Deutsche Polizeigewerkschaft fordert Killerspielverbot

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12. November 2010 - 12:16 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Bei einer Anhörung des Innensausschusses des hessischen Landtages zum Thema “Gewalt und Extremismus in Hessen” sagte Heini Schmitt, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) in Hessen, "Der „krankhafte Konsum“ von Egoshootern könne der letzte Auslöser für einen Amoklauf sein, so dass „bestimmte Dinge [...] vom Markt verschwinden“ müssten."

Neben gewalthaltigen Videospielen werden ausdrücklich auch gewaltverherrlichende Krimiserien und Hip-Hop angeprangert. Darin fällt Schmitt unter anderem das Urteil, eine Krimi-Serie bringe die höchste Quote, je mehr Leichenteile, Blut oder explodierende Autos gezeigt werden. Die gewalthaltigen Texte in Teilen der Hip-Hop-Szene sind seit langem ein bekanntes Phänomen, dem auch bereits für sich genommen besondere öffentliche Aufmerksamkeit zuteil wurde. Ob es an Texten wie "Ein guter Cop ist ein guter Cop, wenn sein Kopf über den Asphalt rollt! Gib ihm mit dem Teleskop! Ein guter Cop ist ein guter Cop, blutet er die Straße voll! Gib ihm bis er Zähne spuckt!" irgendeinen Interpretationsspielraum oder gar die Wahrscheinlichkeit hintergründiger Mehrdeutigkeit gibt, kann jeder selbst beantworten.

Grundsätzlich sieht sich die Polizei seit Jahren zunehmend mit Respektlosigkeit und erschreckender Gewaltbereitschaft konfrontiert. Dass die Polizei nach den Ursachen fragt und sich ihren Reim macht ist verständlich. In wie weit das Ressentiment vom "Killerspiel" und daraus abgeleitete Schlüsse begründet sind, müsste zunächst einmal geklärt werden.

Die Gewalt ist heute mehr denn je gesellschaftsfähig

In einer aktuellen schriftlichen Stellungnahme wird Heini Schmitt noch deutlicher:

Was im Bereich der Videospiele auf dem Markt grassiert, spielt sich auch zu einem hohen Anteil im Genre „Action und Gewalt“ ab. Der Markterfolg so genannter Killerspiele ist ein beschämendes Beispiel dafür, auf welch merkwürdigen Abwegen sich die Branche und die konsumierende Gesellschaft befindet. Je mehr Tote und je mehr Gemetzel, umso höher die Punktzahl des Spielers. Der schädliche Einfluss auf die Entwicklung eines psychisch labilen Kindes oder Jugendlichen durch langanhaltenden Konsum solcher Killerspiele steht für mich außer Frage. Die zurückliegenden Amokläufe an Schulen sind der traurige Beweis dafür.

Wer aktuelle Shooter kennt, weiß jedoch, dass es Highscores und eine direkte Verknüpfung zwischen getöteten Gegnern und einer Punktzahl in vielen Fällen gar nicht gibt; der aktuell sehr erfolgreiche, aber auch sehr deutlich Gewalt zeigende Shooter Black Ops führt beispielsweise im Solomodus überhaupt keine Punktzahl.

"Es ist bekannt, dass in allen Fällen, in denen es zu Amokläufen kam, die Täter einen ausgeprägten Hang zu sogenannten Killerspielen hatten", behauptete Heini Schmitt schon im Jahr 2009. Er sieht darin zwar keinen Beweis für die Mitschuld von Videospielen an Gewalt-Taten. "Aber ebenso wenig können Killerspiele als Mitursache gesichert ausgeschlossen werden." ergänzte er damals. Der jüngste Amoklauf, der bundesweit für Schlagzeilen sorgte, in dem eine in Scheidung lebende Anwältin ihre Familie angriff, ihre Wohnung sprengte und in einem Krankenhaus auf Menschen schoss, wäre demnach wohl nur ein trauriges Gegenbeispiel.

Killerspiele sollten generell verboten werden
 
Neben allerhand anderen Faktoren wie Fernsehen, Film, Musik, Freizeitverhalten und Alkoholismus unter Heranwachsenden findet sich in der Rubrik "Forderungen, Lösungsansätze" auch zu Videospielen eine abschließende Stellungnahme:
Es muss erheblicher Einfluss auf die Medien- und Unterhaltungsbranche ausgeübt werden, um die Gesellschaft, vor allem aber unsere Kinder und Jugendlichen zu schützen und deren Erziehung zu konstruktiv-konfliktfähigen Menschen nicht empfindlich zu stören. Killerspiele sollten generell verboten werden. Die künstlerische Freiheit und das Urheberrecht müssen hier engere Grenzen erfahren. Es muss nicht alles erlaubt sein, was dem profitstrebenden Produzenten und dem sorglosen Konsumenten gefällt.
In diesem Zusammenhang ist vielleicht von Interesse, dass jüngst die Wirkung von Gewaltdarstellungen  auf den Menschen neurologisch untersucht wurde. Das Ergebnis ist eine Entlastung für die oft unter Generalverdacht stehenden Computerspieler: Keine erhöhte Gewaltbereitschaft ist laut dieser Studie nachweisbar. Zudem findet danach die Verarbeitung von virtuellen und realen Gewaltszenen in völlig verschiedenen Regionen des Gehirns statt. Diese Entdeckung spricht für die Annahme, dass Nutzer von gewalthaltigen Spielen sehr deutlich zwischen Fiktion und Realität unterscheiden.
Riplex 08 Versteher - 205 - 12. November 2010 - 12:24 #

In Österreich gibts ja garkeine Zensierung bzw. Altersfreigabe, oder ? Die nutzen auch das PEGI System, oder ?
Warum haben die dann in Österreich nicht genau die selben Probleme bzw. warum läuft da nicht alle 5 Minuten ein Jugendlicher Amok ?

Brauchen die Politiker bzw. die deutsche Polizei wieder nur einen Sündenbock ?

Makariel 19 Megatalent - P - 13843 - 12. November 2010 - 12:42 #

In Österreich ist derzeit ein Übergang von USK zu PEGI so weit ich weiß. Deutschland braucht halt immer spezielle Gesetze. Anscheinend sind Jugendliche in Deutschland Wahnsinnige, die beim Anblick von Pixelblut in Rage geraten und gleich das Bedürfnis verspüren zu töten. Der Rest von Europa hat dieses Problem ja nicht...

floxyz 16 Übertalent - P - 4853 - 12. November 2010 - 13:02 #

Österreich hat auch viel weniger Einwohner, demnach ist die Wahrscheinlichkeit für einen Amoklauf geringer.

Wiking 12 Trollwächter - P - 842 - 12. November 2010 - 13:37 #

Meinst das jetzt ernst?

Sephix 13 Koop-Gamer - 1452 - 12. November 2010 - 14:18 #

Warum nicht? Im Grunde stimmt es doch: Je geringer die Einwohnerzahl, desto geringer die Anzahl potenzieller Gewalttäter.

maddccat 18 Doppel-Voter - 11350 - 12. November 2010 - 15:54 #

Und was sagt uns das über die Wahrscheinlichkeit? Kann die Einwohnerzahl ein Faktor für die Wahrscheinlichkeit von Amokläufen sein?

rapidthor 14 Komm-Experte - 2668 - 13. November 2010 - 16:22 #

Kennt man doch aus der Populationsdynamik. Geringerer Gedrängefakor also geringerer Stress also weniger Amokläufe

Makariel 19 Megatalent - P - 13843 - 13. November 2010 - 19:18 #

Demnach müsste es in den Niederlanden am meisten Amokläufe geben. Höchster Gedrängelfaktor Europas. Hier isses aber ziemlich ruhig...

Vidar 18 Doppel-Voter - 12486 - 12. November 2010 - 13:40 #

dann nehmen wir halt Japan hat mehr einwohner als deutschland, es spielen auch viel mehr in der Bevölkerung aber dort gibt es sowas nicht.. warum wohl?

Suzume 14 Komm-Experte - 1932 - 12. November 2010 - 14:07 #

Schuss ins Blaue: In Japan herrscht vielleicht die westlichste Ausprägung asiatischer Kultur, aber dennoch haben die Menschen dort u.U. eine gänzlich andere Sichtweise auf ihre Probleme und ihren Freitod. Welche das ist? Keine Ahnung... Vielleicht wollen sie ihrer Familie keine Schande bereiten durch einen Amoklauf.

Der Polizeigewerkschaft kann ich nicht zustimmen was ihre Forderung nach einem Verbot betrifft - das ist mal wieder zu pauschal.
Die Eltern müssen das Konsumverhalten ihrer Kinder stärker kontrollieren und Medienkompetenz fördern. Lehrer müssen stärker darauf achten, was unter Jugendlichen auf Schulhöfen als cool angesehen wird und gemeinsam mit den Schülern und den Eltern Aufklärung betreiben und Ausgrenzung von Schülern entgegenwirken, die sich das coole Zeug nicht leisten können oder es aufgrund ihrer Überzeugungen ablehnen.
Die Branche selbst steht aber auch in der Verantwortung. Es mag ja sein, dass bei neueren Titeln wie Black Ops keine Punkte mehr für das Töten vergeben werden... im Singleplayer.
Im Multiplayer hingegen wird doch erst durch möglichst effizientes Töten das Erklettern der XP-Leiter möglich, wodurch man zu noch besseren Waffen und Ausrüstungsgegenständen kommt. Hier sollten die XP vielleicht lieber für das Erreichen strategisch wichtiger Ziele auf den Karten vergeben werden. Das fördert Teamplay und verringert Egotripps.
Deathmatch kann m.M.n. heutzutage sowieso aus dem Repertoire von Shootern gestrichen werden - zu oldschool.
Die Games-Industrie darf sich auch gern mal fragen, ob es nötig ist, die Shooter-Cash-Cow jedes halbe Jahr zu melken... es gibt soviele andere tolle Spielideen

Gasti (unregistriert) 12. November 2010 - 16:53 #

Stimmt sogar stellenweise.. japan hat eine sehr hohe selbstmordquote, die kultur ist einfach völlig anders.

Während ein mann in deutschland sich lieber in sein auto setzt und falsch über die autobahn fährt und im schlimmsten fall andere aber nicht sich selbst umbringt ist es in japan ehr so das die leute sich sinnbildlich lieber ins eigene schwert stürzen.

Was ich allgemein an dem artikel erschreckend finde ist das besagter polizei gewerkschaftler grundlegend mehr zensur fordert.
Zensur ist mittel von diktaturen, nicht von demokratien.

Janpire 14 Komm-Experte - P - 2622 - 12. November 2010 - 19:40 #

In Japan hat diese hohe Selbstmordrate nichts mit Samurai getue zu tun oder sonst was, sondern mit den hohen Erwartungen was schulische Leistungen betrifft und der daraus resuliterende Druck, dem viele nicht standhalten. Ähnlich ist es mit späterer Leistung im Job.

Suzume 14 Komm-Experte - 1932 - 13. November 2010 - 3:10 #

Ich glaub', das war uns bewußt. Worum es uns ging war nicht so sehr der Grund des Selbstmords als die Art seiner Durchführung. Es ging darum, weshalb man weniger über Amokläufe in diesem Zusammenhang hört als beispielsweise bei uns... kann aber auch einfach nur an der mangelnden Berichterstattung liegen.

Paendrag (unregistriert) 14. November 2010 - 5:30 #

In Japan gibt es durchaus Amoklaufe. Die werden allerdings nicht oder nur selten (mir ist gerade kein Beispiel bekannt) mit scharften Waffen durchgefuehrt sondern mit anderen Mitteln. "Beliebt": Mit dem Auto in eine Menschenmenge rasen. So schon zwei mal geschehen in der juengeren Vergangenheit.]

Shooter auf Konsolen/PC sind in Japan nicht sehr beliebt und verkaufen sich nur schleppend. Selbst AAA-Titel finden hier keinen grossen Anklang. Allerdings gibt es jedem Menge "Shooter" in Spielhallen.

Eine "Gesellschaft" kann Menschen krank machen. Wie bereits schon von einem meiner Vorschreiber erwaehnt, richtet sich dieser krankhafte Frust in Japan haefig gegen sich selbst und fuehrt zum Suizid (selbstgerichtete Gewalt), viel seltener zum Amoklauf (Gewalt gegen Dritte).Ursache duerften aber aehnlicher Natur sein, koennen aber niemals auf einen einzelnen Faktor beschraenkt werden.

Aber Japan als Vergleich in der Diskussion heranzufuehren ist m.E. irrefuehrend.

Zum Thema:

Mich stoert der Begriff "Killerspiel", ehrlich gesagt, da er im Grunde genommen eine hohle Diskreditierung/Diffamierung von FPS ist. Kann sich gleich in die Reihe der Unwoerter wie "Gutmensch" einreihen. Es zeigt sehr deutlich, wie polemisch die Diskussion um Gewalt und Videospiele gefuehrt wird.

pallinio 11 Forenversteher - 716 - 16. November 2010 - 9:27 #

Ganz einfach, die haben keine Zeit, weil es alles Kellerkinder sind ;-) - Irnonie aus -

Makariel 19 Megatalent - P - 13843 - 13. November 2010 - 19:19 #

jo genau... und Äpfel schmecken wie Bananen wenn man sie gelb anstreicht.

Scytale (unregistriert) 12. November 2010 - 12:28 #

Verbietet Atomkraft, die bringt normale Staatsbürger dazu, total wichtige Steine zu stehlen.
Es kann doch nicht sein, dass alle aus der Gewerkschaft so fern der Realität sind. Hauptsache man meldet sich mal zu Wort...

Chiffre 10 Kommunikator - P - 393 - 12. November 2010 - 12:30 #

Ich möchte mal wissen, wie oft diese blödsinnige Diskussion noch geführt werden muss. Wie lange hats eigentlich gedauert, bis man in den 1950er Jahren begriffen hat, dass Rock'n Roll hören junge Leute nicht zu bösen Menschen macht?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29622 - 12. November 2010 - 13:01 #

Einige denken das immer noch.. :(

ThereIsNoCake 12 Trollwächter - 1142 - 12. November 2010 - 13:43 #

Tut es das denn etwa nicht??? ;)

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 15:06 #

Rock n' Roll forderte aber nicht den Tod anderer, sondern war vor allem eine Befreiung der Jugend von der Vormundschaft des Elternhauses: Es war daher ein Generationenstreit.

