Online-Sucht: Mutter ließ Kinder verwahrlosen

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13. September 2010 - 6:59 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Wie die britische Daily Mail gestern berichtete, habe eine Mutter aus Swanley, Grafschaft Kent, wegen ihrer Sucht auf die traditionelle Online-Brettspielumsetzung Small World ihre drei Kinder schwer vernachlässigt und ihre beiden Hunde verhungern lassen. Die Tageszeitung hat dabei jedoch das Brettspiel Small World, für das es lediglich eine iPad-Umsetzung gibt, mit dem Facebook-Spiel Small Worlds verwechselt, dem die Frau tatsächlich verfallen war.

Die 33-jährige Witwe habe nach einer Einladung zu dem Spiel via Facebook in 2009 zunächst lediglich eine Stunde am Tag in dem Spiel verbracht. Ab August des selben Jahres jedoch habe sich eine Besessenheit bis zu dem Punkt hin entwickelt, an dem sie in der Nacht nur noch zwei Stunden geschlafen habe, so Staatsanwalt Deepak Kapur. Während sie gerade noch fähig gewesen sei, ihre Kinder für die Schule fertig zu machen, habe sie zuletzt nur noch Lebensmittel eingekauft, die keiner Zubereitung bedürfen. Wie die Daily Mail meldet, habe ein Nachbar nach einem Blick durch den Briefschlitz ihrer Haustür die Behörden über die Zustände informiert. Im Esszimmer des verdreckten Hauses habe die Polizei die verwesenden Leichen ihrer beiden verhungerten Hunde vorgefunden. Die Kinder (neun, zehn und 13 Jahre alt) hätten sich am Ende mit den Fingern von kalten Bohnen direkt aus der Büchse ernähren müssen, so die Daily Mail. Verteidiger Allan Compton stellte klar, dass sie lange Zeit eine kompetente Mutter gewesen sei, bis ihr Ehemann vor wenigen Jahren an einer Herzattacke verstarb. So habe sie sich schließlich von der realen Welt abgekapselt und sich in die virtuelle Welt in ihrem Laptop zurückgezogen. Die Kinder befänden sich derzeit unter behördlicher Aufsicht, die Mutter habe jedoch die Hoffnung geäußert, bald wieder mit ihnen vereint zu sein.

Richter Jeremy Carey habe die Frau zu sechs Monaten Haft mit zweijähriger Bewährung und einem Verbot, Haustiere zu halten, verurteilt. Auch die Nutzung des Internets sei ihr veboten worden, um sie, so der Richter, vor der Versuchung zu bewahren, sich wieder in der virtuellen Welt zu verlieren.

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7072 - 13. September 2010 - 7:18 #

Das mit den Hunden ist mal extrem extrem = /
Die armen Kinder *sfz*.

Matze 10 Kommunikator - P - 414 - 13. September 2010 - 7:42 #

Oha, Wahnsinn. Man hat ja schon viel gelesen über das "Suchtspiel" schlecht hin, aber ein Facebook Spiel.

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 13. September 2010 - 7:44 #

Das gibts übrigens auch für den iPad und als klassisches Brettspiel zu kaufen.

DevilDice 11 Forenversteher - 822 - 13. September 2010 - 10:39 #

Nur auf Facebook kann ich es nicht finden...hat vielleicht mal jemand einen Link?
Oder geht es etwa gar nicht um Small World, sondern um SmallWorlds (Link: http://www.facebook.com/SmallWorldsApp)?
Letzteres würde, denke ich, eher passen.
Mir geht nicht in den Kopf wie man monatelang eine Brettspielumsetzung spielen sollte?!?

floppi 22 AAA-Gamer - - 33579 - 13. September 2010 - 11:00 #

Würde Sinn machen, da hat einer ein S unterschlagen. Denn Small World gibt es -- wie erwähnt -- nur als Brettspiel und für den iPad.

floppi 22 AAA-Gamer - - 33579 - 13. September 2010 - 10:57 #

Ich kenne sogar NUR das Brettspiel und die iPad Version. Mir ist nicht bekannt, dass das Spiel anderweitig umgesetzt wurde.

