Hardware-News KW03: GTX 560 Ti und All-in-One-PCs mit 3D
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

PC
Bild von Dennis Ziesecke
Dennis Ziesecke 29501 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
Dieser User unterstützt GG mit einem Abonnement oder nutzt Freimonate via GG-Gulden.Alter Haudegen: Ist seit mindestens 5 Jahren bei GG.de registriertGold-Jäger: Hat 75 Erfolge erreicht -- Wahnsinn!Gold-Gamer: Hat den GamersGlobal-Rang 20 erreichtFROGG: Als "Friend of GamersGlobal" darf sich bezeichnen, wer uns 25 Euro spendet.GG-Gründungsfan: Hat in 2009 einmalig 25 Euro gespendetAlter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriertReportage-Guru: Hat 10 Reportagen oder FAQ-Previews geschriebenDebattierer: Hat 5000 EXP durch Comments erhaltenIdol der Massen: Hat mindestens 10.000 Kudos bekommenSilber-Jäger: Hat Stufe 10 der Jäger-Klasse erreichtSilber-Schreiber: Hat Stufe 10 der Schreiber-Klasse erreicht

17. Januar 2011 - 13:12 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Frenetische Begeisterungsrufe bei Erscheinen neuer CPU-Serien sind nur noch selten, zwanghaftes Aufrüsten des eigenen Computers ist zumindest bei Gamern kaum noch zu beobachten. Intel durfte dieses Phänomen auf der kürzlich beendeten CES erfahren, ganz nach dem Motto: "Stellt euch vor, Intel präsentiert neue CPUs, und keiner schaut zu". Oak Trail, die "Tablet-Revolution" -- interessierte kaum jemanden. Kompatibilität zu x86 ist im Tablet-Markt nicht zwingend erforderlich, die Leistungsaufnahme von Oak Trail ist zu hoch und die Grafikleistung wieder einmal zu niedrig. NVidia zeigte mit Tegra 2 wie man es richtig macht und dominierte damit die Messe. Sandy Bridge -- tolle CPU, viel Leistung, brauchbare integrierte Grafik. Doch leider benötigt diese CPU aktuell kaum jemand, zumindest das Aufrüsten eines halbwegs aktuellen Systems ist für viele Anwender schlicht unsinnig. Ausreichend Leistung bieten auch Quadcores der vergangenen Generation, und eine integrierte Grafiklösung lockt auch keinen Hardwarefan hinter seinem Monitor hervor. Wie seht ihr als Leser dieser Rubrik die Entwicklung? Lieber mehr Rechenkerne oder besser ein erneutes MHz-Rennen? Oder doch lieber stagnierende Leistungen bei geringerem Energiebedarf? Schreibt eure Meinungen in die Kommentare!


Bis zu 30 Meter Reichweite soll die kabellose Bildübertragung der GTX 460 WHDI erreichen

Ungewöhnliche GTX460 von KFA²

Viele Anwender stören sich stark am zunehmenden Kabelgewirr unter dem PC-Schreibtisch. Netzteil, Lautsprecher, Eingabegeräte, diverse USB-Strippen, der Monitor -- aus einem handelsüblichen PC quillt die Verkabelung ungehemmt heraus. Was im Arbeitszimmer nur unangenehm ist, tendiert beim Wohnzimmer-PC zum absoluten Tabu. Zumindest das Monitorkabel könnte sich mit einem neuen Produkt des Grafikkartenherstellers Galaxy (in Deutschland unter der Marke KFA² bekannt) bald erübrigen. Unter dem Namen GTX 460 WHDI veröffentlicht der Hersteller eine flotte Geforce GTX 460 mit 1 GB GDDR5-RAM und der kabellosen Funkübertragung WHDI (Wireless Home Digital Interface). Zu diesem Zwecke verfügt die Karte über eine ganze Antennen-Phalanx bestehend aus fünf Antennen für das 5GHz-Funknetz. So soll die Karte in der Lage sein, das Videosignal bis zu 30 Meter weit kabellos zu übertragen.

