Hardware-News KW15: 10-Kern-CPUs, Notebook-3D ohne Brille
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Dennis Ziesecke 29503 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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11. April 2011 - 13:20 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Wenige Monate vor dem erwarteten Launch von AMDs Sandy-Bridge-Rivalen Bulldozer präsentiert Intel neue Server-CPUs: Intels Deca-Cores arbeiten, wie der Name vermuten lässt, mit nicht weniger als zehn CPU-Kernen, sind aber vorerst nicht für den Einsatz im heimischen Desktop gedacht. Ob AMD die leicht erweiterbaren Bulldozerkerne in absehbarer Zeit zu einem Hexadeca-Core (16 Kerne) ausbaut oder ob zuerst Intel einen Icosa-Core mit 20 Kernen präsentieren wird? Lernt eine neue Generation Schüler so vielleicht schneller das Zählen auf Griechisch als auf Deutsch oder Englisch? Wie auch immer -- Intel und AMD sollten lieber bei geraden Kernzahlen bleiben, "Enneadeca-Core" klingt jedenfalls wenig eingängig und 19 Kerne sind dann auch eine arg krumme Angelegenheit. Vor allem, wenn manche Spiele immer noch nur einen Kern unterstützen...


3D-Notebooks: Bald auch ohne störende Brille?

3D ohne Brille: Toshibas kommende Notebooks

Im dunklen Kino lässt sich der dreidimensionale Filmgenuss mit unschöner 3D-Brille gerade noch ertragen. Muss man sich hingegen bei Tageslicht dem Spott der Umwelt stellen, ist es schnell vorbei mit der Tolerenz gegenüber Shutter und Polfilter. Diese Erkenntnis mussten in den letzten Monaten einige Hersteller von 3D-fähigen Notebooks machen. Es dürfte jedenfalls nicht nur der oft deutlich höhere Preis der ihrer "3D ready"-Maschinen gewesen sein, der die potentielle Käuferschaft abgeschreckt hat. Nachdem jüngst Nintendo mit autostereoskopischen 3D-Erlebnissen mittels 3DS vorangeprescht ist, möchte Toshiba das Prinzip auf die firmeneigenen Notebooks umsetzen.

Noch in diesem Jahr plant der japanische Hersteller erste Notebooks mit autostereoskopischen Bildschirmen. Damit wäre Toshiba für eine längere Zeit ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz von HP, Asus oder Acer sicher. Praktisch: Toshiba kann bereits auf einen reichen Erfahrungsschatz bei der Produktion entsprechender Displays zurückgreifen. In Japan sind 12-Zoll-Displays mit Autostereoskopiefunktion bereits seit einiger Zeit erhältlich. Als Fernseher stellt sich allerdings wohl kaum jemand ein derart kleines Gerät auf -- selbst in japanischen Schuhkarton-Wohnungen wirkt ein solch winziger Fernseher eher deplatziert. In (Sub-)Notebooks jedoch könnten die Bildschirme Erfolg versprechen. Angesichts des zunehmenden Angebots an 3D-Camcordern und 3D-Fotokameras wünschen sich einige Nutzer sicher die Möglichkeit, das aufgenommene Material mobil stereoskopisch bearbeiten zu können. Und auch das eine oder andere Spiel dürfte mit entsprechenden Notebooks interessant werden.


Logitech Keyboard Case: Aluminium-Schutzhülle + Tastatur für das iPad2

Logitech: iPad2-Gehäuse mit integrierter Tastatur

Auch wenn Tablets bei PC-Nutzern oft eher skeptisch betrachtet werden, lässt sich der Erfolg von Apples iPad und auch dem aktuellen iPad 2 nicht ignorieren. Ein Argument der Tablet-Kritiker betrifft oft die Bildschirmtastatur: Selbst mit guten kapazitiven Displays lässt es sich darauf bei weitem nicht so angenehm schreiben wie auf einer echten Tastatur. Nun präsentiert Logitech ein Gehäuse für das iPad 2 mit integriertem Keyboard. Das Case schützt das Tablet beim Transport durch eine Aluminiumhülle und enthält ein eingebautes (allerdings nicht vollumfängliches) Keyboard, das mittels Bluetooth Verbindung zum iPad 2 aufnimmt. Letzteres bleibt dabei horizontal und vertikal nutzbar. Die Tastatur verfügt dabei über einen integrierten Akku, der über USB geladen werden kann. Mit dem Logitech Keyboard Case verwandelt sich das iPad 2 in kurzer Zeit in ein recht ansehnliches Netbook mit Touchbedienung. Als Preisempfehlung hat Logitech 99,99 US-Dollar bekannt gegeben, der Euro-Preis dürfte sich erfahrungsgemäß auf einem ähnlichen Niveau bewegen.


Intels neue Server-CPU Westmere-Ex kommt mit 10 Rechenkernen.

