Lenhardts Nachtwache: Nintendo im Super-Panik-Modus?
Teil der Exklusiv-Serie Lenhardts Nachtwache

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Heinrich Lenhardt 9093 EXP - Freier Redakteur,R8,S3,A1
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4. März 2011 - 5:50 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert

Tapfer ringe ich mit meiner Erkältung und studiere aus sicherer Entfernung die Meldungen von der GDC in San Francisco. Da geht es noch fiebriger zu als auf meinem Krankenlager, wenn man sich einige Äußerungen aus der Keynote von Nintendo-Chef Satoru Iwata ansieht. Der erklärt eben mal so Social Games und Spiele auf Smart Phones pauschal für minderwertig. Hier ginge es nur um Masse ohne Klasse, es gäbe zu viele Spiele und die seien obendrein zu billig. Dr. Mario würde einen schweren Fall von iPhonephobie diagnostizieren.

 
Da hat sich Iwata mit der Game Developers Conference eine merkwürdige Veranstaltung ausgesucht, um seine Privatmeinung zu verbreiten. Denn die wird zu einem guten Teil vom unabhängigen Spieleentwicklern besucht, für welche die App Stores von Apple, Android & Co. ein Segen sind. So hat man auch ohne Publisher im Rücken die Chance, ein Millionenpublikum zu erreichen und ist nicht auf die Gnade von Konsolenherstellern wie Nintendo angewiesen, wenn man ein Spiel veröffentlichen will. Und klar gibt es bei hunderttausenden iPhone-Titeln reichlich Schrott, aber auch viele spottbillige Titel, die mehr Spaß machen als so manches DS-Modul. Wobei wir da schon wieder im Äpfel-mit-Birnen-Bereich sind: Für ein komplexes Epos wie Dragon Quest 9 ist der DS das richtige Gerät, für den kleinen Spieleappetit zwischendurch sind viele Smart-Phone-Apps ideal.
 
Vielleicht sollte Nintendo sich ein paar Scheiben bei Sony abschneiden, wo man sich mit der Playstation Suite pragmatisch Richtung Android öffnet, aber gleichzeitig mit dem PSP-Nachfolger eine hochgezüchtete reinrassige Mobilspielmaschine entwickelt. Aber Entwickler und Spieler dafür zu tadeln, dass sie unkomplizierte und billige Spiele gut finden, ist Unfug. Genauso gut könnte ein HD-Konsolen-Besitzer Wii-Fans herablassend kritisieren, weil die an grafiktechnisch weniger aufwendigen Spielen ihren Spaß haben.
 
 
Über 99 Luftballons als Homefront-Verschmutzer
 
„Hast du etwas Zeit für mich,
dann blogge ich nen Text für dich
Von 10.000 Homefront-Luftballons,
auf ihrem Weg in die San Francisco Bay“
 
Nicht überall gut angekommen ist ein GDC-Marketing-Stunt in San Francisco. 10.000 rote Luftballons ließ THQ aufsteigen, um das kommende Actionspiel Homefront zu promoten. Dummerweise plumpsten wegen ungünstiger Wetterverhältnisse „tausende“ der Ballons flugs in die Bucht, wie die Tageszeitung San Francisco Chronicle berichtet. „Ich hätte niemals erwartet, so etwas in San Francisco zu sehen, wo man so besorgt um die Bucht und Umweltverschmutzung ist“, wird Meeresbiologe Rod Fujita zitiert.
 
