Bioware-Spiel: Ein Hit ab 10 Millionen Verkäufen

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30. Juli 2010 - 11:19 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
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Greg Zeschuk, Mitbegründer der Spieleschmiede Bioware, sprach mit videogamer.com über die zukünftigen Ambitionen seines Unternehmens. Auf der Develop Conference in Brighton meinte er diesen Monat spaßeshalber, dass Spiele wie Mass Effect 2 oder Dragon Age Origins eher kleinere Hits gewesen wären. Im Interview beantwortete er nun die Frage, was er als einen "größeren Hit" definieren würde:

Wir müssen 10 Millionen Einheiten eines Spiels verkaufen. Das ist das neue Ziel. Wir haben Spiele in den Top 10, wir sind erfolgreich. Ich weiß, dass Mass Effect 2 die Nummer 8 der meistverkauften Spiele dieses Jahres in Nordamerika ist. Wenn ich sehe, das andere Hersteller 25 Millionen [von einem Spiel] verkaufen können, während wir wenige Millionen verkaufen...

Zeschuk fügte außerdem noch hinzu, dass Bioware in einer Position sei, in der sich nur wenig andere Studios befänden:

Wir wissen immer, wie glücklich wir uns schätzen dürfen, dass wir so eine nette Kombination haben – den wirklich guten Support von EA und dazu ein Budget, um wirklich riesige Spiele machen zu können.

Zurzeit arbeitet Bioware an weiteren DLCs zu Dragon Age und Mass Effect 2, deren Nachfolger sich parallel dazu in Entwicklung befinden. Für die erste Hälfte von 2011 ist außerdem ambitionierte Groß-MMO Star Wars - The Old Republic angekündigt.

PatStone99 15 Kenner - 3946 - 29. Juli 2010 - 10:17 #

Wollen wir hoffen, dass sie auch weiterhin unterhaltsame Geschichten in ihren (Haupt-)spielen erzählen, dann mache ich mir wegen den Verkaufszahlen keine Sorgen.

Rambazamba (unregistriert) 29. Juli 2010 - 10:19 #

"Auf der Develop Conference in Brighton meinte er dieses Monat spaßeshalber,..."
Da muss man was umstellen. Bitte nicht als Belehrung etc. auffassen. ;)

Zum Thema:
Es ist schade, sowas von Bioware zu hören. "Eche"/Klassische Rollenspiele wird es von denen wohl nie wieder geben.

Derumiel 13 Koop-Gamer - 1396 - 29. Juli 2010 - 10:27 #

Einen gewissen Ehrgeiz kann man BW da wohl nicht absprechen. ^^
Solange darunter nicht die Qualität leidet...

Vaedian (unregistriert) 30. Juli 2010 - 13:53 #

Was sie aber eindeutig tut.

Anonymous (unregistriert) 29. Juli 2010 - 11:23 #

Das klingt nicht besonders gut für künftige Bioware-Spiele.

Bisher hatten Bioware-Spiel noch eine halbwegs vernünftige Balance zwischen Komplexität und Ballerfinger-Simpel-Schrott. Mal mehr (Dragon Age), mal weniger (Mass Effect 2).

Sollte Zuscheks 'Einsicht' in konkrete Firmenpolitik münden, was dann vermutlich eine stärkere Orientierung an Call of Duty oder Ähnlichem bedeuten würde, wäre damit wohl ein weiterer (der letzte?) Lieferant für halbwegs gehaltvolle Spieleunterhaltung mit großem Budget dahin.

Kein Mensch, wirklich keiner, benötigt ein Call of Dragon Age.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 29. Juli 2010 - 11:25 #

Um mehr Produkte verkaufen zu können, muss BW mehr auf den Massenmarkt abzielen. Wir werden sehen wie sich ihre Spiele weiterhin entwickeln.

Sciron 19 Megatalent - P - 16529 - 29. Juli 2010 - 11:37 #

Ich wüsste nicht warum sich "Massenmarkt" und "komplexität" gegenseitig ausschliessen müssen. Man sollte die Spielergemeinde da nicht unterschätzen.

Abgesehen davon sollte sich Bioware mehr auf ihre Hauptspiele konzentrieren und nicht dauernd irgendwelche Mini-DLCs raushauen die die Titel mehr verwässern als sonstwas.

Koffeinpumpe (unregistriert) 30. Juli 2010 - 16:50 #

So optimistisch bin ich nicht. Welche spiele verkaufen sich wie blöd? Guitar Hero, Sims und Moorhuhn...

Schön wäre es natürlich, wenn sie dieses Ziel über großartige Spiele mit gutem Support und ohne Kundengängelei (DRM, DLC) erreichen wollen. aber wie gesagt, ich bin da nicht all zu optimistisch. ;)

Equi 14 Komm-Experte - 1912 - 31. Juli 2010 - 3:18 #

Oh doch, das schließt sich definitv aus. Einflussreiche Seiten wie gametrailers.com bezeichnen Spiele wie Gothic/Risen und eben auch Dragon Age, allen ernstes als Hardcore RPG's.
Man darf wirklich nicht vom deutschen Markt ausgehen. Hier lässt sich Komplexität so gut verkaufen wie in keinem anderen Land (Länder der ehemaligen SU von mir aus noch).

