #

Den meisten Menschen - meine Person eingeschlossen - mögen Facebook und es ist ihnen (fast) egal was FB mit den Daten macht.

Es stimmt schon: Die Gesellschaft ist da schon sehr abgestumpft, aber daran wird auch ein BigBrother Award & Co nichts ändern. ÄDie Zahlen von FB steigen und steigen und auch die Macht die Facebook hat steigt immer weiter. Eigentlich alles wie bei Google... nur anders ^^

Und vor 5 bis 10 Jahren sagten noch alle "Microsoft ist böööööse!!!!"

Age 19 Megatalent - P - 13971 - 13. April 2011 - 12:30 #

Ja, dass geht solange bis der GAU passiert, dann ist das Geheule groß und blinder Aktionismus folgt. Aber was reg ich mich auf, jeder ist seines Glückes Schmied, nur sollen die Schmiede auch die Klappe halten, wenn sie sich die Finger verbrennen...

Niko 16 Übertalent - 5024 - 13. April 2011 - 12:47 #

Du verstehst nicht was ich sagen wollte. Vor ein paar JAhren war Microsoft "böse" und man sollte MS meiden. Die Leuten sind dann z.B. zu Apple gegangen und heute haben wir mit Google, Apple & Facebook 3 Firmen die "viel böser" sind.

Ich z.B. nutze ein Google Android Smartphone - meine Kontakte/Adressen/Telefonnummern werden über Google.com gespeichert (via Cloud) und nicht mehr auf dem Smartphone. Gleichzeitig läuft Facebook auf meinem Smartphone und ich nutze Google Latitude - ein GPS Service von Google damit man sieht wo wer gerade ist (Quasi ein Navi mit Freunden auf der Karte - http://www.youtube.com/watch?v=Q-Oq-9enE-k ). Mir ist durchaus klar das Google & auch Facebook Geld macht mit meinen Daten, nur ist es mir sowas von egal.

Letztens hat mich Facebook an-gepiept "Hey - bei Douglas gibt es 15% auf alles wenn du diesen Facebook-Strichcode an der Kasse vorzeigst!" Bin also in Douglas rein - habe meine Flasche von Puma gesucht und via Google erstmal den Strichcode gescannt. Google sagte mir daraufhin, dass ich 4 Häuser weiter die selbe Flasche von Puma für fast 30% weniger bekomme oder im Versandhandel für den selben Preis wie Douglas. Bin also 4 Häuser weiter und habe da die Flasche gekauft. Auf dem Weg nach Hause habe ich mir in der Bahn noch ein Video via YouTube angeschaut.

Jetzt rate mal wie viele Daten in dieser Zeit Google und auch Facebook über mich sammeln konnte? 20? Keine Ahnung ggf. auch mehr, es ist mir aber egal.... willkommen im 21Jahrhundert, wo das Internet und "soziale Netzwerke" eine unfassbare Macht erhalten werden.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 13. April 2011 - 12:49 #

Dafür brauchst du das Zeug? Mal ehrlich, das bekommst du doch locker ohne die ganzen Daten zu verschenken raus.

Niko 16 Übertalent - 5024 - 13. April 2011 - 13:08 #

Nicht wirklich - die Codes die Facebook dir gibt kannst du auch nur mit Facebook nutzen. Die Scannen ja einen Code auf meinem Smartphone ein, es ist kein Gutscheincode wie er in jeder Zeitung rumfalttert.... doof ist Facebook ja nicht ;D

Kurz: Die Firmen haben einen Deal mit Facebook. Siehe Video http://www.youtube.com/watch?v=zziMqOEtxGo&feature=related

Bei Gravis gab es z.B. die Sims3 kostenlos wenn man Facebook vorgezeigt hat (: Schau dir mal das Video an - dann verstehst du wie das funktioniert und wie FB damit auch Geld macht.

Age 19 Megatalent - P - 13971 - 13. April 2011 - 12:54 #

Doch habe ich, dir ist es egal, was mit deinen Daten passiert. Und wenn die dann mal missbraucht werden (Identitätsdiebstahl, nette Menschen die Dank Latitude wissen wann du nicht daheim bist, etc.), weißt du was ich meine. Würdest du übrigens wissentlich meine privaten Daten irgendwo ins Netz laden, weil du das so toll findest, würden wir ernste Probleme miteinander bekommen. Es ist ja schön und gut, dass du die Gefahr selber nicht wahrnimmst aber anderen diese aufzubürden, ist schon dreist.

