Hardware-News KW50: Gamepad-Maus & Chrome-OS (+ Video)
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

PC
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Dennis Ziesecke 29503 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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13. Dezember 2010 - 20:14 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Das Schlagwort der kommenden Monate und Jahre könnte der harmlose Begriff "Wolke" sein. Neue Services wie OnLive und Gaikai berechnen den "Output" von PC-Spielen in einer "Cloud" aus leistungsstarken Servern und übertragen ihn per Internet zu den Systemen der Nutzer. Die sollen fortan keine teure 3D-Hardware oder schnelle CPUs mehr benötigen, um auch aktuelle Spiele ruckelfrei genießen zu können. Auch Anwendungsprogramme lassen sich so ausführen. 


Aber auch der Downloadservice Steam nutzt eine Cloud, um Spielstände der Nutzer abzuspeichern, sodass jeder Spielstand auf allen Rechnern, mit denen man sich in den eigenen Steam-Account einloggt, verfügbar ist. Google geht noch einen Schritt weiter und konzipiert um dieses Prinzip gleich ein komplettes Betriebssystem: Chrome OS soll das Arbeiten am Computer dank Cloud revolutionieren. Ein kleiner Einblick in diese Vision und ein interessantes Werbevideo dazu folgen am Ende dieser News. Doch zuerst einmal zu etwas komplett anderem:


Gamepad und Funkmaus in einem Gerät - Chameleon X-1 von den Shogun Bros.

Kabellose Maus mit eingebautem Gamepad

Das bislang noch unbekannte Unternehmen Shogun Bros stellt auf der eigenen Internetseite ein neues Eingabegerät vor. Die Chameleon X-1 sieht auf den ersten Blick aus wie eine normale optische Funkmaus. Dreht man sie allerdings um, offenbart sich neben dem optischen Sensor auch eine Reihe von Gamepad-Bedienelementen. Auf Knopfdruck kann man so zwischen den Eingabemöglichkeiten umschalten - neben "Maus" und "Gamepad" gibt es auch noch eine Fernbedienungsoption für Filme und Musik. Die Chameleon X-1 soll sich so als idealer Begleiter für den HTPC (Home-Theatre-PC) etablieren. Ein im 2,4-GHz-Netz funkender Adapter sorgt für die Übertragung der Daten zum PC und bietet eine Reichweite von bis zu 10 Metern. Mit 1600 DPI Auflösung handelt es sich um einen soliden optischen Sensor ohne Ambitionen auf Pro-Gamer-Unterstützung. Doch offenbart die Internetseite der Shogun Bros noch keinerlei weiterführende Informationen. So ist bislang nicht bekannt, wann die Maus auf den Markt kommt und welchen Preis der Hersteller veranschlagt. 

So ungewöhnlich die Kombination aus Maus und Gamepad auch wirken mag, bei der X-1 handelt es sich nicht um den ersten Versuch mehrere unterschiedliche Eingabegeräte zu kombinieren. Genius scheiterte bereits vor einigen Jahren mit einer zum Gamepad ausklappbaren optischen Maus. Diese war allerdings kabelgebunden und daher beim Einsatz im Wohnzimmer eher unpraktisch. Dazu kam, dass die Navigator 365 zu klein geraten war um als Gamepad überzeugen zu können. Sony hingegen versuchte vor einigen Jahren erfolglos ein Skype-Telefon mit einer kabelgebundenen Maus zu kombinieren. Eine LED neben dem Mausrad sollte eingehende Anrufe signalisieren, die Maus ließ sich dann in der Mitte auseinander klappen und wie ein flaches Telefon ans Ohr halten. Dummerweise hatten die Techniker bei Sony dabei übersehen, dass sich der PC so nicht mehr bedienen lässt. Das knapp 90 Euro teure Stück Hardware blieb ein Ladenhüter.


