OnLive benötigt ab sofort kein Abonnement mehr

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Madrakor 3218 EXP - 15 Kenner,R8,A1,J9
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5. Oktober 2010 - 17:13
Der Gründer von OnLive, Steve Perlman, hat gestern im offiziellen OnLive Blog verkündet, dass der Dienst auch in Zukunft ohne Abogebühren auskommen wird. Bisher wurde den Kunden nach erfolgter Registrierung für ein Jahr kostenloser Zugang zum Service angeboten, danach hätte man ein Abonnement abschließen müssen, um weiterhin Zugriff auf die Spiele zu haben.

Laut Perlman musste man am Anfang Abogebühren mit einplanen, da noch nicht sicher war wie gut der Dienst von den Spielern angenommen würde. Das Interesse war jedoch groß genug um sich komplett über die Miet- und Kaufpreise der Spiele finanzieren zu können. OnLive bietet die Möglichkeit, ein Spiel für drei oder fünf Tage zu mieten oder es für unbegrenzte Zeit frei zu schalten. Die Preise liegen dabei je nach Titel zwischen 4,99$ und 8,99$ für die Mietversion und bis zu 49,99$ für die unbegrenzte Nutzung aktueller Triple-A Titel.

Weiterhin kündigte er die OnLive MicroConsole für das Weihnachtsgeschäft an, zusammen mit besserer Latenz und höheren Auflösungen für den Videostream. OnLive ist aktuell nur in den USA verfügbar, in Europa werden zurzeit Kooperationspartner gesucht. Bisher wurden erst für England und Belgien Vertriebspartner gefunden (wir berichteten).

 

Amco 18 Doppel-Voter - P - 10816 - 5. Oktober 2010 - 16:49 #

Die Idee dahinter finde ich nicht schlecht, aber ich finde das ist alles noch zu teuer und wohl zuunausgereift... vielleicht in 2-3 jahren

Farang 14 Komm-Experte - 2451 - 5. Oktober 2010 - 16:51 #

ichdenke für mich könnte das was sein.ich meine ich habe ne amd64 3000 mit 2 gb ram und ich würde gerne diablo 3 zocken wenn es erscheint...wäre für mich also ne möglichkeit ;)

Vidar 18 Doppel-Voter - 12847 - 5. Oktober 2010 - 17:00 #

man braucht allerdings einen Zweikern Prozessor damit man das Angebot nutzen kann!
und wenn man aurüstet kann man auch gleich nen 4kerner kaufen und spielt leicht in ner höheren auflösung als 1280x768

Farang 14 Komm-Experte - 2451 - 5. Oktober 2010 - 17:05 #

ich dachete man sollte das mit schwächeren rechner nutzen können da die power ja eh von denen kommt....

Vidar 18 Doppel-Voter - 12847 - 5. Oktober 2010 - 17:10 #

kannst du, allerdings nur für ne auflösung von 1024x576 (und fraglich wie gut es dann läuft)! rest wird das empfohlen

RECOMMENDED SYSTEM REQUIREMENTS
Internet Connection: 5 Mbps, wired connection
Operating System: Windows® 7 or Vista (32 or 64-bit) or XP (32-bit)
Mac® OS X 10.6 or later
Computer: Dual-core PCs, all Intel-based Macs
Screen Resolution: 1280x720

Madrakor 15 Kenner - P - 3218 - 6. Oktober 2010 - 0:23 #

Ich gehe mal davon aus dass bei OnLive fleissig weiter an Qualität und Komprimierungsrate des verwendeten Codecs gearbeitet wird. Diese Anforderungen können in einem Jahr ganz anders aussehen.

Koveras 13 Koop-Gamer - 1507 - 6. Oktober 2010 - 0:30 #

Deutlich höher. :P

Madrakor 15 Kenner - P - 3218 - 6. Oktober 2010 - 0:31 #

Touché, good sir, touché.

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 6. Oktober 2010 - 17:24 #

verbesserte Codecs bedeuten aber das weniger Daten übertragen werden müssen und statt dessen das Material mit mehr CPU Einsatz "entpackt" werden muss, also das Gegenteil von dem was du willst.

