Steam: Konkurrenz geht auf Konfrontationskurs

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11. November 2010 - 22:13

Mit der Onlinevertriebsplattform Steam hat sich Valve über die Jahre eine einzigartige Position geschaffen: keine andere Downloadplattform bindet so viele Spieler an sich. Besonders in den Vereinigten Staaten, aber auch in Deutschland nimmt die Zahl der digitalen Käufer rasant zu. Ein Umstand, den natürlich auch die Publisher für sich nutzen, wie die jüngsten Steamworks-Titel Call of Duty - Black Ops, Fallout - New Vegas und Civilization 5 zeigen. Konkurrenten wie Impulse oder Direct2Drive geraten dadurch zunehmend in eine schlechte Position und gehen jetzt auf Konfrontationskurs.

Gegenüber der Website MCVUK.com äußerte sich ein Verantwortlicher einer nicht namentlich genannten Konkurrenzplattform und ruft die Publisher auf, Steam nicht weiter zu unterstützen. Deren "Griff um den Markt" sei inzwischen zu stark und würde den Wettbewerb verhindern. Große Hoffnung besteht aber offenbar nicht, wie die Aussage des Geschäftsführers verrät:

Steam tötet den PC-Markt und es ist kein Wunder, dass andere Download- Händler scheitern.

Dazu muss man wissen, dass immer mehr PC-Spiele selbst dann zwingend Steam beziehungsweise Steamworks benötigen, wenn sie von einem anderen Download-Händler gekauft werden. Der macht quasi mit jedem Verkauf auch noch Werbung für seinen schlimmsten Konkurrenten, der überdies bereits Marktführer ist.

Doch nicht nur Verkäufer digitaler Versionen sehen sich bedroht. Auch stationäre Retail-Verkäufer, die ebenfalls nicht namentlich genannt werden, geraten in Zugzwang und drohen den Publishern, deren Spiele aus dem Sortiment zu nehmen, sollten sie weiterhin auf Steam setzen. Die Befürchtung ist, dass Spieler langfristig auf den rein digitalen Kauf setzen und Valve somit eine Monopolstellung erhält.

Publisher erschaffen ein Monster -- deswegen sagen wir ihnen, sie sollen aufhören, in ihren Spielen Steam zu verwenden.

Laut eines Verkaufsleiters eines anderen digitalen Händlers liegt die Macht jedoch weiterhin bei den Retailern:

Im Moment müssen Online-Händler Spiele mit Steam verkaufen. Die Macht bleibt aber beim stationären Handel, sie können es verweigern, diese Titel zu führen. Die Publisher sind zögerlich, deswegen müssen die Händler Druck auf sie ausüben.

Mit einer Abkehr vom aktuellen Kurs ist kurzfristig dennoch nicht zu rechnen. Publisher bekommen mit der Verwendung von Steamworks umfangreiche Möglichkeiten für die Entwicklung und eine große Community. Vor allem schätzen sie den mitgelieferten weitgehenden Raubkopierschutz. Und auch langfristig würde wohl nur ein geschlossener Boykott der großen Händler weltweit zu einem Umdenken führen.

Olphas 24 Trolljäger - - 47025 - 11. November 2010 - 22:22 #

Hab heut mittag schon einen Artikel dazu auf Kotaku gelesen und schon da nur mit dem Kopf schütteln können. Ja, Steam ist ein ziemliches Monopol. Aber das liegt vor allem daran, dass sie lange Zeit mehr oder weniger komplett allein in dem Segment waren und die Konkurrenz schlicht erstaunlich lange geschlafen hat. Noch dazu macht Steam meiner Meinung nach seine Sache schlicht besser als die Konkurrenten. Und jetzt beschweren die sich? Ist ja schon fast süß.

Mortyrer 04 Talent - 15 - 12. November 2010 - 0:41 #

absolut richtig!!

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 12. November 2010 - 1:08 #

hab mir gerade die impulse und d2d webseite angesehen. beide nicht in deutsch verfügbar und impulse habe ich im ersten moment gedacht die verkaufen handygames oder sowas :D

das sich opera firefox etc wegen dem IE im Windows beschwert haben kann ich ja verstehen, aber mit dem angebot sollten sie erstmal überlegen warum steam beliebter ist. das liegt sicherlich nicht nur an der aktivierung bei steam. es hindert sie ja niemand daran ein besseres system zu entwickeln...

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 12. November 2010 - 8:42 #

Es liegt daran, dass Steam die Ersten waren, bis heute die einzige Plattform ist, die die sehr populären Valve-Spiele verkauft und daran, dass die meisten Spieler schlichtweg zu faul sind, über den Tellerrand zu blicken. Die Konkurrenz macht heutzutage vieles besser (Bsp.: DRM- oder Clientfreiheit), nur das nutzt ihr relativ wenig, wenn die meisten darauf beharren, nur Steam zu nutzen, zumal dieses auch einen bei Herstellern offenbar populären Kopierschutz zur Verfügung stellt.

Insofern verstehe ich die Klagen durchaus.

Liam 13 Koop-Gamer - 1222 - 12. November 2010 - 9:15 #

Find es eher viel bezeichnender für ihre eigenen Hilflosigkeit.
Sind sie wirklich schon so verzweifelt, weil sie weder Publisher noch Spieler von ihren Plattformen überzeugen können, dass sie jetzt mit auch noch der anonym verkündeten Wunderpanikmache der Monopolstellung kommen müssen?
Seien wir ehrlich, die anderen Plattformen sind genausowenig am wohl der Spieler noch der Publisher interessiert, die sind hauptsächlich grummelig weil sie nicht die Position von Steam haben.

Oh und entgegen aller beliebten Forumsdiskussionen, für viele Spieler ist weder der Steamclient noch DRM ein auch nur annährend so gravierendes Problem, wie sich es viele wünschen... so wie in gar keines. Beste Beispiel ist wohl die Tatsache, dass selbsts Ubisofts drakonische Maßnahmen, die so unheimlich gern als Untergang von allem beschrieben wurde, wenig am Erfolg von Assassins Creed noch Splinter Cell geändert hat.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324509 - 12. November 2010 - 10:48 #

Angenommen, Du hast die bessere Plattform und den besseren Preis. Ein Spiel wird bei dir gekauft. Das Spiel aber benötigt zwanghaft einen Steam-Zugang. Dein Kunde wird also automatisch Steam-Kunde, hat mehr Aufwand dadurch, fragt sich beim nächsten Mal: Wieso nicht gleich Steam?

Das ist in der Tat Hilflosigkeit, aber doch keine selbstverschuldete!

Mortyrer 04 Talent - 15 - 12. November 2010 - 12:08 #

ja das stimmt. ich kauf mir spiele deswegen auch nur noch über steam, solang sie nicht geschnitten sind.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58800 - 12. November 2010 - 12:08 #

Was das gleiche ist, was wir hier auch haben. Deren Quelle war nämlich auch MCV :)

Liam 13 Koop-Gamer - 1222 - 12. November 2010 - 15:51 #

In gewisser Weise würde ich sagen doch ist es.
Momentan klingt es für mich wie eine 2teilige Beschwerde.
Einerseits beschweren sie sich, dass Steam nachdem sie im Alleingang fast das Prinzip etabliert haben, unfairerweise einen Großteil des Marktes beherrschen.
Andereseits, dass Steam sich nicht auf den Lorbeeren ausgeruht haben, sondern als die Konkurrenz kam mit Steamworks etwas aufgebaut/angeboten, was den Publishern Vorteile bringt und Arbeit erspart.
Im Prinzip kreiden sie Valve also an, dass sie anfangs risikofreudiger und später geschickter waren.

Sicher ärgert sie das, aber wer hindert sie daran ein dem Steamowrks überlegenes Paket zu schnüren, am besten in Zusammenarbeit, was Plattformunabhängig läuft und es den Publishern anzubieten?

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 12. November 2010 - 13:33 #

Ein kleiner Blick in die Geschichte zeigt, dass ein Wettbewerb zwischen unterschiedlichen Plattformen, auf denen Software ausgeführt werden kann, nur bedingt dynamisch ist, wenn sich die Beteiligten nicht darum bemühen, in irgendeiner Weise die Migration zwischen den Plattformen zu ermöglichen.
Ist das nicht gewährleistet, so ist allein die Zahl der Nutzer einer bestimmten Plattform ein ausreichender Faktor, um dieser weiterhin Zuspruch zu sichern. Microsoft konnte mit Windows und Office jahrelang auf dieses Prinzip bauen.

