ZDF sendet morgen Beitrag zu "Killerspielen" (Update)

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19. Oktober 2010 - 14:36 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert

Update vom 19. Oktober 

Trotz gestriger Ankündigung gab es in der heutigen Ausgabe von Volle Kanne: Service täglich keinen Bericht über Killerspiele, im Vorspann der Sendung wurde das Thema kurzerhand durch einen Beitrag über Kiteland-Surfing ersetzt. Warum der Film anscheinend kurzfristig gestrichen wurde wissen wir nicht. Eine Antwort auf eine E-Mail an die Verantwortlichen beim ZDF bleibt noch aus.

Allerdings ist heute auf der Webseite der Sendung ein Artikel über die Auswirkungen von gewalthaltigen Videospielen erschienen. Der Artikel ist sauber recherchiert und durchweg positiv gegenüber Spielen. Eventuell spiegelt dieser Artikel auch die Meinung wieder, die im gestrichenen Bericht wiedergegeben werden sollte, auch weil die Überschrift praktisch identisch ist mit dem Kommentar des Abspanns. Vor allem im ZDF ist diese Haltung doch eher überraschend.

Ursprüngliche News vom 18. Oktober 2010:

Das ZDF brachte in der Vergangenheit schon mehrere schlecht recherchierte Beiträge zum Thema Videospiele. 2006 war es der Bericht Gemetzel im Kinderzimmer in der Sendung Frontal 21, dieses Jahr ein Film über Spielesucht, anlässlich der Gamescom in Köln. Nun sieht es so aus, als würde der Sender morgen wieder nachlegen. Im Abspann der morgendlichen Service-Sendung Volle Kanne: Service täglich heute um 10:30 Uhr wurden die Themen der morgigen Sendung verkündet. Darunter ein Bericht über Killerspiele mit dem Kommentar: "Killerspiele, wie gefährlich sind sie wirklich?" Dazu das übliche Filmchen von Counter-Strike, das in fast jeder ZDF-Sendung zum Thema vorkommt.

Natürlich lässt der Kommentar keine deutlichen Schlüsse zu, theoretisch könnte es auch ein positiver Beitrag werden. Allerdings ist dies aufgrund der Vorgeschichte des ZDFs in diesem Gebiet und der Zielgruppe der Sendung eher unwahrscheinlich. Volle Kanne: Service täglich läuft montags bis freitags von 09:05 bis 10:30 Uhr auf dem ZDF.

Red237 18 Doppel-Voter - P - 11179 - 18. Oktober 2010 - 10:29 #

Da fehlt ein "d" in "Killerspiele, wie gefährlich sinD sie wirklich?". Hach ja, gebührenfinanziertes Fernsehen, wie immer empfehle ich an dieser Stelle www.fernsehkritik.tv, echt witzig und macht einem immer wieder klar, warum man Fernsehen nicht in zu hohem Maße konsumieren sollte.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12589 - 18. Oktober 2010 - 14:04 #

Montags bis freitags wird klein geschrieben.

Worth2die4 13 Koop-Gamer - 1447 - 19. Oktober 2010 - 11:05 #

bin auch fernsehkritiker der 1. Stunde (bzw. Folge)

nur zu Empfehlen ! :-)

steever 17 Shapeshifter - P - 6873 - 18. Oktober 2010 - 10:30 #

ob positiv oder negativ: Mich interessieren diese Beiträge einfach nicht, da sie für mich als Gamer keine relevanten Infos beinhalten. Lasse sie immer gerne links liegen und schone somit meine Nerven. ;)

uLu_MuLu 14 Komm-Experte - 1923 - 18. Oktober 2010 - 13:36 #

Ich schaue die Berichte meist kurz über Youtube. Wenn die Journalisten in solchen (leicht zu recherchierenden) Themen bereits so einen Mist verzapfen, wie sieht es dann in den wirklich wichtigen Themen aus?

Seit der Killerspiel-Debatte glaube ich NICHTS mehr das in den Medien steht. Und dabei wollte ich früher selbst mal zur Zeitung... -.-

Ganon 23 Langzeituser - P - 39879 - 18. Oktober 2010 - 10:31 #

Volle Kanne mit Mongo Immsen, äh Ingo Nommsen, na da bin ich mal gespannt, was die zum Thema zu sagen haben...

Benjamin Ginkel 18 Doppel-Voter - 10352 - 19. Oktober 2010 - 17:11 #

Herrlich!

Ganon 23 Langzeituser - P - 39879 - 19. Oktober 2010 - 23:23 #

Danke. :-) Der Kalauer stammt allerdings von Switch Reloaded. Ist eigentlich auch der einzige Grund, warum ich die Sendung kenne (wenn man das so nennen kann ;-) ).

Benjamin Ginkel 18 Doppel-Voter - 10352 - 20. Oktober 2010 - 8:58 #

Weiß ich doch -- trotzdem Herrlich ;)

erasure1971 14 Komm-Experte - 2208 - 18. Oktober 2010 - 10:31 #

Den Hinweis auf die Sendung in einer News finde ich durchaus lesenswert, den Titel "ZDF: Hetzt es morgen wieder gegen Spiele?" allerdings arg reisserisch. Du relativierst das im Text ja anschließend selber, die Überschrift hätte ich mir da etwas neutraler gewünscht.

gar_DE 16 Übertalent - P - 5985 - 18. Oktober 2010 - 10:51 #

Das ZDF hat ja wohl bei dem Thema nicht gerade den Ruf fair zu berichten. Schon die Ankündigung mit dem Wort Killerspiele ist doch schon wertend.

erasure1971 14 Komm-Experte - 2208 - 18. Oktober 2010 - 12:40 #

Da gebe ich Dir recht und auch ich erwarte keinen ausgewogenen Beitrag, aber ich finde, über sowas sollte man dann hinterher berichten und dann werten.

marshel87 16 Übertalent - 5714 - 18. Oktober 2010 - 10:47 #

nimmts wer auf? um die zeit guckt doch keiner zdf :D

gar_DE 16 Übertalent - P - 5985 - 18. Oktober 2010 - 10:52 #

ZDF hat doch die Mediathek, dann hast du 7 Tage Zeit es dir anzuschauen. Erste Reaktionen wirst du sicherlich morgen um 10:30 hier lesen können.

Amco 18 Doppel-Voter - P - 10818 - 18. Oktober 2010 - 12:07 #

Guckt eigentlichen irgendwer ZDF :D

John of Gaunt Community-Moderator - P - 66037 - 18. Oktober 2010 - 12:40 #

Ich! Aber nur die Nachrichten :)

Wiking 12 Trollwächter - 892 - 19. Oktober 2010 - 14:45 #

Und Fußball..

Ditze 13 Koop-Gamer - 1271 - 19. Oktober 2010 - 16:07 #

Die heute-show

Jonas der Gamer 13 Koop-Gamer - 1550 - 19. Oktober 2010 - 16:11 #

Die Heute-Show ist echt super.

patchnotes 14 Komm-Experte - 1846 - 18. Oktober 2010 - 10:59 #

Auf der Homepage heißt das Ganze nur noch:

PRAXIS täglich
Computerspiele - Wie gefährlich sind sie?

Aber Fernsehen tue ich mir eh schon länger nicht mehr an.

Tr1nity 28 Endgamer - 101269 - 18. Oktober 2010 - 11:04 #

Ist das wieder so Hausfrauen-TV oder ähnliches, wo eh nur die falsche Zielgruppe schaut, die sich mit Videospielen eher weniger bis gar nicht beschäftigt?