NAND-Flash findet sich heutzutage in fast jedem elektrischen Gerät

Preise für NAND-Flash steigen

Erdbeben, Wirbelstürme, Stromausfälle, bewaffnete Auseinandersetzungen -- in Asien lässt sich die feinfühlige Halbleiterindustrie schnell aus dem Takt bringen. Gerüchte, dass die Produktion bei Samsung aufgrund der jüngsten Eskalation zwischen Nord- und Südkorea unter Druck gerät und ein mehrtägiger Stromausfall in einem Werk von Toshiba sorgen für steigende Speicherpreise.

Bei NAND-Flash handelt es sich um nicht-flüchtige Speicherbausteine wie sie für SSDs, USB-Sticks oder (Foto-)Speicherkarten genutzt werden. Auch der boomende Markt der Tablet-Computer fordert immer mehr dieser Speicherzellen. Laut der Speicherchipbörse DRAMeXchange.com sind in den vergangenen Tagen vor allem die Preise für hochkapazitive Speicherchips mit 16, 32 und 64 Gigabit gestiegen.

Allerdings wird dieser Preisanstieg nicht von langer Dauer sein. Für das kommende Jahr sagt DRAMeXchange.com dank steigender Fertigungskapazitäten fallende Preise voraus. Allerdings nutzt der Handel Meldungen über steigende Preise gerne, um die Verkaufspreise von USB-Sticks und ähnlichen Produkten kurzfristig anzuheben. Nichtflüchtige Speicher, wie sie beim Arbeitsspeicher des heimischen PC genutzt werden, sind von den Preiserhöhungen übrigens nicht betroffen. Im Gegenteil, die Preise für DDR3-RAM fallen weiter, so dass sich das kommende Weihnachtsfest gut als Ausrede für eine Speicheraufrüstung missbrauchen lässt.

Ruhe in Frieden, VGA-Anschluss (und "Tschüss DVI")

Ein treuer Begleiter des PC stirbt. Ein veralteter Vertreter analoger Übertragungstechniken, Quell unzähliger Übertragungsprobleme. Unter anderem AMD, Intel, Lenovo, Dell, LG und Samsung haben sich darauf geeinigt, den VGA-Anschluss bis zum Jahre 2015 auslaufen zu lassen. Kommende Produkte sollen statt dessen auf HDMI und Displayport setzen. Da bereits jetzt fast alle neuen Monitore hohe Auflösungen jenseits der 1680x1050 Bildpunkte nutzen und sich auch die darstellbare Farbtiefe der Bildschirme weiter erhöht, reicht die Bandbreite des 15-poligen VGA-Steckers nicht mehr aus. Dem VGA-Anschluss war allerdings ein vergleichsweise langes Leben vergönnt -- bereits 1987 erblickte der kleine, meist blau eingefärbte, Stecker das Licht der Welt. Damalige VGA-Grafikkarten stellten allerdings auch noch bescheidene 640x480 Bildpunkte mit nur 16 Farben dar und verfügten oft nicht einmal über mehr als 256 Kilobyte Grafikspeicher.

Der Trend zu Monitoren mit 120hz-Wiedergabe und Bildschirmen mit hohen Auflösungen von mehr als 1920x1200 Bildpunkten sorgt allerdings auch für einen weiteren Verlust auf der Anschlussseite: Auch der DVI-Port soll bis 2015 ausgemustert werden. Immerhin existieren noch Adapter von DVI auf HDMI, so dass diese beiden Technologien noch einige Zeit nebeneinander existieren könnten.


Heiter bis wolkig: Googles Cr-48 nutzt ein serverbasiertes Betriebssystem


Notebooks mit Chrome OS (+ Video)

Cr-48. Die Modellbezeichnung des von Google an Testpersonen ausgegebenen Gerätes klingt futuristisch und passt gut in das Universum von Science-Fiction-Spielen wie Mass Effect. Auch von der Formgebung wirkt das Subnotebook modern: Kein Herstellerlogo lenkt den Blick ab, das Gerät ist handlich und mobil. Mit 12,1 Zoll ist der Bildschirm zwar klein, bietet aber genug Platz für alltägliche Arbeiten. Eine Festplatte fehlt zugunsten einer schnellen SSD. Aufsehen erregt allerdings nicht die Technik sondern die Software. Auf dem Cr-48 befindet sich kein Windows, auch nicht Linux oder gar MacOS. Bei einem Google-Gerät könnte man noch Android vermuten, einige Hersteller nutzen das Smartphone-Betriebssystem schließlich schon überaus erfolglos in Netbooks. Nein, es handelt sich um Chrome OS. Ein Betriebssystem, dass laut Googles CEO Eric Schmidt das Potential hat, sich als drittes großes Betriebssystem neben Windows und Linux zu etablieren.

