Google: Per WLAN übermittelte Passwörter gespeichert

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20. Juni 2010 - 17:42 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

Google nutzt Fahrzeuge mit bestimmter Ausrüstung zur Erfassung von Daten für StreetView. Bereits nachdem bekannt wurde, dass hierbei nicht nur die SSIDs und ähnliche Daten von WLAN-Netzwerken, sondern bei ungesicherten Zugangspunkten sogar gesendete und empfangene Pakete mitgeschnitten wurden, gab es einige Aufruhr um den Fall.

Bisher ging man davon aus, dass hierbei keine allzu sensiblen Daten aufgezeichnet wurden, da die Google StreetView-Fahrzeuge bzw. die entsprechenden Gerätschaften den WLAN-Kanal fünfmal pro Sekunde wechseln sollten. Frankreichs Datenschutzbehörde CNIL habe nun zwei Festplatten mit WLAN-Mitschnitten untersucht. Hierbei soll festgestellt worden sein, dass sogar Passwörter von E-Mail-Konten und E-Mail-Auszüge darunter waren.

Marcel 13 Koop-Gamer - 1377 - 20. Juni 2010 - 18:01 #

Anstatt das die Leute sich über Google aufregen, sollten sie jetzt vielleicht mal ihre Netzwerke entsprechend sichern, damit so was nicht mehr vorkommt.

Sie sollten dem Konzern dann doch auch eher danken, dass Google ganz uneigennützig ihnen ihre Sicherheitslücken aufzeigt ;)

floxyz 16 Übertalent - P - 4853 - 20. Juni 2010 - 18:05 #

Das ist die eine Seite, leider wird mit sensiblen Daten viel zu leichtfertig umgegangen (nicht erst seit Facebook), jedoch ist das was Google macht eindeutig illegal und sollten sie nicht machen während sie Straßen fotografieren!

Screeny (unregistriert) 20. Juni 2010 - 19:01 #

Man weiß nicht, ob es sich um unverschlüsselte Netzwerke handelt oder nicht.
Wer sein Passwort mithilfe eines unverschlüsselten WLANs übermittelt: Selbst Schuld!

KompostMaster 08 Versteher - 207 - 22. Juni 2010 - 14:43 #

Leute die erschossen werden sind ja auch selbst Schuld... Warum tragen diese Idioten auch keine Kugelsichere Weste...also wirklich

PARALAX (unregistriert) 23. Juni 2010 - 1:22 #

Gute Argumentation, hätte nicht anders geantwortet. Es mag zwar sein, das man als WLAN-Besitzer dazu verpflichtet ist, sein Netzwerk zu schützen, aber man sollte auch nie vergessen, das das Eindringen als Solches in ein privates Netzwerk, egal unter welchen Umständen (außer für ermittlungstechnische Zwecke der Justiz), eine Straftat darstellt.

Mein Router ist übrigens mit einem 64stelligen WEP2-Passwort (inkl. Sonderzeichen) geschützt + MAC-Filter + SSID deaktiviert. Da wird wohl Keiner rein kommen.

ichus 15 Kenner - 2987 - 20. Juni 2010 - 18:54 #

Bin ganz deiner Meinung.

Creasy (unregistriert) 20. Juni 2010 - 18:18 #

Das wird hier ja wirklich immer mehr ne allgemeine IT Seite wie Golem oder so... ;)

Corthalion 16 Übertalent - 4765 - 20. Juni 2010 - 19:01 #

Naja, ich denke viele der Leute hier interessieren sich nicht ausschließlich für Spiele, sondern auch für PC usw. im Allgemeinen. Und der Großteil der News ist ja nach wie vor über Spiele ;)

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 20. Juni 2010 - 20:30 #

Manche sind halt nicht in der Lage, um Ecken zu denken.

