Sony erwirkt einstweilige Verfügung gegen Hacker

Bild von Alex Hassel
Alex Hassel 17895 EXP - 19 Megatalent,R10,S8,C9,A8,J10
Alter Haudegen: Ist seit mindestens 5 Jahren bei GG.de registriertArtikel-Schreiber: Hat 15 redaktionelle Artikel geschriebenAlter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriertReportage-Guru: Hat 10 Reportagen oder FAQ-Previews geschriebenMeister-Tester: Hat 10 Spiele-/Technik-Tests veröffentlichtIdol der Massen: Hat mindestens 10.000 Kudos bekommenSilber-Jäger: Hat Stufe 10 der Jäger-Klasse erreichtSilber-Reporter: Hat Stufe 10 der Reporter-Klasse erreichtBronze-Jäger: Hat Stufe 5 der Jäger-Klasse erreichtVielspieler: Hat 250 Spiele in seine Sammlung eingetragenBronze-Archivar: Hat Stufe 5 der Archivar-Klasse erreichtLoyalist: Ist seit mindestens einem Jahr bei GG.de dabei

27. Januar 2011 - 22:36

Sony hat einen kleinen Teilerfolg in der Auseinandersetzung mit den Hackern der Playstation 3 erreicht. Ein Bezirksgericht im Norden Kaliforniens hat einem Antrag von Sony auf eine einstweilige Verfügung gegen George Hotz (Geohot) und Mitgliedern der Gruppe fail0verflow stattgegeben. Die Betroffenen hatten vor kurzer Zeit das Sicherheitssystem der Playstation 3 ausgehebelt und den dafür notwendigen Root Key veröffentlicht. Sony reagierte im Gegenzug mit einer Klage vor einem kalifornischen Gericht

Die Verfügung untersagt es Hotz und den Mitgliedern von fail0verflow den Jailbreak zu verbreiten oder darauf zu verlinken, anderen beim Hacken und Manipulieren der PS3 und des PSN zu helfen oder diese dazu zu ermutigen. Außerdem dürfen keine Informationen veröffentlicht werden, die beim Hacken der PS3 angefallen sind. Darüber hinaus wurden die Betroffenen angewiesen ihre Computer und Datenspeicher, die beim Hacken zum Einsatz kamen, an die Anwälte von Sony zu übergeben. 

Das Gericht folgte damit der Argumentation von Sony, welches einen irreparablen Schaden befürchtet, sollte der Hack während des kommenden Verfahrens weiter im Umlauf sein. Realistisch betrachtet hat Sony damit aber allenfalls eine Pyrrhussieg erlangt. Die entsprechenden Dateien kursieren nach wie vor durch das Internet und werden ständig auf weiteren Webseiten hochgeladen und zum Download angeboten. 


Tand 16 Übertalent - 4321 - 27. Januar 2011 - 23:01 #

Ein solches Gerichtsurteil in den USA zählt, soweit ich weiß, als Präzedenzfall. Das Urteil wird quasi zum Gesetz und jeder, der jetzt diese Daten anbietet, macht sich damit strafbar. Also müsste auf rechtlicher Seite die Verbreitung der Daten komplett verboten sein. Nur blöd für Sony, dass hinter den amerikanische Landesgrenzen dieses Urteil keinen Wert hat...

Alex Hassel 19 Megatalent - 17895 - 27. Januar 2011 - 23:06 #

Es ist eine einstweilige Verfügung, kein Urteil. Das eigentliche Verfahren hat ja noch nicht einmal begonnen.

Anonymous (unregistriert) 27. Januar 2011 - 23:07 #

Aha, Sony verklagt wegen Umgehung der verwendeten Sicherheitsmaßnahmen und erhält Recht. Wie ist die Sache 2005 eigentlich noch mal ausgegangen als Sony Music durch heimliche Rootkits auf Musik-CDs die Sicherheitsmaßnahmen von 100.000en von Systemen umgangen hat und sogar nach deren Entfernung riesige Sicherheitslücken zurück gelassen hat? Gab es da eine Klage?

en.wikipedia.org/wiki/Sony_BMG_CD_copy_protection_scandal

Ich lese in dem Artikel das infizierte Rechner mit $7.5 (lol!) entschädigt wurden, wenn Rechner beschädigt wurden musste jede Einzelperson selbst klagen. Wieviele Personen haben bis heute keine Ahnung davon das Sony ihnen durch gekaufte CDs Spyware auf die Rechner gebracht haben die von Hackern ausgenutzt werden konnten?