Jonas der Gamer 13 Koop-Gamer - 1550 - 18. Oktober 2010 - 11:09 #

Könnte man so sagen. Ja.
Den Zuschauern von denen kann man also alles erzählen.

Thomas Barth 21 Motivator - P - 28122 - 18. Oktober 2010 - 12:04 #

Ach Gott, eine Sendung über Killerspiele, in einem Magazin das auf Rentner ausgelegt ist.
Ich werds mir mal aufnehmen.

falc410 14 Komm-Experte - 2571 - 18. Oktober 2010 - 12:18 #

Rentner oder Arbeitslose, Hausfrauen etc.

Thomas Barth 21 Motivator - P - 28122 - 18. Oktober 2010 - 15:16 #

Arbeitslose und Hausfrauen gucken RTL und Sat 1. ;)

bersi (unregistriert) 19. Oktober 2010 - 2:41 #

Vergiss RTL2 nicht ;)

Z 12 Trollwächter - 1009 - 18. Oktober 2010 - 12:16 #

"Natürlich lässt der Kommentar keine deutlichen Schlüsse zu..."

Also allein der Titel "Killerspiele" lässt erahnen, wo die Reise hingeht. Oder erwartest du bei einer Sendung "Islamistischer Terror- wie gefährdet sind wir?" eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Weltreligion? Ich auch nicht :)

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12589 - 18. Oktober 2010 - 14:07 #

Kann man sich mit dieser Weltreligion überhaupt differenziert auseinandersetzen? ^^

Togi 11 Forenversteher - 567 - 19. Oktober 2010 - 1:50 #

Kann man sich überhaupt mit einer Weltreligion differenziert auseinandersetzten?

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 18. Oktober 2010 - 14:54 #

Hoffentlich sendet der ZDF morgen einen gut recherchierten Bericht ohne unbotmäßige Zuspitzungen und Übertreibungen.
Dennoch: Auch wenn viele Computerspieler das nicht gerne hören: Von gewalthaltigen Videospielen geht eine Gefahr für unsere Gesellschaft aus - dies haben die Schulamokläufe in Erfurt und Winnenden leidvoll demonstriert, zu deren Ursachen auch PC-Spiele gehörten.
Man darf sich nicht an einzelnen inhaltlichen Fehlern in den gezeigten Berichten aufhängen und die zugrundeliegende Problematik verleugnen. Weder der ZDF mit seiner ablehnenden Haltung noch viele Videospieler mit ihrer vorbehaltlosen Begeisterung für Computerspiele jeglicher Couleur haben - in meinen Augen - die richtige Sicht auf die Dinge.
Leider wird man weder von den einen noch von den anderen Einsicht erwarten können.

Tr1nity 28 Endgamer - 101269 - 18. Oktober 2010 - 15:08 #

"Von gewalthaltigen Videospielen geht eine Gefahr für unsere Gesellschaft aus - dies haben die Schulamokläufe in Erfurt und Winnenden leidvoll demonstriert, zu deren Ursachen auch PC-Spiele gehörten."

Da muß ich widersprechen. Die "Ursache" sind nicht unter anderem Videospiele, sondern die rein soziale Umwelt der Attentäter gewesen. Und ich sage Attentäter, weil all diese "Amokläufe" von vorn herein - und über einen längeren Zeitraum - geplant waren. "Amok" läuft man spontan und nicht mehr mit einer Zurechnungsfähigkeit. Die Attentäter wußten aber genau was sie taten. Der reißerische Begriff Amoklauf ist genauso falsch wie der Begriff Killerspiele, haben sich aber so in den Köpfen festgefahren - leider.

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 18. Oktober 2010 - 16:40 #

Man kann - genau wie die psychologische Forschung - geteilter Meinung sein, ob erhöhter Konsum gewalthaltiger Medien Symptom oder Ursache von gesteigerter Gewaltbereitschaft ist. An uns Laien liegt es nicht, diesen Streit ultimativ zu entscheiden.
Festhalten lässt sich, dass soziales Umfeld, Erziehung und natürliche Veranlagungen Einfluss auf die Wirkung erlebter fiktiver Gewalt haben: "Gesunde" Menschen werden durch Videospiel- und Filmkonsum nicht zu Gewalttaten bewegt. Manche reagieren empfindlicher auf dargestellte Gewalt als andere. Unabhängig aber von der Frage nach dem Einfluss von sog. "Killerspielen" (ich benutze den Begriff nur ungerne, aber er hat sich nunmal eingebürgert) auf die grundsätzliche Gewaltbereitschaft spielen die in ihnen gezeigten und vom Spieler selbst durchgeführten virtuellen Gewaltakte bei allen Schulamokläufern der vergangenen Jahre eine wichtige Rolle als Nachahmungsgegenstand.

Ein exemplarischer Untersuchungsgegenstand für die Psychologie in Bezug auf Schulamokläufe ist das "Columbine High School massacre" von 1999, da es als Vorbild für viele folgende dienen sollte. Dort haben insbesondere Doom (beide Teile) und der Film "Natural Born Killers" von Oliver Stone die Rolle als Nachahmungsgegenstand erfüllt. Die beiden Täter Eric Harris und Dylan Klebold haben ihre Tatvorbereitungen sorgfältigst dokumentiert und dabei stets Vergleiche zwischen "NBK" und "Doom" und ihrem geplanten Amoklauf angestellt. Man könnte sogar davon sprechen, dass sie insbesondere aus "NBK" Inspiration für ihre Tat bezogen haben.

Selbst wenn sich die Bedeutung von Videospielen für "Amokläufe" darin erschöpfen sollte, Inspiration und Nachahmungsgegenstand zu sein, wäre es wichtig und richtig, über diese zu berichten und zu warnen. Sollte ihnen darüber hinaus noch eine Ursachenfunktion zukommen, müsste in letzter Konsequenz auch über ein Verbot nachgedacht werden. Solange es dafür aber keine wissenschaftlichen Beweise gibt, sollte man die rechtliche Problematik unangetastet lassen.

In Verbindung mit "Winnenden" oder "Columbine" von Amokläufen zu sprechen, ist nach dem Kenntnisstand der Psychologie nicht absolut korrekt, jedoch nicht direkt falsch zu nennen. Vereinfacht gesprochen, zeichnen den "Amoklauf" drei Merkmale vor anderen Gewaltakten aus: Plötzlicher Ausbruch, absolute Gewaltbereitschaft und Unzurechnungsfähigkeit. Unter anderem aufgrund des Bundeswaffengesetzes in Deutschland und ähnlichen Gesetzen im Ausland setzt ein Amoklauf mit Schusswaffen immer eine Planung voraus, selbst wenn sie sich auf das Beschaffen geeigneter Handfeuerwaffen beschränkt. Dieses Element des "Amokbegriffs" ist bei den meisten Schulamokläufen nicht gegeben: Eric Harris und Dylan Klebold haben ebenso ihre Tat geplant wie Tim Kretschmer in Winnenden. Absolute Gewaltbereitschaft und Unzurechnungsfähigkeit sind in den Fällen der "school shootings" jedoch verbürgt: Was volkstümlich als "Unzurechnungsfähigkeit" bezeichnet wird, ist die Schuldunfähigkeit. Ohne Schuld handelt gem. §20 StGB, "wer bei Begehung der Tat [...] unfähig ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln." Aus dem reichhaltigen schriftlichen Nachlass vieler Amokläufer kann man eine fehlende Einsicht des Unrechts ihrer Tat erkennen.