Kanonengießer 14 Komm-Experte - 2391 - 20. Juni 2010 - 18:46 #

So wirklich neu ist diese News ja nicht ;)

Rondidon 15 Kenner - P - 2893 - 20. Juni 2010 - 19:04 #

"Don`t be evil". Ich glaube schon lange nicht mehr daran und verwende wenn es geht ask.de anstatt Google. Ask findet inzwischen ähnlich gut.

Bibliothekar 11 Forenversteher - 770 - 20. Juni 2010 - 20:00 #

Die Affen die unverschlüsselt ihre Passwörter über Wlan nutzen können froh sein wenn nur google die Daten aufgezeichnet hat.
Und wenn mans nicht besser weiß holt man sich gefälligst Beratung oder bezahlt jemanden alles einzurichten.
Ich würd niemals auf die Idee kommen am Motor von meinem Auto rumzuschrauben weil ich davon überhaupt keine Ahnung habe.

p.s.: Das macht die Aktion von google natürlich nicht besser. Aber im endeffekt sind sie nur rumgefahren und haben öffentlich zugängliche Daten mitgeschnitten. Ist halt moralisch fragwürdig aber sonst ...

Bernd Wener 19 Megatalent - 13635 - 21. Juni 2010 - 5:01 #

Diese "Affen", wie du es sagst, wissen es vielleicht einfach gar nicht, DASS sie da was verschlüsseln müssen. Ich sehe da eher die Hersteller in der Pflicht, dass solche Einstellungen einfach gehen und man bei der Installation entsprechend aufgeklärt wird. Aber da hat sich gottseidank meines Wissens nach ja schon einiges getan in der Richtung.

Bibliothekar 11 Forenversteher - 770 - 21. Juni 2010 - 8:32 #

Mit Verlaub wenn jemand zuhause ein eigenes Netz aufbaut und sich nur auf den Hersteller verlässt im Punkt Sicherheit ist derjenige/diejenige ein Idiot und mehr nicht.

Die Leute wären gut damit beraten die Einrichtung "dieses ganzen komischen Computerkrams" nicht immer nur dem Sohn des Nachbarn zu überlassen der das alles bestimmt ganz toll kann weil der auch so einen total aktuellen PC zu hause stehen hat und man sieht ja schon daran wie schnell der sich im Internet zurechtfindet das der sich total gut auskennt.
Gnaaaaa' das Ding auf dem Hals ist nicht nur zur Nahrungsaufnahme da!

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 21. Juni 2010 - 8:54 #

Du würdest dich wundern, wie viele Leute gar nicht wissen, dass man so ein WLAN verschlüsseln kann. Gerade ältere Menschen lassen sich den WLAN-Router oft vom netten Vertreter aufschwatzen und verlassen sich dann darauf, dass das schon alles so funktionieren wird.

Daraus einfach auf Dummheit zu schließen ist falsch gedacht, fehlende Aufklärung wäre vielleicht passender. Nur - wer soll aufklären? Ist da jemand in der Pflicht? Brauchen wir doch einen Sicherheits-Führerschein?

Bernd Wener 19 Megatalent - 13635 - 21. Juni 2010 - 8:58 #

Ebenfalls mit Verlaub: Das ist doch Krampf. Wenn ich mir ein Auto kaufe, dann weiß ich doch auch nicht, wie das im Detail funktioniert. Das will ich anlassen, und dann geht die Sache. Wie die ganze Nummer mit Einspritzung, Motor, Elektronik läuft, ist mir da doch total schnuppe.

