GC10: Der Herr der Ringe - Der Krieg im Norden angeschaut

PC 360 PS3
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Christoph Hofmann 55130 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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19. August 2010 - 17:55 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
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Seit Electronic Arts die Lizenz zu Der Herr der Ringe abgegeben hat, war es ruhig geworden um die Abenteuer von Frodo und Co. Das wird sich nun ändern: Mit den Rechten von Filmen und Büchern gleichermaßen in der Tasche, entstehen bei Warner Bros. Games derzeit gleich zwei Spiele: das eher familienfreundliche Die Abenteuer von Aragorn und der düstere Coregamer-Titel Der Krieg im Norden. Dayne McClurg von den Snowblind Studios hat uns die neuste Version des actionorientierten Coop-Rollenspiels vorgeführt – mit drei Spielern, die auf drei Bildschirmen alle drei derzeit bekannten Rassen und Klassen im Einsatz zeigen.

Wie der Name schon andeutet, spielt Der Krieg im Norden in einem bislang eher unbekannten Teil von Mittelerde. Die linear erzählte Geschichte findet jedoch parallel zu den Ereignissen in den Büchern statt und die Entwickler versprechen, dass ihr im Laufe des Spiels einigen der berühmten Charakteren begegnen werdet. Da sie eng mit dem Tolkien Estate zusammenarbeiten, gilt die Hintergrundgeschichte gar als Kanon. Im kurzen Demo-Level ist von all dem noch nichts zu sehen. Stattdessen erhalten wir erstmals Einblicke in die verschneiten Ettenmoors, westlich der Misty Mountains und bewundern sogleich die hohe Weitsicht und den hohen Detailgrad der eher düsteren Umgebungen und Charaktere. Beide orientieren sich, wie auch die Monster, ganz deutlich am Design der Filme. So erinnert nicht nur der Zwerg mit seiner eher klobigen Rüstung stark an Gimli, auch der riesige Bergtroll wird von uns sofort wiedererkannt.

Während der Zwerg für den Nahkampf zuständig ist und ebenso viel aushält, wie er austeilt, sehen wir auf den beiden anderen Bildschirmen noch eine Elbe und einen Menschen. Letztere spielt den Magier, erstere nutzt Pfeil und Bogen und darf sich unsichtbar machen, um aus dem Nichts mit einem Dolchstoß zu töten. Ob die Charaktere im fertigen Spiel so stereotypisch bleiben, ob es andere Rassen/Klassen-Kombinationen gibt und gar weitere Rassen und Klassen enthalten sein werden, wollte uns Dayne auch auf Nachfrage partout nicht verraten. Klar ist zumindest: Ihr dürft euren Charakter nicht nur zu Beginn des Spiels individuell erstellen – dank eines umfangreichen Talentsystems spezialisiert ihr euch auch im Laufe der Geschichte immer weiter und seid so nicht vollständig durch eure Klassenwahl eingeschränkt. Nach einem Levelaufstieg dürft ihr zudem eure Attribute wie Stärke und Geschicklichkeit steigern. Die nötigen Erfahrungspunkte dazu gibt es wie gewohnt durch das Töten von Gegnern.

Auch bereits eingebaut: Jede Rasse hat eine spezielle Fähigkeit, die auf Teamwork ausgelegt ist. So sieht nur die Elbe die Fußspuren des Gegners, während Menschen Pflanzen sammeln und daraus allerlei Tränke brauen können. Zwerge wissen hingegen genau, wo sie bei einer Mauer oder einem Turm hinschlagen müssen, um ihn sofort zum Einsturz zu bringen und alternative Wege zu finden. Der Zwerg darf zudem Goldvenen ausbeuten und das Guthaben der Gruppe auf den nächsten Besuch beim Händler aufbereiten. Aber auch abseits der Rassenfähigkeiten wollen die Entwickler die Zusammenarbeit fördern und Teamwork belohnen. Wie genau? Eines der weiteren Fragezeichen der Präsentation. Selbstverständlich lassen aber auch die Gegner Gegenstände fallen und allerlei Schatztruhen warten darauf, von euch gefunden zu werden. Die Auswahl der Waffen und Rüstungen ist groß, das Inventar aber vermutlich wie immer zu klein.

Lasst euch aber nicht von den vielen Rollenspiel-Elementen täuschen: Der Krieg im Norden ist klar auf brutale Action ausgelegt. Viel Blut und auch einige Körperteile waren in der Demo zu sehen. Besonders gute Kills werden gar in Zeitlupe dargestellt. Gehen einem Charakter dann doch einmal die Lebenspunkte aus, kriecht er hilflos auf dem Boden herum und muss von einem Teamkameraden wiederbelebt werden. Erst wenn alle drei Charaktere tot sind, geht es zurück zum letzten Checkpoint. Trotz der linearen Geschichte versprechen die Entwickler nicht nur optionale Missionen, sondern auch riesige Levels mit sich veränderten Zielen.

Wie anfangs erwähnt, ist das komplette Spiel auf Coop mit drei Spielern ausgelegt. Es soll sowohl einen Online- als auch einen Splitscreen-Modus geben. Ob letzterer dann auch seinen Weg in die PC-Version findet, wurde nicht verraten. Der Coop funktioniert mit Drop in und Drop out – eure Freunde können also jederzeit ein- und wieder aussteigen. In der Zwischenzeit übernimmt die KI die Kontrolle über die Kameraden. Nachteil: Derzeit ist wohl nicht vorgesehen, dass ihr die Talente eurer KI-Kameraden steigern dürft. Nur wenn ein menschlicher Spieler Hand anlegt ist dies möglich. Auch hier hielten sich die Entwickler bedeckt, ob sich das bis zur finalen Version Ende 2011 noch ändern wird.

Trotz der immer noch vielen Unbekannten waren wir äußerst positiv vom Gezeigten überrascht. Bereits das sehr eingeschränkte Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs von Electronic Arts war ein sehr unterhaltsamer Coop-Spaß und es sieht stark danach aus, als würden die Snowblind Studios es übertreffen können. Viele interessante Features und ein, trotz erhöhtem Rollenspielanteil, stark action-orientiertes Spielprinzip machen Lust auf mehr.

Video:

CH Guerrilla 11 Forenversteher - 732 - 19. August 2010 - 19:27 #

Die EA HdR waren gute Spiele, ich hoffe das Der Herr der Ringe - Der Krieg im Norden daran anknüpft und vielleicht einige fehler ausmerzt.

Anonymous (unregistriert) 19. August 2010 - 23:07 #

Es ist schön zu hören, dass es einen Splittscreen Modus geben wird, aber ich bette dafür, dass es möglich sein wird, das Spiel auch per LAN am PC spielen zu können, denn das wäre noch viel besser.
Falls nicht, kann ich auch mit der PS3 Version leben.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33799 - 20. August 2010 - 10:38 #

Das Teaserbild ist ja der Hammer. Was war da denn los?

Christoph Hofmann Redakteur - 55130 - 20. August 2010 - 10:50 #

Die beiden Entwickler sind einfach nur gut drauf - und es war glaub' ich die letzte Präsentation des Tages ;).

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ChrisL