Zynga: Entwickler hält Xbox Live für „zu unbedeutend“

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19. März 2011 - 19:24

Das Social-Games-Entwicklerstudio Zynga ist vor allem für seine von Millionen Usern genutzten Facebook-Spiele bekannt, wie beispielsweise Farmville oder Cityville. Gegenüber IndustryGamers sprach der Chief Game Designer Brian Reynolds kürzlich über mögliche Zukunftspläne seitens Zynga die jeweiligen Netzwerke der beiden großen Konsolen – Xbox Live und das PlayStation Network – sowie den Handy-Markt betreffend.

Am Beispiel des Xbox-360-Netzwerks machte Reynolds dabei deutlich, dass er eine mögliche Zusammenarbeit für unwahrscheinlich hält. Zwar ist Xbox Live im Konsolenbereich durchaus bemerkenswert, für Zynga sind das jedoch „zu kleine Kartoffeln“. So stehen den etwa 30 Millionen aktiven User des Microsoft-Dienstes etwa um die 500 Millionen Facebook-Nutzer gegenüber. Der Zynga-Mitarbeiter dazu:

Die Sache, die Social-Gaming und Vernetzung magisch zu machen scheint, ist die Tatsache, dass ich möglicherweise mit allen meinen Freunden verbunden bin und sie vielleicht sehen können, was ich poste oder mache. Xbox Live ist zu wenig in der Bevölkerung verbreitet. Wenn ich an meine Freunde denke, wie viele von denen besitzen wohl eine Xbox 360? 20 oder vielleicht auch 30 Prozent könnten diese Konsole ihr Eigen nennen. Aber quasi 100 Prozent von ihnen nutzen Facebook und praktisch 100 Prozent haben ein Handy.

Ein Zynga-Spiel für das Xbox-Angebot würde Reynolds zufolge demnach keinen Erfolg haben beziehungsweise zu wenig „soziales Kapital“ einbringen, was im Bereich von Facebook und dem Handy- und Smartphone-Markt anders aussieht:

Wenn wir also über das soziale Potential einer Plattform nachdenken ... würden wir ein Spiel für Xbox Live entwickeln, wäre die Anzahl von Jedermanns Freunden – die in der Lage wären, an der sozialen Erfahrung teilzuhaben – sehr gering. Die Summe des sozialen Kapitals würde nicht sehr hoch sein. Darum sind wir bei Facebook auf der sicheren Seite, und der mobile Bereich ist der nächste naheliegende Markt, dem wir uns nähern werden, weil es sich dabei bereits von Natur aus um eine soziale Plattform handelt. Ich denke, wir müssen auf mehreren Arten von Plattformen sein, vor allem jedoch, wenn wir eine Möglichkeit finden, um Menschen plattformübergreifend miteinander zu vernetzen. Dann würden wir den Menschen dabei helfen, sich zu verbinden, was sonst nicht möglich wäre.
Anonymous (unregistriert) 19. März 2011 - 19:41 #

"Dann würden wir den Menschen dabei helfen, sich zu verbinden, was sonst nicht möglich wäre."

Da schmückt sich Herr Reynolds aber mit ein paar Federn, die eigentlich z.B. Netzbetreibern oder Mobiltelefonherstellern gebüren.
Wüsste jedenfalls nicht, seit wann Zynga das Verbinden von Menschen erst ermöglicht - sie profitieren doch lediglich von den bereit gestellten Technologien.

Anonymous (unregistriert) 19. März 2011 - 19:46 #

Lustig, 90% meiner (richtigen) Freunde haben keine Xbox, 100% keine PS3 und 100% nutzen Facebook nicht.
Und das obwohl ich mitte 20 bin.
Aber nicht so verwunderlich, bei 0,5 von 7Mrd Menschen bei Facebook und bei weitem weniger als 80 Mio aktiven Boxen in Deutschland.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 19. März 2011 - 20:06 #

Von meinen Bekannten haben 10% eine 360, 5% eine PS3 und 90% nutzen Facebook.

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7072 - 21. März 2011 - 1:59 #

Hey, du lebst mein Leben. =D

Anonymous (unregistriert) 19. März 2011 - 21:09 #

Lieber Herr Reynolds, danke das du mit deiner seichten "Unterhaltung" auf einer Plattform bleibst auf die ich glücklicherweise nicht angewiesen bin.

