Phylo: Spielend der Wissenschaft helfen

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2. Dezember 2010 - 18:38 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Es gibt süchtig machende, kurzweilige und noch viele andere Arten von Puzzle-Spielen. Unter dem etwas sperrigen Namen Phylo: A Human Computing Framework for Comparative Genomics gibt es nun auch einen nützlichen Vertreter des Genres. Auf den ersten Blick sieht Phylo aus wie jedes andere minimalistische Flash-Spiel, doch mit diesem Titel helft ihr Wissenschaftlern Genom-Sequenzen zu vergleichen.

Supercomputer sind zwar unheimlich schnell, aber nicht so gut wie Menschen im Erkennen von visuellen Unterschieden. Deshalb haben Bioinformatiker der kanadischen McGill Universität das "Spiel" Phylo entwickelt. Forscher der kalifornischen Universität in Santa Cruz zeichnen auf, wie Spieler die farbigen Blöcke in dem Spiel ordnen. Diese gesammelten Daten helfen ihnen dabei Unterschiede von Genom-Sequenzen verschiedener Tierarten aufzuzeigen. Unter diesem Link könnt ihr den Wissenschaftlern dabei helfen Daten zu sammeln, die sie für den Kampf gegen Krankheiten wie Multiple Sklerose oder Krebs benötigen.

Larnak 21 Motivator - P - 25581 - 2. Dezember 2010 - 19:46 #

Brillant - damit kann man sich die ganzen komplexen Algorithmen sparen und einfach Menschen sortieren lassen :D
Momentan scheint das ja noch in der Testphase zu sein - es wäre aber auf jeden Fall spannend, inwieweit "unwissende" Menschen die Alignments besser oder schlechter erledigen als "wissende" Computer - und ob man die komplexen Überlegungen, die hinter solchen Alignment-Algorithmen stehen, durch die einfache Anweisung "maximiere die Matches, minimiere Missmatches und vermeide Gaps" an Menschen überflüssig machen kann.
Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass man den Menschen exakt die gleichen Regeln vorgibt wie den Computern ist das ein spannendes Experiment - aber großartige Verbesserungen würde ich davon jetzt nicht erwarten.
Trotzdem erleichtert es natürlich in gewisser Weise die Arbeit, weil die Computer für solche Berechnungen trotzdem viel Zeit brauchen, die man so sparen kann (oder anderweitig benutzen kann).

Anonymous (unregistriert) 2. Dezember 2010 - 21:12 #

Streich das wissend aus den Computern, dann kommen wir zusammen ;).
Selbst im Vergleich zu einfachen Nervensystemen bei Tieren sind selbst die besten Supercomputer mit der besten Software doof wie eine Stulle ohne Butter.

Larnak 21 Motivator - P - 25581 - 2. Dezember 2010 - 21:53 #

Mit dem "wissend" waren eben die Algorithmen gemeint, die man den PCs eintrichtert - und die ja im Prinzip das Wissen simulieren sollen, was die Wissenschaft über das Verhalten von nah verwandter DNA zueinander hat. Dem gegenüber stehen dann Menschen, die von all dem keine wirklich Ahnung haben, sondern einfach nur ein Spielchen spielen - das war das, was ich damit ausdrücken wollte :)

Suzume 14 Komm-Experte - 1810 - 2. Dezember 2010 - 23:08 #

Tolle News, klingt nach einem interessanten Game. Die Wissenschaft macht sich "Distributed Computing" ja schon seit geraumer Zeit zu Nutze, siehe Seti@home und der Boinc Client, über den sich im Prinzip jeder Forscher mit seinem eigenen Programm an Heimanwender wenden kann.
Seit einigen Jahren scheint man den Spieltrieb nun auch für solche Zwecke erkannt zu haben.
Mit Foldit (http://fold.it/portal/) falten Spieler z.B. Proteine, um Computern "beizubringen", wie Menschen Muster erkennen.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 2. Dezember 2010 - 23:46 #

Sie müssen da Achievements (z.B. Cure Cancer) und Gamerscore einbinden, dann werden sich bestimmte Leute drauf stürzen ;)

mihawk 18 Doppel-Voter - P - 12982 - 3. Dezember 2010 - 16:22 #

Ist doch mal ne lustige Idee, hab mich schon angemeldet, für so ein bisschen Denkarbeit zwischendurch bin ich immer zu haben :)

Anonymous (unregistriert) 10. Januar 2011 - 20:56 #

Ich finds auch genial
aber die Regeln und das Punkte system sind mir noch zimlich unklar.

Tristan 11 Forenversteher - 824 - 20. September 2011 - 21:22 #

Nachdem wir heute erfuhren,

http://www.gamersglobal.de/news/42801/legen-spieler-die-grundlage-fuer-aids-heilmittel#new

dass dieses Konzept aufgeht, sollten wir hier mitmachen, wenn der Zweck es rechtfertigt. Bin den Links nicht gefolgt und unser Newstext spricht nur von Genom-Sequenzen. Warum, weshalb, wieso das gegen Krankheiten wie Multiple Sklerose oder Krebs hilft und ob diese "breite Palette" nicht eher stutzig machen sollte (im Vergleich zu einem ganz konkreten Zweck wie im Link oben), überlasse ich anderen.

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