Starcraft 2: Nächster Content-Patch gegen Jahresende

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27. September 2010 - 10:49 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
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Bei den Kollegen von PC Gamer hat sich Chris Sigaty, Lead Producer von Starcraft 2, zum kommenden Patch (Versionsnummer 1.2) geäußert: Dieser soll am Jahresende veröffentlicht werden. Sigaty bezeichnet das kommende Update als "eSport-Patch". So sollen die Statistiken der letzten Saison zugänglich bleiben, wenn die Rangliste zurückgesetzt wird. Dazu verspricht er die oft geforderte Chat-Funktion, Fehler- und Balanceverbesserungen sowie neue Funktionen beim Karteneditor. Zum Thema Balancing erklärte Sigaty:

Ihr könnt in unsere Foren schauen, da existieren etliche verschiedene Theorien über Ausgeglichenheit und Unausgeglichenheit. Wir sind mittlerweile sehr vorsichtig was große Änderungen angeht.

Aktuell beschäftige man sich bei Blizzard mit 2vs2-Spielen, doch würden keine Änderungen ins Spiel übernommen, die nicht auch im 1vs1-Modus ausgetestet worden seien. Dass die Zerg zu schwach seien -- unter den Top-200-Spielern in Nordamerika sind nur wenige Zerg-Spieler -- möchte Sigaty nicht bestätigen:

Die Zerg sind nicht zu schwach. Es gibt nur insgesamt weniger Zerg-Spieler. Ich vermeide es selbst, so gut es geht, [Zerg zu spielen], da ich sie  für sehr komplex halte. Das Larvenmanagement der Zerg ist für mich wirklich schwierig.

Bis das Spiel so ausgeglichen sei wie Starcraft - Brood War, müsse man etwas Geduld haben. Das Balancing sei ein andauernder Prozess, der sicher noch ein Jahr oder länger benötigen werde. In dem Gespräch mit PC Gamer zerstört der Lead Produer zudem die Hoffnungen der Fans, während der Blizzcon mehr über Starcraft 2 - Heart of the Swarm zu erfahren: Das Addon soll während der Messe lediglich in einem Panel zur Starcraft-Geschichte angesprochen werden.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11186 - 27. September 2010 - 10:05 #

Dann wird es scheinbar noch eine ganze Weile dauern, bis diese Bugs verschwunden sind: http://eu.battle.net/sc2/de/forum/topic/656095974

bam 15 Kenner - 2757 - 27. September 2010 - 12:21 #

Bedeutet ja nicht dass es keinen Patch 1.1b oder ähnliches geben wird, der sich rein ums Bugfixing dreht. Sowas kommt nämlich in der Regel schon von Blizzard.

hoschi 13 Koop-Gamer - 1485 - 27. September 2010 - 11:04 #

Ich finde die Zerg sogar etwas zu stark. Gegen gewissen Zerg-Taktiken kann man manchmal wirklich fast nichts unternehmen.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11186 - 27. September 2010 - 11:12 #

Welche z.B. ?

hoschi 13 Koop-Gamer - 1485 - 27. September 2010 - 16:29 #

Mit Massen an Bangelings die Verteidigungsmauer und Tanks wegäzen und mit ein paar Zerglings die WBF zermetzeln.
Oder Massen-Angriff mit Hydralisken. Da hat kein Viking oder Raketen-Tower ne Chance. Vor allem können die Boden als auch Luft-Einheiten angreifen.

Um nur mal 2 zu nennen. Ok man kann natürlich bzw muss die Taktik schon vorher erkennen und unterbinden. Aber bei der reinen Verteidigung hat man hier fast keine Chance bzw. man kann es verteidigen aber da muss man Ressourcenmäßig schon gewaltig im Vorteil sein, denn der Zerg-Spieler hat die nötigen Truppen für diese Taktiken sehr schnell parat - da kann man im Normalfall nicht dagegenhalten.

Mithos (unregistriert) 27. September 2010 - 19:43 #

Natürlich hat ein Raketen-Tower keine Chance gegen Hydralisken, der greift ja schließlich keine Boden-Ziele an. Du meinst wohl eher Massen von Mutalisken. Dagegen hilft nen Haufen Marines oder halt Thors. Und Mutalisken kosten 100/100. Vikings sind da auch nicht unbedingt das geeignete Mittel.
Gegen Banelings könntest du mit Marauder was reißen, die halten einiges aus.