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 13. September 2010 - 21:10 #

Facebook und andere Browser-Spiele sind in vielerlei Hinsicht deutlich aggressiver ausgelegt als die bisher bekannten "Problemkinder". Glücklicherweise sind die meisten Spiele aber auch nur auf kurzzeitige Besuche ausgelegt, sodass man, selbst, wenn man süchtig ist, seinen Alltag normal weiterführen kann.

Ausnahmen gibt es leider immer... :(

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 74569 - 13. September 2010 - 8:38 #

Unfaßbar. Mir fehlen die Worte :(.

bam 15 Kenner - 2757 - 13. September 2010 - 9:27 #

Als ob da die Sucht "schuld" dran gewesen wäre. Die Frau ist daran 100% selber schuld und kann da nun wirklich nicht die Verantwortung auf eine Suchtkrankheit schieben. Süchtig muss man erstmal werden und das ist ein Prozess bzw. ein Weg für den man sich bewusst entscheidet (was gerade dadurch gezeigt wird, dass es erstmal ja ganz geregelt (1h) ging ohne Suchtverhalten). Es wäre ziemlich verantwortunglos die Kinder wieder ihrer Obhut zu überlassen.

kami. 11 Forenversteher - 797 - 13. September 2010 - 9:47 #

"Süchtig muss man erstmal werden und das ist ein Prozess bzw. ein Weg für den man sich bewusst entscheidet" aha. und woher nimmst du dieses wissen?

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 13. September 2010 - 10:05 #

Sorry, der Post macht für mich keinen Sinn. Wie kannst man diese Sache entweder "Der Sucht" oder "Der Frau" zuschieben wollen? Die Frau wurde halt krank vor Kummer um ihren Mann und vom Stress, die Familie jetzt allein stemmen zu müssen, und hat sich da in die bunte Facebookwelt geflüchtet. Sie ist weder böse noch gehört sie auf Lebenszeit hinter Gitter...

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29583 - 13. September 2010 - 10:07 #

Im Gegenteil, die Frau braucht Hilfe und - ganz wichtig - echte Freunde. Welche, die ihr auch mal in den Hintern treten und/oder sie aufmuntern. Ablenkung vom Alltag schleicht sich schnell ein - das kann mit seichten Kochsendungen im Privat-TV aber genauso passieren wie mit Facebookspielen.

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 13. September 2010 - 21:12 #

Volle Zustimmung.
Mit der Anmerkung, dass Kochsendungen nicht darauf ausgelegt sind, die Adressaten Monate- und Jahrelang ständig an den Bildschirm zu locken :)

bam 15 Kenner - 2757 - 13. September 2010 - 10:20 #

Sag ich auch nicht dass sie böse ist oder auf Lebenszeit hinter Gitter gehört. Aber wie bei allen einmal Süchtigen besteht ein hohes Risiko der Rückfälligkeit. Und zwar nicht nur hinsichtlich dieser speziellen Sucht, da lässt sich nämlich auch ganz schnell eine "Ersatzsucht" finden. Wer seine Kinder so verwahrlosen lässt, die Tiere sogar sterben und verwesen lässt, der ist meiner Meinung nach ungeeignet um die Erziehung der Kinder wieder zu übernehmen.

In diesem speziellen Fall kommt ja auch hinzu, dass es anscheinend keine Familie oder Freunde gibt die mal Vorbeischauen und die Mutter kontrollieren könnten. Halte ich für sehr gefährlich die Kinder da zurückzuschicken wenn sie die Haft abgesessen hat, Staatlich beauftragte Kontrolle (durch Jugendamt oder ähnliches) ist sicherlich auch keine optimale Lösung, wie viele Fälle ja zeigen, da wird zum Kontrolltermin aufgeräumt und dannach verfällt man wieder in die üblichen/schlechten Verhaltensmuster.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 13. September 2010 - 10:40 #

na gut, dass ist auch ne Ansicht. Ich wünsche dir, dass du niemals vom Schicksal hart getroffen wirst und/oder irgendwo (Drogen, Schulden, etc.) reinschlitterst, sonst wärst du nach deiner Logik ein verlorener Fall...

bam 15 Kenner - 2757 - 13. September 2010 - 10:46 #

Absolut nicht. Es geht hier um die Kinder. Wenn jemand Alleinstehendes einer Sucht verfällt und diese Sucht angeht, dann hat ein Scheitern keine Konsequenzen für andere, hier aber könnte die Mutter im schlimmsten Fall in die alten Verhaltensmuster zurückfallen und dann sterben beim nächstenmal nicht die Tiere, sondern die Kinder.