Sieht irgendwie danach aus als würden Verbraucher und Firmen wieder einmal unterschiedlich gerichtet, eigentlich sollte eine Wiedergutmachung von $7.5 ausreichend sein, oder weniger, schliesslich wurde auch weniger Schaden angerichtet.

siehe auch:
schneier.com/blog/archives/2005/11/sonys_drm_rootk.html

DELK 16 Übertalent - 5488 - 27. Januar 2011 - 23:24 #

Und dann haben sie mit ihrem Code ja auch noch Copyright verletzt :D
Aber natürlich wird hier mit zweierlei Maß gemessen. Du hast doch nicht etwa erwartet, dass es anders sein würde, oder?

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 27. Januar 2011 - 23:27 #

aber 7,5$ pro verkaufter Konsole würde Sony dann wohl bekommen ;) Die Verfügung ist erst mal normal glaube ich, das spätere Urteil entscheidet dann ob die Verfügung aufgehoben wird. Man will so erst mal den möglichen Schaden ( wobei das hier ehe irrelevant ist ) eingrenzen, falls Sony später Recht bekommt.

Anonymous (unregistriert) 28. Januar 2011 - 0:02 #

wohl eher nur für genau die Konsolen die so entsperrt wurden und auf denen ausdrücklich Raubkopien nachgewiesen werden konnten.

Frage bleibt aber, darf ein Privatkonzern per AGB Einschränken wie man gekaufte Hardware nutzen darf? Apple darf es nicht, Verizon und AT&T dürfen es nicht, und es würde mich ganz entschieden wundern wenn Sony das nun auf einmal dürfte.

Kolly (unregistriert) 28. Januar 2011 - 19:25 #

"nutzen darf ..." die neue PS4 darf nur noch mit Eon Strom betrieben werden ;)

Niko 16 Übertalent - 5024 - 27. Januar 2011 - 23:25 #

Richtig so. Die Jungs dürfen weiterhin an ihrer Konsole schrauben wie sie wollen, dürfen es aber nicht verbreiten.

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 28. Januar 2011 - 7:56 #

Bei deinem Kommentar frag ich mich, in welchem Rechtsstaat du leben möchtest... Jetzt neu: Don't ask, don't tell auch auf der PS3?

Wenn ich etwas gekauft habe, darf ich es auch modifizieren und darüber darf ich natürlich auch reden. Wie sich eine PS3 cracken lässt, ist schließlich kein Staatsgeheimnis.

Erstaunlich, wie sehr du deine Rechte abgeben willst, nur damit Sony dich weiterhin mit Videospielen versorgt.

LePatron 12 Trollwächter - P - 941 - 28. Januar 2011 - 9:37 #

Jo, genau....und dann regen wir uns über völlig überzogene Kopierschutzmaßnahmen auf, gell?

Es wird langsam echt lächerlich! Ihr huldigt eure, fast schon als "Robin Hoods" angesehene Hacker und Cracker, die ja den ach so bösen Konzernen in die Klöten treten und auf der anderen Seite wird über den aktuellen Wahn beim Kopierschutz gejammert. Irgendwie passt da was nicht...

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 28. Januar 2011 - 9:57 #

Kopierschutz und DRM-Maßnahmen sind ja auch der falsche Weg, mit illegalen Kopien umzugehen. Die Aufregung kann also unabhängig davon, was ich über Hacker denke, berechtigt sein...

Sony ist nicht böse, die Hacker sind nicht gut. Aber Sony schränkt das System künstlich ein und dann gibt es da Leute, die sich daran machen, das aufzuheben. Das ist praktisch, mehr aber auch nicht. Vor allem, weil ich ohnehin glaube, dass der wirtschaftliche Schaden für Sony sehr überschaubar sein wird...
Wie du siehst, man kann das auch sehr nüchtern betrachten, ohne den epischen Kampf Robin Hood vs. die Industrie...

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11219 - 28. Januar 2011 - 10:31 #

Was ist denn der richtige Weg? Mehrwert schaffen? Preise senken?

