GC10: Kung Fu Rider - Angeschaut

PS3
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22. August 2010 - 21:09 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
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In Halle Sieben präsentierte Sony einen Move-Titel der etwas anderen Art: In Kung Fu Rider müsst ihr innerhalb eines Zeitlimits kurvenreiche Strecken bewältigen und dabei Hindernissen ausweichen. Das Abgefahrene an dem Spiel ist euer fahrbarer Untersatz: Statt mit Auto, Motorrad oder Skateboard flitzt ihr auf einem Bürostuhl durch die Gassen. Eine herrlich bekloppte Idee, doch kann auch das Spiel dahinter überzeugen? 

Auf der Flucht

Panisch schaut sich eurer Alter-Ego Toby um. Gangster sind hinter ihm her. Händeringend sucht er einen fahrbaren Untersatz, sieht aber nur einen alten Bürostuhl in der Gegend herumstehen. Toby entschließt sich, dass das auch funktionieren müsse, und schwingt sich auf sein eigenwilliges Gefährt. Ein kurzer Countdown und schon beginnt unter Zeitdruck der heiße Ritt durch Hongkong.

Unsere Freude hielt sich aber trotz der durchgeknallten Rahmenhandlung in Grenzen. Besonders die Move-Steuerung konnte uns nicht wirklich überzeugen. Ein Beispiel: Um zu beschleunigen, müsst ihr euren Move-Controller andauernd von oben nach unten schwingen. Für einen Sprung reißt ihr den Controller dagegen hoch. Hier liegt der größte Schwachpunkt, denn im Eifer des Gefechts bewegt ihr den Move-Controller bei der Beschleunigung auch mal schnell nach oben, was einen ungewollten Sprung auslöst. Auch die Lenkung läuft stellenweise nicht rund. Der Bürostuhl steuert sich einfach eine Spur zu schwammig, um präzise durch die Kurven zu heizen.

Solange die Steuerung keine Zicken macht, ist Kung Fu Rider aber recht witzig, zumindest für eine Fahrt. Außer springen, lenken und Geldscheine -- und damit Punkte -- einsacken, müsst ihr euch per Trigger in bester Limbo-Manier unter Hindernissen ducken. Die anfangs erwähnten Gangster tauchen schließlich auch noch auf. Diese könnt ihr ebenso wie Passanten mit einem 360-Grad-Kick, den ihr mittels Move-Button auslöst, zur Strecke bringen.

Schließlich kommen wir nach etwas über einer Minute an unserem Ziel an und fragen uns: War das alles? Tatsächlich soll außer verschiedenen Strecken und Karen als zweiten Charakter, die wir nicht anspielen konnten, keine weitere Abwechslung geboten werden. Sollten im weiteren Spielverlauf keine bahnbrechenden neuen Spielelemente mehr auftauchen, sieht es für die Langzeitmotivation ziemlich düster aus. Hinzu kommt, dass Fehler nicht wirklich bestraft werden: Bei einem Unfall werdet ihr einfach hinter dem nicht gemeisterten Hindernis abgesetzt. Zu einer Herausforderung wird Kung Fu Rider damit auf keinen Fall.

Fazit: Bekloppt, aber spielerisch mau

Wir verstehen nicht, warum Sony Kung Fu Rider zum Vollpreis veröffentlicht. Eine Veröffentlichung als PlayStation-Network-Titel hätte unserer Meinung nach völlig gereicht. So sehen wir einfach die Gefahr, dass das Spiel im Solomodus unter einer geringen Langzeitmotivation, einem zu niedrigen Schwierigkeitsgrad und der noch nicht ausgereiften Steuerung leiden wird. Viel Zeit zur Nachbesserung bleibt nicht: Bereits im September 2010 soll Kung Fu Rider als Launchtitel für Move erscheinen.

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SvenChrisL
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