EA-Studios: Vorwürfe von anonymem Entwickler

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14. Oktober 2010 - 20:50

Sich anonym über seinen Arbeitgeber auszulassen, scheint bei Mitarbeitern von Electronic Arts Tradition zu haben: Nachdem letztes Jahr die als "EA Spouse" berühmt gewordene Ehefrau eines EA-Mitarbeiters schwere Vorwürfe in Bezug auf die Arbeitsbedingungen erhoben und damit neben einem großen Medienecho auch einen handfesten Rechtsstreit ausgelöst hat, folgt nun die nächste anonyme Anschuldigung gegen die Spieleschmiede. Diesmal handelt es sich um einen anonymen Entwickler bei EAs Bioware Mythic-Studio, der gerade erfahren hat, dass er in der nächsten Entlassungsrunde im November gefeuert wird. Daher benennt er aus, wie er selbst sagt, "persönlichen und selbstsüchtigen Gründen" in seinem Blog vermeintliche Ursachen für das angebliche Scheitern des MMOs Warhammer Online und übt dabei insbesondere an den Topmanagern harsche Kritik.

So sei Produzent Jeff Hickmann die "armseligste Ausrede für einen Produzenten", die er jemals gesehen habe, und Mythic-Mitgründer Rob Denton sei während der Entwicklung von Warhammer Online nie anwesend gewesen, sodass die Entwickler über sein ständiges Fehlen bereits Witze gemacht hätten. Zudem habe eine Kultur der Angst geherrscht, besonders seit Mitgründer Mark Jacobs ausgebootet und rausgeworfen worden sei. Dabei haben die anderen Manager angeblich alle Verantwortung für das Scheitern des Titels auf Mark abgewälzt und sich nach dessen Rausschmiss dessen Gehalt und die Bonuszahlungen untereinander aufgeteilt. Der Entwickler, der sich in Anlehnung an seine berühmte Vorgängerin "EA Louse" nennt, lässt auch kein gutes Haar an anderen Aspekten wie etwa der Marketingkampagne für WAR.

EA Louse lässt es sich nicht nehmen, auch eine Spitze gegen ein anderes EA-Studio zu schießen, welches gerade ebenfalls an einem MMO arbeitet. Der anonyme Nestbeschmutzer wirft Bioware vor, bereits mehr Geld in die Entwicklung von Star Wars - The Old Republic gesteckt zu haben als Regisseur James Cameron in seinen Film Avatar, also inzwischen bereits über 300 Millionen Dollar. Das Beste am Spiel, so sagt er sarkastisch, seien dabei die Sprachsamples und so werde Star Wars - The Old Republic "einer der größten Fehlschläge in der Geschichte der MMOs".

Wie viele von diesen Anschuldigungen überhaupt wahr sind ist natürlich fraglich, genauso wie die Identität des angeblichen Entwicklers. Der Blogeintrag ist aber immerhin interessanter Lesestoff und beinhaltet neben weiteren Beschuldigungen auch noch jede Menge Kommentare, teilweise von weiteren angeblichen (Ex-) Mythic-Mitarbeitern, die ebenfalls recht aufschlussreich klingen.

Tamttai 10 Kommunikator - 379 - 14. Oktober 2010 - 18:02 #

Wälzt er da vllt. auch ein bisschen die Verantwortung für das scheitern von Warhammer auf andere Manager und das Team allgemein ab? ;)

"Das Beste am Spiel, so sagt er sarkastisch, seien dabei die Sprachsamples und so werde Star Wars - The Old Republic "einer der größten Fehlschläge in der Geschichte der MMOs"." - das würde ich im moment sogar unterschreiben.

wieso kommentier ich überhaupt so einen belanglosen mist? .... :(

Anonymous (unregistriert) 14. Oktober 2010 - 19:19 #

naja ich denke der statz, also zumindest das mit den sprachsamples, wird durchaus zutreffen ob nun sarkastisch gemeint oder nicht

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 14. Oktober 2010 - 20:12 #

Ich finds irgendwie witzig. Mythic hat mit Warhammer Online echt eine beschissene Arbeit abgeliefert, in dem sie versucht haben ihr Dark Age of Camelot zu kopieren und in die Warhammer Welt zu packen. Das hat die ersten paar Spieltage, vielleicht auch einen Monat, sehr gut funktioniert. Danach wurde es öde, zumal auch immer weniger Content und vorallen weniger PvP kam, je weiter man gelevelt hat.
Ich glaube übrigens auch das SW:ToR ein Riesenflop wird. Nach den Ingame Videos zu urteilen, ist es ein MMO wie jedes andere, mit dem Unterschied das die Questtexte nun Questsamples sind. Mit so etwas wird man auf kurz oder lang keine WoW-Spieler dazu bewegen können zu wechseln. Ausser natürlich es wird Free2Play, dann wird es eine Chance haben, da viele WoW-Spieler das nebenbei spielen können.