Sciron 19 Megatalent - P - 16529 - 31. Juli 2010 - 11:34 #

Vielleicht ist es eine Frage des Trends. Die Zeit in denen man nach schneller Popcorn-Action im Stile von Modern Warfare 2 lechzt wird auch mal wieder vorbei gehen. Wenn sich die Leute an Bombast-Grafiken sattgesehen haben, wird auch mal wieder Gameplay/Komplexität in den Vordergrund rücken.

Es ist auch die Frage wie man so ein Spiel rüberbringt. Durch geschickt struktuierte Tutorials kann man auch einem komplexeren Titel den "Schrecken" nehmen, ohne das man sich erst Seitenlang durch irgendwelche Handbücher ackern muss.

Tamttai 10 Kommunikator - 379 - 29. Juli 2010 - 13:11 #

Mit dem DLC ist das doch so wie immer: kommt davon viel, bedeutet das wahrscheinlich, dass bw hier mit verhältnismäßig wenig aufwand viel geld scheffelt

Mir würd es reichen wenn die Komplexität der materie z.B. in höheren Schwierigkeitsgraden zunimmt (super beispiel dafür wäre civilization). auf die art können jene spieler, die nur spaß haben wollen, bedient werden und spieler die neben spaß auch eine pseudoherausforderung wollen ebenfalls angesprochen werden - macht die spielherstellung komplizierter, aber das wird bw eh nicht mehr abschrecken

prax 11 Forenversteher - 575 - 29. Juli 2010 - 18:01 #

Hey, endlich mal ein indirektes Geständniss warum sie DA2 anspruchsloser machen.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 29. Juli 2010 - 22:08 #

Genau dasselbe habe ich auch gedacht.

Avrii (unregistriert) 30. Juli 2010 - 0:09 #

Egal, die sollen soviel Geld machen wie Sie wünschen. Hauptsache SW TOR wird gut :D

Vaedian (unregistriert) 30. Juli 2010 - 13:54 #

Jup, selber Gedanke.

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 30. Juli 2010 - 1:11 #

Es schadet nie ambitionierte Ziele zu haben. :)

bam 15 Kenner - 2757 - 30. Juli 2010 - 2:56 #

Man ist da mit Mass Effect 2 schon in eine richtige Richtung für dieses Franchise gegangen. Der erste Teil war spielerisch nämlich Grütze und hat fast ausschließlich auf Grund des coolen Settings, den Charakteren und den Dialogen überzeugt. Mass Effect 2 war spielerisch definitiv besser, im Grunde ein 3rd-Person-Shooter als Lightversion. Da könnte man durchaus noch konsequenter werden: Ziel muss es sein spielerisch mit konventionellen Titeln (ohne Dialogsystem, z.B. einem Uncharted 2) mithalten zu können.

Es ist doch wohl klar dass Bioware nicht mehr hochkomplexe aber auch unzugängliche Rollenspiele entwickeln wird. Für sowas ist die Zielgruppe zu klein und die Produktionskosten eines Bioware-Spiels zu hoch.

Der Weg geht hin zu actionreichen und cool inszenierten Spielen, welche sich durch Dialogsystem, nichtlinearen und beeinflussbaren Spielverlauf und Rollenspielelementen vom Actioneinerlei abheben.

Liam 13 Koop-Gamer - 1225 - 30. Juli 2010 - 6:06 #

Wobei beeinflussbar gelinde gesagt eine dezente Übertreibung ist. Mich gruselts immer ein wenig, wenn Leute behaupten Bioware würde einem Spieler Einfluss gewähren, weil er in Gesprächen entweder demonstrativ gut/fair oder demonstrativ bose/hart sein darf, was im Endeffekt bis auf Kleinigkeiten aber nichts am Spiel ändert.
Es ist zwar sicher ein netter Effekt, aber solange sich am Storyverlauf nicht wirklich was ändert, ist es rein kosmetisch.
Beste Beispiel dafür (fiese Spoiler für alle die weder ME1 noch 2 gespielt haben), die Entscheidung ob man den Rat in ME1 am Leben lässt oder nicht. Dramatische Auswirkung in Teil 2 dadurch.... keine. Der Text ändert sich ein wenig, aber die Aufgaben bleiben die gleiche, die Unterstützung die gleiche und die Umgebung die gleiche. Ebenso die groß angeküdigten "alle Entscheidungen haben Einfluss im nächsten Spiel, was sich darin manifestiert, dass 2-3 Leute dich auf Stationen wiedererkennen und du paar belanglose kurz Emails bekommst.
Wenn das wirklich alles ist, was Spieler an Einfluss auf ihre Spielwelt erwarten, dann ists kein Wunder, dass Spiele sich in dem Bereich fast gar nicht weiterentwickeln.

justFaked 16 Übertalent - 4317 - 30. Juli 2010 - 10:01 #

Ich kann mir schon gut vorstellen, dass Handlungen in ME2 einen etwas größeren Einfluss auf das Geschehen in ME3 hat, [SPOILER] im "Endlevel" von ME2 wo man den Reaper-Hybriden erledigen muss, stirbt dein halbes Team - und in ME3 wirst du diese gefallenen Kameraden nichtmehr begrüßen dürfen [/SPOILER]. Das wird zwar vielleicht nicht die Handlung komplett umkrämpeln, aber es wird zum "Ich bin Teil der Welt"-Gefühl beitragen.

