Hardware-News KW52: HD6950 zu HD6970 freigeschaltet
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

PC
Bild von Dennis Ziesecke
Dennis Ziesecke 29501 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
Dieser User unterstützt GG mit einem Abonnement oder nutzt Freimonate via GG-Gulden.Alter Haudegen: Ist seit mindestens 5 Jahren bei GG.de registriertGold-Jäger: Hat 75 Erfolge erreicht -- Wahnsinn!Gold-Gamer: Hat den GamersGlobal-Rang 20 erreichtFROGG: Als "Friend of GamersGlobal" darf sich bezeichnen, wer uns 25 Euro spendet.GG-Gründungsfan: Hat in 2009 einmalig 25 Euro gespendetAlter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriertReportage-Guru: Hat 10 Reportagen oder FAQ-Previews geschriebenDebattierer: Hat 5000 EXP durch Comments erhaltenIdol der Massen: Hat mindestens 10.000 Kudos bekommenSilber-Jäger: Hat Stufe 10 der Jäger-Klasse erreichtSilber-Schreiber: Hat Stufe 10 der Schreiber-Klasse erreicht

28. Dezember 2010 - 0:07 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Der letzte Hardware-Rundumschlag des Jahres 2010 bringt pünktlich nach Weihnachten Tipps zur effektiven Erwärmung heimischer PC-Zimmer. Aber auch ein kleiner Ausblick auf kommende Technologien und natürlich einer der mittlerweile unvermeidbaren Tablet-PCs wird euch in dieser Ausgabe der Hardwarenews erwarten.
 

Freigeschaltet: Aus AMD HD6950 wird HD6970

Sollte der Weihnachtsmann freundlicherweise eine moderne Grafikkarte in den festlich geschmückten Tower gebastelt haben (oder die Geschenke von Tante Mildred spontan in entsprechende Hardware umgetauscht werden können), gibt es gute Neuigkeiten von den experimentierfreudigen Kollegen von Techpowerup. Den Hardwarebastlern dort ist es gelungen, das BIOS der schnellen und teuren AMD HD6970 auf eine deutlich preiswertere HD6950 zu flashen. Erfreulich: Die Karte funktionierte anschließend noch und läuft ohne weitere Auffälligkeiten mit der erhöhten Shaderanzahl. Zum Vergleich: Einer HD6950 stehen nur 1408 Shadereinheiten zur Verfügung, eine HD6970 nutzt derer 1536. Da die meisten HD6850 auch problemlos mit den höheren Taktraten einer HD6970 laufen, steht dem voll umgewandelten Sparmodell nichts mehr im Wege, aus Cayman Pro wird so in wenigen Minuten Cayman XT. Da sich die preiswerteren HD6850 ab 255 Euro in den gängigen Hardwareshops bestellen lassen, eine HD6970 hingegen schon mit mindestens 320 Euro zu Buche schlägt, spart dieser Vorgang bares Geld. Offenbar handelt es sich bei den kleineren HD6950 bislang um vollwertige HD6970, die nur per BIOS auf die niedrigeren Werte beschnitten wurden. Allerdings testete Techpowerup bisher fast ausschließlich AMD-Presse-Testmuster und nur eine tatsächlich im Handel erhältliche Retail-Karte. Ob diese Freischaltung also im großen Stile auch bei normal erhältlichen Karten funktioniert muss sich erst zeigen.


GPU-Z-Screenshot von ein- und derselben Grafikkarte - vor und nach dem BIOS-Flash. 

Dank AMDs Dual-BIOS-Funktion der aktuellen HD69x0-Karten ist das Risiko bei einem Flash-Versuch allerdings gering - ein erfolgloser Flash-Vorgang lässt sich problemlos wieder rückgängig machen. Bisher waren Unlocking-Versuche immer etwas riskanter, da unter Umständen ein falsch geflashtes BIOS aufwändig wieder zurückgesetzt werden musste. 


Intel Sandy Bridge: Erste GPU-Benchmarks

Wenn man von Intels bereits Anfang Januar erscheinenden Sandy-Bridge-CPUs liest und hört, geht es oft um die verbesserte integrierte Grafikeinheit dieser Prozessoren. Natürlich hat Intel auch an der eigentlichen CPU gefeilt und den Prozessoren die eine oder andere leistungsfördernde Verbesserung gegönnt. Doch die Integration eines vergleichsweise leistungsstarken Grafikbeschleunigers direkt in den CPU-Kern ist und bleibt das wichtigste Thema bei Sandy Bridge. Zumal mit AMD auch der stärkste Mitbewerber auf dem CPU-Markt ein ähnliches Konzept anstrebt und bei den Fusion-CPUs die bewährte Radeon-HD-Grafik in die hauseigenen CPUs integriert.

Bislang gab es allerdings noch recht wenige Anhaltspunkte über die zu erwartende Geschwindigkeit eines Intel HD100 oder Intel HD200-Grafikchips. Einzig auf "Starcraft 2 läuft damit irgendwie flüssig" konnte man sich einigen. Kurz vor dem Release der Produktreihe stellte die chinesische Internetseite Inapi allerdings einige Benchmarks ins Netz.