Der Ansatz von Chrome OS klingt nach heutigen Gesichtspunkten ebenso futuristisch wie der Modellname des Testnotebooks. Auf der SSD des Gerätes ist nur ein rudimentäres Betriebssystem installiert, wichtigster Bestandteil ist der Webbrowser. Natürlich handelt es sich hier um das hauseigene Modell Chrome. Anwendungsprogramme sind bei Chrome OS nicht mehr auf dem Geräts installiert sondern laufen per Onlineverbindung direkt auf den Servern von Google. Dieses Prinzip vieler zusammengeschlossener Server und Rechenzentrum nennt sich "Cloud-Computing". Anbieter wie OnLive und Gaikai nutzen dieses Prinzip schon jetzt um Spiele auf leistungsschwache Computer und Settop-Boxen zu streamen. 

Erarbeitete Daten werden passend zum Konzept nicht auf dem Notebook abgespeichert sondern direkt auf dem Server des Anbieters. So kann man sich von jedem Ort mit ausreichend schnellem Internetzugang in seinen Account einwählen und seine Daten bearbeiten. Das Cr-48 ist für diesen Zweck neben dem WLAN-Empfang auch mit einem UMTS-Modul ausgestattet. Neben Anwendungen und eigenen Dateien sollen des weiteren auch Treiber über den Nutzeraccount auf dem Google-Server installiert werden. So lässt sich ein Drucker von jedem beliebigen Gerät nach dem Einloggen in den Account ohne weitere Installationen nutzen. Es muss sich dabei jedoch um moderne, internetfähige Modelle handeln, wie sie bislang nur HP anbietet.

Allerdings sollte ein Nachteil dieser Cloud-Lösungen nicht verschwiegen werden -- man ist auf eine funktionierende Internetverbindung angewiesen. Mit einem Chrome-OS-Gerät lässt sich so gut wie nichts anfangen, wenn man keine Onlineverbindung aufbauen kann. Zwar sieht Google auch die Installation einzelner Programme vor und es gibt die Möglichkeit, Datenträger zum Speichern eigener Dateien zu nutzen - die Grundeinstellung ist jedoch voll auf die konsequente Onlinenutzung ausgelegt. Die Bedienung dürfte dazu noch relativ wenig Spaß bringen, wenn die Internetverbindung zu langsam ist oder durch häufige Aussetzer auffällt. Deutschland ist sicherlich nicht die primäre Zielgruppe für Chrome OS, zu schlecht ist die Breitbandversorgung hierzulande. Dazu kommt die stark verbreitete Skepsis gegenüber Google und Clouddiensten -- "Was passiert da eigentlich mit meinen Daten?" fragt man sich hierzulande offenbar öfter als in anderen Ländern.

Nichtsdestotrotz, nach dem offenbar erfolgreichen Testlauf mit Googles Cr-48-Notebook planen auch bekannte Hersteller wie Samsung und Acer bereits Anfang 2011 eigene Modelle mit Chrome OS anzubieten. Als Hardware soll vorerst eine Intel-Plattform zum Einsatz kommen. Es ist noch nicht bekannt, ob es sich dabei bereits um ULV-Versionen von Intels kommenden Sandy-Bridge-CPUs handeln wird. Und auch zu den Preisen der kommenden Geräte gibt es noch keine gesicherten Informationen.

