Hardware-News KW02: GTX595/HD6990, Intel Ivy Bridge
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PC
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Dennis Ziesecke 29583 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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10. Januar 2011 - 23:59
Die CES ist vorüber und hat einige Trends für die kommenden Monate gesetzt. Die schlechte Nachricht für PC-Spieler: Keine wirklich beeindruckende Neuerung betrifft den Gaming-PC direkt. Statt dessen drehte sich alles um 3D, Tablet-PCs, Tegra und Tegra-Tablets. Ein Grund mehr für GamersGlobal, diese Hardwarenews ausnahmsweise einmal frei von Tablet-News zu halten! Statt dessen erwarten euch Neuigkeiten zu AMDs und NVidias kommenden Dual-GPU-Grafikmonstern, einer verblüffend rasanten SSD und Erfreulichem über Intels Ivy-Bridge-Grafik.



Nichts für kleine Computergehäuse - NVidia GeForce GTX595


Dual-GPU-Boliden erscheinen demnächst

Auch wenn sich der praktische Nutzen für all die gebotene Grafikleistung aktueller Dual-GPU-Grafikkarten nicht jedem Anwender erschließen mag -- Aufsehen erregen die jeweils schnellsten Modelle der GPU-Serien dann doch immer wieder. Die flinkesten Singlechip-Modelle sind unter den Namen Geforce GTX580 und AMD Radeon HD6970 schon seit einigen Tagen auf dem Markt; bereits im Februar sollen jetzt die Modelle mit zwei Grafikchips folgen.

Auf der CES zeigte EVGA eine Platine für eine potentielle GTX595. Diese Karte soll zwei GF110-GPUs miteinander vereinen. Allerdings wird sicherlich nicht die schnelle Version der GTX580 zum Einsatz kommen sondern die etwas langsamere GTX570-Variante. Und auch diese Lösung wird das Netzteil des Computers arg strapazieren. Vorgesehen sind zwei 8-Pin-PCIe-Stromstecker, was zusammen mit dem PCIe16-Steckplatz eine maximale Energieaufnahme von 375 Watt ergeben darf. Auf jeden Fall setzt EVGA einen massiven Kühlkörper mit zwei Slots Bauhöhe und drei Ventilatoren ein um der Wärmeentwicklung Herr zu werden.

Auch AMD möchte natürlich nicht zurückstecken, wahrscheinlich in einer der letzten Februarwochen wird auf Basis von zwei Cayman-GPUs eine HD6990 erscheinen. Diese Information gab AMD beim Financial Analyst Day 2010 bekannt, genannt wurde ein Termin nach dem chinesischen Neujahrsfest am 3. Februar 2011. Bislang sind keine weiterführenden Daten zu der HD6990 bekannt. Sowohl die Geforce als auch AMDs Radeon setzen interne Brückenchips zur Kopplung der beiden GPUs ein und erfordern kein Crossfire- oder SLI-taugliches Mainboard.


Fast so schnell wie DDR-RAM: RAIDDrive 2 für PCIe mit bis zu 2,4 GB/sek.

Rasant: Super Talent RAIDDRIVE 2

Der größte Flaschenhals beim PC ist immer noch die gute alte Festplatte. In letzter Zeit erobern aus diesem Grunde die deutlich schnelleren SSDs die Herzen vieler PC-Nutzer. Mit OCZs RevoDrive hält sich auch eine auf PCIe basierende Variante, die dank per RAID gekoppelten Flashspeichern noch eine deutlich höhere Geschwindigkeit erreicht. Der Hersteller Super Talent möchte die bis zu 800 MB/sek. eines Revodrive schlagen. Auf der CES  wurden Prototypen des RAIDDrive 2 gezeigt, die mit bis zu 2 TB Kapazität und bis zu 2,4 GB/sek. punkten wollen. Super Talent verknüpft dazu bis zu acht herkömmliche SSDs mit mehreren Sandforce-Controllern zu einem RAID. Um die hohe Performance überhaupt in den PC bringen zu können, benötigen diese Laufwerke einen PCIe8x-Steckplatz. Die zugrunde liegende Technik sorgt allerdings auch dafür, dass nur die Modelle mit hoher Kapazität auch die höchste Performance liefern werden. Bei kleineren Laufwerken dürfte Super Talent weniger SSDs zu einem Laufwerk zusammenschalten, was natürlich die Leistung drücken wird. Das Vorgängermodell setzte noch einen kleinen Lüfter ein, um die Chips kühl zu halten. Das Sample von der CES wieß zwar nur einen passiven Lüfter auf, allerdings ist diese Version noch nicht final.