Rabenschnabel 12 Trollwächter - 934 - 14. Oktober 2010 - 20:53 #

Stimmt.
Am meisten (und wirklich extrem viel) Spaß machten die lvl 1-10, 11-20 ging noch so und spätestens im Bereich 21-30 habe ich dann den char aufgegeben und einen neuen erstellt. Das ging dann so weiter bis die ersten 30 "kostenlosen" Tage vorbei waren und ich das Spiel wieder deinstalliert hatte...

Dazu kam dann die sehr schlechte Performance. Ständiges ruckeln selbst auf niedrigster Einstellung mit guter Grafikkarte und extremer Lag sobald sich ein paar mehr Leute versammelten - und das bei einem Spiel das mit Massenschlachten und Belagerungen warb!

So ein Spiel hatte das Warhammer-Universum nicht verdient.

Klabusterbeere (unregistriert) 14. Oktober 2010 - 22:22 #

die Engine war wriklich desaströs, ich dachte schon bei EQ2 die Entwickler hätten nix drauf aber bei Warhammer ein grausames abgehacktes ruckeln, ein nogo! abgesehen davon wars ja ganz nett, zumindest den Stil und Witz haben sie ja gut übertragen, das gameplay... naja so geschmeidig schnetzeln wie in WOW war ja dank dröger Technik nciht möglich und wenn man kein großer PVP/Teamdeathmatch Fan ist dann wirds schwer lange Spass zu haben, zumindest gabs ein paar nette neue ideen wie öffentliche quests...

Iceman 10 Kommunikator - 374 - 15. Oktober 2010 - 13:03 #

Besonders viele Ingamevideos gab es bisher nicht. Darauf aufbauend das Potenzial eines Programms beurteilen zu wollen ist äußerst fraglich. Selbst wenn es "ein MMO wie jedes andere auch" sein sollte, sagt das noch nichts negatives oder positives über das Spiel aus. Die meisten MMOs bewegen sich im Mittelalter-Fantasy Szenario à la Herr der Ringe, da bietet Star Wars schonmal Abwechslung.
Die angeprießenen gesprochenen Texte sind ein unterschätzter Faktor. Sie haben das Potenzial selbst öde Standardquests ansprechend zu verpacken. In AoC war Tortage der spaßigste Abschnitt, obwohl man dort nichts anderes tat als in den Startgebieten anderer MMOs. Aber die Sprachausgabe hauchte dem ganzen eine Story und Leben ein.
Es wird auch oft gemeckert, warum dies das und jenes nicht so ist wie in anderen Spielen (WoW), wo alles bequemer zu handhaben sei. Werden diese Dinge hingegen übernommen, wird wieder gemckert, warum alles geklaut wurde. Als ob Blizzard die Erfinder sämtlicher Komfortfunktionen wären.
Sollte der Spielfluss und die Bedienung und die Spielmechanik sehr an WoW erinnern, sind es gerade die WoWler, welche dank Sprachausgabe und neuem Szenario eher wechseln als andere.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 15. Oktober 2010 - 14:03 #

Sobald die Sprachausgabe so gut ankommt, dass WoW-Spieler wechselbereit sind, bringt Blizzard ein Addon mit noch besserer, voller Sprachausgabe der Questtexte. Schon ist der gesamte Vorteil von SW:Tor dahin und alle wechselwilligen bleiben bei WoW.
Der MMO-Markt ist tot. Es gibt WoW, was es geschafft hat eine Socialplattform zu werden, für die die User monatlich Geld bezahlen. Selbst wenn ein MMO kommen sollte, was alles bisherige in den Schatten stellt, zieht Blizzard innerhalb kürzester Zeit nach und schon sind sie wieder die Nr. 1.
SW:Tor wird beileibe kein schlechtes Spiel, allerdings kann es niemals angehend hohe Userzahlen erreichen, um erfolgreich zu werden. Der größte WoW-Konkurrent Herr der Ringe Online, der wirklich vieles sehr gut gemacht hat, ist nun auch F2P geworden, weil man auf diesem Markt sonst keine Chancen mehr hat.

