Der vierte iPod Touch von innen

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12. September 2010 - 15:19 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Die Bastlercommunity von iFixit.com hat ein Exemplar des iPod Touch der vierten Generation für einen Teardown ergattert. Die neueste Auflage dieses Geräts wurde von Apple am 1. September erst offiziell vorgestellt (wir berichteten).

Früh im erläuternden Text des Teardowns weist iFixit auf den Preis von $229 hin, den man für eine 8GB-Version bezahlt habe. Die 32GB-Version schlage mit $299 zu Buche, für 64GB müsse man $399 berappen. Dabei lässt man nicht unerwähnt, dass das Preisschema in einem sehr ungünstigen Verhältnis des Preises zum Speicherplatz bei dem kleinsten Gerät resultiere. Er liege für die 8GB-Version bei $26,63 pro Gigabyte, für die 64GB-Version bei nur $6,23. Die Betreiber von iFixit.com finanzieren die Teardowns und den Unterhalt der Website mit einem Elektronikwerkzeug- und Einzelteileversand.

iFixit setzt den Teardown mit einer Betrachtung des Bildschirms fort. Mit 640x960px bietet der iPod Touch 4 eine vierfach höhere Auflösung als das Vorgängermodell. Anders als der Bildschirm des Vorgängers, zeigt diese Inkarnation ein tiefes Schwarz in abgeschaltetem Zustand. Ein Blick auf die beiden Kameras erinnert daran, dass die Auflösung der rückwärtigen Kamera weniger als einen Megapixel bietet. In der Tat liegt ihre Auflösung bei nur 960x720px, das sind 0,7 Megapixel im Vergleich zu den fünf des iPhone 4. iFixit vermutet den Platzmangel im extrem schlanken Gehäuse als Grund. Neben dieser Kamera verbirgt sich das Mikrofon hinter einem kleinen Loch, bereit, den Ton für Apples neues Telefoniefeature Facetime zu empfangen. Die Frontkamera entspricht mit einer VGA-Auflösung für Foto und Video der des iPhone 4.

Auf dem Weg ans Eingemachte stellt iFixit fest, dass das LC-Display mit dem Frontglas permanent verschmolzen ist. Während dies das Eindringen von Staub verhindere, werde es aber auch die Reparaturkosten erheblich in die Höhe treiben, zumal der Austausch des Bildschirms keine triviale Aufgabe sei. Genauso wenig derjenige der Batterie, die an die Hauptplatine verlötet ist. Glücklicherweise, so iFixit, hätten die drei Lötstellen einen vergrößerten Abstand voneinander im Vergleich zum iPod Touch 3, was die Gefahr, beim Löten versehentlich einen Kontakt zu überbrücken, verringere. Seit der Präsentation am 1. September kolportierte Berichte über Vibratoren im neuen iPod Touch kann dieser Teardown widerlegen. Die weitere Reise durch die Innereien des Geräts eröffnet den Blick auf den Kopfhöreranschluss, der erstmalig in der iPod-Touch-Reihe erfreulicherweise nicht mit der Hauptplatine verlötet ist. Auf ihm prangt der Stempel von Foxconn, dem primären Vertragshersteller für Apple. Die chinesische Firma hatte zuvor durch Berichte über menschenunwürdige Arbeitsbedingungen traurige Bekanntheit erlangt. Als endlich die Chips ans Licht gelangen, lenkt iFixit das Augenmerk auf die Markierung des A4-Prozessors (im Bild unter dem weißen Wärmeleitpad): sie ist identisch mit derjenigen des iPad-Prozessors, aber unterscheidet sich von der des iPhone 4. Das, so erläutert iFixit, sei ein Indikator für die lediglich 256MB RAM, mit der der iPod Touch 4 wie zuvor das iPad ausgeliefert werde, während das iPhone 4 über 512MB verfüge. Details dazu findet ihr im Teardown des iPad Wi-Fi vom letzten Monat.

In Hinblick auf das eigene Ziel, die Benutzer zur Wartung ihrer eigenen Geräte zu befähigen, stellt iFixit  positiv fest, dass sich das Gehäuse leicht öffnen lasse und der Kopfhöreranschluss nicht verlötet sei. Negativ fielen aber unter anderem die Verschmelzung der Frontglasplatte mit dem Display und dessen erheblicher Austauschaufwand auf.

kami. 11 Forenversteher - 797 - 9. September 2010 - 10:58 #

klasse. hab die news mit grossem interesse gelesen. vielen dank!

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 9. September 2010 - 11:03 #

Danke. Die Seite ist eine tolle Info-Quelle, wie ich finde. Am 4. November pflücken sie Kinect auseinander. :)

Wunderheiler 19 Megatalent - 19066 - 9. September 2010 - 16:34 #

Der, vermeintlich, geringere Arbeitsspeicher stört mich doch sehr...
Ich hoffe das bestätigt sich nicht. Solange werde ich defenitiv noch warten.

McGressive 19 Megatalent - 13786 - 9. September 2010 - 18:29 #

Hab mich tatsächlich einen Tag nach der Präsentation dazu hinreißen lassen, mir den 32er zu bestellen ;)
Soll wohl Ende nächster Woche bei mir ankommen... mein letzter Ipod war der "mini" mit 4GB :P

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11359 - 9. September 2010 - 18:33 #

Ich habe zwar ein iPhone 3GS, spiele aber mit dem Gedanken, mir den iPod zu kaufen.

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 9. September 2010 - 20:05 #

Den iPod oder den iPod Touch? ;)

Übrigens, die Sache mit den 256MB RAM hat nun auch schon jemand an die Wikipedia gepinselt.

Pro4you 18 Doppel-Voter - 11359 - 9. September 2010 - 20:09 #

Den Touch natürlich, darum geht ja auch dieser Artikel..

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 9. September 2010 - 20:39 #

Wieso konnten die das Ding nicht einfach iTouch nennen...

Wunderheiler 19 Megatalent - 19066 - 10. September 2010 - 18:41 #

Wahrscheinlich aus dem gleichen Grund, warum die anderen Player nicht "iShuffle", "iNano" und "iClassic" heißen ;)...

PARALAX (unregistriert) 9. September 2010 - 21:27 #

Das wäre was für mich. :-) Ich liebe es Sachen zu zerlegen und wieder zusammen zu bauen, so wie einst hier:

http://www.youtube.com/watch?v=0LWlPnnr4r4
http://www.youtube.com/watch?v=h0EbuMUKVGI

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 10. September 2010 - 19:27 #

Und als Kind hast Du die Spielzeuge aus den Ü-Eiern auch schon so gern ohne Blick auf die Anleitung zusammengepuzzelt, richtig? :D

PARALAX (unregistriert) 10. September 2010 - 19:46 #

Ne, die waren mir zu simpel. Aber ich hab schon Legosteine für meine Modelleisenbahn "missbraucht" z.B. für Strommasten und sie entsprechend einfach angemalt. ;-)

Auch die Raumstation mit dem LEGO-Zug war toll oder die Fischer-Technik Bausätze. Schade, das ich das Zeug damals zugunsten des PC's verkauft habe...*seufts*

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