
Der Titel Medal of Honor sorgt bereits Wochen vor seinem Erscheinen für Furore -- doch geht es in den hitzigen Diskussionen nicht um das Gameplay des Shooters, sondern um den Fakt, dass man in Multiplayer-Partien auch die Seite der Taliban einnehmen kann. In Deutschland hat der Sprecher des Bundeswehrverbandes dies bereits als "widerwärtig" bezeichnet (wir berichteten).
Aber nicht nur hierzulande, auch bei den amerikanischen Truppen scheint man von dieser Idee nicht so begeistert zu sein. Wie die Website Kotaku berichtet, wurde die Videospielkette GameStop von AAFES (Army and Air Force Exchange Services, dem Versorgungsunternehmen der US-Streitkräfte) gebeten, das Spiel in allen 49 Shops, die sich auf US-Basen in Amerika befinden, aus dem Programm zu nehmen. GameStop sei dieser Aufforderung gefolgt.
Kunden, die das Spiel bestellen wollten, sollen zur nächstgelegenen GameStop-Filiale, die sich außerhalb einer US-Basis befinde, weitergeleitet werden. Man wolle AAFES in seinem Bestreben unterstützen, den "Respekt vor unseren vergangenen und aktuellen Männern und Frauen in Uniform" zu wahren, heißt es laut Kotaku in einer E-Mail von GameStop an seine Angestellten.
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Eine sehr populistische Aktion seitens GameStop. Da das Spiel scheinbar nicht durch sein Gameplay reizen und überzeugen kann, versucht man seitens EA und scheinbar nun auch der Händler, sich auf diese Art und Weise interessant zu machen. Die meinen damit Kunden, die sagen wir mal etwas schlicht im Geist sind, mit solchem Blödsinn in der Fachpresse etc. locken zu können.
Ich habe die Mission Gun Fire gesehen von MOH und kann dir wieder sprechen. Es überzeugt und sieht einfach nur gut aus! Von der Akustik ganz zu schweigen.
Publicity hat MoH auf jeden Fall, mehr noch als bei besagtem Flughafen-Level bei MW2. Was ist schlimmer, als Russe Zivilisten abschießen oder als Taliban westliche Soldaten? Das ist doch reine Willkür. Eigentlich sollte es keinen Unterschied machen, wer wen tötet, nur dass getötet wird...
Warum das 'böse' in Anführungszeichen? Sind die Taliban wider Erwarten doch freundliche Zeitgenossen?! O_o
Hast recht, das war irreführend. Hab' jetzt einfach "der Taliban" geschrieben.
Vielleicht weil "böse" in vielen Fällen eine Ansichtssache ist.
Wären wir böse, wenn wir uns dagegen wehren, wenn ein theoretisches dem islam angehörendes Volk Deutschland überfällt und besetzt mit dem Argument wir würden durch legale Abtreibung tausende unschuldige menschliche Leben vernichten nur um unserer Lust fröhnen zu können und durch unsere Stellung als einer der weltweit größten Waffenexporteure Kriege und Haß auf der Welt schüren?
Versteh mich nicht falsch, die Taliban mit ihrem für unsere Verhältnisse religiösen Wahn sind auch nicht meine favorisierten Zeitgenossen, aber wirklich "böse"?
Mit solchen Äußerungen würde ich sensibel umgehen, hier die Frage zu stellen, ob die Taliban wirklich böswillig sind oder alles nur von der Sichtweise abhängt, ist absolut fatal. Die Taliban haben Angst und Schrecken in Afghanistan verbreitet. Das ist kein Thema der "Ansichtssache", sondern des gesunden Menschenverstands.
Da gabs doch ne Website mit Aussagen von US-Militär angehörigen/Soldaten die dazu Stellung nahmen... Die meisten sagten sich: Kinners, es ist ein Spiel - einer muss immer die "Bösen" Spielen.
Das erinnert mich an den 11. September wo es hieß: "Von diesem Geschehen wird es nie eine Verfilmung/Buch/Spiel geben!" ... und wie sah die Realität aus?
Ich bin ja immer noch dafür, blast den ganzen Krieg ab und Veranstaltet lieber ein großes LAN und der Gewinner erhält die Beute.
In America's Army konnte man aber auch die Bösen spielen. Nur war das ein wenig geschickter gelöst: Alle spielenden Parteien haben sich als US-Armee gesehen, waren aber für sich gegenseitig als Gegner sichtbar. Ergo: Man macht nichts falsch ^^
Das ist wirklich eine gute Idee :-)
ich versteh eh nicht wieso sich alle so auf spielen :( als man nazis in so gut wie jeden shooter abschlachten durfte hat man selbst in deutschland selten bis garkein geschrei drumm gehört und jetzt ist es bei den taliban ach so schlimm?
Es geht nicht darum, dass man Taliban abmetzelt, sondern dass man selbst als welche spielt. Ich finde die Aufregung aber trotzdem auch übertrieben. Allerdings wusste ich auch nicht, dass GameStop Filialien auf Militärbasen betreibt.
Militärbasen sind für sich praktisch wie ne kleine Stadt, natürlich voll und typisch amerikanisch ausgelegt: Eigene Restaurants, eigene Shopping-Center, eine Kinos, eigene Bowlingbahnen ecetera. Daß es da auch eine GameStop-Filiale gibt, wundert daher nicht so. In Großstädten kann so ne Basis das Ausmaß eines ganzen Stadtteils einnehmen.
ich freu mihc dieses Jahr höchstens auf CoD Black Ops (import) was Shooter betrifft von daher soll EA mit seinem schlechten CoD MW Klon machen was Sie wollen.
Das wird kaum einen US-Soldaten davon abhalten sich das Spiel zur Not mit der Post ins Feldlager schicken zu lassen. Ob ich diese Maßnahme von AAFES für angemessen halte lasse ich mal offen. Aber das dieser Schritt vor dem Hintergrund des Respekts für Soldaten erfolgt ist, spricht eigentlich grundsätzlich für diese Leute. So eine Haltung vermisse ich hierzulande gelegentlich.
geiles bild !
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