Die meisten TvZ, die ich gesehen habe, hatte eher der Zerg Probleme, da dauernd irgend eine Einheit an seiner Basis schnetzelte.

Apokalypse 17 Shapeshifter - 6613 - 27. September 2010 - 11:41 #

Ich finde das Spiel eigentlich ganz gut ausgeglichen. Nur das erkunden in der feindlichen Basis ist sehr schwer, dadurch kann es passieren das einer der beiden Spieler eine Taktik verfolgt, auf die man einfach nicht mehr reagieren kann sobald man sie doch mal mitbekommt.

Sok4R 17 Shapeshifter - P - 6017 - 27. September 2010 - 12:55 #

Das große Problem bei den Zerg ist, dass sie nicht viele Varianten spielen können. Für Protoss und Terraner gibt es viele Eröffnugnsvarianten, der Zerg dagegen muss primär reagieren, was ihm immer in Nachteile brigt. Dann gibt es meistens auch nur eine effektive Variante (z.b. Broodlords gegen Terra im Lategame), gegen die der Gegner gleich entsprechenden Gegenmaßnahmen treffen kann (im Beispiel Vikings), ohne großartig zu scouten da er eh nichts anderes zu erwarten hat.
Dazu sind die neuen Macro-Mechaniken (MULE, Chronoboost, mehr Larven) für Zerg etwas ungelegen. Wenn man mal MULEs oder den Chronoboost vergisst, kann man danach mehrere auf einmal holen - mit den Larven ist das nicht möglich. Die Allgemeine Problematik mit den Larven gibt es auch schon in Broodwar, wenn man zu falchen Zeit Dronen produziert hat ist man schnell überrannt worden - das überfordert gerade Neulinge und mich nach 8 Jahren =)
Ich glaube das ganze ist weniger eine reine Balance Geschichte im Sinne von Einheit A ist soviel stärker als Einheite B, als dass sich Blizzard mit dem grundsätzlichen Design der Zerg vertan hat. Sie sollten ja sehr flexibel sein, was aber nun dazu geführt hat, dass sie nur reagieren können. Sowas lässt sich nicht so ohne weiteres rauspatchen.

bam 15 Kenner - 2757 - 27. September 2010 - 13:29 #

Dass die Zerg mit der "Hauptarmee" reagieren müssen ist richtig (hier sei aber auch gesagt, dass sie es auch eher können als die anderen Rassen, da es keine Produktionsgebäude gibt, sondern die Einheit nur erforscht werden muss), allerdings gibt es dafür auch stärkere Harassmöglichkeiten. Gerade Mutalisken sind hier stark und zwingen die beiden anderen Rassen entweder ausreichend Defensive zu bauen, und/oder mit den Einheiten in der Basis/an den Exen zu bleiben. Dadurch gewinnt der Zerg die Mapkontrolle und kann expandieren. Ich sehe das weniger als Problematik, sondern mehr als Eigenschaft der Rasse.

Richtig ist, dass fortgeschrittenes Spielen dadurch wahrscheinlich schwieriger ist als bei den beiden anderen Rassen. Für Anfänger und Profis spielt das allerdings keine Rolle, da erstere eh nicht effektiv mit der jeweiligen Rasse spielen und sich bei letzteren das "perfekte" Spiel ähnlich anspruchsvoll gestaltet.

Gerade deswegen gestaltet sich der Zerg-Anteil im Diamant-Level eher gering, da sehe ich auch kein großes Balance-Problem oder Design-Problem. Eine 1/3:1/3:1/3-Verteilung wird sich eh nicht einstellen, egal was man macht.

Mithos (unregistriert) 27. September 2010 - 14:03 #

Bis der Zerg mal mit Mutalisken harassen kann, muss er sich zunächst ohne große Verluste zum Beispiel gegen Reaper, Hellions, Bunker-Push, Banshees oder Canon-Push, Proxy-Pylon, Voidray gewehrt haben. Wenn er Glück hatte, hat er ganz am Anfang noch nen paar Linge in die gegnerische Basis bekommen, aber das war es dann auch. Bis der Zerg Mutalisken hat können alle anderen auch ihre Anti-Air aufgebaut haben.

bam 15 Kenner - 2757 - 27. September 2010 - 15:27 #

Wir reden hier doch von gleichguten Spielern und natürlich muss der Zerg das abwehren können, genauso wie ein Terraner oder Protoss einen Harass abwehren können muss. Sobald aber der Zerg auf Mutalisken geht, dreht sich der Spieß um und die anderen müssen sich auf den Zerg einstellen. Mineralien die in den Bau von Anti-Air fließen, können dann beim Gegner eben nicht in den Harass gesteckt werden und damit flacht die Agression aus rein wirtschaftlichen Gründen schon ein wenig ab.
So funktioniert das Spiel eben. Jede Rasse hat eben bestimmte Stärken zu bestimmten Zeitpunkten im Spiel.

