Goldfarming: Laut Weltbank über 2 Mrd. Dollar Umsatz

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11. April 2011 - 10:34 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
World of Warcraft ab 3,00 € bei Amazon.de kaufen.
Der Markt für den Verkauf von virtuellen Gütern und Gold aus MMOs in die westliche Welt hat sich in den letzten Jahren zu einem großen Wirtschaftszweig entwickelt. Laut einer Studie der Weltbank spielen gut 100.000 Menschen allein in China und Vietnam täglich nur zu diesem Zweck. Weltweit gesehen hatte dieser Markt im Jahr 2009 bereits einen Wert von über drei Milliarden Dollar, wovon 2,25 Milliarden Dollar allein durch den Goldverkauf erzielt wurden. Offenbar wächst die Anzahl der westlichen Spieler, die nur eine begrenzte Zeit zum Spielen haben und deswegen virtuelle Güter zur Verbesserungen des virtuellen Alter Egos mit realem Geld kaufen. Aktuell liegt der Anteil solcher Spieler bei zirka 25 Prozent.
 

Allein die acht größten chinesischen Anbieter von virtuellem Gold setzen 80 Millionen Dollar jährlich um, weitere 50 bis 60 Anbieter noch einmal je eine Million. Die Anbieter verfolgen bei ihrem "Geschäftsmodell" drei Wege. So werden 30 Prozent der virtuellen Währungen durch Menschen erspielt, 50 Prozent erbringen Bot-Farmen und 20 Prozent werden durch den Golddiebstahl von gehackten Accounts erzielt. Bei exemplarischen Einnahmen von 100 Dollar verbleiben nach dem Abzug von Gebühren 30 Dollar beim Goldverkäufer, 45 Dollar bei den Goldfarmer-Firmen und 23 Dollar bei dem Goldfarmer selber. Damit ist der Anteil des Umsatzes, der direkt in das Land der Goldfarmer fließt, signifikant höher als etwa beim Anbau von Kaffeebohnen (5,5 Milliarden Dollar von 70 Milliarden Dollar pro Jahr).

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2537 - 11. April 2011 - 10:52 #

Jeder Vierte soll Extra-Geld für Items ausgeben? Das halte ich persönlich für zu hoch gegriffen, kaum vorstellbar, gerade wenn man noch monatliche Gebühren zu zahlen hat.
Interessant finde ich auch den User, den du nicht erwähnst, der aber laut der Quelle 5700 €uro in einen einzigen Account gesteckt hat. Was für ein miserabler Spieler muss das sein, wenn er sich rein gar nichts erspielt sondern alles erkauft?

Kaffee (unregistriert) 11. April 2011 - 11:09 #

"Jeder Vierte soll Extra-Geld für Items ausgeben?"

Darunter fallen neben Blizzards Glitzerponies sicher auch all die Free-2-Play Spiele die von vorneherein bessere Ausrüstung für Geld anbieten und vorraus setzen.

Nimm Entropia Universe als Beispiel. Da hat ein Spieler einen Mond für $6 mio. verkauft, und ein andere eine Raumstation für $330.000.

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2537 - 11. April 2011 - 11:17 #

6 Millionen Dollar echtes Geld??? Für einen virtuellen Mond von einem Spiel, von dem ich gerade zum ersten Mal höre? Das glaube ich nicht. Gib mir mal bitte eine glaubwürdige Quelle, damit ich dieses Info-Loch stopfen kann.

Suzume 14 Komm-Experte - 1937 - 11. April 2011 - 11:28 #

Das habe ich auch nicht glauben wollen, und so fand ich nach kurzer Suche im Netz dieses PDF:
http://www.seeglobalentertainment.com/templates/see_corp/_pdf/SEE-Acquisition_Announce_FINAL_1-20-11_PP.pdf