Wer sich selbst ein Bild von ChromeOS machen möchte, findet bei den Kollegen von chip.de eine ausführliche Anleitung zur Installation des Betriebssystems auf einen USB-Stick. Um ChromeOS zu testen muss der Rechner nicht formatiert werden, es entsteht kein Datenverlust und kaum Arbeit - ein USB-Stick oder eine SD-Karte mit 2 GB Kapazität reichen aus. Allerdings werden bislang nur Netbooks unterstützt -- und selbst dort ist die Auswahl relativ eingeschränkt. Eine Kompatibilitätsliste ist in den Quellenangaben verlinkt.

Video:

Sir Loslasli 11 Forenversteher - 695 - 13. Dezember 2010 - 16:44 #

Das Google-Video ist ja mal echt krank!

mojo (unregistriert) 14. Dezember 2010 - 16:36 #

joa dab hast du wohl recht ;)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 13. Dezember 2010 - 17:10 #

Wie ist eure Meinung zur Cloud-Geschichte? Trend oder Träne?

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7072 - 14. Dezember 2010 - 11:30 #

Wie du geschrieben hast, bin ich wegen meiner Daten skeptisch. (was aber auch paradox ist, wenn ich sehe in welchen Netzwerken in angemeldet und aktiv bin...)

Ungern mag ich mir vorstellen, wenn ich Arbeiten erstelle, dass ich die dann nur via Internet verfügbar habe (Bandbreite hattest du auch angesprochen, aber ich will auf was ähnliches wie bei Punkt 1 hinaus:) und dann irgendwann Urheberrechtsprobleme bekomme, weil ein Nachweis, dass gewisse Arbeiten von mir angefertigt worden sind, sehr schwer sein dürfte, wenn der Google Account geknackt wird. Die IP? Der Rechner? Die Arbeitsschritte? Wie könnte man dann noch nachweisen, dass die erstellen Arbeiten von einem selbst stammen? Ich weiß, letzten Endes sollte der eigene Stil unverkennbar sein, dennoch sehe ich das jetzt schon kritisch. Die Sorge um wirklich sensible Daten ist mir zu hoch, wenn ich mich auf dieses Gerät verlassen und damit beschränken würde.

Ich selbst sehe in Cloud aus den zwei dicken Nachteilen vor allem in Deutschland eher ein Tal der Tränen, als einen Trend. Ich befürchte aber mich zu irren.

Narro 08 Versteher - 183 - 13. Dezember 2010 - 17:40 #

"Bei einem Google-Gerät könnte man noch Android vermuten, einige Hersteller nutzen das Smartphone-Betriebssystem schließlich schon überaus erfolglos in Netbooks."

Oo
Steht da absichtlich erfolglos? Ich finde, dass passt irgendwie nicht in den Kontext^^

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 13. Dezember 2010 - 18:22 #

Das steht da absichtlich und stimmt so auch..

Rondrer (unregistriert) 13. Dezember 2010 - 18:50 #

"Mit einem Chrome-OS-Gerät lässt sich so gut wie nichts anfangen, wenn man keine Onlineverbindung aufbauen kann. "

Ich hab das in nem andern Preview (ich weiß nicht mehr von wo) ein bisschen anders verstanden: Klar ist eine Internetverbindung Voraussetzung, aber nicht zu jeder Zeit in der man mit dem Teil arbeitet. Man kann wohl die ganzen Anwendungen und Daten auch lokal Zwischenspeichern um damit auch offline arbeiten zu können. Sobald man dann wieder am Netz hängt, werden die Daten dann synchronisiert.

Ich find das ziemlich interessant, glaube aber nicht, dass das ein großer Renner wird, gerade in Deutschland. Hier ist die Google Skepsis doch sehr verbreitet (und trotzdem ist Deutschland eines der Länder mit dem höchsten Google Marktanteil bei Suchmaschinen, irgendwie Paradox ;) )

Ganesh 16 Übertalent - 4867 - 14. Dezember 2010 - 6:54 #

Ich glaube, der zugehörige Dienst heißt Google Gears, nicht wahr? Aber irgendwo meine ich gelesen zu haben, dass Gears tot ist...

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 15. Dezember 2010 - 10:34 #

Habe den entsprechenden Absatz angepasst. Wer es testen möchte - in den Quellenangaben befindet sich jetzt ein Link zum ChromeOS-Image und eine Kompatibilitätsliste, mit welchen Geräten es funktioniert.