Tr1nity 27 Spiele-Experte - P - 79815 - 12. November 2010 - 15:34 #

"Killerspiele" fordern aber auch nicht den Tod anderer. Das macht das zerrüttete soziale Umfeld und der Haß (auf Mitschüler und Lehrer etc.), den die Attentäter in und mit sich hatten. Keiner der Jungs zog los mit dem Gedanken, ich mach jetzt mal Black Ops in Real Life.

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 16:04 #

""Killerspiele" fordern aber auch nicht den Tod anderer."

Selbstverständlich. Oder wie willst du das Spiel gewinnen ohne jemanden zu töten? Damit wird eine Lösungsstrategie propagiert die nicht zu befürworten ist.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 12. November 2010 - 16:14 #

Du zitierst auch nur, was für Deine Flusen im Kopf fördernd ist ^^ Übrigens: Wenn man in Spielen überhaupt was tötet, sind es Pixel. Maximal. Ich sag's nur mal so zur Sicherheit...

maddccat 18 Doppel-Voter - 11350 - 12. November 2010 - 16:18 #

Wie die sterben? Dachte die werden nur eingefärbt? *schnüff*

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 12. November 2010 - 16:20 #

Ich kam bisher noch nicht dazu, die Pixel danach zu befragen. Aber dafür gibt's ja die Moralapostel, die alles im Blick haben und einen in den Kommentaren aufklären ;D

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 21:57 #

Und warum werden die Pixel so angeordnet, dass sie möglichst realistisch Menschen und andere Lebewesen darstellen? Wer diese Pixel als das sieht was es sein soll - und dafür muss man nicht griechisch lernen um Platons Ideenlehre zu lesen - der ist also selber schuld? Was wenn derjenige nun aber auch den letzten Schritt geht und aus der Darstellung des Menschen in Polygondarstellung auf den Menschen im realen Leben schliesst? Die Grafik, der Sound und die Effekte sind dann doch einfach nur viel geiler...

PS: Ich zitiere um meine Thesen zu untermauern - das lernt man doch in der 7. Klasse ;)

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 22:38 #

Noch einen Gedanken zum Fortschritt bei der Grafikentwicklung:
Es dürfte ja maximal noch fünf Jahre dauern, dann aber ist Spiel und Wirklichkeit grafisch kaum noch zu unterscheiden und das Spiel auch in einem stark verbesserten 3D zu sehen. Die Frage nach einer Lösung der Problemstellung wird dann noch drängender...

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 13. November 2010 - 2:45 #

Grafikkarten ab 18 verkaufen oder alle die zu realistische Figuren darstellen können verbieten !!! :) Und jeden Soldaten der nicht "zum Schutz" im Einsatz ist bitte wegsperren.

Darino 14 Komm-Experte - 2412 - 13. November 2010 - 15:01 #

Das mag zwar sein. Aber auch wenn die Grafik immer realistischer wird..diese Spiele werden doch nicht um des reinen Tötens willen entwickelt. Es geht doch darum, eine Geschichte visuell wiederzugeben. Es geht ausschließlich um die Unterhaltung für Erwachsene. Natürlich birgt es die Gefahr, dass sich Menschen, die ehr als geistig labil eingestuft werden würden, auf Gedanken kommen, die durch bestimmte Spiele ausgelöst werden. Allerdings kann man das genauso gut auf Filme, Bücher (alle Formen der Literatur) und Musik übertragen. Oder dem Journalismus, schließlich werden oft Meinungen geschaffen, gewalttätige Lösungswege in Form der Nachrichten geboten.
Deshalb lasst doch bitte dem erwachsenen Menschen seine Unterhaltung, schützt die Jugend (auch vor sich selbst) und hört auf, immer und immer wieder nur irgendwas zu suchen, was man für schuldig befinden kann. DAS NERVT! Es wurden nicht Amokläufe begannen, da ein Spiel gespielt wurde. Es passierte, weil Menschen zuvor so dermaßen misshandelt und gepeinigt wurden, dass nur noch ein Ausweg infrage zu kommen schien..die Rache an den Mitmenschen. Und die Rache an sich selbst. Ich frag mich, wie es zu Amokläufen vor den 70igern kommen konnte. Ach ja, es wurde ja bereits gesagt: der Rock`n Roll. Und "Gothics" sind alle Satanisten..

vicbrother (unregistriert) 13. November 2010 - 16:42 #

Geschichte in Ego-Shootern?
Aber gut, wenn es nur Unterhaltung für Erwachsene, d.h. über 18 Jährige ist, dann sollte man die Werbung für diese Spiele auch auf GamersGlobal erst nach 23 Uhr sehen können oder?

Und wer wurde misshandelt und gepeinigt? Durch wen? Durch dich der demjenigen den Arbeitsplatz wegnahm oder der du bessere Noten hast? Bist du nicht selbst ein Teil des Problems?

PS: Gothics sind Satanisten, dieser Wahrheit muss man wohl ins Auge sehen. Ich würde mich jedenfalls nicht zu einer noch so schönen Gothic-Frau in den Sarg legen :)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29622 - 14. November 2010 - 11:42 #

Hab ich beim Gothic-Teil die Ironie übersehen?

vicbrother (unregistriert) 14. November 2010 - 14:20 #

Wie kommst du darauf, dass die Ablehnung einer Nacht im Sarg mit einer Gothic-Satanistin ironisch gemeint sein kann?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29622 - 14. November 2010 - 14:26 #

Weil kaum eine Gothic-Frau einen Sarg besitzt? Und weil so gut wie kein Gothic Satanist ist? Ich würde sogar behaupten, dass mehr 40-50jährige (lebendige..) mittelständische Selbständige Särge besitzen als weibliche Gothics.

vicbrother (unregistriert) 16. November 2010 - 15:57 #

Deine Aussagen kann ich aus meiner reichhaltigen Lebenserfahrung nicht bestätigen. Wo hast du z.B. das mit den "mittelständischen" Selbstständigen her?

PS: Zum Begriff "mittelständische" Selbstständige: Der Begriff Mittelstand wird mE von der Bevölkerung und den Parteien in Unkenntnis vollkommen falsch verwendet, >99% aller Betriebe in D sind Kleinst- und Kleinunternehmen. Mittelstand nennt man ein Unternehmen idR dann, wenn zwei der folgenden drei Kriterien über min. zwei Jahre hinweg erfüllt sind:

Bilanzsumme >4 Mio Euro
Beschäftigte >50 MA
Umsatz >16 Mio Euro

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29622 - 16. November 2010 - 18:25 #

Ich meinte damit Bestattungsunternehmer.

Und ich selbst habe mich lange genug in der Gothic-Szene aufgehalten um deine Besorgnis bezüglich Satanismus etc. entkräften zu können. Im Gegenteil habe ich in der Szene sogar mehr praktizierende Christen kennengelernt als z.B. während der Arbeit.

Dass du dauernd auf deine "reichhaltige Lebenserfahrung" anspielst macht es übrigens nicht besser. Behaupten kann man viel.

vicbrother (unregistriert) 16. November 2010 - 20:37 #

Bestattungsunternehmer sind sicherlich Kleinstunternehmen - wollen wir zumindest hoffen ;)

Wir beide Argumentieren mit Lebenserfahrung - und meine ist halt anders ;)
Sind Gothics denn überwiegend religiös nach deiner Erfahrung?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29622 - 16. November 2010 - 21:19 #

Religiös zum Teil. Nicht die Mehrheit, allerdings meiner Beobachtung nach ausgeprägter als der "Durchschnittsdeutsche". Und wenn, dann nicht selten auch engagiert, ab vom "An Weihnachten und Ostern mal in die Kirche, das muss reichen, dran glauben tu ich ja eh nicht so recht." Christlich zum Teil, mehr als man erwarten würde. Eine sehr gute Freundin ist bei den Jesus-Freaks und fühlt sich auch dort nicht ausgegrenzt weil sie Goth ist. Naturreligionen sind verbreiteter haben aber mit dem Teufel nicht viel am Hut. Satanisten findest du allerdings bei anderen, metallischeren, Musikrichtungen eher. Satanisten werden in der Szene allerdings eher belächelt. Sargbesitzer übrigens oft auch, damit beeindruckt man schon seit den 80ern niemanden mehr.

Ich hatte ein wenig Probleme beim Zivildienst bei einer evangelisch-freikirchlichen Gemeinde damals. Aber nur bedingt weil ich Goth war (auch wenn ich es nicht nett fand, dass sie ein Poster aus der ASM verbrannt haben, weil ein Werwolf darauf zu sehen war - auch nicht weil sie dafür meine Zimmertür aufbrechen mussten, keine Ahnung wie sich das mit christlichen Werten vereinbaren ließ). Eher weil ich Rollenspieler war - und man damit ja automatisch Satanist und brutaler Kinderquäler ist (O-Ton Gemeindemitglied). Die gleiche Debatte geht heute mit Computerspielen los. Und lustigerweise teilweise mit den gleichen Argumenten.

Larnak 21 Motivator - P - 25873 - 12. November 2010 - 21:02 #

Ich musste noch nie jemanden töten, um in einem Ego-Shooter den Abspann erleben zu können...
Kann es sein, dass du das mit dem Spiel einfach falsch verstanden hast? Wenn das Spiel dir sagt "nimm die MG vom Tisch vor dir und geh danach durch die Tür rechts auf die Straße, um gemeingefährliche Mutanten zu erschießen!" ist das nicht unbedingt wörtlich zu nehmen...

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 21:58 #

Da komme ich vielleicht auch nicht drauf. Aber wenn es einer so nimmt, dann leiden viele viele Menschen darunter. Ein Leben lang. Willst du das verantworten?

Fyyff 11 Forenversteher - 681 - 12. November 2010 - 23:47 #

Und wenn einer mit dem Küchenmesser auf der Straße Leute absticht, verbieten wir kochen!.
Meine Güte muß die Welt einfach sein für dich. Und immer schön auf der emotionalen Schiene angeradelt kommen. Ein Leben lang! Verantwortung! Wow. Hast du schon mal bei RTL2 nachgefragt ob sie dir vielleicht ne Sendung geben? Tatort Egoshooter...klingt doch super.

Aber nochmal für dich zum mitschreiben. Erwachsene Menschen sind mündig genug für Erwachsene gemachte Spiele/Musik/sonstige Unterhaltung konsumieren zu können ohne durchzudrehen. Das Problem ist nämlich lustigerweise gar nicht das Medium wie du uns hier weismachen willst. Das Problem ist der Mensch. Und der kann genausogut von Büchern, Musik oder sonstwas Amok laufen. Vielleicht, aber nur vielleicht sollte man da mal ansetzen anstatt zur Hexenjagd auf das jeweils aktuellste Medium aufzurufen, weil einem das Lösen der dahinterliegenden Probleme wohl zu langweilig ist.

vicbrother (unregistriert) 14. November 2010 - 14:26 #

Daher sind ja auch manche Bücher, Musikstücke, Videos/Filme in Deutschland nicht zugänglich!

Wenn einer mit einem Küchenmesser auf der Straße Leute absticht, dann bin ich auf jedenfall dafür, dass es als MORD gewertet wird, bei Elias in HH wird ja nur Totschlag verhandelt.

Dennoch besteht ein Unterschied zwischen Kochen und das Töten von Menschen in Ego-Shootern: Ego-Shooter trainieren weder die Kommunikation noch die Reflektion, vielmehr trainiert es schnelle Reflexe zum Töten anderer.

Erklär doch mal, warum das das Tragen von echten Waffen auf Ego-Shooter-LAN-Parties verboten ist - hängt das nicht mit dem Spiel an sich zusammen?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29622 - 14. November 2010 - 14:30 #

Ich spiele schon seit gut 20 Jahren Computerspiele und habe die meisten Egoshooter auf dem Markt gespielt. Trotzdem sind meine Fähigkeiten im Umgang mit Schusswaffen - vorsichtig ausgedrückt - sehr schlecht ausgeprägt. Schnelle Reflexe beim Töten anderer konnte ich auch nicht feststellen. Weder bei mir noch bei anderen Shooterfans meiner Umgebung.

vicbrother (unregistriert) 14. November 2010 - 19:24 #

Ich meine - wie in diesem Thread schon zu lesen - vor allem die Reflexe in Konfliktsituationen: Kommunikation oder Zuschlagen? Da greifen viele - siehe die täglichen Polizeiberichte - doch zum Zuschlagen als Lösung Nummer eins, da a) der Gegner schon wieder ohne Schäden wiederaufstehen wird (und erzähl mir nix anderes, ich habe das schon zigmal bei Freunden in Ego-Shootern gesehen!), b) kann nicht jeder Deutsch oder Argumentieren und c) braucht man nicht nachdenken, schließlich entscheidet durch jahrelanges spielen von Ego-Shooter mittlerweile das Rückenmark über die Handlungen!

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29622 - 14. November 2010 - 19:51 #

Und du meinst ernsthaft, das liegt an Computerspielen? Nicht vielleicht eher an mangelnder Erziehung? Fehlendem Unrechtsbewußtsein? Es haben schon vor Urzeiten Leute lieber zugeschlagen als nachgedacht oder kommuniziert. Damals gabs noch keine Egoshooter, wie erklärst du dir das? Ernsthafte Frage - meinst du deine Ansichten ernst? Hast du über das Thema schon einmal richtig nachgedacht? Auch über deine Argumente? Ich kanns mir nicht vorstellen.

Deine Argumente hört man in jeder Generation mit wechselnden Begründungen. Bücher, Musik, Filme, Spiele - alles angebliche Auslöser für "Rückenmarkgesteuerte Handlungen" wie du es nennst. Die Menschheit führt seit jahrtausenden brutale Kriege - sind daran auch die Egoshooter schuld?