Es ist absolut möglich "Abstinent" zu bleiben, aber allzu oft verfallen Menschen nunmal wieder einer Sucht. Das Risiko sollte man in diesem Fall eben nicht eingehen.

Lisa 07 Dual-Talent - 137 - 13. September 2010 - 9:53 #

@bam: Du sagst doch selber "Suchtkrankheit". Ich kenne niemanden der bewusst freiwillig krank wird. Auch mit einer Suchtkrankheit kann man zu einem Arzt gehen und sich helfen lassen. Meinst du die Junkies am Bahnhof machen das gerne? Wenn du dir mit purer Willenskraft aussuchst wann und wo du eine Krankheit (Grippe oder ein chronisches körperliches Leiden o.ä) bekommst, solltest du dich vielleicht der Wissenschaft zur Verfügung stellen.

bam 15 Kenner - 2757 - 13. September 2010 - 10:09 #

Also wenn ich jeden Tag Alkohol trinken würde, dann werde ich sicher auch Süchtig. Aber dazu muss ich erstmal jeden Tag Alkohol trinken(vereinfacht ausgedrückt). Ein Sucht entsteht doch nicht von heute auf morgen.

Genauso in diesem Fall. Die Frau spielt täglich eine Stunde (zu diesem Zeitpunkt war anscheinend alles in Ordnung) irgendwann hat sich dieser Konsum aber gesteigert und genau diese Entscheidung, das Spiel länger pro Tag zu Spielen war eine bewusste Entscheidung.

Niemand wird bewusst freiwillig krank? Sich einem Suchtrisiko auszusetzen mit regelmäßigem und zu hohem Konsum ist für mich eine völlig bewusste und freiwillige Entscheidung. Die Suchtkrankheit als solche ist ein Resultat dieser Entscheidung.

Die Frau hätte bei ersten Anzeichen der vernachlässigung anderer Tätigkeiten damit aufhören sollen, oder (wie du sagst) sich Hilfe suchen sollen (bei einem Arzt, bei Freunden oder Verwandten). Hat sie aber nicht und auch hier kann man die Verantwortung nicht einfach auf die Krankheit abschieben.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 13. September 2010 - 10:15 #

Ist es möglich, dass Du noch nie mit jemandem zu tun gehabt hast, der psychische Probleme hatte? Solche Menschen sind meistens gar nicht mehr in der Lage, sich Hilfe zu suchen. Nach dem, was ich über den Fall gelesen habe, hat der Schmerz über den Verlust ihres Ehemannes hat diese Sucht ermöglicht, es war in keinster Weise eine freie Entscheidung.

Hilfe von Freunden und Verwandten scheint in diesem Fall auch auszuscheiden, denn in einem guten Freundes- oder Verwandtenkreis wäre es unmöglich, dass ein derartiger Fall unbemerkt geblieben wäre.

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 13. September 2010 - 10:19 #

Abgesehen davon, dass die Öffnung Freunden oder einem Arzt gegenüber auch eine Menge Überwindung abverlangt, dabei muss es sich nicht mal um eine Sucht handeln (eigene Erfahrung).

ganga Community-Moderator - P - 15882 - 13. September 2010 - 10:18 #

Ich finde du machst es dir ein wenig einfach der Frau die Schuld zu geben. Wie schon einige Vorredner meinten hat sie sich sicherlich nicht freiwillig für eine Krankheit entschieden.

