Hardware-News KW06: HD6000-Mittelklasse, 22nm-Fortschritte
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

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Dennis Ziesecke 29505 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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7. Februar 2011 - 23:11 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Intels Sandy Bridge kämpft mit Problemen: Aktuelle Chipsätze streiten sich mit einem einsamen Transistor, ausbaden müssen es an den SATA-II-Port angeschlossene Festplatten. Wie in einer richtigen Beziehung halt, nur dass Intel den überforderten Transistor mit einer neuen Revision des Chipsatzes aus der gemeinsamen Wohnung wirft. Pech gehabt, Hitzkopf! Deutlicher weniger Hitze erzeugen sollen übrigens Intels Ivy-Bridge-CPUs, die Nachfolgegeneration zu den aktuellen Sandy-Bridges. Dabei kommt zum ersten mal in Intels CPU-Geschichte ein Fertigungsverfahren in nur 22 nm Strukturbreite zum Einsatz. Zum Vergleich: 1980 war man stolz, den 8086 mit 3000 nm fertigen zu können. Gute Nachrichten gibt es übrigens für Aufrüstwillige mit Sandy-Bridge-Mainboard.


Ivy Bridge wird wieder freundlich zu Aufrüstern und funktioniert auch auf jetzt aktuellen Boards

Ivy Bridge funktioniert auch mit Sandy-Bridge-Mainboards

Nun gut, die Überschrift könnte mit ein wenig Böswilligkeit auch "Ivy Bridge funktioniert auch mit Sandy-Bridge-Mainboards, wenn diese denn einmal funktionieren" lauten. Aber das wäre zu lang gewesen. Nachdem Intels aktuelles "Chipgate" wenigstens nur die Funktion der SATA-Schnittstellen eingeschränkt hat (immerhin verrechnen sich die Prozessoren mittlerweile nicht mehr), ist das wohl etwas zu viel der fiesen Worte. 

Dabei geht es doch um etwas positives. Auch die 22nm-Prozessoren aus der Ivy-Bridge-Baureihe werden den jüngst eingeführten Sockel 1155 nutzen und sollen mit den gerade erst wieder zur vollen Funktionsfähigkeit gebrachten Chipsätzen H67 und P67 zusammenarbeiten. Einzig ein neues BIOS wird der Mainboardhersteller bereit stellen müssen. Mainboards mit den preiswerteren Chipsätzen Q65, Q67 und B65 sollen allerdings keinen Ivy-Bridge-Support bieten. 


AMDs Radeon HD 6670 eignet sich für gelegentliche Spiele in mittleren Detailstufen

AMD präsentiert HD 6450, HD 6570 und HD 6670

Eines vorweg: Es handelt sich bei AMDs Neuen tatsächlich einmal um neue Grafikchips! In Zeiten, in denen die Vorgänger-Chips einfach neue wohlklingende Namen verpasst bekommen, muss man sich ja auch über solche Kleinigkeiten freuen. Allerdings sind die drei neuen im Bunde nicht für den passionierten PC-Spieler gedacht, sondern für preisgünstige Komplettsysteme. Vorerst werden dabei weder HD 6450 noch HD 6570 oder HD 6670 frei im Handel erhältlich sein. Die Karten sind zunächst nur für den OEM-Handel vorgesehen, also für den Einsatz in Komplettsystemen. Einen Anfang machte Medion mit dem aktuellen Aldi-PC: In diesem arbeitet eine HD 6670.