Und natürlich ist die Konkurrenz auch an Gewinnen interessiert, so ist das im Kapitalismus. Aber im Kapitalismus ist es idealerweise auch so, dass der Wettberwerb dafür sorgt, dass die Kunden das beste bekommen.

Dass viele Spieler mit der Funktionsweise von Steam kein Problem haben, stimmt. Sonst wäre der Dienst nicht so groß. Das sollte allerdings niemanden aufhalten, sich kritisch Gedanken zu Steam zu machen.

GarryJay 04 Talent - 30 - 12. November 2010 - 1:58 #

Stimme ich zu.
Das einzige was mich nervt -> Keine Verpackungskosten, keine Kosten um die Boxen zum haendler zu bringen, keine Boxen fuer den Kunden, keine gedruckte Anleitung, aber der gleiche Preis. Die Gewinnmaximierung nervt mich ungemein, ich bin doch nicht der Depp genannt Kunde.

Liam 13 Koop-Gamer - 1222 - 12. November 2010 - 6:28 #

Glaub die Schuld darf man da nicht alleine Steam geben, denn wie auch in dem Text schon steht, die normalen Händler haben noch einiges zu sagen und du kannst sicher sein, dass die alle ihre Macht/Lobbyarbeit dazu nutzen, dass die Preise höher sein müssen als bei ihnen.
Wären die nämlich auf Steam auch noch radikal geringer wegen den Einsparnissen, würden langsam die Gründe wegfallen überhaupt noch in normalen Handel zu kaufen.

Easy_Frag 14 Komm-Experte - P - 2029 - 12. November 2010 - 8:16 #

tja man muss bei steam nur warten bis weihnachten oder wenn die ne sonderaktion ma chen da kannste auf aktuelle titel haufen geld sparen...

SonkHawk 14 Komm-Experte - 2151 - 12. November 2010 - 17:24 #

Also das kann man ja ganz einfach durch Retail-Versionen umgehen, zumal man eh nur so an die ungeschnittenen Versionen rankommt.

Mafia 2 und Civ5 hab ich jeweils für kaum über 30€ bei Zavvi.com in UK bestellt. Jeweils mit DVD-Box inklusive Anleitung und Karte bzw. Tech-Tree.

Roherfisch 12 Trollwächter - P - 1071 - 12. November 2010 - 8:39 #

jenau! Ich würde schon fast behaupten das es dem PC Markt ohne Steam noch sehr viel schlechter gehen würde als das jetzt (angeblich) der Fall ist.

Porter 05 Spieler - 2981 - 12. November 2010 - 10:03 #

schon richtig alles aber Monopolstellungen sind immer scheisse für den Endkunden!

SonkHawk 14 Komm-Experte - 2151 - 12. November 2010 - 17:25 #

also die Midweek-Madness-Schleuderpreis-Aktionen finde ich total super für den Endkunden.

Und wer Neuerscheinungen für 60€ über Steam kauft ist halt schön doof...

Johannes Mario Simmel 13 Koop-Gamer - 1565 - 12. November 2010 - 11:05 #

Monopolstellung eines Händlers ist für uns Konsumenten immer von Nachteil.

Grinzerator (unregistriert) 11. November 2010 - 22:27 #

"Steam tötet den PC-Markt"
Witzig, ich habe den gegenteiligen Eindruck. Und ich glaube, dass es an der Zeit ist, auch bei PC-Spielern auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Eine große Community, eine Plattform. Sicherlich kann das auch Nachteile bergen, doch bis jetzt sehe ich für mich noch keine. Und es wird ja auch bisher niemand zum Online-Kauf gezwungen. Es gibt immer noch Retail-Versionen, von denen die allermeisten nicht auf Steamworks setzen. Und selbst wenn sie es täten, hat der stationäre Handel nichts zu befürchten. Es gibt immer noch sehr viele Leute, die etwas in der Hand haben wollen, wenn sie ein Spiel kaufen.

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 12. November 2010 - 8:45 #

Was vielleicht eher gemeint ist: Der PC verliert einen Großteil seiner Eigenschaft als offene Plattform, sollte ein Großteil der Spiele an Steam gebunden sein. Der Plattform als solches mag es ökonomisch besser gehen, wenn sie weitestgehend Konsolen und den dortigen Monopol-Shops ähnlicher wird, jedoch verliert sie dadurch den Charakter, den viele an ihr schätzen.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 11. November 2010 - 22:28 #

Moment. Die Retailer, die vorausgesagt haben dass der PC-Spielemarkt tot ist, boykottieren jetzt Steam? Steam tötet den PC-Markt, obwohl immer mehr Spiele nicht mehr allein Konsolenexklusiv sind? Warum nutzen die Publisher wohl Steam und Steamworks? Weil der Markt ohne Steam mittlerweile im letzten Atemzug wäre.
Was habe ich denn von DRM-freier Software, wenn es sie nicht mehr für den PC gibt?

Ich bleibe dabei, Steam hat es geschafft den PC-Spielemarkt zu retten, als der im Begriff war zu sterben.

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 12. November 2010 - 8:49 #

Ich glaube, dass es den wenigsten wirklich um DRM-freie Angebote geht. Die waren ja auch bei Retailfassungen schon lange nicht mehr in der Mehrheit. Es geht viel mehr um die Kopplung eines DRM-Systems mit einer Verkaufsplattform. Wenn ein derartiges Geschäftsmodell erfolgreich ist, kommt es unweigerlich zur Monopolbildung und das hemmt den Markt eher. Sicherlich, die Konsolen gehen noch viel weiter, indem Plattform, DRM und Verkauf direkt miteinander verbunden sind - da muss sich dann aber auch keiner mehr wundern, wenn er die Preise von Sony, Microsoft oder Nintendo zu akzeptieren hat.

Niko 16 Übertalent - 5024 - 11. November 2010 - 22:31 #

Wiederum muss man die Gefahren von Steam auch mal anerkennen... aktuell sind sie noch sehr Kundenfreundlich, aber sowas kann sich auch schnell drehen...

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 11. November 2010 - 22:32 #

Steam hat sich seine Stellung erarbeitet und verdient, indem sie den Trend frühzeitig erkannt haben und ein erstklassiges Produkt bieten. Die Konkurrenten sollten sich lieber an die eigene Nase fassen, weil sie die Entwicklung komplett verschlafen haben und kein konkurrenzfähiges Produkt anbieten.

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 12. November 2010 - 8:51 #

Das tut die Konkurrenz inzwischen halt sehr wohl. GamersGate, Impulse und co. sind weitestgehend konkurrenzfähig, haben jedoch dne Nachteil, dass bei den meisten Steam schon installiert ist und viele die Alternativen wahrscheinlich nicht mal kennen.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 12. November 2010 - 9:40 #

Ich habe auch schon alle anderen Plattformen benutzt und keine hat mich überzeugt. In meinen Augen sind die in keiner Weise konkurrenzfähig, weswegen ich jetzt auch nur noch Steam benutze.

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 12. November 2010 - 13:37 #

Wo versagt denn deiner Meinung nach die Konkurrenz?

Ich benutze auch unterschiedliche Dienste (vor allem GOG, GamersGate und Impulse) neben Steam, o dass ich gut vergleichen kann. Bei allen habe ich nach relativ wenig Anmeldeaufwand und co. ein Spiel nachher auf der Festplatte, mit Ausnahme von Steam sogar ohne den Client lauffähig. Von technischer Seite stimmt also das wichtigste.

Einzig das Angebot, da kann man vielleicht meckern, wobei ich da eher sagen würde, dass da die Publisher Mitschuld tragen, weil sie ihre Nutzerrechte zu restriktiv verkaufen...