MTR 12 Trollwächter - 1033 - 13. Dezember 2010 - 22:55 #

haha das Video ist ja lustig, das hat bestimmt irre Spaß gemacht, die Dinger auf unterschiedliche Weise zu schrotten (moralisch ja eigentlich bedenklich, wo anders fehlt das nötigste...). Ich würde ja gern mal bei den Mythbusters arbeiten :D.
Hört sich ja nicht schlecht an, die Technik, aber ich trau dem Online-Zeug nicht so ganz, braucht vielleicht noch (bis sich alle damit abgefunden haben, dass Google trotzdem alles anschauen kann... (was ich nicht toll finde)).

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 13. Dezember 2010 - 23:12 #

Ich habe lange bezweifelt, dass Dienste wie OnLive funktionieren können und musste feststellen: Verdammt, ja. Zumindest in Gegenden mit guter Internetanbindung werden Clouddienste sicher wichtig und interessant werden. Alle anderen - nun, die müssen hoffen, dass sie irgendwann besser versorgt werden. Bedauerlich, dass so eine Spaltung in der Gesellschaft eintreten kann.

Werden wir irgendwann nicht mehr die einzelnen PC-Komponenten bezahlen sondern Rechenzeit mieten?

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 13. Dezember 2010 - 23:29 #

ich glaube Chrom OS wird so nicht viel erreichen.
Ich sehe zuviele negative Punkte bzw sehe es nicht als alternatives OS sondern mehr als eine Spielerei mit Browser.
Ich habe schon keine Lust meine Savegames in Ubisofts Hände zu geben da werde ich nicht wichtigere Daten in Googles Hände geben :D

Laien wird das ganze wohl zu kurios sein ohne CD/DVD HDD
und manchen Experten zu unsicher, denn das Video zeigt ja nur auf was passiert wenn es auf Userseite Hardwareprobleme gibt, und nicht auf der anderen Seite ( verlorene Savegames bei AC2 sag ich nur )
Von gehackten Accounts rede ich erstmal nicht.

Zudem frage ich mich was will man damit ( zumindest zum heutigen Zeitpunkt ) machen ? Steckbriefe für vermisste Katzen ok und surfen aber sonst? Wichtige Firmendokumente wird wohl niemand dort speichern auch bei Privaten Fotos wird es wohl schnell eine Grenze geben wo man Google vertraut ( ich rede jetzt nicht nur vom FKK Urlaub auf Baltrum :D )

Als OS für ein Tablet könnte das durchaus was werden aber Game PC/ Arbeits PC / Multimedia PC ersatz zweifel ich stark an.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 13. Dezember 2010 - 23:47 #

Ich verstehe all deine Argumente. Aber du ahnst gar nicht, wie gedankenlos die Leute im Umgang mit sowas sind, wenn die BILD nicht vorher rAmbAzAmbA - eh - so 'nen Aufstand halt - macht..

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 14. Dezember 2010 - 0:13 #

och das gedankenlose kenne ich noch aus der Lehrzeit ;) als Admin in einem größeren unternehmen bekam man ungewollt Zugang zu Daten die man garnicht wollte, weil der Herr gerade zum Meeting musste und einem alle Passwörter gab oder man Exceltabellen und Powerpoints erstellen mit Daten die einen azubi eigendlich mal garnix angehen. Der komplette Onlinebanking Zugang eines Mitarbeiters war dann der Höhepunkt...

ich denke aber die Generation facebook twitter die eh alles mit allen teilt und nur "belanglose" daten erstellt und Browserspiele zockt wird es evtl annehmen, jedoch frage ich mich wie lange diese Generation noch so stark wächst und ob nicht bald ein Abbruch des Hypes kommt.

Was ich an Chrom OS schade finde ist das man es wohl nicht parallel zu anderen Betriebssystemen installieren kann. Und die Sache mit den Druckern stört mich jetzt schon so richtig, da muss dringend Besserung her.