"Bei Freunden im Shooter gesehen", hallo, Herr Pfeiffer? Sind sie es?

vicbrother (unregistriert) 15. November 2010 - 0:31 #

"Es haben schon vor Urzeiten Leute lieber zugeschlagen als nachgedacht oder kommuniziert. Damals gabs noch keine Egoshooter, wie erklärst du dir das?"

Das glaube ich nicht. Ich denke die Masse der Menschen ist friedlich, Kant hat sich hierzu z.B. in seinen Ideen zum Kategorischen Imperativ und dem demokratischen Frieden ausgelassen. Nur die Ego-Shooter-Spieler fallen halt negativ auf, gerade hat mir das eine Lehrerin bestätigt: Die Kinder die negativ auffallen spielen Gewaltspiele. Aber sicherlich ist es eine Sache der Erziehung - und es fehlt der Glaube an einen allsehenden, allwissenden und allmächtigen strafenden Gott! Eine Jugend ohne Gott - da lies mal Horvath.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29622 - 15. November 2010 - 1:14 #

Du willst aber nicht ausdrücken, dass alle nicht-spieler gottesfürchtige Gutmenschen sind während Egoshooterspieler den Gegenpol zur NS-Jugend stellen? In den Namen diverser Götter wurden und werden übrigens seit jahrtausenden Menschen getötet und verfolgt. Ganz ohne Spiele.

Die Masse der Menschen ist friedlich. Ja. Die Masse der Egoshooterspieler übrigens auch. Und jetzt?

Mir bestätigen die Lehrer in meinem Bekanntenkreis übrigens, dass die gewaltbereiten Jugendlichen nicht zwingend Computerspiele spielen. Gewaltspiele auch nicht. Die meisten haben aber einen eher gefährlichen sozialen Umgang, oft eine ALG-II-empfangende Familie und hören in meinen Augen sogar schlechte Musik - Hiphop nämlich. Verbieten wir den gleich dazu? Nachdem du ja sowieso auf Klischees stehst..

Und ja, es entspricht dem was ich von einer Diskussion mit dir erwarte - Argumente werden mit "das glaube ich nicht" abgewehrt. Solche Gesprächspartner kann man nicht sonderlich ernst nehmen, tut mir leid.

vicbrother (unregistriert) 16. November 2010 - 16:08 #

Statt "Das Glaube ich nicht" wollte ich erst ein "Zeig mir dein Zahlenmaterial und die entsprechenden Studien" schreiben. Aber "Glauben" passte besser zum religiösen Rest ;)

Sicher ist die soziale Problematik ein noch größeres Risiko. Aber was soll der Staat machen? Allen viel Geld schenken? Das würde man vielleicht als Linkspartei tun, alle anderen nennen das aber Inflation. Es gibt sicherlich keine monokausalen Gründe für Gewalt, aber der Schwerpunkt in meinen Beiträgen liegt hierbei in den reflexhaft-antrainierte Kommunikationsstrategie von Erstschlag und Gewaltexzess (Ich schrieb es hier irgendwo schon: nicht das Hirn entscheidet, sondern plötzlich das Rückenmark).

HipHop war mit den Fanta4 mal intelligent, aber HipHop und Rap sind mittlerweile eine "Musik" der Hilflosen geworden, die ihre Hilflosigkeit besingen. Sorry, mir als Verstandsmensch will nicht in den Kopf, dass man lieber seine Hilflosigkeit "musikalisch" beklagt, anstatt dagegen aktiv etwas zu tun. Das scheint auch ein Problem der Schulen zu sein - sonst würde doch jeder Jugendliche den Spruch "Neid muss man sich erarbeiten, Mitleid bekommst du geschenkt" kennen und etwas für sich tun. Aber das ist ein anderer Themenkomplex

Cohen 16 Übertalent - 4469 - 14. November 2010 - 18:21 #

Da haben wir ja die Wurzel allen Übels: schnelle Reflexe durch Training. Wenn man jedem Erdenbürger die Hände verkrüppelt, gibt es keine Gewaltverbrechen mehr. Nicht, weil den Menschen dann der Drang fehlt, sondern weil sie nicht dazu in der Lage sind. Um ganz sicher zu gehen sollte man vielleicht auch noch die Augen beschädigen, damit man potenzielle Opfer gar nicht mehr sieht. Die Lösung kann so einfach sein!

P.S.: Wer weiss, wie viele Verkehrsunfälle oder Unfalltote schon durch das Trainieren der Reflexe vermieden wurden?

vicbrother (unregistriert) 14. November 2010 - 19:19 #

Ja, deine Ansicht gibt es schon länger, nennt sich Scharia: Hand ab bei Diebstahl und Tot bei Ehebruch und Mord. Warte 30 Jahre, dann haben wir das auch in Deutschland :)

"P.S.: Wer weiss, wie viele Verkehrsunfälle oder Unfalltote schon durch das Trainieren der Reflexe vermieden wurden?"

Ich nicht. Das wäre wohl auch reinste Spekulation.

Cohen 16 Übertalent - 4469 - 14. November 2010 - 19:54 #

1. Ich schrieb über eine Präventionsmaßnahme für alle potenziellen Killer und Gewalttäter (also jeden Menschen, nicht nur Videospieler) und nicht über eine Strafe.

2. Der darin enthaltene Sarkasmus über eine doch so einfache Lösung wurde anscheinend nicht erkannt.

MicBass 19 Megatalent - 14362 - 12. November 2010 - 12:32 #

Bisher haben Äußerungen der Polizeigewerkschaft einen etwas intelligenteren Eindruck gemacht. Schade dass sie jetzt auch auf den "komplexes Problem - einfache Lösung" - Zug aufspringen.

Fyyff 11 Forenversteher - 681 - 12. November 2010 - 14:32 #

Wat? Warst du die letzten 10 Jahre in Carbonit eingefroren? Äußerungen der Polizeigewerkschaft fallen durch vieles auf, aber nicht durch Intelligenz. 95% aller Äußerungen die die 5 oder 6 Polizeigewerkschaften tätigen fallen in den Bereich "Wir brauchen noch mehr Rechte!!!" und "Die Demonstranten haben angefangen, selber schuld wenn die uns in die Faust laufen oder Pfefferspray aus 20 cm Entfernung ins Gesicht kriegen, so wie die hinterhältig da rumsaßen. Das zeigt einmal mehr, wir brauchen MEHR RECHTE!!!".
Die restlichen 5% sind Sachen wie "Nein wir brauchen keine Beamtenkennzeichnung, weil das wäre voll nicht gut und so..." und "Wir brauchen mehr Rechte!".

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29622 - 12. November 2010 - 14:39 #

Stimmt, noch mehr Rechte wären toll. Linke hocken ja auch immer so provozierend auf der Straße herum ;) .

MicBass 19 Megatalent - 14362 - 12. November 2010 - 17:08 #

Beamtenkennzeichnung mit Realnamen brauchen wir wirklich nicht, aber das ist ein anderes Thema.

Fyyff 11 Forenversteher - 681 - 12. November 2010 - 19:13 #

Verlangt ja auch keiner. Einfache Nummern die man im Bedarfsfall einem Beamten zuordnen könnte reichen völlig aus. Mehr hat auch keiner verlangt.

MicBass 19 Megatalent - 14362 - 12. November 2010 - 19:57 #

Und da sind sie gegen? Ich dachte immer darum ginge es - Nummern ja, Namen nein. Wenns stimmt gebe ich dir recht, dann sagen sie schonmal zwei nicht ganz so intelligente Sachen :-)

Fyyff 11 Forenversteher - 681 - 12. November 2010 - 23:51 #

Aktuell ja. Wobei die Polizeigewerkschaften auch gerne so tun, als wolle ihnen jeder ein 30 cm Namenschild mit Neonbeleuchtung auf die Stirn tackern, obwohl halt wirklich jeder nur die Nummernschilder will. Aber vielleicht ist der Zirkus ja jetzt vorbei wo die Stadt Berlin die Nummernschilder endlich einführt.

DarthTK 13 Koop-Gamer - P - 1581 - 13. November 2010 - 11:01 #

Sorry, aber du fällst eigentlich nur noch durch Polemik und maßlose Überteibung auf. Des weiteren durch Unwissen (oder war es wieder Übertreibung?), es gibt "nur" drei Poilizeigewerkschaften, wobei das auch zuviel ist.

Fyyff 11 Forenversteher - 681 - 13. November 2010 - 15:47 #

Na gehen wir mal zu Wikipedia.

"Neben der GdP (1) als Gewerkschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) für alle Beschäftigten im Bereich der Polizei gibt es die Gewerkschaften des deutschen Beamtenbundes (dbb) (2), die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG)(3) und die Bundespolizeigewerkschaft (4), sowie den unabhängig von einem Dachverband agierenden Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) (5).

Die Bundesarbeitsgemeinschaft kritischer Polizistinnen und Polizisten (6) versteht sich als inhaltliche Alternative zu den gewerkschaftlichen Berufsverbänden der Polizei mit besonderem Augenmerk auf bürgerrechtliche Themen."

Ich zähle da insgesamt 6 Gewerkschaften und Verbände. Guck an.

DarthTK 13 Koop-Gamer - P - 1581 - 14. November 2010 - 0:27 #

GDP, DPolG und BdK. DPolG ist im DBB integriert, während der Dachverband der GDP der DGB ist. BdK ist für sich. Der Rest ist keine (echte) Gewerkschaft.

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 12. November 2010 - 12:35 #

Die Diskussion sollte auf jeden Fall sachlicher laufen. Nicht, dass der Schmitt pauschal Unsinn bezüglich Videospiele erzählt, sicherlich gibt es Gründe, warum man auch solche Eindrücke gewinnen kann wie er. Aber es sind doch oft sehr subjektive Eindrücke und sachlich unfundierte Behauptungen mit denen hier im schlechtsten Sinne "populistisch" gegen Videospiele und Spieler zu Felde gezogen wird. Ich persönlich habe dabei für das Anliegen der Polizei grundsätzlich großes Verständnis.
Allerdings täte Herr Schmitt seinem Anliegen einen Gefallen, wenn er bei der Wahrheit bliebe und um sachlich korrekte Darstellung bemüht bliebe. Bezüglich Film und Fernsehen oder Videospiele ist seine Stellungnahme nicht haltbar. In Puncto Hip-Hop-Texte ist das was anderes finde ich, dieser zitierte Text zeigt abgrundtiefen Hass gegen Polizisten und ich glaube kaum, dass daran etwas falsch zu verstehen ist.

Makariel 19 Megatalent - P - 13843 - 12. November 2010 - 12:34 #

Na zum Glück gibts Gewaltenteilung.

zuendy018 (unregistriert) 12. November 2010 - 12:34 #

Ich musste jetzt erstmal "Ressentiment" nachschlagen.

ANNONÜM (unregistriert) 12. November 2010 - 12:35 #

Das dient bestimmt nur dazu, um die Polizisten selbst vor Verrohung zu schützen, auf dass sie in Zukunft nicht mehr mit Schlagstöcken, Pfefferspray und Wasserwerfer auf radikale Randgruppen wie Rentner und Schüler losgehen, wie dies im Stuttgarter Schloßpark der Fall war.......

Porter 05 Spieler - 2981 - 12. November 2010 - 12:38 #

soviel zum Recht auf Selbstbestimmung...?!
und ab wann beginnt der Krankhafte Konsum von Egoshootern?

Vaedian (unregistriert) 12. November 2010 - 12:39 #

Was die Killerspielgegner wohl nie begreifen werden ist, dass die Menschheit nunmal eine äußerst gewalttätige Spezies ist.

Im alten Rom galten Kreuzigungen als ganz alltägliches Informationsbeschaffungsmittel. Geständnisse galten vor Gericht nur glaubwürdig, wenn sie unter Folter entstanden waren. Bei den Kreuzzügen galt, dass einen Ungläubigen zu töten kein Mord war. Die Foltermethoden der Inquisition waren auch jedem bekannt. Heutzutage sind ethnische Säuberungen auf der ganzen Welt an der Tagesordnung und sogar die selbsternannten Saubermänner der Menschheit unterhalten eigene Konzentrationslager, in denen sie lustig vor sich hin foltern. Serien wie "24" machen das ganze salonfähig.

Um nur mal ein paar Beispiele zu nennen. Es ist ein Stigma der Deutschen, die plötzlich meinen völlig gewaltfrei auskommen zu müssen. Die Menschen sind aber nunmal eine gewalttätige Spezies; da helfen auch keine strengeren Gesetze. Die würden die Situation eher noch verschlimmern.

Je weiter man den Flaschenhals zudrückt, desto explosiver entläd sich das Gemisch wenn der Korken platzt!

Johannes Mario Simmel 13 Koop-Gamer - 1597 - 12. November 2010 - 12:43 #

Leistungsdruck, Versagensängste, Ausgrenzung, Demütigungen, psychische Probleme, unzureichende Erziehung -> Fähigkeiten mit Niederlagen umzugehen. Eltern, Eltern, Eltern!

Ach sorry Blödsinn, die modernen Medien sind es..

bersi (unregistriert) 12. November 2010 - 12:46 #

Wann lernen die Menschen endlich, dass es in Ego-Shootern keine Highscorejagd und vor allem nicht Punkte für "extrem brutale" Abschüsse gibt? Was diese Menschen beschreiben sind die klassischen Sidescroller á la Turrican und selbst da gibt es nicht mehr Punkte für besonders gewalttätige Manöver.

Auf sowas kann ich ja voll. Keine Ahnung haben und den Stand von vor 20 Jahren mit heutigen Verhältnissen gleichsetzen. "Das war damals so als ich mir mal n Videospiel angeschaut habe, also wird das heute auch noch so sein."

"Der jüngste Amoklauf, der bundesweit für Schlagzeilen sorgte, [...] wäre demnach wohl nur ein trauriges Gegenbeispiel."
-> Oder vielleicht ist es einfach nur der Beweis, dass in diesem verkackten Staat ein viel tiefliegenderes Problem zu Grunde liegt, das mal nichts mit Videospielen, Filmen oder Musik zu tun hat.