Niko 16 Übertalent - 5024 - 13. April 2011 - 13:02 #

Ich teile die Latitude-Daten ja nun nicht mit der ganzen Welt. Was heißt "Gefahr nicht wahrnimmst". Ich verstehe ja wenn jemand solch einen Service nicht nutzen möchte aus privaten Gründen, aber zu brüllen "FB ist böse!!!!!" ist nun auch einfach quatsch. Die Menschen können selber entscheiden wie sehr sie ihre Privatsphäre für sich behalten wollen und wie sehr sie jene teilen wollen.

Es gibt ja auch Service wie Xing welchen ich z.B. nutzen MUSS. Ohne Xing hätte ich z.B. locker 500€ weniger im Monat - da ist mir egal, dass Xing die Daten relativ offen für alle veröffentlicht. Ohne aber Xing geht es nicht... wenn sich bei meiner alten Firma jemand beworben hat, wurde direkt über Xing erstmal gesucht.

So fängt der Spaß schon an... es geht teilweise auch nicht ohne das Teilen meiner Daten.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 13. April 2011 - 13:08 #

Ich kenne jetzt die GPS Software nicht , aber wie läuft das dort z.B. ab, wenn du einen FB Freund besuchst? theoretisch ziehst du deinen Freund automatisch in das System mit rein und "irgendwer" weiß nun wo er wohnt. Das Problem ist doch, das der Datenschutz, selbst wenn man ihn selbst schützt, durch andere, die mit allen Daten um sich werfen missbraucht werden kann. Du kannst ja gerne machen was du willst, aber hier werden doch unbeabsichtigt unbeteiligte mit rein gezogen. Wenn du jedem sagst du bist bei Peter ist das dein Bier, nur wenn jeder sieht wo Peter wohnt, weil dein GPS Signal gerade angezeigt wird, ist das nicht gerade toll.

Niko 16 Übertalent - 5024 - 13. April 2011 - 13:11 #

Facebook-Orte ist prima erklärt im Werbevideo: http://www.youtube.com/watch?v=zziMqOEtxGo&feature=related

Google-Latitude hat eine interne Freundesliste. Nur Freunde können sehen wo ich bin. Ich kann zwar auch sagen "alle sollen sehen wo ich bin und will auch noch Google-Maps auf meine Webseite einbinden - damit wirklich JEDER es sehen kann!" - davor warnt aber Google selber und empfiehlt dieses nur für Firmen bzw. Firmenwagen.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 13. April 2011 - 13:17 #

Es ging jetzt nicht speziell um dein Verhalten :) Nur ob es Möglich wäre. Also muss man immer drauf achten, wie Freunde mit dem Datenschutz umgehen, sonst ist das eigene schützen der Daten fürn Arsch? Sehe ich doch richtig oder? Die Firmen sind aus dem Schneider, denn Mist hat ja der Freund gebaut.

FbOrte (unregistriert) 13. April 2011 - 13:29 #

man bekkommt einen Prosecco als Rabatt wenn man die Fotos seiner drei Freunde bei Facebook hochlädt und ihre Gesichter taggt? Wenn das nicht absurd ist weiss ich auch nicht mehr.

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 13. April 2011 - 13:36 #

"Google-Latitude hat eine interne Freundesliste. Nur Freunde können sehen wo ich bin."

Und Google. Und der Innenminister.

Age 19 Megatalent - P - 13971 - 13. April 2011 - 13:12 #

Ich schrieb doch, dass das jeder machen kann wie er will. Nur geht mir das Rumgeheule, wenn plötzlich was negatives dadurch passiert auf die Nerven. Wer alle seine privaten Daten ins Netz schleudert, bitte sehr - aber auch dann die Klappe halten, wenn auf den eigenen Namen irgendwelche Transaktion oder Bestellungen stattfinden, man bei einem Job abgelehnt wird oder die Haustür aufgebrochen wurde. Und wie gesagt, dass du auch die Daten von anderen ins Netz haust finde ich sehr bedenklich.