Warum bewegen sich wohl alle Mittelalter-Fantasy MMOs in dem jeweiligen Szenario? Weil alle anderen, bis auf Eve Online, gestorben sind. Wie war das doch gleich mit "Earth & Beyond", "Anarchy Online", "Planetside", "Star Wars Galaxies", "Star Trek Online", "Global Agenda" und insbesondere "APB - All Points Bulletin". Wo sind sie denn alle?

Larnak 21 Motivator - P - 25531 - 15. Oktober 2010 - 15:56 #

"Der MMO-Markt ist tot." - er weiß es nur noch nicht :D
Bei f2p werden wir das in der nächsten Zeit auch sehen denke ich. Noch sehen das zwar alle als Rettung, aber wenn man sich mal ansieht, was da alles auf den Markt drängt, ist es eigentlich logisch, dass auch die Blase bald platzen muss. So viele Spieler dafür gibt es dann doch nicht, als dass da für jedes neue Spiel wieder Millionen gefunden werden können (die es ja braucht, um ausreichend "Zahler" zu finden).

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 15. Oktober 2010 - 17:44 #

Eigentlich müsste man es so ausdrücken: "Der MMO-Markt will sterben, die Publisher lassen ihn aber nicht.". ;)
Der F2P-Markt wird noch eine ganze Weile so bestehen bleiben, aber sich nach einiger Zeit auf ein paar spielenswerte Highlights beschränken. Genau in diesem Markt wird man dann Spiele wie HdRO und SW:Tor finden. In meinen Augen war "Runes of Magic" der riesige Vorreiter für diesen Markt, im europäischen Bereich. Von Anfang an kostenlos, mit einer guten Grafik und anfangs mit einem riesigen Hype. Wenn "Frogster Interactive Pictures" es schafft, rechtzeitig vor dem Sterben von RoM die Reissleine zu ziehen, dann werden sie am Ende als reicher Publisher dastehen, der ein legendäres F2P-MMO geschaffen hat, bei dem die Spieler traurig sind, dass es nun nicht mehr existiert.

Übrigens ist Michael Pachter mein großes Vorbild, was solche Aussagen angeht. Er hat vielleicht nicht immer recht, aber meiner Meinung nach ist er der beste Spielemarkt-Analyst den es gibt.

Iceman 10 Kommunikator - 374 - 15. Oktober 2010 - 17:42 #

Blizzard wird nicht einfach mal so ein Addon mit Sprachausgabe aus dem Ärmel schütteln. Des Weiteren wäre dann nur ein kleiner Teil des gesamten Spiels vertont, bei SWToR das gesamte.
Die Spiele mit alternativem Szenario, die du da aufgelistet hast, sind teilweise zugrunde gegangen, weil sie einfach nicht gut waren. Mit dem Szenario hat das nichts zu tun. Eve Online ist hingegen gut geworden und man sieht das es funktioniert. Auch die Verkaufszahlen von Star Trek Online waren gut, das Spiel aber offenbar nicht. Ich habe es nicht gespielt und kann es nicht beurteilen, aber nach allem was ich so lese hat es die Erwartungen nicht annähernd erfüllt. Das Szenario hat damit nichts zu tun, im Gegenteil, schließlich war dies der Grund für die guten Verkaufszahlen.

Johannes 22 AAA-Gamer - P - 32523 - 14. Oktober 2010 - 20:43 #

Bin gespannt, ob sich die News als Ente entpuppt - Soviel Misstrauen muss sein. Jedenfalls, ich habe Warhammer Online nichtmal gespielt, es sah einfach langweilig aus...

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11021 - 14. Oktober 2010 - 21:05 #

Finde ich nicht der Rede wert, irgend einen Blog erstellen und bisschen Unsinn daher reden kann jeder. Ohne Fakten / Namen des Autors bleibt es einfach nur rein spekulativ und höchst unglaubwürdig.

LordofDoom 10 Kommunikator - 374 - 14. Oktober 2010 - 21:25 #

Ich glaube schon, dass der Autor ein 'Insider' ist. Dafür sprechen seine doch recht detaillierten Ausführungen und die entsprechenden Kommentare. Inwiefern das Geschriebene so gänzlich der Wahrheit entspricht, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Davon abgesehen sehe ich es ähnlich bzgl. SW:TOR. Das Spiel muss erst noch beweisen, ob es den hohen Erwartungen gerecht wird. Ein großer Name macht noch lange kein gutes Spiel und nur weil Bioware dahintersteht, heißt das noch lange nicht, dass sie auch ein gutes MMORPG auf die Beine stellen können, auch wenn die Voraussetzungen sicher nicht die schlechtesten sind.