Vielleicht ist es einfach so, dass in diesem Land zunehmend gefordert wird. Kaum eine Berufsgruppe die keine - meist unbezahlten - Überstunden schieben muss, aus Angst den Job zu verlieren, weil vor der Tür schon der nächste auf den freien Bürostuhl wartet.

Warum haben wir denn so viele Menschen mit Burnout? Wieso gehen immer mehr zum Psychologen? Warum haben so viele Menschen Suizidgedanken? Vielleicht, weil diese Gesellschaft die Menschen permanent ausbeutet und zu Grunde richtet. Vielleicht weil man an keiner Stelle gefördert wird. Weil man mit Schulbüchern arbeitet, die bereits unsere Eltern benutzt haben; weil Lehrer keine soziale Kompetenz besitzen und Probleme in der Kindheit nicht rechtzeitig erkennen; weil Eltern lieber 24/7 raiden gehen, anstatt mit ihren Kindern auf den Spielplatz oder in den Zoo; weil man für jeden Tag der Ausbildung kämpfen muss und man am Ende doch nur der Vollidiot ist, dem keiner dankt.

Möglicherweise sollte man das Problem an den Wurzeln packen. Da könnt ich mich genau so gut in nen Laden stellen und im Minuten takt Marmeladengläser ausm Regal werfen. Diese Typen würden laufend ankommen und die Scheiße aufwischen. Vermutlich würden sie sogar fordern Marmelade gänzlich aus dem Sortiment zu streichen. Auf die Idee zu kommen mit mir zu sprechen würde man wohl gar nicht erst kommen.

*sigh*

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 15:27 #

Ego-Shooter fallen durch immer mehr Gewaltdarstellung auf - nur die nachfolgende Entschärfung erlaubt die Veröffentlichung der Spiele überhaupt. Das sollte man schon kritisch betrachten.

Ego-Shooter zeigen mMn ungefestigten Personen eine verharmloste und gewaltbasierte Möglichkeit des Abbaus von persönlichen Problemen. Man killt einfach jemanden, der kurz danach schon wieder aufsteht. Stirbt man selbst, steht man ebenfalls ohne große Nachteile wieder auf. Aufgrund des nachweislichen Bildungsverfalls in Deutschland glaube ich schon, dass nicht jeder über seine Situation, seine Problemlösungen, seinen Medienkonsum und die Folgen seiner Handlungen reflektiert und in Stresssituationen zu den am PC antrainierten Reflexen greift. Man sieht an den Fällen von Solln und Elias in Hamburg ja, wohin die Reise geht: Gewalt als Mittel der Kommunikation.

Man sollte daher das Problem an den Wurzeln packen und die disziplinarischen Methoden der US-Schulen in deutschen Schulen einführen, denn diejenigen die in Deutschland Amok laufen waren bisher immer bildungtechnisch abgehängte Leute.

Dein Marmeladenglasbeispiel ist daher daneben, denn das verursacht nicht seinen eigene Zerstörung, wohl aber lehrt ein Ego-Shooter verhaltensweisen.

PS: Deinen Schubladen mit Burnout usw. lasse ich soweit mal unkommentiert, es gibt dort keinen monokausalen Gesamtzusammenhang, sondern eher viele persönliche Gründe. Sie haben aber nichts mit Ego-Shootern und Gewalt zu tun.

InvalidNick 07 Dual-Talent - 136 - 12. November 2010 - 19:59 #

Sicher kann man Ego-Shooter missbrauchen. Man kann aber auch so ziemlich alles andere missbrauchen. Alkohol zum Beispiel. Aber kein Politiker/ keine Gewerkschaft fordert die Prohibition weil ein paar hundert Deutsche jedes Jahr von Betrunkenen plattgefahren werden.
Und ja, die letzte Amokläuferin war jetzt nicht wirklich bildungstechnisch abgehängt und hat so weit ich weiß auch keine Shooter gespielt.

Larnak 21 Motivator - P - 25873 - 12. November 2010 - 21:05 #

"Ego-Shooter fallen durch immer mehr Gewaltdarstellung auf - nur die nachfolgende Entschärfung erlaubt die Veröffentlichung der Spiele überhaupt. Das sollte man schon kritisch betrachten."

Warum? Die Aussage ist ja nicht einmal richtig. Die wenigsten Ego-Shooter werden in der nicht-zensierten Form tatsächlich als rechtswidrig eingestuft und damit beschlagnahmt, in der Regel sind "uncut"-Versionen problemlos jederzeit erwerbbar.

Spartan117 13 Koop-Gamer - 1298 - 12. November 2010 - 12:44 #

Verdammt dieser Dreck schon wieder... Diese Menschen die bis jetzt einen Amoklauf gemacht haben hatten garantiert schon einen mega Riss in der Vorgeschichte. Die waren psychisch schon auf dem untersten Punkt ist ja klar das dann so ein kleiner Ego Shooter so einer armen Seele den Rest gibt. Aber deshalb wieder so ein Verbot fordern? nur wegen ein paar Menschen bei denen einfach die Erziehung im Sinne vom zu wenig Aufmerksamkeit und der Vermittlung von zu wenig Liebe in so einem Desaster geendet hat? also ehrlich... armes Deutschland :( wir haben größere Probleme als so etwas.

Sorry aber das musste raus :D

Ruesselfisch 09 Triple-Talent - 232 - 12. November 2010 - 12:44 #

Woher kommt nur dieses Bedürfnis, alles verbieten zu wollen, was man selber nicht mag oder versteht? Ich mag auch keinen Hip Hop, aber zu behaupten, der sei an der zunehmenden Respektlosigkeit gegenüber der Polizei schuld, ist doch zu kurz gesprungen. Gibt es dafür irgendeinen statistischen Beleg? Oder überhaupt auch nur für die Zunahme der Gewalt? Soweit ich weiß, hat diese doch in den letzten Jahren abgenommen.
Und am Ende bleibt doch alles wie gehabt: Für die Erziehung von Kindern zu verantwortungsbewussten Mitgliedern der Gesellschaft sind in erster Linie immer noch die Eltern zuständig. Nicht die Lehrer, nicht die Musiker, nicht die Spieleproduzenten. Daß einige das angeblich nicht hinbekommen, kann nicht die Begründung sein, allen anderen das Hobby zu verbieten. Noch dazu ohne gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse!
Aber Verbote kosten halt weniger als pädagogische Maßnahmen für Jugendliche deren Eltern es eben doch nicht hinbekommen. Und wenn nach dem Verbot von Hip Hop, Krimis und Spielen immer noch Gewalttaten vorkommen, dann verbieten wir halt die Comics.
Aber was regt man sich da auf? Jede Woche der gleich Blödsinn.

PS: Welche Krimiserie meint Herr Schmidt eigentlich? 'CSI'? 'Der Alte'? 'Immer wenn sie Krimis schrieb'?

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 15:30 #

"Ich mag auch keinen Hip Hop, aber zu behaupten, der sei an der zunehmenden Respektlosigkeit gegenüber der Polizei schuld, ist doch zu kurz gesprungen. Gibt es dafür irgendeinen statistischen Beleg? Oder überhaupt auch nur für die Zunahme der Gewalt?"

Aber die Texte dieser Musik fordern zu Gewalttaten auf - das ist die Kritik der Polizei.

Ich stimme dir zu: Die Eltern haben die Verantwortung. Aber in einer Zeit, wo viele in der Gegend herumpoppen und im Nachhinein dann zur Abtreibung greifen, anstatt vorher über Verhütung nachzudenken, denen traue ich nicht zu, mit den Eindrücken aus Videospielen umgehen und diese reflektieren zu können, geschweige denn Kinder zu erziehen.

Ruesselfisch 09 Triple-Talent - 232 - 12. November 2010 - 19:14 #

Klar gibt es Texte, die zu Gewalt aufrufen. Aber das alleine heißt doch noch nichts. Ohne eine wirklich hieb- und stichfeste Untermauerung der These, daß ein musikalisch verklausulierter Aufruf zu Gewalt auch Gewalt erzeugt, sollte nichts verboten werden. Davor gäbe es außerdem ja noch den Mechanismus der Indizierung. Im Übrigen ist es sicherlich zumindest geschmacklos, wenn mit Musik Polizisten beleidigt werden. Aber solange sich daraus keine Straftat ableiten lässt, muß auch die Gewerkschaft der Polizei damit leben. Politiker oder Lehrer könnten ein Lied davon singen.

Zurück zu unserem Hobby: das Problem ist doch die moralische Empörung mit der auf gewalthaltige Videospiele gezeigt wird. Aber bisher gibt es soweit ich weiß immer noch keine Studie, die eine signifikant klare Kausalität von Gewaltbereitschaft und Spielekonsum nachweist. Bedeutet, daß solche Spiele unter Umständen nicht sehr geschmackvoll sind, aber deswegen noch lange nicht gefährlich.

Und was Leute betrifft, die nicht damit umgehen können: Ich bin nicht der Meinung, daß sich eine Gesellschaft an ihren (Verzeihung) dümmsten Mitgliedern orientieren sollte. Es wird immer jemanden geben, der ein Spiel nicht versteht. Oder der Fiktion nicht von Realität unterscheiden kann. Mit letzterem scheinen die privaten Fernsehsender aktuell ihr Programm zu bestreiten. Aber deswegen zu sagen, daß man diesen Leuten zuliebe alles verbietet, womit sie nicht klarkämen, hieße, dem Rest zuzumuten, nur noch weichgespülten Müll vorgesetzt zu bekommen.

Trotzdem bin ich aber auch der Ansicht, daß die Spieleindustrie nicht auf Biegen und Brechen mit immer provokanteren Szenen reizen sollte, nur um die Werbetrommel zu rühren. Aber das ist ein anderes Feld.

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 21:48 #

"Ohne eine wirklich hieb- und stichfeste Untermauerung der These, daß ein musikalisch verklausulierter Aufruf zu Gewalt auch Gewalt erzeugt, sollte nichts verboten werden."

Sozusagen ist die anfliegende Kugel solange nicht zu verbieten, bis diese in den Körper eines Dritten eindringt. Interessant. Wir reden allerdings auch von Texten, wo Gewaltaufrufe - wie in der Meldung zu lesen - nicht mehr umständlich verklausuliert werden (sonst versteht das die Zielgruppe ja nicht mehr ;) :( ). Ich denke aber schon, dass es die Aufgabe der Polizeigewerkschaft ist, auch mal von den Folgen von verschiedenen gesellschaftlichen Entwicklungen aus der Sicht des täglichen Erlebens zu berichten. Das sollte man nicht verurteilen, sondern einfach mal auf sich wirken lassen, schliesslich erwähnt die Polizei auch andere Problemfelder wie Ghettobildung, Einwanderung, Bildungsprobleme, ...

Die privaten TV-Sender bringen es an den Tag: Es handelt sich bei den bildungsfernen nicht um eine Minderheit, sondern um eine größere Zielgruppe. Leider ist es auch genau diese Gruppe, die von Spieleherstellern addressiert wird, wenn man die Werbung bei den Privaten aufmerksam verfolgt.

Ob ein Verbot sinnvoll ist, ist sicherlich eine Frage. Die andere Frage ist in der Tat, ob solche Spiele so ablaufen müssen. Ich argumentierte in diesem Thread, dass Kampfsportler bspw individuell an den Sport und seine Macht und Folge rangeführt werden. Wer aber tut das bei Gewaltspielen? Niemand. Packung auf/Download fertig und ab geht die Action!

Ruesselfisch 09 Triple-Talent - 232 - 13. November 2010 - 0:09 #

Selbstverständlich darf und soll die Gewerkschaft auf Missstände hinweisen. Das verurteile ich mit Sicherheit auch nicht. Aber solange, und hier bin ich noch beim Hip Hop, die Texte gegen kein Gesetz verstossen, sehe ich keine Grundlage, dagegen vorzugehen. Und mir Gesetze basteln zu lassen, wenn mir etwas nicht passt, kann keine Lösung sein.

Bei Spielen bin ich der gleichen Ansicht. Allerdings gilt für die Hersteller eben auch, dass sie verantwortungsvoll mit Themen umgehen müssen. Gerade bei Bezug auf aktuelle Krisenherde und Kriegsgebiete ist die Geschmacksgrenze oft überschritten. Aber das darf kein Verbot rechtfertigen. Erst recht nicht mit der Begründung, viele Konsumenten seien dem Inhalt eventuell nicht gewachsen. Aus dem Grund könnte die Hälfte der Weltliteratur (wieder) verboten werden.

Grinch 11 Forenversteher - 797 - 12. November 2010 - 12:46 #

Der Großteil der Ego-Shooter ist ab 18. Wenn Jugendliche an diese Spiele kommen sind in der Regel die Eltern Schuld welche sich nicht ausreichend informieren was ihre Kinder in ihrer Freizeit tun. Es gibt sogar drakonische Strafen für Verkäufer wenn sie "ab 18"-Titel an Jugendliche verkaufen.

Verstehe da die Aufruhr nicht, solche harte Jugendschutzgesetze in Sachen Videospiele hat kaum ein anderes Land.

Tw3ntyThr33 15 Kenner - P - 3162 - 12. November 2010 - 12:56 #

Solche Artikel machen mich immer so müde...es sind immer die gleichen Argumente, die angebracht werden ("je mehr Gewalt, desto mehr Punkte", "es stört die Entwicklung der Kinder") und es sind immer die gleichen Gegenargumente, die man auffahren kann ("das stimmt in den meisten, wenn nicht fast allen Fällen einfach nicht", "fast sämtliche Ego-Shooter sind ab 18...vielleicht sollte man sich eher Gedanken machen, wie Kinder da ran kommen?").
Es ist wirklich ermüdend, dass sich in dieser Debatte so wenig tut, da die "Killerspiel"-Gegner einfach nicht einsehen, dass ihre Argumente schon längst widerlegt wurden.

