Kensuke Tanabe versucht Entwickler von Retro Studios Kaliber aufzuspüren.
Nintendos Kensuke Tanabe hält Ausschau nach neuen talentierten Entwicklerstudios. Die Zusammenarbeit mit ihrem Second-Party-Entwickler, den Retro Studios, hat den Produzenten während der Produktion von Donkey Kong Country Returns schwer beeindruckt. Deshalb ist er der Meinung, dass die Japaner mehr Partner vom Schlage der Retros benötigten.
Seit zehn Jahren Tochter von Nintendo, machte sich die Firma einen Namen mit der technisch beeindruckenden Wiederbelebung der Metroid-Serie für Gamecube und Wii. Im Gegensatz zu vielen anderen US-Entwicklern, schätzt Tanabe die Philosophie von Retro. Auf die Frage der amerikanischen EDGE, ob es wichtig war, die Beziehungen zu ausländischen Entwicklern zu stärken, antwortete Tanabe dem Magazin:
Davon bin ich vollkommen überzeugt. Ich habe mit anderen Entwicklungspartnern, wie Next Level Games (Punch-Out!!) aus Vancouver und den Monster Studios (Pilotwings Resort) aus Minneapolis zusammengearbeitet. Diese verstehen unsere Entwicklungsphilosophie ebenso gut wie Retro. Ich will so viele Menschen, so viele großartige Unternehmen wie möglich finden, mit denen wir kooperieren können. Ich bin wirklich auf der Suche nach Firmen mit einem Sinn für Kunstfertigkeit.
Diese, gesteht Tanabe, seien nach seiner persönlichen Empfindung wirklich schwer zu finden:
Es gibt immer mehr Unternehmen, die das Geschäft nur des Geschäfts halber betreiben. Sicherlich sind eine Menge Firmen dieser Couleur im Kern der Spielindustrie tätig, zumindest habe ich dieses Gefühl.

Tja, je größer die Branche wird, desto mehr Leute gibt es, die weniger aus Idealismus, als aus reiner Wirtschaftlichkeit etwas betreiben. Ist ja bei der Musik nicht anders. Muss jetzt per se auch nicht schlecht sein, schließlich ist die Entwicklung eines Spiels nicht gerade billig. Aber manche Games lassen doch gehörig Seele vermissen.
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