Steam: Stetiges Wachstum bringt über 30 Millionen User

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18. Oktober 2010 - 17:20 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Seit nunmehr sieben Jahren besteht Valves Vertriebsplattform Steam, über die der Entwickler seine und die Spiele vieler anderer Firmen in digitaler Form zur Verfügung stellt und seinen Nutzern außerdem viele Community-Funktionen bietet. Der daraus entstehende Komfort geht jedoch mit einer dauerhaften Kontenbindung einher, was von vielen Spielern weiterhin kritisiert und abgelehnt wird. Nichtsdestotrotz wächst die Plattform immer weiter, was Valve heute mit neuen Zahlen belegte.

Demnach wuchs die Anzahl der aktiven Accounts in den vergangenen zwölf Monaten auf über 30 Millionen, die Anzahl der Neu-User, die im gleichen Zeitraum gewonnen werden konnten, überstieg die des Vorjahres um 178%. Ende Januar stand der Zähler noch bei rund 25 Millionen Accounts. Zum Vergleich: Microsofts Xbox Live kam Anfang Februar auf 23 Millionen angemeldete User, beide Plattformen liegen in ihren Nutzerzahlen also vermutlich auf Augenhöhe, da für Xbox Live keine aktuelleren Zahlen vorliegen. Klar ist aber, dass Steam die PC-interne Konkurrenz deutlich aussticht. Gebührenden Anteil daran dürfte auch die große Menge an zur Verfügung stehender Software haben: laut Valve haben Spieler inzwischen Zugriff auf über 1200 Spiele aller Genres. Und auch Steamworks, das anderen Entwicklern die Möglichkeit gibt, Achievements und weitere Features in ihre Spiele zu integrieren, erfreut sich großer Beliebtheit. Bereits 200 Spiele nutzen das Angebot, darunter so klangvolle Titel wie Civilization 5, Ruse oder das Ende der Woche erscheinende Fallout - New Vegas.

Dementsprechend bezeichnet Gabe Newell das Jahr 2010 als bislang erfolgreichstes in Steams noch junger Geschichte. Besonders die Unterstützung von Mac, die Einführung von Steam Wallet sowie die Möglichkeit, in einigen Spielen Items zu erwerben, hätten Steam weitergebracht:

Wir glauben, das Wachstum bei Accounts, Verkäufen und Spielerzahlen ist vollkommen mit dieser Arbeit verknüpft, weswegen wir vorhaben, die Entwicklung der Plattform fortzusetzen, um Entwicklern und Publishern von Spielen und digitalen Unterhaltungsprodukten mehr Marketing, Verkäufe und Designtools anbieten zu können.

Wer sich noch weitere Statistiken zu Gemüte führen möchte, findet diese auf der Website von Steam.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 18. Oktober 2010 - 17:22 #

Ich kann echt nur raten wieviel Geld der Gabe Newell mit Steam scheffelt...

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 18. Oktober 2010 - 17:27 #

und selbst dann liegst du wahrscheinlich noch weit unter den realen Zahlen. ;)

Grinzerator (unregistriert) 18. Oktober 2010 - 17:41 #

Und Mr. Newell war ja auch vorher schon reich gesegnet mit finanziellen Mitteln aus seiner Zeit bei Microsoft. Aber statt seinen wohlgeformten Alabasterkörper lebenslang auf golddurchwirkter Seide zu betten, hat er sich entschieden Valve zu gründen und uns Spielern viele großartige Spiele zu geben. Und wenn der Mann/die Firma so weitermachen, können sie von mir aus in ein Firmengebäude aus massivem Gold umziehen.
Steam mag vielen Leuten sauer aufstoßen und die Kritik ist sicherlich nicht unberechtigt, aber tatsächlich ist es momentan die beste Möglichkeit für den Computerspielemarkt, sich gegen immer computerähnlichere Konsolen auf lange Zeit zu halten.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 18. Oktober 2010 - 17:59 #

Das stimmt natuerlich, ich werfe dem Mann auch nix vor. Das ist eher eine Respektsbekundung. In 5 Jahren hat es keiner geschafft, die Dominanz von Steam zu brechen, obwohl deren Preise immer noch viel Spielraum fuer Preiskaempfe bieten. Rockstar (GTA4), Microsoft (Windows Live), Yuplay(Wings of Prey) sind Beispiele die ich jetzt kenne...