Dass die Ballons Werbebotschaften der Spielekette Gamestop enthalten (die sich flugs von der Aktion distanzierte), sorgte nicht gerade für eine Sympathiewelle. Da tröstete es auch wenig, dass die Ballons zu 100 % biologisch abbaubar sind, wie THQ in einer Schadensbegrenzungs-Mitteilung verlauten ließ. Alles Gute beim Rausfischen.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 4. März 2011 - 5:07 #

Nintendos Präsentationen und Aussagen in der Öffentlichkeit sollten verboten werden, da muss man sich als jahrelanger Nintendo Spieler fast Fremd schämen. Das Medium Internet und Nintendo sind noch nicht wirklich warm geworden, PR-Shows die 3h gesabbel sind um dann 1 Screenshot zu zeigen sind heute wohl nicht sehr beliebt. Oder wie im Fall des 3DS weniger Infos zeigen, wie vorab im Internet verfügbar. Wenn ich in der Branche tätig sein müsste, würde ich mich wohl versuchen um jeden Nintendo PR Termin zu drücken :D

"They launched upwards of 10,000 balloons to simulate a method used by South Korea to send messages of hope to the North." Wieder was gelernt am frühen Morgen :D

Vidar 18 Doppel-Voter - 12279 - 4. März 2011 - 14:05 #

Was hast du dir denn von der Keynote auf einer Entwicklerkonferenz vorgestellt?

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 5. März 2011 - 3:05 #

Da ist ein wenig allgemein das Verhalten von Nintendo auf solchen Terminen. Und Keynotes sind für mich nicht auf der Konkurrenz und deren Erfolg rumhacken und Promo die eh jeder kennt bis auf Mario (was man sich aber denken kann das es kommt, aber für das anwesende Publikum der richtige Ort dafür?). Mehr zu WiiWare oder VC oder wie wo was kommt oder möglich sein wird. Stattdessen macht er indirekt WiiWare schlecht, wenn er Apps angreift. Als Entwickler war das doch eher ein ein ein Schlag ins Gesicht außer man hat die Möglichkeit einen Vollpreis AAA Titel zu produzieren.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324529 - 4. März 2011 - 5:51 #

Gute Besserung!

Anonymous (unregistriert) 4. März 2011 - 6:50 #

Der App-Store ist kein Segen, der ist ein Fluch!
Nach 3 Monaten hat man 15 000 Euro Arbeitszeit
in eine App gesteckt. Dann kann es passieren,
dass Apple die ablehnt.
Hat man es geschafft, konkurriert man
nicht nur mit den anderen neuen Apps,
sondern mit allen Apps im Store.
15 000 Euro finde ich persönlich
für ein Lottoticket ziemlich unattraktiv!

Übrigens gibt es den App-Goldrausch auch
bei EBooks - auf Spiegel Online ist gerade
ein Artikel über eine amerikanische Hobby-Autorin
und Ex-Krankenschwester, die mit dem Direktverlag
über Kindle und ihren Vampirbüchern gerade
mehrere Millionen verdient hat.
Also Herr Lenhardt, ran an die Tastatur. In
drei Monaten will ich ihren 99-Cent Millionenseller
in Amazons Bestsellerliste für Ebooks sehen!

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 4. März 2011 - 7:24 #

Erinnert mich gerade an die Anfänge des WWW, da war man auch der Meinung jeder der eine Webseite erstellen konnte muss Millionär werden, heute sind es die App Entwickler, und wenn es nicht klappt ist sonst wer Schuld ( zuerst mal Apple natürlich )

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10736 - 4. März 2011 - 8:56 #

Wenn die Hürden gering sind, ist die Konkurrenz groß. Je weiter sich die geringen Hürden herumsprechen, desto größer wird die Konkurrenz. Bis es sich irgendwann einpendelt. Aber so wie am Anfang wird es sicher nie wieder.

Wesker 13 Koop-Gamer - P - 1672 - 4. März 2011 - 10:21 #

Einfach mal überlegen, warum die App abgelehnt wurde, statt sich darüber zu beschweren. Andere App-Entwickler kriegen es doch auch hin, dass ihre Apps durch die Prüfung kommen.