Farang 14 Komm-Experte - 2451 - 6. Oktober 2010 - 2:08 #

oh man und ich hab gedacht mit meinen rechner hätte ich dann diablo 3 darüber spielen können ...naja hoffentlich erscheint es für konsolen

Vidar 18 Doppel-Voter - 12847 - 5. Oktober 2010 - 17:07 #

der preis ist einfach zu hoch!
50Dollar für einen titel der über Steam/Laden einiges weniger kostet und für den man nur ne garantierte Garantie für 2 Jahre hat...

naja werde sowas eh nicht nutzen will weiterhin die daten/saves bei mir haben + mods nutzen, das einzige was im moment noch für den Pc spricht... (für mich)

Larnak 21 Motivator - P - 26131 - 5. Oktober 2010 - 17:22 #

Die Taktik, alle Triple-A-Titel über Monate hinweg zum UVP anzubieten, fahren doch nahezu alle Downloadportale auch, obwohl ich die Spiele bei Amazon längst für 30€ bekomme. Steam ist da auch keine Ausnahme.

Von der Amazon-Sicht ist das also schon teuer, wenn ich allerdings vom normalen Download-Portal komme, sind die Kosten etwa gleich. Und dafür spart man dann eben die neue Grafikkarte alle 2 Jahre...

Für mich ist das trotzdem nichts, ich habe keine Lust, mich so einem Dienst auszuliefern, wenn ich doch alles schön bei mir auf der Festplatte haben kann. Ganz zu schweigen von dem sinnlosen Datenstrom, der dabei erzeugt wird, wenn der Kundenstamm größer wird.

Madrakor 15 Kenner - P - 3218 - 5. Oktober 2010 - 18:44 #

Die Preise schwanken stark, je nach Titel. Es kostet nicht alles gleich 50$, Assassins Creed 2 (ohne Ubilauncher?) und Borderlands werden beispielsweise für 30$ angeboten. Klar kriegt man die im Laden günstiger, aber Steam zum Beispiel hat soweit ich das grade weiß (kann im moment nicht nachsehen) ähnliche Preise.

Aber sonst stimmts schon, ich hab meine Spiele auch lieber auf der Platte liegen. Steam ist grad noch OK, da kann man die Spiele immerhin wegsichern. Und wenn die Kundenzahl weiter steigt (Europalaunch etc.) könnten auch die Hosting- und Traffickosten in die höhe schnellen. Ob dann die Käufe allein ausreichen werden um das System zu finanzieren wird man sehen müssen.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 5. Oktober 2010 - 18:33 #

Das mit der Garantie für 2/3 Jahre ist der Haken, den ich auch sehe - allerdings denke ich, dass sich OnLive da auf die Generation verlassen kann, die ein Spiel vergisst, sobald der Nachfolger bzw. der nächste "Toptitel" draußen ist. Videospielfastfood ist in.

matthias 13 Koop-Gamer - 1359 - 5. Oktober 2010 - 17:59 #

natürlich liegt der wegfall der abogebühren darin begründet, das die kunden onlive förmlich die tür eintreten und man getrost auf die extraeinnahmen verzichten kann...

Anonymous (unregistriert) 5. Oktober 2010 - 18:17 #

Klar, woran denn sonst, alles was sich gut verkauft ist billig, siehe iphone zum Beispiel :)

Kanonengießer 14 Komm-Experte - 2484 - 5. Oktober 2010 - 18:14 #

ohne mich!

fragpad 13 Koop-Gamer - P - 1523 - 5. Oktober 2010 - 20:31 #

Also mir sind da zu viele technische Unwägbarkeiten am Start. Kann mir das schon gut vorstellen, wie sich bei Problemen OnLive, mein Provider und der Spieleproduzent schön gegenseitig den Ball zuschieben...
Außerdem kann man sich sicher sein, daß die Brüder mein "Spielverhalten" an die Produzenten verhöckern, kein Interesse.
Und wenn die Bude an die Wand gefahren wird, dann sind doch wohl die gekauften Spiele flöten oder sehe ich das falsch ?

AticAtac 14 Komm-Experte - 2218 - 5. Oktober 2010 - 20:52 #

Dieser Dienst für in erster Linie für Leute, die keine (up-to-date) Konsolen und Rechner besitzen und keine Lust haben Rechner aufzurüsten usw. ! Von daher seid "ihr" (die meisten User hier) auch nicht als Zielperson gemeint und deswegen wundern mich die negativen Kommentare hier nicht. Auch wenn Onlive scheitern sollte, diese Art von Technologie wird immer mehr in der Zukunft kommen, da bin ich mir sicher.

Einen "netten" Vorteil hat dieser Dienst schon: grafisch aufwändige Spiele auf mobilen Plattformen (Handys, ipad, usw.) zu spielen.