Nur weil dir die Kopierschutzmaßnahmen nicht unbedingt in den Kram passen, heißt das noch lange nicht, dass es aus wirtschaftlicher Sicht falsch ist bzw. nicht funktioniert. Da nahezu alle Unternehmen seit vielen Jahren dran festhalten, werden solche Maßnahmen schon ihren Nutzen haben. Selbst ein schlechter Kopierschutz filtert und nicht jeder bedient sich an allen Quellen.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 28. Januar 2011 - 10:57 #

Denke einfach mal an Ubisoft. Haben sie mehr Leute vergrault mit dem Launcher oder haben sie mehr illegale Kopierer dazu gebracht das Spiel zu kaufen? Der Imageschaden durch den verpatzten Start wird auch nicht ganz ohne Folgen sein. Kopierschutz schon und gut, aber wieso werden teilweise nicht nachvollziehbar dem Kunden Rechte entzogen und das mit Kopierschutz begründet? EA hat es offen und ehrlich gesagt warum sie den Onlinepass machen, wegen Gebrauchtspielen. Ubi versucht und zu Erklären ihr Launcher würde uns ja so ein geiles Zusatz Spielvergnügen bringen und erwähnt nebenbei das man das Spiel nicht mehr verkaufen kann^^ Selbe Mist wie anfangs bei Steam und HL2, nur war das vor X Jahren und mittlerweile hat man neue Funktionen hinzugefügt und Preise attraktiv gestaltet.

Und mal als Info
"Am 30. Mai 2007 wurde iTunes Plus eingeführt. Als Kunde hat man nun die Möglichkeit, Musik ohne DRM zu erwerben. Bei iTunes Plus ist die Musik in AAC 256 kbit/s verfügbar. Am 6. Januar 2009 wurde das Angebot an DRM-freien Titeln auf 80 Prozent des Katalogs erweitert. Mittlerweile ist der gesamte Katalog umgestellt worden."

Hat es Apple geschadet? Man kann entweder so denken, ALLE sind Raubkopierer wir müssen da mit dem Hammer draufhauen, oder ok wir haben paar schwarze Schafe die eh nix bezahlen würden (kein Geld kein Bock oder sonstwas ) dafür geben wir denen die uns bezahlen aber mehr Freiheit

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11219 - 28. Januar 2011 - 11:01 #

Die letzte Meldung von Ubisoft bezüglich des Kopierschutzes, die ich mitbekommen habe, war die, dass man weiterhin dran festhalten will. Imageschaden hin oder her, bislang scheint deren Rechnung trotz Forengeheule aufzugehen.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 28. Januar 2011 - 11:07 #

Da Ubi sich nicht selbst äußert kann man leider nur vermuten :)
Ich vermute durch Lockerung des Schutzes und da es noch keine "Der Erfolg gibt uns Recht" Aussagen von Ubi gab eher das Gegenteil, AC2 wird da viel gerettet haben. Aber wie sieht es mit SC aus? war doch eher ein Flop oder? Mal die Geschäftszahlen suchen :)

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 28. Januar 2011 - 10:51 #

Illegale Kopien als Fakt akzeptieren und dafür sorgen, dass die legale Kopie mehr bietet als die illegale. Also: Mehrwert schaffen. Und vor allem die Käufer legaler Kopien und Geräte nicht gängeln - das bringt schlichtweg keine Sympathie.

Microsoft verfährt doch in Teilen schon so: Wer illegale Kopien nutzt, wird vom Multiplayer ausgeschlossen. Das heißt ja, dass sie mehr oder weniger tolerieren, wenn jemand illegale Kopien nur im Singleplayer nutzt. Das was Sony da treibt, nämlich den Rechtsweg auszuschöpfen, steht ihnen ja prinzipiell auch offen.

Dass Kopierschutz-Maßnahmen eine gewisse Effizienz erreichen, stelle ich ja gar nicht in Frage, aber es ist genauso unausweichlich, dass sie früher oder später geknackt werden. Wenn sie denn geknackt wurden kann das Unternehmen entweder gelassen darauf reagieren (die Maßnahme hat ja ihren Zweck erfüllt) oder aber beleidigte Leberwurst spielen und zum Richter rennen.
Außerdem glaube ich, dass diverse Unternehmen und auch Konsumenten die Relevanz illegaler Kopien schlichtweg überschätzen, ansonsten hätte es niemals diese ulkigen Clips im Kino oder auf DVD gegeben.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11219 - 28. Januar 2011 - 11:05 #

Okay, Mehrwert. Wieder große Euroboxen mit Karten, Münzen etc. oder woran hast du gedacht? Sympathie spielt nur dann eine Rolle, wenn die Nachfrage elastisch ist, sprich ein Sympathiebonus den Umsatz vorantreibt.