Der Begriff "Attentat" ist in Verbindung mit "school shootings" (um bei der anerkannten englischen Bezeichnung zu bleiben) zu meiden. Ich bin kein Freund der wikipedia, bin aber dabei umzuziehen und kann daher momentan nicht auf meine Nachschlagewerke zurückgreifen. Die Definition dürfte aber für unsere Zwecke auch ausreichend sein: "Ein Attentat (v. spätlateinisch attentatio - „Versuch“) ist eine Gewalttat, die auf die Schädigung oder Tötung einer hochgestellten Person abzielt und ideologisch (religiös, politisch, sittlich) motiviert ist." Opfer von Schulmassakern werden indes zumeist mehrere, nicht exponierte Personen. Motive der Taten sind nicht ideologischer, sondern in der Regel persönlicher Natur (psychische Störung, oft auch übermäßiges Vergeltungsbedürfnis).

Möchte man sich mit der Terminologie der Psychologie konform ausdrücken, sollte man immer von "School Shootings" sprechen. Ich als Laie kann über die geringe sprachliche Ungenauigkeit des "Amok"-Begriffs hinwegsehen.

RuudschMaHinda 11 Forenversteher - 817 - 18. Oktober 2010 - 15:24 #

"[...] dies haben die Schulamokläufe in Erfurt und Winnenden leidvoll demonstriert [...]"
Der mutmaßliche von der Polizei niedergestreckte Täter in Erfurt hat ebene KEINE derartigen Spiele besessen. Der Mensch hatte Zugang zu Waffen und einen erheblichen Groll gegen seine Mitmenschen.

Und der mutmaßliche Täter in Winnenden ist noch nicht mal durch Indizien mit dem Amoklauf in Verbindung zu bringen. (siehe: http://www.youtube.com/watch?v=wKWGJA7_N_k -- Vortrag von jemandem, den man ungern in der Medienlandschaft sieht...)

"gewalthaltige Videospiele [...] eine Gefahr" -- die Mitmenschen und deren fehlende Kommunikation machen einen Menschen erst gefährlich und nicht etwa Spiele

volcatius (unregistriert) 18. Oktober 2010 - 16:32 #

Geht von Anwälten eine Gefahr für unsere Gesellschaft aus?

Die Anwältin in Lörrach, die ihren Mann, ihr Kind und einen Krankenpfleger während eines Amoklaufs erschossen hat, hat kein einziges gewalthaltiges Videospiel besessen.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 18. Oktober 2010 - 16:50 #

Sowas will doch keiner lesen! Nachher muss man eingestehen, dass Dinge, die nicht so leicht greifbar sind, dazu beigetragen haben. Schuldzuweisung statt Aufklärung!

Kudos für Deinen Beitrag :)

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 18. Oktober 2010 - 16:48 #

"Von gewalthaltigen Videospielen geht eine Gefahr für unsere Gesellschaft aus (...)"

Wasser & Brot nicht zu vergessen.

Gähn.

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 18. Oktober 2010 - 17:02 #

Ein Paradebeispiel für die von mir beschriebene Gruppe derjenigen, die zu einem kritischen Umgang mit ihrem Hobby nicht fähig sind. Traurigerweise hat diese Unfähigkeit oftmals ihre Ursache darin, dass Videospiele für viele de facto nicht nur Hobby, sondern Lebensmittelpunkt, nicht nur Mittel, sondern Selbstzweck sind. Der Drogenabhängige wird auch immer die Schattenseiten des Drogenkomsums leugnen und ausschließlich von den positiven Apsekten reden.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7810 - 18. Oktober 2010 - 17:20 #

Solange es pro Studie eine genauso repräsentative Gegenstudie gibt, ist wissenschaftlich zu dem Thema überhaupt nichts bewiesen. Nur weil Du davon überzeugt bist, heißt es nicht, dass es der Wahrheit entspricht. Selbstverständlich wirst Du deshalb von jemandem, der gerne spielt, immmer und auch völlig zurecht eine Gegenrede bekommen. Das hat mit Drogenabhängigen so viel zu tun wie das ZDF mit propagandafreier journalistisch einwandfreier Recherche zu diesem Thema.

Mit Deinem letzten Satz hast Du Dich hier als qualifizierter Diskussionspartner komplett aus dem Spiel (sic!) genommen.

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 18. Oktober 2010 - 20:08 #

Man zitiert sich ja für gewöhnlich nicht selbst, aber mir bleibt angesichts der unhaltbaren Vorwürfe nichts anderes übrig: "Man kann - genau wie die psychologische Forschung - geteilter Meinung sein, ob erhöhter Konsum gewalthaltiger Medien Symptom oder Ursache von gesteigerter Gewaltbereitschaft ist. An uns Laien liegt es nicht, diesen Streit ultimativ zu entscheiden."
Dass Videospiele bei den meisten "School Shootings" eine Rolle gespielt haben, ist Fakt, da gibt es nichts zu diskutieren. Dass sie für viele der Amokläufer darüber hinaus als Inspirationsquelle und Nachahmungsgegenstand gedient haben, ist ebenfalls Fakt. Als Beispiel habe ich das Columbine High School massacre genannt. Da gibt es auch keine "Studien" und "Gegenstudien" - der schriftliche Nachlass von Eric Harris und Dylan Klebold muss lediglich analysiert werden, in der wissenschaftlichen Forschung herrscht Konsens.

Wer dem ZDF Propagandismus vorwirft, zeigt, wes Geistes Kind er ist. Wenn du der Ansicht bist, ich disqualifiziere mich durch das Erwähnen von Fakten, dann tut mir das leid.

Tr1nity 28 Endgamer - 101269 - 18. Oktober 2010 - 20:42 #

"Dass Videospiele bei den meisten "School Shootings" eine Rolle gespielt haben, ist Fakt, da gibt es nichts zu diskutieren. Dass sie für viele der Amokläufer darüber hinaus als Inspirationsquelle und Nachahmungsgegenstand gedient haben, ist ebenfalls Fakt."

Hast du dafür auch seriöse und bestätigte Quellen? Denn zumindest bei den deutschen "School Shootings", auf dessen Bezeichnung du ja Wert legst, weder dem in Finnland etc. treffen diese Fakten eben nicht zu, sondern wurden von den Medien schlichtweg als Aufhänger genutzt, weil man ja einen Schuldigen (ergo die Videospiele) finden muß.

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 18. Oktober 2010 - 21:53 #

In Deutschland ereigneten sich nach dem "Attentat von Volkhoven" drei Amokläufe in Schulen: Freising/Erfurt 2002, Emsdetten 2006 und Winnenden/Ansbach 2009. Gemeinsames Merkmal der drei Täter war unter anderem der exzessive Konsum gewaltverherrlichender Medien, insbesondere von Filmen und Computerspielen, aber auch Bildern. Willst du bestreiten, dass:
-Robert Steinhäuser Besitzer von Computerspielen wie Return to Castle Wolfenstein, Hitman und Half-Life war und
-nach Angaben seiner Eltern insbesondere vor der Tat exzessiv am Computer spielte,
-Bastian B. nach Angaben von Personen aus seinem Umfeld großer Fan von Ego- und Taktik-Shootern war und
-Tim Kretschmer kein auffälliges Spielverhalten aufwies, auf seinem PC dafür Bondage-Bilder gesichert worden sind.