Koveras 13 Koop-Gamer - 1507 - 5. Oktober 2010 - 22:09 #

Mich wundert an diesem Dienst so einiges. Mit der vermeintlichen Zielsetzung anzutreten, beim Kunden keine so leistungsfähige Hardware vorauszusetzen, in einem Zeitalter, wo die Hardwareanforderungen so lässig waren wie selten zuvor in der Geschichte der Computerspiele, ist durchaus schräg.
Viele heutige Spiele werden für Konsolen entwickelt und dann erst für den PC umgesetzt. Da die aktuelle Konsolengeneration DX9 benutzt und 32 Bit (4 GB RAM Grenze) ist, hält sich der Hardwarehunger bei PCs folglich oft in Grenzen. Eine von mir unerwartete und willkommene Entwicklung die mir verständlicherweise sehr zusagt (ich will nicht ständig aufrüsten oder auf Titel verzichten). Ich spiele fast alle meine Spiele auf einem 2 Jahre alten Notebook (und Notebookhardware ist ja meistens nochmal schwächer als "normale" Desktop-PC Hardware). Probleme bezüglich mangelnder Leistung kenne ich kaum. Überhaupt lassen sich auch auf meinetwegen 3 Jahre alter Hardware noch so ziemlich alle Titel gut spielen. Das war früher (=90er Jahre bis ca. 2005) oft anders. Hatte man da einen mehrere Jahre alten PC, durfte man schon froh sein, wenn sich ein aktuelles Spiel überhaupt noch starten ließ. Zudem ist der Spielemarkt heute viel breiter und facettenreicher geworden, als er es jemals zuvor war. Es gibt sehr viele fantastische, spielenswerte Titel (ich denke hierbei an Spiele wie Trine), die enormen Spielspaß bieten, aber selbst auf Low-End Geräten ohne nennenswerte Einbußen funktionieren.
Ein solcher Dienst hätte aus all diesen Gründen vielleicht in den 90ern echt Sinn gemacht, aber jetzt?
Vielleicht wird das später wieder anders, wenn möglicherweise ab/nach 2012 neue Konsolengenerationen erscheinen, die dann natürlich alle 64 Bit haben und mindestens DirectX 11 (oder gar 12) nutzen und dadurch PC Anforderungen quasi über Nacht plötzlich auf 16 GB RAM etc. und mehr explodieren, aber bis dahin müsste ja wohl im Vordergrund stehen, wie schlecht es eigentlich für User ist, wenn man gar keine Daten mehr lokal vorhält. Nicht mal mehr das eigene (offline-) Savegame editieren zu können, ist doch ein heftiger Nachteil. Braucht man gerade sowieso keinen Zugriff auf die Files, macht man sich das vielleicht nicht bewusst und bemerkt nichts negatives, aber sobald sich das mal ändert, wird es ganz schnell sehr störend und unangenehm.
Ich hoffe wirklich das sich solche Dienste nicht am Markt etablieren, die die Grenzen zwischen Offline- und echten Online-Spielen (wo man solche Features wirklich braucht bzw. manches unumgänglich ist) auflösen wollen, da sie fast völlig einseitig dem Anbieter alle Vorteile verschaffen und den Spieler gar mit mehr Nachteilen zurücklassen (wem ist noch nie die DSL Verbindung abgebrochen und man musste auf einen neuen Sync warten - bestimmt geil wenn das mitten im Spiel passiert oder beim Speichern der Savegames was schief läuft).

Imperitum 18 Doppel-Voter - 9391 - 5. Oktober 2010 - 22:20 #

"[...]aber bis dahin müsste ja wohl im Vordergrund stehen, wie schlecht es eigentlich für User ist, wenn man gar keine Daten mehr lokal vorhält."

Zumindest klingt das nach einer sehr guten Methode für die Entwickler & Publisher, um zukünftig den Raubkopierern entgegen zu wirken.
Ich könnte mir jedenfalls vorstellen, dass dieses System vielleicht vorrangig für einen derartigen Zweck genutzt werden könnte.
Dies wäre natürlich kein Prozess von Monaten, wohl eher ein Prozess der sich erst nach einigen Jahren in dieser Hinsicht für die Unternehmen rentieren könnte.
Voraussetzung dafür wäre allerdings eine komplette Umstellung auf ein derartiges System, damit die Spieledateien letzten Endes nicht in 'Umlauf' geraten.