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 28. Januar 2011 - 11:58 #

Zum Beispiel. Wer 50-60€ für ein Spiel ausgibt, kann ja wohl auch was schönes dafür bekommen. Allen anderen könnte man zum Beispiel in Form digitaler Distribution mit geringeren Preisen entgegenkommen. Wenn es eigentlich keines organisierten Vertriebs in dem Umfang einer Retailpackung mehr bedarf, dann kann man auch die Preise senken.
Ich würde mir aber vor allem Mehrwert bei älteren Spielen wünschen: Warum soll man sich ein Spiel kaufen, dass nur noch einer hässlichen Budget-Variante zu bekommen ist? Es wäre so einfach, beliebte Spiele ab und an in schöner und guter Verpackung neu rauszubringen, klappt bei Büchern ja auch (aber dann müsste sich die Industrie leider davon verabschieden, immer nur den neusten Scheiß verkaufen zu wollen).

Glaubst du im Ernst, dass Sympathie keine Rolle spielt? Dass die Kunden alles kaufen, was gerade gehyped wird? Wenn Marketing der einzige Kaufgrund sein sollte, dann hat die Industrie aber gewiss größere Probleme als illegale Kopien.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11219 - 28. Januar 2011 - 12:07 #

Wer redet denn von Hype? Ist das Spiel gut und/oder wird ordentlich beworben, drücken viele Spieler ein Auge zu was die Restriktionen anbelangt. Man wurde ja angefixt und will es unbedingt jetzt spielen. Ob ich den Publisher dann noch sympathisch finde, ist fast schon egal.

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 28. Januar 2011 - 12:16 #

Hmm, bei einem Publisher mag das für dich noch funktionieren, bei einer Heimkonsole jedoch nicht, oder? Oder interessieren dich da auch nur technische Daten und nicht der Ruf des Herstellers (man denke nur an die DC, die genau wegen SEGAs schlechtem Ruf scheiterte)?
Ich lese hier außerdem oft genug, dass Leute willig sind, Spiele aufgrund des Rufes des Publishers nicht zum Launch zu kaufen. Mit Ruf kann dabei auch die Erwartung von DLC gemeint sein.

Also mir geht es zumindest so, dass ich manche Publisher mal sympathisch fand, sie diesen Ruf verloren haben und ich deshalb recht vorsichtig bin, was künftige Käufe angeht. Ich denke, dass das auch mit DRM-Maßnahmen passieren kann, nämlcih dann wenn sie in den Weg zwischen Spieler und Spiel gelangen (Ubi-Launcher mit Server-Problemen).

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11219 - 28. Januar 2011 - 12:25 #

Wenn die Konsole sowie das Angebot an Spielen gut ist und es keine Restriktionen (wie etwa bei Onlive -.-) gibt, die mich stören, reicht mir das. Da muss ich den Hersteller nicht sympathisch finden.

Was du in Foren lesen kannst, ist sehr selektiv und muss daher nicht im Ansatz repräsentativ sein. ;)

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 28. Januar 2011 - 12:26 #

Das stimmt natürlich. Aber in Ermangelung repräsentativer Daten ist es das beste, was wir bekommen... ;)

Also hättest du die Dreamcast zum Launch gekauft? :)

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11219 - 28. Januar 2011 - 12:41 #

Wenn man alle anderen Faktoren außen vor lässt und lediglich Segas damaligen Ruf betrachtet - ja, schließlich ist mir der egal.^^ Da sich das Interesse am Spieleangebot und der Konsole an sich aber in Grenzen gehalten haben, habe ich mich damals damit begnügt, hin und wieder auf dem Dreamcast eines Kumpels zu spielen.

DELK 16 Übertalent - 5488 - 27. Januar 2011 - 23:26 #

Als ob das die Verbreitung auch nur irgendwie einschränken würde. Streisand-Effekt sollte doch allmählich auch Anwälten und Firmeninhabern ein Begriff sein.

Alex Hassel 19 Megatalent - 17895 - 27. Januar 2011 - 23:31 #

Sicher. Aber was wäre die Alternative? Tatenlos zusehen?