Es ging also kein virtueller Mond über den Ladentisch sondern ein virtueller Planet.
Diese Planeten sind scheinbar soetwas wie bei World of Warcraft die einzelnen Serverwelten, und der Käufer hinter dem 6-Mio-Dollar-Deal ist eine Entertainment Firma.
Laut der nachfolgenden Quelle hat der Planet mit seinen mehr als 1 Mio Usern bereits 4 Mio Dollar an Gewinn erzielt.
Was die Käufer jetzt mit dem Server vorhaben, kann man sich an einer Hand ausrechnen - Profit scheffeln.
http://www.mmorpg.com/gamelist.cfm/loadNews/19414/Planet-Calypso-Sold-for-6-Million-USD

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2537 - 11. April 2011 - 11:43 #

Und damit ist es dann auch ein schlechtes Beispiel, da es kein typischer Item-Kauf ist, sondern sich eher um eine Investition handelt, um mehr Geld zu verdienen.

Kaffee (unregistriert) 11. April 2011 - 12:00 #

In dem Artikel den ich gelesen habe waren es keine Hardware-Server sondern tatsächlich eher Items, oder in dem Fall mit dem Asteroiden Zugangsrechte. Mit Wikipedia hast du eine Quelle für weitere Käufe, beispielsweise $26,500 für eine Insel, $35,000 für den Verkauf von ingame Waffen.

wikimedia.org/wikipedia/en/wiki/Entropia_Universe#Significant_events_and_virtual_property_sales

Andere Beispiele sind Eve-Online oder Second Life.

In Second Life machten im Februar 2009 laut Linden Labs etwa 64.000 Spieler einen Profit, davon 38,524 in Höhe von weniger als $10, und 233 in Höhe von mehr als $5000. Profite ergaben sich aus dem Verkauf virtueller Güter, Vermietung von Land oder Bereitstellung von Diensten.

wikimedia.org/wikipedia/en/wiki/Second_life#Economy

In Eve Online kann man die Währung (isk) direkt beim Spielehersteller kaufen, allerdings bieten externe(Gold)Händler die Währung häufig günstiger an - aber nicht immer sicherer. Ein dänischer Kunde hat mal für 13.500€ Eve Währung bei einem Goldhändler gekauft und wurde gnadenlos über den Tisch gezogen.

gossipgamers.com/eve-online-gamer-loses-19k-usd-buying-virtual-currency/

Anonymous (unregistriert) 11. April 2011 - 13:45 #

du kannst keine isk beim hersteller kaufen...
du kannst eine plex ( ingame item ) kaufen, die soviel kostet wie ein monatsabo und diese plex entweder einlösen gegen eben diesen monat oder sie im spiel dann gegen isk an andere spieler verkaufen, der sie dann für sich einlöst. das system hat überhaupt nichts mit goldhandel zu tun, zumal ccp da auch keinen gewinn bei macht. die 10 plex die sich jemand kauft um sie für isk weiterzukaufen lösen andere leute ein und bezahlen so schonmal 10x kein monatsabo. das ganze ist eher ein versuch, den im text beschriebenen goldhandel zu unterbinden.

Kaffee (unregistriert) 11. April 2011 - 14:53 #

Ist dann nicht einfach die Währung die gegen reales Geld getauscht wird von Isk auf Plex verschoben worden?

Armer Isk-Sammler (Goldfarmer) sammelt Isk, tauscht diese gegen Plex, verkauft Plex gegen Geld?

Anonymous (unregistriert) 11. April 2011 - 19:57 #

jein, es ist insofern korrekt, das jemand der unbedingt ingame geld braucht, das so bekommen kann. mit dem thema goldfarming, botten, irgendwelchen umsätzen in asien oder extragewinnen hat das ganze aber nichts zu tun, denn wie schon gesagt ist das ganze lediglich ein tauschsystem, was all die in der news angesprochenen aspekte des goldafarmens bekämpfen soll. am ende bezahlt ein spieler die abogebühren von anderen und niemand verdient extra an der sache. finde das hat wenig mit von bots erwirtschafteten "20k gold für 10 euro bei xxx" zu tun.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9295 - 11. April 2011 - 16:27 #

Wer im Monat seine 20 Mio macht, der kann auch für seinen Sohn schonmal ne Ranch kaufen, oder zum Fun einen Mond in nem Spiel oder ner Simulation ^^

