Hardware-News KW 43: TriDef 3D bei AMD, GTX560, 3DMark11
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

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Dennis Ziesecke 29505 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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25. Oktober 2010 - 20:24 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
Passend zum Weihnachtsgeschäft sinken im Grafikkartenbereich die Preise. Aber auch neue Karten sind manchmal schon bei Release erschwinglich. AMDs HD6800-Reihe ist aber glücklicherweise mit 150 bis 200 Euro nicht nur relativ preiswert sondern auch noch ausreichend flott um die HD5770 als Preis-Leistungstipp beerben zu können. Und bei NVidia hat man sich entschlossen, rechtzeitig vor dem Verkaufsstart der neuen AMD-Modelle die Preise der GTX460 mit 1GB RAM auf 150 Euro abzusenken. Selbst die recht flotte GTX470 ist mittlerweile für weniger als 200 Euro erhältlich. Im Gegensatz zu AMD dürfte NVidia allerdings kaum Spielraum bei den Preisen haben, zu groß und damit teuer in der Produktion sind die GPUs der Fermi-Topmodelle. Allerdings hat man in Kalifornien mittlerweile gerne einen Trumpf in der Hinterhand, in diesem Falle nennt er sich GF114.

Erscheint NVidias GTX560 noch dieses Jahr?

Um der Konkurrenz durch AMDs neue HD6000-Baureihe entgegnen zu können, scheint NVidia die eine oder andere technische Spielerei in der Hinterhand zu haben. Nachdem sich bereits die GTX460 als erfreulich performant und energieeffizient erwiesen hat, könnte auf Basis dieses Chips ein Nachfolger der GTX470 entstehen. Grafikkarten mit GF104-Chip, also Modelle der GTX460-Reihe, nutzen bislang nicht die vollen Möglichkeiten der GPU. Von insgesamt acht vorhandenen Shader-Multiprozessoren sind bislang nur sieben aktiviert, mit der vollen Anzahl würde sich die Zahl der Shadereinheiten auf 384 erhöhen. Die GTX460 präsentierte sich bislang als überaus taktfreudig, bei entsprechenden Taktraten würde ein voll beschalteter GF104 eine GTX470 problemlos überholen – und dabei deutlich weniger Energie benötigen, was leisere Lüfter ermöglicht.

Gerüchten zufolge wird dieser Chip als GF114 auf den Markt kommen können und Karten mit dem klangvollen Namen GTX560 antreiben. Von einer GTX580 berichteten wir bereits in der vergangenen Woche, hier soll die rundum erneuerte Fermi-Architektur in Form eines GF110 glänzen. Bis zu 20% Mehrleistung im Vergleich zu einer GTX480, bei vergleichbarem Energiebedarf und hoffentlich etwas ruhigerem Lüfter wären denkbar. Ob GTX560 und GTX580 noch in diesem Jahr auf den Markt kommen, wird wohl auch davon abhängen, wie erfolgreich AMD mit der HD6000-Serie ist.

AMDs stereoskopisches 3D nutzt TriDef

HD3D ist eines der Schlagwörter, mit denen AMDs neue Grafikkarten der 6000-Serie beworben werden. Dahinter verbirgt sich AMDs Initiative für stereoskopisches 3D. Ohne 3D-Funktionalitäten scheint im kommenden Jahr kaum ein Hightechprodukt auszukommen, AMD fehlte es bislang allerdings an der passenden eigenen Software dafür. Die kalifornische Konkurrenz konnte mit 3D-Vision hingegen schon längere Zeit Erfahrungen sammeln, 3D-Funktionen finden sich bei NVidia bereits im Grafiktreiber. AMD geht einen anderen Weg: Im Rahmen der Open3D-Initiative unterstützt man dort Fremdhersteller bei der Entwicklung von 3D-Zubehör. Einer dieser Hersteller ist das Unternehmen DDD, bekannt durch ihre TriDef-3D-Software, die unter anderem einigen Notebooks mit Polfilter-3D und Mobility Radeons beiliegt. Beschnuppern konnten sich AMD und DDD also bereits, mit der Einführung von HD3D vertieft sich die Zusammenarbeit allerdings.


Open3D soll Hersteller von 3D-Monitoren, Brillen und 3D-Software zusammenbringen.

So ist bereits der aktuelle Catalyst 10.10 für die engere Zusammenarbeit mit 3D-Zusatzsoftware vorbereitet, was die Performance und Stabilität der 3D-Umrechnung aktueller Spiele verbessern dürfte. DDD bewirbt die TriDef-Software mit über 350 unterstützten Spielen – mit AMDs Unterstützung dürfte diese Zahl sich in den kommenden Monaten hoffentlich stark erhöhen. TriDef soll in Zukunft nicht nur Shutterbrillen und 3D-Monitoren beiliegen, auch Downloadangebote für Käufer einer AMD Radeon-Grafikkarte sind offenbar geplant. Da AMD auf Angebotsvielfalt anstatt propriäterer Produkte setzt, sind in Verbindung mit einer AMD-Grafikkarte nicht nur Shutterbrillen und 120hz-Monitore zugelassen sondern auch Polfilterbildschirme mit preiswerten und leichten 3D-Brillen sowie autostereoskopische Bildschirme bei denen keine zusätzliche Brille mehr benötigt wird. Mit dem Acer Aspire 5740DG hatte Gamersglobal bereits ein Notebooks mit Polfilter-3D und mobiler Radeon-Grafik im Test. 