Wenn ein Hersteller im Jahr 2010 einem Otto-Normal-User einen W-Lan Router verkauft, dann sollte er für eine korrekte Voreinstellung sorgen. So etwas nennt man übrigens Usability bzw. auch Kundenservice. Was weiß denn ein unbedarfter Nutzer von WPA2, etc.? Ich kann das Ding auf meinem Hals sehr gut verwenden, danke der Nachfrage. Und ja, mich betrifft das auch nicht, da ich in der Thematik halbwegs fit bin. Dennoch gibt es eben genügend Menschen auf der Welt (für Router-Hersteller sind das potentielle Kunden) die sich eben nicht damit auskennen und die für solche Hilfestellungen dankbar sind. Mach mal halblang. Auch in der IT dürfen sich Geräte und Software dazu weiter entwickeln, einfach bedienbar (und dennoch sicher) zu sein, und zwar so, dass nicht nur IT-Cracks damit umzugehen wissen.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 21. Juni 2010 - 9:35 #

Ich würde diese Leute nicht zwingend als Idioten bezeichnen. Was die Sicherheit von W-LAN Netzwerken betrifft kann man von einem Sumpfgebiet sprechen: Du kannst Dich darin auskennen wie in Deiner Westentasche, aber trotzdem bis zum Hals einsinken. AVM etwa zählt (auch erst seit einer Weile) zu den Anbietern von Routern, die ab Werk eine aktive WPA2-Verschlüsselung aufweisen. Blöd nur, dass man damit trotzdem im Falle eines Missbrauchs des Internetanschlusses auf den Sack bekommt. Begründung? Der WPA2-Schlüssel ist auf der Unterseite des Geräts angebracht. Wusste ich bis vor zwei Wochen auch nicht (und ja, hab schon einige Router/Fritz!Boxen durchgekaut bis zum geht-nicht-mehr ;D ).

Natürlich ist es für den Kenner nun ein leichtes, den Schlüssel zu ändern - aber Großteil der Kunden möchte Produkte kaufen, anschließen und sofort loslegen. Und kein Hersteller kann mir erzählen, ihm wäre diese Mentalität nicht bewusst. Schau Dir doch mal an, wie diese technischen Wunderkisten (und anderer moderner Krimskram) von heute beworben werden. "Auspacken, einstecken, loslegen." Ich liebe Bedienungsanleitungen, wirklich! Aber kann es keinem verübeln, der diese wegen "In 3 Schritten zum Ziel"-Aufklapppostern links liegen lässt.

Das sich Leute mehr mit ihren Produkten auseinandersetzen sollten predige ich auch regelmäßig, glaub mir, aber nicht mit Knüppel-auf-den-Sack Klopperei. Manche Leute sind wohl auch einfach froh, wenn sie noch Zeit finden in einen Laden zu gehen, sich oberflächlich beraten zu lassen und die Ware mit nach Hause nehmen zu können. Andere werden gerne ausgeblendet, nämlich die ältere Generation. Aber wie sollen die da auch nur im geringsten durchblicken, wenn die Beratung für Produkte generell schon so dürftig ist?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 21. Juni 2010 - 10:00 #

Ich war schon ein paar mal kurz davor bei der Beratung älterer Leute zu resignieren und es einfach ganz zu lassen - spart Stress. Da erklärt man beim Verkauf eines WLAN-Routers, dass bittebittebitte unbedingt die Verschlüsselung eingestellt werden muss, damit eben nicht jeder mitlauschen kann. Einen Tag später trägt der Kunde den Router zurück, weil ihm das alles zu kompliziert ist, vor allem das mit der Verschlüsselung wäre ja eine soooo schlechte Beratung gewesen, das geht ja alles gar nicht und sein Rechner bekommt nur ohne Verschlüsselung eine Verbindung. Wenn man dann anbietet, sich das anzuschauen, allerdings kostenpflichtig, der Arbeitgeber kann bei einem Produkt mit 1,50 Euro Gewinnspanne schlecht stundenlangen Service bieten, ist das natürlich zu teuer, Abzocke und es geht ja auch so..