Ich will nicht wissen wie viele Menschen täglich eine Stunde oder länger auf Facebook verbringen und da irgendwelche Social Games spielen. Und wenn davon einige über einen Zeitraum hinweg täglich ein paar Minuten länger spielen ist das bestimmt keine bewusste und freiwillig Entscheidung um sich einem Suchtrisiko auszusetzen.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11046 - 13. September 2010 - 10:29 #

Naja, wir PC/Konsolen-Spieler hocken auch Stunden da und zocken, surfen, lesen hier. Das heißt ja nicht, dass wir jetzt alle süchtig sind. Oder wie darf man den 1. Satz im 2. Absatz verstehen?

bam 15 Kenner - 2757 - 13. September 2010 - 10:33 #

Doch genau das ist eine freiwillige und bewusste Entscheidung. Man ist sich doch bewusst, dass übermäßiger Konsum süchtig machen kann. Wenn man mit absoluter Sicherheit also nicht süchtig werden will, dann konsumiert man nur wenig oder idealerweise gar nicht.
Das gleiche gilt doch für Alkohol, Tabak, Glücksspiele usw.

Wenn man sich also sicher oder wesentlich sicherer sein will, dass man nicht süchtig wird, dann erlegt man sich selber Beschränkungen auf ala "Ich spiele nur 1h täglich" und wenn man dies dann mal überschreitet, sollte man sich auch selber "bestrafen" z.b. indem man den Folgetag nicht spielt. Dass da ein bisschen Selbstdisziplin dazu gehört ist klar.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 13. September 2010 - 10:57 #

Nach Deiner Theorie ist aber Sucht immer eine freiwillige Entscheidung und nie ein Krankheitsbild. Und das ist vollkommen falsch. Natürlich gibt es Fälle, die sich bewusst in eine Sucht hinabgleiten lassen, aber die Mehrzahl hat eben nicht die freiwillige Entscheidung getroffen, von der Du schreibst.

bam 15 Kenner - 2757 - 13. September 2010 - 11:07 #

Nein. Sucht ist keine freiwillie Entscheidung. Das sich selber einer Suchtgefahr aussetzen ist eine freiwillige Entschiedung. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Weiß auch nicht warum diese Ansicht so ungewöhnlich sein soll.

Alkohol ist hier doch das beste Beispiel: Trinkt man täglich, dann weiß man, dass man süchtig werden kann (viele werden das auch, wenn es über einen längeren Zeitraum geschieht). Wenn man aber unregelmäßig und nur selten Alkohol trinkt, ist eine Sucht quasi ausgeschlossen. Vor der Sucht kommt immer die bewusste Entscheidung des Konsums und auch die bewusste Entscheidung des regelmäßigen und/oder übermäßigen Konsums und in diesem Zeitraum ist eine Sucht bzw. eine Abhängigkeit noch nicht gegeben.

Genau darum werden übrigends oft Verbote von Politikern gefordert. Weil es die sicherste Methode ist einer Sucht entgegenzuwirken, was nicht konsumiert werden kann, kann nicht Abhängig machen. Das so eine Maßnahme nicht sinnvoll ist, ist Teil einer anderen Diskussion.

Tw3ntyThr33 15 Kenner - P - 3162 - 13. September 2010 - 12:56 #

Mag ja sein, dass es sich hier um eine "freiwillige" Entscheidung handelt, wobei die Frage ist, inwiefern das "freiwillig" ist/war...aber das würde jetzt hier den Rahmen sprengen.

Du führst immer wieder den Alkohol an. Ist dir klar, dass du aus medizinischer Sicht bereits als suchtgefährdet gilst, wenn du dich bei großen, sozialen Anlässen dem Alkohol zu sehr hingibst, sonst aber unauffällig bleibst?
Das Problem ist meines Erachtens nach, dass du die Umstände zu sehr außer Acht lässt.
Ich bin auch kein Vertreter der "Die Determination von außen ist an absolut Allem schuld"-Theorie, aber sie einfach nicht zu erwähnen halte ich für zu simpel gedacht.
Die Gefahr von etwas abhängig, süchtig zu werden ist bei körperlichem und/oder innerem Leid ganz gewiss deutlich höher, als wenn es einem physisch und psychisch gut geht.
Hinzu kommt der Faktor "Ach, ich kenne meine Grenzen schon". Das denkt doch so gut wie jeder von sich, wenn er dann solche Meldungen liest kommt noch hinzu "Tragisch...aber mir kann sowas zum Glück nicht passieren". Das ist ein wesentlicher Faktor für die Entstehung von Sucht, vielleicht nicht bei Alkohol, sondern vor allem bei scheinbar harmlosen Sachen wie einer Sammelleidenschaft, Spiele, etc.
Das fängt eben alles ganz harmlos an und am Anfang bleibt's noch bei 1 Stunde am Tag, bei einmal Pokern im Monat. Doch genau wie bei "normalen" Drogen gewöhnt sich der Körper mit der Zeit an das Glücksgefühl, dass die jeweilige Aktivität auslöst und er benötigt eine höhere Dosis der Aktivität, um wieder ein gleiches Glücksgefühl zu erzeugen, was nebenbei über das Hormon Dopamin geschieht, ist also alles rein biologisch.
Und besonders Menschen, die sich in Trauer, Verzweiflung, etc. befinden gieren dann förmlich nach dieser Dopamin-Ausschüttung.