DELK 16 Übertalent - 5488 - 28. Januar 2011 - 0:10 #

Grade in dem Fall sollte Sony froh sein, dass ihre Konsole derartig lange ungehackt geblieben ist, auch wenn sich das in den Verkaufszahlen nicht niedergeschlagen hat. Natürlich kann es sinnvoll sein, einen derartigen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen (mal sehen, was das Gericht dazu sagt) zur Anzeige zu bringen, aber in diesem Fall sehe ich schlichtweg keinen Nutzen.

Anonymous (unregistriert) 28. Januar 2011 - 0:19 #

den Nutzen hat Sony. Normale Firmen bezahlen Spezialisten viel Geld Sicherheitsschwächen ihrer Systeme aufzuzeigen. Sicher hätte die Firma das Problem gerne weiterhin ignoriert um dadurch einen oder 2 cent zu sparen, im Endeffekt können sie aber durch die *Hilfe* der Hacker dieses und folgende Systeme verbessern.

Sie können entweder schmollen daß jemand ihr Schloss doch aufbekommen hat oder was sie gelernt haben nutzen um ein besseres zu bauen, das nächstes Mal noch länger standhält. Offensichtlich schmollen sie aber lieber erstmal nach außen hin.

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 28. Januar 2011 - 8:02 #

Man kann mit solchen Problemen auch entspannt umgehen... die Zahl derer, die über das technische Wissen verfügen, ihre Konsole zu modifizieren, dürfte doch ziemlich gering sein.

Statt sich hier juristisch abzumühen, könnte Sony auch versuchen, einer modifizierten Konsole möglichst geringe Vorteile zu überlassen. Sie bauen Other-OS und PS2-Kompatibilität (wieder) ein, verbessern die Preise im PSN (oder schmeißen es zugunsten von Steam ganz raus) und sorgen dafür, dass der PS3-Spielekatalog vielfältiger und günstiger wird.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11219 - 28. Januar 2011 - 8:28 #

Technisches Wissen scheint nicht nötig zu sein:

"Viele werden sich jetzt fragen: Warum? Was unterscheidet diesen Hack von anderen für Plattformen wie die Xbox 360? Außerdem hat doch gerade Sony schon zu PSone- und PS2-Zeiten Erfahrungen mit Raubkopien gemacht. Bei diesem Hack ist es aber anders, denn um auf Microsofts Konsole oder den alten PlayStations kopierte Software abzuspielen, muss an den Geräten eine technische Veränderung vorgenommen werden. [...]

Anders bei der PlayStation 3: Da ein möglicher Jailbreak mit der Sony-Signatur ausgestattet wäre, könnte der einfach über einen USB-Stick aufgespielt werden. Denkbar ist auch, dass User mit dem integrierten Browser nur eine bestimmte Seite im Internet ansurfen müssten. Auf diese Weise kann beispielsweise schon Apples iPhone geknackt werden. Technikverstand ist dafür auf Seiten des Anwenders keiner mehr nötig. Und da der Jailbreak ja »signiert« ist, wird die Konsole ihn ohne Probleme annehmen. Aus diesem Grunde ist die Situation für Hardware-Hersteller Sony ungleich dramatischer als noch zu PSone- oder PS2-Zeiten, denn natürlich gab es auch selbstgebrannte Spiele, aber wie erwähnt nur mit Umbaumaßnahmen."

Quelle: http://www.gamepro.de/specials/playstation_3_generalschluessel_kolumne/1968564/playstation_3_generalschluessel_kolumne.html

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 28. Januar 2011 - 9:52 #

Und wie groß ist der Prozentsatz offener i-Geräte? Ich habe gelesen, dass dieser auf ca. 10% geschätzt wird.

Das heißt bei einem Großteil der Kunden gibt es eine Hürde oder zumindest ein entsprechendes Desinteresse.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11219 - 28. Januar 2011 - 10:05 #

Da es hier nicht um ein Handy geht, sondern um eine Spielkonsole ist die Vergleichbarkeit nicht gegeben. Ansonsten würde mich interessieren, wo du das gelesen hast und worauf die Schätzungen basieren.

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 28. Januar 2011 - 10:27 #

Wenn ich mich recht erinnere, stammte das Beispiel von dir - mit Verweis auf das nicht benötigte technische Wissen... ;)

Ich glaube auch nicht, dass es eine direkte Vergleichbarkeit gibt, aber wenn es denn so ist, dass sich iOS-Geräte so leicht öffnen lassen und Apple trotzdem Rekordgewinne mit dem Appstore einfährt, scheinen mir Zweifel angebracht, ob Sonys Maßnahmen verhältnismäßig sind.