Is ja peanuts für die. Hät ich 10 Mio im Monat, würd ichs auch mit beiden Händen rausschmeissen die Kohle, wer weiß wielange man davon noch profitiert oder vorher umgebracht wird ... xD

Hobonymous (unregistriert) 11. April 2011 - 16:48 #

oder du könntest damit Tausenden zu ein wenig Hoffnung und Würde verhelfen und einige Leben wirklich positiv beeinflussen.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7391 - 11. April 2011 - 12:43 #

Bei BP Spielen würde ich sogar behaupten jeder 4. ist noch zu wenig. War da mehrere Jahre aktiv und jeder der halbwegs engagiert spielen will, bezahlt und die Kosten haben ja noch oben kein Ende. Nur BP macht es halt geschickt, und verkauft die Ingame Währung sofort selber + Itemshops + Monatsabos, natürlich auf den ersten Blick alles freiwillig.

Es gibt meist 2 Währungen, eine die man im Spiel sammelt und eine 2. die Euro kostet. Tauschen untereinander ist fast komplett unmöglich, und Items die sonst € kosten für kann man zwar auf Auktionen ersteigern Ingame für erspielte Währung, jedoch gehen da die Preise in die Höhe und nachdem man zum 3 mal die erspielte Kohle verloren hat, weil jemand anderes mehr geboten hat, greifen viele sofort zu €.

Gab da vor kurzem mal einen lustigen Fall zu Gameforge :D
http://www.browsergame-magazin.de/gameforge-war-an-goldseller-beteiligt/

Anaka 13 Koop-Gamer - 1340 - 11. April 2011 - 10:49 #

und dabei gibt es so ein einfaches und simples Mittel dagegen. Man sollte Gold weder handeln noch verschicken können und schon ist das Problem großenteils gelöst.

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2537 - 11. April 2011 - 10:57 #

Tja, natürlich könnte man versuchen, solch einen Handel zu unterbinden oder zu erschweren. Halte ich aber für den falschen Weg, da es immer findige Händler geben wird, die einen Weg drumherum bauen.
Lieber eine Legalisierung durch den MMO-Anbieter, am besten direkt vom Anbieter angeboten, so wie bei vielen F2P-Spielen. So gibt es dann wenigstens die Chance einer fairen Regulierung als wenn es über einen Schwarzmarkt läuft.

Kaffee (unregistriert) 11. April 2011 - 11:13 #

Man sollte eine Währung nicht tauschen dürfen? Das wiederspricht doch komplett dem Sinn der (Spiele)Währung. Wie willst du dann andere Spieler für Craft-Items oder Matieralien bezahlen?

Cyberworm 10 Kommunikator - 430 - 11. April 2011 - 12:00 #

Dann stellt man einfach einen Popel-Gegenstand für 9999999 Gold ins Auktionshaus (falls vorhanden) rein und der Goldseller kauft diesen dann.

Tada, und schon haben wir das ganze wieder umgangen :D.

Gamaxy 19 Megatalent - P - 14541 - 11. April 2011 - 14:42 #

Goldfarmen und dergleichen wird sich nie wirklich wirksam bekämpfen lassen. Denn es gibt anscheinend immer Spieler, die einen Bedarf danach haben, Gold usw. gegen echtes Geld zu erwerben, also wird es auch immer ein Angebot geben.

So lange es einen Handel im Spiel gibt und eine dementsprechende Währung, wird man auch den Verkauf von Gold außerhalb des Spiels nicht vermeiden können.

Die einzige Möglichkeit wäre, den Handel im Spiel komplett abzuschaffen. Incl. aller NPCs, die Crafting-Rezepte, Mats usw. verkaufen. Aber will das irgendjemand?

haste111 08 Versteher - 215 - 11. April 2011 - 13:41 #

Und zum Anderen sieht man ja an Spielen wie Guild Wars, dass einfach Ersatzwährungen genommen werden, wenn der Verkauf von Gold erschwert wird. Hier bieten die Händler nämlich Items an die einen relativ hohen Wert besitzen, welche die Spieler dann verkaufen können.