Azzi (unregistriert) 12. November 2010 - 13:04 #

Der Jugenschutz in Deutschland ist eigentlich mehr als ausreichend: Wir haben eine Altersklassifizierung für den Kauf, gewaltverherrlichende Spiele können indiziert werden (das gilt genauso für Musik)und überhaupt ist doch ziemlich viel geschnitten hier in Deutschland.

Gewalt ist halt ein unausweichlicher Teil unserer Realität und den gab es seit Menschengedenken, mit Verboten diesen aus den Medien zu verbannen und damit die Realität zu beeinflussen halte ich für ziemlich naiv. Was nicht heisst das ich übertriebene Glorifizierung von Gewalt für gut halte und schon gar nicht für Kinder.

Gerade die Polizei die neuerdings bei Demos zumindest sehr fragliche Gewaltanwendung an den Tag legt (und zwar nicht virtuell sondern real!) sollte mit ihren Forderungen eher vorsichtig sein.

Vaedian (unregistriert) 12. November 2010 - 13:31 #

Das Thema "Polizeigewalt" wird in den deutschen Medien und von den Demonstranten selber immer recht einseitig dargestellt. Ich war zwar nie bei der Polizei, aber einige Male als Sicherheitsdienst in Fußballstadien, wo wir auch mit Polizeikräften zusammengearbeitet haben.

Wenn du ohne Unterlass beschimpft, bedroht, eingeengt, mit Flaschen Steinen etc. beworfen und bespuckt wirst, dann platzt irgendwann selbst dem Dalai Lhama der Kragen! Von wegen "keine Gewalt". Alleine der Druck der Massen mit ihren Sprechgesängen und der aufgeladenen Anti-Sicherheitskräftestimmung genügt bereits, um den Stresspegel der Beamten auf Dauer zu überantspruchen.

Die Polizei beschwert sich zurecht darüber, dass die Politik immer häufiger versagt und empörte Menschenmengen mit immer größeren Polizeieinsätzen begegnet, anstatt die Probleme schon im Vorfeld friedlich zu lösen. Jeder eskalierte Polizeigroßeinsatz kann letzten Endes mit dem Versagen der verantwortlichen Politiker begründet werden.

Fyyff 11 Forenversteher - 681 - 12. November 2010 - 14:32 #

Ja ich finde auch das die psychologisch extra geschulten und ausgebildeten Beamten absolut das Recht haben müssen, Leute die ihre Grundrechte wahrnehmen niederzuknüppeln und mit Pfefferspray aus kürzester Entfernung ins Gesicht zu ballern wenn ihnen diese Leute zu sehr auf den Sack gehen.

Ansonsten einseitige Darstellung ist irgendwie eine lustige Formulierung. Solang die Demonstranten nicht selber filmen glaubt ihnen niemand. Wenn sie es dann machen und zig Videos und Bilder auftauchen die ihre Version bestätigen...dann ist das einseitig Darstellung. Hmm. Filmt die Polizei nicht auch sehr gerne? Warum werden diese Videos nicht mal veröffentlicht, wo sie doch die immer richtig und deeskalierend agierende Polizei voll entlasten würden?

Vaedian (unregistriert) 12. November 2010 - 14:50 #

Wenn diese armen Leute, die doch angeblich nur ihr Grundrecht wahrnehmen, in einen Sicherheitsbereich eindringen, zu dem ihnen gesetzlich der Zugang verboten wurde (Bahngleise Castor-Transport, Stuttgart 21 Baustelle, aufgelöste Demonstrationen, etc.), dann haben sie ihre Grundrechte verwirkt und sind zu Straftätern geworden. Wir leben in einem Rechtsstaat und das gilt nunmal für beide Seiten, auch wenn Leute wie du das gerne anders sehen.

Wenn dir das nicht passt, dann führt der richtige Weg bis vor das Bundesverfassungsgericht oder in die Politik und nicht mitten in eine Polizeiabsperrung, nur um deiner Wut Luft zu machen, denn die Polizisten bekommen ihren Auftrag nur von Politikern, die sich derweil hinter ihren Schreibtischen verstecken und später noch das große Motzen anfangen.

Um ehrlich zu sein amüsiere ich mich immer köstlich, wenn solche selbsternannten Moralapostel und Kanarienvögel etwas von Grundrechten und Freiheit faseln, ohne die Worte überhaupt verstanden zu haben.

Fyyff 11 Forenversteher - 681 - 12. November 2010 - 15:27 #

Ich freu mich auch immer janz, janz dolle wenn mir einer erzählen will, das es nunmal hingenommen werden müsse das die dummen Demonstranten aufs Maul bekommen, weil sie haben ja schließlich den Rasen betreten. Und das ist verboten. Herrje. Aber gut das ist ja deiner Meinung nach Zeichen eines Rechtsstaates, wenn man erstmal alles hinnimmmt und dann hofft das man nach paar Jahren, wenn die fait accompli geschaffen ist, dann vielleicht recht bekommt.
Gut das wir damals in der DDR in einem Unrechtsstaat gelebt haben und uns desshalb erlauben durften einfach so rechtswidrig auf die Straße zu gehen, was?

Nicht das ich jetzt gewaltätige Proteste gutheiße, aber friedliche Proteste MUSS eine Demokratie abkönnen ohne direkt draufzuhauen, auch wenn die Protestierenden den Rasen betreten. Und dabei kannst du noch sooft die Nuremberg Defence für die Polizisten geltend machen, es wird nicht wahrer. Auch Polizisten dürfen nein sagen.

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 15:40 #

Ich selbst habe Demonstrationen mit >10.000 Teilnehmern organisiert - daher denke ich schon eine differenzierung von Ordnungswiedrigkeit und Straftat, sowie Reden und Handeln ziehen zu können.

Vaedian hat daher mE vollkommen recht. Es geht nicht um einen Rasen dessen Betreten verboten ist, sondern um Straftaten. Diese ergibt sich vor allem daraus, dass die Leute vorher auf das Verbot des Betretens hingewiesen und bei auch noch zum Verlassen des Geländes aufgefordert werden. Danach aber MUSS der Staat handeln.

Ich finde weiterhin, dass solche Begriffe wie "schottern" eine üble Verharmlosung sind. Da wird bspw. eine Bahnstrecke für Castor manipuliert, bei denen eine Entgleisung Unfall Menschenleben kosten wird. Für mich ist das keine Ordnungswiedrigkeit mehr, sondern ein streng zu ahndende Straftat. Für mich spielt der Begriff "schottern" daher in der gleichen Liga wie "abziehen", welchen den Straftatsbestand des Raubes relativiert.

Fyyff 11 Forenversteher - 681 - 12. November 2010 - 15:54 #

Muß ich das jetzt nochmal schreiben? Natürlich ist gewaltätiger Widerstand nicht in Ordnung. Hab ich auch nicht anders geschrieben. Aber es besteht ja wohl ein himmelweiter Unterschied zwischen "abgesperrtes Gelände betreten" und "gefährlicher Eingriff in den Schienenverkehr". Das einem hier erzählt wird beides wären gleichschlimme Straftaten und die Polizisten würden quasi nur den Rechtstaat verteidigen wenn sie auf Schüler und alte Leute einprügelt ist bezeichnend.
Meine Erwähnung von "Rasen betreten" war übrigens eine Anlehnung an das Zitat: "In Deutschland wird es keine Revolution geben, weil man dazu den Rasen betreten müßte." Eine Meinung die ihr beide gerade wieder aufs trefflichste bestätigt habt.

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 16:08 #

Ich kenne das Zitat nicht - von wem stammt das?

Beides sind Straftaten - ob die gleichschlimm sind entscheidet das StGB und das Gericht, hier wird es sicherlich Abstufungen geben. Dein Argument ist hier also nicht schlüssig.

Wo habe ich verteidigt, dass Schüler und alte Leute verprügelt werden sollen? Es ist der Rechtsstaat durchzusetzen - dafür muss die Polizei die geeigneten Mittel nutzen.

Fyyff 11 Forenversteher - 681 - 12. November 2010 - 16:35 #

Die meisten schreiben es Stalin zu.
Aber davon mal ab. Nicht nur StGB und Gericht entscheiden, sondern auch der Arbeitgeber der Polizisten und das sind in letzter Instanz die Bürger selber. Ein Gesetz das von einer genügenden Menge des Souveräns ignoriert wird, kann keine allzu große Wirksamkeit haben.
Dazu gibt es noch etwas, das sich Verhältnismäßigkeit nennt. Ob es "ein geeignetes Mittel" ist Schüler und Rentner mit Reisgas, Knüppeln und Wasserwerfern von einem abgesperrten Gelände zu jagen dürfte schon mal keine rechtstaatliche Erwägung sein, sondern eine des Anstandes. Nochmal: auch der Polizist ist ein mündiger Bürger. Befehlsnotstand ist da keine Ausrede, auch wenn man dann schön die Verantwortung auf die bösen Politiker abwälzt.

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 21:40 #

Toll. Du Argumentierst mit einem Zitat welches von niemanden zitiert wird? Wie soll man das denn kennen?

Es gibt einen Verantwortlichen für den Polizeieinsatz, der steht für alles gerade, die Polizei ist deswegen streng hierarchisch organisiert. Wenn ein Polizist eine Straftat begeht, so ist der Einsatzleiter letztendlich derjenige der dafür den Kopf hinhalten muss.

Wie die Polizei ein Gelände räumt hängt von vielen Faktoren ab - und sollte natürlich verhältnismässig, aber auch zielführend sein. Daher will ich nicht einzelne Räumaktionen ohne Faktenkentniss bewerten. Ich möchte aber deinen Satz des "Polizisten als mündigen Bürger" gerne aufnehmen: Gerade weil der Polizist gesondert geschult wird und die (Bürger)rechte verteidigt und durchsetzt, unterstelle ich ihm einen besonders sorgfältigen und durchdachten Umgang mit seinen Sonderrechten. Insbesondere hängt für einen Polizisten auch sein beruflicher Werdegang von seinem Einsatz ab - das sollte hier keiner vergessen wenn er die Polizei als grundsätzlich negativ einstuft.

Fyyff 11 Forenversteher - 681 - 13. November 2010 - 0:00 #

Ach komm...das Rasenzitat ist bekannt genug das man es schon mal als Vorbildung vorraussetzen kann. Aber gut es hat in diesem Fall nicht geklappt, das seh ich ein.

Zum Rest: gerade weil die Polizei geschult ist, erwarte ich keine Agent Provocateurs, keine dauerhaft erblindeten Rentner, keine aus Frankreich importierten Prügelcops, keine Leute die mit dem Wasserwerfer vom Baum geschossen werden und und und. Und das ist nur eine kleine Auswahl dessen was so in den letzen 2 Monaten passiert ist. Aber belassen wirs dabei.

Hier gings um Polizeigewerkschaften die Blödsinn erzählen wenn ich mich recht erinnere. :)

vicbrother (unregistriert) 13. November 2010 - 0:33 #

Also dafür das ich mal Trotzkist, Kommunist und schließlich mal Sozialdemokrat war, muss ich sagen: Nein, ich kenne das Zitat nicht. Ich denke aber auch, dass Stalins Worte keine vorsetzbare Vorbildung ist.

Deady (unregistriert) 12. November 2010 - 16:06 #

Hmm, Gott sei Dank passiert z.B. bei der Asse (Atommülllager) sowas nicht. Absolut sicher, jawoll. Haben die Politiker gesagt. Keine Menschenleben in Gefahr, kein Schäden für die Umwelt, na Gott sei Dank. Wären sicherlich Polizisten da, wenn dort etwas gefährliches wäre.
So kann man das endlos fortsetzen. Kommt es vom Staat, respektive der Wirtschaft (weitestgehend eh ein und dasselbe), ist es immer gefahrlos, rechtmässig, korrekt, auch wenn's mal nicht so ist. Kein Grund zur Sorge. Geht es irgendwie gegen Staats(Wirtschafts)interessen, ist meist völlig falsch, zu kurz geschaut und womöglich noch gefährlich.
Deutschland kann stolz sein auf seine vielen obrigkeitshörigen Untertanen.
Leider denken die nicht mehr selbst, sondern lassen denken und dann kommen solche ominösen Gesetze dabei raus, wie wir sie in vielen Bereichen bereits haben.

Bin nur mal gespannt, welchen Gruß sich die die nächste Staats(Wirtschafts/Konzern)diktatur diesmal ausdenkt.

*Dem Strom zur Ehre, EON zu Diensten* oder *Deutsche Bahn mit uns* oder vllt. *Soylent Green für Alle*

ich hätte da noch ein paar Vorschläge :-)

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 16:15 #

Dein Argument ist doch unsinnig. Die Asse wird mW noch erprobt und es gibt noch keine Entscheidung für das Endlager. Wenn dein Argument zutreffend wäre würde man eine Entscheidung fällen - das Gegenteil ist aber der Fall, man testet das Lager seit Jahrzehnten!

"Haben die Politiker gesagt."
Willkommen in der Demokratie: Politiker sind ein Spiegel der Gesellschaft, nicht besser als du oder ich. Daher ist ein Politiker-Bashing eher ein Schlag ins eigene Gesicht und keine gute Idee zur Verschiebung der Verantwortung von einem weg.

Vaedian (unregistriert) 12. November 2010 - 18:47 #

Endlich mal jemand der die Gesamtsituation zu erfassen scheint und nicht nur aufs stupide Bashen aus ist. Dein Kreuzzug für die Intelligenz ist hier aber zum Scheitern verurteilt. Eine Spieleseite ist aber auch die falsche Plattform für solche Diskussionen.

"Streite dich nie mit Idioten. Sie ziehen dich auf ihr Level herunter und schlagen dich mit Erfahrung!"

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 21:33 #

Ich will keinen bekehren - dafür bin ich zu alt und erfahren ;) Ich sage nur meine Meinung und wenn der ein oder andere darüber nachdenkt und meine Argumente in die Bildung seiner Meinung einbezieht bin ich schon zufrieden.