Der WHDI-Standard unterstützt die Kopierschutztechnik HDCP 2.0 (zur Übertragung von Blu-ray-Filmen) und soll unkomprimierte Videos mit der Auflösung 1920x1080 Bildpunkten bei 60 Hertz (1080p60) an TV-Geräte und Monitore übertragen können. Ein WHDI-Empfänger liegt dem Grafikkartenpaket natürlich bei. Leider gibt es noch keine Informationen zur Lautstärke des verbauten Lüfters -- sollte sich die Karte im Betrieb als Leisetreter erweisen, wären so vergleichsweise ruhige Multimedia-Wohnzimmercomputer mit Spieleambitionen realisierbar. Der PC müsste in diesem Falle auch nicht mehr zwingend neben dem Fernseher stehen, sondern könnte flexibel aufgebaut werden. Für die Verbindung herkömmlicher kabelgebundener Empfangsgeräte bietet die Karte DVI und HDMI.


3D ohne zusätzliche Brille könnte der 3D-Darstellung zum Durchbruch verhelfen 

All-In-One-PC mit autostereoskopischem Display

3D-Darstellung ohne zusätzliche Brille (Autostereoskopie) war nicht nur auf der Consumer Electronics Show (CES) ein beherrschendes Thema. Ab ungefähr dem Erscheinen des Nintendo 3DS in diesem Jahr wird wohl auch die Monitor-Industrie eigene Angebote auf den Markt bringen. Allerdings ist die Produktion solcher Monitore aufwändig und teuer, große Diagonalen mit hohen Auflösungen erweisen sich noch immer als große Herausforderung für die Ingenieure. Nur bis zu winzigen 4 Zoll gelten autostereoskopische Displays als bezahlbar, größere Diagonalen lassen auf sich warten. Umso überraschender kommt daher die Ankündigung von Fujitsu, einen All-In-One-PC mit einem autostereoskopischen 23-Zoll-Display auf den Markt zu bringen.

Der Bildschirm löst mit 1920x1080 Bildpunkten in der gewohnten Full-HD-Darstellung auf. Der Rechenknecht im flachen Gehäuse stammt von Intel, es handelt sich um die Sandy-Bridge-CPU Core i7-2630QM. Dieser Quadcore-Prozessor ist für den Notebookmarkt bestimmt und taktet mit 2,0 GHz, kann aber per Turbomodus auf bis zu 2,9 GHz hochtakten. Die Grafiklösung namens Intel HD3000 ist in die CPU integriert und genügt nur geringen Ansprüchen -- Spieler sollten mangels Aufrüstmöglichkeit besser die Finger von diesem PC lassen. Grafisch weniger anspruchsvolle Spiele laufen zwar flüssig, allerdings leiden Intel-Grafikchips weiterhin unter den für Spielern indiskutabel schlechten Treibern. Flankiert wird der flotte Prozessor von 4 GB DDR3-RAM und einer Festplatte mit 2 TB Kapazität. Neben einem TV-Tuner und WLAN verfügt der Rechner auch über zwei moderne USB3.0-Ports.

Fujitsu startet den Verkauf des Esprimo FH99/CM bereits Ende Februar zu einem Preis von umgerechnet rund 2350 Euro. Allerdings erscheint das Modell vorerst exklusiv in Japan, ob es zu einem späteren Zeitpunkt auch in Deutschland erhältlich sein wird, ist noch unklar.


Einstiges Topmodell von NVidia: Geforce 4 TI 4600 mit 128 MB für AGP.

Geforce GTX 560 wird zur GTX 560 TI


Bereits am 25 Januar soll NVidias neue Performance-Grafikkarte GTX 560 erscheinen. Der Geforce-Treiber 266.44 enthält bereits Einträge, die auf entsprechende Grafikkarten hinweisen. Interessant ist allerdings die Bezeichnung der neuen Modelle als GTX 560 Ti. Zuletzt wurde die sehr erfolgreiche Geforce 4 Ti 4200 mit diesem Kürzel benannt. Ob NVidia nun auch plant, die vollkommen zu Recht begrabene MX-Grafikkartenserie neu zu beleben ist nicht bekannt -- es bleibt zu hoffen, dass man sich in Kalifornien auf die schnelleren Ti-Versionen konzentriert. Zur Erinnerung: Zu Zeiten der Geforce4 trennte NVidia die Serie in Mainstream und Highend, indem die Kürzel Ti und MX genutzt wurden. Leider erwiesen sich die MX-Modelle als enttäuschender Neuaufguss der bereits lange veralteten Geforce 2, vor allem der Verzicht auf damals moderne Shaderfunktionen erzürnte viele PC-Spieler.

