THQs Danny Bilson erschaudert vor nächster Konsolengeneration

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19. Januar 2011 - 19:31

Wir alle lieben unsere aktuellen Konsolen, egal ob sie Xbox 360, Playstation 3 oder Wii heißen. Doch jeder echte Konsolero gerät in Verzückung, wenn alle Jahre wieder eine neue Hardware auf den Markt kommt. Danny Bilson, der Vizepräsident von THQs Coregamessparte aber, findet den Gedanken an die nächste Konsolengeneration entsetzlich.

Es wäre schrecklich. Es kostet uns jetzt schon ein Vermögen auf den aktuellen Plattformen Spiele zu entwickeln. Wenn die Messlatte höher gesetzt wird, künstlerisch detaillierter gearbeitet, die Inhalte umfangreicher werden, weiß ich nicht, wie man ein Spiel produzieren und unter 100$ verkaufen soll.

In der Vergangenheit kamen alle fünf bis sechs Jahre neue Konsolen auf den Markt. Da bisher keiner der Konsolenhersteller nicht mal ansatzweise eine neue Heim-Hardware angekündigt hat, könnte sich diese Tradition etwas ändern. Bilson dazu:

Wir werden nicht wie bisher mit neuer Hardware alle fünf bis sechs Jahre erschlagen. Es liegt an uns, Konkurrenzfähig in Sachen Grafik und Kreativität zu sein. Manchmal hoffe ich, das gute Kreativität und Stil wichtiger sein wird. Es ist wichtiger.

In Anbetracht von Indie-Erfolgen wie Limbo oder Minecraft, scheint Herr Bilson mit der Wichtigkeit von Stil und Kreativität nicht ganz falsch zu liegen.

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 19. Januar 2011 - 17:29 #

Im Grunde wäre jetzt grad für Sega die perfekte Zeit Software-Deals auszuhandeln und eine neue Konsole zu entwickeln, die in ein bis eineinhalb Jahren auf den Markt geschoben werden kann. Das Potenzial ist grad da schätze ich weil ja alle sehen, wie der PC die "Current-Gen-Konsolen" in puncto Leistungsvermögen komplett deklassiert.

Die einzige Frage wäre noch: Ist die Konsole im herkömmlichen Sinn überhaupt noch ein Modell mit Zukunft oder müssen auch die technologischen Konzepte selbst sich der Entwicklung (Portables, Handhelds, Tablets, Clouds, WiFi) mehr anpassen?

Niko 16 Übertalent - 5024 - 19. Januar 2011 - 20:06 #

Ich glaube auch nicht das der Grafiksprung der nächsten Generation so groß sein wird. Ich glaube diese schnelle Entwicklung der Grafik wie in den letzten Jahren werden wir so schnell nicht wieder haben

ImpactAce 09 Triple-Talent - 254 - 19. Januar 2011 - 22:13 #

Was der Grafiksprung sein wird, wird Crysis 2 auf maximalen details zeigen ^^

Rondidon 15 Kenner - P - 2893 - 21. Januar 2011 - 12:56 #

Meine Erfahrung als Freizeit-Entwickler: Die Grafik ist bereits auf beinahe bestmöglichem Niveau. Problem ist schlicht und ergreifend der künstlerische Flaschenhals. Klar kannst du die Texturauflösung nochmal verdoppeln und noch drei weitere neue Shader integrieren. Aber: Schon jetzt arbeiten teilweise hunderte Designer monate- oder jahrelang an einem einzigen Projekt. Jeder Hubschrauber, jede Straßenlaterne, jeder Grashalm muss modelliert, texturiert, animiert und anschließend mit einem entsprechenden Shader versehen werden. Und dann hat man noch lange kein Level, geschweige denn ein Spiel.
Die Komplexität und der Aufwand hinter heutigen A-Titeln ist alleine auf der künstlerischen Seite dermaßen immens, dass da kaum noch Luft nach oben ist. Von programmiertechnischem Aufwand hinter 128-Spieler Multiplayer, den neuesten Physikeffekten und den heutigen allgemeinen Maßstäben gar nicht erst zu reden. Und wenn ein Spiel wirklich mal hundert Euro kosten muss, kauft es keiner mehr.