DarthTK 13 Koop-Gamer - P - 1581 - 12. November 2010 - 22:07 #

Die Videos die bisher immer aufgetaucht sind, zeigen nur die Szene, in denen der Polizist etwas macht. Nie das, was zuvor bzw. der Auslöser war. Es gibt heutzutage immer wirkliche Gründe, warum es zu so einer Eskalation kommt. In erster Linie ist es Provokation. Egal wie es läuft, die Polizei ist der Buhmann... Und der liebe Rentner, der sein Augenlicht verloren (?) hat - so tragisch wie es ist - hat seinen Teil dazu beigetragen. Was aber zuerst niemand interessiert hat. Hauptsache auf die Polizei medienwirksam einprügeln...

Larnak 21 Motivator - P - 25873 - 12. November 2010 - 21:10 #

Absolute Zustimmung :)
Wobei das natürlich kein Freifahrtschein ist.

marshel87 16 Übertalent - 5645 - 12. November 2010 - 13:24 #

jaja die Gewalt ist schuld.. gilt schlachten eigentlic auch als Gewalt? Schon zu oft Dokus gesehen, wo Tiere gehäutet, ausgenommen und geschlachtet wurdne.. auch Operationen mit Einblicken in die inneren, blutigen, Organe wurde gewährt. Und das stört nicht? Sowas finde ich weitaus schlimmer und ekelhafter als eine reale aussehende Schusswunde oder dergleichen.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11130 - 12. November 2010 - 13:25 #

Täglich grüßt der Murmeltier...oder so ähnlich. In hoffe mal, dass sich diese "Diskussion" in 10 Jahre erledigt hat.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12486 - 12. November 2010 - 13:29 #

Achja ich erinnere mich auch gerne an die 40er/50er/60er/70er zurück, da war noch alles gut keine gewalt weit und breit aber seit die Killerspiele da sind wirds immer schlimmer

aber im ernst
"Die zurückliegenden Amokläufe an Schulen sind der traurige Beweis dafür. "

Jaja und bei den letzte 3 vorfälle an Schulen wurden keine solcher spiele gefunden hatten aber wie alle zuvor die selbe vorgeschichte (ausgrenzung und mobbing) blöde sache....
ansonsten altes blabla was eh nicht durchkommt

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29622 - 12. November 2010 - 13:48 #

Ja, die 40er waren wirklich vorbildlich. Man stelle sich vor, was passiert wäre wenn die Leute damals Killerspiele hätten spielen können. Krieg und Totschlag überall! Hm. Oh. Da war ja was..

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 12. November 2010 - 13:38 #

Und in den Schulen wird weiterhin alles mögliches vermittelt - nur keine Werte. Danach geht's ab in die Gesellschaft, gucken wie sie klarkommen.

Medienkompetenz ist praktisch nicht vorhanden.

Ich bin für ein Polizeiverbot. :)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 335722 - 12. November 2010 - 14:00 #

Das ist ja wohl stark schul- und lehrerabhängig! Gute Lehrer bzw. Persönlichkeiten statt resignierte Lehrplan-Kameraden können sehr wohl Werte vermitteln, beispielsweise über das persönliche Vorbild.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12486 - 12. November 2010 - 14:06 #

ne wirkliche Werte, Respekt und Disziplin bekommt man nicht beigebracht da Lehrer sowas garnicht vermitteln können, sag ich mal aus erfahrung und war auf 3 Schulen.
Grade im vergleich zu andren Ländern wie China/Japan oder generell asatischen gibts hier in DE sowas nicht...
Wenn dazu von zuhause nichts kommt (oder zuviel "diziplin" kommt) ists eh überhaupt nicht vorhanden

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 12. November 2010 - 14:46 #

Sorry Jörg, da kann ich wirklich nicht zustimmen. Am Ende geht es um die erbrachte Leistung. Wie der Umgang mit anderen Menschen dann im späteren Verlauf, in Praktika, in der Ausbildung, im Beruf abläuft, danach fragt keiner. Umso unterhaltsamer fand ich es, als wir im Laufe der Ausbildung für ein Halbjahr Kopfnoten erhielten. War selbstverständlich völliger Schwachsinn, da die Kopfnoten garnicht nachvollziehbar vergeben werden konnten und Kopfnoten, meiner Ansicht nach, nur eine weitere Beruhigungspille für besorgte (aka genervte) Eltern darstellen. Man bedenke, man sitzt in der Berufsschule, hat die regulären Schulen hinter sich und dann kommen die einem mit sowas... a bissl spät, würde ich mal sagen.

Wenn sich am Schulsystem selbst nichts ändert können die vereinzelten guten Lehrer noch soviel beitragen - die wenigsten werden das verinnerlichen können, weil am Ende die Noten am meisten wiegen.

Maximilian John Community-Event-Team - 9978 - 12. November 2010 - 16:06 #

Öhm, von der Sorte Lehrer habe ich glaube ich 2... wir hatten auch schonmal so einen verückten auf der Schule... der konnte als Kunst und Physiklehrer kein Hochdeutsch, hatte von Verhalten der Lehrer keine Ahnung und hat die Noten ausgewürfelt. Letzendlich war es so, das ich ne 5 bekam, für das wofür andere eine 2 bekommen hätten. Werte werden eindeutig nicht mehr vermittelt.

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 16:29 #

Wenn Lehrer allerdings keine Werte mehr kennen, dann können keine Werte vermittelt werden. Und leider stellt der Verband der Philologen selber fest, dass ein gewaltiger Teil der aktuellen Lehrer nicht schultauglich sind. Zur Entschärfung meiner Worte will ich aber anführen, dass allerdings auch die praxisferne Ausbildung, die Gestaltung des Arbeitsplatzes an den Schulen, und die dortige Arbeitsorganisation das Problem verschärfen. Jeder Lehrer vertritt dann auch noch einen eigenen Wertekanon, ich selbst habe in 13 Jahren Schule sechs sehr gute Lehrer, von 27 die ich insgesamt hatte.

Larnak 21 Motivator - P - 25873 - 12. November 2010 - 21:14 #

Stimmt - aber wie wenig gute Lehrer gibt es? Viel zu wenig. Und die wenigen, die es gibt, sind vor lauter Sozialengagement außerdem so gestresst und allgemein überfordert, dass der Effekt auf den einzelnen Schüler dann doch wieder auf der Strecke bleibt.
Die typische Schule ist mit den ihr aufgebürteten Aufgaben einfach total überfordert - was sehr schade ist, weil Schule an sich so viele Chancen und Möglichkeiten bieten könnte.

Henry Heineken 15 Kenner - 3569 - 13. November 2010 - 12:05 #

Da stimme ich Jörg zu, es gibt immer wieder gute Lehrer die sehr wohl Werte vermitteln.

Ichius 10 Kommunikator - 463 - 12. November 2010 - 13:59 #

"Der Markterfolg so genannter Killerspiele ist ein beschämendes Beispiel dafür, auf welch merkwürdigen Abwegen sich die Branche und die konsumierende Gesellschaft befindet. Je mehr Tote und je mehr Gemetzel, umso höher die Punktzahl des Spielers"

Sorry, aber wenn man sich mal die Verkaufscharts anschaut (Amazon) sehe in der Top 15 genau einen Ego-Shooter, nämlich CoD 7. Die Aussage -> desto mehr Morde desto bessere Verkaufszahlen ist also schlicht und einfach falsch.

Dass Ego-Shooter eine Gefahr für KINDER und JUGENDLICHE mit labiler Psyche darstellen stimmt allerdings. Vielleicht gibt es ja auch genau deswegen die USK, die diese Spieler nicht für KINDER und JUGENDLICHE freigibt, zensiert oder gar nicht erst erscheinen lässt?

Vidar 18 Doppel-Voter - 12486 - 12. November 2010 - 14:24 #

Naja wenn einer eine Labile Psyche hat dann ist es egal ob es Kinder/Jugendlicher oder Rentner ist ;-)

Ichius 10 Kommunikator - 463 - 12. November 2010 - 15:47 #

Das stimmt, allerdings bezieht sich dieser Artikel fast ausschließlich auf Kinder und Jugendliche.

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 16:23 #

Aber Rentner haben aber entsprechende Lebenserfahrung zur Verarbeitung, bei Jugendlichen kommen diese Einflüsse in einer problematischen Entwicklungsphase.

Ichius 10 Kommunikator - 463 - 12. November 2010 - 20:38 #

Das gleiche hast du aber auch bei Alkohol, Zigaretten, Pornos etc., denn diese Dinge tragen auch nicht unbedingt zur positiven Entwicklung bei.

Und ehrlich gesagt halte ich da Computerspiele noch für den geringsten Risikofaktor.

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 22:04 #

Genau. Und daher sind Alkohol, Rauchen und jugendgefährdentes Material strengen Auflagen unterworfen. Bei Ego-Shootern wird das ja alles recht lasch gehandhabt.

Es gibt am Ende sicherlich keinen monokausalen Grund. Eher wirken Ego-Shooter und soziale Probleme als gefährliche Mischung.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29622 - 14. November 2010 - 14:39 #

Alkohol und Zigaretten bekommen Jugendliche und sogar Kinder wahrscheinlich genauso leicht wie sie an Egoshooter kommen. Im Laden sind die Kontrollen gleichwertig - notfalls kauft ein älterer die Dinge und gibt sie weiter. Kann es sein, dass du keine wirklichen Argumente hast aber gerne trollst? Oder dass du deinen Standpunkt einfach nur nicht untermauern kannst weil dir die Argumente fehlen? Deine Postings lesen sich jedenfalls sehr hilflos und nicht sehr überzeugend.

SirHurl 07 Dual-Talent - 133 - 12. November 2010 - 20:47 #

Und da Jugendliche die kritisierten Spiele nicht spielen dürfen, ist doch alles geklärt. Worüber diskutieren wir dann noch?
Oder willst du mir etwa sagen, dass man etwas komplett verbieten soll, weil einige Wenige sich nicht an Regeln halten? Nur weil Eltern nicht auf ihre Sprösslinge achten, nicht bemerken oder bemerken wollen, dass ihr soziales Umfeld in Trümmern liegt und ihr Kind ein psychologisches Problem hat.
Wohin soll das bitte führen, wenn eine extreme Minderheit (extrem labiler Jugendlicher, der Realität und Fiktion nicht auseinander halten kann und durch ein Computerspiel dazu gebracht oder beeinflusst wird, Menschen zu töten oder Gewalt auszuüben, was meiner Meinung nach bewiesen werden muss, da ich davon ausgehe, dass nur Bildung, soziales Umfeld, selbständige Charakterformung und die Beschaffenheit des Gehirns [es gibt medizinische Untersuchungen die klar zeigen, dass sich das Gehrin eines Psychopathen von dem Gehirn eines gesunden Menschen unterscheidet] zu Gewaltausbrüchen führt.) dem Rest der Menschheit vorschreiben will, was sie zu konsumieren haben und was nicht?

Larnak 21 Motivator - P - 25873 - 12. November 2010 - 21:17 #

Ich glaube er wollte einfach nur sagen, dass Kinder und Jugendliche eher gefährdet sind als Rentner etc. und deshalb der Kinder- und Jugendschutz gerechtfertigt ist.

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 21:30 #

Danke Larnak, das meinte ich - sonst bräuchte man ja den Jugendschutz nicht ;)

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 22:16 #

"Extreme Minderheit" - "Rest der Menschheit": Findest du diese rhetorische Zeichnung nicht etwas übertrieben?

Diese Minderheit will es nicht vorschreiben, sie und die anderen vor ihnen zu schützen ist aber eine Aufgabe des Staates, insbesondere wenn die Eltern - wie du selbst schreibst - der Aufgabe nicht nachkommen (können).

Nach deiner Argumentation wären dann solche Spiel zu verbieten.

SirHurl 07 Dual-Talent - 133 - 13. November 2010 - 13:24 #

Übertrieben? Finde ich nicht. Ich nutze die gleiche Art der Rhetorik wie die Gegenpartei.

Natürlich kann die Minderheit nichts vorschreiben, weil sie keine Befugnisse hat. Aber der Staat will für eine Minderheit der Mehrheit etwas "wegnehmen".

Nach meiner Argumentation bedeutet das, dass sich der Staat nur um diese Minderheit kümmern sollte OHNE das Recht der Mehrbeit auf den Konsum von Computerspielen zu beschneiden.

Stell dir nur mal vor, die würden dies bei jeder Minderheit so durchziehen. Es brauchen nur zwei oder drei Leute ein großes Problem zu haben, welches man auf eine Sache begründet, egal ob man dafür vernünftige Gründe hat oder nicht. Schon wird diese Sache verboten. Hunderttausende würden in ihrer Freiheit beschnitten und die vier Leute mit dem Problem flippen eventuell doch aus, weil diese Sache möglicherweise überhaupt keinen Einfluss darauf hat, was diese Personen tun werden.

Meistens kann man den Eltern leider nicht ansehen, ob sie Fähig sind Kinder zu erziehen oder nicht. Wer glaubt Leben in die Welt setzen zu können sollte idealerweise auch wissen, was für eine Verantwortung da übernommen wird. Aber das ist leider häufig nicht der Fall. Man kann dies auch nicht festmachen, ob die Eltern aus einer sozialen Unterschicht stammt. In vielen "guten" Häusern passieren täglich seelische Grausamkeiten. Da man festgestellt hat, dass zum Beispiel viele Manager oder Personen mit wichtigen und hohen Ämtern, psychophatische Züge zeigen (nicht in dem Ausmaße, dass sie irgendwann Amok laufen würden), ist dies nicht verwunderlich.

Aber dieser Umstand sollte den Staat nicht zur Hebamme der Bevölkerung machen. Der Staat sollte nicht die Aufgaben der Eltern übernehmen. Jeder schreit, dass er seine Selbstverantwortung ausleben will... und dann soll doch wieder Vater Staat herhalten, wenn es um Elternschaft, Harz4 und sonstigen finanziellen Unterstützungen geht.