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 21. Juni 2010 - 10:14 #

Verstehe diesen Aspekt auch voll und ganz (Gewinnspanne, Ablehnung von Service sobald's ein wenig kosten soll). Eigentlich sollte da ein Arbeitsgeber sagen "An den Hersteller vermitteln." (bzw. zu diesem treten :D ), allerdings bleiben dem Laden dann wiederum die Kunden fern. Teufelskreis :/

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 21. Juni 2010 - 10:22 #

Als Ladeninhaber KANN man diese Servicekosten nicht übernehmen. Wenn da ein Mitarbeiter inkl. Anfahrt mal schnell ne Stunde weg ist müsste der Router entweder mit 30-50 Euro Aufpreis verkauft werden oder der Laden ist sehr schnell pleite. Die Gewinnspannen bei 20-30-Euro-Produkten liegen nicht wirklich hoch. Wenn da ein Laden mal 10% Gewinn macht ist das schon fast wucher und die Leute kaufen lieber bei Amazon.. Und dem Hersteller die Kosten aufbürden? Dann wird man halt nicht mehr beliefert.

Bibliothekar 11 Forenversteher - 770 - 22. Juni 2010 - 18:44 #

So ich fasse mal die Antworten auf die Antworten hier zusammen ;)

Zuerst habe ich nicht dumm gesagt sondern Idioten. Auch sehr intelligente Menschen können Idioten sein.

@3GoldeneRegeln: Du gehst also beim Autokauf in einen Autoladen sagst dem Verkäufer "Ich will nen Auto" und nimmst das erst beste welches er dir anbietet? Ohne wenigstens mal ADAC Tests oder ähnliches zu lesen? Entweder hast du unendlich viel Geld, gar kein Geld mehr, oder kein Auto.

@Dod: Aber genau das ist doch der Punkt. Kennt man sich nicht aus und baut lokal ein Netz zur Datenübertragung auf muss man eben auf professionelle Hilfe zurückgreifen und die Kosten tragen oder damit leben das jeder der grad vorbeikommt mit trivialen Mitteln alles an Kommunikation mitschneiden kann.
Mir fällt kein Lebensbereich ein wo das nicht so ist, nur im Home-PC Bereich. Und die Leute hätten sooooo viel weniger Probleme wenn sich da was ändern würde.

Und mit Verlaub: Wer keine Bedienungsanleitung lesen will ist selbst schuld und hat es nicht anders verdient.
Was aber nicht vergessen werden darf: Ich hab noch keine anständige Anleitung gesehen.

Es geht doch garnicht darum ein Hochsicherheitsnetz aufzubauen. Aber root/Admin Passwort ändern + WPA2-AES Verschlüsselung sollte schon drin sein. Inkl. Assistenten mit übersichtlicher Zusammenfassung aller Daten zum Druck.
Und der Ausdruck ist dann auch kein großes Sicherheitsrisiko. Zumindest im Vergleich zum Wlan mit WEP und Passwort=123456

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 22. Juni 2010 - 20:13 #

Und wer erklärt den technisch unbedarften, dass WPA2-AES das sichere ist und nicht WEP? Und wenn dann das neue Internetradio für die Küche mit WPA2 nicht funktioniert weil der Hersteller nur WEP vorsieht? Schon ist Sense.

Fakt A) besonders ältere Herrschaften geben NIE freiwillig mehr Geld als unbedingt nötig aus, egal wie stressig der Aufbau auch ist.
B) Junge Leute auch nicht ;) ..

Was kann man also tun? Einfach zu verstehende Anleitungen? Knifflig, da nicht die Wechselwirkung mit anderer Hardware berücksichtigt werden kann. Die Idee, die Router grundverschlüsselt anzubieten wie AVM es tut war sehr gut. Dummerweise denken da deutsche Richter anders und machen damit die Bemühungen der Industrie wieder zunichte. Dämlich eigentlich.

Bibliothekar 11 Forenversteher - 770 - 22. Juni 2010 - 22:04 #

Wenn der käufer sich weigert kann man garnichts tun. Das sind dann genau die wo ich sage: Selbst schuld.

Die Probleme gibt es jetzt weil in den letzten Jahren nie jemand meinte die Verantwortung zu haben. Keinen interessiert irgendwas und was dabei rauskommt sieht man jetzt.