"Cydia creator Jay Freeman estimates that more than 10% of all iPhones are jailbroken."
http://en.wikipedia.org/wiki/IOS_jailbreaking

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11219 - 28. Januar 2011 - 10:45 #

Das Bsp. stammt doch von der GamePro und bezieht sich lediglich auf die Möglichkeit. Die Aussage von Jay Freeman ist über ein halbes Jahr her und "more than 10%" kann vieles bedeuten.

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 28. Januar 2011 - 10:54 #

Du hast das Beispiel von GamePro aber zitiert, also nahm ich an, dass du deren Meinung teilst... ;)

Klar, kann das vieles bedeuten. Aber da es keine verlässlichen Zahlen gibt, muss man wohl mit solchen Schätzungen umgehen.
Schade, dass du nicht auf meinen Einwand bzgl. des wirtschaftlichen Erfolgs des Appstores eingegangen bist... Da liegt meiner Meinung nach nämlich jenseits aller Zahlenspiele ein interessanter Punkt drin, der sich ja ohne weiteres auf die diversen Videospiele-Systeme übertragen lässt...

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11219 - 28. Januar 2011 - 11:15 #

Es ging lediglich um das benötigte technische Wissen um bei der PS3 Kopien nutzen zu können und nicht darum, dass dort Apple als Beispiel für die Einfachheit in einem Satz erwähnt wird. ;) (Siehe ursprüngliche Diskussion) Mit dem Appstore kenne ich mich nicht aus, soweit ich im Bilde bin, kosten Produkte dort aber auch nur einen Bruchteil von Konsolenspielen sowohl in der Herstellung als auch im Verkauf und werden ausschließlich digital vertrieben - etwas, was bei der aktuellen Konsolengeneration so noch nicht möglich ist.

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 28. Januar 2011 - 12:02 #

Es wäre möglich. Microsoft verkauft Vollpreisspiele nach meinem Kenntnisstand ja bereits über XBL... nun will ich ja mit Sicherheit keinen ausschließlichen Digitalvertrieb, aber wenn ich die illegale Kopie bekommen kann, ohne aus dem Haus zu gehen, die legale aber nicht (oder frühstens einen Tag später), dann ist das ein Nachteil, den man ohne größere Probleme ausgleichen könnte.

Der niedrige Preis soll beim Appstore nach gängiger Auffassung übrigens niemanden abgehalten haben, die Spiele illegal zu kopieren...

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11219 - 28. Januar 2011 - 12:13 #

Nein, es ist eben mit dieser Konsolengeneration noch nicht möglich. Das Konzept der Konsolen sieht vor, eine einheitliche Basis zu schaffen und wie sollen sich Xbox360 Spieler mit einer 20GB oder 60GB Platte oder Ps3ler mit 40 bzw. 80 GB bei einem rein digitalen Vertrieb von Spielen mit solchen eindecken? Im Extremfall nur ein Spiel gleichzeitig installieren? Alle Spieler dazu bringen, sich passende Konsolen bzw. Festplatten zu kaufen oder diese eben ausschließen? Absolut nicht praktikabel und das Geheule wäre um ein vielfaches größer als noch bei der Streichung von OtherOS.

Anonymous (unregistriert) 28. Januar 2011 - 11:05 #

Dazu noch die Anmerkung: nicht jeder der jailbreakt, raubkopiert auch apps. Jailbreak ist legal und ein extremer Mehrwert fuer alle iOS Kunden, die im Ende noch mehr ausgeben nur nicht fuer Apple's iStore. DIe PS3 zu jailbreaken wird also einfach sein, Spiele runterladen mit dem Risiko dabei erwischt zu werden, gehen schon weniger Leute ein.

Shantalya 08 Versteher - 197 - 27. Januar 2011 - 23:32 #

Was einmal im Internet ist, ist immer im Internet.
Da muss man schon das Internet 24h im Auge haben und alle Underground-Sites kennen...