Nesaija 13 Koop-Gamer - 1664 - 11. November 2010 - 22:52 #

steam ansich ist ja sehr toll aber mittlerweile nervt mich steam auch extrem... ich darf diverse titel nicht beziehen, installieren und spielen sowie haste mal nen problem mit deiner bank oder so wegen steam kannste steam erst garnet benutzen... und was auch noch dazu kommt ist wenn es irgendwann mal steam nicht mehr gibt hat man viel geld für nichts weg geworfen. :/
trotz allem hat auch steam diverse vorteile zumindest für entwickler und vorallem auch kleine entwickler die nur low budget spiele machen aber naja... im endeffekt sind wir kunden eh wieder alles in schuld wie immer^^

Cyberworm 10 Kommunikator - 430 - 11. November 2010 - 22:58 #

Also verstehe ich das richtig, dass man die Konkurrenz bekämpfen will, indem man Artikel, die vom Konkurrenten angeboten werden, selber nicht mehr anbieten will?

Das funktioniert ganz sicherlich! :D

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58800 - 11. November 2010 - 23:02 #

Irgendwie finde ich es leicht lächerlich, Steam den schwarzen Peter zuzuschieben, weil man selbst den Markt in den letzten Jahren nicht konsequent genug genutzt hat. Fakt ist einfach, dass Steam in dem Segment den besten Service und die größte Auswahl bietet, und das auch ohne Steamworks-Titel. Warum also sollten die Publisher also nicht dort ihre Spiele bevorzugt anbieten?

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 12. November 2010 - 8:56 #

Weil es Marktverzerrungen erzeugt, die auf Dauer nicht im Sinne von Publishern und Kunden sein können. Und diese Marktverzerrungen sind nachhaltig, weil es sich hier um die Durchsetzung einer Plattform (und nicht irgendeiner Software) handelt.
Andere Beispiele gefällig? Office-Software. Microsofts Monopol mag aus vielerlei Gründen nicht mehr gerechtfertigt sein - trotzdem können sich OOo und co. nur langsam in den Markt zurückkämpfen, weil Microsoft inzwischen (geschlossene) Dokumentstandards etablieren konnte, so dass jeder der öfter Dokumente mit anderen austauscht, ohnehin zusätzlich die Microsoft-Software kaufen muss.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58800 - 12. November 2010 - 9:44 #

Ich denke den Publishern ist das schlicht egal, wer ihre Ware an den Mann bringt. Eine Monopolstellung eines Systems, das noch dazu (fast) immer die UVP will, ist denke ich nicht unbedingt nicht in deren Sinne. Ein Zitat aus der News, das der Redigierfeder zum Opfer gefallen ist, lautete: "Die Publisher interessiert das einen Dreck, ihnen ist egal, was mit dem Kunden passiert." Und genau so ist es! Publisher wollen ihr Geld sehen, wie ist da egal. Das zeigen ja auch die Versuche, den Gebrauchtmarkt auszutrocknen. Und siehe da, auch das kann Steam, und zwar gut.

Für den Kunden sieht das freilich anders aus, und ich will hier auch nicht die offensichtlichen, für viele aber eben nicht gewichtigen Nachteile von Steam unter den Tisch kehren. Allerdings frage ich mich dann doch, warum ich 10 Accounts bei 10 unterschiedlichen Distributoren einrichten soll, wenn es auch ein einziger tut? Dass dieser eine Steam ist liegt am Versagen der anderen, die einfach zu langsam waren. Ich prophezeie jetzt schon, dass sich das Battle.net als Verkaufsplattform nicht durchsetzen wird, dafür sind sie einfach ein paar Jahre zu spät dran.

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 12. November 2010 - 13:46 #

Es kann aber nicht im Interesse der Publisher sein, ihre Software hauptsächlich über System zu verkaufen, dass so viel Marktmacht besitzt, dass Preise diktiert werden können. Ab einem bestimmten Verbreitungsgrad kann sich Steam ohne weiteres anmaßen, mehr vom Verkaufspreis einzubehalten. Und weil Valve den kompletten Verkauf und den Kopierschutz in der Hand hat, sind sie schwerlich zu umgehen. Schon heute findet ein Großteil der Spielsoftware auf Steam, nur wenige größere Firmen verzichten vollständig, ihre Software bei Steam zu verkaufen.

Steam hat bzgl. der Marktmacht ja auch gewaltige Vorteile gegenüber dem traditionellen Einzelhandel: Sie sind Groß-, Einzelhandel und Vertrieb in einem.

Dass Steam irgendwas richtig gemacht hat, und sei es auch nur, extrem populäre Spiele zu verkaufen und mit einer Community zu verbinden, bezweifel ich ja auch gar nicht, ebenso wenig, wie dass sie die ersten waren. Und mit Battle.net magst du auch recht behalten. Allerdings sollte man trotzdem die Frage stellen, ob diese Form der Marktkonzentration ohne Migrationsmöglichkeit für die Nutzer auf Dauer nicht sehr marktschädigend ist.

Fyyff 11 Forenversteher - 681 - 11. November 2010 - 23:07 #

Ein "ungenannter Konkurrent" soso. Maul aufreißen, aber fein anonym bleiben, so haben wir das gern.

>>Vor allem schätzen sie den mitgelieferten weitgehenden Raubkopierschutz.
Bei Steam? Hohoho. In welcher alternativen Realtät soll das denn sein? Hier auf der guten alten Erde sind die Steamspiele samt und sonders spätestens am Releasetag gecrackt im Netz.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 11. November 2010 - 23:31 #

dank steam wird es eigendlich sogar noch einfacher und schneller in der scene verteilt da man es oft vor dem normalen handel bekommt

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 11. November 2010 - 23:15 #

Bei allem Lob, das steam hier erfährt, sollte auch mal auf die Schattenseiten hingewiesen werden. Einer der großen Mängel von steam hat sich mal wieder bei Call of Duty: Black Ops und Anfang dieses Jahres bei Aliens versus Predator gezeigt: Es wird langsam Zeit für ein Altersverifikationssystem, das auch uns deutschen Spielern ungeschnittene Versionen ermöglicht.
Dass CoD: BO in der US- oder UK-Version wegen eines Verstoßes gegen §86a StGB nicht angeboten werden kann, ist verständlich. Gegen die österreichische Version spreche bei einem sicheren Altersverifikationssystem jedoch nichts.

Solche Probleme hatte man früher nicht: Da konnte man auch RtCW in der US-Version ohne Weiteres spielen...

bananenboot256 13 Koop-Gamer - 1241 - 11. November 2010 - 23:26 #

Ich dachte bisher, dass sich die AT-Version auch in D aktivieren lassen kann. Ist das jetzt doch anders?

Oder meinst du, dass Steam die AT-Version auch im Store anbieten soll?

BFBeast666 14 Komm-Experte - 2062 - 11. November 2010 - 23:49 #

Nee, nix mit AT-Version in D. Guckst du hier:

http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=2352

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 12. November 2010 - 1:15 #

Die AT-Version lässt sich momentan noch über steam aktivieren. Wie lange sie noch aktivierbar sein wird und wann der Support für in Deutschland aktivierte AT-Versionen eingestellt wird, ist noch offen.

Steam soll ein Altersverifikationssystem schaffen, das es ihnen ermöglicht, ungeschnittene Versionen auch im deutschen Store anzubieten, insoweit sie damit nicht gegen Normen des StGB verstoßen (§§ 86a, 131 StGB).

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73398 - 11. November 2010 - 23:49 #

Schon bei der News mit dem BO-Versionszwang hat man dir lang und breit erklärt, warum dieses Altersverifikationssystem, so wie du es dir vorstellst, einfach nicht machbar bzw. umzusetzen ist.

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 12. November 2010 - 1:10 #

Erstens wüsste ich nicht, dass ich ein spezielles Altersverifikationssystem vorgeschlagen hätte. Zweitens haben mir Laien sicherlich nicht Recht zu erklären, auch wenn sich das manche in einem Akt von Hybris anmaßen ("Ich will das nicht so haben. Das kann gar nicht sein! Sie/Du haben Unrecht!"). Natürlich können diese Menschen weiter in ihrem selbstgezimmerten Käfig hausen und glauben, PostIdent-Verfahren wären illegal oder was weiß ich. Es soll nicht mein Schaden sein. Drittens frage ich mich, ob du ein Problem mit mir hast? Auf jeden zweiten meiner Beiträge gehst du mittels aggressiver und feindlicher Posts ein (Floskeln wie "lang und breit" haben nichts in einer sachlichen Diskussion verloren).