Untersucht man die amerikanischen Schulamokläufe genauer, so wird man auch dort ein auffälliges Spielverhalten der meisten Täter feststellen. Angesichts der Faktenlage lässt sich somit nicht bestreiten, dass Computerspiele "eine" Rolle gespielt haben. Ob sie ursächlich oder symptomatisch gewesen sind, ist aufgrund der Unwägbarkeiten zunächst sekundär.

Auf die Bezeichnung "School Shooting" lege ich keinen gesteigerten Wert. Mit der Bezeichnung "Amoklauf" kann ich auch sehr gut leben.

Tr1nity 28 Endgamer - 101269 - 18. Oktober 2010 - 22:45 #

Entschuldige, aber das sind keine Argumente, sondern höchstens die, die sich die Medien zurecht legen, um es auf die Videospiele zu schieben. Ist nämlich einfacher so. Im Grunde hat doch fast jeder Jugendliche heute eine(n) PC/Konsole zu Hause. Im Grunde hat auch fast jeder Jugendliche zumindest ein so ein "böses Killerspiel" schonmal gespielt oder Filme angeschaut, auch wenn diese für sie nicht bestimmt sind (z.B. 14-jähriger zockt 18er-Titel bzw. schaut Film). Im Grunde spielt allgemein die Jugend heute zuviel am PC/Konsole. Läuft deswegen jetzt im Grunde jeder Jugendliche gleich Amok bzw. ist ein potentieller Amokläufer oder ist dafür gefährdet?

Die Ursachen/Auslöser bleibt das soziale Umfeld, bei dem gleich mehrere Faktoren zusammen kommen (können) und viel komplexer sind, als nur auf diese konsumierten Medien reduziert zu werden. Denn keiner von den Tätern ist aber aufgrund von einem Videospiel oder Film losgezogen, um diese Tat zu begehen. Also kann man nicht mit absoluter Gewißheit sagen, daß Computerspiele "eine" Rolle spielten, nur weil sie - wie eben bei Millionen anderer auch - ebenfalls auf deren Rechnern vorhanden waren.

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 18. Oktober 2010 - 23:34 #

Dass Videospiele eine Rolle spielen, bedeutet nicht, dass sie ursächlich oder anlässlich für Amokläufe wären.
Man kann beobachten, dass zu den Verhaltensmustern vieler Schulamokläufer exzessiver (ich betone, exzessiver) Konsum, i.e. auffälliges Verhalten, von gewaltverherrlichenden Medien gehört. Mithin muss ihre Bedeutung für die Entscheidung zur Tat geklärt werden, die ultimativ zu bestimmen ich mir auch nicht anmaße. Klar ist jedoch, dass Filme und Spiele in vielen Fällen - ich habe als Beispiel das Schulmassaker in Columbine genannt, da mir dessen Tatumstände am gegenwärtigsten sind - zur Inspiration gedient haben. So haben, ich wiederhole mich, Eric Harris und Dylan Klebold ihren eigenen Aussagen, die vor der Tat auf Video aufgenommen worden sind, zufolge im Film "Natural Born Killers" eine Inspirationsquelle und in dessen Hauptprotagonisten Vorbilder gefunden.

Togi 11 Forenversteher - 567 - 19. Oktober 2010 - 2:25 #

Und who cares?
Ja natürlich haben gewalthaltige Medien einen gewissen Einfluss, ja sie dienen als Inspiration. Es liegt auch nahe, sind sie doch recht real. Und ja das ist auch Fakt, da gibt es nichts zu leugnen.
So und jetzt? Laufen deswegen mehr Leute Amok? Ich bezweifle es zumindest sehr stark. Dieses 'Inspiration' Medium ist beliebig, ob Buch, Film, Spiel oder schieß mich tot was auch immer ist wayne. Wenn er Amok laufen will, tut er das auch. Und in einer Welt ohne Spiele wäre Typ A nicht Amok gelaufen? Dann wäre mit Sicherheit Typ B Amok gelaufen. Es gibt halt [vielleicht zu] viele Menschen und alle sind verschieden. Egal was du machst irgendwer wird immer Amok laufen, mit oder ohne Spiele.
Ein vernünftiger Umgang mit Gewalt in Medien ist natürlich wünschenswert. Spiele wollen und können auch Kunst sein, sind es bisher leider nicht, die sich mit Gewalt beschäftigt. Aber ich glaube darum geht es hier nicht, zudem dort bräucht man auf eine gewisse Darstellung, die dann auch wieder als Inspiration dienen könnte.
Die Erkenntnis, dass Spiele eine Rollen spielen bringt dir effektiv gesehen also rein gar nichts.
Und immer "Oh mein Gott da läuft wer Amok, bringt 20 Menschen um wie grausam." Ja und? Shit happens. Es interessiert uns nicht sonderlich, warum sollte es das auch?

hotze09 10 Kommunikator - 370 - 19. Oktober 2010 - 10:58 #

Hmmm - ich will garnicht auf die vielen falschen Punkte eingehen, die du hier nennst (diese Diskussion wurde schon viel zu häufig geführt...)
aber bei deinem Hauptpunkt kann muss man dir einfach wiedersprechen:
(fast) alle Amokläufer haben exzessiv "gewaltverherrlichende" Copmuterspiele gespielt?
Dann schau dir mal die genauen Zahlen an..hier
http://stigma-videospiele.de/wordpress/?page_id=58
unter dem Punkt "Was für eine Rolle haben da Computerspiele?"
ist das ganz gut zusammengefasst...12%..."alle" my a**

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 19. Oktober 2010 - 13:08 #

Die von dir zitierte Studie zu Schulamokläufen in den USA untersucht den Zeitraum von 1974-2000, also einen Zeitraum, in dem gewalthaltige Videospiele bekannterweise eher ein Nischendasein führten. Die ersten erfolgreichen "Killerspiele" erschienen Anfang der Neunzigerjahre in Form von Software wie Mortal Kombat oder Doom (1993) - Super Mario Bros. kann man nur sehr schwer ein gewalthaltiges Videospiel nennen. Ihren endgültigen Siegeszug feierten Killerspiele dabei sogar erst Ende der 1990er-Jahre.

Ich weiß nicht, ob es aktuellere Studien vom United States Department of Education zu diesem Thema gibt, aber es wundert mich nicht, dass ausgerechnet eine so alte Studie zitiert wird.

Carstenrog 16 Übertalent - 4838 - 19. Oktober 2010 - 18:21 #

Und alle aßen gerne Nudel! Ergo Nudelnesser sind potentielle Amokläufer.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 19. Oktober 2010 - 15:47 #

Beispielhaft ist lediglich, welche Schlussfolgerungen Du alleine in Bezug auf einen kurzen Satz von Dir gibst. Herzlichen Glückwunsch, Du hast Dich vermutlich hervorragend in die Scheuklappen-Gesellschaft integriert - aber keine Sorge, ich kann das schon verstehen. Ist eben die einfachere Variante.

Viel Wall-of-Text, wenig Gehalt. Aber danke für "Deine" Sicht der Dinge ;)

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 19. Oktober 2010 - 19:27 #

Ich wüsste nicht, dass meine Beiträge zu wenig Absätze enthielten oder grammatisch falsch wären - so viel zu "wall of text".