Mit diesen News habe ich jedenfalls zum ersten Mal von diesem System erfahren.
Ich persönlich finde die Idee dahinter sehr interessant und bin mal sehr gespannt, wie sich dieses System in den nächsten Jahren entwickeln wird und ob es sich überhaupt dauerhaft auf dem Markt etablieren kann.

Koveras 13 Koop-Gamer - 1507 - 5. Oktober 2010 - 23:03 #

"Zumindest klingt das nach einer sehr guten Methode für die Entwickler & Publisher, um zukünftig den Raubkopierern entgegen zu wirken."

Genau darin sehe ich auch eher die eigentliche Motivation für Firmen, auf ein solches System umzusteigen und nicht etwa den beworbenen Grund, dass Spieler dadurch weniger leistungsstarke Hardware daheim bräuchten. Für dieses Ziel würde es ja schließlich schon reichen Spiele stärker zu optimieren usw... ;)

Madrakor 15 Kenner - P - 3218 - 6. Oktober 2010 - 0:21 #

Für die Publisher ist das sicherlich einer der interessantesten Aspekte daran, zusammen mit den leidigen Gebrauchtraubverkäufen, aber für die Spieler muss auch etwas geboten werden, sonst bringt dir die tollste Plattform mit dem besten Lineup nichts.

So gesehen ist der Ansatz 'ihr müsst euch kein dickes Gerät zum spielen zulegen' schon ganz nett, mir gefällt die Idee, irgendwann mal mit meinem X Jahre alten Laptop Crysis 3 in vollen Details butterweich genießen zu können ohne mir vorher einen Kopf machen zu müssen ob es überhaupt laufen wird.

Aber bis dahin wird noch einiges an Zeit vergehen, das System wird reifen oder in der Versenkung verschwinden. So oder so ist es ein durchaus interessantes Experiment.

XLuxx 09 Triple-Talent - 261 - 6. Oktober 2010 - 0:39 #

"So gesehen ist der Ansatz 'ihr müsst euch kein dickes Gerät zum spielen zulegen' schon ganz nett, mir gefällt die Idee, irgendwann mal mit meinem X Jahre alten Laptop Crysis 3 in vollen Details butterweich genießen zu können ohne mir vorher einen Kopf machen zu müssen ob es überhaupt laufen wird."

Kann man zustimmen, allerdings sollte man nicht außer Acht lassen, das gerade dieser Hardware Overkill letztlich die Grafikpracht hervorbrachte, die wir heute genießen können. Was wenn plötzlich Nvidia und AMD nicht mehr die Massen an Grafikkarten absetzen kann und was, wenn die steten Anforderungssteigerungen an selbige Karten sinken, weil man sich an schwächere Systeme angleicht oder weil in den Serverstellen der OnLive Anbieter die singuläre Stärke einer Grafikkarte irrelevant ist? Wird es dann noch die großen Innovationssprünge geben, die uns Spielern so viel Freude bereiten? Denn auch wenn es dem Geldbeutel immer weh tat, letztlich hat das Zusammenspiel von Spieleherstellern und Grafikkartenherstellern, die Grafikpracht hervorgebracht, die wir heute bewundern dürfen und ich wage die Vermutung, das es ohne diesem steten Zwang der Aufrüstung und Weiterentwicklung wesentlich langsamer vonstatten gegangen und gehen würde.
Wo kein Druck der Innovation herrscht, findet diese auch nur zaghaft statt!

Madrakor 15 Kenner - P - 3218 - 6. Oktober 2010 - 0:54 #

Aus der Richtung habe ich das Ganze noch gar nicht betrachtet. Da ist auf jeden Fall was dran, andererseits kann man aber auch behaupten dass die aktuellen Konsolen durch ihre jahrelang gleiche Hardwareplattform schon einen ähnlichen Effekt haben.

AMD und NV werden wahrscheinlich nicht mehr so viele High-End Consumer Karten absetzen können wenn sich Systeme wie OnLive durchsetzen, andererseits müssen die Server dort ja auch mit GPUs bestückt werden, ganz ohne geht nicht. Und diese GPUs werden höchstwahrscheinlich mit anderen Anforderungen laufen als aktuelle (z.B. mehrere Spiele parallel auf verteilten GPUs berechnen), so dass dort garantiert auch wieder genug Raum für Innovation sein wird. Bis es soweit ist wird aber wohl jedes Spiel seine dedizierte Grafikkarte haben, und diese muss immer noch entsprechend leistungsfähig sein. Da sehe ich für NV und AMD weniger Gefahr, das Geschäftsfeld wird sich eventuell etwas verschieben.