So schlimm ist die Situation aber auch wieder nicht. Ich empfange hier zwischen 4 bis 7 verschiedene SIDs und alle sind WPA2 geschützt unmöglich scheint es also nicht zu sein.

Der Hersteller kann nicht mehr tun als eine saubere Implementierung des Protokolls und der Verschlüsselung zu liefern und dabei eine Anleitung die verständlich (Nicht zu verwechseln mit einfach) ist.
Der Kunde muss halt mal von "Geiz ist geil" und "Ist mir egal" wegkommen und mal überlegen was er da eigentlich kauft. 100 Euro für nen neuen router ist nu auch nicht so wenig Geld.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 23. Juni 2010 - 7:55 #

Solange zwielichtige eBay-Händler weiterhin Billigstrouter für 15 Euro verramschen wird der Kunde sich leider weiterhin an diesen Angeboten orientieren. Qualitätsunterschiede sieht der durchschnittskäufer offenbar leider erst, wenns zu spät ist. Und selbst dann wird nur über die doofe Technik geschimpft, nicht über den eigenen Geiz.

marshel87 16 Übertalent - 5581 - 20. Juni 2010 - 21:47 #

wenn die leute ihre netzwerke nicht schützen sind sie selber schuld! ...

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 20. Juni 2010 - 22:08 #

Dummheit der Leute hin oder her: Was google macht, ist falsch. Wer stattdessen auf der Dummheit des DAU rumhackt, wird wohl auch den Einbrecher in ein nicht vor Einbrüchen geschütztes Haus verteidigen wollen.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6662 - 21. Juni 2010 - 10:37 #

Sorry, aber der Staat und Gesetze sind nicht dafür da Menschen vor ihrer eigenen Dummheit zu schützen. In deinem Vergleich mit dem Einbrecher ist das so als würde der Hausbesitzer einen Haussschlüssel nicht nur unter die Türmatte legen sondern auch noch Flugblätter verteilen auf denen steht, dass er seinen Hausschlüssel dort aufbewahrt...

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 21. Juni 2010 - 12:04 #

Würde ich nicht sagen. Sowohl der Hausbesitzer in meinem Beispiel als auch der unvorsichtige WLAN-Nutzer laden ja niemanden dazu ein, ihnen Unrecht zu tun. Sie ergreifen nur keine Maßnahmen, um es zu verhindern (... oder zumindest die Gefahr zu mindern).

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 21. Juni 2010 - 12:12 #

Eine solch übertriebene Aufforderung stellt ein unverschlüsseltes W-LAN nun wirklich nicht dar. Vielleicht können wir uns auf "lässt die Tür zu seinem Haus offen stehen" einigen? ;)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 21. Juni 2010 - 12:13 #

Naja, der unbedarfte Anwender (und das sind die meisten) sieht erfahrungsgemäß ein Passwort (das des Routers, "admin" und "0000"), wenn er geistesgegenwärtig ist, ändert er dieses sogar. Weiter denken viele leider gar nicht erst und setzen daher kein WLAN-Passwort. "Ich habe doch ein Passwort im Router, sie wollen doch nur vorbeikommen und abzocken indem sie so tun als wenn sie da was ändern" - habe ich ein paar mal gehört..

Moderne Technik ist leider etwas komplizierter. Analog zum Haustürschloss - dann hätte ein Haus von Netgear/D-Link und co. wohl mehrere Türen. Eine mit einem Riegel verschlossene Front-Tür (Routerpasswort) und weiter hinten eine gut verschließbare aber normalerweise offenstehende Haustür (WLAN-Verschlüsselung). Auch da würden sicher einige Leute denken, es reicht schon die erste Tür zu schließen.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 21. Juni 2010 - 12:20 #

Und immer wenn Du glaubst, Du hast einen guten Vergleich dargelegt, kommt ein Dod daher und zeigt wie's richtig geht ;D

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 21. Juni 2010 - 12:30 #

Hat noch ein paar Lücken, reichte aber in der Vergangenheit um den einen oder anderen Kunden von der Notwendigkeit einer WPA/WPA2-Verschlüsselung zu überzeugen.