Ich möchte diese Verhaltensweise keineswegs entschuldigen, aber das Ganze als freiwillige Entscheidung hinzustellen, deren Gefahr die Frau hätte erkennen müssen, vor allem, ja ganz besonders mit diesem Hintergrund...das halte ich für falsch.

FLOGGER 17 Shapeshifter - 8926 - 13. September 2010 - 13:36 #

Aus einem unregelmäßigen Alkoholkonsum kann auch eine Sucht werden. Wenn vielleicht durch Schicksalsschläge die Abstände schleichend immer kürzer werden, kann es ganz schnell passieren das dies in einer Abhängigkeit mündet. Die meisten Abhängigen sind sich ihrer Sucht gar nicht bewusst und gestehen sich nicht ein dass sie ein Problem haben.

Larnak 21 Motivator - P - 25819 - 13. September 2010 - 21:25 #

Es gibt Situationen, da erscheint der übermäßige Konsum eines Facebookspiels um einiges bunter als das graue, erbarmungslose Leben.
Ich wünsche niemandem, je so etwas erleben zu müssen - aber lass Dir eins gesagt sein: Wenn es bei Dir zu so einer Situation kommen sollte, mag es sehr gut sein, dass Du Dich absolut freiwillig in diese Sucht hinein begibst, weil sie (oder besser "der Suchtgegenstand") für Dich Erlösung bedeutet.

Es gibt sicherlich oft Suchtsituationen, die vermeidbar sind und wo man mit gutem Recht auch dem/ der Betroffenen selbst eine Teilschuld geben kann. Es gibt aber auch Situationen, in denen so ein Suchtgegenstand für das Gehirn die einzige Möglichkeit ist, sich selbst (und damit den/ die Betroffene(n)) vor dem psychischen Zusammenbruch zu schützen.
Dass daraus eine Sucht entsteht, ist ja erst eine Folge dieses Selbstschutzes. Für das Gehirn also die Wahl zwischen sofortigem Zusammenbruch oder einer "Überdauerungszeit", nach der natürlich (wenn die Sucht nicht bekämpft wird) wiederum das Ende ist.

In so einer Situation ist das also nichts anderes als Selbstschutz, eine vollkommen natürliche Reaktion. Das Leben ist programmiert darauf, sich selbst so lange wie möglich zu erhalten - dabei greift es auch schon mal zu riskanten Methoden.

Ob es sich im konkreten Fall nun um eine auch selbstverschuldete Sucht handelt, bei der vielleicht aus Unwissenheit, vielleicht aus Leichtsinn ein großes Risiko eingegangen wurde, oder ob es sich hier um massive psychische Probleme handelt, die als Ursache dafür herhalten, können wir aber überhaupt nicht beurteilen. Mag sein, dass Du Recht hast. Mag aber auch nicht sein ;)

DevilDice 11 Forenversteher - 822 - 13. September 2010 - 10:48 #

Die Quelle schreibt schon Murks, denke ich. Es gibt keine Umsetzung von Small World, dem Brettspiel, für Facebook. Was es gibt ist Small Worlds (Link: http://www.facebook.com/SmallWorldsApp), und das ist wieder so ein Socíal Game. Ich denke der Verfasser der Quelle hat das "s" am Ende vergessen und dann halt einen "schönen" Verriss über süchtige Computerspieler geschrieben, der leider das komplett falsche Spiel beschreibt...

Aber selten so gelacht über den wahnsinnig fundierten Artikel in der Quelle.

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 13. September 2010 - 11:15 #

Ist angepasst. Ein hoch auf den Konditional! *g

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3252 - 13. September 2010 - 10:58 #

Bin ich der einzige, dem die News komisch vorkommt?