Nesaija 13 Koop-Gamer - 1664 - 27. Januar 2011 - 23:41 #

Und ist ja nicht so das man scho ne weile länger gebrannte Spiele auf der Ps3 vor dem Hack u.a. durch fowerflow spielen konnte :9 und irgendwie wiederspricht sich die verfügung... weil laut dem geohot typen dürfte er ja sowas machen (mit ausnahme glaube ich alles 1:1 ins netz stellen)

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11219 - 28. Januar 2011 - 0:36 #

Laut Gamepro Special: "Im vergangenen Jahr tauchten zwar sogenannte Jailbreaks auf, die den Sicherheitsmechanismus überlisteten, die waren allerdings extrem teuer: Happige 170 US-Dollar kostete ein speziell programmierter USB-Stick. Binnen kürzester Zeit schob Sony per Firmware-Aktualisierung dieser Methode aber wieder einen Riegel vor."

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 28. Januar 2011 - 0:56 #

GT5 etc gab es auch dafür also der Riegel war wohl nicht so toll.

Anonymous (unregistriert) 28. Januar 2011 - 6:26 #

das für 170 euro war nur der erste kommerzielle stick

später gab es leere sticks zum selberflashen per usb für 24 euro.
und die software dazu war opensource.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 28. Januar 2011 - 1:02 #

Sorry hab nicht gemerkt das er es runterläd :)

Darkling 09 Triple-Talent - 258 - 28. Januar 2011 - 13:28 #

Ein Hoch auf Corporate America :(

Revolted 09 Triple-Talent - 276 - 28. Januar 2011 - 16:32 #

Wegen GeoHot (cooler name, echt) kriegen die ehrlichen Ps3 Nutzer bald einen Registrierungscode ins Gesichtgeschmissen. Und einige rechtfertigen nun sein Handeln?

Also vielen Dank GeoHot. Wo warst du nur all die Jahre? Ea ist dagegen ein wicht. Nur du hast die Macht den Gebrauchtmarkt zerstören! [Jetzt auf Deutsch: Du hast den längsten *****!]

Wer ist nochmal John Riccitiello???? Was???? Ein niemand.

Sommersaultattack (unregistriert) 28. Januar 2011 - 17:13 #

Ist doch gut was der gemacht hat. Jetzt kommt Sony vielleicht mal in die Gängen um ne neue Konsole auf den Markt zu schmeissen. Microsh*t muss dann nachziehen, und wir PC Spieler bekommen endlich neue Games die Grafisch zur Hardware passen.

Wählt die Piraten Partei, denn nichts ist sicher.
Und wenn alle System in Zukunft endlich offen sind braucht man auch keinen teuren Kopierschutz mehr.
Und die Welt erfährt dann endlich was sich in Area51 verbirgt.
Es wird Zeit zu den Sternen zu greifen. Milchstraße auf wiedersehn.

thurius (unregistriert) 28. Januar 2011 - 17:52 #

mach du doch den ersten schritt und entwickel eine offene konsole oder kein bock drauf?

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 30. Januar 2011 - 23:11 #

Ich habe es immer gesagt. Im Grunde geht mir dieser Käse auf die Eier. Wenn einer seine PS3 so umbaut, dass sie seinen Rasensprenger und die Waschmaschine steuern kann- bitte schön! Who cares?

Aber was passiert wenn er Wege zur Umgehung eines Sicherheitssystems im Internet verbreitet um allen zu zeigen wie dick seine Klöten sind? Nein, ich glaube da geht es nicht darum ob man in seiner Freiheit als Besitzer der Hardware begrenzt wird- laut AGB dürfte übrigens eindeutig geregelt sein was der Besitzer darf und was man nicht darf- hier wird Sony in seinem legitimen Streben nach Gewinn- der ökonomischen Existenzgrundlage- eingeschränkt.

Ich gehe erstens davon aus, dass Sony die PS3 bereitstellt um Software die für die PS3 angeboten wird abzuspielen. Man erwirbt sicherlich das Nutzungsrecht in einem reglementierten Rahmen. Das Rückentwickeln und Demontieren sowie Verändern der Hardware ist in der Regel ausdrücklich nicht gestattet und wird mit- böse böse- dem Verfall der Garantieansprüche bestraft.

Zweitens ist vermutlich nicht nur derjenige für Schäden haftbar zu machen der aktiv und vorsätzlich schädliche Veränderungen am System vornimmt (Umgehung von Sicherheitsmaßnahmen) oder das abspielen von Raubkopien ermöglicht, sondern auch derjenige der dazu Beihilfe leistet. Und das würde aus meiner laienhaften Sicht auf die Hacker zutreffen, die diese "Lösungsansätze" veröffentlicht haben. Ob sie sich nun formal per Erklärung von Computerkriminalität distanzieren hin oder her.

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)