Was deine PR angeht, gebe die doch bitte noch einmal zur Durchsicht an deinen Pressesprecher, da sind einige "möglicherweise", "vielleicht"s zu viel drin, so erscheinst du nur unnötig unwissend wodurch du deine jetzigen Nutzer überhaupt an dich bindest.

Wir akzeptieren auch das ihr in Amerika eine andere Definition von sozial habt, aber bitte versuche uns doch nicht auf den Arm zu nehmen und uns den Bären aufbinden zu wollen, das deine Spiele auch nur teilweise als sozial zu bezeichnen wären. Deine "sozialen" Games behandeln Menschen wie Rohstoffe, nicht wie Freunde, melde dich doch bitte erst wieder wenn du eine wirkliche soziale Komponente in deinen Spielen drin hast und die auch nicht mehr so aussehen als wären sie vor 15 Jahren programmiert.

Lg
1Freund=1Holz/Tag

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 19. März 2011 - 21:20 #

Schön gesagt, vollste Zustimmung.

troglodyt 12 Trollwächter - 900 - 20. März 2011 - 19:11 #

Mag sein, aber völlig an der betriebswirtschaftlichen Realität vorbei.

Anonymous (unregistriert) 20. März 2011 - 19:23 #

könntest du mich darüber aufklären?

troglodyt 12 Trollwächter - 900 - 20. März 2011 - 20:25 #

Nun, es gibt viel mehr Facebook als Xbox Live Nutzer. Und die sind eher die Leute, die das Marketing als Core-Gamer einsortiert. Sprich leute, die aufwändig und teuer produzierte, mehr oder weniger klassische Spiele spielen. Zynga produziert nach eigener Aussage eigentlich keine Spiele sonder "Plattforms for light social interaction". Das lässt sich vergleichsweise billig produzieren und hat eine viel größere Zielgruppe. Und wenn man sich so die Gewinne ansieht, macht diese Denke nicht nur auf dem Spreadsheet Sinn.
Ich gehöre ja zu der versnobten "Hab schon auf dem ZX 81 gespielt"-Generation" und finde, dass Facebookifizierung und Zygaismus der Untergang des Abendlandes sind, aber der größte Teil der Welt findet das offensichtlich nicht. Und denkt, das 20$ für das Bildchen einer rosa Kuh in Farmville gut angelegtes Geld ist :)

Anonymous (unregistriert) 20. März 2011 - 20:37 #

Gewinne machen sicher :) Danke für die Erklärung.

Korbus 15 Kenner - 3189 - 20. März 2011 - 0:12 #

Hoho da ist jemand doch reichlich überheblich, 30 Millionen core gamer sind nicht genug? Aber wie heissts doch so schön, Hochmut kommt vor dem Fall.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 20. März 2011 - 0:20 #

Ich deute da eher so etwas wie, bei 500 Millionen ist die Chance höher, dass genug Hirnis dabei sind die viel Geld für den Kram ausgeben :D )

Kanonengießer 14 Komm-Experte - 2391 - 20. März 2011 - 10:21 #

Zynga kenn ich gar nicht :D

Elysion 14 Komm-Experte - 1907 - 21. März 2011 - 9:07 #

Das musste ich mit einem Schmunzeln auch gerade feststellen. Der Herr labert da was von "30 Millionen User reicht mir nicht" dabei ist er so unbekannt das er nicht bis zu mir vorgedrungen ist (tja ohne Facebook ist sowas eben möglich).

Inno 12 Trollwächter - 1167 - 21. März 2011 - 12:58 #

Mir sagt Zynga auch nichts. Ich fühle mich so OUT.

STF 11 Forenversteher - 623 - 21. März 2011 - 21:00 #

Zynga was? Reynolds wer? Bauernhofdorf, Stadtdorf & Co. dürfen ruhig weiter bei den Fratzenbuch-Zusätzen beheimatet bleiben. Da bin nicht böse drum.

Olphas 24 Trolljäger - - 46966 - 21. März 2011 - 23:30 #

Also um Brian Reynolds ist es schon sehr schade. Er teilt sich mit Warren Spector einen Platz ganz oben auf meinem persönlichen Spieledesigner-Olymp. Schon allein durch Alpha Centauri - das Spiel in das ich deutlich mehr Zeit versenkt habe als in alle anderen. Schade drum, dass solche Leute jetzt in der Social Games - Sparte landen. Aber da scheint das Geld zu sein ... :(

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