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73398 - 12. November 2010 - 14:54 #

Dann halt so: Ein Altersverifikationssystem (egal welches) ist bei Steam nicht machbar. Selbst "Laien", wie du uns nennst, leuchtet das ein.

Und wenn du dir jeden Schuh anziehen willst, bitte. Ist nicht mein Problem.

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 12. November 2010 - 19:15 #

Und das kannst du beurteilen, weil du Juristin bist? Ich bin weder Ingenieur noch Chemiker oder Physiker und werde daher auch keine Aussagen wie "Die Brennstoffzelle kann nie funktionieren!" tätigen. Mehr als "Hajo, ist doch klar! Das leuchtet doch jedem ein." kann ich an Pseudo-Begründungen auch nicht bringen.

Sorry, als Laien werden alle Nicht-Fachleute bezeichnet. Dass du darin eine Beleidigung siehst, liegt an mangelnden Sprachkenntnissen. Und nein, auch das ist keine Beleidigung...

Roherfisch 12 Trollwächter - P - 1071 - 12. November 2010 - 8:45 #

Mich würde es einfach mal so interessieren wie solch eine Altersverifikation eurer Meinung nach Aussehen soll.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 11. November 2010 - 23:18 #

also haben wir bald 10 verschiedene accounts bei onlinevertriebsformen (steam d2 etc. ) + 10 publisheraccounts ( ubi ea etc ) evtl sogar noch nen login fürs game selber ( profil ) am besten noch für den anti cheat klient auch nen acc ( PB Hackshield etc ) und vorm zocken 30min einloggen ......

sollen den ganzen acc bindungsquatsch wieder abschaffen und wegpatchen. online img dateien verkaufen zum selberbrennen. nen key zum istallieren und fertig..... auch wenn ich kein feind von neuen sachen bin aber manchmal wünsch ich mir die alte zeit zurück als man noch gerne spiele gekauft hat...war irgendwie alles einfachwer :D

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 12. November 2010 - 8:59 #

Genau das macht GOG ja, mehr oder weniger. Und genau deshalb finde ich auch, dass es sich um die beste Vertriebsplattform handelt, trotz diversen Marketing-Fehlern.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 12. November 2010 - 11:06 #

Keine deutsche Seite und das Spieleangebot....
Das Kind ist beim Onlinevertrieb irgendwie schon in den Brunnen gefallen. Das wieder zu bergen wird extrem viel Aufwand sein.

Nur im Moment scheint es mir nur eine US Typische Aktion zu sein. Wir können es nicht so gut wollen aber das selbe also verklagen wir den Besseren.

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 12. November 2010 - 13:50 #

Dass mit dem Spieleangebot kann ich verstehen, da ist wahrscheinlich mit dem Blick auf GamersGate geholfen, die weitestgehend auf DRM verzichten und ebenfalls auf einen Client verzichten. GOG ist nun mal eine Retro-Plattform... aber für neue Spiele habe ich ohnehin lieber eine Verpackung... nun gut... Geschmackssache...

Aber dass du in diesen globalisierten Zeiten auf einer deutschen Seite bestehst, st merkwürdig, oder?

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 13. November 2010 - 1:36 #

Für mich nicht das Problem ich denke eher an die Allgemeinheit :)
Bzw was ist mit Blackops? Diese Version darf ich als in Deutschland lebender ja nicht kaufen bzw aktivieren :) Oder werden dort auch deutsche Spiele angeboten?

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 13. November 2010 - 9:59 #

Wow, da habe ich zu viel versprochen. Military-Shooter interessieren mich nicht - da hatte ich wohl schlicht nicht gedacht... GamersGate verkauft das Spiel gar nicht und D2D sagt "restricted in your country" - ich weiß nicht, ob man es trotzdem kaufen könnte... nun ja...

Das mit den deutschen Seiten stimmt schon, dass es für so manchen vielleicht weniger einladend ist... aber ich glaube, diese breite Masse dürfte größtenteils eh noch im Laden kaufen...

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 11. November 2010 - 23:23 #

wuwuwuwuwu *schnief*

Ich mag Steam, weil ich dort alles sehr sehr günstig kaufe. Im Jahr brauch ich höchstens noch 1-2 Vollpreistitel. Sachen wie Fallout 3 New Vegas interessieren mich, aber in 6 Monaten krieg ich das fürn 10er.

Und trotzdem kriegen die Entwickler Geld, die ganze Industrie drumrum geht halt ein, aber so ist das Leben, man muss flexibel bleiben.

Tand 16 Übertalent - 4321 - 12. November 2010 - 1:12 #

Spiele günstig bei STEAM kaufen? Spiele bei STEAM haben meist den UVP (wenn nicht gerade eine Aktion ist, die gefühlt nur VALVE-Spiele betreffen) oder sind teurer als die Version die ich mir im Laden kaufen kann. Ich empfinde es nicht als günstig, wenn ich ein paar Euro mehr bezahle und dann nicht einmal eine CD in den Händen halten kann. - Spontanes Beispiel: "Sid Meier's Pirates!": STEAM=10€ und GREEN PEPPER=7€

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 12. November 2010 - 1:26 #

die zahl der leute die eine cd haben wollen geht aber stark zurück
zudem macht man bei steam "klick" und hat das game ohne versandkosten muss nicht immer die cd suchen kann sich überall einloggen und zocken....

bei den neueren games ist das was man in den händen hält eh fast nurnoch müll. billige handbücher + werbezettel und falls das cover überhaupt ansehnlich ist wird es mit irgendwelchen warnhinweisen verunstaltet. da bleibt wenn nur die teure special edition :)

Tand 16 Übertalent - 4321 - 12. November 2010 - 1:48 #

Ich persönlich verleihe und leihe auch gerne Spiele. Mass Effect (ohne Steam, aber mit Online-Aktivierung) habe ich meinen Freunden regelrecht aufgedrängt, um den Kopierschutz auszureizen.

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 12. November 2010 - 9:00 #

Das ist ja auch okay. Diesen Effekt hat man bei der Online-Konkurrenz allerdings auch: Mit wenigen Klicks ist das Spiel auf der Festplatte.

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11026 - 12. November 2010 - 18:51 #

Dann gibts halt noch so Leute wie ich. Die kaufe "klick" ein Spiel und brauchen dann zum Runterladen des Spiel länger, als würden sie es per DHL geschickt bekommen. ;)

Sh4p3r 14 Komm-Experte - P - 2381 - 11. November 2010 - 23:24 #

Ich mochte Steam von Anfang an nicht. Nach HL2 kam dann auch kein weiteres Spiel mehr mit Steamzwang auf meine Platte. Seit einigen Jahren bin ich eh auf den Konsolen-Zug gesprungen, habs bis Heute nicht bereut.

Aber da die PC-Spieler eh keine Wahl mehr haben, sollen die Entwickler/Publisher froh sein das sich eine Registrierungs/Downloadplattform durchgesetzt hat. Alles Steam und gut ist. Solang keine Schmiergelder geflossen sind... xD

beamchen (unregistriert) 11. November 2010 - 23:24 #

Ich glaub es geht ja sowieso alles richtung download zeitalter, so oder so. Irgendwie hab ich das Gefühl das steam den pc am leben hält in naher zukunft. Und deswegen hab ich nichts gegen steam , trotz monopol . besser eine grippe haben als keine bein :-

vicbrother (unregistriert) 11. November 2010 - 23:25 #

Also ohne Steam würde ich viele Spiele nicht kaufen - eben weil ich nicht die Zeit habe in die Stadt zu fahren und dann die Regale zu durchstöbern. Steam ist für mich irre praktisch.

Für mich ist das Argument einer möglichen Kundenunfreundlichkeit seitens Steams reine Spekulation - die Publisher werden schon einiges dransetzen, den jetzigen Standard zu halten, um die Produkte zu verkaufen.

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 12. November 2010 - 9:02 #

Wie schon oben angemerkt: Das ist kein Argument pro-Steam, sondern nur contra-Retail. Letzteres kann ich verstehen (zumal die Ausstattung vieler Spiele zu wünschen übrig lässt), ersteres eher weniger, weil Steam im Vergleich zur Konkurrenz im Digitalen Vertrieb teuer und restriktiv ist.