Als Abschluss möchte ich noch kurz anmerken dass mir persönlich die Grafik aktueller Titel vollauf reicht, meinetwegen können die Innovationen nun in anderen Teilbereichen weitergehen, etwa KI oder Storytelling.

Koveras 13 Koop-Gamer - 1507 - 6. Oktober 2010 - 3:28 #

Die Ausrichtung der Hardware verändert sich doch sowieso schon. Man muss sich ja nur anschauen was AMD nächstes Jahr alles auf den Markt werfen wird, Stichwort Fusion (CPU und GPU auf einem Chip) und so.
Ich wäre mir im Übrigen gar nicht so sicher, ob diese Veränderung des Marktes wirklich dazu führt, dass es weniger High-End Grafikkarten geben wird (solange es noch diese Tests gibt "wer hat die derzeit schnellste Karte" würde ich mir keine Sorgen machen). Die starke Konzentration des Spielemarktes in Richtung Casual (zur Erschließung neuer Käuferschichten), die man in den letzten Jahren gesehen hat, hat ja bis jetzt auch nicht dazu geführt, dass keine ausufernden Titel für die Core Gamer mehr gemacht würden.
CPUs haben sich in den letzten Jahren auch verändert, dadurch das sie viele neue Techniken gelernt haben (statt sich wie zuvor fast nur auf höhere Taktraten zu beschränken), wie bessere Energieeffizienz oder Parallelisierung (was ich beides als tolle, nützliche Neuerung empfinde) und trotzdem sind aktuelle CPUs schneller und besser als alles was es zuvor gab.
Würden sich Grafikkarten ähnlich verändern (teils haben sie das ja schon, mit Techniken wie PowerPlay), so dass man keine 2000 Watt Netzteile mehr braucht für ein SLI (ich übertreibe), dann kann man sich darauf nur freuen.
Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass PCs nie so attraktiv waren wie jetzt, weil die aktuelle Hardware einfach nur geil ist und gleichzeitig auch noch die Preise spürbar gesunken sind, in den letzten 5 Jahren. Sowas sensationelles gibt es doch sonst nirgends!
Im Übrigen würde ich eher sagen, dass die Unbeliebtheit von Windows Vista mehr für langsameren Fortschritt an der Grafikfront getan hat, als die über den gesamten Zeitraum verfügbare Hardware. Einfach dadurch, das DirectX 10 darauf beschränkt war, aber fast alle Spieler XP mit DX 9 nutzten (in der Steam Hardware Survey, nach Vista Release, hatten lange Zeit über 90% der Spieler XP!). Kaum ein Spielentwickler wollte da 2 Sachen bedienen und blieb gleich komplett bei 9.
Auch die Konsolen zeigen ja, dass die gleiche Hardware nicht zwingend bedeutet, dass die Grafik immer gleich bleibt (kaum jemand würde ernsthaft behaupten das die Spiele seit XBOX360 Release identisch aussehen). Gibt es keine neue Hardware, muss man eben lernen mehr aus dem Zeug raus zu holen, dass man schon hat. Genau das hat bei der vergleichsweise kurzen Lebensdauer vieler PC Grafikkarten ja kaum noch jemand getan.
Dann fällt mir auch noch das Thema ein, dass es glaube sogar auf GG schon mal gab, dass Grafik heute schon so gut ist, dass man sich wünscht Spiele würden mal in anderen Bereichen genauso dramatische Verbesserungen erfahren.
Ich hingegen bin eigentlich rundum happy, ich finde es gibt zahllose gute Titel, vermisse wenig. Das letzte was mich bei einem Spiel echt genervt hat, was mir so spontan einfällt, ist dass sie in einem Big Budget Titel wie Mass Effect 2 nicht mal Mouse Wheel Support eingebaut hatten - eigentlich unglaublich sowas.
Ich empfinde Zeug wie DRM und Account-Bindungen/Online-Zwang sowie DLC Wahn als viel größere Bedrohungen für sorglosen und unbekümmerten Spielspaß, als all die anderen genannten Sachen.

