Casual Games als Antidepressiva der Zukunft?

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16. Februar 2011 - 18:42 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
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Eine klinische Studie der East Carolina University zeigt, dass Casual Games Depression und Angst mindern können. Die Durchführung, an der 59 Probanden jeder Altersgruppe teilnahmen, wobei die Hälfte als Kontrollgruppe fungierte, fand zwischen August und November 2010 statt. Dabei sollten alle Teilnehmer einen der drei Titeln Bejeweled 2, Peggle und Bookworm Adventures innerhalb der Studie spielen. Dass alle Titel von PopCap Games stammen, kommt dabei nicht von ungefähr. Das Entwicklerstudio fungierte als Kostenträger des Tests.

Im Ergebnis konnten die Forscher feststellen, dass depressive Symptome um durchschnittlich 57% reduziert, Angstgefühle verringert und die allgemeine Stimmung verbessert wurden. Dr. Carmen Russoniello, Direktorin des psychophysiologischen Labors und der Biofeedback-Klinik an der ECU und die betreuende Professorin der Studie, verspricht sich viel von den Resultaten:

Die Ergebnisse dieser Studie zeigen ganz deutlich den wesentlichen Wert von bestimmten Casual Games bezüglich bedeutender positiver Effekte bei den Stimmungen und Angstwerten der Menschen, die in irgendeiner Form an Depressionen leiden. Meiner Meinung nach unterstützen die Ergebnisse die mögliche Verwendung von verordneten Casual Games zur Behandlung von Depression und Angst als Ergänzung zu oder vielleicht sogar als Ersatz für Standardbehandlungsmethoden unter Einschluss von Medikation.
Dabei sollen die positive Effekte sowohl bei einer kurzen Spielzeit von 30 Minuten als auch über einen längeren Zeitraum auftreten und sogar somatische oder allgemein physische Symptome verbessern.
Anonymous (unregistriert) 16. Februar 2011 - 18:50 #

Das ein kleines Spielchen mit Erfolgserlebnissen zwischendurch die Stimmung hebt ist wohl kaum eine neue Erkenntnis. Das muss nicht mal ein Casual Game sein.
Noch besser wird der Effekt, wenn ein Erfolg nach einer gewissen Forderung eintritt. Ein Erfolgserlebnis ebend, egal woher.

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 16. Februar 2011 - 19:06 #

Mh, so kann man das natürlich auch sehen :D
Ich glaube aber nicht, dass die wirklich als Antidepressiva genutzt werden können, weil dann irgendwann auch der Abhängigkeitsaspekt eine Rolle spielt. Gerade bei denen, die wirklich depressiv sind, hat das ja oft auch entsprechende Ursachen im Leben gehabt und/ oder entsprechende Folgen (z.B. Isolation). Klar werden die mit solchen Spielen Spaß haben - aber auf der anderen Seite besteht dann auch gar kein Anlass mehr, in die trübe Welt zurückzukehren, um es jetzt mal plakativ zu schreiben.

Aber für leichtere Fälle könnte ich mir schon vorstellen, dass da mal das eine oder andere Spiel "verschrieben" wird - leichter kommt man sonst jedenfalls nicht an Erfolgserlebnisse.

Wobei ich persönlich die Studie noch nicht sehr aussagekräftig finde. Zwar sieht man eine gewisse Tendenz, allerdings ist der Rückgang ja offenbar auch bei der Kontrollgruppe eingetreten, wenn auch nicht so stark. Bei so kleinen Tests ist mir angesichts der Ergebnisse die Unsicherheit zu groß, als dass ich sagen würde "Studie belegt: Spiele bekämpfen Depression!" ;)
(Jetzt mal nur auf den Teaser bezogen, den Rest schaue ich mir aus Zeitmangel nicht an)

PS: "Das alle Titel "
Da fehlt ein s :)

Henry Heineken 15 Kenner - 3569 - 16. Februar 2011 - 19:04 #

Hm, die sollte man dann nur nicht "Coregamern" vorsetzen, die von diesen Spielen Depressionen bekommen =D

Anonymous (unregistriert) 16. Februar 2011 - 20:12 #

Ich bin schon lange dafür, dass der Staat den Empfängern von
Hartz IV ein Haustier und WoW bezahlt.

Vielleicht sollte ich Farmville in die Liste aufnehmen, oder sogar
WoW durch Farmville ersetzen ...

Hartz IV kann jeden treffen und ich finde die Zuwendung eines
Haustieres und ein billiger Spaß wie Wow/Farmville steht
jedem zu.
Schön zu wissen, dass nicht nur ein Haustier die Gesundheit
fördert (und die Tierheime entlastet), sondern sogar das
Zocken!

Damit ist durchaus wahrscheinlich, dass die höheren Kosten
durch die sinkenden Gesundheits- (und Tierheim-)kosten
amortisiert werden.

Noch besser fände ich natürlich das BGE, das
bedingungslose Grundeinkommen. Dann würde ich
auch einmal ein Jahr Arbeitspause einlegen und Zocken,
dass die Wände wackeln. Hier liegt so viel ungespielter Kram
rum. Wie Smudo im letzten Spieleveteranen-Podcast schon sagte,
die knappe Resource ist nicht unbedingt das Geld, sondern die Zeit!

bam 15 Kenner - 2757 - 16. Februar 2011 - 20:26 #

"Im Ergebnis konnten die Forscher feststellen, dass depressive Symptome um durchschnittlich 57% reduziert, Angstgefühle verringert und die allgemeine Stimmung verbessert wurden."

Symptome. Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Von Depressionen kann man sicherlich mit Spielen, Filmen, Literatur usw. ablenken, aber das wars dann auch.

Da PopCap diese Untersuchung bezahlt hat, macht dies die Ergebnisse letzten Endes eh wertlos. Wenn eine Studie nicht unabhängig durchgeführt wird, kann man den Ergebnissen einfach nicht vertrauen.

Tand 16 Übertalent - 4321 - 16. Februar 2011 - 20:27 #

Natürlich findet eine Studie, die von einem Casualentwickler bezahlt wird, heraus, das solche Spiele gegen Depressionen helfen!

anonymer Onkel (unregistriert) 16. Februar 2011 - 20:31 #

"Das Entwicklerstudio fungierte als Kostenträger des Tests."
.......

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 16. Februar 2011 - 21:01 #

Und sobald sie die Haustüre verlassen und in die reale Welt kommen, merken sie das man da keine Achievments bekommt und Erfolge sich nicht mit wenigen Mausklicks erreichen lassen. Und die tolle Stimmung ist wieder im Keller, führt nur zu extremeren Stimmungs Schwankungen, als ohnehin schon vorhanden. Folge wäre wohl eine Sucht nach Casual und weitere Isolation von anderen Menschen. Ist zwar besser wie Tabletten und deren Nebenwirkungen, aber auch keine Lösung.

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