Jetzt das neue Battlenet sehe ich als erste ernstzunehmende Konkurrenz fuer Steam im Bereich Digital Distribution an, natuerlich wird das erstmal ne Weile auf Blizzardtitel beschraenkt bleiben, aber irgendwann koennten die auch dritten ihre Pforten oeffnen. Vielleicht gibts dann unter Gamern die Entscheidung "Steam oder Bnet", so wie jetzt PS3 oder XBox. Kompatibel wird das eh nicht :)

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 18. Oktober 2010 - 18:26 #

Mit dem Battlenet sehe ich das so ähnlich wie du. Nur hat Steam mit dem Schritt Steamworks auf die PS3 zu bringen, den ersten Schritt getan um irgendwann wirklich unverzichtbar zu werden. Was hat das Battlenet denn noch zu bieten, ausser irgendwelche Goodies für WoW, wenn man seine Spiele darüber kauft? Irgendwann wird Steamplay nicht nur "Buy once, play on your PC and Mac" sondern "Buy once, play on your PC (Windows & Linux), Mac and PS3". Das ganze natürlich mit Cross-Plattform-Voicechat und Cross-Plattform-Gaming.

Grinzerator (unregistriert) 19. Oktober 2010 - 17:08 #

Auch wenn ich dem Rest deines Kommentars zustimmen kann: Bei Cross-Plattform-Gaming muss ich immer an Shadowrun denken und schmunzeln.

Madrakor 15 Kenner - P - 3219 - 18. Oktober 2010 - 21:08 #

Schön wärs. Oder?
Bin etwas zwiegespalten. Einerseits mag ich Steam prinzipiell und Plattformunabhängigkeit ist auch was schönes, andererseits hängt dann wirklich wieder alles an einem Anbieter...

Cross-Platform-Gaming ist mMn nur in bestimmten Titeln machbar, etwa Rennspiele bzw allgemein Sportspiele. In den meisten anderen Genres unterscheidet sich die Steuerung zwischen PC und Konsole doch zu sehr um ein faires Spiel für alle zu gewährleisten.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 19. Oktober 2010 - 0:29 #

Ich rede auch von solchen Spielen wie Rennspiele, Puzzlespiele und all sowas bei dem Controller-Spieler nicht im Nachteil sind. Wenn mich nicht alles täuscht, arbeitet Valve gerade an einer Cross-Gaming Möglichkeit für Portal 2, zwischen PC und PS3 Spielern. Damit wäre der Grundstein schon mal gelegt.

Microsofts Versuch mit einem Shooter wie Shadowrun, ging natürlich voll in die Hose. Das hätte ich denen aber auch voraussagen können.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 18. Oktober 2010 - 18:51 #

Das schlimme ist nur, dass der letzte Absatz leider wahr ist ;)

Porter 05 Spieler - 2981 - 18. Oktober 2010 - 17:27 #

ja verdammt, ansich gehört dieser Vertriebskanal ja verhasst, und boykottiert aber bei so manchen Schnäppchen musste ich halt auch spontan zuschlagen.

ist halt so ne Sache wenn man keine Internetverbindung hat oder den zugang zu seinem konto verliert...
ansonsten gibt der Erfolg ihnen Recht!

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 18. Oktober 2010 - 17:34 #

Da ist bei den 178% anscheinend ein Komma verloren gegangen ;-)

Grinzerator (unregistriert) 18. Oktober 2010 - 17:44 #

Ich wäre mir da nicht so sicher.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 18. Oktober 2010 - 17:49 #

*hüstel* Von 25 auf 30 Millionen ist keine Steigerung um 178%, sondern eher eine Steigerung um 17,8%.