Wenn wir aber schon dabei sind: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.
"Beispielhaft ist lediglich, welche Schlussfolgerungen Du alleine in Bezug auf einen kurzen Satz von Dir gibst."
A) "gibt" man keine Schlussfolgerungen "von sich" und B) zieht man Schlüsse nicht "in Bezug" auf etwas. Dass der ganze Satz mit der Einleitung "Beispielhaft ist lediglich" überhaupt keinen Sinn ergibt - darüber sehe ich mal hinweg, das ist ein Problem der Logik.

Dass du dich als aufgeklärten Vernunftmenschen darzustellen versuchst, weil du eine unkritische Haltung zu einem deiner Hobbys einnimmst, ist peinlich. Aber es passt wunderbar auch zu der Attitüde vieler Videospieler, Andersdenkende zu diskreditieren. Natürlich weiß Max Mustermann mit Hauptschulabschluss besser über die etwaigen Gefahren von gewaltverherrlichenden Videospielen Bescheid als Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Inhaber eines Lehrstuhls für Kriminologie. Dessen Studien ist selbstverständlich nicht zu trauen. Man ist zwar kein Soziologe und könnte das daher eigentlich gar nicht beurteilen. Aber irgendeine innere Stimme sagt einem, dass obskure Studien zum selben Thema, aber anderem Ergebnis aus dem Ausland der Weisheit letzter Schluss sind. Auch wenn sie offensichtlich wissenschaftlichen Ansprüchen nicht zu genügen scheinen.

Aber ich möchte mich mit niemandem streiten. Ich bin nur erstaunt darüber, wie sehr ich für meine "häretischen" Anschauungen angefeindet werde. Anstatt sich mit meinen Thesen - und denen vieler Wissenschaftler - zu diesem Thema auseinander zu setzen, verfallen viele in einen Pawlowschen Reflex.

patchnotes 14 Komm-Experte - 1846 - 20. Oktober 2010 - 6:50 #

*seufz*

Wir reden hier von Herrn Pfeiffer, der Mann, der Killerspiele als Grund für Rockerbanden nennt, der Ausländerfeindlichkeit im Osten durch den gemeinsamen Gang aufs Töpfchen in DDR Kindergärten sieht oder der in Sebnitz seine eigene Mediengeilheit (mal wieder) befriedigen wollte? Ja, bei dem traue ich mich auch als Nicht-Soziologe zu sagen, dass er als Wissenschaftler ein geistiger Totalausfall ist.

Und dann "obskure Studien aus dem Ausland". Das ist auch ein Spruch aus der Pfeifferschen-Gedankenwelt. Jeder Wissenschaftler, der nicht auf die Ergebnisse von Herrn Pfeiffer kommt, wird von eben jenem als obskur, von der Industrie / dem Militär gesponsort diffamiert. Grandios, dass nenne ich mal Wissenschaftliches Denken. Übrigens sind Studien aus dem Ausland nicht mehr obskur, wenn sie Herrn Pfeiffer bestätigen ... ;)

Ach so, die "wissenschaftlichen Ansprüchen nicht zu genügen scheinen." Offensichtlich sogar. Na ja, zeig mir doch mal dein abgeschlossenes Soziologie-Studium, damit ich überprüfe, ob du das überhaupt beurteilen kannst. Übrigens gibt es auch Leute, die das über die Studien von Herrn Pfeiffer sagen, aber ich bin sicher, dass sind obskure Ausländer.

Das sich niemand wirklich damit auseinandersetzen will, ist übrigens nicht zuletzt Herrn Pfeiffer zu verdanken. Würde er nicht hirnlos mit voller Breitseite pöbeln und reißerische Thesen wie "Computerspieler = Rocker" herausposaunen, würde, dann könnte ich ihn auch als Wissenschaftler ernst nehmen. So tue ich ihn problemlos als seltsames Männchen ab, dass sich gerne selbst reden hört und nicht ohne Medienbeachtung leben kann.

Zu guter Letzt kann ich mir bei deiner Formulierung "meine Thesen" die Frage nicht verkneifen:

Herr Pfeiffer, sind sie's?

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 20. Oktober 2010 - 14:01 #

Du bezeichnest Prof. Dr. Christian Pfeiffer als "geistigen Totalausfall" - selbstverständlich mit dem Zusatz "als Wissenschaftler" versehen, du möchtest diesen Mann ja in keinster Weise diskreditieren. Ich frage mich bloß: Worauf stützt sich dein - entschuldige - selbstgefälliges Urteil?
Ist es "gesunder Menschenverstand", der wissenschaftliches Forschen ersetzen soll? Vor 500 Jahren nahm man an, die Erde sei eine Scheibe. Zu einem anderen Schluss, so die damalige Auffassung, kann man durch Nachdenken gemäß den Regeln der Logik und Vernunft nicht kommen (damalige Auffassung in heutiger Terminologie). Vermutlich ist es dann auch mit deinem abschätzigen Urteil über die Persona Christian Pfeiffer und seine Thesen nicht weit her.

Ich möchte dich bitten, mir auch nur eine wissenschaftliche (!) Studie zu zeigen, die Prof. Dr. Christian Pfeiffer Lügen straft. Kannst du das nicht, bist du ein Heuchler.

Ich weiß nicht, ob und wo du studiert hast, aber jeder mit abgeschlossenem Studium sollte fähig sein, eine Studie auf formale wissenschaftliche Ansprüche zu überprüfen. Dazu bedarf es nicht einmal einer ausgewiesenen Fachkenntnis.

patchnotes 14 Komm-Experte - 1846 - 20. Oktober 2010 - 14:46 #

Da fühlt sich ja jemand auf den Schlips getreten. Ist übrigens echt nett von dir, dass du auch immer den ganzen Titel von Herrn Pfeiffer schreibst, da freut er sich sicher.

Ich bin übrigens nicht der Meinung, dass "gesunder Menschenverstand" die Wissenschaft ersetzen soll. Wie ich zu meinem Urteil über die Person Pfeiffer komme, habe ich bereits geschrieben; ich leite es aus seinen getätigten Aussagen ab, die du übrigens geflissentlich ignoriert hast.

Es gibt eine Reihe von Studien, die beide Seiten belegen, such dir eine aus. Aber halt, wissenschaftlich (mit (!) sogar) muss sie sein. Ich nehme an, du wählst den Pfeifferischen Ansatz "Nicht meiner Meinung" => unwissenschaftlich. Dann wird es in der Tat schwer für mich. Aber ich denke, ich werd's überleben, wenn du mich für einen Heuchler hältst.

Mein Diplom hängt übrigens an der Wand. Leider nicht in Soziologie oder dergleichen, aber gnädigerweise sprichst du mir ja immerhin die Fertigkeit zu, eine Studie auf formale wissenschaftliche Ansprüche zu überprüfen. Und das, obwohl du noch jesters.ice geantwortet hast, dass man als Nicht-Soziologe die Studien von Herrn Pfeiffer gar nicht beurteilen kann. Braucht man jetzt die ausgewiesene Fachkenntnis oder etwa doch nicht. Ich brenne aber darauf, zu erfahren, was du studiert hast, da du dein Alter hier in deinem Profil mit 19 angibst. So schnell hab ich es leider nicht geschafft mit der Uni fertig zu sein.

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 20. Oktober 2010 - 15:29 #

Du leitest also ein Urteil über Prof. Dr. Christian Pfeiffer und seine Thesen aus "seinen getätigten Aussagen" ab, die du aber ohne Fachkenntnis nicht beurteilen kannst. Sehr merkwürdig.

