GC10: Might & Magic Heroes 6 - Angeschaut (+Video)

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Christoph Hofmann 55130 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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18. August 2010 - 23:08 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
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Gleich mit drei Mann präsentierte Ubisoft auf der gamescom erste Spielszenen aus dem Einzelspielermodus des kommenden Rundenstrategietitels Might and Magic – Heroes 6. Bevor ihr fragt: Ja, der neuste Teil der Heroes of Might and Magic-Serie heißt tatsächlich so. Der Grund: Alle in Zukunft bei Ubisoft erscheinenden Might and Magic-Spiele werden Might and Magic genannt und nur noch durch den entsprechenden Untertitel zu unterscheiden sein.

Heroes 6 spielt erneut in der von Ubisoft geschaffenen Welt von Ashan, setzt jedoch 400 Jahre vor Heroes of Might and Magic 5 an. Die Entwickler von Black Hole Entertainment (Armies of Exigo) versprechen trotzdem, dass Fans viele Anknüpfpunkte auf zukünftige Ereignisse finden werden. Einsteiger sollen das Spiel aber auch so genießen können. Im Vordergrund der Hintergrundgeschichte stehen fünf Fraktionen: die Nekromanten, die Dämonen und die Ritter sind bereits bekannt – die beiden anderen werden erst zu einem späteren Zeitpunkt enthüllt. Jede Fraktion erhält ihre eigene Einzelspieler-Kampagne. Welche ihr zuerst absolviert, bleibt ganz euch überlassen.

Nach dem Ausflug in die Hintergrundgeschichte des Spiels, startet die Live Demo. Gezeigt wird ein Ausschnitt aus dem Level „The Wolf and the Spider“ aus der Nekromanten-Kampagne. Diese findet auch gleich in einer neuen Umgebung statt: Dem Dschungel. Was uns bereits im Introfilm auffällt: Das Spiel erinnert nicht nur stark an den eher bunten Look von Warcraft 3 -- es sieht auch frappierend nach Heroes of Might and Magic 5 aus. Auf Nachfrage versichern die Entwickler jedoch, dass die Engine komplett neu ist. Die Ähnlichkeit zum Vorgänger wäre gewollt. Positiv: Die Umgebungen sind erneut sehr schön anzusehen und voller Liebe zum Detail. Auch in den Kämpfen können die Animationen überzeugen, die bei weitem nicht mehr so steif und künstlich daherkommen wie in den früheren Teilen.

Doch bevor wir den ersten Kampf erleben, erfahren wir die erste Neuerung: Wir können zu Beginn der Kampagne selbst wählen, ob wir einen männlichen oder weiblichen Avatar spielen wollen. Die Zeit eines vorgegebenen Charakters scheint vorbei. Als nächstes bekommen wir das neue Ressourcensystem erklärt. Zwar müsst ihr weiterhin Minen, Mühlen und andere Produktionsstätten erobern. Diese sind jedoch alle mit eurer Heimatstadt verbunden und können nur in einer bestimmten Reihenfolge erobert und entsprechend verteidigt werden. Erobert der Gegner ein Gebäude aus der Kette, liegt die Produktion auch am restlichen Strang still.

Apropos Heimatstadt: Vorbei die Zeit eines schön anzusehenden Städtebildschirms. Heutzutage bedient ihr eure Stadt vollständig in der Spielwelt und seht direkt, ob sich gerade Einheiten im Bau befinden oder wie welche Gebäude bereits gebaut wurden. Erobert ihr eine gegnerische Heimtatstadt, habt ihr fortan die Wahl sie zu konvertieren. So habt ihr die Wahl entweder Einheitentypen einer anderen Fraktion zu bauen oder die Stadt auf eure Seite zu ziehen und so die Produktion auf eure Fraktion umzustellen. Während bei der normalen Eroberung alle Gebäude erhalten bleiben, habt ihr bei der Konvertierung einen kleinen Verlust zu verzeichnen. Nur ein paar werden mit konvertiert. Warum die Konvertierung so wichtig ist, zeigen die Kämpfe. Jede Fraktion besitzt erneut spezielle, rassenspezifische Fähigkeiten, die jedoch im Vergleich viel wichtiger und vor allem stärker geworden sind. Die Nekromanten dürfen beispielsweise bei voller "Racial Bar" getötete Einheiten wiederbeleben. Die Rassenfähigkeiten führen nicht nur dazu, dass sich die einzelnen Fraktionen komplett unterschiedlich spielen – ein Greif in den Reihen der Untotenarmee eines Nekromanten stört unter Umständen den Kampf, als das seine Stärke hilft.

