GC10: Call of Duty - Black Ops - Angeschaut

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24. August 2010 - 0:04 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
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Anders als die Jungs von Infinity Ward im letzten Jahr, beschränkten die Entwickler von Treyarch auf der gamescom die Präsentation zu ihrem Titel Call of Duty - Black Ops nicht auf fünf Minuten. Was allerdings nicht im Umkehrschluss bedeutet, dass es massig neues Material zu besichtigen gab. In der rund 30-minütigen Präsentation wurden die beiden Missionen vorgespielt, die schon auf der vergangenen E3 präsentiert wurden: der Einsatz in einem Tunnelversteck des Vietcong sowie der Kampfhubschrauberflug in Laos.

Neu waren einige Szenen unmittelbar vor dem Moment, in dem der Hauptprotagonist zur Erkundung in den dunklen Erdtunnel geschickt wird. Als Teil einer Spezialeinheit gilt es, einen Stützpunkt des Vietcong im Vietnamesischen Dschungel zu infiltrieren. Nicht nur zu Lande und wie später gezeigt auch zu Luft, sondern auch zu Wasser. Genauer: unter Wasser. Gleich an mehreren Stellen taucht man im feuchten Nass unter und steuert die Figur während des Tauchens. Einmal, um unter Wasser einen Sprengsatz zu platzieren, der später eindrucksvoll und mit viel Radau einen Stützpunkt der Vietcong in Stücke sprengt. An einer anderen Stelle taucht man unter ein  Patrouillenboot der Gegner und ergreift den ahnungslosen Feind von hinten. Der unglückliche Kerl dient in der folgenden Szene als unfreiwilliges Schutzschild, während der Spieler mit seinem Sturmgewehr das Feuer erwidert.

In den kurzen Abschnitten, in denen die Gruppe leise und möglichst geräuschlos durch das Lager des Feindes schleicht, wurde eines besonders deutlich. Wie schon bei Call of Duty - World at War hat Treyarch mehrere besonders grausame Stellen ins Spiel eingebaut, die jeden deutschen Jugendschützer zusammenzucken lassen werden. Eine großflächig ins Bild gesetzte durchgeschlitzte Kehle hier, ein Dolchstoß mitten ins Herz da. Nicht, dass vorangegangene Modern-Warfare-Spiele besonders zimperlich zu Werke gingen, aber die hier gezeigte Intensität bleibt ein Markenzeichen von Treyarch.

Um gegen feindliche Geschütze effektiver ankämpfen zu können, wird es in Black Ops einen neuen Raketenwerfer geben. Dieser hat gleich vier Geschosse geladen, die sich schnell hintereinander abfeuern lassen. Darüber hinaus gab es aber nur Altbewährtes. Wie in jedem Call of Duty heißt das, von Kontrollpunkt zu Kontrollpunkt kämpfen, ein paar fantastische Explosionen ansehen, durch Vorpreschen bestimmte Events auslösen und auf die erlösende "Checkpoint Reached"-Einblendung am oberen Bildschirmrand hoffen.

Black Ops verspricht kurzweilige Unterhaltung und größtenteils spektakuläre Actionsequenzen. Aber der Singleplayer bei einem Call-of-Duty-Spiel ist erfahrungsgemäß der unwichtige Teil des Gesamtpakets. Denn die allermeisten Spieler beschäftigen sich nur wenige Male damit, ehe sie aberwitzig viele Stunden im Mehrspielermodus verbringen. Wir sind gespannt darauf, welche Einfälle die Mannen von Treyarch hierfür bereit halten. Um den Einzelspielermodus, das lässt sich nach der Präsentation sagen, machen wir uns keine allzu großen Sorgen.

Sh4p3r 15 Kenner - P - 2808 - 20. August 2010 - 6:24 #

Nach dem MW2-Reinfall scheinen die Chancen wohl wieder sehr gut zu stehen. Dabei interessiert mich der reguläre Multiplayer eher weniger, wichtig ist mir da nur der Coop-Modus.

Avrii (unregistriert) 20. August 2010 - 12:38 #

Oh MW2 war ein Reinfall?

Für die Masse der Spieler nicht. Für dich persönlich vielleicht schon ;-)

Ansonsten würden die Zahlen ja was anderes sagen, ne?

Tr1nity 27 Spiele-Experte - P - 90571 - 20. August 2010 - 13:16 #

Ich denke er meint da weniger die Verkaufszahlen, sondern den allgemeinen Aufschrei der Community, daß es in MW2 vor allem keine Dedicated Server und Mod-Möglichkeiten gab und zumindest Treyarch daraus gelernt hat und das üble P2P- und miserable Matchmaking-Gedöns ihren Kunden nicht antun will :).