Ein wenig führt AMD die Nutzer allerdings schon in die Irre – HD3D ist nämlich mitnichten ein Exklusivfeature der neuen 6000er-Grafikkarten. Auch ausreichend schnelle Modelle der Vorgängerserie unterstützen mittels Zusatzprogrammen wie TriDef 3D-Bildschirme. Neu an der aktuellen Grafikkartenserie ist einzig der Support von Blu-Ray-3D durch die HDMI1.4-Schnittstelle.

3DMark11 - neue Szene des Benchmarks

Die eigene Hardware auf Leistungsfähigkeit testen – schön und gut. Eine bunte Grafikdemo betrachten – nett. Beides zusammen ergibt allerdings den 3DMark. Ok, mittlerweile gibt es einige andere hochkarätige Grafikbenchmarks wie Heaven von Unigine oder den beeindruckenden Stone Giant. Mit wuchtiger Grafik und genitalverlängernder Benchmarkautomatik verbindet man allerdings weiterhin zuerst den 3DMark. Und eben dieser soll in den nächsten Monaten unter dem Namen 3DMark11 in der neuen Version erscheinen. Schon vor einigen Wochen präsentierte Futuremark eine Szene des Benchmarks, in der eine recht ansehnliche Unterwasserlandschaft dargestellt wurde. 


Der Benchmark "Stone Giant" misst die Tesselationleistung einer DX11-Grafikkarte.

Der jetzt neu vorgestellte Trailer zeigt eine andere Sequenz des Testprogramms, "High Temple" entführt den Nutzer in einen Dschungeltempel, der mit allerlei DirectX11-Funktionen dargestellt wird. So kommt neben Tesselation, Depth of Field auch Volumetric Lighting zum Einsatz. Wie gewohnt: In den nächsten Monaten werden Spiele noch nicht aussehen können wie die Benchmarkszenen, in Zukunft allerdings dürften auch die im angefügten Video gezeigten Szenen spielerische Realität werden. Eine Grafikkarte mit Unterstützung für DX11 sowie Windows Vista oder Windows 7 sind allerdings Grundvoraussetzung für den kostenlosen Benchmark. Und wie gewohnt: Je besser die Hardware, desto flüssiger das Ergebnis, nur absolute Highendmaschinen werden bei Release des 3DMark hohe Punktezahlen einfahren können.



Video:

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 33916 - 25. Oktober 2010 - 20:27 #

Grrr, eigentlich würde ich mir jetzt gerne zwei neue Rechner kaufen wollen, aber die Entwicklung bei den neuen Grafikkarten zwingt mich schon fast erste High-End-Karten abzuwarten...

Anonymous (unregistriert) 25. Oktober 2010 - 21:45 #

Warum. Die Entwicklund der nutzbaren Software hält schließlich nicht mal im entferntesten stand. Selbst für Crysis 2 wirst du wohl weniger Power brauchen als für 1.
Bis zu den nächsten Konsolen reicht eine Midpricekarte vollkommen

Paxy 13 Koop-Gamer - P - 1277 - 26. Oktober 2010 - 0:30 #

bringt eigentlich nichts zu warten.

DX11 ist ja jetzt erstmal draussen und sofern nicht DX 12 in den startlöchern steht wirst du dir alle 3 monate die selbe frage stellen "soll ich jetzt kaufen? ne doch net ich warte lieber dann wirds billiger oder was besseres kommt"

Ich habe mich in einem punkt geärgert, wo ich ne voodoo 5 gekauft habe und knapp 2 monate später war die Firma plötzlich pleite...

aber bei Grakas muß man ja mitlerweile nur die DX versionen abwarten damit man nicht während dem übergang kauft. Die sind sowieso von vorgestern ab dem punkt wo sie im Rechner sitzen ^^

meine 2 bescheidenen Cent zum Aufrüstwahn dem wir PC spieler ja leider unterlegen sind.

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 33916 - 27. Oktober 2010 - 7:08 #

Naja, mir geht es nicht ums aufrüsten, sondern um einen Neukauf, wie ich das in meinem ersten Post schon geschrieben hatte. Da ich über einen neuen guten 24 Zoll-Widescreen-Monitor verfüge und mir einen Rechner im High-End-Bereich kaufen will, ist mir die Grafikkarte schon sehr wichtig, denn ich will in hohen Auflösungen die Spiele flüssig dargestellt haben. Da ich kein Freund vom verknoten von zwei Grafikkarten bin, hätte ich eben gerne eine Karte in dem Bereich GTX 480 bzw. AMD 5870 bzw. 5970.

Wobei meine Tendenz derzeit etwas Richtung NVidea geht, weil ich Physx als zusätzliches Schmankerl bei dem anderen Spiel empfinde. Das ist für mich aber nicht kaufentscheidend. Angetan bin ich derzeit von der Zotac GTX 480 AMP.

lg

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11026 - 26. Oktober 2010 - 9:42 #

Wieso halten sich die Benchmark-Programme eigentlich noch am Markt? Ich meine, wichtig ist doch die Performance aufm Platz respektive in den Spielen, die ich spielen will und nicht im Testparcours.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 26. Oktober 2010 - 9:54 #

Schau dich mal in einschlägigen Foren um - da zählen besonders bei Einsteigern und Jugendlichen erst einmal die Benchmarkwerte. Und primär die Zahlen vom 3DMark, so realitätsfern sythetische Benchmarks auch sind.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 26. Oktober 2010 - 17:15 #

Ich bin im übrigen recht gespannt, ob Nvidia tatsächlich so schnell auf die 500 in der Namensgebung umschwenkt. Immerhin suggeriert das erneut eine neue Serie, auch wenn nur alte Chips überarbeitet wurden.

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