Bin kein Apple-Fanboy, aber die Richtlinien sind wohl eindeutig, wie ich das mitgekriegt habe. :D

Anonymous (unregistriert) 4. März 2011 - 11:34 #

Naja, wenn Du in Fickmühlen wohnst (Niedersachen),
oder in Petting (Bayern), kannst Du ganz schnell
mit Apples Zensur Probleme bekommen. Dann heißt es
erst einmal umziehen, damit das Impressum der App
nicht mehr anstößig ist!

Hyperbolic 15 Kenner - P - 3936 - 4. März 2011 - 17:13 #

Wohin willst du denn umziehen?
Nach Fucking in Österreich?

:-)

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6688 - 5. März 2011 - 11:44 #

Es wird niemand gezwungen fürs iPhone zu entwickeln :)

Bernd Wener 19 Megatalent - 13635 - 4. März 2011 - 6:58 #

Super-Panik-Modus, herrlich. Gute Besserung auch von dieser Krankenstation hier.

volcatius (unregistriert) 4. März 2011 - 7:12 #

So verkehrt finde ich einige Aussagen über iPhone-Spielchen etc. von Herrn Iwata gar nicht.
Aber leider ist das wohl die Zukunft.

Bernd Wener 19 Megatalent - 13635 - 4. März 2011 - 7:27 #

Ich finde es gelinde gesagt einen recht engstirnigen Krampf. Genauso könnte ich mich als Musiker hinstellen und sagen: Es gibt viel zu viele Bands. Das gehört sich bekämpft, weil ja eine einzelne Band dadurch Schwierigkeiten hat, wahrgenommen zu werden. Das nennt sich eben Konkurrenz. Wer entscheidet denn dann, was Qualität ist, und was nicht? Herr Iwata?

Klar, es gibt viel Schrott auf Smartphones. Aber wenn ich mir die Regale mit DS Spielen im Saturn ansehe, bekomme ich den Eindruck, dass es auch da genügend Schrott gibt. Dennoch werden sich gute Spiele immer eine Fanschar erkämpfen können. Sei es im mobilen Markt oder im großen AAA-Markt.

Anonymous (unregistriert) 4. März 2011 - 8:43 #

Freeware und Shareware gibt es, seit es Heimcomputer gibt.
Die günstige App für alle Lebenslagen ist also ein
ganz alter Hut.
Der App-Store ist auch keine tolle neue Erfindung,
sondern nur die Neuauflage von Sammlungen wie den
Fred Fish Disketten für den Amiga.

Die Geschichte schreibt sich also nicht gerade neu,
sie wiederholt sich nur. Was bedeutet das für
die Berichterstattung in Spielemagazinen?
Naja, neue interessante Apps werden von Spielemagazinen
in Zukunft genau so ignoriert, wie der ganze
riesige Markt aus interessanter Freeware- und
Shareware-Spielen für PC.
Ja, es gibt da noch was außer Minecraft!

Warum war das so und wird das wieder so sein?
Naja, vielleicht weil die Apps kein Marketing-Budget
haben? Weil man nicht toll nach London auf irgendwelche
Events eingeladen wird? Weil es kein schickes
Marketing-Material gibt, keine T-Shirts, keine Poster?
Keine tollen Messe-Stände auf der nächsten GDC?
Weil es interessanter ist über Spiele von
Hollywood-Kaliber zu berichten, als über Opas
richtig interessantes Urlaubsvideo von Malle?

Wer Iwata kritisiert, darf nicht vergessen, dass
Spielemagazine eigentlich davon leben, dass es
die großen Publisher überhaupt gibt.
Ein App-Entwickler, der in seinem Keller an
der nächsten App schraubt, schaltet bestimmt keine
ganzseitige Werbung!
Und weil das so ist, werden wir in diesen Spielemagazinen
auch nichts über neue Apps lesen.