Farang 14 Komm-Experte - 2451 - 6. Oktober 2010 - 2:13 #

wird es. die mehrheit der gamer wechseln eh zu konsolen ,sprich der pc ist (leider) nicht mehr ganz die plattform die er noch in den 90er war.
ich denke zukünftig werden nvidia und auch amd sich eher auf konsolenhersteller konzentrieren. den pc grafikmarkt wird natürlich nicht aufgegeben aber ich denke schon das da das limit erreicht ist und zurück gefahren wird.

Koveras 13 Koop-Gamer - 1507 - 6. Oktober 2010 - 3:42 #

"wird es. die mehrheit der gamer wechseln eh zu konsolen ,sprich der pc ist (leider) nicht mehr ganz die plattform die er noch in den 90er war."

In den 90ern, als die Playstation 1 rauskam, haben sie schon gesagt das jetzt Schluss ist mit dem PC und es in 1-2 Jahren deshalb keine Spiele mehr dafür gibt. Bis heute hab ich nichts davon gemerkt, dass es auf dem PC nichts mehr zu spielen gibt. Ganz im Gegenteil, ich ertrinke in einem endlosen Meer von guten Titeln, die alle gespielt werden wollen, die ich aber aufgrund ihrer bloßen Anzahl sowieso nie alle werde spielen können.
Ich weiß natürlich auch nicht mit Sicherheit, ob es nicht mal wirklich weniger Spiele für den PC geben wird, aber bis jetzt ist das nicht der Fall und ich kann echt nur noch mit den Augen rollen, weil schon seit über 10 Jahren mindestens alle 6 Monate jemand das absolute, endgültige Ende des PCs als Spieleplattform ausruft. :D

"den pc grafikmarkt wird natürlich nicht aufgegeben aber ich denke schon das da das limit erreicht ist und zurück gefahren wird."

Ich denke das der PC Graka Markt sich einfach nur verändern wird und das nicht mal wegen den Gründen die du vermutest, sondern ganz einfach weil die Technik dies jetzt erlaubt. Ich denke dabei an die IGP auf vielen aktuellen Boards oder auch Fusion. Der Markt wird breiter und bedient mehr Interessen als nur die klassische, dedizierte Graka wie wir sie alle schon ewig im Rechner stecken haben. Mich freut das alles eigentlich. Führt es doch in erster Linie dazu, dass man noch viel mehr mit der verfügbaren Hardware anstellen kann, als früher.

XLuxx 09 Triple-Talent - 261 - 6. Oktober 2010 - 8:33 #

Nun ich denke hier müssen wir differenzieren, denn schon heute haben die beiden großen Grafikkartenhersteller Probleme. Ihre Monsterkarten werden immer weniger gekauft und auch im hochpreisigen Bereichen gehen die Verkaufszahlen zurück. Der andauernde Erfolg von Notebooks und die Gleichgewichtung der Konsole zum PC haben den Beiden zugesetzt und zwingt sie nun in andere Bereiche zu expandieren.

Hier mal die Entwicklung bei NVidia:

http://www.nvidia.de/object/IO_39909.html
http://www.golem.de/0902/65184.html
http://www.crn.de/channel/hersteller/artikel-85158.html

Berschauen wir uns doch die aktuellen Grafikkartenentwicklungen, da bemerkt man, das diese sich immer mehr in den Bereich der Forschung/Berechnung entwickeln. Stream, OpenCL und CUDA machens möglich und die Grafikkartenhersteller sehen darin ihre Chance auch weiterhin große Stückzahlen an Karten absetzen zu können, denn das ist natürlich ein Garant für andauernden betriebswirtschaftlichen Erfolg.

Die Kombination CPU/Graka ist auch nichts anderes als der Versuch den nicht zu unterschätzenden Markt an Bürorechnern zu beackern und sicher nicht Ausdruck grafischer Weiterentwicklung, die natürlich im Fokus der Spieler steht!

Somit haben wir also auch schon heute die Situation, das die Grafikkartenhersteller sich zunehmend neue Bereiche aneignen, um in der Zukunft weiterhin erfolgreich seien zu können. Doch warum verkaufen sich die Monsterkarten, die lange Jahre weg gingen wie warme Semmeln, nicht mehr so gut??

