App der Woche: League of Evil (+Video)
Teil der Exklusiv-Serie App der Woche

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Bernd Wener 13733 EXP - 19 Megatalent,R10,S10,C10,A10
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1. April 2011 - 1:06
Oft genug wurde es bereits diskutiert: Touchscreens taugen nicht für präzise Eingaben. Ravenous Software schickt sich mit dem brandneuen League of Evil an, das Gegenteil zu beweisen -- mit Erfolg. League of Evil ist ein knallhartes Jump-and-run im Retro-Stil ähnlich Super Meat Boy. Und genau wie der Indie-Hit von Team Meat für PC und Xbox 360 verfügt diese App über eine angenehm exakte Touchscreen-Steuerung.

In League of Evil gilt es, die gleichnamige Vereinigung böser Wissenschaftler aufzuhalten. Euer pixeliger Agent hüpft und "stirbt" sich durch über 50 Levels, an deren Ende jeweils ein Wissenschaftler darauf wartet, erledigt zu werden. Die einzelnen Abschnitte dauern maximal eine Minute (anfänglich sogar nur wenige Sekunden). Eure Figur kann langsam an Wänden nach unten gleiten, und wenn sie stirbt -- was häufig der Fall sein wird -- seid ihr nur ein Tippen auf "Retry" davon entfernt, den Level erneut zu versuchen. Warum der Umweg über den Retry-Button eingebaut wurde, ist uns zwar schleierhaft, aber es störte uns auch nicht besonders. Die spielerischen Ähnlichkeiten zu Super Meat Boy lassen sich nicht von der Hand weisen, dennoch bietet League of Evil genügend eigene Features, um nicht als Plagiat abgestempelt zu werden.


Im späteren Spielverlauf häufen sich die Hindernisse. Dennoch ist das Leveldesign nie unfair.

Zum einen verfügt ihr über einen Doppelsprung, der euch aus manch brenzliger Situation befreit. Zum anderen seid ihr nicht gänzlich wehrlos: Über den B-Knopf löst ihr einen Nahkampf-Angriff aus. Je nachdem, ob ihr dabei auf festem Boden steht oder euch in der Luft befindet, führt eure Spielfigur einen Faustschlag oder einen Sprungangriff aus. Damit erledigt ihr nicht nur die Wissenschaftler, sondern auch allerlei Selbstschussanlagen und gegnerische Soldaten. Berührt ihr die zahlreichen Stacheln, Laserbarrieren oder rotierenden Klingen, segnet ihr umgehend das Zeitliche. In jedem Level ist außerdem ein Koffer an einer besonders knifflig zu erreichenden Stelle versteckt.

Zwar gibt es keine speziell ans iPad angepasste Version, doch auch im vergrößerten 2x-Modus verbreitet die liebevolle Pixelgrafik ihren Retro-Charme. Es versteht sich von selbst, dass auch die Musik entsprechend an die alten Zeiten erinnert. Das Spiel bietet euch 54 Levels, Achievements über OpenFeint und auch Apples Game Center wird unterstützt. Allerdings lässt sich letzteres seltsamerweise nicht direkt aus der App öffnen. Auch auf älterer Hardware wie einem iPod Touch der zweiten Generation lief das Spiel verzögerungsfrei. Wer vorab seine Reflexe testen möchte, lädt sich die kostenlose Lite-Version herunter. Diese bietet zudem fünf exklusive Levels, die nicht im Hauptspiel enthalten sind -- sie lohnt sich also auch für Käufer der Vollversion.

Fazit und Fakten

Das einzig Negative, was wir League of Evil vorwerfen, ist der überschaubare Umfang. Für alle frustresistenten Jump'n'Run-Fans, insbesondere durch Super Meat Boy gestählte Recken, ist es trotzdem ein absolute Kaufempfehlung. Alle zukünftigen Jump-and-Runs für Touch-Geräte werden sich an der Steuerung von League of Evil messen lassen müssen!
  • Aktueller Preis: 0,79 Euro
  • Lite-Version verfügbar
  • Präziseste Jump-and-Run-Steuerung, die wir bisher auf einem Touchscreen gesehen haben
  • Knallhart, aber niemals unfair
  • Trotz 50 Levels nicht sonderlich umfangreich

Video:

floxyz 16 Übertalent - P - 4853 - 9. Februar 2011 - 9:58 #

Schaut aber extrem nach Super Meat Boy aus, auch irgendwie vom Sound her ;)

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7100 - 9. Februar 2011 - 11:02 #

Hmm, inwiefern ist die Lite Version beschnitten?
Hatte in letzter Zeit das Pech bei 'Lite' direkt nach dem ersten Level den vollen Titel kaufen zu müssen.
Falls ich die Erläuterung hierzu überlesen haben sollte, möge man es mir verzeihen.

Bernd Wener 19 Megatalent - 13733 - 9. Februar 2011 - 11:22 #

Hab sie gerade nicht mehr drauf, aber die Lite-Version bot irgendwas zwischen 8-10 Levels, davon 5, die gar nicht in der Vollversion enthalten sind.

bananenboot256 13 Koop-Gamer - 1241 - 9. Februar 2011 - 11:41 #

Danke für die App der Woche!

Hab die Lite-Version kurz angespielt und mir direkt danach die Vollversion geholt. Ein Spiel nach meinem Geschmack und die Steuerung ist echt super präzise.

Ich als Steuerungsfanatiker erfreue mich sehr daran.

Christoph Vent Redakteur - P - 135587 - 9. Februar 2011 - 12:40 #

Die Lite-Version habe ich mir letzte Woche geladen, nachdem es mit dem Meat Boy in Zusammenhang gebracht wurde. Für einen Touchscreen funktioniert die Steuerung ziemlich gut, kann mich aber immer noch nicht überzeugen. Schon im 4. Level begann ich bei Sprungpassagen zu fluchen, weil mir der Wiederstand eines Buttons fehlte. Auch in allen anderen Punkten wie Grafik, Sound und den daraus resultierenden Retrocharme kommt LoE für mich nicht annähernd an sein offensichtliches Vorbild heran. Der Retry-Button nach jedem Ableben nervt zudem auch und nimmt jeglichen "Flow" aus dem Spiel.

Niko 16 Übertalent - 5024 - 9. Februar 2011 - 14:10 #

Spiel ist wirklich gut, aber die Steuerung ist grauenhaft. Bin fast explodiert vor Wut...

Bernd Wener 19 Megatalent - 13733 - 9. Februar 2011 - 14:24 #

Findest du wirklich? Ich finde die Steuerung fantastisch und komm prima damit klar.

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