Ich habe dich darum gebeten, mir eine einzige solche Studie zu nennen. Da du dazu offensichtlich nicht in der Lage bist, muss man dich für einen Heuchler halten. Man, nicht nur ich.

Anscheinend muss ich meine Aussage revidieren. Es ist zwar bekannt, dass viele (ehemalige) Diplom-Studiengänge keinen großen Wert auf wissenschaftliches Arbeiten legen - Ausbildungsziel ist die praktische Anwendung, nicht die Befähigung zum Wissenschaftler. Von BA-Diplomen wollen wir erst gar nicht anfangen.
Dass du aber offensichtlich nicht einmal weißt, was "formale" wissenschaftliche Fehler sind, zeigt, dass du von wissenschaftlichem Arbeiten ziemlich wenig verstehst.

Auf ad hominem-Argumenten entgegne ich prinzipiell: nichts.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 66037 - 20. Oktober 2010 - 15:48 #

Ich brauche doch keine Fachkenntnis um sagen zu können, dass es völliger Schwachsinn ist zu behaupten, Leute würden wegen Videospielen den Hells Angels beitreten. Falls doch, welches Fach sollte das sein?

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 20. Oktober 2010 - 16:14 #

Doch. Mindestens studieren musst Du dafür. Besser Du bist Wissenschaftler. Na gut, optimalerweise hast Du mit an den Studien gearbietet.
Alternativ bist Du gut darin, URL-Kopierpasteten zu backen und auf GamersGlobal registriert ;D Fachkenntnisse erfinden die garkeine sind verschafft einem sicherlich auch Vorteile.

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 20. Oktober 2010 - 16:27 #

Schlimmer entblöden kann man sich nicht. Gut, vielleicht mit fehlender Zeichensetzung.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 20. Oktober 2010 - 18:48 #

Jetzt sind wir schon bei der Zeichensetzung ^^

Lass gut sein, trink Deinen Rotwein und tausch Dich mit Kollegen aus, die Deine wissenschaftlichen Aspekten gerecht werden.

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 20. Oktober 2010 - 16:25 #

Auf die Frage, ob "Rocker" zu sein heute noch attraktiv sei, hat Prof. Dr. Christian Pfeiffer der Frankfurter Rundschau geantwortet: "Es gibt in der Fußballszene Leute, die sind unter der Woche brav angepasste Bankbeamte, und am Wochenende lassen sie "die Sau raus", steigen in ihre Kampfkluft und werden zu Gewalttätern. Wir beobachten da eine merkwürdige Existenzspaltung. Einerseits die bürgerliche Existenz zum Geldverdienen, andererseits eine "Freiheitsexistenz" zum Ausleben von Lust an Gewalt. Einer der ernsthaften Ursachenfaktor[sic!] dafür ist, das [sic!] viele junge Leute sich durch Computerspiele in Kampf-Rollen bewegen. Irgendwann will man das dann auch einmal real tun und nicht nur virtuell." (http://www.fr-online.de/panorama/-eine-machotruppe-/-/1472782/3081496/-/index.html)

Nach ihm ist Videospielekonsum also nicht Ursache für die nach wie vor bestehende Existenz der Hells Angels, sondern eine (!) der Ursachen für eine von ihm beobachtete Existenzspaltung in eine "bürgerliche Existenz zum Geldverdienen" und eine "Freiheitsexistenz zum Ausleben von Lust an Gewalt". Ob eine solche Existenzspaltung vorliegt und ob Videospielkonsum eine ihrer Ursachen ist, kann ich nicht allein mit gesundem Menschenverstand beantworten, sondern muss wissenschaftliche Untersuchungen anstellen, wie es Prof. Dr. Christian Pfeiffer tut.
Offensichtlicher Schwachsinn sind seine Aussagen mit Sicherheit nicht.

patchnotes 14 Komm-Experte - 1846 - 20. Oktober 2010 - 16:21 #

Ah, entschuldige, jetzt habe ich doch wieder nicht die Fachkenntnis, um Herrn Pfeiffer zu beurteilen? Na ja, du musst es ja wissen. Aber entscheiden könntest du dich dann doch mal. :)

Studien gibt es wie gesagt genug. Ich empfehle dir www.google.de als Ausgangspunkt. Entschuldige bitte, aber die Diskussion mit dir (wenn man das von deiner Seite so nennen kann) ist mir mehr Aufwand nicht wert. Ich glaube, dass ich die Schmach, vor dir als Heuchler dazustehen, überleben werde.

Vor allem, wenn du mit einer Breitseite vielen (= wahrscheinlich alle außer deinem) Studiengängen das wissenschaftliche Arbeiten absprichst. Fehlt dir dazu nicht die Fachkenntnis?

Aber gut, ich nehme an, du hast eine gut funktionierende Kristallkugel. Die hat wahrscheinlich auch mir attestiert, dass ich vom wissenschaftlichen Arbeiten wenig verstehe. Ich will doch nicht hoffen, dass du dir solche Thesen aus der Nase ziehst anhand von ein paar Kommentaren, die ich hier schreibe? Oder fehlt mir am Ende mal wieder die Fachkenntnis, um zwischen meinen Kommentaren und meinem Wissen über wissenschaftliches Arbeiten einen Zusammenhang zu erschließen? Mann, ich hoffe, dass KFN schreibt bald eine ausführliche Studie darüber.

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 20. Oktober 2010 - 16:45 #

Ob aufgrund einer Studie falsche Schlüsse gezogen worden sind oder nicht, sofern sie nicht die Gesetze der Logik brechen, kann man nur mit Fachkenntnis beantworten. Ich bin kein Physiker, also maße ich mir auch nicht an, über Studien, die in einem Prozess des wissenschaftlichen Arbeitens entstanden sind, zu urteilen - am Besten auch noch in solchen Kategorien wie "geistiger Totalausfall", "Schwachsinn", "Idiotie".

Was man jedoch ohne spezifische Fachkenntnis beurteilen kann, ist die formale Korrektheit. Prof. Dr. Christian Pfeiffers Studien weisen keine formalen Fehler auf, die wenigen von der "Spielerschaft" zitierten jedoch schon. Wenn ihre Vertreter einem überhaupt mal solche vorlegen, du bist dazu ja offensichtlich nicht in der Lage. Also stützt sich deine Ablehnung der Thesen Prof. Dr. Pfeiffers lediglich auf irrationale Gefühle. Schöne Grundlage.

Dass viele heutige Bachelor- und frühere Diplom-Studiengänge - ein sehr geringes wissenschaftliches Niveau, Berufsakademie-"Studiengänge" sogar gar keines, haben, ist Fakt. Da "spreche" ich auch keinem Studiengang etwas "ab", sie verstehen sich ja selbst nicht als Vorbereitung auf wissenschaftliches Arbeiten. Wer an der Berufsakademie einen Diplom-Ing.-Titel erwirbt, weiß sehr wohl, dass ihm die nötigen Grundlagen zu einer wissenschaftlichen Tätigkeit fehlen.
Das soll auch keinerlei Abwertung darstellen, nur sollte man da Ehrlichkeit walten lassen.

