Hardware-News KW14: Bulldozer-Boards, GTX560, AMD HD6790
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

PC
Bild von Dennis Ziesecke
Dennis Ziesecke 29502 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
Dieser User unterstützt GG mit einem Abonnement oder nutzt Freimonate via GG-Gulden.Alter Haudegen: Ist seit mindestens 5 Jahren bei GG.de registriertGold-Jäger: Hat 75 Erfolge erreicht -- Wahnsinn!Gold-Gamer: Hat den GamersGlobal-Rang 20 erreichtFROGG: Als "Friend of GamersGlobal" darf sich bezeichnen, wer uns 25 Euro spendet.GG-Gründungsfan: Hat in 2009 einmalig 25 Euro gespendetAlter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriertReportage-Guru: Hat 10 Reportagen oder FAQ-Previews geschriebenDebattierer: Hat 5000 EXP durch Comments erhaltenIdol der Massen: Hat mindestens 10.000 Kudos bekommenSilber-Jäger: Hat Stufe 10 der Jäger-Klasse erreichtSilber-Schreiber: Hat Stufe 10 der Schreiber-Klasse erreicht

4. April 2011 - 14:50 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Frühjahrsputz mit schwerem Gerät: AMDs CPU Bulldozer kündigt sich mit immer mehr kompatiblen Mainboards an. Doch einige dieser Boards sind alte Bekannte und damit eher überraschende Gäste auf den Kompatibiliätslisten. Und auch bei Grafikkarten ist nicht jede Neuerscheinung wirklich neu, so handelt es sich bei der HD6790 jedenfalls nicht um einen typischen Vertreter der HD6700-Reihe, sondern um die typische kreative neue Namensgebung für ältere Modelle, die wir bei Hardware-Herstellern so "lieben". Passend zur frühlingshaften Natur wenden wir uns bei diesen Hardware-News auch noch einmal dem "grünen" Grafiklager zu. Offenbar erwartet uns demnächst eine neue GTX560, ohne Ti und mit weniger Leistung.


Der schwarze Sockel kennzeichnet bei neuen Boards AM3+

Weitere AM3-Mainboards kompatibel zu AMDs Bulldozer

AMD wurde lange Zeit nicht müde dafür zu werben, dass für die im Sommer erscheinenden Bulldozer-CPUs neue Mainboards angeschafft werden müssen. Zwar sollen auch AM3-CPUs wie die beliebten Phenom-Prozessoren auf den Platinen mit dem Sockel AM3+ funktionieren, anders herum sah AMD jedoch keine Möglichkeit zur Kompatibilität. Zudem wird AM3+ einen zusätzlichen Pin am Prozessor benötigen um den Bulldozer-CPU von AM3-Boards fern zu halten. Dessen ungeachtet kündigen seit der CeBIT immer mehr Hersteller an, dass ihre alten AM3-Platinen per BIOS-Update auch mit dem neuen AMD-Zugpferd funktionieren werden.

Asus ist schon früh mit entsprechenden Ankündigungen für einige Boards (M4A89TD PRO/USB, M4A89TD PRO, M4A89GTD PRO/USB3 und M4A89GTD PRO sowie die Topmodelle Crosshair IV Extreme und Crosshair IV Formula) an die Öffentlichkeit gegangen. Jetzt hat auch MSI drei Boards als Bulldozer-kompatibel eingestuft. Das 890FX-GD70, das 890FX-GD65 sowie das 890GXM-G65 sollen in aktuellen Produktchargen sogar bereits mit dem entsprechenden BIOS ausgeliefert werden. Wer ein solches Board bereits besitzt, kann es mittels eines BIOS-Updates unkompliziert für AMDs 32nm-CPUs flott machen.


Seinerzeit das bekannteste Ti-Modell: Geforce 4 Ti4200 AGP

Neue GTX 560 ohne Ti

Mit der GTX560 Ti hat Nvidia vor kurzem ein schon fast historisches Namensküzel wiederbelebt. Viele PC-Veteranen erinnern sich noch an die Geforce 3 Ti oder die mittlerweile fast legendäre Geforce 4 Ti (beliebt war bei preisbewussten Käufern vor allem die Ti 4200 als schnelles aber bezahlbares Mittelklassemodell). Die GTX560 Ti punktet dann auch tatsächlich mit guter Leistung bei vertretbarem Preis. Offenbar möchte Nvidia eine Lücke im Sortiment schließen -- zwischen der Geforce GT550 und der GTX560 Ti klafft ein ansehnliches Performanceloch. Wahrscheinlich wird die normale GTX560 nur ein Performance-Update zur GTX460 werden. Wie das ältere GF114-Modell soll die 560 über 336 Shadereinheiten, 56 TMUs und 32 ROPs verfügen, nur der Takt wird wohl deutlich über dem einer GTX460 liegen. Preislich bleibt hingegen kaum Spielraum für Nvidia, die Ti-lose 560 dürfte zu Preisen zwischen 170 Euro und 180 Euro angeboten werden und damit dem Käufer 30 bis 40 Euro gegenüber der 560 Ti sparen.


