Paradox Interactive: Optimistische Zukunft für PC-Spiele

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5. September 2010 - 9:51 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert

In seinem frisch aus der Taufe gehobenen Blog The Wester Front versichert Paradox Interactives CEO Fredrik Wester der Spielergemeinde mit optimistischen Worten, Berichte über den baldigen Tod des PCs als Spieleplattform wären stark übertrieben. Er beteuert dabei trotz der Tatsache, dass Paradox Interactive bislang erst einen einzigen Titel (Lead & Gold) für eine Konsole publiziert hat, seine völlige Unvoreingenommenheit in dieser Sache. Die großen Absatzzahlen von 2009 -- die größten in der Geschichte der Firma -- und die Aussicht sie in diesem Jahr noch zu übertreffen, sorgen dafür, dass man bei Paradox Interactive der eigenen Zukunft auf dem PC optimistisch entgegensieht.

Das läge nicht zuletzt am Wachstum der digitalen Distribution, so Wester in seinem Plädoyer. Diese habe viele Raubkopierer zu zahlenden Kunden gemacht. Auf eine nähere Erläuterung dieser Erkenntnis verzichtet er leider, wo doch Paradox Interactive weiterhin Retail-Versionen der eigenen Spiele ohne jeden Kopierschutz von lokalen Verteilern wie Koch Media vertreiben lässt. Er fährt damit fort, die Vorteile der digitalen Distribution zu preisen. Eine dynamische Preisgestaltung erlaube es, die Lebenszeit von Spielen auf dem Markt zu verlängern. Zudem befreie die Option, auch kleinere Inhalte auf digitalem Wege anzubieten, Entwickler und Publisher von den großen finanziellen Risiken, die sie üblicherweise bei ihren Projekten zu tragen hätten. Es lässt sich wohl nur darüber spekulieren, ob Wester damit andeuten möchte, dass Paradox Interactive gedenkt, auf ein rein digitales Vertriebsmodell unter vermehrter Nutzung von DLC umzuschwenken. Schließlich wurde erst kürzlich im Rahmen der gamescom eine eigene Online-Plattform namens Paradox Connect angekündigt, die zunächst mit den üblichen Community-Funktionen, der Verknüpfung mit sozialen Netzwerken sowie Achievements aufwarten soll. Die Beta-Phase soll im vierten Quartal dieses Jahres beginnen.

Mit der Äußerung, der PC biete die besten Möglichkeiten für Spieleproduzenten, mit dem Spieler in direkten Kontakt zu treten - Zitat: "So, wie ich es gerade tue" - findet Wester zum ursprünglichen Thema zurück. Er zieht eine Äußerung Bobby Koticks heran, in der dieser darauf hinweist, dass lediglich ein Drittel des operativen Gewinns Activisions auf den Absatz von Konsolenspielen einschließlich Call of Duty zurückginge. Wester zufolge blieben die Zahlen beeindruckend, selbst wenn man Blizzards World of Warcraft aus der Rechnung nähme. Als weiteres Pro-PC-Argument nimmt er ein Interview, in welchem Mark Rein die Behauptung widerlegte, dass Epic Games vom PC als Spieleplattform abgekehrt sei. Zusätzlich listet Wester noch eine Auswahl weiterer Branchenmeldungen und Pressemitteilungen der letzten zwei Monate auf, die eine rosige Perspektive für den PC suggerieren. So zum Beispiel Microsofts Vorhaben, den Fokus wieder vermehrt auf den PC zu richten, sei doch Windows die "bei weitem größte Spieleplattform auf der Welt".

Mazrim_Taim 15 Kenner - 3288 - 1. September 2010 - 9:29 #

Paradox Interactive stellt idR. auch keine Spiele für den Massenmarkt her.
Das sich deren Spiele so gut verkaufen liegt am Gerne, Preis und Art und weiße wie die verkauft werden.

HoI2 habe ich mir als Doomsday Edition gekauft, das "Add On" Armagedon kam nur als Gold Version inc. HoI2 in die Läden...
HoI3 gibt es keine DLC so zum kaufen nur über Steam; man kann seine Retailversion nicht in Steam freischalten...

