Neue Informationen zu AMDs HD6000-Serie

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Dennis Ziesecke 29991 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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15. Oktober 2010 - 21:08

Seit mittlerweile mehr als einem Jahr befindet sich AMDs erste zu DirectX11 kompatible Grafikkartengeneration auf dem Markt, es wird also Zeit für einige Neuentwicklungen. Schließlich holt die Konkurrenz von NVidia spürbar auf, besonders mit der GTX460 gelang den Kaliforniern ein beliebtes Stück Hardware. Doch genug der einleitenden Worte – tatsächlich wird AMD uns noch in diesem Jahr mit einer neuen Grafikkartengeneration erfreuen. Damit ist auch der Wechsel in der Namensgebung von ATI zu AMD bestätigt – die neuen Chips weisen nur noch das AMD-Logo auf. 

Bereits in der kommenden Woche, am 22. Oktober um genau zu sein, wird die offizielle Vorstellung stattfinden. Voraussichtlich wird AMD die neuen Chips „Barts“ und „Cayman“ aus der Northern-Islands-Reihe zeigen. Barts soll als Performance-Chip mit NVidias GTX460 konkurrieren und in zwei Varianten in Form der AMD Radeon HD6850 und HD6870 auf den Markt kommen. Cayman hingegen soll die Vertreter der schnellen Highend-Reihe stellen, welche wahrscheinlich mit AMD Radeon HD6950 und HD6970 etwas ungewohnt benannt werden dürften. Zu guter Letzt soll später im Jahr noch eine Dual-GPU-Lösung namens „Antilles“ folgen, für welche nur noch der Name AMD Radeon HD6990 übrig bleiben würde.

Bislang gibt es noch keine Ankündigungen für Chips der Lowend-Reihe oder der Mittelklasse. Offenbar plant AMD die zwar schon etwas betagte, aber immer noch recht beliebte HD5770 weiterhin anzubieten –ob die alten Modelle schlicht in HD6770 umbenannt werden ist allerdings noch nicht bekannt. Freunde dürfte man sich bei AMD mit einer solchen Aktion jedenfalls nicht machen. Bis vor kurzem war offenbar auch noch eine Veröffentlichung der Barts-GPU als HD6770 geplant, welche dann als Mittelklasse die direkten Vorgänger beerbt hätte. Jedoch existierte seit dem Erscheinen der 5000er-Grafikkarten eine recht große Leistungslücke zwischen den preiswerten HD5700er-Karten und den deutlich teureren und schnelleren HD5800er-Modellen. Diese Lücke scheint AMD mit der neuen 6800er-Reihe schließen zu wollen um die Topmodelle um eine Zehnerstelle höher ansiedeln zu können.

Bei Barts und Cayman handelt es sich zwar weiterhin um Grafikkarten in der mittlerweile bewährten 40nm-Strukturbreite, allerdings wurden die GPUs komplett neu entwickelt und haben mit den HD5000-Vorgängern nur sehr wenig zu tun. Ein direkter Vergleich der technischen Daten ist daher auch nicht hilfreich, um Schlüsse auf die Leistung der kommenden Modelle zu ziehen. Besonders der Bereich der Shadereinheiten ist stark überarbeitet und entschlackt worden, auch die Tesselationeinheiten sollen beschleunigt worden sein. Erste Benchmarks, die in einem chinesischen Forum aufgetaucht sind, zeigen die HD6850 zumindest im 3DMark Vantage knapp hinter der HD5850 und die HD6870 knapp hinter einer HD5870. Hier zeigt sich, wie verwirrend die Namensänderungen ausfallen können -- kaum ein Grafikkartenkäufer wird verstehen, warum der augenscheinliche Nachfolger langsamer arbeitet als der Vorgänger. Dabei wäre der Vergleich mit der HD5770 oder NVidias GTX460 korrekter, beide dürften mit ausreichend Vorsprung geschlagen werden.

Mit den beiden Cayman-Chips auf den HD6950/70 soll dann auch NVidias Fermi-Topriege geschlagen werden. Auch wenn bislang noch keine Benchmarks zu diesen Karten aufgetaucht sind, sprechen die technischen Daten für mindestens 15-20% Mehrleistung im Vergleich zu NVidias GTX470/480. Antilles soll mit zwei GPUs dann noch einen Gang höher schalten, allerdings stark zulasten der Energieeffizienz. Bereits für die HD6970 sind bis zu 300 Watt einkalkuliert, zumindest geben die verbauten Stromanschlüsse entsprechende Leistungen her.

Passend zur momentan heiß laufenden Gerüchteküche hatte ein holländischer Onlineshop für kurze Zeit zwei neue Grafikkarten im Sortiment gelistet – die Sapphire HD6850 sollte 189 Euro kosten, für die HD6870 verlangte der Shop 255 Euro. Beide Preisvorstellungen decken sich mit bereits seit einiger Zeit kursierenden Gerüchten zur Preisgestaltung. Vergleicht man die Preise mit denen der direkten Konkurrenten, klingt die Preisvorstellung auch durchaus realistisch. AMDs mit der HD6850 vergleichbare HD5850 ist mittlerweile ab 220 Euro erhältlich, NVidias etwas langsamere GTX460 mit 1024 MB RAM gibt es ab 170 Euro. Die mit der HD6870 vergleichbare HD5870 ist im Preisvergleich ab 299 Euro gelistet. Mit der Vorstellung am 22. Oktober sollen ausreichend Karten im Handel verfügbar sein, so dass auch niedrigere Preise nicht unwahrscheinlich sind.