Das kleinste Modell, die HD 6450, basiert auf dem Caicos genannten Einsteigerchip mit bescheidenen 160 Streamprozessoren. Der Speicher ist mit 64 Datenleitungen an die GPU angebunden, den Herstellern bleibt es dabei überlassen, ob sie DDR3, GDDR3 oder sogar schnelles GDDR5-RAM nutzen wollen. Der Sinn von teurem GDDR5 bei einer preiswerten Einsteigerkarte dürfte sich allerdings den wenigsten Menschen erschließen. Als Speichermenge sind 512 MB oder 1024 MB vorgesehen, die Taktraten des VRAM dürfen auch wieder frei zwischen 533 und 900 MHz vom Hersteller gewählt werden. Ähnliches gilt für die GPU, hier sind Taktraten zwischen 625 und 750 MHz erlaubt. HD-6450-Karten werden dabei relativ wenig Energie benötigen und sich passiv kühlen lassen. Modelle in halber Bauhöhe für den Einsatz im HTPC dürften nicht lange auf sich warten lassen -- auch wenn man bei einem neu zusammen gebauten HTPC wohl eher auf eine Fusion-CPU mit integrierter Grafikeinheit setzen dürfte. 

Sowohl die HD 6570 als auch die HD 6670 basieren auf einer Turks genannten GPU. Turks bietet 480 Shadereinheiten und ein 128 Bit breites Speicherinterface. Die beiden Modelle sollen sich primär durch ihre Taktraten unterscheiden -- die HD 6570 kommt mit bescheidenen 650 MHz daher, die HD 6670 arbeitet schon mit 800 MHz. Um unbedarfte Komplettsystem-Käufer und verträumte Computerverkäufer zu ärgern, sind auf der HD 6570 wahlweise auch bis zu 2048 MB Grafikspeicher realisierbar. AMD sieht bei diesem Speicherausbau allerdings nur den langsamen DDR3-RAM vor. Möchte der Hersteller den mehr als doppelt so schnellen GDDR5-Speicher verbauen, sind maximal 1024 MB möglich. Einfacher schaut es bei der HD 6670 aus: 512 MB oder 1024 MB GDDR5 mit bis zu 1000 MHz Takt sind die einzige Auswahlmöglichkeit.

Wer von einer spendablen, aber bei Computerhardware eher ahnungslosen Tante  mit einem Komplettsystem beschenkt wird, in dem eine HD 6670 zur Grafikbeschleunigung steckt, muss nicht komplett verzweifeln: Die Karte ordnet sich bei der Leistung in etwa zwischen HD 5670 und HD 5750 ein. Sie ist also kein Geschwindigkeitswunder, aber ausreichend für weniger anspruchsvolle aktuelle Spiele und niedrige Auflösungen. Ein Jahr später dann der Tante einen genauen Grafikkartenwunsch zwecks Upgrade auf ein Blatt Papier schreiben! Die Preise für Endkundenversionen der Karten stehen noch nicht fest.


Mit dem Draco HS-850 möchte Creative eine Alternative zum beliebten Fatality-Headset schaffen

Creative stellt vier neue Headsets vor

Auf die Ohren! Die Soundspezialisten von Creative werden nicht müde, ambitionierten Spielern neue Headsets aufs Gehör zu drücken. Gleich drei neue Modelle der Frühjahrkollektion 2011 wurden jetzt frisch vorgestellt. Eines davon, das Draco HS-850, richtet sich explizit an Zocker, die drei weiteren Modelle entstammen der Chatmax-Produktreihe und sind eher auf lange Tragezeiten mit gutem Komfort ausgelegt.

Beim Draco-HS-850 handelt es sich um ein ohrumschließendes Modell mit Kunstlederbezug auf den Hörmuscheln. Creative verspricht bei einen angenehmen Sitz auch bei längeren Tragezeiten, wie sie beim Gamen ja durchaus ab und zu vorkommen können. Das Mikrofon des Draco ist abnehmbar, per Klinkenstecker wird der Mikrofonteil an der Ohrmuschel befestigt. Das Headset ist auch für mobile Spieler geeignet und lässt sich für den Transport zusammen klappen. Für den guten Ton sollen große Lautsprechermembranen mit 40 mm Durchmesser und Neodym-Treibern sorgen. Am Kabel des Draco befindet sich zur Abrundung des Angebotes noch eine Lautstärkeregelung und eine Stummschalttaste. Interessant ist auch der Preis des Draco HS-850 -- das Headset ist bereits ab 28 Euro erhältlich.