Ukewa 15 Kenner - 3689 - 11. April 2011 - 15:56 #

"Aktuell liegt der Anteil solcher Spielern bei zirka 25 Prozent."
Das "n" bei Spielern streichen :)

Age 19 Megatalent - P - 14053 - 11. April 2011 - 16:22 #

Gestri.. äh entfernt. Danke!

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 11. April 2011 - 19:33 #

Und warum verkaufen die Hersteller dann nicht die Ingamewährung selbst gegen reales Geld?

Anonymous1 (unregistriert) 12. April 2011 - 11:26 #

Im Falle von Blizzard (WoW) ist das leicht zu beantworten: sie möchten nicht, daß Dein Erfolg in der Realität (also der berufliche Erfolg) Deinen Erfolg im Spiel maßgeblich beeinflussen kann. Schneesturm bietet zwar selber ein paar Haustiere und bald zwei Reittiere an, das wars aber schon (und hunderte von denen im Spiel, die man nur über Spielaktionen kriegt).

Gold selber sorgt aber Prestigeitems (Sanddrache, Chopper), Raid-Titel und Gegenstände (Gold-DKP-Runs, Titelverkäufe von Progressgilden) und natürlich Handwerksgegenstände und Worlddrops (derzeit beste Ausrüstung außerhalb der Hardmode-Raids im Spiel). Abgesehen davon kann es schnell die Serverwirtschaft ruinieren.

Diese jetzt für ein paar Euro indirekt kaufen zu können würde dem Prinzip von Schneesturm entgegenstehen: Spiel bleibt Spiel und jeder soll eine vergleichbare Chance haben, Spaß zu haben, unabhängig davon, ob er jetzt Maurer oder Wirtschaftsboss in der Realität ist.

MfG

Goldkäufer (unregistriert) 11. Mai 2011 - 17:01 #

„Spiel bleibt Spiel und jeder soll eine vergleichbare Chance haben, Spaß zu haben, unabhängig davon, ob er jetzt Maurer oder Wirtschaftsboss in der Realität ist.“ Klingt verdammt gut – aber ist das wirklich so?
Ich glaube, dass das Spielprinzip hinter WoW und Konsorten weitaus weniger harmlos und idealistisch ist, wie hier dargestellt. Diese Art von Spiel hat einen extremen Wettbewerbscharakter, ist durch und durch turbo-kapitalistisch, ein verdichtetes Abbild der echten Welt. Es geht um Statussymbole, um Level, um Geld. Im Gegensatz zur „Realität“, wo den meisten Menschen klar ist, dass sie (so sie nicht zur richtigen „Schicht“ gehören) wenig Chancen haben im Leben, wird in diesem Spiel vorgegaukelt, dass du alles erreichen kannst.
Darin besteht auch der suchterzeugende Charakter des Spiels. Die permanenten (virtuellen) Belohnungen, die du für geistlose Quests und Raids erhältst, sind der süchtigmachende Kick. Das Dramatische: Virtuellen Scheinerfolg erkaufst du dir durch das wertvollste, was du besitzt: deine Lebenszeit. Sogenannte Powergamer spielen bis zu 16 Stunden am Tag. Dass die ihren Spielerfolg teuer bezahlen, ist klar – Erfolg im „echten Leben“ hast du da jedenfalls nicht mit, bei solchem Spielverhalten.
Dem sogenannten „Normalspieler“ macht es wenig Spaß, sich von diesen Powergamern vermöbeln zu lassen. Da gab es mal eine recht witzige Simpsonsfolge dazu, die das klug auf den Punkt bringt. Wie soll jemand, der einen normalen Berufsalltag und Familie hat, mit seinen virtuellen „Freunden“ mithalten, wenn die mehr und mehr zu Powergamern mutieren? Wettkampf und Sucht bedingen sich gegenseitig, kurbeln das immer gnadenloser an …
Sich hier Gold und Leveling gegen echtes Geld zu kaufen, ist eine logische Konsequenz. Entweder das … oder das Spiel aufhören. Jeder kann sich selber denken, was „Schneesturm“ in Wirklichkeit lieber ist.

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