Ich denke, das liegt vor allem daran, das heutige Spiele, eher den Konsolen angepasst sind und diese bei weitem nicht mehr den Stand der heutigen Technik fordern. Der Zwang zu neuen Karten ist seit Jahren immer schwächer geworden und wirkliche Quantensprünge im Bereich Grafik haben wir in den letzten Jahren auch nicht erleben dürfen. Der Zusammenschluß beider Märkte, Konsole, PC, führt dazu, das die Hersteller von Spielen nicht mehr den grafischen Overkill produzieren können/sollten/müssen als es noch vor ein paar Jahren der Fall war. Der Aufwand 2 Versionen eines Spieles herzustellen, läßt sich heute nicht mehr finanzieren und so stehen wir ein wenig auf der Stelle. Zwar verbessert sich die Grafik immer noch, aber wirkliche Sprünge wie früher, erleben wir wohl erst dann wieder, wenn die neue Konsolengeneration das Licht der Welt erblickt.

Ist der PC also am Ende? Na das wurde schon oft behauptet. Aber ich denke das die Zeit noch lange nicht gekommen ist, dazu behauptet sich dieses System schon zu lange. Allerdings machen solche Systeme wie OnLive Systeme wie IPad und Smartphone zunehmend interessanter, mal sehen wie es in 5 Jahren aussieht! ^^

Koveras 13 Koop-Gamer - 1507 - 6. Oktober 2010 - 18:00 #

"Der andauernde Erfolg von Notebooks und die Gleichgewichtung der Konsole zum PC haben den Beiden zugesetzt"

Also mein Notebook hat auch eine dedizierte Nvidia Grafikkarte drin. Ein verkauftes Notebook kann man jetzt ja wirklich nicht mit dem Verlust einer verkauften Grafikkarte gleichsetzen. Es gibt viele Geräte, die keinen integrierten z.B. Intel Chip haben, sondern welche von AMD oder Nvidia.

"Die Kombination CPU/Graka ist auch nichts anderes als der Versuch den nicht zu unterschätzenden Markt an Bürorechnern zu beackern und sicher nicht Ausdruck grafischer Weiterentwicklung, die natürlich im Fokus der Spieler steht!"

Wieso so negativ? Nur weil bei dieser Technik CPU und GPU auf einen Chip wandern, heißt das jetzt ja noch lange nicht, dass dort deshalb keine Leistungsfähigkeit vorhanden ist. Bisherige IGPs stellt das bestimmt in den Schatten. Selbst wenn damit in erster Linie Bürorechner angepeilt würden, heißt das doch auch, dass damit in Zukunft viel mehr Rechner spielefähig werden, als das in der Vergangenheit mit viel einfacheren integrierten Lösungen der Fall war. Es kann genauso gut dazu führen, dass dann an viel mehr Orten gespielt werden kann. Das kann einfach nur gut für den Spielemarkt sein.

"Berschauen wir uns doch die aktuellen Grafikkartenentwicklungen, da bemerkt man, das diese sich immer mehr in den Bereich der Forschung/Berechnung entwickeln. Stream, OpenCL und CUDA machens möglich"

Ist doch toll? Habe gerade erst gelesen das sie jetzt einen Cray Supercomputer [1] bauen wollen, der auf Grafikkarten läuft. Sowas hätte es noch vor ein paar Jahren niemals gegeben. Das spricht doch für die technische Leistungsfähigkeit aktueller Karten und deren Möglichkeiten.

[1]

http://www.heise.de/ix/meldung/NVIDIAs-GPUs-halten-Einzug-in-Crays-Superrechner-1083591.html

XLuxx 09 Triple-Talent - 261 - 6. Oktober 2010 - 0:31 #

Tja, je nach Marketingstrategie würde es mich nicht wundern, wenn solche Dienste über kurz oder lang, den Markt bestimmen könnten. Der Druck der Industrie die Nutzung eines Spieles in Form einer Lizenz zu vollziehen ist groß, Portale die Regel und Onlinezwänge fast schon Routine!! Die geballte Spielerwelt, zumindest im PC-Bereich, ist in eine selbstgeschaufelte Falle getappt und nun werden wir den Geist der Flasche nicht mehr los. Was früher noch zaghaft und meist unter heftigen Protesten anfing wird letztlich mit Systemen wie OnLive vollendet. Die komplette Kontrolle über alle Aspekte eines Spieles, selbst die des Erlebens, wer sich da an UR-alte Spielautomaten erinnert fühlt, liegt nicht ganz falsch!

Somit bleibt nur zu hoffen, das OnLive in Europa floppt, wirklich daran glauben .. nun ... das liegt nicht in meinen Möglichkeiten, leider!