Amokläufer wird es wohl immer geben, solange es seelischen und körperlichen Druck in der Gesellschaft gibt. Der Mensch ist in den meisten Fällen ein Egoist und es gibt kaum was schlimmeres für einen Egoisten, wenn seine Erwartungen nicht erfüllt werden. Dies sollten sich einige Herren, die Glauben in der Verantwortung zu stehen, zu Herzen nehmen und nicht in puren Aktionismus zu verfallen..

vicbrother (unregistriert) 13. November 2010 - 16:41 #

Also wenn die Gegenpartei deiner Meinung nach eine falsche Rhetorik anwendet ist deine nicht schlüssiger und macht die Diskussion nicht besser.

Der Staat schränkt viele Rechte für die Mehrheit zum Schutze von Minderheiten ein. Beispielsweise sitzt in SH ein Vertreter des SSW per Gesetz im Landtag! Und warum darf ich kein LSD nehmen? Nur weil andere es nicht abkönnen? Böser Staat...

Ich möchte allerdings daran erinnern, dass auch du ein Teil des Staates und der Wirtschaft bist. Du darfst mitbestimmen, du darfst wählen, du darfst dich wählen lassen. DU kannst solche Verbote daher aufheben oder eine Einführung verhindern.

Der Staat sollte ein freies Leben gewährleisten - aber Gefahren von Dritten abwenden! Deine Auslassungen zu Managern und der "Unterschicht" scheinen mir nicht belegbar und zu emotional zu sein - ich lasse die daher unkommentiert.

SirHurl 07 Dual-Talent - 133 - 13. November 2010 - 22:17 #

Ich kenne meine Rechte und Pflichten und auch meine äußerst geringe Möglichkeit Einfluß auf den Staat auszuüben.

Ersetze LSD durch Computerspiele und erhöhe die Anzahl der Konsumenten. Ja..böser Staat... wenn Spiele wirklich verboten werden, was sicher nie passieren wird.

Ich diskutiere nicht emotional. Ich denke über Google wirst du genügend Infos über die Hirnforschung finden, die sich mit dem Thema beschäftigt. Das Beispiel mit den Managern kommt übrigens nicht von mir, sondern wurde in einer interessanten Dokumentation auf dem National Geographic Kanal erläutert.

Der Staat soll ein freies Leben gewährleisten und Gefahren von Dritten abwenden. Dann soll er dies tun, indem er auch so handelt.
Und Computerspiele sind nun mal kein Faktor bei Amokläufen.
Der Staat und die Menschen, die sich mit diesem Thema nur Gehör verschaffen wollen, sollten sich lieber um die Angelegenheiten kümmern, die mit Amokläufen zu tun haben und nicht Spekulationen nachgehen.

vicbrother (unregistriert) 14. November 2010 - 14:13 #

Du hast schon Einflussmöglichkeiten: Initativgründungen, Parteigründungen, Volksbefragung, Volksentscheid, Wahlen auf verschiedenen Ebenen, sich zur Wahl stellen, Petitionsausschuss, Abgeordnetensprechstunde...

Warst du schonmal bei der Sprechstunde deines Abgeordneten? Das wäre doch mal was, wenn hier alle die für FPS sind, hingehen würden: Würde das nicht beinahe alle abdecken?

Manager sind ja oft in der Kritik - aber in der Regel nur aus Neid, weil diese Menschen >60 Stunden arbeiten, ein hohes Gehalt beziehen und Entscheiden müssen und nicht nur utilitaristisch Reden. Gerade in Deutschland gibt es viele Manager die viel Gutes tun, selbst Dieter Hoeneß und Hartmut Mehdorn, die für viele ja Feindbilder sind, spenden Geld und Ihre Zeit für soziale und kulturelle Projekte. Daher kann ich das psychopathische nicht nachvollziehen und hätte dafür gerne mal eine Studie gesehen.

Anonymous (unregistriert) 12. November 2010 - 14:17 #

Und ich bin für die Entwaffnung der uniformierten Polizei!

Mit echten Waffen kann nur Amok laufen, wer mit diesen
Waffen geübt hat. Also gilt es, den Gebrauch echter
Waffen in der Bevölkerung zu minimieren.
Auch bei der Polizei.
Also stärkere Beschränkungen beim Waffenbesitz und
bei den Waffengattungen!

Ich spiele seit 30 Jahren Videospiele und weiß erst
seit dieser Woche, wann eine Waffe gesichert/ungesichert
ist. Das habe ich in keinem Spiel gelernt, sondern im
TV!

Vidar 18 Doppel-Voter - 12486 - 12. November 2010 - 14:26 #

das ist auch schwachsinn gab bei uns in Bayern schon ein Mädl das mit stink normalen Messern und Molotovcocktails einen amoklauf machen wollt!

In Deutschland gibt es schon das Strengste waffengesetz und wer eine Waffe will der bekommt auch eine egal wie scharf die Gesetze sind

Sephix 13 Koop-Gamer - 1452 - 12. November 2010 - 14:29 #

"Grundsätzlich sieht sich die Polizei seit Jahren zunehmend mit Respektlosigkeit [...] konfrontiert."

Wenn ich mir die Polizei hier in der Stadt angucke, ist das für mich kein Wunder. Die halten sich selbst nicht an Regeln und Gesetze.
In einer Spielstraße mit 60 durchbrettern. Warum nicht?
Handy am Ohr? Wohl für Polizisten erlaubt, aber den normalen Fahrer wegen so etwas anhalten.
Bevor der Verein sich über irgendetwas beschwert, sollten die bei sich selbst anfangen, das zu entfernen, was beim normal denkenden Bürger einen schlechten Eindruck hervorruft und Respektlosigkeit geradezu provoziert.

Und wer mal als Unschuldiger eine Hausdurchsuchung ertragen musste, der projiziert all seine Wut auch auf die Polizisten, die das durchführen. Wenn man dann zwei Monate oder noch wesentlich länger auf das warten darf, was die mitgenommen haben, macht's das nicht besser.

Johannes Mario Simmel 13 Koop-Gamer - 1597 - 12. November 2010 - 14:43 #

Die Polizei ist (nicht überraschend) mit Sonderrechten (§35 STVO) im Straßenverkehr ausgestattet.
Und eine Hausdurchsuchung wird wohl auch nicht völlig ohne berechtigten Verdacht durchgeführt.

Das Argument, "Warum soll ich mich ändern, wenn die anderen es (angeblich) genauso machen", bringt niemanden weiter..

Anonymous (unregistriert) 12. November 2010 - 17:20 #

Ich habe leider auch schon mitgekommen, dass Polizisten zu
den Themen Hausdurchsuchung und Unverletzbarkeit der Wohnung
ihre eigenen Ansichten haben. Die sind schnell überfordert,
wenn der Zutritt zur Wohnung verwehrt wird.

Und dann vielleicht am nächsten Tag bei der Polizei dann
Anzeige gegen die Polizei zu erstatten, ist ja auch nicht wirklich
das Gelbe vom Ei.

Sephix 13 Koop-Gamer - 1452 - 12. November 2010 - 17:37 #

"Die Polizei ist (nicht überraschend) mit Sonderrechten (§35 STVO) im Straßenverkehr ausgestattet."

(1) Von den Vorschriften dieser Verordnung sind die Bundeswehr, die Bundespolizei, die Feuerwehr, der Katastrophenschutz, die Polizei und der Zolldienst befreit, soweit das zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben dringend geboten ist.

(8) Die Sonderrechte dürfen nur unter gebührender Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ausgeübt werden.

Wenn man mit überhöhter Geschwindigkeit (tagsüber) durch Spielstraßen fährt, dann sehe ich nicht, dass da irgendwas berücksichtigt wird. Genauso wenig dann, wenn die einfach mal auf dem Radweg mit ihrem Wagen anhalten, um sich eine Runde mit Bekannten zu unterhalten.

"Und eine Hausdurchsuchung wird wohl auch nicht völlig ohne berechtigten Verdacht durchgeführt."
Nicht umsonst habe ich "als Unschuldiger" geschrieben. Und ob die nun berechtigte Gründe haben oder nicht, ist völlig belanglos, wenn sie es nicht schaffen, frühzeitig die Daten auszuwerten und man selbst dadurch schon im alltäglichen leben benachteiligt ist. Jeder der auf seinen PC angewiesen ist, kann das mit Sicherheit nachvollziehen, was es für eine Qual ist, mehrere Monate auf sein Gerät mit sämtlichen Daten zu verzichten.

"Das Argument, "Warum soll ich mich ändern, wenn die anderen es (angeblich) genauso machen", bringt niemanden weiter.."
Das Argument hab ich nie gebracht, sondern nur gesagt, ich kann es nachvollziehen, wenn man keinen Respekt vor der Polizei hat.

Larnak 21 Motivator - P - 25873 - 12. November 2010 - 21:19 #

Es gibt sicherlich auch bei der Polizei irgendwo eine Beschwerdestelle :)
Nur, weil sich jemand (scheinbar) einmal falsch verhält, ist das für mich jedenfalls kein Grund, derjenigen Person keinen Respekt mehr entgegen zu bringen.

Anonymous (unregistriert) 12. November 2010 - 14:31 #

Komisch das in den Medien immer die Killerspiele herhalten und kaum jemand über den möglichen Zusammenhang zwischen Psychopharmaka und Amokläufen spricht , die Pharma Lobby hier ist halt zu groß (siehe Heilpflanzenverbot , das trotz der anderen Meinung der "Deutungshoheit" Spiegel durchaus ernst zu nehmen ist)

Der letzte Medienwirksame Amokläufer war ja lange in psychologischer Behandlung und vollgepumpt mit Medikamenten , ich meine das eine Untersuchung dieses Zusammenhangs deutlich ergiebiger wäre als der mit den Killerspielen!

Phoenix 16 Übertalent - 4127 - 12. November 2010 - 14:41 #

Ok verbieten wir doch gleich Fußball wenn wir schon dabei sind! Da wird man auch aggressiv wenn die eigene Mannschaft verliert! Und wenn wir schon dabei sind können wir auch alle Sportarten verbieten in denen man gegen jemanden antritt...

Ich finde solche Stellungnahmen nur lächerlich! Daneben ist es noch ein Zeugnis dafür, wie wenig sich Menschen mit einer Materie auseinandersetzen bevor sie ihren unqualifizierten Senf dazugeben!

PS: Bin ich froh dass es in Österreich solche Themen nicht gibt! Und ich hoffe das bleibt auch so!

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24033 - 12. November 2010 - 15:00 #

Stammtischparolen am äußersten rechten Rand ohne erkennbare Sachkenntnis oder ernsthafte Beschäftigung mit der Problematik auf einer sachlichen Ebene. Mehr kann ich da nicht erkennen.
Wie erklärt sich die Gewerkschaft eigentlich die Brutalität deutscher Polizisten auf Demos? Sind da auch die Killerspiele dran Schuld?
-
Dass das Ganze hier als Top-News geführt wird ist auch traurig und spricht nicht unbedingt für GamersGlobal...
Damit schenkt man Herrn Schmitt mehr Aufmerksamkeit, als er verdient.

Anonymous (unregistriert) 12. November 2010 - 14:53 #

die polizeigewerkschaft hat die aufgabe,die arbeitsbedingungen für polizisten zu verbessern.
dafür zahlen die mitglieder beiträge.
für allgemeines polit-bla-bla hat der herr heini dingsda also gar kein mandat.
soll er also lieber seine aufgabe erfüllen,statt sich als dummschwätzer wichtig zu machen,oder -noch besser- einen anderen auf seinen posten lassen und selbst wieder arbeiten gehen.

Sciron 19 Megatalent - P - 16325 - 12. November 2010 - 15:03 #

Manchmal frag ich micht echt, wo ihr die Motivation/Kraft hernehmt, um IMMER noch über dieses Thema zu diskutieren. Theoretisch könnte man jede x-beliebige "Killerspielverbots"-News nehmen und einfach die gesamten Kommentare hier rein pasten.

Ich hab ja nix gegen Diskussionen, aber das Thema ist echt festgetretener als jeder Bordstein-Kaugummi.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6886 - 12. November 2010 - 15:25 #

Die können viel fordern? Ich fordere auch demokratiefähige Polizisten und keine regierungshörige Staatspolizei. Leider bekommt niemand das, was man gerne will. Müssen die Herren und Damen der Polizei also weiterhin "Killerspiele" ertragen und wir von Regierungstruppen zusammengeschlagene Demonstranten.

Maximilian John Community-Event-Team - 9978 - 12. November 2010 - 15:38 #

Es ist zwar Unsinn, aber wenigstens waren das es diesmal nicht nur die bösen Computerspiele, sondern es ging im allgemeinem um Gewalt in Medien.

Karl 10 Kommunikator - 419 - 12. November 2010 - 16:09 #

Ich fordere die Abschaffung von schlechter Bildung. Diese kann nämlich Auslöser von Amokläufen sein.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11130 - 12. November 2010 - 16:30 #

Meinst du jetzt Leistungsdruck oder was genau an der Bildung? Der Soziale Kram hängt ja nicht unbedingt mit dem Lehrplan und den Lehrmethoden zusammen.

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 16:41 #

Ich glaube Amokläufe werden durch die geile realistische Grafik und Soundkulisse ausgelöst, die viel viel besser als bei virtuellen Amoklauftrainingsessions in Ego-Shootern ist. Außerdem wird man automatisch in den Medien präsentiert und muss nicht vorher noch irgendwelche Massaker-Turniere gewinnen ;)

Deady (unregistriert) 12. November 2010 - 16:13 #

Lustig ist, daß bei SPiele ab 18(!) z.B. das Brennen von Zombies(!) geschnitten wird, aber Splatterhorror oder SAWlike Filmen alles explizit gezeigt werden darf. Eigenartig, oder? ^^

Larnak 21 Motivator - P - 25873 - 12. November 2010 - 21:21 #

eigentlich gar nicht eigenartig, weil die Zensur Selbstzensur ist, sprich von den Spielherstellern selbst durchgeführt, um Risiken bezüglich der Indizierung zu vermeiden.