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 11. November 2010 - 23:32 #

Sehr interessante Diskussion. Die drohende Gefahr einer Monopolisierung mit den Chancen einer globalen PC-Nutzer-Community zu kontern. Sehr clever. Ein spannender Konflikt. Wettbewerb steigert Innovation, der Markt regelt Angebot und Nachfrage. In diesem Fall ist der Nutzer NOCH in einer Situation in der er so oder so gewinnt.

ANNONÜM (unregistriert) 11. November 2010 - 23:37 #

Steam schreibt mir vor, ab wann ich ein Spiel installieren darf.

Steam sammelt irgendwelche Daten von mir, nutzt sie und gibt sie an Dritte weiter, ohne dass ich weiß, was genau da passiert. Es gibt keine Möglichkeit, das zu erfahren.

Steam gibt mir das Gefühl überwacht zu werden. Selbst wenn ich es offline schalte, weiß ich nicht, ob es Daten sammelt und mit der nächsten online Sitzung überträgt.

Steam war die längste Zeit auf meinem PC.
No more steam games.

Deathlife 12 Trollwächter - 1168 - 12. November 2010 - 0:46 #

Steam macht anscheind auch dumm.^^

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73398 - 12. November 2010 - 0:48 #

Soweit wollen wir doch nicht gehen ;).

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 12. November 2010 - 9:52 #

Sorry, gerade von Dir hätte ich einen Kommentar auf so einem Niveau nicht erwartet. :(
Steam sammelt beim spielen ganz offiziell permanent Daten und wer seine echten Daten bei der Accounterstellung angegeben hat, der liefert Steam detaillierte Informationen über sein persönliches Spielverhalten.
Das mag einigen egal sein, aber es gibt genug Leute, die bewusst keinen FB, Google, oder sonst einen Account eines Datensammlers nutzen.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73398 - 12. November 2010 - 14:52 #

Da hast du meinen Satz missverstanden. Das sollte eher ein Wink mit dem Zaunpfahl sein, daß man Steam-Nutzer per se nicht gleich als dumm zu bezeichnen braucht. Ich gelobe Besserung. Beim nächsten hole ich gleich die Keule und schimpfe, daß man Steam-Nutzer nicht als dumm bezeichnen soll :).

Der Rest pro/contra bleibt Ansichtssache jedes einzelnen.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 12. November 2010 - 23:19 #

Wobei man die Aussage, auf die du dich anfangs beziehst, auch genau gegenteilig verstehen kann.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 12. November 2010 - 1:19 #

Weil die meisten User diese Kritikpunkte nicht (mehr) erkennen, oder wie meinst du das?
:)

ANNONÜM (unregistriert) 12. November 2010 - 1:46 #

Hat jemand die 0 gewählt oder warum meldet sich Deathlife?

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11222 - 12. November 2010 - 3:33 #

Bist schon ein wenig paranoid, was? ;>

ANNONÜM (unregistriert) 12. November 2010 - 7:32 #

Ganz im Gegentum. Das Thema Datensaugen, Datenvermengen und Datenmissbrauch habe ich mir ganz genau angesehen.
Eines der größten Probleme ist der Umstand der Weitergabe an Dritte. Denn selbst wenn das Unternehmen A zusagt, Daten des Users nicht vollständig zu erheben, kann es sich weitere Daten von Unternehmen B zukaufen. Außerdem: Nichts ist leichter als die eindeutige Identifizierung eines Surfers im Netz. Die vollständigen digitalen Abziehbilder der Naivlinge kleben schon lange in den Poesiealben der Unternehmen und Behörden.
Beispiel gefällig? Jeder Klick aud den "I like" Button hinterläßt einen Fußabdruck de Surfers, der Auskunft gibt, wo er sich so rumtreibt. Und da gibt es wirklich Leute, die glauben, es würde sich jemand dafür interessieren, ob sie etwas mögen oder nicht :-). Es geht nur um die Erstellung des möglichst umfangreichen Userprofils. Und wer glaubt, es ginge nur darum, dem User die passende Werbung zur Verfügung zu stellen, hat nicht im Ansatz erkannt, was wirklich passiert.
Neben der bedenkenlosen freiwilligen Weitergabe persönlicher Daten gibt es tonnenweise Methoden, unbemerkt Daten zu sammeln. Skripte auf Webseiten, unklare Formulierungen in seitenlangen zustimmungspflichtigen Lizenzbestimmungen, die kein Mensch liest, Scans der PCs etc.
Die Währung, mit der heutzutage im Netz bezahlt wird ist schon lange nicht mehr der Euro. Es sind eure Daten

Wer das verharmlost, hat keine Ahnung, was abgeht.

Ach ja: Wer jetzt denkt "Sollen sie doch sammeln, ich hhabe nichts zu verbergen" ist schon Opfer.
Genau weil ich nichts zu verbergen habe, genau weil ich mir nichts habe zu Schulden kommen lassen, gibt es absolut keinen Grund, irgendwelche Daten über mich zu erheben. Soviel zum Thema Paranoia.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58800 - 12. November 2010 - 9:34 #

Ich hätte jetzt doch gerne mal belegte Quellen und Beweise, die eindeutig zeigen, dass Steam Kundendaten ausliest und weitergibt. Sonst schließe ich mich auch denen an, die dir Paranoia unterstellen, denn Behauptungen kann jeder aufstellen.

Bei Facebook stimme ich dir aber schon zu, dass das nicht alles ganz koscher ist sollte jedem Nutzer klar sein.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 12. November 2010 - 23:25 #

Ich glaube, hier ist einigen nicht bewusst, was "Paranoia" bedeutet.
Es geht hier darum, sich den Risiken und Problemen, die Steam unbestreitbar hat, bewusst zu sein - wie kann man das als Paranoia bezeichnen?
Ob das nun speziell auf Steam zutrifft kann ich nicht belegen, aber dass diese Praktiken generell durchaus verbreitet sind ist doch wirklich kein Geheimnis. Diejenigen, die das allgemein als Unwahr bezeichnen, kann man wahrscheinlich auch nur schwer von anderen offensichtlichen Dingen überzeugen. Der Punkt, der noch diskussionswürdig ist, ist doch eher der: Den einen ist das alles egal, den anderen nicht.
Das Problem ist: Die, denen es egal ist, werfen denen, denen es nicht egal ist, Paranoia vor. Und rennen damit (ganz bewusst) in eine argumentative Sackgasse ohne Ausweg. Herzlichen Glückwunsch?!

Roherfisch 12 Trollwächter - P - 1071 - 12. November 2010 - 8:48 #

Weißt du denn welche Daten Xbox Live oder das PSN sammelt oder Firefox oder Microsoft oder.....Google?!

ANNONÜM (unregistriert) 12. November 2010 - 15:07 #

Einige Kommentare zeigen, wie wenig sich der ein oder andere mit dem Thema beschäftigt.
Der Witz ist ja gerade, dass keiner der User genau weiss, welche Daten von ihm tatsächlich gesammelt werden.
Genau das ist doch gewünscht.
Das Problem ist, dass die User das RECHT einräumen, dass Unternehmen den Usern UNBEKANNTE Daten einsammeln dürfen, diese weitergeben bzw. Vermengen dürfen. Glaubt hier ernsthaft jemand, das wird getan, um damit Benefizveranstaltungen durchzuführen?

Aufwachen Leute!

Gebt ihr eurem Briefträger euren Wohnungsschlüssel auf unbegrenzte Zeit, nur weil er einmal am Tag die Post in den Briefkasten schmeissen soll?
Genau das tut ihr hinsichtlich eurer persönlichen Daten durch das Akzeptieren unklarer AGBs und das bedenkenlose bewußte oder unbewußte Weitergeben eurer Daten.

Rabenschnabel 12 Trollwächter - 934 - 11. November 2010 - 23:43 #

Ich bin Kunde bei Gamersgate, Impulse und (notgedrungen) auch Steam.
Von allen Online-Verkaufsplatformen die ich kenne gefällt mir Steam am wenisten. Nirgendwo sonst wird man als Kunde so gegängelt wie bei Steam.

Ich halten den Onlineverkauf von Spielen auch für die Zukunft, aber das geht auch auf andere Art als wie Steam es zur Zeit macht.

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 12. November 2010 - 9:03 #

... da stimme ich 100% zu...

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11222 - 12. November 2010 - 9:24 #

Ein paar Details wären doch nett gewesen...