Intel stellt Zehnkern-CPUs vor

Noch bastelt AMD gemütlich am Marktstart ihrer Bulldozer- und Llano-Produktreihen. Acht Rechenkerne sollen laut AMD in den kommenden Monaten im PC-Bereich zum Mainstream gehören. Intels schnelle Sandy-Bridge-Baureihe setzt noch auf maximal vier Kerne -- zumindest auf dem Desktop. Doch unter dem Codenamen Westmere-Ex stellt Intel jetzt ein neues Server-Flaggschiff vor und führt auch für Server das neue Namensschema der aktuellen CPUs ein. Westmere-Ex protzt mit bis zu 30 MB L3-Cache und etwa 2,6 Milliarden Transistoren. Serverbesitzer freuen sich über eine Leistungssteigerung von 20 bis 40 Prozent, zumindest wenn Intels Benchmarkteam fair gemessen hat. Dank des feineren Herstellungsprozesses von nur noch 32 nm nimmt ein Westmere-EX-Prozessor nicht mehr Energie auf als die langsamere Vorgängergeneration. 

Gegen den Einsatz im Desktop-PC spricht aber nicht nur der Preis von beispielsweise 4.616 US-Dollar (für einen Xeon E7-8870 mit 10 Kernen, 20 Threads und 30 MB L3-Cache). Servermainboards und vor allem auch das benötigte ECC-RAM sind weitere Preistreiber. Außerdem bekommen Desktop-Betriebssysteme wie Windows 7 beim Einsatz derart vieler Recheneinheiten arge Probleme mit der CPU-Verwaltung. Auch wenn Windows 7 Ultimate maximal zwei CPU-Sockel mit bis zu 256 Kernen unterstützt: Abseits von typischen Serveraufgaben gibt es kaum Anwendungen, um auch nur einen Bruchteil der Leistung auszureizen. Dennoch werden Programmierer von PC-Anwendungen sich auf die neue Karnikelvermehrung unter den CPU-Kernen einrichten müssen: Entwicklungen im Serverbereich haben bislang immer mit teils nur kurzer Verzögerung auch im Desktop-Geschäft Einzug gehalten.


Icy 12 Trollwächter - 1033 - 11. April 2011 - 13:27 #

"Westmere-Ex protzt mit MB L3-Cache"

Es sind wohl bis zu 30 MB L3-Cache (Laut der Quelle Computerbase)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 11. April 2011 - 13:30 #

Danke für den Hinweis, zwei Zeilen weiter unten hab ich die Zahl nicht vergessen ;) .

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 11. April 2011 - 13:34 #

Hatte kürzlich mal nach der Zukunft von Sandy Bridge gesucht und meine eine Roadmap von Intel gesehen zu haben in welcher auch für den Desktop-Bereich 8-Kerner für Q3 geplant wurden, auch wenns Q4 wird, vor Weihnachten werden sie dann sicher kommen, hoffen wir das zukünftige Spiele immer besser multi-threading-fähig werden.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 11. April 2011 - 13:40 #

Ich frage mich, wer solche iPad-Tastatur-Gehäuse kaufen soll. Wirklich zum Arbeiten taugt das Gerät ja auch damit nicht und für den Sofa-Einsatz ist die Bildschirm-Tastatur sehr gut geeignet.

Was eher beim Tippen stört ist die fehlende Rechtschreibprüfung. Und die ist wahrscheinlich nicht inklusive.

Freeks 16 Übertalent - 5530 - 11. April 2011 - 14:06 #

An meiner FH seh ich inzwischen schon öfters Leute mit iPads in der Vorlesung sitzen. Für jemanden der ein iPad hat und kein Laptop/Netbook mitnehmen will ist das ne gute Alternative.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 11. April 2011 - 14:20 #

Vorlesungsmitschriften produziert man doch eh am besten auf altmodische Weise, oder? Aber längere Texte produzierst du auf dem iPad auch nicht mit Tastatur, oder?

toitoi 09 Triple-Talent - 280 - 11. April 2011 - 13:46 #

"3D ohne Brille: Toshiba kommende Notebooks" klingt nicht so richtig richtig. ;)
Ansonsten wieder eine interessante Zusammenstellung!

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 11. April 2011 - 14:30 #

Thema Spiele u Mehrkernausnutzung:
Als damals die ersten Mehrkerner erschienen sind, dachte ich, daß eine freie Skalierung auf beliebig viele Kerne sehr viel schneller zum Standard wird. Bis heute gibt es nur wenige Titel, die 4- oder mehr Kerne sinnvoll bzw überhaupt ausnutzen. Worin liegt das Problem? Wieso legen die Schmieden -scheinbar- keinen Wert darauf, in ihre Engines die Mehrkernunterstützung fest zu integrieren, so, daß sich die Spielefirmen nicht mehr selbst darauf konzentrieren müssen und es sozusagen eine Einheitliche Sache wird?

yeahralfi 14 Komm-Experte - P - 1939 - 11. April 2011 - 14:42 #

Naja, ganz so trivial ist die Programmierung für mehrere Kerne ja nun wirklich nicht. Ein Algorithmus, der eine Aufgabe anlysiert und möglichst effizient in mehrere Threads aufteilt, ist schon hohe Programmierkunst. Dazu hast du noch einen Haufen weiterer Fragestellungen: Welcher Prozess wartet wie lange auf einen anderen mit Zwischenergebnissen? Wie gehe ich mit Dead Locks um, etc...