Im Gegensatz zu allen bisherigen Publikationen, benennt man dort die Grafikeinheiten als HD2000 und HD3000 (bisher: HD100 und HD200). Der schwächere Grafikchip namens HD2000 (HD100) nutzt 6 Shadereinheiten und erreicht so laut den Benchmarks von Inapi eine knapp 28% höhere Leistung als aktuelle Intel-HD4500-Grafikchips. Damit würde die kleinere der beiden Sandy-Bridge-Grafiklösungen ungefähr auf dem Niveau von AMDs HD4200-Chipsatzgrafik verbleiben.

Interessanter schaut es hingegen bei den "großen" GPUs namens HD3000 (HD200) aus. Diese setzen auf die doppelte Menge Ausführungseinheiten, können also auf insgesamt 12 Shadereinheiten zurückgreifen. Im Vergleich zur HD4500 werden so laut Inapi bis zu 109% Leistungssteigerung erreicht - was ungefähr der Leistung einer dedizierten Grafikkarte mit AMDs HD5450-GPU entsprechen würde. Leider gibt es keine Angaben zu den genutzten Benchmarks und Auflösungen, so dass die Ergebnisse vorerst nur unter Vorbehalt betrachtet werden müssen.

Die schnelleren HD200/HD3000-Grafikeinheiten sollen sich laut Intel allerdings nur auf den Topmodellen der Sandy-Bridge-CPUs befinden -- zumindest im Desktopsegment. Der Großteil der Desktopprozessoren wird also nur mit einer eher langsamen integrierten Grafik ausgeliefert werden. Käufer von Intel-bestückten Notebooks hingegen brauchen sich keine Gedanken zu machen, hier soll jedes Modell mit dem schnelleren Grafikkern ausgestattet werden. Spannend bleibt der Intel/AMD-Kampf auch weiterhin, von den Fusion-Grafikeinheiten wird eine deutlich höhere Leistung erwartet. So wäre es möglich, dass bereits Mitte des kommenden Jahres CPUs mehr Grafikleistung als eine HD5550 oder gar eine HD5650-Mittelklassegrafikkarte aufweisen könnte.


Hologramme sollen laut IBM bis 2015 den Videochat revolutionieren - auch per Mobiltelefon


IBM schaut in die Zukunft: Entwicklungen bis 2015

Fast jede Diskussion über 3D-Fernseher endet mit dem Kommentar, dass Hologramme ja doch irgendwie viel toller wären als die aktuelle 3D-Technik. Die Vorstellung, von Weltraumprinzessinnen per Hologramm um Hilfe beim Krieg der Sterne angefleht zu werden, ist sicherlich keine schlechte. IBM stellt entsprechende Projektoren in einem Entwicklungsbericht bereits für das Jahr 2015 in Aussicht. Entsprechende Wiedergabegeräte sollen in den kommenden fünf Jahren klein genug werden, um auch in Smartphones zu passen. Oder in piepsende Droiden, auch wenn IBM offenbar noch keinen R2D2-Prototypen entwickelt. Autostereoskopische Bildschirme (können 3D ohne Brille darstellen) werden allerdings schon 2011 auch in größeren Diagonalen marktreif. Bereits auf der CES 2011 will Toshiba ein entsprechendes TV-Gerät mit 40 Zoll Diagonale vorstellen. Da aber kleinere autostereoskopische Displays deutlich preiswerter zu entwickeln sind, wird uns zuvor wohl eine Schwemme an 3D-fähigen Smartphones, Spielekonsolen (wie Nintendos 3DS) und 3D-Tablets erwarten.

Weiterhin prophezeit uns IBMs Technikabteilung Akkus, die sich mit Atemluft wieder aufladen lassen sollen und dabei deutlich leichter ausfallen, als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus. Mobile Endgeräte sollen indes so energiesparend werden, dass überhaupt kein Akku für den Betrieb mehr nötig sein soll. Nur durch die Bewegungsenergie des Anwenders soll genug Strom für die Nutzung erzeugt werden können. Weiterhin sollen moderne Verkehrsleitsysteme das Fahrverhalten des Autofahrers analysieren und ihm eine entsprechend auf den Leib geschneiderte Route präsentieren können.



Asus EEE-Slate -- Ein 12-Zoll-Tablet mit Windows 7 und Intel Core-i5-CPU. 