Ganesh 16 Übertalent - 5026 - 1. September 2010 - 9:49 #

Trotzdem könnte sich der Massenmarkt eine Menge von Paradox abschauen:

1. Es geht auch ohne DRM auf dem PC, wenn man gute Spiele macht und eine eingeschworene Community geschaffen hat.
2. Man kann auch mal Spiele machen, gegen die das, was der durchschnittliche Chor-Gamer immer verlangt, wie um Effekte aufgebesserte Casual-Prinzipien aussieht.
3. Gute Strategie-Spiele leben weniger von der Grafik als von einem übersichtlichen und durchdachten Interface gepaart mit ausreichender Komplexität. Sie belohnen Kreativität und bieten unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten anstatt das Auswendiglernen bestimmter Abläufe.
4. Man muss in einem Spiel nicht zwingend 'gewinnen' können - das Faszinierende an den Spielen von Paradox ist es, sich seine Ziele selbst setzen zu können, statt diese vom Spiel vorgegeben zu bekommen.
5. Eine lebendige Modder-Szene gefährdet den Absatz von Erweiterungen oder Nachfolgern nicht: Zu EUIII gibt es zig Mods, die das Spiel vielfältig erweitern, trotzdem verlangt die Community Jahre nach dem Erscheinen des Hauptspiels letztens nach der vierten (!) Erweiterung. Aus Moddern können sogar richtige Entwickler werden, deren frühe Unterstützung sich dadurch auszahlt, dass man ihnen später eine Engine lizenzieren und den Vertrieb übernehmen kann.

Das Einzige (!), was sich Paradox vom Massenmarkt abschauen sollte, sind gute Tutorials, obwohl die Qualität da eindeutig zu nimmt.

Anonymous (unregistriert) 1. September 2010 - 9:30 #

Ähm, Pdox setzt sehr wohl schon recht lange auf digital.
Sie haben mit Gamersgate schon lange eine komplett eigene Vertriebsplattform über die sie exklusiv einige Addons vertreiben und natürlich Zeitexklusiv alle ihre Spiele.

Des weiteren liegt mitlerweile jedem Spiel ein Code bei mit dem man es auf den eigenen Paradox Forenaccount registrieren kann. Zugang zu den Mod und Supportforen gibt es nur dann. Zu den Betapatches auch. Und Teile der Comunity weisen auch sehr rüde darauf hin.
Aber auch die eigentlichen Patches gibt es online nur schwer zu finden, sodass der Eindruck entsteht es gäbe sie nur gegen Registrierung. Theoretisch gibt es sie auch (frei?) auf Gamersgate. Aber da kann man beim Suchen sehr viel Spaß haben. Die Spiellauncher weisen gerne mal darauf hin, dass es sie gibt, nur nicht wo.

Sie hauen nicht mit dem DRM Hammer wie Ubi sondern machen es etwas versteckter.

Wiking 12 Trollwächter - 892 - 1. September 2010 - 9:38 #

Dafür laufen alle Spiele ohne CD, ohne Kopierschutz und ohne Key online. Problem?

Anonymous (unregistriert) 1. September 2010 - 10:02 #

Online spielt nur eine kleine Menge.
Betapatches nutzt nur eine kleine Menge.

Mods nutzen bei Pdoxspielen viele. Und grade die gibts nurnoch gegen Registrierung.

Leider ist es schon so weit gekommen, dass einige Teile der Comunity erstmal jeden der nach (Beta)Patches und Mods fragt erstmal unter Raubmordkopiererverdacht stellen

Ganesh 16 Übertalent - 5026 - 1. September 2010 - 10:14 #

Sorry, das ist schlicht falsch. Du vermischt drei unterschiedliche Dinge:

1. Der Download von Mods: Die sind meist extern gehostet - da hat Paradox nichts mit zu tun - die Links im Paradox-Forum sind für alle Leute frei zugänglich.

2. Für Diskussion zu den Mods muss man sich natürlich im Forum anmelden, wie in jedem anderen Forum auch.

3. Davon wiederum ist die Registrierung der Spiele getrennt - die läuft zwar auch über das Forum ab, hat aber nichts mit den dortigen Diskussionen zu tun.

Anonymous (unregistriert) 1. September 2010 - 10:46 #

Viele Mods für neuere Spiele (HoI3) sind intern gehostet. Zumindestens ich habe sie noch nicht extern gefunden. Da finde ich eher den Kleinkram wie neue Szenarios.
Die Links sind im Modunterforum, dass nur nach einer Registrierung des Spieles auf den Paradox Forenaccount zugänglich ist. Selbiges gilt für das Supportforum des entsprechenden Spieles und Betapatchlinks.
Eine einfache Anmeldung im Forum reicht nicht soweit ich das verstanden habe.