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 28. Januar 2011 - 13:31 #

Auch wenn ich keine Erfahrung als Freizeit-Entwickler habe, aber jeder Grashalm muss ganz sicher nicht modelliert werden, gerade bei Vegetation und sich zufällig wiederholenden Strukturen gibt es viele Tools die hier helfen, als Beispiel sei nur das bekannte Speedtree genannt. http://de.wikipedia.org/wiki/Speedtree

Ich denke das man von solcher Middleware in Zukunft immer häufiger Gebrauch machen wird, der Designer eher nur noch bestimmt das er hier Wüste, dort Sumpf und hier Häuser haben will und sich die Engine und Tools um die unwichtigen Details kümmern. Wenn nicht mehr jede Textur von Hand platziert werden muss, sollte dies helfen Designer für wichtigere Aufgaben frei zu machen.

Was Physikeffekte angeht, steckt dies sicherlich noch in den Kinderschuhen, aber richtig benutzt sollte dies Entwickler eher entlasten, da nicht mehr hunderte von Animationen für Gegenstände programmiert werden müssen, sondern die Physikengine dynamisch diese Aufgabe übernimmt und alles nach bestimmten Regeln umkippen läßt (als Beispiel).

Kanonengießer 14 Komm-Experte - 2391 - 19. Januar 2011 - 20:50 #

Immer wieder erstaunlich, das THQ, die so Grafik und Spielspaß Blockbuster in ihrem Lineup haben wie 50 Cent (gähn), Frontlines (hmpf), Quantum Theory (lauf weg) das gefühlte 40. Smackdown vs. Raw und jeder Menge Lizenzschrott Aussagen trifft wie: "Es liegt an uns, Konkurrenzfähig in Sachen Grafik und Kreativität zu sein. Manchmal hoffe ich, das gute Kreativität und Stil wichtiger sein wird. Es ist wichtiger."
Klar, ein paar wenige gute Titel haben sie ja (Metro 2033 und auf Homefront bin ich gespannt), aber dann hätten die guten Herren sich das schon viel früher überlegen sollen.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 19. Januar 2011 - 21:15 #

Darksiders
Stalker
Red Faction
Company of Heros
Warhammer
Homefront

waren jetzt alle nicht die Wertungskasten 9,5er aber oft abwechslungsreicher wie die meisten Mainstreamserien vom Setting und Gameplay und gut sahen sie meist auch aus, andere dafür sehr gut.
Aber das große Geld verdient man im Mainstream.

Was bei THQ irgendwie Fehlt ist eine Serie mit der die Masse THQ verbindet. Sowas wie Warcraft zu Blizzard oder Doom zu ID oder oder. Da ist halt abgesehen von Lizensverwursten wie Smackdown vs Raw und Warhammer keine Fanbase.

Bei der Grafik hat glaube ich die Wii den Entwicklern gezeigt,dass man auch ohne Highend Grafik Spielspaß noch verkaufen kann, nur haben manche das wohl Falsch verstanden und gedacht auf der Wii verkauft sich alles.

DELK 16 Übertalent - 5488 - 19. Januar 2011 - 23:05 #

Wobei man dazu sagen muss, dass sie Stalker wirklich nur in Europa vertrieben haben, Finanzierung usw. hat GSC Gameworld übernommen.

falc410 14 Komm-Experte - 2354 - 19. Januar 2011 - 22:05 #

Also bessere Grafik muss nicht unbedingt gleich viel hoehere Kosten betragen. Die meisten Algorithmen fuer realitische Lichtberechnungen sind schon seit 10 Jahren bekannt - nur eben nicht schnell genug fuer Echtzeiteinsatz. Wenn man potentere Hardware hat kann man einfach mehr implementieren. Das mit einer neuen Konsolengeneration sich etwas an der Aufloesung aendert ist unwahrscheinlich da die TV's erstmal bei FullHD bleiben und selbst eine besser aufgeloeste Textur sollte nicht viel mehr kosten wie eine mit niedriger Aufloesung.