Weil Jack Tramiel, der Chef von Commodore, beschlossen
hatte, keine teuren Anzeigen in amerikanischen
Computermagazinen zu schalten, haben die auch
die Bericherstattung verweigert. Das hat
Commodore in den USA massiv Marktanteile gekostet.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 4. März 2011 - 11:04 #

Wenn sich das öfters reimen würd wärs ein Gedicht ;)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324529 - 4. März 2011 - 21:42 #

Vielleicht kannst du die harten Returns mal lassen und darauf vertrauen, dass wir einen Zeilenumbruch haben? Nervt beim Lesen...

Anonymous (unregistriert) 4. März 2011 - 22:00 #

Ich glaube die Formatierung ergibt sich wenn von der Wii aus geschrieben wird.

Miesmuschel (unregistriert) 4. März 2011 - 9:26 #

Okay, dieses mal will ich diesen Beitrag auf das Krankendellirium zurückführen. Aber die Schiene ist wie eh und je dieselbe. Kann Herr Lenhardt nicht einfach seine persönliche Meinung genauso für sich behalten, wie er es bei Herrn Iwata einfordert?

Anonymous (unregistriert) 4. März 2011 - 13:13 #

Das is ne Kolumne und darin werden Meinungen geäußert. Wenn du das nicht lesen willst, klicks nicht an.

Molly 09 Triple-Talent - 281 - 4. März 2011 - 9:40 #

@Miesmuschel - ist das nicht so bei einer Kolumne das dort eine persönliche Meinung vertreten wird?

Anonymous (unregistriert) 4. März 2011 - 13:17 #

ich glaube Miesmuschel ist generell nicht so für Meinungen und das sie jemand ausspricht

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 4. März 2011 - 15:54 #

Ist bei vielen Leuten so, die keine eigene Meinung haben ^^

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7072 - 4. März 2011 - 16:18 #

wsh boykottiert die bild *hust hust* *räusper räusper räusper* usw....

warum bin ich jedes mal neu verwundert, wenn ich miesmuschel-ähnliche postings in der kolumne lese...

achja, zum thema: genauso, wie dieses engstirnige anti-app denken, kommt iwata auch nicht davon weg ihre konsole ständig mit der psp zu vergleichen. im letzten weihnachts-/ bzw. jahres-bericht hieß es ständig: 'besser als die konkurrenz verkauft' und gezeigt wurde nur psp = / supeeeeer... nicht =X

Anonymous (unregistriert) 4. März 2011 - 18:16 #

wen hätten sie denn noch nennen müssen? mir fallen auf anhieb auch nicht mehr viele andere Handhelds ein..

partykiller 17 Shapeshifter - 6003 - 4. März 2011 - 10:12 #

Genau so ist es, und ich kann daran nichts sonderlich Falsches erkennen.

Wenn ich mir die "crap-laden" Plattformen DS und Wii anschaue, sollte Nintendo für jedes schlechte Spiel, für welches sie ihr schönes Siegel herschenken, den Kunden entschädigen, am besten zusammen mit dem Publisher, der den Kram auf dieser Plattform herausgebracht hat.
Gerne gehe ich mit Nitnendo oder THQ oder wem auch immer eine 79 Cent Vereinbarung ein für solche Gülle. Dann hält sich meine schlechte Laune auch in Grenzen.
Wer aber sein Siegel für jeden Pampf hergibt, der verwirkt jegliches Recht, auf andere Publisher mit dem FInger zu zeigen.
Die primitive Argumentation "wat nix kost, dat is nix" ist so überholt und dämlich. Das ist die typische Ignoranz des Marktführers, der seine Spitzenposition bröckeln sieht.

Herr Iwata praktiziert das sprichwörtliche "Pfeifen im dunklen Keller".
Es sei mal generell klar gestellt:
es gibt kein Recht auf Umsatz und kein Recht auf Gewinn.

Anonymous (unregistriert) 4. März 2011 - 11:29 #

Es zwingt dich niemand Schrott zu kaufen, genau dafür
gibt es Spielemagazine und Tests.

Wer Spiele über einen Publisher vertreibt, der kann
aber in der Regel seine Familie ernähren, das
können viele Programmierer von den Einnahmen ihrer
App nicht, selbst wenn es eine verdammt gute, aber
leider völlig unbekannte App ist.