Vielleicht kann man es ja irgendwie auf eine USB Platte oder USB Stick installieren so eine Art "OS 2 GO" :D Wenn Google dann noch eine Kette von Chrom OS Webcafes eröffnet hätte es vielleicht einen Reiz für Vielreisende die keinen Laptop mitnehmen wollen, jedoch kommt hier wieder das bedenken mit Auslagerung von Privaten Daten.

Wünsche Chrom OS trotzdem alles gute zum Start :)

Ganesh 16 Übertalent - 4867 - 14. Dezember 2010 - 6:51 #

Du vergisst, dass es mehrere Dienste zum gemeinsamen Arbeiten gibt, gerade für Unternehmen. Die werden doch Abnehmer haben, oder? Auch Google hat einen Dienst extra für Unternehmen. Vielleicht gelten da andere Standards?

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 14. Dezember 2010 - 12:26 #

Das wird sich wohl noch zeigen, gerade die Rechtslage etc.

China z.B. mit seinen Zensuren, wie soll das dort klappen?
Oder Deutschland wo teilweise ja bei Streetview schon keiner so recht wusste, ob es legal ist oder nicht.

Sehr unwahrscheinliches Beispiel, aber die Amis kontrollieren ja alles und was machen sie mit so einem Googlelaptop? Zwingen sie dich am Flughafen deine Accountdaten rauszugeben?

Klingt für Unternehmen schon gut, im Grunde braucht ja keiner mehr ins Büro und kann 24/7 von zu hause arbeiten.

Bin immer etwas skeptisch bei sowas (geworden), lass mich aber gerne eines besseren belehren :) Google ist ja zumindest mit Chrom Browser sehr aktiv was Updates angeht evtl wird Chrom OS nach ner Zeit sich seinen Platz erarbeiten :) Aber als Windows/Linux Ersatz denke ich wird es nicht herhalten zumindest nicht für Klassische Desktop Systeme, die aber laut Analysten eh aussterben. :)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 14. Dezember 2010 - 12:33 #

Dafür verliert Windows einen großen Pluspunkt: Die Games. Durch Gaikai und OnLive, beides Clouddienste zum Spielen aktueller Titel, ist man größtenteils Plattform-unabhängig. Bei anderen gestreamten Anwendungen ebenso. Windows als Plattform mit der größten Softwarevielfalt wäre damit eines Tages Geschichte..

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 15. Dezember 2010 - 0:13 #

wenn der DLS ausbau und LTE mal in Fahrt kommen sehe ich auch bessere Chance, ich glaub sogar das Google bald verstärkt als DSL (Mobilfunk) Anbieter auftreten wird.

Google hat gegenüber MS einen Vorteil. Alles was sie probieren und nicht so läuft wird entweder verbessert oder eingestampft. Bei MS scheint man fast jeden Mist bis zum erbrechen am Leben erhalten zu wollen ( z.b. Windows Phone ). Google passt sich schneller an und reagiert, bei MS endet ja fast alles vor Gericht damit die mal reagieren :D

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 14. Dezember 2010 - 14:39 #

Ich weiß noch wie Google ausgelacht wurde, als sie Android ankündigten
(2006). Heute ist es (nach Symbian) das zweithäufigste Betriebssystem auf mobilen Endgeräten.
Die schlechte Implementierung auf Tablets die immer wieder gerne vorgeschoben wird, liegt meiner Meinung(!) nach hauptsächlich an 2 Dingen: Die Hersteller der Tablets haben noch nicht alles unter Kontrolle (das sind gerade noch Erstgeräte) und, was noch schwerer wiegt, Android ist momentan noch ein Handy-Betriebssystem. Es wurde speziell dafür entwickelt. Das ändert sich aber mit der Version 3.0.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 14. Dezember 2010 - 14:16 #

"Preise für NAND-Speicher"

Bisher hatte ich -gehofft-, daß SSDs in den nächsten Monaten billiger werden. Leider scheint das allgemein -sogar in den nächsten Jahren- nicht zuzutreffen, die Preise sollen eher sehr langsam fallen.
Schade.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 14. Dezember 2010 - 14:25 #

Google-OS

" "Was passiert da eigentlich mit meinen Daten?" fragt man sich hierzulande offenbar öfter als in anderen Ländern."