Ganesh 16 Übertalent - 5026 - 1. September 2010 - 11:04 #

Okay, ich hab HoI3 nicht, konnte mich aber gerade recht frei in dem Mod-Forum bewegen. Einige kleine Modifikationen liegen gezppt im Board, kann sein, dass man an die ohne Registration im Forum nicht dran kommt. Bisher war die Spiel-Registration nirgends erforderlich. Also bitte ein Beispiel...

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 1. September 2010 - 10:52 #

Das gilt übrigens auch für Stardock Systems (Sins of a Solar Empire, Galactic Civilizations).

Überhaupt sind sich P'dox und Stardock in mancherlei Hinsicht sehr ähnlich. Und beide fahren offenbar gut damit, wie sie sind.

Ganesh 16 Übertalent - 5026 - 1. September 2010 - 11:08 #

Jep, was beiden zusätzliche Punkte im Kampf um den Wettstreit meines Lieblings-Entwicklers gibt. Nur, dass man bei Stardock die Spiele für Updates in Impulse registrieren muss. Aber wer die Spiele illegal saugt, kann auch die Updates aus der gleichen Quelle beziehen - einen Schutz stellt das nicht da.

Verkaufen tuen beide Firmen Spiele, indem sie sich intensiv Mühe geben, eine Community zu pflegen, die auch mal Schnitzer verzeiht und das Spiel trotz Bugs am Launch-Tag kauft...

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 1. September 2010 - 11:15 #

Wer die Spiele illegal saugt, saugt übrigens auch Patches auf den entsprechenden Wegen.

Ganesh 16 Übertalent - 5026 - 1. September 2010 - 11:19 #

Hatte ich das nicht geschrieben?!? ;)

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 1. September 2010 - 12:09 #

Ach, ups. Da hatten meine Augen wohl einen blinden Fleck. *g

Anonymous (unregistriert) 1. September 2010 - 13:12 #

Erinner mich nicht an Stardock. Ich werde nicht der einzige sein, der geschäumt hat als Patch 1.1 für Galactic Civ 2 auf einmal eine emailadresse wollte.

Und gleichzeitig hatte ich mir Sins geholt. Ein Patch gabs ohne Impulse. Danach wurde ich gefickt weil ich mich nicht bei einer Verkaufsplattform registrieren will.
Seitdem ist Stardock für mich gestrichen.

TwentY3 14 Komm-Experte - P - 2521 - 1. September 2010 - 9:33 #

Hi,

man kann alle DLC für Hoi 3 auch über Gamersgate o.ä. laden, das geht auch mit der Retailversion. Mit der Steamversion geht es nur über DLC aus Steam.

bam 15 Kenner - 2757 - 1. September 2010 - 10:00 #

Man muss da einfach differenzieren, der klassische Spielemarkt (keine MMOs) ist auf dem PC einfach um ein vielfaches Umsatzschwächer im Vergleich zu den Konsolen. Gerade dieser Markt aber ist äußerst lukrativ und prestigeträchtig. Sicherlich generiert die Plattform PC mit MMOs, digitalen Verkäufen und Social-Games ordentliche Umsätze, Kernmarkt für die großen Publisher bleiben aber nunmal die Konsolen.

Dass die Spiele-Plattform PC nicht stirbt, ist klar, allerdings ist es eben fraglich welche Spieltypen dort in Zukunft vertrieben werden und welche nicht oder nur spärlich. Das lässt sich ja gut beobachten. Selbst First-Person-Spiele sind mitlerweile auf den Konsolen vertreten und generieren wesentlich mehr Umsätze dort als auf dem PC.

Wer gerne die populären Genres spielt, ist jedenfalls schon fast "gezwungen" zweigleisig zu fahren, weil so viele "AAA-Titel" einfach nicht auf dem PC erscheinen. Für PC-Exklusivität zahlt im übrigen ja auch Niemand.