AMDs Radeon HD6790 basiert technisch auf der HD6850. 

AMD Radeon HD 6790 - Resteverwertung oder Schnäppchen?

Nachdem AMD mit der HD5770 eine der beliebtesten DX11-Grafikkarten auf den Markt bringen konnte, bereitete der Marketingabteilung dieser Erfolg offenbar ein wenig Kopfzerbrechen. Aus der HD6000-Reihe bewies nämlich zur Markteinführung kein Chip das Potential, das schwere Erbe des Preis-Leistungs-Wunders anzutreten. Zur Erinnerung: Die HD5770 wird zu Preisen von knapp über 100 Euro angeboten und bringt für viele moderne Spiele auch in der Auflösung von 1920x1200 Bildpunkten genug Leistung. Wer also auf Kantenglättung und maximale Performance verzichten kann, liegt noch immer gut mit dem Kauf einer HD5770. Für den OEM-Markt, also für das Segment der Komplettrechner, wurde die beliebte Karte daher bereits umbenannt. Entsprechende Modelle finden sich jetzt als HD6770 getarnt in Elektronikmarkt-PCs.

Erinnert sich noch jemand an die HD5830? Nein? Zu recht. Dabei handelte sich um die Resteverwertung von HD5850/5870-GPUs. Chips, die die nötige Versorgungsspannung für die hohen Taktraten der teuren Modelle nicht erreichen konnten, wurden zu preiswerter angebotenen HD5830-Karten verarbeitet, um so das Portfolio zu unterstützen und weniger Ausschuss entsorgen zu müssen. An sich kein ungewöhnlicher Vorgang, die HD5830 fiel allerdings durch ihren hohen Energiehunger und die trotzdem bescheidene Leistung auf. Ob der HD6790 ein ähnliches Schicksal droht, wird sich voraussichtlich am 5. April zeigen. 

Bei den Ausführungseinheiten hat AMD jedenfalls kräftig abgespeckt. 160 Shadereinheiten -- genau so viele wie auf der HD5770 aber deutlich weniger als die 192 Einheiten der HD6850 -- treiben die HD6790 an, unterstützt von 40 TMUs und 16 ROPs (5770: 40 TMUs, 16 ROPs. HD6850: 48 TMUs, 32 ROPs). Bei den Taktfrequenzen ordnet sich die HD6790 zwischen HD6850 und HD6870 ein. 840 MHz Chiptakt und 2100 MHz Speichertakt soll die neue Karte aufweisen (HD6850: 775 MHz Chip, 2000 MHz Speicher). Im Gegensatz zur HD5770 fällt das Speicherinterface allerdings mit 256 Bit doppelt so groß aus - ein Erbe der HD6800-Herkunft. Beim Energiebedarf wird ein etwas geringerer Verbrauch als bei der HD6850 vermutet, wahrscheinlich wird die Karte bei typischen Spielszenen zwischen 110 und 115 Watt benötigen -- mehr als die HD5770 aber bis zu 20 Watt weniger als die HD6850.

Preislich hat AMD kaum Spielraum für die HD6790. Die HD5770 wird bereits für knapp 100 Euro angeboten, die HD6850 geht auch schon für 130 Euro über den Ladentisch. Bleibt ein kleines Preisfenster für die HD6790. Realistisch wären 115 bis 120 Euro. 
MaverickM 17 Shapeshifter - 7451 - 4. April 2011 - 15:20 #

Der Witz bei der ganzen Bulldozer Geschichte ist ja, dass die ersten Bulldozer CPUs einen Pin weniger haben werden, als die späteren Versionen. Nur deshalb werden sie überhaupt auf den AM3 Platinen laufen.

Vorsichtig wäre ich trotzdem, wenn man sich dafür interessiert. Würde mindestens den offiziellen Start und die ersten Praxiserfahrungen abwarten, denn der Bulldozer braucht eine höhere Kernspannung als die bisherigen Phenom Prozessoren. Deswegen sind bisher auch hauptsächlich High-End Boards als "Kompatibel" gelistet.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 4. April 2011 - 15:32 #

Kleiner Fehler ziemlich am Anfang: "...so handelt es sich bei der HD6790 handelt es sich jedenfalls nicht..."

Schön, daß es die HWN wieder gibt :)

Jadiger 16 Übertalent - 4879 - 4. April 2011 - 22:39 #

Die frage ist doch wie schauts aus gegebn die extrem starken 2600k Cpu die nicht mal teuer sind kann man dagegen überhaupt noch was machen seitens AMD. Die Sandys sind ja viel billiger als die alten Intel model und sind auch noch um einiges schneller. Ich hoffe das AMD aufschliesen kann aber es ist nicht sehr wahrscheinlich. Und die Sandys die es gibt sollen ja nicht mal Highend sein aber wer braucht das den schon so wie man die OC kann. DAs einzige Faule an der sache ist ohne "K" gibts kein OC also keinen freien Multiplikator weil sonst übern Bus OC werden muss.
Und die ausbeute ist dann sehr gering und nur für nen offenen Multi 40Euro mehr ist schon wucher.
AMD sollte zumindest mal Testmuster rausschicken damit nicht sehr viele Leute abspringen und doch zu Intel greifen. Weil jetzt ja echt ein guter Zeitpunkt ist um aufzurüsten DDR3 spott billig CPUs sehr schnell das und Mainboards sind wie immer. Ich habe auch gewartet aber Intel ist schon sehr sehr stark ob das klappt oder der Bulldozer eher wieder so ein Preisleistungs Tip wird weil er eben bis zu 8Kerne hat aber selbst der Intel 6Kerner hat probleme mit Sandy von der Leistung. Bin echt gespannt ob die es schaffen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29502 - 5. April 2011 - 6:31 #