Abgesehen von der ersten Präsentation dieser Modelle auf der CES gibt es noch keine weiteren Informationen über die Laufwerke. Eine offizielle Vorstellung, bei der auch die genauen technischen Daten und Preise bekannt gegeben werden sollen, soll demnächst erfolgen. Wer also die Bausparprämie anstatt für das neue Eigenheim lieber in ein PC-Laufwerk investieren mag, kann dann bei der 2TB-Variante gerne zuschlagen...

Intel schraubt für Ivy Bridge an integrierter Grafik

Seit kurzem ist Intels aktuelle CPU-Generation namens Sandy Bridge auf dem Markt. Für den Herbst diesen Jahres ist aber schon die nächste Entwicklungsstufe der Architektur geplant -- mit Ivy Bridge möchte Intel unter anderem die Fertigungsstrukturen von aktuell 32 nm auf 22 nm schrumpfen. Zusätzlich wird am Innenleben geschraubt. Interessant dürfte dabei vor allem die bereits bei Sandy Bridge in den CPU-Kern gewanderte Grafiklösung sein.

Die aktuell bei Sandy Bridge genutzte Grafikeinheit greift auf sechs (HD2000) respektive zwölf (HD3000) Funktionseinheiten zurück und unterstützt maximal das Featureset von DirectX10.1. Angeblich soll Intel die Anzahl der Ausführungseinheiten auf 24 anheben, um die Leistung zu steigern. Liegen die aktuellen HD-Grafiklösungen noch ungefähr auf dem Niveau einer preiswerten Einsteigergrafikkarte wie AMDs HD5450, sollen mit Ivy Bridge auch Mittelklasse-Karten geschlagen werden. Zu diesem Zweck wird Intel gerüchteweise bis zu 1 GB Grafikspeicher zusätzlich zur CPU auf den Sockel verbauen. Zum Einsatz soll besonders energiesparender LPDDR2-Speicher kommen, der mit einer Bandbreite von bis zu 1066 MHz arbeitet. Semiaccurate berichtet sogar von einem 512 Bit breiten Speicherinterface. Ein solches würde auch bei niedrig getakteten Speichermodulen für eine hohe Bandbreite sorgen. Intel wird bei diesem Verbesserungen auch AMDs Fusion-Chips im Hinterkopf haben, die bereits Mitte des Jahres mit aktuellen Mittelklasse-GPUs wie der HD5650 konkurrieren sollen.

Splatt3r 06 Bewerter - 66 - 11. Januar 2011 - 12:31 #

Sind Dual-GPUs derzeit für den Computerspieler nicht völlig uninteressant? Kein Spiel reizt die aktuellen Singel-GPUs wirklich aus. Zudem sind die Dual teuer, stromfresser und nehmen viel Platz weg.

Wenn überhaupt interessant für das Spielen an mehreren Monitoren, aber das geht ja soweit auch mit einer normalen Grafikkarte.
Ob ich auf dem 40" TV unbedingt in Full HD spielen muss oder ob ich die Auflösung ein bischen runterschraube macht vom Bild her kaum einen Unterschied.

Ich finde es ja gut, dass es weiterhin einen Fortschritt gibt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es so viele gibt die diese Grafikkarten kaufen.

Zudem kaufe ich mir lieber alle 2 Jahre ein günstiges Mittelklasse-Modell als einmal ein überteuertes High-End-Modell, was nach 2 Jahren langsamer ist als die dann aktuelle Mittelklasse.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29583 - 11. Januar 2011 - 12:45 #

Da die meisten aktuellen Spiele kaum von stärkeren Grafikkarten profitieren gehts tatsächlich eher um extreme Auflösungen oder Fan-Mods mit massiv erhöhten Texturqualitäten z.B..

Klar, drei Monitore kann ich mir dank Eyefinity auch an jede beliebige AMD/ATI ab der HD5000 anklemmen. Allerdings fahre ich dann auch gigantische Auflösungen von z.B. 5760x1080 bei drei FullHD-Bildschirmen. Und da wird dann eben schon recht viel Leistung von der Grafikkarte verlangt..

Ansonsten gibt es ja noch stereoskopisches 3D, dass mit aktuellen Techniken immer noch gut 50% Leistung frisst (ob und wann sich z.B. Cryteks Tricks mit der Cryengine 3, bei der sie kaum Leistungsverlust durch 3D versprechen, durchsetzt ist unklar)..