Wer schon mal Verwesungsgeruch in der Nase hatte weiß, 2 verwesende Hunde lässt man nicht einfach so in der Wohnung liegen.

floppi 22 AAA-Gamer - - 33579 - 13. September 2010 - 11:06 #

Daily Mail -- die Berichterstattung bewegt sich irgendwo auf einem Niveau zwischen der Bild und der Coupé.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3252 - 13. September 2010 - 11:13 #

Ah Danke, ich konnte mit dem Namen der Quelle nichts anfangen.

Sok4R 16 Übertalent - P - 4569 - 13. September 2010 - 12:25 #

in England gibts nur eine seriöse Zeitung, und dass ist die Times. Alles andere agiert unter Bild Niveau.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 13. September 2010 - 16:06 #

ganz so schlimm ist nicht. Aber es gibt nur seriöse Zeitung unter den richtig großen, das stimmt schon :)

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 74569 - 13. September 2010 - 12:18 #

So abwägig ist das nicht. Messis z.B. leben auch zwischen, (verfaulenden) Müll, Kot, totem Getier etc.

bersi (unregistriert) 13. September 2010 - 12:39 #

Die Abgründe der menschlichen Psyche sind tiefer als man sich vorstellen mag.

Ich kenne einen Fall, in dem eine WoW-Spielerin ihren Mann mit einem Gildenkollegen betrogen hat. Im Raid fand der das dann heraus und ging afk. Nach einer Weile sagte die Frau im Chat "Mom, mein Mann hat sich gerade aufgehangen." 15 Minuten später war sie wieder am PC.

Und wenn ich dir erzähle, was ich teilweise für Dinger mit meiner Ex-Schwägerin erlebt habe schlackerst du mit den Ohren.

Loliland 13 Koop-Gamer - 1683 - 13. September 2010 - 14:24 #

also sorry aber das mit den WOW Spielern klingt so abartig das kann ich dir fast nicht glauben.. hast du da zufällig ne quelle oder so was?
Ich finde sehr traurig was da geschehen ist das schadet doch auch der Psyche der Kinder!!

Rabenschnabel 12 Trollwächter - 934 - 13. September 2010 - 15:05 #

Hätte sie doch nur früher mit dem Online-Spielen angefangen.
Dann hätte sie keine Kinder gehabt, die sie vernachlässigten könnte.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29583 - 13. September 2010 - 15:07 #

Und keinen Mann, der plötzlich stirbt..

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 13. September 2010 - 16:07 #

Ich habe selten einen derart geschmacklosen Kommentar gelesen...

Rabenschnabel 12 Trollwächter - 934 - 13. September 2010 - 21:06 #

Danke schön!
Ich habe mir auch Mühe gegeben.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 74569 - 13. September 2010 - 20:33 #

Eine Bitte für die Zukunft: Erst denken, dann schreiben.

Rabenschnabel 12 Trollwächter - 934 - 13. September 2010 - 21:08 #

Wo ist der (sachliche) Fehler in meiner Behauptung den ich durch mehr Denken hätte vermeiden können?

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 14. September 2010 - 11:45 #

Durch mehr Denken wärst Du vielleicht auf die Idee gekommen, dass "sachliche" Feststellungen häufig grober Unfug sind. Mir fallen jetzt auch 10 "sachliche" Feststellungen über Deinen Kommentar und den dahinter steckenden Menschen ein, die ich aber aus Respekt Dir als Menschen gegenüber nicht äußern werde.

Rabenschnabel 12 Trollwächter - 934 - 14. September 2010 - 13:13 #

Laut deiner "Theorie" über sachliche Feststellungen müssten die meisten dieser 10 Feststellungen dann ja auch grober Unfug sein (wollte auch mal was in " setzen).

Ganz abgesehen davon hat das Verhalten der oben genannten Frau keinen Respekt verdient.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 14. September 2010 - 14:59 #

Das war keine Theorie, nur eine Beobachtung, denn Deine Feststellung ist menschenverachtender Unfug.

Diskussionen über Respekt scheinen bei Dir sinnfrei zu sein, damit unterlasse ich das jetzt auch.

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