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 20. Juni 2010 - 22:34 #

Gabs das Thema nicht schon vor einigen Wochen in der Tagesschau?

Jedenfalls ist es schon irgendwie komisch, dass alle bei der staatlichen Vorratsdatenspeicherung gleich rummaulen, aber trotzdem Google und Facebook benutzen.
Ich persönlich bin da aber nicht gewesen. Nur mittlerweile benutze ich Google, Facebook unter stehe voll und ganz hinter einer staatlichen Regulierung des Internets.

Haroon 11 Forenversteher - 555 - 20. Juni 2010 - 23:12 #

Was will Google denn mit den Daten anstellen, und ich bin mir auch nicht sicher ob die wussten, dass Sie die Daten gespeichert haben. Sonst wären Sie ja dumm denen einfach die Festplatte mit den Daten zu überlassen, damit die auffliegen.

Wegen dem Text
"[...] Bisher ging man davon aus, dass hierbei keine allzu |sensitiven| Daten aufgezeichnet wurden,[...]"
Sollte es nicht eher sensiblen heißen und nicht sensitiven?

Spielstern (unregistriert) 21. Juni 2010 - 9:08 #

Denk ich auch, das ist ein geläufiger Übersetzungsfehler. Eng sensitive entspricht unserem "sensibel". Das Englische "sensible" ist dagegen eher mit sinnvoll/vernünftig (je nach Kontext auch so etwas wie "fühlbar") zu übersetzen. Mit solchen und anderen Kleinigkeiten hat uns unser Lektor im Englisch-Studium immer gequält...

Corthalion 16 Übertalent - 4765 - 21. Juni 2010 - 10:37 #

Das war nicht einmal ein Übersetzungsfehler, sondern "nur" ein Wortfehler von mir. :D
Schon berichtigt :)

Vidar 18 Doppel-Voter - 12256 - 21. Juni 2010 - 10:50 #

Lustig wie hier leute sagen "Selber schuld"...

sowas ist und bleibt Illegal und ist nicht okay!
Und wer weiß was Google noch alles Speichert, wills garnicht wissen ehrlichgesagt....

"Was will Google denn mit den Daten anstellen, und ich bin mir auch nicht sicher ob die wussten, dass Sie die Daten gespeichert haben. "

Doch sie wussten es, denn vor kurzem tauchte ein von Google geschütztes Patent auf was genau dieses WLAN sammeln ausgelegt war:

-In dem Patent wird beschrieben, wie WLAN-Router und auch Mobilgeräte lokalisiert werden können. Zu den Methoden gehört auch das Abfangen und Analysieren von Datenpaketen, um dann die darin enthaltenen Informationen, beispielsweise die Übertragungsrate, auszuwerten.-

http://appft1.uspto.gov/netacgi/nph-Parser?Sect1=PTO2&Sect2=HITOFF&p=1&u=/netahtml/PTO/search-bool.html&r=1&f=G&l=50&co1=AND&d=PG01&s1=%2212/315,079%22&OS=%2212/315,079%22&RS=%2212/315,079%22

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 21. Juni 2010 - 11:25 #

Viele Leute wissen halt nicht, dass "nicht Passwortgeschützt" bei WLAN gleichzeitig "Unverschlüsselt" bedeutet.

Denen ist das Konzept, dass jemand anders bei ihrer Surferei einfach mithören kann, vollkommen unbekannt.

