Starbreeze will künftig mit lizenzierten Engines arbeiten

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31. Oktober 2010 - 17:32 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Es wird das Ende einer Ära sein. Der im schwedischen Uppsala ansässige Spielentwickler Starbreeze Studios (Chronicles of Riddick, The Darkness u.a.) war bisher stolz auf seine Inhouse-Kapazitäten. In den Bereichen Grafikengine, Sounddesign, mit eigenem High-End Tonstudio sowie durch den Betrieb einer hauseigenen Motion-Capture-Einrichtung war Starbreeze unabhängig und spielte mit den Top-Akteuren der Branche auf Augenhöhe. Mit der Fortentwicklung der hauseigenen Grafikengine ist nun jedenfalls Schluss.

Der Markt für Engines habe sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Der Einfluss weniger großer Akteure wie Epic und Crytek, die besonders stark in diesem Bereich der technologischen Entwicklung investieren, sei in den vergangenen Jahren stärker geworden. Immer mehr unabhängige Entwickler setzen mittlerweile auf externe Engines. Starbreeze hat sich nun entschieden diese Strategie für künftige Titel ebenfalls zu verfolgen, verrät der jetzt veröffentlichte Jahresbericht.

Mit dieser Entscheidung hofft Starbreeze künftig Geld zu sparen. Die Qualität der Spiele soll keinesfalls leiden, man hofft künftig "sogar bessere Spiele" machen zu können.

B4ck7p 14 Komm-Experte - 2511 - 31. Oktober 2010 - 18:27 #

Starbreeze steht für mich vor allem für qualitativ hochwertige Spiele. Und wenn das lizenzieren von Grafik-Engines bedeutet das sie damit noch eine Hand mehr frei haben für das Game-Design ist das zu begrüßen.
Auch wenn ich den eigenständigen Look ihrer Spiele wohl beim nächsten mal vermissen werde.

Anonymous (unregistriert) 31. Oktober 2010 - 22:25 #

Warum vermissen? Eine Engine zu lizensieren bedeutet nicht, dass die Spiele aller Lizenznehmer damit gleich aussehen.

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 31. Oktober 2010 - 23:59 #

Ach nicht? Sagt man nicht Spielen, die mit der Unreal Engine kreiert wurden, einige "typische" gemeinsame optische Merkmale nach?

Sgt. Nukem 15 Kenner - 3606 - 1. November 2010 - 0:15 #

Ja, z.B. sehen alle Protagonisten wie in Öl getunkt aus. Die Gemeinsamkeiten gehen sogar noch weiter: Alle Protagonisten müssen muskelbepackte Space Marines sein... ^^
Beides lässt sich nur verhindern, wenn ein Comic-Shader benutzt wird (wie in Borderlands)... ;)

Anonymous (unregistriert) 1. November 2010 - 1:10 #

Das ist dann aber den (Technical) Artists/Programmierern zuzuschreiben, wenn mal wieder nur ölige Spacemarines rumlaufen.
Lizenznehmer haben den Source-Code der Engine (können also nach Belieben daran herumwerkeln) und bekommen auf Wunsch auch Schulungen - wenn dann trotzdem der gleiche Look wie in anderen Games herauskommt, dann wars vielleicht aus Zeitgründen oder weil man meinte, im Zeitgeist schwimmen zu müssen?
Sicher gabs z.B. mit der Unreal 3 Engine eine ganze Weile Probleme beim korrekten Shading von transparenten Haaren. Deswegen rennt Marcus Fenix z.B. mit schwarzen Stoppeln und Kopftuch rum. Aber mittlerweile können auch Haare vernünftig schattiert werden dank steter Fortentwicklung der Engine.

Was prinzipiell für eine eigene Engine spricht:
Sie tut das, was sie können muss. Unnötigen Ballast gibt es nicht.

Aber generell einer professionell entwickelten Engine zu unterstellen, sie könne nur zwei Looks generieren, ist völliger Humbug.
Das Werkzeug ist nur so gut wie der, der es bedient.

B4ck7p 14 Komm-Experte - 2511 - 1. November 2010 - 7:56 #

Ihr habt alle Recht. Auf der einen Seite sehen sich Spiele die die Unreal Engine 3 benutzen zum Teil wirklich sehr, sehr, sehr ähnlich.

Auf der anderen Seite gibt es Spiele wie Mirror's Edge die wiederum die Ausnahme für diese Regel sind.

Und was ich eigentlich mit der Aussage meinte war das ich den Look der STARBREZZE Spiele vermissen werde und nicht einen allgemeinen, eigenständigen Look.

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 1. November 2010 - 13:23 #

Wenn die vorherigen Einwände stimmen würden die Starbreeze Spiele ihren Look ja garnicht verlieren (müssen). Lassen wir uns überraschen. Syndicate (Project RedLime) dürfte ja noch auf der hauseigenen Engine laufen.
Ein weiterer Grund für die Aufgabe der Starbreeze Engine könnte allerdings auch der Wegggang von Magnus Hogdahl sein. Der ist mit ein paar Leuten vor etwa nem Jahr bei Starbreeze ausgestiegen und hat seinen eigenen Laden namens Machinegames aufgemacht.
Hogdahl war dummerweise der Lead Engine Programmierer bei Starbreeze.

Suzume 14 Komm-Experte - 1932 - 1. November 2010 - 15:35 #

Das könnte wirklich ein wichtiger Grund für diese Entscheidung gewesen sein, ja.

Crazycommander 14 Komm-Experte - P - 1955 - 1. November 2010 - 12:00 #

Schau an,

zumindest bei Riddick hatte ich den Eindruck, dass es sich um eine modifizierte id4-Engine handelte...

Wenn sie nun mehr Resourcen für die inhaltliche Entwicklung frei haben soll es mir recht sein.

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