Sägfried 04 Talent - 18 - 6. Oktober 2010 - 2:43 #

ist doch ok, kost nix; brauch ich aber eh nicht. es gibt so viele perlen die noch gezockt werden wollen, die es für lau zu kaufen gibt. da kann die flut an neuen pc-spielen ruhig verebben, der vorrat reicht locker bis zum nächsten supergau.^^

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3332 - 6. Oktober 2010 - 9:31 #

JETZT gebe ich diesem Dienst eine Chance. Wenigstens in Gegenden mit entsprechender Infrastruktur.

Gut, 50€ für die extremste DRM-Form würde ich natürlich nicht ausgeben, aber einen 10h Shooter für 5€ über Wochenende buchen - das wäre eine Überlegung wert. Ähnelt dem Spieleverleih der Videotheken.

Aber das Marketing ist mal wieder witzig: "Der Laden läuft so gut, darum verzichten wir auf künftige Mehreinnahmen". Klar doch, glaube ich sofort! :D

Madrakor 15 Kenner - P - 3218 - 6. Oktober 2010 - 11:22 #

Denen wird wahrscheinlich auch bewusst sein dass die Abogebühren zusammen mit den Leih/Kaufgebühren viele Spieler abgeschreckt haben. Und wenn man dann kalkuliert kann es durchaus sein dass die größere potentielle Userbasis und deren Einkäufe mehr einbringen als mit den Abogebühren möglich wäre.

Jadiger 16 Übertalent - 5371 - 6. Oktober 2010 - 10:45 #

Was auf dem PC fehlt sind einfach PC only Titel kein Starcraft2 sondern wwirklich mal für die Technik die es gibt zu programmiern. Normal ist ja schon so ein Spiel kommt überall raus also eigentlich für Xbox und Ps und der PC bekommt AA AF und wenns hochkommt bessere texturen. Aber eben genau da liegt das Problem das PSiel einfach auf alter Hardware laufen müssen, die Konsolen sind Grafikarten techisch gesehen 3 Genartionen zurück. Last mal bei aktuellen Spielen Gpu last aufzeichnen und schaut wie wenig FPS das sind auch mit GTX470.

XLuxx 09 Triple-Talent - 261 - 6. Oktober 2010 - 13:44 #

Jupp, denke ich auch. Allerdings wird es das wohl kaum noch geben, da der Markt als solches einfach nicht mehr die Macht hat, die horrenden Entwicklungskosten zu deckeln, somit können die Entwickler nichts anderes tun, als alle möglichen Märkte mit in die Produktionsevaluierung einzubeziehen.

Starcraft 2 ist gerade ein Negativbeispiel für ein PC-only Game. Die Grafik ist ja nun nicht gerade die taufrischeste. Auch hier wollte man es ähnlich wie bei den Sims nicht übertreiben, Strategiespieler neigen nicht dazu Monstermaschienen ihr Eigen zu nennen! ^^

Was das Shootergenre angeht, so muss ich schon verwundert feststellen, das gerade dort, wo auch der PC-Anteil noch erträgliche Maße erreicht, nicht PC-Only Titel erscheinen. Waren es doch oft gerade die Shooter, die Grafikquantensprünge kennzeichneten!! Da müsste man mal Mäuschen in den Entscheidungsgremien der verschiedenen Entwickler spielen, um zu erfahren, warum gerade das Vorzeigegenre des Grafik-Overkills sich zunehmend in Stillstand verharrend wiederfindet! ^^

volcatius (unregistriert) 6. Oktober 2010 - 10:52 #

Ich lasse mich sicher nicht auf Gedeih und Verderb an ein solches System ausliefern.
Es gibt zu viele Unwägbarkeiten - Serverausfälle bei Onlive, allgemeine Probleme bei Internetkabeln, Schwierigkeiten bei meinem Provider sowie technische Probleme (Ping).

Dazu natürlich noch die berechtigte Frage:
Gibt es diesen Dienst in 2 Jahren überhaupt noch? Wie ist die wirtschaftliche Grundlage und Rendite? Wie werden Sony, MS und Nintendo reagieren?

Kann ich irgendwie gesperrt werden? Was mache ich dann? Eine Firma mit Sitz in den USA verklagen?

Für mich ist Onlive weder jetzt noch in Zukunft eine akzeptable Alternative.

Polo 13 Koop-Gamer - 1784 - 6. Oktober 2010 - 18:41 #

Mal testen wie das so ist, man kann ja laut Artikel auch die Demos kostenfrei nutzten ...

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