Sok4R 17 Shapeshifter - P - 6014 - 20. August 2010 - 7:57 #

Ich frage mich ob es ein Spiel nötig hat, Gewalt so drastisch zu inszenieren. Mir kommt es so vor, als müssen die Entwickler von Call of Duty (und jetzt auch die von Medal of Honor, wohl davon angestachelt) ein Tabu nach dem anderen Brechen, um auf ihre Spiele aufmerksam zu machen (wahrscheinlich weil die Spiele sonst ziemliche Standardware sind). Dass der Vietnamkrieg zu den dreckigsten und brutalsten der Geschichte zählt ist zwar kein Geheimnis, aber ich glaube nicht, dass das Spiel besser wird in dem man immer mehr und drastischere Gewaltszenen einbaut.

Iceman 10 Kommunikator - 374 - 20. August 2010 - 10:31 #

Tja an sowas scheiden sich die Geister. In einem Action-Shooter bräuchteman solche Szenen sicherlich nicht. In einem Anti-Kriegsspiel hingegen schon. Bereits Splinter Cell Double Agent stellte einen schon vor moralische Entscheidungen und ich finde, dass sie das Spiel auf eine andere Ebene heben. Früher wusste man, jeden, den man umlegen kann ist ein böser Gegner, der irgendwas erobern oder Massenmorde anrichten will. Plötzlich ist das nicht mehr der Fall, man kann auch unschuldige töten. Da bewegen sich Hersteller aber auf einem sehr schmalen Grad.

Michl Popichl 24 Trolljäger - 50858 - 20. August 2010 - 10:04 #

wird es eine demo geben ?

Revolted 09 Triple-Talent - 276 - 20. August 2010 - 11:02 #

Vermutlich erst 9 Monate nach Release :D

Noch ist nichts bekannt und nur von einer Beta war bisher die Rede.

Player1 (unregistriert) 20. August 2010 - 12:55 #

Disclaimer, bitte aufmerksam lesen: Ich nehme ganz bewusst die gleich folgenden Lamentos, Beschimpfungen, und was weiß ich was in Kauf, und, wichtig, ich will auch nicht trollen, sondern halte es lediglich für angebracht, ernsthaft und immer wieder klar zu machen, was meine Meinung, und die vieler anderer Menschen zu 'Unterhaltung' dieser Art, ist. Die muss niemandem gefallen, so wie mir COD nicht gefällt. Das vorab. Nun meine recht eindeutige Meinung:

COD ist und bleibt nichts weiter als militaristischer Müll.

COD und Konsorten sind nicht einmal anstazweise, wie von vielen immer gerne schönfärberisch behauptet, Jerry-Bruckheimer-Filme in PC-Spiele-Form. Wo etwa ist ein genialistisch ironischer Johnny Depp? Wo ist der Witz, der Esprit neben der Action? Sie sind leider kein Stück mehr als das Pendant zu billigen 60er Jahre Landser-Heftchen oder grottigen 80er Jahre Söldnerfilmen. Unreflektierte Militärverherrlichung ohne Sinn und Verstand. Früher war so etwas, um das ganz klar zu sagen, Randgruppenprogramm.

Und das war mehr als gut so.

invincible warrior 13 Koop-Gamer - 1350 - 20. August 2010 - 14:21 #

Wenn man die Verkaufszahlen nach Alter aufschlüsseln würde, dann würde sich sicher zeigen, dass COD die gleiche Zielgruppe hat wie vor 20 Jahren der typische Arnie oder Sly-Film. Denn ich gehe davon aus, dass min. 80% der Käufer zwischen 16 und 25 sind.
Größer ist diese Randgruppe auch nicht geworden (eher kleiner), nur haben sicherlich heute mehr Menschen in der Altersklasse auch die passenden Geräte zum Abspielen zur Verfügung.

Player1 (unregistriert) 20. August 2010 - 14:44 #

COD kann man nicht einmal mit einem typischen Schwarzenegger- oder Stallone-Film gleichsetzen, das wäre ähnlich wie der vollkommen falsche Bruckheimer-Vergleich. Abgesehen davon, dass viele davon für meinen Geschmack, soweit ich sie kenne, auch schon seit eh und jeh deutlich unterhalb der Schrottgrenze liegen. Allenfalls die Rambo-Filme kommen vielleicht in die Nähe dessen, was COD und Ähnliches sind.