Die Zusammensetzung der Armeen ist größtenteils aus den vorherigen Spielen bekannt. So nutzen Nekromanten beispielsweise erneut Vampire, die dürfen sich jedoch über leicht geänderte Fähigkeiten freuen. Komplett neu hingegen sind die Ghouls, eine Nahkampfeinheit, die sehr viel aushält und Geister, die eure Truppen heilen und mit Buffs unterstützen.  Das Rang-System wurde jedoch komplett überarbeitet und erinnert nun sehr stark an das DS-Spin-Off Might and Magic – Clash of Heroes. So ist ein Greif nun keine Tier-7-Einheit mehr, sondern gehört der Klasse der Champion-Einheiten an. Daneben gibt es noch die Grund- und Elite-Einheiten. Zu den drei Klassen sollen jeweils vier Einheitentypen gehören, was auf 12 verschiedene Einheiten pro Fraktion schließen lässt. Der Held selbst steht im Kampf erneut nicht mit auf dem Schlachtfeld und unterstützt seine Truppen stattdessen mit mächtigen Zaubern von der Seitenlinie aus. Auch die Initiative-Leiste aus dem Vorgänger feiert seine Rückkehr, wurde jedoch überarbeitet, um die einzelnen Kampfrunden wieder exakter voneinander abzugrenzen.

Eins ist nach der Präsentation deutlich: War Heroes of Might and Magic 5 noch ein Remake des dritten Teils, wollen die Entwickler mit Heroes 6 wieder Innovationen in die Serie einbringen. Ob ihnen das gelingt, wird sich im März 2011 zeigen. Was wir vom Spiel zu sehen bekamen, gefiel uns auf jeden Fall gut.

Video:

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29583 - 18. August 2010 - 23:14 #

Hmm.. Ich weiß noch nicht, ob mir das alles gefallen mag. Neben dem zeitlosen dritten Teil mag ich Nummer 5 am liebsten und spiele es gerade auch wieder. "Schaut aus wie HoMM V, hat aber eine neue Engine" bedeutet wohl "Schaut altbacken aus, läuft aber nicht mehr auf alten Rechnern", die Innovationen mit dem fehlenden Stadtbildschirm, etc. liegen mir bislang noch etwas schwer im Magen. Mal sehen..

Claus 29 Meinungsführer - - 112812 - 18. August 2010 - 23:26 #

Konvertieren einer eroberten Feindesstadt. Hmm. Toll. Und abgekupfert vom bereits 6 (in Worten: sechs) Jahre alten Warlords 4.

Ich fürchte, da kommt verschlimmbesserter Murks auf die Rundenstrategiegemeinde zu.

Bin aber sehr, sehr, sehr-sehr-sehr gerne bereit, mich eines besseren belehren zu lassen.

Heroes 5 war allerdings schon (at least in my humble eyes) schlechter als Heroes 4, welches wiederum schlechter war als Heroes 3.

Bin ja mal gespannnnnnnt.

Sarevo 12 Trollwächter - 1103 - 18. August 2010 - 23:43 #

nenene, der 4te teil war der schwächste der kompletten serie.

Olphas 24 Trolljäger - - 47306 - 19. August 2010 - 7:16 #

Ich persönlich freue mich drauf. Von mir aus kann es ruhig nah am fünften Teil sein, den ich sehr liebe. Nur die fehlenden Stadtbildschirme finde ich nicht so gut. Die konvertierbaren Städte hingegen sind zwar abgeschaut, aber ich hab mir in Heroes 5 so manches Mal gewünscht, dass ich eine eroberte Stadt konvertieren kann.
Und Heroes 4 schlechter als Heroes 5? Heroes 5 ist doch im Grunde ein modernisiertes Heroes 3, das ja, da sind sich wohl die meisten einig, der bisher beste Teil ist.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6785 - 19. August 2010 - 7:29 #

Ich bin gespannt, die Neuerungen hören sich gut an und die Stärken von Teil 5 werden beibehalten.

uLu_MuLu 14 Komm-Experte - 1905 - 19. August 2010 - 8:27 #

Änderung am Ressourcensystem und der Bauweise finde ich nicht gut. Hoffentlich wird hier nichts verschlimmbessert..