Interessant ist auch die Ausstattung der neuen Modelle. Neben einem eigenen 3D-Standard namens HD3D, bieten die neuen Modelle einen HDMI1.4-Anschluss für 3D-taugliche TV-Geräte. Weiterhin werden natürlich wie schon bei den Vorgängern bis zu sechs gleichzeitig angeschlossene Bildschirme unterstützt – diese Funktion nennt AMD Eyefinity. Laut einer vorab bekannt gewordenen Präsentationsfolie sollen die neuen Karten aber noch ein bisher unbekanntes Feature namens Eyespeed bieten.

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11584 - 15. Oktober 2010 - 21:24 #

Die können bald ein Buch drucken mit so ca. 1000 Seiten, dass die Namensgebung erklärt...

Blair 10 Kommunikator - 356 - 16. Oktober 2010 - 9:20 #

Meiner Meinung nach ist AMD da recht eindeutig. Je höher die Zahl, desto besser (neuer) die Karte. Nvidia hingegen ist mir ein Buch mit sieben Siegeln :F

Larnak 21 Motivator - P - 26257 - 15. Oktober 2010 - 21:50 #

"HD3D"? Hat das für mich als Endkunde irgendeine Bedeutung oder ist das nur ein weiteres Wort im Dschungel der unbedeutenden Features?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29991 - 15. Oktober 2010 - 22:09 #

Naja, "3DVision" dürfen sie es halt nicht nennen, also brauchte man nen neuen Namen..

Raokhar 06 Bewerter - 866 - 15. Oktober 2010 - 22:02 #

Bin schon auf die Benchmarks der 6870 gespannt. Sie wird dann wohl meine 8800GT ablösen. Jedoch warte ich noch Erfahrungsberichte ab, in wie fern mein inzwischen E8200@3.4GHz u.U. limitiert.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29991 - 15. Oktober 2010 - 22:09 #

Offenbar liegt sie knapp unter ner 5870, muss sich aber alles noch zeigen.

Raokhar 06 Bewerter - 866 - 15. Oktober 2010 - 22:12 #

Auf jeden Fall wird das P/L-Verhältnis entscheiden. Interessant wird auch zu sehen sein, wie die Preise der aktuellen Radeons und ggf. der GTX 460 fallen werden. Inzwischen gibt es z.B. die 5870 von Club3D ab 277€ (noch nicht lieferbar).

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29991 - 15. Oktober 2010 - 22:16 #

Ja, die Preisentwicklung der 5870 ist wohl das Interessanteste an der Sache. Allerdings lassen sich die Barts-GPUs preiswerter produzieren als die 58x0er, da wäre also etwas mehr Spielraum für AMD. Den brauchen die dort auch - denn obwohl die 5000er-Reihe sehr gut lief hat AMD im letzten Quartal nur knapp eine Million US-Dollar Gewinn mit der Grafikkartensparte gemacht, recht wenig im Vergleich.

NVidia dürfte mit der 460 preislich allerdings arg am Limit sein, die wird nicht mehr stark fallen können.

Henry Heineken 15 Kenner - 3569 - 15. Oktober 2010 - 22:03 #

Sie sollten endlich mal PhysX unterstützen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29991 - 15. Oktober 2010 - 22:08 #

Da kann wohl AMD wenig machen. Die Rechte liegen bei NVidia.

Anonymous (unregistriert) 16. Oktober 2010 - 8:51 #

Warum sollte AMD überhaupt etwas machen? Um Nvidia zum Durchbruch derer PhysX zu verhelfen? Davon hätten sie nichts, außer, dass sie später sogar noch Lizensgebühren zahlen dürfen.

Ukewa 15 Kenner - 3689 - 16. Oktober 2010 - 8:09 #

Nein, die Spieleentwickler sollen endlich nicht mehr bestechlich sein und die Physik lieber auf DC verlagern!
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Ehrlich, schon vor Jahren dachte ich, daß jetzt der Durchbruch geschafft ist und bald alle Spiele auf eine einheitliche Physikengine zurückgreifen, um das Spielerlebnis realistischer zu gestalten.
Was hab ich mich bei HalfLife2 über die kleinen Physikspielereien gefreut und darüber, was wohl noch so alles möglich werden wird.
Wir sind aber bis heute noch auf dem selben Stand.

Ukewa 15 Kenner - 3689 - 16. Oktober 2010 - 8:11 #

Weiß jemand, ob AMD seine 3D-Schnittstelle auch selbst mit Hardware (also Brille etc) beliefern wird, oder doch dabei bleibt, es Drittherstellern zu überlassen?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29991 - 16. Oktober 2010 - 8:47 #

AMD bleibt bei den Drittherstellern. Könnte sich unter Umständen aber auch positiv auf die Preise auswirken.

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