Grinzerator (unregistriert) 18. Oktober 2010 - 17:50 #

Und von Januar bis Oktober sind 12 Monate.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 18. Oktober 2010 - 17:56 #

Okay, das ist ein Punkt ;-) Die 178% machen aber trotzdem keinen Sinn, denn dann hätte es von Oktober bis Januar eine Steigerung von 11 auf 25 Millionen Usern gegeben und das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Grinzerator (unregistriert) 18. Oktober 2010 - 18:02 #

Also ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich habe letztes Jahr im November das erste Mal überhaupt ein Spiel bei Steam gekauft. Und zwar in der Woche von Thanksgiving, wo alle möglichen Spiele für'n Appel und 'n Ei verschleudert wurden. Und damit lockt man extrem viele Leute an. Dann kam der Holiday-Sale über die Weihnachtsferien, der sicherlich noch einmal Kunden gelockt hat und die bestehende Kundschaft zum Bleiben verleitet hat, in Erwartung weiterer ähnlich gearteter Angebote.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58797 - 18. Oktober 2010 - 17:54 #

"During the past 12 months the platform had year-over-year new user growth of 178%, pushing the total number of active accounts to over 30 million"

Habe das nur aus der Quelle übernommen, ohne nachzurechnen. Allerdings geht es da ja auch von Oktober bis Oktober. Ob bei denen ein Komma verrutscht ist, weiß ich da leider nicht. Auf gut Glück was anderes schreiben möchte ich jetzt aber auch nicht.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 18. Oktober 2010 - 18:07 #

Moment, die Übersetzung ist einfach falsch. Nicht die Gesamtzahl der User hat um 178% zugenommen, sondern die Anzahl der neuen User.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58797 - 18. Oktober 2010 - 18:37 #

Besser so? Ist irgendwie schwierig auszudrücken, dass man es auch versteht.

Jonas der Gamer 13 Koop-Gamer - 1550 - 18. Oktober 2010 - 17:53 #

ich glaube da ist ein Komma falsch.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 18. Oktober 2010 - 18:06 #

Zum Komma: In der Quelle steht 2 mal 178%, kein Tippfehler. Ausserdem steht da auch 200% bei Sales. Ich wuerde sagen, das ist als Faktor zu lesen, nicht als Zusaetzlich. Also

Alte Anzahl User * 1,78 = Neue Anzahl User

(1,78 = 178%)

Wenn neue Anzahl User 30 ist, dann ist die alte 16,85. Das waere jetzt schon arg viel, aber bei den ganzen Spielen die Steam voraussetzen und den vielen guten Angeboten (L4D, Alien Swarm) kann ich mir vorstellen dass viele Core-Gamer ihre Casual-Kumpels ueberredet haben. Habe ich auch ein paar mal.

Die bei Steam wissen schon wie sie Leute kriegen. Wie gesagt, Hut ab :)

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 18. Oktober 2010 - 18:12 #

Wie schon oben geschrieben, es geht hier nicht um die Anzahl der User, sondern um den Zuwachs bei den neuen Usern. Also wenn ca. 6 Mio neu hinzugekommen sind und es 178% mehr als ein Jahr zuvor waren, waren es dann in den 12 Monaten davor ca. 2 Mio neue User. Das wurde halt einfach falsch übersetzt...

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 18. Oktober 2010 - 19:20 #

"...revealing new account growth of 178%, sales growth of over 200%, over 200 Steamworks games shipped to date, and more.

During the past 12 months the platform had year-over-year new user growth of 178%, pushing the total number of active accounts to over 30 million, with over 1,200 games now offered."

Ah, du hast Recht. Ich meine aber immer noch, dass 178% als Faktor zu lesen ist, somit käme man von 2 Millionen neuen auf 3,56 neue Nutzer.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 19. Oktober 2010 - 7:19 #

Ob 18 oder 180% - eine Steigerung wundert mich nicht. Immerhin wirft Steam ältere Spiele schon mal für einstellige Eurobeträge raus, da schlagen viele zu.
Persönlich kenne ich 2 Personen, die solche Budget-Spiele bei Steam gekauft haben, aber niemals Vollpreistitel über den Dienst erwerben würden. Über das Thema unterhielten wir uns am Wochenende noch - 7€ war deren teuerstes Spiel.

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