Studie: 17% der Social Gamer nennen sich "süchtig"

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15. September 2010 - 22:58 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Vor kurzem berichteten wir euch von einer Social-Games-süchtigen Mutter, die ihre Kinder aufgrund des Facebook-Spiels Small Worlds verwahrlosen ließ. Nun hat eine Studie ergeben, dass sich 17 Prozent der befragten Social-Games-Spieler selbst als "süchtig" bezeichnen.  

Die Firma Lightspeed Research untersuchte bei dieser Umfrage das Verhalten von Nutzern von sozialen Netzwerken in Großbritannien und Nordirland. Der Hintergedanke der Studie war, ob sich mit Social Games wie FarmVille oder Mafia Wars effektiv Geld verdienen lässt. Allerdings verrät die Firma zumindest im Internet nicht, wie viele Personen befragt wurden -- was die Ergebnisse unter ein großes Fragezeichen stellt.

Dass sich 17 % der Spieler selbst als "süchtig" bezeichnen ist sicherlich die wichtigste vermeintliche Erkenntnis, doch die Studie bringt auch andere Ergebnisse zu Tage:

  • 58 % der Befragten haben bereits ein Social Game gespielt  
  • 67 % spielen ein bis zwei Social Games pro Woche 
  • 10 % spielen mehr als fünf verschiedene Titel 
  • 29 % nutzen diese Spiele täglich 
  • 24 % spielen mehrmals pro Tag 
  • 67 % spielen bis zu eine Stunde pro Tag 
  • 24 % verbringen bis zu zwei Stunden Social Games 
  • 10 % spielen sogar noch länger 
  • 14 % haben bereits Geld in Social Games investiert, um Ingame-Währung oder Gegenstände zu erhalten 
  • 33 % der Befragten haben auch schon Werbungen angeklickt oder sich für Newsletter angemeldet, um kostenlose Belohnungen zu erhalten.

Interessant ist übrigens auch der Altersunterschied, denn laut der Studie spielen 55- bis 64-jährige häufiger als 18- bis 34-jährige. Eine ähnliche Umfrage wird gerade in den USA durchgeführt. 

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 14. September 2010 - 16:25 #

Und da einiges dazu gehört, sich als süchtig anzuerkennen, dürfte die Dunkelziffer höher liegen.

Kanonengießer 14 Komm-Experte - 2402 - 14. September 2010 - 16:26 #

Ich dachte immer Süchtige würden selber nicht erkennen, das sie süchtig sind?!

Marcel 13 Koop-Gamer - 1377 - 14. September 2010 - 16:33 #

Wahrscheinlich sind auch nur 5-10% der Leute wirklich "süchtig". Aber es ist gibt natürlich genug Personen, die ungesund viel Zeit in diese Spiele (Müll) investieren und sich nicht eingestehen, dass sie ein Problem haben.

Marcel 13 Koop-Gamer - 1377 - 14. September 2010 - 16:30 #

Ich kann den Hype um diese Spiele eh nicht verstehen, aber ich finde die 14%, die bereits Geld investiert haben, fast noch bedauernswerter, als die "Süchtigen". Aber wahrscheinlich decken sich diese 14% auch stark mit den 17% der angeblich süchtigen.

floxyz 16 Übertalent - P - 4853 - 15. September 2010 - 9:52 #

58 % der Befragten haben bereits ein Social Game gespielt
67 % spielen ein bis zwei Social Games pro Woche

Widerspricht sich das nicht?

Tr1nity 27 Spiele-Experte - P - 79815 - 15. September 2010 - 10:10 #

Nein. Erstere haben irgendwann mal eines gespielt (und vielleicht nie wieder). Letztere spielen diese Art Spiele regelmäßig.

Age 19 Megatalent - P - 13988 - 15. September 2010 - 10:27 #

Das macht trotzdem keinen Sinn wenn der Personenkreis der Gleiche ist. Es wäre OK wenn 67% der 58% regelmäßig spielen, aber so sieht es so aus als ob von 100 Leuten 58 schon mal sowas gespielt haben und 67 dieser 100 solche Spiele regelmäßig spielen. Und das ist nunmal irgendwie nicht möglich, außer die Befragten lügen. ;)

floxyz 16 Übertalent - P - 4853 - 15. September 2010 - 13:16 #

Genau so hab ich mir das auch gedacht...

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 15. September 2010 - 23:24 #

Das hab ich mich auch gefragt. So wie es da steht macht es keinen Sinn, die obere Zahl muss doch größer sein...

Oder sind diese 67% wieder ein Teil der 58% von oben?

Vaedian (unregistriert) 16. September 2010 - 1:17 #

Mir erschließt sich der Sinn solcher Spiele irgendwie nicht.

Finden die Leute da "Freunde", die ihren normalen Bekanntenkreis ersetzen? Ist das sone Art Partnerbörse mit angrenzendem Garten? Worin besteht der Unterschied zu normalen Multiplayerspielen? Wieso haben Social Games irgendwie alle so eine bescheuerte Grafik? Warum spielt die ältere Generation häufiger solche Spiele?

Das wär doch mal eine Recherche wert?

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 16. September 2010 - 5:46 #

Kenne Farmville nur Beiläufig, früher mal Travian, aber ich meine ich kann deine Fragen beantworten. Ansonsten www.southpark.de Staffel 14 "Du hast 0 Freunde" oder wie die Folge heißt, da wird das schön parodiert :)

F: Finden die Leute da "Freunde", die ihren normalen Bekanntenkreis ersetzen?
A: Nicht unbedingt, die Dinger sind auch drauf ausgelegt, dass du mit deinen Facebook-Freunden spielen kannst, was Casual-Gamer vom Solitaire-Spielen so nicht kennen. Für Core-Gamer ist das normal, für die ist das neu. Und dann kann man auf Arbeit oder keine Ahnung woher man die Leute kennt darüber witzeln wer den größeren Garten hat usw.

F: Worin besteht der Unterschied zu normalen Multiplayerspielen?
A: Besser zugänglich, einfacheres Spielprinzip, oft läuft das Ganze weiter wenn du dich ausloggst (Pflanzen wachsen etc.), das macht das ganze irgendwo interessant, zwingt dich aber gleichzeitig auch dazu, immer wieder mal vorbei zu schauen. Außerdem gehts von jedem Rechner aus ohne Installation, also beim Frühstück gießen, auf Arbeit ernten :)

F: Wieso haben Social Games irgendwie alle so eine bescheuerte Grafik?
A: Damits auf jedem bescheuerten Rechner/Smartphone mit möglichst vielen Browsern läuft.

F: Warum spielt die ältere Generation häufiger solche Spiele?
A: Weils zugänglicher ist als Quake, trotzdem spielen auch alte Leute gern :)

Vaedian (unregistriert) 16. September 2010 - 10:10 #

Hm, klingt erschreckend plausibel. Bin ich froh, dass meine Mutter lieber Sins of a Solar Empire spielt.

Danke :).

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