Wer offensichtlich nicht weiß, was wissenschaftliche Studien sind, und welchen Ansprüchen sie zu genügen haben, versteht vermutlich nur sehr wenig von Wissenschaft. Mit einem "Flüchtigkeitsfehler" kann man sich da auch nicht rausreden. Wer U=R*I nicht kennt, ist wohl auch kein guter Elektrotechniker.

patchnotes 14 Komm-Experte - 1846 - 20. Oktober 2010 - 18:40 #

Deiner Aussage nach sind wir leider alle unqualifiziert, über die Thesen von Herrn Pfeiffer zu urteilen, es sei denn wir haben ein Diplom in einem Studiengang, der dir (und Herrn Pfeiffer) zusagt. Schön für dich, dann brauchst du dich ja nicht zu wundern, dass wir uns nicht mit seinen Thesen auseinandersetzen.

Ich finde es übrigens bemerkenswert, dass du ALLE von Spielern vorgelegten Studien auf ihre formale Korrektheit geprüft und für ungenügend befunden hast. Aber gut, was soll man sonst den ganzen Tag am KFN machen?

Deine Rückschlüsse sind aber phänomenal. Weil du mir den Aufwand nicht wert bist, dir eine Studie zu präsentieren (die du ohnehin nicht lesen, sondern als "unwissenschaftlich" abtun würdest), liegt es natürlich an meinen irrationalen Gefühlen. An dir ist ein echter Kriminologe verloren gegangen!

"Dass viele heutige Bachelor- und frühere Diplom-Studiengänge - ein sehr geringes wissenschaftliches Niveau, Berufsakademie-"Studiengänge" sogar gar keines, haben, ist Fakt."

Ok, lassen wir mal Berufsakademien außen vor. Warum ist das Fakt? Hat das KFN dazu eine Studie gemacht, oder was? Es ist schon witzig, du verlangst von uns immer Fakten, aber wenn du mal eine Behauptung raus lässt, dann muss man das so hinnehmen (ist Fakt)? Ich glaube, da geht deine irrationale Gefühlswelt mit dir durch.

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 20. Oktober 2010 - 19:44 #

Endlich zeigst du ein Einsehen. Ja, wir alle, die keine Soziologen sind, können - zumindest nicht fundiert - beurteilen, ob die Thesen des Prof. Dr. Christian Pfeiffers stimmen oder nicht. Formal - darin wirst du mir wohl zustimmen - entsprechen seine Studien den Ansprüchen der Wissenschaft. Aussagen wie "Pfeiffer ist ein geistiger Totalausfall" oder "Idiot!" sollten sich manche daher lieber sparen. Dadurch demonstrieren sie nämlich nur ihre eigene Dummheit.

Ich gebe zu, dass ich im Punkt der von Videospielern zitierten Gegenstudien sprachlich zu ungenau war: Ich kenne natürlich nicht jede Videospielstudie, die von irgendeinem 14-jährigen, der sich hinter Pseudonymen wie "Jimmy724" verstecken könnte, gelesen habe. Die wenigen, die für gewöhnlich genannt werden und ich bereits gelesen habe, genügen keinen wissenschaftlichen Standards. Vielleicht kennst du ja eine, die mich überzeugen könnte?

Dass ich nicht jede meiner Aussagen mit Quellennachweisen versehe, musst du mir nachsehen.
Dass ein Bachelorstudiengang keinen großen wissenschaftlichen Anspruch hat, ist allgemein bekannt, er befähigt ja idR auch nicht zur Promotion. Dass es je nach Studienfach auch Unterschiede beim wissenschaftlichen Anspruch gibt, ist klar. Keiner wollte bestreiten, dass die Ausbildung im Physik-Masterstudiengang hauptsächlich wissenschaftlichen und nur untergeordnet berufsqualifizierenden und praktischen Gesichtspunkten genügt. Im BWL-Bachelorstudiengang hingegen erfahren die Studenten von wissenschaftlicher Tätigkeit kaum mehr als ein BA-Student.

Davon abgesehen: Ich möchte mich nicht streiten. Der Gesprächston wurde von allen Beteiligten (auch mir) von Posting zu Posting immer rauer. Ich spiele ja auch Computerspiele - mit Vorliebe sogar sog. "Killerspiele" - und möchte mein Hobby auf gar keinen Fall verdammen, auch wenn für viele meine Beiträge das suggeriert haben sollten. Ich wehre mich nur gegen die Diskreditierung von Prof. Pfeiffer und anderen Wissenschaftlern, die meist auf absolut unsachlicher Basis erfolgt. Man kann doch einen fachfremden Wissenschaftler nicht einfach mal so als "geistigen Totalausfall" bezeichnen!
Für persönliche Angriffe von mir entschuldige ich mich. Zwar habe ich nicht damit begonnen, aber die Blöße hätte ich mir nicht geben dürfen. Ich möchte dir daher auch nicht weiter unterstellen, von Wissenschaft an sich wenig Ahnung zu haben, patchnotes. Wie oben bereits geschrieben, hat sich das Ganze leider in einer sehr unguten Weise gegenseitig hochgeschaukelt.

In dem Sinne mit den besten Grüßen

patchnotes 14 Komm-Experte - 1846 - 21. Oktober 2010 - 9:23 #

Sagen wir es mal so, es gibt auch Wissenschaftler in eben diesem Bereich, die Herrn Pfeiffer kritisieren. Mir geht es hauptsächlich um seine polemische Art, mit der er süffisant seine Studien präsentiert.

Das diskreditiert ihn (unter anderem) in meinen Augen als Wissenschaftler. Wenn du das anders siehst, dann lasse ich dir da gerne deine Meinung. Deshalb hatte ich aber auch das "als Wissenschaftler" an den "geistigen Totalausfall" angehängt, denn ich bezweifle nicht, dass Herr Pfeiffer ziemlich intelligent ist. Nur ist er - für mich - halt ein Politiker und kein Wissenschaftler und argumentiert auf die entsprechende Art und Weise. Ihn interessiert halt irgendwie das Blitzlichtgewitter mehr, als sachlich über etwas zu reden.

Nehmen wir doch als Beispiel den Kölner Aufruf, den er mit unterschrieben hat, um dafür Medieninteresse zu erzeugen (das ist aber nur eine Unterstellung von mir). In einem Interview später mit der CBS hat er dann gesagt, dass er einzelne Sachen nicht so formuliert hätte und er "die grobe Linie billigt".

Ich hoffe, wir müssen nicht darüber diskutieren, was von dem Kölner Aufruf zu halten ist, denn da stehen Sachen drin, die gehen einfach gar nicht, bspw. der Persilschein für Eltern. Selbst Herr Pfeiffer sieht das ja so im Interview.

Aber ich gebe zu, ich hänge mich hauptsächlich an der Person Pfeiffer auf, denn ich gebe ihm eine Teilschuld daran, dass die wissenschaftliche Forschung in diesem Bereich vergiftet ist. Tatsache ist doch, dass durch seine markanten Verbalkracher wie "Medienkonsum mach dick, dumm, krank und traurig" jede vernünftige Diskussion im Keim erstickt.

Stell dir vor, da stehen drei Jugendliche mit ihren DS (oder was auch immer) im Park und spielen vor sich hin. Dann kommt ein alter Mann vorbei und fängt an die drei verbal zu attackieren. "Ihr seid dick, krank, dumm und traurig", "Ihr schließt euch bald einer Rockerbande an", usw. Gerade als die drei Jugendlichen anfangen, den alten Mann zu beschimpfen, ruft er ihnen entgegen "Setzt euch doch mal mit meinen Thesen auseinander!". Willst du mir jetzt wirklich erzählen, dass du erwartest, dass sich die drei mit seinen Thesen auseinandersetzen? Der kann noch so tolle Studien darüber geschrieben haben, dass das Fakten sind, dass wird die Jugendlichen nicht mehr interessieren.