AMD muss erst einmal genug produzieren um Testmuster verschicken zu können ;) . 32 nm ist für AMD und die Fertigungspartner noch Neuland.

Sandy Bridge ist ein harter Konkurrent. AMD wird nicht mit Pro-MHz-Power konkurrieren sondern eher mit der Kernzahl. 8 gegen 4 klingt immer gut, vor allem wenn die 8 dann auch noch weniger kosten. Jetzt müssten nur noch die Programmierer lernen, die Kerne auch sinnvoll auszulasten.

Übrigens, den 2600K bekommt man für nur knapp 15-20 Euro zusätzlich zum 2600. Die Ks sind bei Intel tatsächlich recht passabel in der Preisgestaltung, kein Vergleich zur Extreme Edition einst. Allerdings kann man in gewissen Maße auch die Nicht-Ks übertakten, halt nur um wenige 100 MHz über den Turbo, dafür aber per Multi.

Jadiger 16 Übertalent - 4879 - 5. April 2011 - 13:45 #

Jop aber über den PCI-E bus zu übertakten ist meist nicht mehr wie 8Mhz drin also sprich 34mal 8 (2600k) und das wer dann das OC plus.
Und zum zocken bringen halt 8 Kerne oder 6 sogut wie nichts, Und Sandy ist halt brutal schnell selbst wenn der Bulldozer mit 8 Kernen daher kommt und die Anwedung das unterstütz wirds sehr sehr knapp für AMD. Ich glaub die haben auch gar nicht mit einem so heftigen pro Mhz Anstieg gerechnet was Intel davor legt. Un 8 Kerne fressen mehr Strom und werden bestimmt nicht gerade kühl bleiben.
Und wenn man bedenkt das man Sandy mal richtig einfach und in höhen übertakten kann die echt heftig sind werden auch keine 8 Kerne reichen ausser sie haben mindestten den pro Mhz takt verdoppelt. Was aber eher nicht der Fall sein fürfte. Mit den aktuellen Modelen siehts ja auch nicht gut aus ein alter Core2Quad hat ein besseres pro takt verhältnis und ich befürchte das AMD wirklich in schwiergigkeiten kommen könnte die konkurenz ist einfach sehr stark in beiden Sektoren. Und von den Preisen geht da denke ich nicht mehr viel.
Wollen wir mal hoffen das Intel kein Monopol bekommt und AMD vor die Hunde geht aber nach einem zweiten Athlon der den Pentium damals das fürchten lehrte sieht es momentan nicht aus schade.
Aber Intel hat sehr viel dazu gelernt seit dem Core2duo der die wende einläutete. Sie haben einach den Core2duo weiter entwickelt und Amd hat sich in der Zeit im Kreis bewegt und haben auch schon deswegen einen grossen nachteil weil sie ihren Phenom nur gering fügig verbessern konnten. Selbst mit ihrem fusion kommt es mir so vor als ob Intel dort auch schon weiter ist aber vieleicht gibts ja bald eine Überraschung man weiss ja nie.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29502 - 5. April 2011 - 13:58 #

Sandy Bridge wird auf jeden Fall beim Pro-MHz-Rennen gewinnen. Aber Strom-pro-Kern gewinnt AMD, dafür haben sie ja die Bulldozer-Architektur erschaffen. 95 Watt für 6 und 120 Watt für 8 Kerne gelten als recht realistisch, so viel fressen auch Quads heute ;) .

AMD wird über den Preis und eben die Kernzahl kontern. Dass die Effizienz nicht mehr unendlich steigerbar ist und es über kurz oder lang auf viele Cores pro CPU hinauslaufen wird ist klar. Das müssen eben nur erst noch die Programmierer auch umsetzen. Und 8 Kerne mit 3,6 GHz für 150 Euro würde sicher für viele Nutzer besser klingen als vier Kerne mit 3,6 GHz für 280 Euro - auch wenn die vier Kerne mehr Power pro MHz bringen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29502 - 5. April 2011 - 12:21 #

Die HD6790 ist mittlerweile erschienen und pendelt sich wie erwartet zwischen HD5770 und GTX460/768 ein. Nicht schnell, nicht langsam, ein wenig zu teuer für die gebotene Leistung. Ganz ok für anspruchslose Spieler mit geringem Budget. 120 Euro geht so.

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)