Anonymous (unregistriert) 12. November 2010 - 17:00 #

Also dass mit er labilen Psyche von Jugendlichen/Kindern kann man aber anders sehen.
Welches Bild wird den vermittelt wen man in Half Life (deutsch) auf Pixelanhäufungen, genannt Gegner, ein ganzes virtuelles Magazin verballert und der getroffene Pixelhaufen sich einfach hinsetzt und mit dem Kopf schüttelt.
Also wenn man durch das Spielen von Ego-Shootern eine Übertragung ins reale Leben hat, ist dies doch viel gefährlicher als das andeuten einer realen Sterbeanimationen bei Pixel Gegnern.

Das Ego-Shooter bzw. ab 18 Spiele in den Hände von minderjährigen nichts zu suchen habe ist wohl klar und wir wohl von keinem angezweifelt.
Das sollte aber auch richtig und konsequent kontrolliert werden, mit Strafen die finanziell richtig weh tun.

Aber es heißt Jugendschutz und nicht Volksschutz und sollte nicht zur Zensur werden.

Computerspielen ist Freizeit. Was unsere Volksv.... daraus machen wollen, nah ja
.
Aber welche Freizeitbeschäftigung fordert den noch viele Opfer oder bei welchen Berufen führt eine Fehleinschätzung zu vielen Opfern.
Sollen die jetzt auch verboten werden, denn es geht doch wohl hoffentlich nur darum Menschenleben vorbeugend zu retten oder?
Wenn der alleinige Grund dafür der Schutz der Menschheit ist, muss aber sehr viel mehr verboten werden und zwar sehr viel mehr aus Spiel und Arbeit.

Dann wird hier aber mächtig Langweilig werden auf dieser Murmel.

Drachenherz 05 Spieler - 42 - 12. November 2010 - 17:24 #

So ein Heini!^^

DerMitDemBlunt 14 Komm-Experte - 2483 - 12. November 2010 - 17:28 #

Ist denn schon wieder Wahlkampf ?

Anonymous (unregistriert) 12. November 2010 - 17:28 #

Ich denke als gutes Bespeil für die Unsinnigkeit könnte Kampfsport gesehen werden. Zwar kriegt man als jugendlicher (noch) keine Tötungstechniken beigebracht, aber dennoch handelt es sich um aktiv geübte und trainierte "Gewalt". Eine direkte Verbindung zur Handgreiflichkeit besteht jedoch nicht (außer bei der Gruppe mit schwarzer Kleidung natürlich).

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 18:48 #

Das erste was man beim Kampfsport lernt ist, diesen nur in absoluten Notfällen und niemals im Angriff zu verwenden. Man lernt viel über sich selbst und zu meditieren. Bei Ego-Shootern kannst du das lange suchen.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 12. November 2010 - 18:57 #

Das ist natürlich eine Garantie dafür, dass sich jeder Kampfsport-Teilnehmer daran hält ;)

Makariel 19 Megatalent - P - 13843 - 13. November 2010 - 16:20 #

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass Leute die ins Dojo gehen nur damit sie andere besser verkloppen können, sehr flott wieder rausgeworfen werden.

maddccat 18 Doppel-Voter - 11350 - 14. November 2010 - 5:55 #

Vielleicht hättest du das nicht überall raushängen lassen sollen. :P

Anonymous (unregistriert) 12. November 2010 - 19:12 #

Die Situationen in Egoshootern sind aber schon ganz schöne Notfälle (abgesehen von unrealistisch...). Wie schon bemerkt wurde, ist die Frage, inwieweit die ethischen Lektionen verinnerlicht werden. Der Punkt ist, dass dies jedoch zwei getrennte Bereiche sind. Der Kampfsport verleitet icht zur Gewalt, aber er stellt sie als Mittel bereit. Das ist noch viel direkter als bei Egoshootern, die vielleicht gerade mal ein räumliches Orientierungsvermögen vermitteln.

FLOGGER 17 Shapeshifter - 8926 - 12. November 2010 - 18:10 #

Verbote verbieten!

Billy (unregistriert) 12. November 2010 - 18:50 #

Ganz Unrecht haben die Leute nicht, das ist auch das schlimme daran das immer alle Gamer sofort meinen das alles ok ist.

Der Beweis liegt alleine schon in der Werbung die man überall sieht. Sie beeinflusst uns erheblich z.b. beim einkaufen im Supermarkt. Das ganze geschieht natürlich unterbewusst.

Genauso ist es auch mit Gewalt in welchen Medien auch immer, man kann nie wissen wie ein Mensch sowas verarbeitet.

Aber das Medium Spiel als Verursacher für alles zu sehen ist sehr eingegrenzt, Gewalt ist fast überall anzutreffen und Verbote sind nicht unbedingt die Lösung für alles.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7768 - 12. November 2010 - 20:52 #

Das gilt dann aber für alle Medien und nicht ausschließlich Spiele. Schonmal gehört, dass sich einer von denen hinstellt und sagt: Gewaltfilme müssen vom Markt verschwinden?

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 21:29 #

Ich denke auch die Mischung ist noch gefährlicher: Ego-Shooter + Gewaltvideos - war das nicht in Erfurt der Fall?

Deady (unregistriert) 12. November 2010 - 22:25 #

Nicht die Mischung, sondern die Freistellung der Eltern von Erziehungspflichten und die Unmündigkeitsunterstellung des Staates sind wohl eher die Hauptursachen, der Rest sind nur ganz kleine Steinchen. Vielleicht sollte man endlich mal an der richtigen Stelle ansetzen. Jedes Verbot nimmt den Eltern noch mehr Verantwortung ab.

SNAKE 13 Koop-Gamer - 1324 - 12. November 2010 - 19:00 #

Das nenn ich doch mal gute Polizeiarbeit bzw. -recherche. Wir sind in guten Händen, wenn heutzutage jeder den propagierenden Medien glaubt,ohne diesen zu widersprechen.

Klausmensch 14 Komm-Experte - 2203 - 12. November 2010 - 19:39 #

Die News ist sicher gut geschrieben. Aber ich les sie mir lieber nicht durch sonst bekomm ich wieder schlechte Laune ;)

Tassadar 17 Shapeshifter - 7768 - 12. November 2010 - 20:50 #

Die sollten sich lieber mal Gedanken darüber machen, wie sie sich von der Politik als eine Art Militärpolizei bei ungewünschten aber legalen Demonstrationen missbrauchen lassen. Inklusive fälschen von Videos (bzw. Zeitstempel unsichtbar machen) und sogar dem versteckten Starten der Gewalt als verkleideter Zivilist. Stuttgart 21 anyone?

DAS wäre mal wichtig, nicht so ein an den Haaren herbeigezogener Unsinn.

matthias 13 Koop-Gamer - 1253 - 12. November 2010 - 21:26 #

erhöhte gewaltbreitschaft liegt natürlich nicht an fehlgeleiteter politik, zukunfsängsten, steigende verarmung oder die dadurch resultierende ausgrenzung.
nein, es sind alles ganz normale menschen, denen es eigentlich super gehen müsste, die aber zuviel gewalt in den medien konsumiert haben. das es in ländern wie griechenland, frankreich oder england langsam richtig brennt liegt nur am schwachen pegi system.
dort herrscht eindeutig zuviel gewaltkonsum und es ist ein zeichen für uns die gesetze, betreffend zensur und meinungsfreiheit, weiter zu verschärfen.

Grandmaster B (unregistriert) 12. November 2010 - 23:20 #

Das die zunehmende Gewaltbereitsschaft in Integrationsproblemen, Perspektivenlosigkeit und diversen Ängsten begründet ist, darauf kommt der dumme Heini nicht! Ist ja auch so einfach, alles Böse verbieten und nachdem der Teenie sich wie ein nasser Hund geschüttelt hat sind alle wieder lieb und fröhlich. Klar tut mir der dumme Heini auch Leid das er sich mit dem Unterschichtengesockse auf dreckigen Strassen rumprügeln muss, aber anstatt die Verantwortlichen an der Nase zu packen schüttelt er lieber deren Eier. Heini, du bist blöd!

Anonymous (unregistriert) 13. November 2010 - 11:53 #

Als ganz normaler Bürger hab ich inzwischen ein mulmiges Gefühl bei der Betrachtung der deutschen Polizeiarbeit.

In bestimmte Gebiete Berlins und anderer Ballungsgebiete trauen sie sich schon kaum noch hinein, weil sie dort mit massiver Gegenwehr zu rechnen haben.
Aber zivil auftretende Protestler in Stuttgart bekommen mit Freigabe von oben die volle Härte ab.
Irgendetwas läuft schief in diesem Land ...

"Killerspiele" verbieten? Meinetwegen - aber es ist ein relativ unwichtiger Nebenschauplatz.

Anonymous (unregistriert) 13. November 2010 - 11:58 #

Korrektur: Mit "massiver Gegenwehr" meinte ich massive Aggression. Die Formulierung ist falsch gewählt worden.

Henry Heineken 15 Kenner - 3569 - 13. November 2010 - 12:02 #

Verband der deutschen Gamer fordert hiermit ein Polizeigewerkschaftsverbot!

Misanthrop (unregistriert) 13. November 2010 - 13:26 #

Da ich als psychisch kranker Mensch, Aussenseiter u. Menschenhasser sehr gerne gewalttätige Spiele zogge, bin ich wohl am Besten in der Lage, realitätsnahes, zum Thema beizutragen.

Es ist trauig, daß immer wieder Menschen gehör finden, die von der Realität NULL Ahnung haben. Die Polizei erkennt vielleicht einzelne Puzzleteile richtig, aber Ihr Gesamtbild ist falsch. Ich hasse Menschen, weil sie mich ausgrenzen, runter machen, nicht akzeptieren, manchmal auch schlagen, schlicht weil sie faschistoide Arschlöcher sind, die nur Kopien Ihrer selbst akzeptieren u. tolerieren können. Das bezieht sich sehr stark auf die äussere Erscheinung u. sekundär auf die Selbstinszenierung. (wie man tatsächlich ist bekommt heutzutage eh kaum wer mit in unserer schnell schnell oberflächlich Gesellschaft...deshalb Selbstinszenierung)

Ich hatte früher, in der Schule, oft den Wunsch, alle zu töten, die mich schon jahrelang gequält hatten. Hätte mein Vater eine Waffe gehabt u. ich Zugang dazu, ich hätte sicher einen Rachefeldzug gestartet. Denn ein Looser voller Hass, der nichts zu verlieren hat u. sterben will, dem bleibt nur Rache.

Es ist eig. einfach: Wenn ich keine Waffe habe - gibts keinen Amoklauf. Egal wie es mit meiner Psyche aussieht, egal wie Musik, Spiele u. Filme gestaltet werden. Die Politik geht auf die Kleinigkeiten los, um sich nicht mit der Waffenlobby anlegen zu müssen. Ja darin den Reichen in den Arsch zu kriechen, sind die Politiker wirklich kompetent. Es ist sicherlich auch kein Zusammenhang zw. laxen Waffengesetzen u. der hohen Zahl an Amokläufen in den USA. Hier in Europa sind die Gesetze viell. besser, aber dafür versagen Eltern zu oft wenn es darum geht Waffen sicher zu verwahren. (ich finde ja das privater Waffenbesitz total illegal sein sollte- Waffenschein abschaffen-sonst kann immer ein Gestörter zu Waffen kommen (neurol. Gutachter haben wenig Zeit u. erkennen in der kurzen Zeit auch nicht immer, ob u. wie gestört wer ist...u. Schwarzmarkthändler muss mann dann halt hinrichten um genug abzuschrecken-auch illegaler (Schuss)Waffenbesitz sollte mit dem Tod bestraft werden.)

Ich kann mir vorstellen, daß man, wenn man die Tat ausführt, auch aufhört zu differenzieren, zwischen Tätern u. Unschuldigen. Manche mögen dann der Gesellschaft eine Art Kollektivschuld "aufprojezieren" u. dann wahllos töten. So in etwa- ich gegen den Feind u. der Feind ist Homo Sapiens.
Der Hauptgrund für Amokläufe sind nicht Spiele, Filme u. Musik. Nicht mal kaputte Menschen mit noch kaputteren Seelen.
Der Hauptgrund für Amokläufe, ist der leichte Zugang zu Waffen u. die mieße Art vieler Jugendlicher bzw. Menschen. Spiele, Filme, Musik etc. sind da, wenn überhaupt, nur kleine Tropfen, die das Fass füllen.

Die Politik will, wie so oft, die Realität nicht wahrhaben: Schlechte Menschen (u. derer gibt es viele - wie viele kann eig. nur ein Aussenseiter u. Looser beurteilen, denn da trauen sich die Ärsche u. lassen Ihre netten Fassaden fallen...u. in der Gruppe auf einen Aussens. loszugehen ist ja auch soooo lustig...)quälen gerne u. erzeugen seelische Krüppel. Viele von denen zerstören sich selbst, einige Wenige geben das Leid weiter u. töten Menschen.

Was den mangelnden Respekt gegenüber der Polizei betrifft: Eine Gruppe von Menschen, welche eine Elite von Ausbeutern geg. das Volk verteidigt u. total ungerechte Strukturen in der Gesellschaft stützt u. verteidigt, verdient keinen Respekt. Wer eine selbstsüchtige u. korrupte Atomlobby verteidigt verdient auch keinen Respekt. Das könnte man beliebig fortsetzen....

Und was die ach so bösen Killerspiele betrifft: Ich kann mich sehr gut entspannen dabei u. mir geht einer ab, wenn in Fallout 3 ein Kopf zerplatzt. (ohne Gore Effekte fehlt einfach viel Atmosphäre) Trotzdem würde ich das nie in echt tun. Man kann ja unterscheiden - ausserdem glaube ich mittlerweile an Karma: Wer andren schadet - schadet sich, letztlich, SELBST.

FAZIT: Spiele bringen niemand dazu Menschen zu töten. Schlechte Menschen erzeugen kaputte Aussenseiter. Wenn die dann sozial auch noch total isoliert sind u. nicht therapiert werden, ist die Gefahr hoch.

Misanthrop (unregistriert) 13. November 2010 - 13:33 #

...vor allem wenn sie Zugang zu Waffen haben.

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