Niko 16 Übertalent - 5024 - 13. April 2011 - 13:15 #

Also bei meiner Ex-Firma wirst du eher abgelehnt wenn du eben kein Xing hast (; Du musst halt verstehen, dass es einige Berufsgruppen gibt, wo du deine Daten fast schon teilen musst.

Wie auch immer - ich verstehe was du meinst, aber ich stufe das eher als "Panikmache" ab. Was im übrigen - nichts gegen dich - genau das Problem ist. Es gibt Leute die nehmen das ganze Locker - Ich z.B. - und es gibt Leute die machen da eher etwas Panik - du z.B.. Was fehlt? Eine Mittelstufe....

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 13. April 2011 - 13:36 #

Wie würde so ein Mittelweg denn Aussehen? Kann es den überhaupt geben? Oder würde der Mittelweg den Firmen gar kein Geld bringen und somit wären diese "Dienste" sofort weg vom Fenster. Hat irgendwie etwas von "ein bisschen Krieg ist ok" :D Im Grunde müsste man mit jedem "Freund" eine AGB aushandeln, damit man hier ein Mittelding finden kann.

Age 19 Megatalent - P - 13971 - 13. April 2011 - 13:38 #

Man mag es kaum glauben aber ich habe auch ein Xing-Profil. Dort sind meine arbeitsrelevanten und spärliche Kontakt-Daten hinterlegt. Zweck ist Eigenwerbung in einem sehr begrenzten Datenrahmen zu betreiben und mehr auch nicht. :p Nein es fehlt ein bewusster Umgang mit Privatsphäre und persönlichen Daten im Internet, vor allem bei den jüngeren Mitmenschen. Wenigstens kann ich ruhig einschlafen, wenn meine "Paranoia" von gehackten Facebook-Datenbanken Wirklichkeit wird - Atomkraftwerke sind ja auch sicher. :)

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 13. April 2011 - 15:11 #

Geheimagent bist du schonmal nicht ^^

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 13. April 2011 - 13:29 #

Vorweg: Es war mir von vornherein klar, dass man sich bei FoeBUD an Google (mal wieder!) nicht rantrauen würde. Die Wahl von Apple erscheint einigermaßen skurril, wenn man weiß, daß dieser Padeluun (der da sicher auch irgendwie involviert ist) selbst fröhlich Twitter-Nachrichten von seinem iPhone postet!! Noch pharisäerhafter geht es wohl nicht...

Zitat von Age "Würdest du übrigens wissentlich meine privaten Daten irgendwo ins Netz laden, weil du das so toll findest, würden wir ernste Probleme miteinander bekommen. Es ist ja schön und gut, dass du die Gefahr selber nicht wahrnimmst aber anderen diese aufzubürden, ist schon dreist."

Ganz meine Rede. Jedes neue verkaufte Android-Handy komplettiert Googles Datenbank von allen Telefonnummern und Adressen der Welt. Google sammelt insgesamt Daten in einem Maße an, wie es kein Geheimdienst in einer Demokratie dürfte.

Und genau das muss dann ja auch nicht mehr passieren - der Staat holt sich die Daten eben einfach bei Google! Und natürlich passiert das, siehe Wikileaks, wo Twitter sich wehrte, Google aber höchstwahrscheinlich still und heimlich parierte. Was auch kein Wunder ist. Eric Schmidt faselte vor ein paar Monaten von "asymmetrischen Bedrohungen" durch Terroristen usw. - man dachte, da redet der Innenminister.

Age 19 Megatalent - P - 13971 - 13. April 2011 - 13:42 #

Per se lädt Android die Daten aber eigentlich nicht zu Google, dass muss man bewusst entscheiden bzw. ermöglichen.

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 13. April 2011 - 14:19 #

Nach meinen Informationen ermöglichen Google, Apple und jetzt auch endlich Microsoft den simplen, direkten, lokalen USB-Sync absichtlich nicht mehr. Wenn ich jetzt ein Android-Handy hätte, wäre die einzige Möglichkeit, meine lokale Outlook-Datenbank auf das Handy zu bekommen, den ganzen Kram erst zu Google hochzuladen, um ihn dann wieder auf's Handy runterzuladen. Alternativ gibt's irgendwo ein Tool für 30 Dollar (!), das das auch können soll... Das nennt sich wohl Fortschritt - für die Datensammler.