Ich hatte auch ne Zeit lang mein WLAN offen weil ich mir dachte das wär einfacher. Bis ich das mit der Verschlüsselung rausbekommen hab :)

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 21. Juni 2010 - 11:35 #

Spricht ja auch nichts gegen offenes WLAN. Wenn einer nun fern abgelegen haust und mit unverschlüsseltem W-LAN arbeitet, oder einer auf seine Verschlüsselung zurückgreift: In allen Fällen muss sich der Anwender schlussendlich bewusst sein, was er da tut. Verschlüsselung ist ja auch keine Universallösung, sondern "nur" Prävention - insofern niemand ernsthaft das W-LAN knacken will funktioniert das auch prima.

Anonymous (unregistriert) 21. Juni 2010 - 12:31 #

Ich finds gut, dass es immer noch Leute gibt die ihre Netzwerke nicht verschlüsseln. So kann ich auch im Urlaub mit meinem iPod surfen und die neuesten Podcasts runterladen. Tut ja keinem weh.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 21. Juni 2010 - 16:53 #

Und deine Emails und Onlinebanking machst auch? Dir ist klar dass der mit dem Router das alles mitloggen kann? Auch deine Passwörter? :)

VisionGamer 10 Kommunikator - 418 - 21. Juni 2010 - 14:48 #

Ich finds offen gesagt ne Sauerei, was Google sich in letzter Zeit rausnimmt. Ok, wer so "doof" ist, sein Netzwerk nicht zu verschlüsseln, muss sich nicht wundern, aber Google sollte sich mal klar sein, dass sie ein führendes Internet-Unternehmen sind und von solchen Stichwörtern wie Integrität, Transparenz und Kundenzufriedenheit lebt und nicht nur von den Verkäufen privater Daten an Dritte.

onli 14 Komm-Experte - 2533 - 21. Juni 2010 - 20:08 #

Es ist eine völlig legitime Position, sein WLan nicht zu verschlüsseln. Und es ist vom technischen Standpunkt einfach erklärbar, dass natürlich auch solche kritischen Daten mitgespeichert wurden. http://blog.koehntopp.de/archives/2860-Wie-man-aus-Versehen-WLAN-Daten-mitschneidet.html erklärts.

Machiavelli 13 Koop-Gamer - 1470 - 21. Juni 2010 - 23:42 #

Wer sein WLAN nicht verschlüsselt kommt inzwischen aber auch in die Störerhaftung. http://medien-internet-und-recht.de/volltext.php?mir_dok_id=2182

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 22. Juni 2010 - 8:16 #

Dummerweise gilt das sogar, wenn man sein WLAN verschlüsselt aber die vom Hersteller vorgenommene Grundeinstellung benutzt. AVM liefert seine Router z.B. mit aktiver Verschlüsselung aus, der Key befindet sich auf dem Typenschild unter dem Router. An sich eine sehr gute Idee, schützt das doch schon sehr effektiv vor Mitschnüfflern von außen. Dummerweise haben die Gerichte geurteilt, dass diese Verschlüsselung nichtig ist, da ja jeder den Key ablesen könnte. Dass das nur für Personen IM Haus (und im Raum des Routers) gilt und nicht für Personen von außen ist da egal.

VisionGamer 10 Kommunikator - 418 - 22. Juni 2010 - 8:53 #

Wir haben hier auch einen WLAN-Router hängen und der ist nur durch ein simples Passwort geschützt, daher habe ich mich WLAN verweigert und ein Kabel gelegt. Ich kann aber deine Aussage und das Gerichtsurteil nicht so sehr nachvollziehen, weil bei bestehender Verschlüsselung (mal unabhängig von evtl. Hackerfähigkeiten) der Code praktisch für niemanden knackbar ist. Und wenn der Router nur in geschlossenen Haushalten und nicht z.B. im offen zugänglichen Keller hängt, dann kann die Schilder auch keiner einsehen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 22. Juni 2010 - 10:50 #

Ich denke mal, das Gericht ist davon ausgegangen, dass Familienmitglieder/Mitbewohner oder auch Besucher das Passwort einfach abschreiben könnten..

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