Dass die Verknüpfung von ME1 und ME2 eher "schwach" war (wie du schon gesagt hast... 2 bis 3 Texte geändert sonst nichts...) darin stimme ich dir voll und ganz zu

Liam 13 Koop-Gamer - 1225 - 30. Juli 2010 - 11:23 #

Ehrlich gesagt von der Mechanik war ich auch enttäuscht aus einem simplen Grund.

[AUCHMASSIVWEITERSPOILER]
Es passiert eigentlich nur, wenn du
a) dein Schiff nicht ausrüstest
b) die Vertrauensmissios auslässt
c) verwunderliche Entscheidungen im Finale triffst

Im Endeffekt sind es also Bestrafungen dafür, dass du das Spiel nicht umfassend genug gespielt hast.

Im Fall a) ist kein guter Grund weil das Minigame simpel aber extrem fade war
Im Fall b) ists unwichtig, weil wenn du nichtmal das Interesse an nem Char hast um seine Missio zu machen, ist sein Verlust auch relativ irrelevant.
Im Fall c) gut da kann man auchmal Pech haben, weil nicht immer ganz klar ist, wofür wer taugt.

Im Endeffekt ists also kein "ich muss etwas opfern", sondern ein "du hast das Spiel nicht genau so gespielt wie die Designer es wollten".

Abgesehen davon, so wenig Unterschied wie es machte ob Wrex Teil 1 überlebt hat oder nicht, bin ich da auch noch skeptisch ob der Relevanz für Teil 3.
Denn wenn sie bereit sind das halbe Team sterben zu lassen, müssen sie mind. gleichwertigen neuen Ersatz anbieten, damit die Spieler nicht chancenlos sind, denen es passiert ist.
[SPOILERENDE]

Im Endeffekt können wir wohl nur abwarten und schaun was sie draus machen, trotz allem war Mass Effect 2 ja durchaus unterhaltsam, mich wundert nur immer wie sehr Bioware Entscheidungsfreiheit angedichtet wird, die aber real gesehen nur Fassade ist. Da war Alpha Protocol, wenn auch sicherlich in Grenzen, dennoch schon erheblich wagemutiger.

fightermedic (unregistriert) 30. Juli 2010 - 20:31 #

da stimme ich vollkommen zu

mal 11 Forenversteher - 619 - 30. Juli 2010 - 10:56 #

hab irgendwie das gefühl, das sie sich vorher schonmal entschuldigen für ihre künftigen spiele
sie wollen doch nur mehr verkaufen das ging nicht anders, wir mussten den 2., 3. teil ect. halt so ändern um mehr leute anzusprechen

Anonymous (unregistriert) 30. Juli 2010 - 12:12 #

Guter Support von EA ? Bestimmt der beste nach Ubi :(

Liam 13 Koop-Gamer - 1225 - 30. Juli 2010 - 12:30 #

Sie meinten bestimmt eher den Support, den EA ihnen als hochprofilierte grantig erfolgreiche Entwicklergruppe angedeihen lässt und weniger den Support der Kunden :)

Atomsk 16 Übertalent - 4878 - 30. Juli 2010 - 19:12 #

Hm, also wenn ich die überwiegend negativen Kommentare zu dem sehe, was von DA 2 bislang gezeigt wurde, dann bin ich mal gespannt, ob die 10 Mio davon loswerden...

Tristan 11 Forenversteher - 824 - 31. Juli 2010 - 17:05 #

«Wir müssen 10 Millionen Einheiten eines Spiels verkaufen. Das ist das neue Ziel.»

Wenn ein Entwickler sowas sagt, ist das meistens kein gutes Zeichen für Spieler - zumindest nicht für die, welche die bisherige Arbeit der Entwickler weitgehend schätzten.

Denn künftig wird eine solche Firma massenmarktfähiges Material produzieren wollen. Das mag gut gehen bei der Weiterentwicklung eines bestehenden Produkts (zB bei bewährten Blizzard-Spielen), aber bei Neuentwicklungen ist kaum mit grossen Würfen zu rechnen. Es sei denn, man kann mit einem Titel starten, der allein schon Millionen anspricht (wie bei Star Wars). Was dann aber am Ende herauskommt, kann aber immer noch enttäuschend sein. Allerdings, wer zunächst Millionen heiss macht und dann enttäuschen sollte, wird sich von diesem Imageverlust wohl kaum mehr erholen. Daher habe ich Hoffnung, dass zumindest das kommende MMO ganz ansprechend wird - für künftige Spiele anderer Art von Bioware (wie DA2) habe ich da weniger Zuversicht, dass sie mir gefallen werden.

Wer jedoch von Bioware nochmal sowas erwartet wie Baldur's Gate, wird wohl noch sehr, sehr lange warten müssen.

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