Der Publisher teilt das Risiko uns seine Einnahmen.
Bei App-Store gibt es nur Apple und kein Risiko
für Apple.
Die kassieren ganz ohne Riskio und denen ist
ziemlich egal, ob sich chinesische Arbeiter
an Lösungsmitteln vergiften oder die Familie
des leidenschaftligen App-Programmierers verhungert.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 4. März 2011 - 11:58 #

Und wer zwingt die Entwickler für Appstore zu Entwickeln? Und wo steht das man mit jeder App genug verdient um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können? ist es Apples Aufgabe die App von Hans Müller gut und berühmt zu machen? Sorry aber Apple ist kein Publisher, die bieten einem nur einen Platz zum ausstellen ( wie auf einem Trödelmarkt ), wenn man dadurch kein Millionär wird ist das doch nicht Apple Schuld auch wenn sie Geld dafür verlangen. Hurra ich kann ne App programmieren ich brauch nie mehr arbeiten oder wie stellen sich das manche vor?

partykiller 17 Shapeshifter - 6003 - 4. März 2011 - 14:03 #

ich habe auch nicht gesagt, dass mich jemand dazu "zwingt". Ich bin lange genug dabei, um die richtigen Sachen auszuwählen. Mir passieren solche teuren Desaster nicht.
Aber es gibt genügend Ahnungslose da draußen. Auch denen kann ich natürlich nicht abnehmen, sich zu informieren. Aber ich könnte mir vorstellen, dass diese bei so etwas ein wenig sensibler reagieren und gedanklich dann schon mal die Messer wetzen und mit Vergnügen ins gegnerische Lager überlaufen.

Aber darum geht es hier nicht.

Es geht um die "Qualitäts-" und "Preislüge". Preis als Indikator für Qualität. Das war schon immer ein Abkassiererargument und ist nur für diejenigen, die den Schwachsinn gerne glauben wollen.

Was das App-Thema angeht, so kann ich aber nichts dafür, dass Deine App nicht akzeptiert wurde (ich glaube, so was stand weiter oben) oder sie zu wenig bekannt ist. Vielleicht müsste daran noch gefeilt werden, das kann ich nicht beurteilen. Und beim Urteil, ob sie gut oder nicht gut ist, hängst Du halt am Fliegenfänger, dieses Konstrukt war Dir aber doch bekannt, als Du Dich damit befasstest.
Vielleicht ist das reine App-Entwickeln einfach ein zu riskantes Unterfangen udn man sollte das Risiko ein wenig streuen?!
Oder sie sollte irgendwie bekannter gemacht werden.

Leidenschaftlicher App-Programmierer schön und gut. Wenn das zu wenig abwirft, muss eine andere Lösung her, die Verantwortung für eine Familie kann man nicht auf andere abwälzen. Natürlich wird Apple als Anbieter so wenig Risiko wie möglich eingehen. Warum sollte Apple im übrigen diese sozialen Themen interessieren, mit denen sie doch auch nicht wirklich was zu tun haben?
Ich glaube, da fehlt ein wenig der Kausalzusammenhang.

Du scheinst in dem Thema etwas verbittert und persönlich betroffen zu sein, zumindest aber scheint mir, du kläffst den falschen Baum an.
Wenn Dir das Konstrukt nicht passt, dann musst Du es ändern und eine andere Lösung suchen. Niemand kann Dir eine Verantwortung für eine Familie abnehmen. Wenn Du auf's falsche Pferd gesetzt hast, dann musst Du auf ein neues setzen/umsatteln oder das nur noch nebenher machen, dann steckst Du zu viele Ressourcen in das Thema. Und das ist nun mal risikobehaftet. Leidenschaft hin oder her. Vielleicht ein zweites Standbein suchen.