Die GTX 560 Ti soll noch im Januar als Konkurrenz zu AMDs neuer Radeon HD 6950 mit 1 GB Grafikspeicher auf den Markt kommen. Preislich werden entsprechende Modelle voraussichtlich zwischen 240 und 300 Euro liegen. Mit 384 Shadereinheiten, einem 256 Bit Speicherinterface und recht hohen Taktraten von 820 MHz für die GPU und 2000 MHz für den GDDR5-RAM dürften die 560er-Karten auf dem Niveau einer GTX470 rechnen, dabei aber deutlich weniger Energie benötigen.



rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 17. Januar 2011 - 13:28 #

Sind zu Karte 1 schon irgendwelche Preisrahmen bekannt?
Und Stromverbrauch ? :)

Das 3D PC Konzept klingt gut, Preis ok ist halt neu :D aaber gefällt mir schon mal wohin die Entwicklung geht :)

Und bitte bitte NVidia keine MX mehr, ich hab heute noch Alpträume von Leuten die Anrufen und sagen "Ich hab mir eine MX gekauft"

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 17. Januar 2011 - 13:40 #

Bislang gibt es leider keine Preisvorstellungen von KFA².. Stromverbrauch ist auch unbekannt, wird aber wohl mindestens 10-20 Watt über dem einer normalen 460 liegen.

Rondrer (unregistriert) 17. Januar 2011 - 14:38 #

Achja, die gute alte Ti 4200, so eine müsste bei mir auch noch irgendwo rumfliegen ;) Super Karte damals (vom Preis/Leistungsverhältnis her). Was waren das noch Zeiten, als man tatsächlich noch was von der Karte gesehen hat, abgesehen vom Kühler...

"Lieber mehr Rechenkerne oder besser ein erneutes MHz-Rennen? Oder doch lieber stagnierende Leistungen bei geringerem Energiebedarf?"
Alles bitte :D Mehr Rechenkerne mit immer höherer Leistung pro Kern aber trotzdem auch ein breites Low-Power Segment. Für jeden Zweck den richtigen Prozessor.
Und wenn wir schon bei "wünsch-dir-was" sind: Bitte endlich die x86er Architektur töten, danke.

Olphas 24 Trolljäger - - 46958 - 17. Januar 2011 - 14:56 #

Oh ja, die 4200 TI hatte ich auch. Und das erstaunlich lang! Irgendwo in einer Kiste im Keller müsste die auch noch liegen.
Ich für meinen Teil bin eigentlich ganz froh, dass das Hardware-Rennen um immer höhere Megahertz-Zahlen vorbei ist. Heute ist das Tempo etwas überschaubarer und man kommt mit seiner Hardware einfach auch länger aus, wenn man nicht gerade immer das neueste haben will.

Wenn ich dran denke, wie ich damals stolz meinen Cyrix 686er gekauft hab (was sich schnell als ziemliche Dummheit entpuppt hat, aber ich war jung und naiv!) und der ruckzuck veraltet war. Der Celeron 333MHz, den ich einem Bekannten abgenommen hab hielt auch nicht viel länger. Die 1GHz AMD-Kiste hielt immerhin noch ein bisschen länger aus.
Und jetzt hab ich einen AMD Dualcore-Prozessor, der schon einige Jahre auf dem Buckel hat und der tut seinen Dienst noch prima. Die Grafikkarte ist auch schon recht alt (Geforce 9800GT) aber selbst die reicht noch für meine Zwecke.
Schonender für den Geldbeutel ist das heute allemal.

