Hardware-News KW 31: Nvidia GTX480 und Dual-GTS250
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Dennis Ziesecke 29749 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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9. August 2010 - 19:16
In der vergangenen Woche durften NVidias Pressesprecher sowie geheime Insider-Informanten offenbar Überstunden machen. Daher dominieren die News über Geforce-Technik die aktuellen GamersGlobal-Hardwarenews.

Zotac plant Grafikkarte mit zwei GTS250-GPUs

Grafikkarten mit zwei Grafikprozessoren sind keine Neuigkeit. ATI hält mit der HD5970 aktuell die Leistungkrone der DX11-Generation inne, und es wird bereits laut über eine Karte mit zwei GTX460-GPUs gemunkelt. Zotac allerdings entwickelt aktuell ein eher eigenwilliges Produkt auf Basis von zwei älteren GTS250-GPUs (welche direkte Nachkommen der seit geraumer Zeit erhältlichen Geforce 8800GTX sind). Mittels NF200-Bridge (ein Chip, der für eine SLI-Verbindung auf der Platine sorgt) werden die beiden G92-Kerne auf einer in die Breite gewachsenen Platine gekoppelt, ein großer Lüfter versorgt das Tandem mit Frischluft. Ob diese eher zweifelhafte Konstruktion überhaupt Marktreife erreicht oder in den Schubladen der Entwickler endet, ist bislang noch unklar. Eines steht jedenfalls fest: Wirklich sinnvoll ist eine solche Grafikkarte nicht. Weder die Leistung noch die Energieeffizienz eines solchen Modells dürfte überzeugen. Und auch über den Preis dürfte Zotac mit einer solchen Karte nicht punkten können.


Ein Doppellüfter soll die Dual-GTS250 kühlen. Gut sichtbar im oberen Bereich: die Spannungswandler.

Erste Bilder von NVidias Mittelklassegrafikchips GF106 und GF108 gesichtet

Der unter dem Codenamen "Fermi" entwickelte GF100-Grafikchip erntete aufgrund hoher Energieaufnahme und damit einhergehender hoher Lüfterlautstärke eher Spott als Lob. Erst mit dem deutlich überarbeiteten GF104, der in den aktuellen GTX460-Grafikkarten zum Einsatz kommt, trumpfte NVidia wieder auf. Mit diesem Chip präsentierte man nach langer Enwicklungszeit ein überzeugendes Performance-Modell in der Preisklasse um 200 Euro. Den wichtigen Markt der preisgünstigen Grafikkarten muss NVidia bislang allerdings fast vollständig ATI überlassen.

Nun sollen neue GPUs mit den Chipbezeichnungen GF106 und GF108 das Glück wenden. Diese basieren technisch eher auf dem GF104 als auf dem älteren GF100, verzichten auf viele lediglich im professionellen Bereich wichtige Funktionen und sollen endlich auch Grafikkarten für weniger als 100 Euro ermöglichen. Der GF106 wird als GTS450 und wohl auch als  GTS445 und GTS440 auf den Markt kommen. Über die GTX450 mit ihren 192 Shadereinheiten und 128 Bit breitem Speicherinterface berichteten wir bereits in der vergangenen Woche ausführlich, Daten zu GTS445 und GTS440 sind bislang noch keine bekannt. Die Chipgröße des GF106 ist offenbar etwas größer als die des konkurrierenden Juniper-Chips von ATI, der bei der HD5770 zum Einsatz kommt. Das spricht für etwas höhere Produktionspreise bei NVidia. Dennoch werden GTS450-Grafikkarten wohl nicht mehr kosten als ATIs leistungsmäßig höchstwahrscheinlich vergleichbare HD5770-Karten. Laut der Website kitguru.com sollen GTS450-Karten bereits am 14. September für umgerechnet 149 Euro auf den Markt kommen.