Wesker 13 Koop-Gamer - P - 1672 - 4. März 2011 - 10:24 #

Iwata hat zumindest teilweise recht. Es gibt viele Apps im AppStore, die nur da sind, damit sie von Ahnungslosen gekauft werden, weil sie nichts taugen.
Dummerweise lässt sich der Spieß aber auch umdrehen, wenn ich da nur an die schlechten DS und Wii-Spiele denke.

Kein Wunder, dass ich meine Wii damals verkauft habe. ;)

Auf dem iPhone oder iPod Touch kann ich für beispielsweise insgesamt 15 Euro gleich eine große Menge an qualitativ wirklich guten Spielen abstauben. Titel muss ich glaube ich nicht nennen, sind eben doch die alten Bekannten.

partykiller 17 Shapeshifter - 6003 - 4. März 2011 - 10:30 #

eben, man sollte sich mal den ganzen Trittbrettfahrer-Müll anschauen, der da auf diesen Konsolen rauskommt. Auch bei der PS2 war es so, der Fluch der Marktführer-Plattform eben.
Herr Iwata, wie wäre es da mit einer 79 Cent Lösung für den Müll? Ach nein, Spiele müssen ja teuer sein. Aber die Qualitätslüge nimmt Ihnen der Kunde nicht mehr ab.
Im Nintendo-Bereich gibt es wenig zu bemängeln, aber der hohe Anteil an Dritthersteller-Pest, die sich auf den Plattformen tummelt, ist wirklich zum Abgewöhnen.

Wesker 13 Koop-Gamer - P - 1672 - 4. März 2011 - 10:42 #

Immer wenn ich sowas von Nintendo höre, muss ich an Steel Diver denken, dass man zum Vollpreis auf den Markt haut.

Aber nein, es ist ja ein "vollwertiges, qualitativ hochwertiges Spiel mit tiefem Gameplay". Naja, den 3DS werde ich mir trotzdem holen, wenn auch nur für Lylat Wars 3D, Ocarina of Time 3D und das obligatorische Layton. ;)

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 4. März 2011 - 11:16 #

Schon seltsam, das die Qualität der 3 Hersteller ca Zeitgleich mit seinem Antritt als CEO 2002 abnahm. Von Meilensteinen ( sehr gute Spiele ja aber Meisterwerke wie OOT ? ) und komischen Lineups und Top Titel mit enormer Verspätung rede ich mal nicht, beim SNES/N64 hatte ich bei Erscheinen ein Top Mario Spiel dabei...

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 4. März 2011 - 11:06 #

"But just in case, the statement continued, "we've retained a clean up crew to remove any potential lingering debris.""

lol, ich stell mir vor wie 2 Azubis streitend im Schlauchboot durch die Bay paddeln und Luftballons aufsammeln müssen

"Das war deine Idee, du Trottel"
"Ja, aber du hast mir die Geschichte mit den Koreanern erzählt"
"Ach, halt die Klappe und ruder, da vorne ist noch einer"

Anonymous (unregistriert) 4. März 2011 - 13:22 #

100% biologisch abbaubare Luftballons? Woraus sind die gemacht, Holz?

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 4. März 2011 - 13:32 #

http://www.ballon-as.de/de;informationen;merkblatt-latex-luftballons.htm

Momsenek 13 Koop-Gamer - P - 1559 - 4. März 2011 - 13:25 #

haha :-)

Anonymous (unregistriert) 4. März 2011 - 13:29 #

oh Latex mit Farbzusätzen. Mit Sauerstoff sagt die Firmenpropaganda 6 Monate Abbauzeit, dummerweise sinken die Dinger ja sicher auf den Grund.

Da müssen Fische dann schon gut Pusten das Luft drankommt ;)

anonymer Onkel (unregistriert) 5. März 2011 - 7:54 #

Andererseits wird nach neuesten Erkenntnissen vermutet, dass nicht(!) biologisch abbaubarer Plastikmüll in den Weltmeeren relativ schnell von Bakterien zersetzt wird.