Makariel 19 Megatalent - P - 13438 - 14. Oktober 2010 - 23:00 #

Rock, Paper, Shotgun hat bereits eine Persiflage auf Lager:
http://rpslouse.wordpress.com/ :D

Unterm Strich ist es nur jemand der anonym über seine ehemaligen Kollegen und Vorgesetzten herzieht und denkt er hätte den alleinigen Durchblick. Im schlimmsten Fall ist es nur jemand, dem furchtbar langweilig ist und der gern einen Haufen Mist schreibt. In beiden Fällen: so what?

Casa 12 Trollwächter - P - 1037 - 14. Oktober 2010 - 23:26 #

Er wurde gekündigt, das sagt doch Alles über den Wahrheitsgehalt ...
Mach ich demnächst auch bleibe Anonym und reime mir dann irgendwas zusammen :)

Passa (unregistriert) 15. Oktober 2010 - 15:02 #

Warum sollte er lügen, weil er gekündigt wird?
Vlg. Ist es ja eher so, dass er jetzt nichts zu verlieren hat, vorher hätte er den Job riskiert, jetzt nicht, da er ihn eh verlieren wird.

Makariel 19 Megatalent - P - 13438 - 15. Oktober 2010 - 15:45 #

Rache ist immer ein gutes Motiv. Immerhin sterben Menschen deswegen, ein zorniger Blog ist da ja noch harmlos.

Blaine 12 Trollwächter - 1118 - 15. Oktober 2010 - 1:19 #

Mich hat der Artikel schon auf Gamestar.de aufgeregt und wirklich gehofft er wird hier nicht gepostet. Aber naja, kann man leider nichts dran ändern.

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10705 - 15. Oktober 2010 - 8:53 #

Beteilige dich an GG, dann hast du irgendwann auch die Möglichkeit im günstigsten Fall auch Einfluss auf News zu nehmen. ;-)

Blaine 12 Trollwächter - 1118 - 15. Oktober 2010 - 9:57 #

hehe ja stimmt da haste recht :D
so wirkkich böse bin ich ja deshlab nun nicht auf gg :P

Hazelnut (unregistriert) 15. Oktober 2010 - 5:13 #

...hät er auch schon vorher was dagegen tun können..tja to late würd ich sagen

Commander Z 10 Kommunikator - 363 - 15. Oktober 2010 - 10:12 #

Zu dem Blogeintrag von dem Ex ist hier alles gesagt.

Aber warum hier einige Warhammer Online so in den Grund und Boden stampfen ist mir nicht ganz klar. Wer sich mit Warhammer einen Singleplayer MMORPG erwartet hat, wie es WoW nun mal ist, der hat sich das falsche Spiel gekauft gehabt. Warhammer war von Anfang an auf Gilden zugeschnitten. PvP war hier wesentlich ausgereifter und spaßiger als in WoW. Vor allem gab es keine Imba-Klassen und es gab auch keine Mega-Items, die das Gleichgewicht enorm beeinflusst hätten. Kein Spieler konnte Posen wegen irgendwelche "obergeilen" Items oder so.
Der fehlende Content hat das Spiel später getötet.
Das muss man Blizzard lassen: Content liefern können die recht gut. Auch wenn zur Zeit viele Veteranen aufhören, weil sie sich langweilen.

Warhammer war kein Überflieger, aber auch keine Bruchlandung. Im Schatten von WoW, das nun mal den Mainstream zu ihrer Art von MMORPG "erzogen" hat, ist es für jedes Neue MMORPG sehr schwierig zu bestehen. Ohne WoW hätten man Warhammer wahrscheinlich bejubelt.

Fyyff 11 Forenversteher - 681 - 15. Oktober 2010 - 12:16 #

Mal abgesehen vom Rest des Textes: könnte man dann bitte mal zur Kenntnis nehmen das die Zeit der HardcoreMMORPG a la Everquest vorbei ist? Sich ohne volle Gruppe nicht mal die Schuhe zubinden können mag ja total spaßig sein, ist aber einfach nicht mehr zeitgemäß. Wenn man MMORPGs mit mehr als 100k Abos haben möchte, muß man sich die bösen Casuals ins Boot holen, so einfach ist das.
Und das hat nix mit "von WoW" erzogen zu tun, sondern mit Zugänglichkeit und der Tatsache das viele alte MMORPGs einfach furchtbar waren. Eine bockschwere, unverständliche Grindhölle mit Gruppenzwang selbst beim Blümchen sammeln bekommt man außerhalb Asiens nicht mehr verkauft.
Mal die rosarote Retrobrille abgenommen, beschreibt der letzte Satz so ziemlich alle alten MMORPGs. Gott sei dank ist die Zeit in der Spielerbestrafung als gute Designphilosophie galt vorbei.