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 12. November 2010 - 13:54 #

Das Ganze kann mit einer simplen Reihenfolge verdeutlichen:

4. Steam: Überflüssiger Client, nerviges DRM und uninteressante Features
3. Impulse: Überflüssiger, aber wenigstens auch abstellbarer Client, DRM, nur wenn es sein muss
2. GamersGate: Kein Client, DRM, nur wenn es notwendig ist.
1. GOG.com: Kein Client, kein DRM und trotzdem eine brauchbare Community.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11222 - 12. November 2010 - 15:03 #

GOG.com kannste da aber rausnehmen, die sind halt mehr Birne als Apfel, da sie eben nur Klassiker anbieten, an denen eh kaum noch wirtschaftliches Interesse besteht.

Und welche uninteressanten Features bietet Steam denn? Achievements sind für viele Spieler nett, Savegames in der Cloud und Friendslist ebenfalls.

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 12. November 2010 - 17:29 #

Na ja, ich würde GOG nur bedingt rausnehmen - die wenigsten Leute (zumindest hier in Deutschland) werden Steam für neue Spiele verwenden - dafür ist der Laden einfach zu teuer. Es stimmt zwar, dass es bei GOG nichts Neueres gibt, aber für viele Vergleiche, die ich anstelle, spielt es eine Rolle.
Viel wichtiger ist für mich aber auch die Tatsache, dass Steam selbst diese alten Titel mit ihrer unsäglichen DRM versieht. Selbst wenn du auf Steam heute UFO kaufst, was genauso wie viele Titel bei GOG über die DOSBox realisiert wird, kommst du nicht um diesen Client rum.

Archievments sind zwar nett, aber wohl kaum ein Grund, ein System einzusetzen. Vor allem nicht auf dem PC, wo die schwer zu vergleichen sind. Hinter XBL hängt Steam an dieser Stelle ja nun deutlich zurück...
Samegames in der Cloud und Freundeslisten sind meinem Kenntnisstand nach nur diejenigen Spiele interessant, die diese Funktionen auch bei Steam unterstützen. Und das sind neben den Valve-Spielen nur eine Hand voll. Bei ciV wurde der MP nach meinem Wissen sogar nochmal gesondert bei Gamespy untergebracht, nur das DRM kam von Steam.

Ich zweifel ja gar nicht, dass Steam bei speziell auf das System angepassten Spielen glänzen kann, aber erstens ist das nicht der Fall, zum anderen fehlt dann nicht mehr viel und ich kann gleich die XBox zur Hand nehmen, wo all das schon da ist, bloß halt ohne Tastatur und Maus.

Cohen 16 Übertalent - 4454 - 12. November 2010 - 19:10 #

Also wenn das Wölkchen-Symbol für Cloud-Savegames steht, sind das aber deutlich mehr als eine Hand voll. Neben den ganzen Valve-Spielen z.B. Aliens vs Predator, Braid, Civilization V, CoD Modern Warfare 2, DeathSpank, Jolly Rover, Just Cause 2, Lara Croft a.t.G.o.L., Metro 2033, Monkey Island 2 S.E., The Misadventures of P.B. Winterbottom, Torchlight, Trine und Zeno Clash.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 12. November 2010 - 22:41 #

Kleinere Titel wie Sol Survivor oder auch die HD-Versionen von Serious Sam auch. Absolut genial - hab mich oft genug geärgert, dass die Savegames knifflig zu finden/exportieren waren. Und wenn man abwechselnd am Notebook und Desktop spielt ist sowas eh Gold wert.

Olphas 24 Trolljäger - - 47025 - 13. November 2010 - 10:36 #

War erst neulich sehr froh über das Cloud-Feature. Musste mein System neu aufsetzen und hab überhaupt nicht dran gedacht, Spielstände zu sichern. Danach hatte ich Lust auf Torchlight und Trine und siehe da: Alle Charaktere und Spielstände noch vorhanden.

BFBeast666 14 Komm-Experte - 2062 - 11. November 2010 - 23:52 #

Ich kaufe gerne bei GoG ein. Das fairste DD-System überhaupt.

Von der ganzen Gängel-Politik bei Steam halte ich absolut nichts, allerdings erwische ich mich immer wieder, bei bestimmten Sales zuzugreifen. Praktisch ist Steam mit seinen Auto-Updates schon, aber jedes Mal, wenn die Server überlastet sind und ich z.B. Dawn Of War II wegen fehlender Connection zum Authentifizierungs-Server nicht spielen "darf", werde ich saumäßig stinkig. Und durch die Möglichkeiten, Importeuren ihre legal erworbenen Uncut-Versionen zu zensieren, macht es sich Steam IMHO zu einfach. Eine vernünftige Altersverifikation wäre die bessere Lösung. Aber einfach != besser :(

Fyyff 11 Forenversteher - 681 - 12. November 2010 - 12:26 #

Grade DoWII hat nun wirklich ein schlimmeres Problem als Steam. Und das fängt mit "Games for" an und hört mit "Windows LIVE" auf. Das dürfte für deutlich mehr Verbindungsabbrüche etc verantwortlich sein als Steam.

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 12. November 2010 - 1:30 #

Bei bestem Willen: Die Steam-Euphorie ist mir unverständlich. Die Nutzungsbedingungen sind gelinde gesagt nahe der gefühlten Sittenwidrigkeit, der Erwerb von ungeschnittenen Versionen wird deutlich erschwert und die Preise sind nur bei speziellen Verkaufsaktionen günstig.
Ich will nicht bestreiten, dass steam als Online-Distributor auch Vorteile für den Kunden hat und es auch nicht viele Alternativen gibt. Feiern muss man steam aber bestimmt nicht. Es hält auch nicht den PC-Spielemarkt am Leben.

Tand 16 Übertalent - 4321 - 12. November 2010 - 1:41 #

Komisch, dass so viele Verlage auf Steam setzen und andere Anbieter scheinbar ignoriert werden. Klar: Ich will auch nicht Dutzende von Online-Betriebs--Programmen auf meinem Rechner, doch wird hier eindeutig Steam bevorzugt. Am Kopierschutz kann es nicht liegen, denn man kann meist schon am Tag des Release einen Crack finden - wenn nicht sogar schon früher. Es wird wohl finanzielle Hintergründe haben. Für Valve ist es ein Segen, wenn viele Spiele Steam voraussetzen: potentielle Kunden!
Durch die Publisher wird ein Anbieter stark gefördert, was zu einer starken Verzerrung des Marktes und, wie im Artikel beschrieben, zu einer Monopolisierung führt. Dass ist schade, wenn keine Konkurrenz entsteht, denn dann wird das Angebot nicht optimiert, kein dynamischer Markt entsteht.
Mir persönlich macht es auch Angst, dass jederzeit meine Importierten Spiele ungerechtfertigt gesperrt werden können: Spiele ab 18, die indiziert werden, dürfen dann ja nur von Menschen ab 18 gespielt werden - also kein Unterschied. Letzteres gehört nicht zum Thema, wollte ich aber los werden.

Anaka 13 Koop-Gamer - 1340 - 12. November 2010 - 1:49 #

Was man aber Steam zu gute halten muss ist, das die neuen Titel alle zum empfohlenen Verkaufspreis angeboten werden. Bei Media Markt oder amazon ist es meist viel günstiger, daher kann davon, das Steam den Markt kaputt macht nicht die rede sein. Steam will für Black Ops 59€ amazon 43€. Wo also liegt das Problem?
Abgesehen davon, D2D ist furchtbar umständlich und Impuls musste ich haben wegen Elemantal:War of Magic und Impuls ist die Hölle, das teil kann nix.

vicbrother (unregistriert) 12. November 2010 - 13:36 #

Impuls kann nix, und Elemental: War of Magic ist auch ein Flop.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11222 - 12. November 2010 - 3:39 #

Derzeit komme ich mit Steam bestens klar, kaufe dort aber auch keine Neuerscheinungen, da mir diese einfach viel zu teuer sind. Die Angebote hingegen sind häufig spitze und schnell heruntergeladen. Andere Downloadanbieter (bis auf GoG.com) werden von mir ignoriert, da ich nur ein System nutzen will. Steam war zu erst da und lange Zeit einzigartig, Pech für die schlafende Konkurrenz.