Unmöglich ist das alles sicher nicht, aber eben auch nicht so easy. Reine mathematische Probleme (wie in Videocoiderung etc.) lassen sich deshalb ja auch viel einfacher parallelisieren als komplexere Spiele.

DerDani 15 Kenner - P - 3681 - 11. April 2011 - 14:53 #

Fast das gleiche wollte ich auch sagen ;)

Wird wahrscheinlich eine Kosten/Nutzen-Rechnung sein: Wieviele Leute MEHR würden mein Spiel kaufen, wenn wir jetzt X Euros für 6-Kern-Optimierung ausgeben.

Icy 12 Trollwächter - 1033 - 11. April 2011 - 15:55 #

Genau, vor allem lohnt es sich einfach nicht ein Spiel für beliebig viele Kerne zu optimieren, da es zum Zeitpunkt in der das Spiel erscheint / aktuell ist, eben nur eine bestimmte Anzahl an Kernen in den CPUs gibt.

=> Warum ein Spiel entwickeln das auch 6, 8 oder "beliebig viele" Kerne auslasten kann, wenn es für Desktop-PCs gerade mal 4 Kerner gibt und 2-Kerner am verbreitetsten sind. (Zahlen beliebig austauschbar)

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 11. April 2011 - 15:58 #

Deshalb sage ich ja auch frei skalierbar, eben auf so viele Kerne wie verfügbar/nötig.

DerDani 15 Kenner - P - 3681 - 11. April 2011 - 14:50 #

Von meinem Verständnis aus ist Mehrkernausnutzung ist nicht ganz trivial - nicht jede Aufgabe lässt sich ja sinnvoll in mehrere, parallel berechnete Aufgaben aufteilen. Irgendwie müssen die Prozesse ja verwaltet werden (je mehr Kerne, desto größer müsste eigentlich auch der Verwaltungsaufwand sein).
Andersrum kann ich mir vorstellen, dass mit der nächsten Engine-Generation (z.B. die nächste Unreal-Engine) die Auslastung von mehreren Kernen besser ausehen könnte. Bisher scheint es aber den Entwicklern zu aufwändig zu sein; sie bauen ihre aktuellen Engines nur an bestimmten Punkten etwas um, aber es sind trotzdem die gleichen, alten Engines.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 11. April 2011 - 15:00 #

Mir ist die schwierigkeit durchaus bewusst und kann euch allen nur zustimmen. Aber Crytek und Konsorten müssten dazu durchaus in der Lage sein. Und wenn die Cryengine und die Unreal-Engine (2 sehr häufig benutzte) das nativ unterstützen, dann würde es auch alle daraus entstandenen Spiele automatisch. Zu blauäugig?
Vielleicht ist die Entwicklung zu teuer, da mittlerweile eher primär für die Konsolen entwickelt wird?

Anonymous_Man 04 Talent - 36 - 11. April 2011 - 20:58 #

Aber heutige spiele haben auch einen großen fokus auf die grafikkarte, welche den prozessor unterstützen

DarkMark 15 Kenner - 2908 - 11. April 2011 - 14:58 #

"Lernt eine neue Generation Schüler so vielleicht schneller das Zählen auf Griechisch als auf Deutsch oder Englisch?"

Made my day!

Jadiger 16 Übertalent - 4890 - 12. April 2011 - 15:25 #

Man kann sogut wie alles auf einen schnellen Core2Duo@4Ghz spielen und das teil gibts schon ewig. Weil meist Spiele eher von einem hohen takt als von zusätzlichen Kernen proftieren. Spich aufrüsten ist wirklich nicht so einfach wenn der % gewinn minimal ist. Ausser man kauft sich einen sau teuern Cpu aber inzwischen gibts ja Sandy da stimmen Preis und Leistung. Aber ein Sandy mit 4 Kernen wird bestimmt weitere 3 Jahre überleben bevor er dann gegen ein stärkes model ausgewechselt werden muss. Aber Sandy ist deutlich schnell was man leider von den andern modeln mit knapp 200Euro nicht sagen kann.
Ich denke das es eher ein grosses performens plus geben wird mit fusion
sprich wenn man eine Grafikkarte hat und noch eine kleine Gpu für manche sachen das könnte durch aus Spiele mehr bringen als noch mehr Kerne die nur unter umwandelprogrammen wirklich was zu tun haben.

Danke PS3 und Xbox360 ihr habt den stillstand gebracht Cpu power brauchen nur sehr wenige Games.

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 12. April 2011 - 19:02 #

Soweit ist es schon gekommen, früher hieß es noch, "Stillstand ist der Tod" heute wird er geradezu begrüßt.

Nichts für Ungut :-)

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