Mit dem GF108 werden dann ab Ende des Jahres preisgünstige LowEnd-Grafikkarten bestückt, bei denen es nicht auf Leistung ankommen soll. Hier entscheiden Preis, Lautstärke und Multimediafunktionen -- ob in diesem Segment unbedingt ein DX11-Modell verbaut werden muss, ist allerdings zweifelhaft. Die Werbefachleute bei MediaMarkt und Co. wird es allerdings freuen, auch bei preiswerten Computern mit PhysX und DX11 werben zu können, selbst wenn der Anwender letztlich nichts davon hat. ATI ist in diesem Bereich mit den Redwood-Grafikkarten HD5550 schon seit einiger Zeit nicht untätig und bietet mit den noch weiter abgespreckten Cedar-GPUs sogar DX11-Grafikkarten für weniger als 40 Euro an, welche im Multimedia-PC trotzdem eine gute Figur machen. Der GF108 wird voraussichtlich über ein 64 Bit schmales Speicherinterface verfügen (aktuelle Topmodelle nutzen 256 Bit und mehr) und eher nicht auf spieletaugliche Rechner abzielen. Dafür darf man von werbewirksam anzupreisenden hohen Speichermengen ausgehen, eine G420 mit 1 oder sogar 2 GB DDR3-RAM für ca. 60 Euro ist absehbar.

GTX480 in Vollausstattung gesichtet

Freunde schneller Grafikkarten sind immer noch gemischter Gefühle bezüglich der GTX480, NVidias aktuell schnellster Single-GPU-Grafikkarte. Einerseits ist die Leistung des Grafikchips hoch, andererseits gilt das auch für den Stromverbrauch. Und auch bei NVidia dürfte man mit den ersten GF100-Karten nicht sehr glücklich gewesen sein: teuer zu fertigen, unter Last sehr laut und auch noch heiß -- der Hersteller musste den GF100-Chip sogar beschneiden, um ausreichend Karten zu akzeptablen Preisen auf den Markt bringen zu können. Von maximal 512 im Chip vorgesehenen Shadereinheiten blieben so bei der GTX480 noch 480 übrig. Von 64 geplanten Textureinheiten nutzt die GTX480 nur noch 60 Einheiten.

Jetzt sind erste Bilder einer Platine aufgetaucht, die den Chip in Vollausstattung mit 512 Shadern und 64 TMUs zeigen soll. Bei Expreview (siehe Quellenlink) ist mittlerweile auch ein GPU-Z-Screenshot zu sehen, der diese Ausstattung auch anzeigt. Die Chip- und Speichertaktraten sind allerdings noch unverändert, so dass eine entsprechend ausgestattete Karte nur ca. 5-10% Mehrleistung gegenüber der aktuellen GTX480 vorweisen dürfte. Die auf der Platine zu sehenden Stromanschlüsse (2x 8-Pin PCIe) deuten auf eine Energieaufnahme von maximal 375 Watt hin, was das eine oder andere Netzteil überfordern könnte. Welchen Namen sich NVidia für die "Vollversion" der GTX480 einfallen lassen wird ist noch unbekannt. Bei der überarbeiteten GTX260 aus der Vorgängergeneration wurde teilweise nur die Anzahl der Shadereinheiten zum Namen hinzugefügt, viele Hersteller gaben allerdings keinerlei Hinweise auf die Menge der Rechenkerne. Es bleibt zu hoffen, dass eine solche Verwirrung bei der neuen GTX480 ausbleibt und NVidia das Modell als GTX485 oder GTX480+ veröffentlicht.



PARALAX (unregistriert) 10. August 2010 - 4:11 #

Allen Käufern Fröhliches Wettrüsten und viel Spaß mit der Stromrechnung! :-)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29749 - 10. August 2010 - 13:51 #

naja, wer 400 Euro für ne Grafikkarte über hat, der zahlt die 20 Euro zusätzliche Stromkosten im Jahr auch. Sinnvoll sind zwar beide der großen Karten nicht (die Dual250 ist sogar absoluter Schwachsinn) aber was solls. Es gibt auch SUVs und Monstertrucks, braucht man eigentlich auch nicht, verkauft sich aber.

Auch wenns dich nicht interessiert weils nicht in dein Weltbild passt - die GTS450 könnte für viele PC-Zocker mit begrenztem Budget unter Umständen interessant werden. Wenn denn der Preis noch etwas fällt, so auf 120 Euro - und wenn die Leistung auf über über dem Niveau der HD5770 liegt. Und ja, 120 Euro, nicht 1200 Euro ;) .

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 25. August 2010 - 21:39 #

Es gab doch im Februar schon erstmals Gerüchte das es eine 485er geben soll, das würde doch dann zum letzten Teil passen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29749 - 25. August 2010 - 22:59 #

Eine 485 mit 512 Shadereinheiten ist auch weiterhin realistisch. Naja, es sei denn, NVidia kommt auf die Idee, mal wieder die Namen zu ändern und benennt sie GTX592,63xpi oder so. Man weiß es nicht..

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