Ganesh 16 Übertalent - 5026 - 1. September 2010 - 10:24 #

Egal, wie lukrativ der 'klassische Spielemarkt' auf Konsolen ist, WoW und Konsorten überholen diesen nach diversen Statistiken... nicht zu vergessen die Browser- und Casual-Games...

Wer unbedingt den Mainstream-Kram spielen möchte, der muss sich halt auch auf eine Mainstream-Plattform begeben und das ist nun mal nicht der PC. Dafür gibt es viele Gründe, der wichtigste Grund ist sicherlich, dass die von vielen PC-Spielern gehegte Bastler-Attitüde schlicht nicht Mainstream-kompatibel ist.

Allerdings finde ich es seltsam, dass gerade diejenigen, die sich oftmals selbst zu Zocker-Elite (oder ähnlichem) stilisieren, dann auf einmal die immer gleichen Spielprinzipien, nur halt eben mit neuen Effekten erleben wollen, während Retro und anspruchsvolle Spiele (wie die von Paradox) in der Nische bleiben...

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 1. September 2010 - 10:40 #

"...dass die von vielen PC-Spielern gehegte Bastler-Attitüde..."
Diese existiert ja auch auf Software-Ebene: Modding. Ein Vorteil der Plattform PC, der sich nicht wegdiskutieren lässt. Ein frisches Beispiel:

http://www.gamersglobal.de/news/26778

Und gerade die Fans von Paradox schätzen an dieser Spieleschmiede, dass sie Modder sehr aktiv unterstützt, die Entwickler der Paradox-Spiele sind im Paradox-Plaza-Forum sehr präsent. Das hat ja schon vor einer Weile darin resultiert, dass man bei Paradox grossen Moddingteams nach entsprechender Entwicklung ihres Projektes Zugang zum jeweiligen Spiel auf Sourcecode-Ebene ermöglicht, um ihre Großmod dann als eigenständiges Spiel zu veröffentlichen. Jüngstes Beispiel in der Riege jener, die das schon in Anspruch genommen haben, ist Magna Mundi auf Basis von Europa Universalis 3.

Ganesh 16 Übertalent - 5026 - 1. September 2010 - 10:58 #

Genau deshalb sind Paradox-Spiele ja auch Parade-Beispiele für Spielen auf dem PC. Ich habe ja nirgendwo geschrieben, dass diese Bastler-Attitüde schlecht wäre, oder? (ich hoffe, mein Comment klang nicht so...). Ich wollte bloß verdeutlichen, dass der Massenmarkt etwas anderes erwartet - nicht, weil ihnen Mods keinen Spaß machen würden, sondern weil sie mit den verbundenen Problemen des PC-Spielens nicht klar kommen (wollen), die da wären: die Zusammenstellung und der Zusammenbau von Spiele-Rechnern, zig Software- und Treiberprobleme und bei den Mods kommt noch die große Anzahl schlechter oder verbuggter Mods hinzu, die auszusortieren sind.

Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass unterschiedliche Plattformen nun mal unterschiedliche Leute ansprechen. Und wenn Action-Spiele nun mal für den Massenmarkt produziert werden, muss man sich nicht wundern, wenn sie auf dem PC nicht oder wenn nur arg verspätet erscheinen... dafür kann man sich ja nun auch ohne größere Probleme eine Konsole holen: sie sind nicht teuer (im Vergleich zu dem, was sie können) und die Wahl ist in dieser Generation relativ egal, PS3 und 360 nehmen sich nicht viel. Aber man muss nicht ernsthaft erwarten, dass ein God of War, ein Alan Wake oder ein Heavy Rain auf dem PC erscheinen und bei Nicht-Erfüllung gleich frustriert den Untergang der Plattform verkünden.

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 1. September 2010 - 11:22 #

"(ich hoffe, mein Comment klang nicht so...)"

Nein, nein, keine Sorge. Ich wollte dieser spezifischen Thematik nur aus ganz persönlichem Interesse noch ein wenig mehr Gewicht verleihen. ;)

Ich habe einfach den Eindruck, dass sich die meisten Hersteller des Potentials, das gute Modifizierbarkeit einem Spiel verleiht, nicht bewusst sind. Ich würde doch mal sehr gerne sehen, dass die gute Modifizierbarkeit eines Spiels ausdrücklich als Feature beworben wird. Es würde sich doch durchaus auch mal ein Blick auf den wirtschaftlichen Aspekt lohnen. Eine bessere Kundenbindung z.B. kann man doch gar nicht haben. :)
Und ein mächtiges Marketing hat schließlich nicht nur die Macht, Interesse zu finden, sondern es auch zu generieren. Ich würde es begrüßen, wenn Modding eine so große Popularität erlangte, wie sie, sagen wir, Fischertechnik mal hatte (ich hoffe mal, ich überschätze sie nicht gerade).