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 12. November 2010 - 9:08 #

... wenn du das Geld und deine Benutzerrechte übrig hast, dann mach nur so weiter...

Im Ernst: Verstehen tue ich so was irrationales nicht. Ich könnte verstehen, wenn man seinen Computer nicht mit zig Clients vollmüllen will. Aber gerade das ist ja bei den meisten Konkurrenzprodukten nicht der Fall. Der Aufwand ist in etwa so groß wie bei jedem normalen Online-Shop auch: Registrieren, Sachen aussuchen, bezahlen und runterladen. Bei den Systemen, die noch einen Client voraussetzen, ist dieser auch meist nur für Updates nötig.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 12. November 2010 - 9:14 #

Und dann gibt man seine Nutzerdaten zig Systemen anstatt nur einem. Was machen die anderen mit meinen Daten? Wenn schon vorsichtig, dann richtig. Raus mit dem Netzwerkkabel..

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 12. November 2010 - 17:15 #

Nutzerdaten != Nutzerrechte. Mir ging es mehr um die Rechte des Users, die erworbenen Software möglichst ohne Einschränkungen nutzen zu können.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11222 - 12. November 2010 - 15:17 #

Irrational?

Ist es irrational wenn ich keine Lust auf mehre Clienten oder Accounts habe? Wenn ich meine Daten nicht überall angeben möchte? Wenn ich meine Spiele gerne einheitlich verwaltet sehen möchte? Wenn mich die Angebote auf Steam eh schon auslasten und ich die Features (Friendslist, Grakatreiberupdate) von Steam gerne nutze? Denke das sind genügend Gründe, um sich auf eine "Plattform" einzuschießen. Derzeit vermisse ich bei Steam nichts, außer dass sie mal den Preis für Neuerscheinungen etwas drücken könnten und meine Liste ist mit Angeboten sowie Valve-Titeln gut gefüllt. Warum eine weitere anfangen?

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6535 - 12. November 2010 - 6:20 #

Neuerscheinungen sind bei Steam eh zu teuer. Hätten andere Publisher halt eigene Plattformen entwickeln sollen. Schade, dass Steam-Spiele nicht günstiger sind, sonst wäre ich sofort auch bei Release da.

marshel87 16 Übertalent - 5584 - 12. November 2010 - 8:45 #

hach wie knuffig.. weinen rum weil es andere besser und früher machen.. hehe, immer dieses "ihr zerstört den markt" .. tsä.. hab ich beim IE auch nicht verstanden, man kann doch in seinem eigenen Produkt sein anderes eigenes Produkt mit einbauen lol.. wenn microsoft will, würden demnächst gar keine Betriebssysteme mehr rauskommen und was dann? :D

yeahralfi 14 Komm-Experte - P - 1940 - 12. November 2010 - 9:02 #

Uiui,

eine Steam- und gleichzeitig Microsoftfreundliche Aussage hier im Forum. Das gibt bestimmt gleich verbale Dresche...

P.S.: Ich geb dir aber trotzdem vollkommen recht. ;-)

Anonymous (unregistriert) 12. November 2010 - 9:03 #

Steam hat doch Apothekenpreise, da kann es doch nicht so
schwer sein, über den Preis eine funktionierende Konkurrenz
zu etablieren.

Als Kunde muss ich aber sowieso nicht mehr als 10 Euro für
ein Spiel zahlen, da die Zweit- und Drittverwertung von
Spielen ja inzwischen ziemlich lückenlos geschieht.
Geduld ist halt eine Tugend ...

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 12. November 2010 - 9:59 #

Ich kann einfach nicht verstehen, wie viele hier augenscheinlich die Bildung eines Quasi-Monopols gutheißen und Steam bejubeln. Hier wird ja so getan, als ob günstige Preise oder Communityfeatures nur mit Steam/DRM-Zwang möglich wären.

Importeinschränkungen sind schon Realität und diese liegen nicht (nur) im Jugendschutz begründet. Der Gebrauchtmarkt wird derzeit auch ausgetrocknet - was muss eigentlich noch passieren, bis die Kunden aufwachen? Ein Killerspielverbot in D nach dem nächsten Amoklauf?

DRM nimmt einem alle Rechte am gekauften Produkt und der Hersteller kann jederzeit dessen Nutzung verbieten. Da reicht schon eine fehlgeschlagene Überweisung oder ein Cheatverdacht und sämtliche(!) teuer bezahlten Spiele sind weg. Das sollte sich jeder bewusst machen.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 12. November 2010 - 10:19 #

"Da reicht schon eine fehlgeschlagene Überweisung oder ein Cheatverdacht und sämtliche(!) teuer bezahlten Spiele sind weg."

Sorry, aber wer solch einen Unfug verbreitet, den kann ich beim besten Willen nicht mehr Ernst nehmen.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23320 - 12. November 2010 - 10:37 #

Das Gamestar Forum ist voll mit Geschichten über zu Unrecht gesperrte Accounts.
Steam hat ja noch nicht mal eine Niederlassung in Deutschland, kein Wunder, dass es dann mit dem Support hakt.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 12. November 2010 - 10:40 #

Das GS-Forum ist auch voll mit Geschichten von armen Servicegeschädigten PC-Besitzern, die jammern weil der Händler den zwei Jahre alten und jetzt dank OC defekten Prozessor nicht als Garantiefall zurücknimmt..

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 12. November 2010 - 10:42 #

Du sagst also es simmt nicht, dass Steam z.B. bei Zahlungsausständen den Account erst mal sperrt und die komplette Spielesammlung damit auf Eis liegt?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 12. November 2010 - 10:44 #

Dir wird auch das Telefon abgestellt wenn du zu lange nicht zahlst.. Und sogar der Strom kann dir gekappt werden wenn du nicht zahlst. Notorische Schwarzfahrer kommen sogar in den Knast und GEZ-unwillige bekommen Besuch vom Hauptzollamt um ihre Schulden zu begleichen. Die Welt ist so unfair.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 12. November 2010 - 23:27 #

Der Unterschied: Es wird der Strom gesperrt, den ich noch nicht bezahlt habe bzw. den ich nicht mehr bezahlen kann. Der Strom, den ich bezahlt habe, kann ich weiterhin nutzen (bzw. ich habe ihn genutzt).

Bei Steam geht es nicht nur um die Spiele, die ich nicht zahlen kann oder noch nicht gekauft habe. Auch Spiele, die ich bereits bezahlt habe, kann ich nicht mehr nutzen, wenn mir bei Steam ein "bedauerliches Missgeschick" passiert - für das ich unter Umständen nicht einmal etwas kann.

knofi (unregistriert) 13. November 2010 - 17:54 #

Naja einige Dinge sind für Menschen mit niedrigem Einkommen lebenswichtig, da müssen sie schon rechnen und sparen wo es nur geht.
Allerdings handelt es sich bei PC-Spielen immernoch um ein Hobby und wenn ich meinen Preis fürs zocken nicht zahle und gesperrt werde, ist das auch nicht unfair.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 12. November 2010 - 10:50 #

Es ist ein Unterschied zwischen "eine Überweisung schlägt fehl -> alle Spiele sind weg" und "Zahlungen stehen aus -> Account wird vorerst auf Eis gelegt". Wenn du deine Telefon- / Strom- oder sonstigen Rechnungen nicht bezahlst, werden dir auch deine Telefon- / Strom- und sonstigen Leitungen gekappt. Das ist eine völlig legitime Vorgehensweise.

Liam 13 Koop-Gamer - 1222 - 12. November 2010 - 10:59 #

Glaub daran zweifelt niemand, eher daran, dass jeder der sich in einem Forum beschwert, auch entweder a) unschuldig ist b) sich ernsthaft und in einem vernünftigen Ton mit dem Support auseinandergesetzt hat.

Mal abgesehen davon würde es mich mal interessieren Koffein, wie würdest du Leute dazu bringen dir das ausstehende Geld zu bezahlen?
Weil Steam muß ja einen Teil des Geldes von jedem Spiel welches sie als verkauft melden, auch an die Beteiligten Entwickler/Publisher abgeben.
Erwartest du wirklich von Steam, dass sie die Beträge auf unendlich definierte Zeit aus eigenen Kosten vorschiessen, in der Hoffnung irgendwann hat der Kunde Lust die Rechnung zu bezahlen?

