FAZ-Interview: "Computerspiele sind Kulturgut"

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7. März 2011 - 20:24 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert

In einem Interview in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 6.3.2011 mit Prof. Jeffrey Wimmer von der TU Illmenau zum Thema Computerspiele werden einige sehr interessante Aussagen getroffen. Neben der Erläuterung einiger Spielegenres wird der mögliche Zusammenhang zwischen Spielen und Gewalt thematisiert. Wimmer wehrt sich gegen den Ausdruck "Killerspiele", der im wissenschaftlichen Umfeld nicht brauchbar sei. Das Hauptproblem des öffentlichen Diskurses sei die Dominanz durch "ältere" Politiker und Journalisten, die Videospiele nicht kennen. Mit der Zeit werde sich die Sicht darauf aber ändern:

Ich glaube, es wird sich die Ansicht durchsetzen, dass Computerspiele ein Kulturgut wie Kino, Bücher und Fernsehen sind und dass die Welt dahinter einfach komplexer ist.

Des weiteren bezeichnet er die Studien des Kriminologen Prof. Pfeiffer als "weniger komplex",  da sie mit einfachen Fragebögen arbeiten. Der letzte Teil des Interviews befasst sich mit der sozialen Komponente insbesondere von Online-Rollenspielen.

Markus 13 Koop-Gamer - 1323 - 7. März 2011 - 21:29 #

Scheint n guter Mann zu sein. Interessantes Interview!

Trey 12 Trollwächter - 961 - 7. März 2011 - 23:46 #

Gerade gelesen, klingt fundiert und vernünftig, verschleiert aber auch die Probleme nicht.
Gutes Interview, auf jeden Fall.

Elysion 14 Komm-Experte - 1907 - 8. März 2011 - 8:17 #

Beeindruckend gutes Gespräch.
Er spricht mal wirklich wie jemand der sich damit ausgiebig beschäftigt aber zeigt auch die Probleme an die unsere Computer Spiele haben.
Daumen hoch Prof. Wimmer! ;)

Commander Z 10 Kommunikator - 363 - 8. März 2011 - 10:54 #

Die biologische Lösung sozusagen ^^

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11025 - 8. März 2011 - 11:16 #

Endlich sagt es mal einer "Es gibt allerdings weniger komplexe Studien, etwa die des Kriminologen Christian Pfeiffer." :D

mulli (unregistriert) 8. März 2011 - 13:43 #

Kommt mir das nur so vor, oder sagt er, dass alle Spiele, in denen Gewalt vorkommt, "schlecht gemachte" Spiele sind?
So wie ich das verstanden habe, sind für ihn gute Spiele nur die,
ohne Gewalt, also Landwirtschaftssimulator und co.

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11025 - 8. März 2011 - 14:26 #

Er erwähnt öfter "schlechte Spiele" sagt aber mMn nie, was er damit überhaupt meint.

Porter 05 Spieler - 2981 - 8. März 2011 - 15:28 #

Videospiele sind vieles und können alles sein, einfach weil sie auch interaktiv sind.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33843 - 8. März 2011 - 18:26 #

Sehr gutes Interview, danke für den Hinweis. Ich würde aber auch gerne mal nachfragen, was er genau mit "schlechten" Spielen meint. Er scheint jedenfalls ausshcließlich von Multiplayer- und Online-Spielen zu reden. Dass es auch Singleplayer-Abenteuer gibt, die wie ein Film oder Buch ein festes Ende haben, wird hier völlig ignoriert.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 8. März 2011 - 23:49 #

Ein Interview ist eben kein Ort für eine vollständige wissenschaftliche Abhandlung zu einem Thema :D

Ich denke angesichts der großen Menge an Spielen, die auch abseits von Online-Titeln kein festes Ende haben, ist die Verallgemeinerung schon in Ordnung.

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