VaPi 10 Kommunikator - 383 - 27. September 2010 - 13:17 #

Die Zerg sind gut so wie sie sind. Es braucht halt einfach länger sie zu wirklich auf einem hohen Niveau zu spielen.

In Brood War haben Anfangs auch "fast" nur Terraner den Ton angegeben. Doch irgendwann gab es dann mal eine Phase wo nur noch Zerg dominiert hatte, es sich entsprechende Taktiken gebildet haben etc. Sc2 brauch viel mehr Zeit. Die Leute sollen mal weniger rumheulen und stattdessen lieber üben. Gerade die alten "core" Gamer reden sehr schnell von IMBA , bloß weil sie ihre Taktiken nicht 1:1 aus Brood War übernehmen konnten. Und das ist auch gut so, man will ja nicht wieder das gleiche Spiel haben.

Das einzige was ich nicht gut finde, ist das ganze Auto- und Smartcasting. Aber das fällt dann wohl unter Komfortfunktionen.

Anonymous (unregistriert) 27. September 2010 - 14:06 #

Du widersprichst dir selbst in den ersten zwei Sätzen. Entweder die Zerg sind in Ordnung oder sie sind schwerer zu spielen als Terraner und Protoss. Eins davon geht nur.

VaPi 10 Kommunikator - 383 - 27. September 2010 - 14:18 #

Wieso ist das ein Widerspruch? Die Zerg sind schwerer zu spielen, das waren sie schon immer. Das bedeutet nicht das sie nicht in Ordnung sind!

Tw3ntyThr33 15 Kenner - P - 3162 - 27. September 2010 - 15:46 #

Ich persönlich sehe da auch keinen Widerspruch ;) "Die Zerg sind so gut wie sie sind" ist ja eine Tautologie und kann deshalb nicht im Widerstreit zum zweiten Satz stehen ;)
Dein Beitrag hat das ganze Thema sehr treffend formuliert, möchte ich meinen.

Mithos (unregistriert) 27. September 2010 - 19:47 #

Wenn eine Seite schwieriger zu spielen ist als eine Andere, dann ist das nicht in Ordnung. Dass heißt nämlich, dass bei gleichem Geschick ein Spieler auf der anderen Seite mehr Erfolg haben wird.

Azizan 17 Shapeshifter - 7303 - 27. September 2010 - 20:10 #

Ich denke das mit dem "eine Seite schwieriger zu spielen" ist eine subjektive Einschätzung. Ich kenne Leute die kommen mit Terraner einfach nicht aus, spielen aber wunderbar mit Zerg und andersrum. Da können die Spieler gleich geschickt sein, wenn sie aber mit den Eigenschaften der Rasse nicht klar kommen, dann bringt auch ihr Geschick nicht mehr. Da muss aber nicht heißen, dass die Zerg deswegen furchtbar schlecht sind, sondern das weniger einfach nicht mit ihren Rasseneigenschaften nicht so gut auskommen und deswegen sieht es so aus als wären sie weniger Erfolgreich

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 28. September 2010 - 17:37 #

So kann man nicht argumentieren. Selbstverständlich darf es mehr Zeit in Anspruch nehmen, eine Rasse/ein Volk zu meistern, ohne dass man gleich von fehlendem Balancing sprechen kann. Denke doch an Ego-Shooter: Auch dort gibt es Waffen, die ohne große Übung erfolgreich eingesetzt werden können, z.B. "Raketenwerfer" oder sonstwelche Formen von Explosivwaffen, aber auch solche, die viel Übung erfordern, bei entsprechendem Können aber mindestens genauso stark, wenn nicht noch stärker sind, z.B. "Scharfschützengewehre".

Ohnehin lässt sich nur schwer sagen, Zerg seien leichter/schwerer zu bedienen als andere Völker. Je mehr Zeit verstreicht, desto schwerer wird das Makromanagement bei den Zerg. Andererseits lässt sich wohl kein anderes Volk so leicht bedienen wie die Zerg zum Beginn eines Spiels.

Tamttai 10 Kommunikator - 379 - 27. September 2010 - 15:43 #

Queenrush und gut is :P

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