Derzeit werden doch eh schon alle Models mit sehr vielen Details entworfen und diese dann wieder verworfen damit man das Model mit entsprechender Geschwindigkeit rendern kann und durch Tricks wie Tesselation oder Normal-Mapping sieht es dann fast wieder so gut aus wie im Originalentwurf.

Also warum sollten Spiele mit besserer Grafik nun gleich so viel mehr kosten?

bam 15 Kenner - 2757 - 20. Januar 2011 - 4:26 #

Die Spieleindustrie muss sich wirklich überlegen wie man in Zukunft Spiele entwickelt. Auf herkömmliche Weise geht es kaum noch, da ist etwas dran. Man schaue sich ein GTA 4 an, an welchem über tausend Leute beteiligt waren: Das hat Auswirkungen hinsichtlich den Assets: Texturen, Models und Musik/Sounds/Sprache, aber kaum Auswirkungen hinsichtlich des Gameplays. Ein Spiel wird nicht besser nur weil 10x so viele Personen dran entwickeln, einzig die Präsentation wird auf technisch-machabarem Niveau gehalten.

Hier muss es sicherlich in Zukunft Fortschritte geben. Eine Möglichkeit sind sicherlich bessere Developer-Tools. Schon jetzt merkt man dass viele Entwickler gerne "modulare"-Editoren benutzen. Statt hunderte Charaktere einzeln zu produzieren, entwirft man eine bestimmte Anzahl an Assets und kombiniert diese anschließend. Selbige Editoren sind letztendlich dann auch für die Mod-Community brauchbar.

Viele Entwickler sind da aber eher traditionell ausgerichtet. Ein StarCraft 2 braucht sicherlich nicht nur wegen dem Anspruch Blizzards ~5 Jahre Entwicklungszeit, sondern weil man sämtlichen Content des Spiels mit relativ kleinem Team und in "Handarbeit" erstellt. Das hält zwar die Entwicklungskosten noch unten relativ zum Entwicklungszeitraum, wird aber in Zukunft sicherlich noch länger dauern, oder eben wesentlich mehr Kosten verursachen.

In höheren Spielpreisen kann das alles aber nicht resultieren, denn die Nachfrage bzw. der Preis den man bereit ist zu zahlen, wächst sicherlich nicht mit dem Aufwand fürs Produkt. Hier geht es eben darum die Kosten mit technischer Weiterentwicklung und breitgefächerter Nutzung dieser Technologien unten zu halten.

bierpumpe 11 Forenversteher - 687 - 20. Januar 2011 - 11:31 #

Ich find erst mal die Aussage gut, das man mit den vorhandenen Mitteln mehr machen will. Sei es kreativ oder auch technisch.
Warum nicht vorhandene Hardware erst mal bis zum äußersten ausreizen, bevor man sagt, es geht nichts mehr, wir nötigen den User sich neue Hardware zu kaufen.
Manchmal habe ich das Gefühl, das neue Spiele nur auf der neusten Hardware laufen. Wo bleibt denn da die Herausforderung an die Programmierer?

Anonymous (unregistriert) 20. Januar 2011 - 13:12 #

Kinofilme sind in den letzten 25 Jahren auch immer teurer geworden,
obwohl mein Kino seit 25 Jahren die gleiche Hardware hat.
Die Preisschraube muss also nicht primär die Technik sein.

Wenn Spiele bei Full-HD vernünftig flüssig laufen würden,
hätte ich kein Problem mit der aktuellen Konsolengeneration,
aber ich habe das Gefühl die Konsolen ächzen schon heute
mit ihrer Grafik auf DirectX 9-Level bei Full-HD.

Eine Möglichkeit wären also abwärtskompatible Konsolen, um
schon heute Titel flüssig zu genießen.

Anders als beim Film muss man viele Sachen auch nur einmal
programmieren und kann sie dann in vielen Spielen benutzen.
Z.B. die Simulation von Straßenverkehr in 3D-Spielen.
Das programmiert man einmal und baut das dann in alle
passenden NG-Spiele ein.

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