Asus stellt Tablet-PC mit Intel Core-i5 vor

Bei den allgegenwärtigen Tablets unterscheidet man mittlerweile mehrere Produktgruppen. Das populäre iPad oder auch Samsungs sehr erfolgreiches Galaxy Tab steht für die neue Gruppe der Couch-Tablets. Wohnzimmergeräte zum Surfen und für Multimedia, bezahlbar aber in der Funktionsvielfalt eingeschränkt. Wer mit dem Tablet auch arbeiten möchte, greift eher zu einem sogenannten Convertible -- einem Notebook mit drehbarem Display. Dabei verwandelt sich das Notebook auf Wunsch in ein etwas dick und schwer geratenes Tablet, allerdings ohne dass man sich bei der Arbeitsumgebung oder Geschwindigkeit umstellen muss. Als dritte Produktgruppe haben sich sogenannte Slates etabliert. Slates sind Arbeitsgeräte, oft mit produktiv-Betriebssystemen wie Windows7, mit mehr Rechenleistung und oft vergleichsweise großen Displays. Wer also über den eingeschränkten Nutzen eines iPad schimpft, hat sich bisher nur in der falschen Produktgruppe umgeschaut und sollte eher nach einem Slate Ausschau halten.

Asus präsentiert auf der im Januar stattfindenden CES 2011 ein solches Slate mit 12,1 Zoll großem Display und Intel Core-i-5-Prozessor. Das Eee Slate EP121 wird so über deutlich mehr Rechen- und Grafikleistung verfügen als andere Geräte mit Intel-Hardware und Windows7, die meist mit einem Atom-Prozessor arbeiten. Auch die Video- und Flashbeschleunigung der i5-Grafikeinheit ist den bescheidenen Fähigkeiten eines Atom deutlich überlegen.

Weiterhin kündigt Asus "kapazitives Multitouch" mit optionaler Stift-Unterstützung an. Dabei sollte man nicht verschweigen, dass sich viele Windows-Anwendungen ohne zusätzlichen Eingabestift gar nicht vernünftig bedienen lassen, da diese Anwendungen auf Maus-Tastatur-Eingaben ausgelegt sind. Native Touchbedienung bieten nur wenige Windows-Programme. Bei der Schnittstellenvielfalt sieht es hingegen wieder rosig aus -- aus dem Notebookbereich bekannte Ports wie HDMI, USB2.0 und ein Cardreader sorgen für ausreichende Konnektivität. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei einem solchen Slate um ein Arbeitsgerät -- was auch der Preis beweist: Asus veranschlagt mindestens 1000 Euro für das EEE-Slate. Einen kleinen Einblick in das Gerät bietet das folgende Video.

Video:

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 27. Dezember 2010 - 23:39 #

Mittlerweile wurden übrigens noch mehr Retail-HD6950 hochgeflasht - erfolgreich in allen Fällen, so wie es ausschaut. Wahrscheinlich ist die gesamte erste Serie nur per BIOS beschnitten, ich könnte mir aber vorstellen, dass später folgende Produktionen auch fehlerhafte Shader aufweisen werden.

Solange der Flash aber so problemlos geht, handelt es sich eindeutig um ein Schnäppchen.

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11022 - 28. Dezember 2010 - 0:47 #

Beeinflusst das nicht die Temperatur und damit die Lüfterdrehzahl der Grafikkarte?

PS: Auf 75% gekürzt, würde sich das irgendwie "newsiger" lesen. *find*

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 28. Dezember 2010 - 1:05 #

ja die Karte wird wärmer ( siehe Tabelle unten im verlinkten Beitrag ) und beide Karten haben ja den gleichen Kühler/Lüfter ( im Referenzdesign zumindest ) man macht sich ja eine 6970 mit allen Vor- und Nachteilen.
Jedoch Verbraucht sie weniger Strom laut der Tabelle :)

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 27. Dezember 2010 - 23:41 #

Wunschliste Weihnachten 2015
R2D2 + DLC Küche :)

Hoffe dieses 3D Brillen gehype ist so schnell wie möglich vorbei und es gibt nurnoch Autostereoskopisches 3D. 3D mit Brille ist einfach eine Totgeburt für Heimanwender.

Das Slate hört sich ja schon ganz gut an und selbst den Preis finde ich jetzt nicht schockierend für das gebotene. Wenn jetzt noch vermehrt Möglichkeiten erscheinen um damit sein Haus zu steuern ( bezahlbar und komfortabel möglich ist es ja aber nicht ganz einfach und nicht billig )
sehe ich mich genötigt mir auch mal eins zu kaufen :)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 28. Dezember 2010 - 23:09 #

Mir würde für den Anfang eine wasserdichte Hülle (inkl. Lade-Dock) fürs iPad reichen. Dann wäre das Ding verdammt genial als Badewannen-Unterhaltung ;) .

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7072 - 28. Dezember 2010 - 7:48 #

Dann das Slate mal auf dem Radar behalten, aber dennoch warten q.q

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 28. Dezember 2010 - 9:15 #

Ist das Hologrammbild eine Montage?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 28. Dezember 2010 - 10:32 #

Nicht wirklich ;) . Das Hologramm wurde mit einem externen Hologrammprojektor über das Handy projeziert - aber nicht vom Handy selbst erzeugt.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 28. Dezember 2010 - 10:53 #

Betrug! :)
Der Projektor ist dann wohl der dreieckige Kasten?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 28. Dezember 2010 - 11:19 #

Laut einem Artikel von der Messe in Taipeh 2009, wo das Bild aufgenommen wurde, ist der Projektor nicht im Bild.

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)