BIU: Erwartet 2011 mehr Jobs in der Spiele-Industrie

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28. Januar 2011 - 18:30

Anlässlich des 5. Game Forum Germany in Hannover – bei der zum Beispiel auch Entwicklerlegende Ron Gilbert (Maniac Mansion, Monkey Island) als Sprecher auftrat –, teilte der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) mit, dass man für das Jahr 2011 von einem deutlichen Anstieg der Beschäftigtenzahlen in der deutschen Spiele-Industrie ausgeht.

Eine Paneldiskussion zum Thema „Talent Recruitment“, an der auch Vertreter aus Ausbildung und Industrie teilnahmen, kam zu dem Ergebnis, dass auf dem heimischen Arbeitsmarkt bereits heute Engpässe spürbar sind. Besonders der Markt der Online- und Browser-Spiele sei demnach hart umkämpft. Olaf Wolters, Geschäftsführer des BIU, äußerte sich dazu mit den Worten:

Wir beobachten aktuell den stärksten Wachstumsschub, den wir auf dem Arbeitsmarkt in der deutschen Games-Branche bislang erlebt haben. Nach einer Konsolidierungsphase in den letzten Jahren wird wieder kräftig eingestellt.

Als Grund für die zunehmende Nachfrage nennt Wolters neben der generellen Erholung der Konjunktur hauptsächlich den strukturellen Wandel in der deutschen Spielebranche: Konnten in der Vergangenheit nur einige deutsche Entwicklerstudios und Spiele-Anbieter auf dem internationalen Markt auf sich aufmerksam machen, würden sich derzeit vor allem Online- und Browser-Titel aus Deutschland zu erfolgreichen Exportproduktionen entwickeln, was sich in der Folge äußerst positiv auf den Arbeitsmarkt auswirkt, so der BIU-Geschäftsführer weiter.

Andreas Stock, geschäftsführender Gesellschafter der Personalberatung Ganz & Stock und seit 15 Jahren in der Branche tätig, bestätigt diese Entwicklung. Seiner Aussage nach erlebt Deutschland diesbezüglich einen „einmaligen Einstellungsboom“:

Allein im Online-Games-Segment sind schätzungsweise 1.000 Stellen in Deutschland offen. Besonders nachgefragt sind Fachkräfte für Webprogrammierung und Serverentwicklung. Aber auch im Marketing fehlt es an Online-Spezialisten mit einer Berufserfahrung zwischen drei und fünf Jahren.

Mitarbeiter werden jedoch nicht nur im Bereich der Spiele-Branche gesucht, sondern auch in anderen Gebieten, die beispielsweise am Betrieb oder der Entwicklung von Online-Spielen beteiligt sind, wie die Anbieter von Online-Bezahlsystemen. Um den benötigten Bedarf abdecken zu können, werden mögliche Beschäftigte inzwischen sowohl im In- als auch im Ausland rekrutiert.

Wird die gesamte  Wertschöpfungskette von Spielen miteinbezogen, so sind nach Schätzungen des BIU gegenwärtig etwa 10.000 Menschen in Deutschland festangestellt oder freiberuflich in der Spieleindustrie tätig. In den kommenden zwei Jahren könnte diese Anzahl merklich steigen, so Wolters abschließend:

Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Games-Industrie in den kommenden zwei Jahren um etwa 10 Prozent wachsen wird. Damit wird die Games-Industrie als Teil der Kreativwirtschaft in Deutschland weiter an Bedeutung gewinnen.

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