Anonymous (unregistriert) 5. März 2011 - 9:56 #

na zu solchen Vermutungen hätte ich dann doch gern die Quelle, wobei mich das "realtiv schnell" interessiert. Plastik schwimmt oben, d.h. UV-Strahlung und Sauerstoff kommt gut ran.

Allerdings ist es bei Plastikmüll nicht unbedingt von Vorteil wenn der sich im Meer zersetzt, die daraus entstehenden Plastikpellets sind nämlich alles andere als Gesundheitsfördernd, werden von Meerestieren und kleineren Organismen gefressen, können aber meist nicht mehr ausgeschieden werden. Und weiter als auf diese ~2mm großen Pellets werden die wohl auch nicht zersetzt.

Meerestiere und -Vögel haben jetzt schon genug Kunststoffschrott in ihren Mägen, fehlt nur noch das sich der Mist auch noch in Organen und Fettgewebe festsetzt.

Anonymous (unregistriert) 5. März 2011 - 10:11 #

hab nochmal nachgeschaut aber keine Namen von Plastik komplett zersetzenden Bakterien gefunden. Die Mechanische Wirkung der Wellen trägt aber einen Großteil zum Aufbrechen von Plastik/Kunststoffen bei.

Die Pellets können zu Darmverschlüssen und Tod führen, schwerwiegender scheint aber noch das Pellets, Kunststofffragmente für Umweltgifte wie PCBs und DDT die Funktion von Schwämmen oder Magneten haben. (-> Weichmacher, Krebs, Hormonstörungen in Fischen und sogar Eisbären, Hermaphroditismus).

Vidar 18 Doppel-Voter - 12279 - 4. März 2011 - 14:07 #

Unrecht hatte Iwata nicht und er hat da auch nicht nur für Nintendo gesprochen sondern allgemein.

Aber heute zu diskutieren was in der zukunft sein wird ist eh dümmlich warten wir mal ab bis es mal aufwendigere Spiele aufs Smartphone kommen und nicht nur Railgrafikblender und andre miniteile, dann werden die Preise auch noch anziehen...

Anonymous (unregistriert) 4. März 2011 - 14:37 #

Iwata hat einfach recht wenn man mal objektiv sich die Sache anschaut.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23321 - 4. März 2011 - 20:36 #

Dass Nintendo die Preise im AppStore nicht schmecken, kann ich verstehen. Die Preise im DSi Shop liegen deutlich darüber und sind damit für Kunden wesentlich unattraktiver.
Aber Preiskrieg schadet auch den App-Entwicklern, die ihre Spiele nicht für 79 Cent verkaufen wollen.
Apple sind die Spiele im Grunde egal, deswegen gibts auch keine Bluetooth-Controller fürs iPad und keinen Gaming-Aufsatz fürs iPhone, die Geräte würden sich auch ohne die Spielefähigkeit verkaufen.

Nichtdestotrotzt bekomm ich auf dem iPhone für wenig Geld hochwertige Software.
Nur für AAA-Handheltitel wie GTA Liberty City Stories, Daxter, Crisis Core, Zelda OoT und Kid Icarus Uprising bin ich auch weiterhin bereit 40 Euro zu zahlen.
Ich hoffe, dass Nintendo den 3DS eShop richtig pusht, denn eigentlich ist der 3DS für Hobbyentwickler mindestens genauso interessant wie das iPhone (für das man z.B. nicht mit einem Windows-Rechner programmieren kann), Nintendo muss einfach die Dev-Kits zu einem fairen Preis (maximal 500 Euro) verkaufen.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 5. März 2011 - 12:19 #

http://www.planet3ds.net/news/nintendo-3ds-dev-kit-prices-leaked/

ganga Community-Moderator - P - 15596 - 5. März 2011 - 2:18 #

Gute Besserung! Die Homefront-Geschichte ist echt der Abschuss...

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