Weniger für druckvollen Spielesound, sondern eher für längere Voice-Chats sind die Chatmax-Produkte gedacht. Das HS-720 wird per USB verbunden und nutzt zwei Neodym-Treiber mit je 30 mm Durchmesser. Wie beim Draco sind auch hier die Ohrmuscheln mit Kunstleder überzogen. Das Chatmax HS-620 kostet mit 30 Euro ebenso viel wie das HS-720, wird allerdings per Klinkenstecker mit dem PC verbunden. Dafür fallen die Membranen mit 40 mm etwas größer aus, was für einen besseren Klang sorgen könnte. Mit nur 19 Euro ist das HS-420 im Einsteigersegment angesiedelt. Hierbei handelt es sich um ein Nackenbügelheadset, das ebenso wie das HS-620 und das Draco HS-850 mit einem abnehmbaren Mikrofon ausgestattet ist.


Z 12 Trollwächter - 1009 - 7. Februar 2011 - 23:33 #

Hm, bin mal gespannt, wie gut die Kopfhörer bei den sicherlich kommenden Tests wegkommen. Vom Preis auf jeden Fall attraktiv.

Ich müsste ja mein System aufrüsten und plane mir eine Sandy-Bridge CPU zu holen, eine ohne "K", weil ich einfach nie übertakte. Die P67-Boards sind Übertakter-Boards, richtig? Das heißt für mich käme dann ein H67 in Frage (sind günstiger)? Ist das so einfach? Wer weiß was?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 7. Februar 2011 - 23:35 #

Mit dem P67 könntest du übertakten, dafür funktioniert dort die integrierte Grafik nicht. Für dich sollte also der H67 in der neuen, kommenden Revision interessant sein.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 7. Februar 2011 - 23:33 #

Bevor jemand fragt: Ja, ihr seid betrunken wenn die AMD-Grafikkarte unscharf aussieht..

(Alternative Antwort: Die HD6670 ist so öde, dass sogar die Fotos unscharf ausfallen..)

Rondrer (unregistriert) 7. Februar 2011 - 23:37 #

Und ich hab gedacht das wär ne Anspielung auf die "mittleren Detailstufen" :D

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7072 - 8. Februar 2011 - 0:15 #

Als sich ganz alt fühlender Mann habe ich GamersGlobal im Browser immer nah rangezoomt und wirklich eben einen Schrecken bekommen...

Splatt3r 06 Bewerter - 66 - 8. Februar 2011 - 11:29 #

Wie immer sehr informativ.
Wollte mal die Gelegenheit nutzen und mich für die reglemäßigen Hardware News bedanken.
Normalerweise habe ich nur einen aktuellen Überblick über die Computerhardware wenn mal wieder ein neuer PC ansteht. Da sich das aber immer länger herauszögert verpasst man schonmal zwei bis vier Jahre.
Darum ist es schön hier immer wieder ein kleines Update zu erhalten.
Danke und weiter so...

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10736 - 8. Februar 2011 - 12:14 #

Das kann ich nur unterschreiben. Ich schaue aktuell nach einer neuen Grafikkarte und konnte dem Wirrwarr von Bezeichnungen auf verschiedensten Webseiten wenig abgewinnen, mit einer der letzten Hardware-News habe ich aber dann schnell ein für mich passendes Modell ausgemacht.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 8. Februar 2011 - 13:21 #

Danke für die lieben Worte, das vereinbarte Honorar bekommt ihr dann kommende Woche unauffällig und in kleinen Scheinen, ja? ;)

Splatt3r 06 Bewerter - 66 - 8. Februar 2011 - 13:55 #

Alles klar... ähhh ich meine... von was redest du? Wer sind Sie überhaupt? ;-)

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