Commander Z 10 Kommunikator - 363 - 15. Oktober 2010 - 12:45 #

WoW ist aber nun mal ein absolutes Mainstream-MMORPG. Böse Zungen behaupten ja, nun könne sogar ein Lego-Roboter WoW spielen xD

Ich hab auch überhaupt nichts gegen WoW (lang genug und zu viel selber gespielt), ich wollte nur hinweisen, dass viele neue MMORPGs immer im Schatten von WoW betrachtet werden. Ich selber hab es ja mitbekommen, wie viele Spieler in einem neuen MMORPG wie Warhammer gefragt haben, warum das so nicht geht wie sie es "erwarten" (WoW-konform). Das brachte mich eben zu der Auffassung von "Erziehung durch WoW".

Ich gebe dir Recht, dass heutzutage keiner ein Hardcore-MMORPG spielen möchte (würde ich auch nicht). Aber Herausforderung in einem Spiel muss schon sein.

Fyyff 11 Forenversteher - 681 - 15. Oktober 2010 - 13:02 #

Herausforderung!=Spielerbestrafung. Das ist mein Hauptproblem mit dem "WoW hat alle MMORPGs versaut"-Argument. Ja, WoW hat einen neuen Standard gesetzt in Sachen Zugänglichkeit, Verständlichkeit und Casaulfreundlichkeit, und ja, auch bei WoW gibts da noch genug Luft nach oben.
Aber das ist ja nix schlimmes, sondern es wurde einfach nur Zeit das jemand ein einfaches, verständliches MMORPG macht und das Genre mal weiterenwickelt. Von daher kann man Warhammer vorwerfen sich eben nicht um die drei vorher genanntenten Dinge bemüht zu haben. Dann brauch sich EA aber auch nicht wundern das man nicht mehr als 500k Subs hat.

PS. Herausforderung kannst du auch in WoW haben. Hard Modes (ohne alles schon vorher gelesen zu haben) zum Beipiel.

Larnak 21 Motivator - P - 25531 - 15. Oktober 2010 - 16:05 #

Auch ein 'Hardcore'-MMO kann einsteigerfreundlich sein, das widerspricht sich ja gar nichts.
Guck dir doch mal die 40er-Raids und die Raidsinstanzen an, wie WoW zu Beginn hatte - das war nicht wirklich 'casual', im Gegenteil, für die Organisation und den Aufwand musste man schon "hardcore" sein, wenn man erfolgreich sein wollte.

Die Stärke von WoW war nur, dass man auch Einsteiger dafür begeistern konnte, sich an ein MMO zu wagen - nicht, weil es ein 'hardcore' oder ein 'casual'-Spiel ist, sondern weil der Einstieg leicht gemacht wird und die Welt fasziniert.
Alles andere kommt später. Wer mit WoW anfängt, hat noch gar keine Ahnung davon, ob das Endgame 'casual' (wie momentan) oder 'hardcore' (wie vor 4 Jahren) wird.

Wer dann ein anderes MMO anfängt und da nicht direkt hineingezogen wird, der wird natürlich dann unweigerlich merken, dass es anderswo besser war.
Und der andere Punkt ist ja, dass viele MMOs einfach gegen Ende leer sind/ waren und viele dann wieder aufgehört haben, weil es einfach nichts mehr zu tun gab - das ist dann vor allem das, was erfahrene MMO-Spieler abschreckt, sollte man auch unbedingt vermeiden.

Natürlich vergleichen WoW-Spieler andere MMOs auch mit WoW, das ist auch ganz normal denke ich. Aber ich glaube nicht, dass das der ausschlaggebende Punkt für das Scheitern vieler Spiele ist (bzw. für das "nicht so sehr erfolgreich sein"). Das Problem ist nur, dass diese Spiele in vielen Punkten schlicht schlechter sind/ waren - wären sie besser oder ebenso gut gewesen, hätte der Vergleich den Spiele gar nicht weh getan :)

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