Ich hoffe, du verstehst mich. Ich will gar nicht alle Wissenschaftler, die etwas gegen Computerspiele haben / in dem Bereich forschen, über einen Kamm scheren. In meinen Augen hat aber eben jenen Herr Pfeiffer einen Bärendienst erwiesen.

Falls du dich von mir persönlich angegriffen oder beleidigt fühlst, dann will ich mich auch entschuldigen.

Ich gebe zu, ich habe mich auch hochgeschaukelt, weil ich dir ein Zitat von dir jetzt um die Ohren hauen wollte.

"In Deutschland ereigneten sich nach dem "Attentat von Volkhoven" drei Amokläufe in Schulen: Freising/Erfurt 2002, Emsdetten 2006 und Winnenden/Ansbach 2009. Gemeinsames Merkmal der drei Täter war unter anderem der exzessive Konsum gewaltverherrlichender Medien, insbesondere von Filmen und Computerspielen, aber auch Bildern. Willst du bestreiten, dass ..."

Ich will zumindest mal bestreiten, dass es drei waren. Du wahrscheinlich auch, wenn du fünf aufzählst.

Da du mir aber nicht mehr unterstellst von Wissenschaft keine Ahnung zu haben, werde ich das auch nicht tun.

Stattdessen von mir alles Beste und vielleicht können wir ja auf sachlicherer Ebene weiter diskutieren. :)

Larnak 21 Motivator - P - 26219 - 19. Oktober 2010 - 17:03 #

Was erwartest du denn auf so eine, tut mir Leid, "doofe" Behauptung?
Wenn von PC-Spielen "eine Gefahr ausgeht", dann geht von Brot und Wasser sicherlich ebenso eine Gefahr aus, da muss ich zustimmen.
Schonmal an Schimmelbefall gedacht? Ist das etwa keine Gefahr?
Man sollte sich auch mit seinen Essgewohnheiten kritisch auseinandersetzen.

Ich muss jesters.ice da zustimmen. Und ich bin wirklich niemand, der sich nicht auch mal kritisch mit Gewalt- und Suchtwirkung von Spielen auseinandersetzt - in beide Richtungen.
Aber bei so einer Behauptung ist gar kein Platz mehr für einen kritischen Umgang...

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 19. Oktober 2010 - 19:29 #

Man diskutiert ausschließlich über "Thesen" und "Behauptungen". Über absolute Wahrheiten muss man nicht diskutieren, oder?

patchnotes 14 Komm-Experte - 1846 - 18. Oktober 2010 - 17:23 #

Das kannst du gerne so sehen, aber eine Tatsache ist das nicht. Oder wo ist dein Beweis, für "zu deren Ursachen auch PC-Spiele gehörten"?

Und sorry, ich hänge mich nicht nur an inhaltlichen Fehlern auf, sondern es nervt einfach, dass das ZDF diesen Rotz offensichtlich als journalistische Leistung ansieht. Mir graut bei dem Gedanken daran, dass deren restliche "Recherchen" ebenfalls auf diesem Niveau laufen.

"Die zugrunde liegende Problematik verleugnen" ... Hmm, ja, so kann man das sehen. Ich könnte aber auch sagen, dass Spiele-Gegner das Nichtvorhandensein eines Problems verleugnen. :)
Zuerst einmal sollte doch die Problematik auch bitte schön bewiesen sein und nicht nur in den Köpfen von ein paar Leuten herumgeistern, bevor ich sie verleugnen kann. Oder ist das wie mit den Zeugen Jehovas? Ich verleugne Gott, solange ich nicht beitrete? Danke, aber ich will den Wachturm nicht abonnieren.

Zeitgeist (unregistriert) 19. Oktober 2010 - 11:52 #

Was wurde denn jetzt in der Sendung berichtet? Ich raff es nicht. Erst wird hier großspurig auf die Sendung aufmerksam gemacht, dann schaut sich anscheinend niemand die Sendung an um die lautmalerische Überschrift zu bestätigen oder wiederlegen.
Bei der Zeitung mit den großen Buchstaben nennt man sowas "Krawalljournalismus".

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29926 - 19. Oktober 2010 - 13:26 #

Vielleicht hats ja jemand gesehen, konnte aber noch keine Zeit finden, etwas darüber zu schreiben? Soll vorkommen bei einer Seite, die von den News ihrer Nutzer lebt.

Aber als Lesestoff und eventuell Anregung für einen eigenen Bericht oder eine Überarbeitung dieser News:

http://vollekanne.zdf.de/ZDFde/inhalt/26/0,1872,8121114,00.html

patchnotes 14 Komm-Experte - 1846 - 19. Oktober 2010 - 13:57 #

Wow, wenn der "Lesestoff" den Beitrag im Fernsehen widerspiegelt, dann muss ich meine Meinung über das ZDF revidieren. Anscheinend ist man doch zu differenzierten Beiträgen fähig.

DarkMark 15 Kenner - 2915 - 19. Oktober 2010 - 15:00 #

Scheinbar leider nicht - denn das ZDF hat den Beitrag eben nicht gesendet sondern nur den verlinkten Beitrag im Online-Angebot veröffentlicht. Offenbar deckte sich das Rechercheergebnis nicht mit den Erwartungen des Redakteurs.

patchnotes 14 Komm-Experte - 1846 - 19. Oktober 2010 - 15:03 #

Ah, puh! Für einen Moment dachte ich schon, mein Weltbild bricht zusammen!

Ganon 23 Langzeituser - P - 39879 - 19. Oktober 2010 - 23:27 #

Aua aua, das tut ja weh! Eine Studie zeigt, dass Spiele nicht aggressiv machen - nein, das kann man ja nicht senden! Das muss ins Internet, das von der Zielgruppe eh nicht genutzt wird!

JayJay (unregistriert) 20. Oktober 2010 - 1:10 #

Ich frag mich nur als vor 1000 Jahren Menschen Ihre "Mitmenschen" aus Wut und Hass um brachten Schuld war. Die Bibel?

Kirika 15 Kenner - 3322 - 20. Oktober 2010 - 7:20 #

ne die Hexen, die die verzaubert haben xP

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29926 - 20. Oktober 2010 - 7:50 #

Und wie jeder weiß: Hexen waren auch nur zeitreisende Killerspieler..

Kirika 15 Kenner - 3322 - 20. Oktober 2010 - 8:08 #

lol ^^

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 20. Oktober 2010 - 13:13 #

Zeitreisende Killerspieler, deren Besen mit Zaubertrank eingeschmiert waren und sie in die Lüfte schweben lies...

Das liest sich nun komisch o.o

LEiCHENBERG 14 Komm-Experte - 1814 - 20. Oktober 2010 - 13:12 #

.. und trotzdem macht es mich immer wieder traurig das Wort "Killerspiel" in Nachrichten "aus den eigenen Reihen" lesen / hören zu müssen.

Ganon 23 Langzeituser - P - 39879 - 20. Oktober 2010 - 14:39 #

In diesem Fall finde ich es in Ordnung, da es hier in Anführungsstrichen steht und ein direktes Zitat aus dem ursprünglich angekündigten Thema ist.

LEiCHENBERG 14 Komm-Experte - 1814 - 23. Oktober 2010 - 15:08 #

Ich finde Schwachsinn auch rezitiert dumm, nie angemessen.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 66037 - 20. Oktober 2010 - 14:41 #

Und deswegen steht es in Anführungszeichen ;)

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