MGreiner (unregistriert) 17. Januar 2011 - 15:35 #

Joa! ab und zu mal alten Grakatreiber runter, nen aktuellen druff. Bis auf einzelne Programmierunfälle (GTa4) laufen eigentlich alle Games gut. Dann noch Vsync sowie Blur aus, gibt immer Leistung! Und anstatt AA halt AF benutzen, bringt meiner Meinung nach mehr bei weniger Leistungsverlust...

Schon kannst du dir aufgrund der Technikstagnation ein Update sparen. Und sieht immer noch 10mal besser aus als der 600p Matsch der einem bei CoD 6 und Halo 3 auf der Xbox angedreht wird (Spiele mit der 9800 immer auf 1650x1080, der Unterschied ist bei genauerem Hinsehen offensichtlich).

STF 11 Forenversteher - 623 - 17. Januar 2011 - 15:41 #

@ Dennis Ziesecke:
Danke für die guten Hardware-Infos.
Aber bei den GF4 4000Ti Serie gab es doch noch die 4800Ti als Spitzenmodell, diese war eigentlich identisch mit der 4600Ti, hatte aber den NV28 anstatt dem NV25. Der NV28 unterschied sich halt darin, dass AGP 8x Support möglich war.
http://de.wikipedia.org/wiki/Nvidia-GeForce-4-Serie
http://de.wikipedia.org/wiki/Accelerated_Graphics_Port
Ist mir nur aufgefallen, weil ich selbst eine 4800Ti besaß bzw. noch besitze.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 17. Januar 2011 - 16:07 #

OK, die 4800 habe ich gekonnt ignoriert, eben auch, weil die 4800 nur ein AGP8-Update der 4600 war. Erinnert sich noch jemand an die SE-Versionen?

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 17. Januar 2011 - 17:19 #

TI 4400 mit AGP8x ? bei diesen Namenszusätzen bekomme ich immer schlimmer Flashbacks XT XTX LE PRO ULTRA MX SE GTS GTO GS XT-PE EZ

war das schlimm als Karten noch im 6 Monatsrhythmus erschienen
Das SE hat NVidia bei der GTX 460 auch wieder ausgegraben *g*

Larnak 21 Motivator - P - 25531 - 17. Januar 2011 - 22:42 #

Mh, neue Prozessoren von Intel lasse mich seit einiger Zeit ziemlich kalt. Gar nicht mal, weil ich was gegen mehr Leistung, weniger Stromverbrauch oder so hätte. Aber Intel (das zeigt die Erfahrung) ist einfach viel zu teuer. Nimmt man eine CPU, die von der Leistung her noch von den AMD-PhenomIIs geknackt werden kann, zahlt man da schon wesentlich mehr als bei AMD für mehr Leistung. Kommt man in Bereiche, wo AMD keine Alternative mehr ist, landet man ganz schnell bei 800-1000€. Es gibt sicher Menschen, die auch für wenig Mehrleistung viel Geld zahlen, weil sie wirklich die Kraft brauchen. Aber für mich als "einfach nur Spieler" ist Intel da absolut uninteressant in jeder Hinsicht.
Da gucke ich dann lieber zu AMD, wo man sich schon fast sicher sein kann, dass neue Modelle ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben.

Das Geld, was ich mir durch "AMD statt Intel" spare, kann ich dann bei der Grafikkarte draufpacken. Oder bei der SSD. Oder beim Blue-Ray-Laufwerk. Oder das Display eine Stufe größer nehmen. Es gibt genug Möglichkeiten, das Geld sinnvoll zu verwenden.

Zu "Ti": Yeah, noch mehr Chaos! :/

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 18. Januar 2011 - 13:02 #

Darf ich einmal anmerken, dass mir Grafikkarten mit kabelloser Bildübertragung zwar komplett am Allerwertesten vorbei gehen, ich mir aber sehr wohl Tablets und Note-/Netbooks mit solchen Funktionen wünsche? Vielleicht auch abseits von Intels Bemühungen in der Sache - eine Intel-IGP mag ich mir immer noch nicht antun.

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)