Ansonsten rangiert COD da ganz ungeniert nochmal problemlos zwei bis drei Stufen drunter, wie gesagt Landserhefte und grottige Söldnerfilme. Militaristischer Schund eben.

Geschockt (unregistriert) 20. August 2010 - 19:35 #

Randgruppen? hallo 4,7 millionen Verkäufe in den ersten 24 stunden! 11 Millionen Leute Online nach weniger als 2 wochen Release! willst mir sagen, dass dies alles minderjährige gewalltbereite S-Bahnschläger sind? Ich selbst bin 34 und bei mir in der Arbeit sind min. 10 leute über dreizig die sich das Game reingezogen haben. Ca. 3monate hatten wir unseren Spaß online. Man geawallt hin oder her es ist nur ein Spiel! Kapiert! nur ein Spiel. Hast als kind auf dem Faschingsball wohl nicht mit den anderen kinder Cowboy und indianer mit spielzeugpistolen gespielt was? Ne du nicht. Du warst brav bei deiner Omi auf dem Schoß und hast von einer Welt ohne Gewallt und Krieg geträumt. Schon mal nachrichten geschaut? Aufwachen man! Krieg ist woanders MoH,CoD und ähnliches sind nur Games*PUNKT*

Anonymous (unregistriert) 21. August 2010 - 1:10 #

Deine Antwort und die Art und Weise wie du auf seine Meinung reagierst (nämlich wie ein beleidigtes Kind, dem man sein Lieblingsspielzeug wegnehmen will) lassen eher vermuten, dass du 14 bist und net 34.

Ich teile seine Meinung nicht, kann aber damit leben, dass jemand so denkt. Auch ohne ihn so dumm anzumachen...

Geschockt (unregistriert) 21. August 2010 - 20:34 #

MW ist nicht mein Lieblingsspiel um erlich zu sein hab ich erstmal genug von Ego Shooter zock lieber Mafia wenns kommt aber die art und weise wie der die Games mit B movies aus den 80er und deren spieler für Gewalltverherlichende B movie zuschauer degradiert. Nun da geht mir der Hut hoch.

Da kann ich nicht damit leben. Denn es sind solche leute die aus nem CS, MW oder sonst ein Egoshooter bei dem man Polygone tötet zu einem Killerspiel erklären. Da muss es ihm einer schon mal erklären, dass es sich immer noch um Games handelt.
Und noch was: RAMBO ist Cult. keiner beleidigt Sly´s und Arnis beitrag zur Kunstform Film:-)

Ob ich deshalb ein 14 jähriger bin? nun im Herzen werd ich nie Erwachsen!!! wenn du das wirst oder geworden bist, na dann beileid!

dmXbox (unregistriert) 20. August 2010 - 13:38 #

@player1

danke! dieser kommentar ist gold wert... dem ist nichts mehr hinzuzufügen...

Corzzo 09 Triple-Talent - 334 - 20. August 2010 - 20:18 #

Also Modern Warfare 2 war oder ist für mich einfach nur schlecht... und dann kommen die Medal of Honor Leute und machen es den gleich in Sachen Spielmechanik und Thematik und so. Da bin ich froh das Treyarch sich für ein anderes Szenario entschieden hat und auch Community freundlicher kommt ^^

LegendaryAfanc 16 Übertalent - P - 4984 - 20. August 2010 - 23:06 #

also mir hat modern warfare 2 gefallen, keine Ahnung ob ich jetzt zu einer Randgruppe gehöre oder nicht, ich wurde bei dem Spiel sehr gut unterhalten und wer es nicht gut findet soll doch was anderes spielen wo liegt das Problem? Aber dieses ewige gebashe das nervt wirklich, mimimimi die haben mir mein dedicated server genommen, mein Gott dann spielt doch was anderes, die Frage ist ob modern warfare 2 ein schlechtes Spiel ist nur weil der dedicated server fehlt und die Story nicht so das gelbe vom Ei ist, meiner Meinung nach nicht. Und wer Spiele kauft weil sie gehypt werden ist selber schuld, ich hab mir das Spiel gekauft weil es mich interessiert hat und ich mich vorher darüber informiert hab.

McGressive 19 Megatalent - 13872 - 22. August 2010 - 8:56 #

So isses... well said!

Wi5in 14 Komm-Experte - 2688 - 22. August 2010 - 11:21 #

Dem kann man nichts mehr hinzufügen. Auch wenn mich ein besserer Anti-Cheatschutz bei der PC-Version auch noch gefreut hätte ;D

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