FatDuck 09 Triple-Talent - 282 - 19. August 2010 - 12:26 #

Sehe ich genauso aber warten wir es ab!

Billy (unregistriert) 19. August 2010 - 9:29 #

Was ich wirklich sehr schade finde ist das man es nicht mehr auf das Story Niveau vom zweiten Teil schafft. Mein Geschmack haben sie mit der Geschichte mit den zwei Brüdern die um den Thron kämpfen total getroffen. Irgendwie orientiert man sich in der HoMaM Serie viel zu sehr an Grafik und Spielmechanism anstatt auf eine gute Story.

Fozzie 12 Trollwächter - 1015 - 19. August 2010 - 10:38 #

Ein Spielelement aus dem vierten Teil, das ich im fünften mehr als schmerzlich vermisst habe, sollte aber wieder dabei sein: die Karawanen! Gebt mir meine Karawanen zurück... *schluchz*

Olphas 24 Trolljäger - - 47306 - 19. August 2010 - 11:03 #

Die Karawanen sind ab Hammers of Fate wieder drin gewesen. Keine Ahnung, warum man sie im Hauptspiel nicht benutzt hat, die sind nämlich super!

Fozzie 12 Trollwächter - 1015 - 20. August 2010 - 9:20 #

Ah, gut. Hab die Addons des V. nicht gespielt...

Spike 09 Triple-Talent - 276 - 19. August 2010 - 12:18 #

Ich würde mich freuen mal wieder ein richtig gutes und fesselndes HoMaM spielen zu können!

Bin ja echt gespannt wie sehr diese Veränderungen einschlagen bzw. das Spiel verändern!
Grad das Ressourcensystem kann der Börner werden, aber auch total nach Hinten losgehen!
Kommt eben auf die Balance im Spiel an!

Anonymous (unregistriert) 19. August 2010 - 12:54 #

"Heroes 6 spielt erneut in der von Ubisoft geschaffenen Welt von Ashan, [...]"

Bei einem Publisher vom "Schaffen" einer Welt zu sprechen halte ich für fragwürdig. Publisher finanzieren und veröffentlichen, damit "schaffen" sie vielleicht ein Produkt, aber nicht so etwas wie die fürs Spiel grundlegende Welt, die sich doch sicher die Entwickler ausgedacht haben.

SMARTAI (unregistriert) 19. August 2010 - 13:13 #

Das Wichtigste wird wieder einmal nicht erwähnt: Wie ist klug ist die KI ?

Teil 5 hatte, für Rundenstrat., sehr gute Grafik u. eine sehr gute KI IN DEN KÄMPFEN. Die strategische KI jedoch war grenzdebil u. hat mir den Spass an Heroes 5 total verdorben. Wenn die KI ständig Helden mit einem (!!!) Bauern rumschickt u. deutlich schlechter agiert, als in Heroes 3 (dem besten Teil der Serie), dann ist das leider ein NO BUY Argument für mich. Teil 5 lebte in der Kampagne nur von Skripten - auf der freien Map war die KI desaströs.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 6785 - 19. August 2010 - 17:33 #

Mich stören ja schon immer mehr diese dutzend Helden mit billigen Einheiten. Und gerade im zweiten Addon zu Heroes 5 gab es ja laufend am Missionsende gegnerische Helden mit einer absurd starken Armee.

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 19. August 2010 - 20:31 #

Ich mag auch Teil Drei sehr gern und habe mir Fünf aus Zeitgründen nie genauer angesehen. Konvertieren von Städten finde ich gut! Wegfall von Stadtbildschirm und stattdessen virtuelle Ingamestadt finde ich innovationslogisch voll in Ordnung.

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