Übrigens, auch bei einem FullHD sollte man die Auflösung nicht herunterschrauben. Bei einem 40", von dem man mehrere Meter entfernt sitzt, mag das nicht so sehr auffallen (bei den bescheidenen Texturqualitäten einiger Konsolenspiele eh nicht), wenn man aber recht nahe vor dem Bildschirm sitzt (so bis 27" ohne Nackenstarre machbar), bemerkt man die Qualitätsverluste durch Interpolation durchaus. Und man spielt ja nicht am PC um durch so einen Schmu die Qualität wieder massiv in den Keller zu setzen..

Ansonsten hast du natürlich recht - ich predige ja auch regelmäßig den Kauf von guten Mittelklasse- (Performance-) Grafikkarten statt den Highendmodellen. Aktuelle Mittelklassekarten wie die GTX460 oder HD6850/70 reichen ja auch locker für FullHD aus..

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29583 - 11. Januar 2011 - 23:52 #

Ich finde ja eine vergleichsweise flotte Chipsatzgrafik mit 1GB dediziertem Speicher nicht uninteressant. Warum? Weil PC-Spiele oft auf den kleinsten gemeinsamen Nenner angepasst werden um eine große Zielgruppe zu erschließen. Intel dominiert mit den hauseigenen IGPs den Markt massiv - und sorgt für ein sehr niedriges Niveau. Auch wenn Intel die Gamer nicht wirklich auf dem Schirm hat, Ivy Bridge könnte durchaus auch das Zocker-Hobby beflügeln.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 12. Januar 2011 - 1:13 #

Im Gegensatz zu früher bin ich doch gemütlicher geworden, wenn es um Grafikleistung geht :)
Für 2011/2012 steht ein neuer PC an, welcher diesmal gerne in ein Wohnzimmertaugliches Gehäuse passen darf und leise sein sollte.
Wenn sie es schaffen da brauchbares auf den Markt zu werfen mit DX11 Support wäre mir das ganz Recht. Momentan liegen da die Hoffnungen auf dem Llano der passt vom Release und Daten bisher am besten.

Wie steht es eigentlich um Physx und DX11 ? Wird sich bei der Physikberechnung da in Zukunft was ändern oder bleibt das Nvidia Only?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29583 - 12. Januar 2011 - 7:41 #

Wenn AMD ein wenig Gas bei den Förderung von Bullet (einer Physik-Engine mit GPU-Support) geben würde, wäre die NV-Vorherrschaft bald Geschichte. Leider sind AMDs Software-Bemühungen in der Vergangenheit nicht immer sehr erfolgreich gelaufen. Rein technisch gesehen wären aber alle DX11/OpenCL-tauglichen Grafikbeschleuniger auch in der Lage, Physik zu berechnen - mit der entsprechenden Software. Nur IGPs wie die von den Fusion-CPUs oder Intels integrierte Grafiklösungen werden eh zu langsam für solche Späße sein. Und PhysX ist bisher ja auch eher unnötig - die paar Spiele, die es halbwegs unterstützen sehen ohne auch nicht viel schlechter aus.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 12. Januar 2011 - 8:14 #

naja hatte die Hoffnung das bei so einem 4 Kern vielleicht mal ein Kern Lust hat ein wenig Physik zu berechnen :D aber bis zum neuen PC hat es ja noch zeit :)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29583 - 12. Januar 2011 - 8:24 #

Es gibt genug CPU-beschleunigte Physik-Engines. Havok z.B. - diese Engines leiden nur stark darunter, dass ein CPU-Kern nicht einmal ansatzweise so schnell ist wie eine Grafikkarte. Die vielen parallel geschalteten Recheneinheiten einer GPU sind quasi perfekt für Physikberechnungen, eine CPU ist deutlich schlechter geeignet. Fast jedes aktuelle Spiel nutzt Physik, nur sieht es halt mangels Rechenleistung der CPUs nicht ansatzweise so beeindruckend aus, wie GPU-Physik. Kann man gut bei Mafia 2 vergleichen, das Spiel bietet ja beides an.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 12. Januar 2011 - 14:16 #

War gerade auf Computerbase und genau die Physx Games ( Metro 2033 und Mafia 2 ) haben Probleme gemacht beim Sandy Bridge Grafiktest. Wobei das wohl eher ein Treiberproblem sein dürfte.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29583 - 12. Januar 2011 - 14:23 #

Eindeutig Treiberprobleme. Der Screenshot zeigt ja auch Probleme bei der Schattendarstellung. GPU-PhysX unterstützt Sandy Bridge ja eh nicht, daher wird damit eher nicht zu tun haben.

Intel-Grafiktreiber waren noch nie gut (für Spieler). Allerdings bezweifle ich, dass Intel wirklich Interesse daran hat, etwas an dem Fakt zu ändern.

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