..zu Recht, wie ich finde!

Ausserdem denke ich noch an einen weiteren -aber im Falle des eintretens brachialen- Nachteil: Was wäre wenn eine Serverfarm von Google abfackelt? Alle Daten von Zehntausenden Menschen im Nirvana?
Und noch was: Wenn jemand an meine Daten will, muss er schon bei mir
daheim einbrechen. Wenn das aber jemand bei Google schafft (evtl sogar ein Mitarbeiter), dann hat er Daten von besagten tausenden Menschen!

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 14. Dezember 2010 - 14:40 #

Die Cloud-Daten liegen normalerweise auf mehreren Rechenzentren, verteilt. Wolkig.

Wenn jemand in deinen PC einbricht, dank Trojaner oder ähnlichem, dann hat er auch alle deine Daten.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 14. Dezember 2010 - 14:54 #

Ja auf mehrern verteilt. Aber doch nicht mehrmals die gleichen Daten, oder? Egal, Zumindest wäre nicht alles weg..

Ein Hacker kann aber evtl auch bei Google eindringen, dann greift wieder meine Aussage. Bei mir sind nur meine Daten, dort viel mehr.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 14. Dezember 2010 - 14:58 #

Nur ist das Rechenzentrum dort ungleich besser gesichert als ein Privatrechner.. Analogie: Ein Dieb kann meine Juwelen auch aus einem Bankschließfach klauen, trotzdem liegen sie dort sicherer als in der Schreibtischschublade.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 14. Dezember 2010 - 15:35 #

An die höhere Sicherheit hatte ich schon auch gedacht. Aber sie gleicht nicht den immensen Schaden aus, der dadurch entstünde.
Braucht nur ein Mitarbeiter dort geschmiert sein...

Also ich persönlich würde meine vertraulichen Daten nicht Online abspeichern. Für alles andere ist es sicher eine feine Sache.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 15. Dezember 2010 - 10:35 #

Wer ChromeOS einmal selbst ausprobieren möchte: In den Quellen findet sich jetzt ein Link zu einem Artikel bei chip.de, wo die Installation auf einen USB-Stick beschrieben wird. Dort finden sich auch alle Links zu den nötigen Programmen und dem ChromeOS-Image sowie eine Kompatibilitätsliste. Aktuell werden nur einige wenige Netbooks unterstützt.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 15. Dezember 2010 - 14:13 #

Probierst Du es aus?
Also was das für ein Laptop bzw. Subnotebook ist was man da im Video sieht, weißt Du nicht genau, oder?
Wäre doch cool, wenn das mit Android läuft, gell Dennis ;-) Spaß...

[Edit] Hinweis: ChromeOS läuft laut Chip.de (momentan) NUR auf Netbooks. Leider konnte ich es deshalb nicht ausprobieren.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 15. Dezember 2010 - 14:49 #

Das Gerät aus dem Video ist das Cr-48, wahrscheinlich ein Acer oder Samsung-Gerät ohne weiteres Branding. Habe jetzt nicht nach den exakten technischen Daten geschaut, tippe aber auf einen Intel-ULV mit integrierter Grafik - als Datenlaufwerk dann eine SSD, das war ja beschrieben.

Ich probiere ChromeOS heute oder morgen auf einem Samsung NC-10 aus, das ist in der Kompatibilitätsliste als unproblematisch aufgeführt.

Und zum Glück ist ChromeOS kein Android, ich bin immer noch geschädigt von meinen Tablet-Tests mit Android.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 15. Dezember 2010 - 22:40 #

Hab die 0.8-Beta von ChromeOS ausprobiert. Oh..Mein..Gott.. ist das weit von einem auch nur halbwegs passablen Betriebssystem entfernt. Sorry Google, geht gar nicht.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 16. Dezember 2010 - 13:35 #

So schlimm?
Hatte mich im Video auch schon über die paar wenigen Icons gewundert u mich gefragt, was man -ausser Text u Bilder- wohl sonst so machen könnte..

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