Niko 16 Übertalent - 5024 - 13. April 2011 - 18:20 #

Das ist falsch - Android synct sich automatisch mit Google. MAn kann das deaktivieren - muss dann aber auf viele Serviceleistungen von Google verzichten (z.B. Talk)

Age 19 Megatalent - P - 13971 - 13. April 2011 - 18:40 #

Ich bezog mich auf die Kontaktdaten.

Vader (unregistriert) 13. April 2011 - 14:07 #

mit 117 Seiten Nutzungsbedingungen hat Apple sich das schon verdient.

Hinzu kommt ja auch das Apple heimlich Nutzerdaten und Positionsdaten gesammelt hat, auf dem iPhone genauso wie per iTunes und über AT&T auch die iPad (email)Adressen samt Uids von 114.000 Kunden veröffentlicht hat.

(un)registriert (unregistriert) 13. April 2011 - 13:15 #

Verstehen kann man das schon, Lattitude z.b. scheint ein unheimlich praktisches Tool zu sein das für viele Menschen den Alltag umkrempeln kann, trotzdem sollte es dieselbe Funktion doch auch geben können ohne sich mit seinen Daten bei Google (über die Nutzungsbedingungen) zu prostituieren.

Als nächstes Druckmittel für Geolocating wird übrigens bereits die Bandbreite benutzt - weil Verbindungen zu oft abbrechen ist die Übertragungsgeschwindigkeit so gering, deshalb sollen GPS, Accelerometer und Gyroscope benutzt werden um zu errechnen wo Joe Smarthone gerade hin will, denn dann weiss der nächste Transmitter das du kommst und steigert deinen Datendurchsatz um 50%.

Wenn das kein neues Zückerchen für die "mir doch egal" Generation ist :)

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 13. April 2011 - 13:20 #

Ohne "Prostitution" verdienen die ja kein Geld und der "Service" wäre nicht rentabel.

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 13. April 2011 - 13:34 #

Der ganze Geokram ist doch im Grund ein Witz. Da werden Länge und Breite übermittelt, gerade mal zwei Zahlen. Die werden dann auf einer Karte markiert. Es wäre überhaupt kein Problem, eine Privatshäre-freundliche Lösung dafür zu realisieren, bei der die Daten nicht durch die Hände von Google oder sonstwem gehen, z.B. über eigenen Webspace.

Das gilt im übrigen auch für das Abphishen von Adressen und Telefonnummern - um von überall drauf zugreifen zu können, ist es _nicht_ nötig, die Daten bei irgendeinem Anbieter zu lagern. Wordpress kann auch jeder installieren, und selbst das ist technisch anspruchsvoller als es solche Lösungen für eigenen Webspace wären. Wenn sie nur jemand realisieren würde.

(un)registriert (unregistriert) 13. April 2011 - 13:36 #

und wenn sie das Programm für 49€ anbieten würden und dafür weder die Nutzungsdaten für sich selbst speichern, verkaufen, auswerten, mit einem separaten Pseudonymaccount verbinden würden, die Daten verschlüsselt senden und von ihren Servern zeitnah löschen? Und die Nutzungsbedingungen durch faire ersetzen in dem man kein weltweites Veröffentlichungs- und Veränderungsrecht einräumt?

Der Kaufpreis für das Programm dürfte die Werbeeinnahmen doch mehr als wett machen, ein Problem gäbe es doch nur wenn das angelegte Profil wertvoller wird als dieser angenommene Kaufreis..

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 13. April 2011 - 13:44 #

Wieso 49 Euro? Webspace im Monat mit unbegrenztem Traffic kostet heutzutage - keine Ahnung, ehrlich gesagt, aber unter 10 Euro garantiert (und den kann man gleich noch für alles mögliche andere benutzen). Da das Tool (was m.E. ein OpenSource-Mensch machen sollte) drauf laufenlassen, Daten natürlich sicher verschlüsselt. Dann irgendwie so realisieren (bin kein Programmierer), dass sich die Installationen verschiedenener Leute untereinander updaten. Natürlich erfordert es _etwas_ mehr Aufwand, nämlich einen FTP-Upload und vielleicht noch 2 Minuten Konfiguration (Serveradresse eintippen) auf dem Handy. Aber das wäre ja wohl gerade noch machbar für die allermeisten.