Ganesh 16 Übertalent - 5026 - 1. September 2010 - 11:35 #

Damit hast du Recht. Aber leider bedeutet der Aufbau so einer Modding-Community, die ergeben ein Spiel nach dem anderen und trotz Mods auch noch eine Erweiterung nach der anderen kauft, viel Arbeit. Vor allem viel Arbeit, die man nicht outsourcen kann, denn die Community will vom Hersteller selbst gepflegt werden. Dass sich Stardock und Paradox bei der Entwicklung so sehr in die Karten schauen lassen und die CEOs mit der Community auch mal diskutieren kostet Zeit und Geld. Das kann man nicht outsourcen.

Ganz anders als effekthascherische Werbekampagne. Die gibt der Publisher extern in Auftrag und braucht die Agentur bloß noch die passenden Szenen raussuchen zu lassen, aus denen sich ein Trailer produzieren lässt. Man kann sogar wie bei Dragon Age einfach animierte Trailer in Auftrag geben, die nachher außer dem Look nichts mit dem Spiel zu tun haben. Bis der Spieler merkt, dass die dargestellten Szenen im Spiel nicht vorhanden sind, hat er es in der Regel schon gekauft.

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 1. September 2010 - 11:57 #

Dein Kommentar rundet diese Diskussion schön ab. Ich möchte aber noch eines anmerken:

"die Community will vom Hersteller selbst gepflegt werden..."
...*arbeitet* aber selbstständig und kostenlos. :)
Und so, dass Modding-Szenen von der Beihilfe des Herstellers vollends abhängig wären, ist es ja nun auch nicht. Wo z.B. keine Herstellertools verfügbar sind, schreiben die Coder unter den Moddern sie ganz einfach selbst. Kostenlos. Aus ganz eigenem Interesse.

Ganesh 16 Übertalent - 5026 - 1. September 2010 - 12:03 #

Okay, stimmt. Ich habe übertrieben. Aber zumindest, wenn ein Hersteller mit Modding werben möchte, muss er sich dafür auch engagieren.

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 1. September 2010 - 12:08 #

Absolut!

Industrial 06 Bewerter - 94 - 1. September 2010 - 10:46 #

Ich meine.. ist das überraschend? Konsolen sind ein reines Konsummedium. Der PC hat einfach ein wenig mehr zu bieten.

Es gibt Menschen die sich einfach nicht mit Mods, Installationen und Aufrüstungen auseinander setzen wollen. Für genau die gibt es Konsolen.

Und es gibt halt die andere Seite. Die Bastler. Hier was tweaken, da was verstellen. Ich persönlich frickel gerne mal, und freue mich wie ein kleines Kind wenn ich ne Cinematic Mod für HL2 installiere und ein neues Spielgefühl habe. Oder wenn ich in Homeworld Gundams gegen Sternenkreuzer antreten lassen kann (das beinhaltet einen enormen Nerd Faktor). Es gibt auch Spiele in denen wir für Lans selber an der Einheitenstärke rumschrauben, damit man sich z.B. im RTS besser einigeln kann. Aber das ist natürlich nicht die Sache von jedem. Viel Wasser fließt den Nil herab bis uns das Ergebnis gefällt.

Wer das nicht braucht ist mit einer Konsole auf jeden Fall günstiger dran. Eingeschränkte Systeme haben ja auch nicht nur Nachteile. Und im Zweifelsfall macht mir das ein oder andere Spiel an der Konsole auch mehr Spaß.

Nun kann ich locker darüber reden.. mit diversen Konsolen, und einem leistungsstarkem PC. Am meisten stören bei dem Thema doch nur die Extremen Meinungen. Konsoleros und PCler stellen sich beide gerne mal über das Konkurrenz System, das im Grunde gar keine Konkurrenz darstellt.

Und den baldigen Tod sagt man dem PC seit einigen Jahren voraus. Bisher hat er sich noch ganz gut gehalten.

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