Ich mein klar es ist ein reines Druckmittel und def. nicht schön wenns einem passiert, aber ich kann es Steam auch nicht wirklich verübeln.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 12. November 2010 - 12:40 #

Kein Anbieter sperrt gleich, nur weil ein Betrag nicht rechtzeitig eingetroffen ist. Da wird erst einmal kommuniziert, während die Leistungen weiterlaufen.
Ich habe mal vergessen meine KFZ-Versicherung zu überweisen, da kam nicht gleich einer vorbei und hat mir die Autos und das Motorrad stillgelegt.

Natürlich muss ein Anbieter Druckmittel nutzen können, um berechtigte Forderungen beglichen zu bekommen, keine Frage. Dazu gibt es in D aber ein System, angefangen bei der freundlichen Zahlungserinnerung, bis hin zum Gerichtsvollzieher.

Aber gleich eine u.U. mehrere Hundert Euro schwere, längst bezahlte(!) Spielesammlung als "Geisel" zu nehmen, nur weil eine 7,50€ Zahlung fehlt, entbehrt jeder Verhältnismäßigkeit.

Seis drum, mit dem Beispiel wollte ich nur nochmal zeigen, welche Macht DRM über den Kunden hat.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23320 - 12. November 2010 - 10:38 #

Ich nutze Steam nur für Budgetspiele, Spiele unter 5€ brauch ich nicht als physikalische Datenträger. Da reicht mir dann auch ein temporäres Nutzungsrecht.
Aber wenn ich 50€ für ein Spiel ausgebe, will ich es auch besitzen. Also es spielen können, ohne dafür von Steam abhängig zu sein.
Musik-CDs hab ich mir wegen dem dämlichen Kopierschutz jahrelang nicht gekauft, seitdem der Kopierschutz weg ist und man die CDs problemlos auf den eigenen MP3-Player überspielen kann, kauf ich auch wieder mehr CDs.
Die Schwarzkopierer lassen sich von Steam eh nicht abschrecken, also warum die ehrlichen Kunden verärgern? Die meisten Spieler zahlen für ihre Spiele und wissen, dass es nicht in Ordnung ist Spiele zu kopieren.
Wer seine Kunden kriminalisiert, darf sich nicht wundern wenn die auf illegale Methoden zurückgreifen, um ihre legal erworbenen Spiele ohne Einschränkungen (Hallo, UbiSoft!) spielen zu können.

Bergdoktor (unregistriert) 12. November 2010 - 10:48 #

Bei D2D wollte ich mir schon vor Jahren ein Game kaufen.
Bis zum Kaufabschuss war das ein recht langer Prozess mit der ganzen Accounterstellung, welche auch die ANGABE DES STAATES umfasste.
So. Alles erledigt -> Kauf finalisieren -> Error. Nach Österreich kann nicht verkauft werden!

Kurz um: Die AGBs nicht gelesen (mal ehrlich, wer rechnet denn damit?), deshalb Account mit sensiblen Personendaten und der Kreditkartennummer bei d2d angelegt. Eingefahren.

Das war noch dazu ein Grund, warum ich mich generell so lange vor Downloadkäufen verschlossen habe, weil ich meine Skepsis bestätigt gesehen habe.
Steam kommt da einfach seriös daher. Und obwohl ich lieber ne
Spielepackung in der Hand halte, kaufe ich -wenn schon online- dann wenigstens bei einem seriösen Anbieter mit großer Auswahl und passendem Service.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 12. November 2010 - 12:43 #

Und die paranoiden Steamvermeider kaufen trotzdem Spiele, die Steam voraussetzen. Blubb.

Hazelnut (unregistriert) 12. November 2010 - 13:53 #

OH DIE ARMEN ONLINEHÄNLDER!!...tuen mir ja sooo leid..
mediamarkt und co beschweren sich auch über amazon... und wenn juckst? also!

steam hat gute angbote, guten support..etc
und der beste vorteil ist das im gegensatz zu retailzeugs die nicht auf steam laufen man kann es nicht mehr weiter verkaufen..und somit macht man ganz sicher keinen pcmarkt tot...
noch eins dazu.. wenn einer kein geld hat hat er kein geld...dann muss man es auch nicht haben und spart..ganz einfach!

so ein blödes stammtisch gerede kann ich auch.....mein gott haben die leute heut zu tage nur noch Luxusprobleme ?

Billy (unregistriert) 12. November 2010 - 17:37 #

Tja, so ist das Leben, Steam rult halt und ein bisschen weinen hilft eher nichts dagegen. Aber das ist nun mal das Gesetz der Gewinnmaximierung, Scheiss auf Konkurenz. Die würden es auch nicht anders machen wenn sie anstelle von Steam Marktführer währen.

Billy (unregistriert) 12. November 2010 - 17:41 #

Achja, hab vergessen zu sagen das datt auf lange Sicht scheisse für die Verbraucher ist, da Steam dann irgendwann das Monopol hat und die Preise gestalten kann wie es will.^^

Klausmensch 14 Komm-Experte - 2201 - 12. November 2010 - 18:41 #

Neid ist die höchste Form der Anerkennung :P

knofi (unregistriert) 13. November 2010 - 18:32 #

Dann muß der allgegenwärtige Hass auf die Habenichtse die höchste Form sozialen Miteinanders sein. ^^

Wuslon 18 Doppel-Voter - - 9860 - 12. November 2010 - 19:27 #

Ich weiß, wie beliebt Klugscheißkommentare sind, aber trotzdem:

Man kann "to create a monster" nicht mit "ein Monster erschaffen" übersetzen (korrekte Übersetzung: eine Sache läuft aus dem Ruder/gerät außer Kontrolle). Das wäre so, als würde man "to kick the bucket" mit "gegen den Eimer treten" übersetzen (es heißt tatsächlich "ins Gras beißen").

Net böse gemeint, das hört man ja sogar in den Medien (das Monstererschaffen, mein ich). Aber das musste mal gesagt werden :-)

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6484 - 13. November 2010 - 7:51 #

Das gute an dieser Diskussion ist dass ich jetzt mal von gamersgate und Impulse gehört habe und mir die mal ansehen kann.
Am liebsten würde ich nur Spiele in Schachteln kaufen und nie mit dem Netz verbinden.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324509 - 13. November 2010 - 12:35 #

Gamesload gibt es übrigens auch noch...

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6484 - 13. November 2010 - 23:22 #

...das kenn' ich! ;)
Und GOG auch.
Aber ich habe generell keine Lust auf 10.000 Paßwörter und Nutzernamen. Die notwendigen sind schon zu viele. Also beschränke ich mich im wesentlichen auf steam, Amazon, MediaSaturn und Freunde in der Schweiz und den USA, was Spielekaufen angeht.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 14. November 2010 - 0:46 #

Am 15.11 startet auch Microsoft einen neuen Versuch mit Games for Windows. Und bei Amazon ist ja auch etwas in Planung. So sehr ich Konkurrenz mag und gerade kleineren Firmen Erfolge gönne glaube ich erst diese beiden haben genug Potenzial um mithalten zu können. Evtl. bringt das aber auch Vorteile für andere kleinere, falls die Spiele mit Steam Aktivierungen und Kontobindungen dann zurückgehen. Gerade Amazon wird da wohl versuchen nicht zwanghaft Kunden auf die Steam Webseite zum aktivieren zu schicken :D

Misanthrop (unregistriert) 13. November 2010 - 12:44 #

Sorry aber als ZAHLENDER KUNDE will ich:

-Kein DRM. (ich bezahle u. soll mich dann auch noch gängeln lassen ? mir isses scheissegal ob der Hersteller Probleme mit Kopierern hat-aber vielleicht ziehen sie es ja vor, dass man illegal saugt denn das ist gratis u. nervt nicht mit DRM...)

-Eine Packung mit Anleitung in BUCHFORM. Keine Zettel, kein pdf.

-Ein VOLLSTÄNDIGES Produkt.

-Kein verbuggtes BETA Produkt, ausser dem Spiel liegen 500 Euro als Honorar für Beta testing bei...

Ich kann nur für mich sprechen, in meinem Fall habe ich diesen Herbst schon 250 Euro NICHT für Spiele ausgegeben, die ich OHNE Steam Zwang gekauft hätte.

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