(unregistriert) (unregistriert) 13. April 2011 - 14:28 #

und dieser Webspace ist nicht auf einen selbst registriert und mit ähnlichen Nutzungsbedingungen belegt wie die kritisierten Dienste? Hast du nen Wikilink?

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 13. April 2011 - 14:38 #

1) Es gibt so ein Tool nicht (soweit ich weiß). Ich sinniere nur, wie man's machen könnte.

2) Da man keine richtige Website anlegt, braucht man zumindest kein Impressum. Stimmt natürlich, dass auch der Domainname/IP Rückschlüsse zulässt (leider, in UK ist das z.B. nicht so einfach - gerade die mit ihren 1 Million Kameras), aber da die Daten ja verschlüsselt wären, können Außenstehende das zumindest nicht kombinieren. Ich kenne mich da auch nicht wirklich aus, ob man z.B. TOR-mäßig da irgendwas Raffiniertes machen könnte, dass nur die Positionsdaten ausgetauscht werden, die IP aber im Dunkeln bleibt. Ich wundere mich nur, dass die, die sich damit auskennen, nicht auf die Idee kommen, sowas zu machen.

(unregistriert) (unregistriert) 13. April 2011 - 15:01 #

Ich glaube, diejenigen die sich mit sowas auskennen würden sowas ziemlich schnell auf die Beine stellen und gewinnbringend vermarkten, wenn Patenttrolle und Abprachen der großen Firmen das nicht blockieren würden.

Ach ja, selbst im Tornetzwerk soll es private Knoten geben die extra dazu da sind mitzuhören. Beim normalen Gebrauch mag das nicht so schwerwiegend sein, aber vollkommen auf Tor verlassen sollte man sich auch nicht. Selbst Tor hat die Lücken an denen die Daten entschlüsselt werden müssen.

Zu dem Locationproblem kommt außerdem noch hinzu das sich das Smartphone ohnehin standardmässig ausweist und einen Benutzer registriert ist.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73392 - 13. April 2011 - 13:59 #

Ich alte Schachtel bin stellenweise im Freundeskreis (und besonders bei den deren Kids) tooootaaaaal uncool, weil ich weder Facebook noch Twitter nutze und das Gedöns mitunter auch aus diesen Gründen für einen nutzlosen Schmarren halte ;).

Und ein iPhone brauch ich nicht. Mit meinem Handy muß/will ich nur telefonieren wenn es unbedingt sein muß. Hab mir das Ding damals eher für Notfälle zugelegt.

(un)registriert (unregistriert) 13. April 2011 - 18:00 #

Es ist ja nicht nutzlos für diejenigen die es benutzen. Die Benutzer die es agressiv verteidigen sehen sogar großen Wert darin. Man kann das mit Gold in Warcraft vergleichen, für die Spieler ist es wertvoll, für jeden außerhalb des Spiels komplett wertlos.

Deshalb reagieren die (facebooker) auch verständlicherweise entrüstet wenn du ihrem Hobby den Wert absprichst, "Schmarren und Gedöns" verstärken dann noch deren Gefühl das du sie nicht verstehst weil du dich damit vielleicht nicht auseinander gesetzt hast (übersetzt: nicht mitmachst).

Es bietet seine Vorteile, nur verstehen die meisten Nutzer meist einfach die Reichweite der Nachteile nicht, oder ignorieren sie weil sie den Verlust entweder nicht ermessen, ihm keinen Wert beimessen oder sich in ein falsches Gefühl der Sicherheit wiegen. Hey, was kann schon passieren wenn dieser Facebook Typ, der gesagt hat "die geben mir ihre persönlichen Infos. Ich weiss auch nicht warum. Dummer Arschlöcher" auch ein eigenes Konto hat?

Wer clever ist kann die Dienste nutzen ohne etwas herzugeben, egal ob es Facebook, Twitter, Google oder iPhone/Android ist, ich bin's nicht und meide das meiste lieber.

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