E3: Homefront angeschaut

PC 360 PS3
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18. Juni 2010 - 8:31 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
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Mehr als ein Jahr ist seit unseres letzten Reports zu Homefront vergangen -- höchste Zeit, auf der diesjährigen E3 in Los Angeles die Gunst der Stunde zu nutzen, um beim Publisher THQ Neues zum aktuellen Stand des Titels zu erfahren.

Die Geschichte des 3D-Actionshooters orientiert sich lose an der aktuellen Weltlage: Die Wirtschaftskrise stürzt die Finanzmärkte im Jahre 2027 ins Chaos, die Folge ist eine Energiekrise der Großmacht USA. Nordkorea macht sich diesen Umstand zu nutze und startet eine Invasion: Zunächst muss Südkorea dran glauben, anschließend marschieren die Truppen in Amerika ein. Klar, dass sich die Bewohner der Staaten ihr Land nicht wegnehmen lassen wollen, und so kommt es zum Krieg an der Heimatfront.



Das fiktive Szenario fanden wir schon spannend, als wir das erste Mal davon gehört haben. Auf der E3 2010 konnten wir uns nun davon überzeugen, dass Homefront auch spielerisch Einiges zu bieten hat. Optisch haben wir tatsächlich das Gefühl, dass wir uns in einem amerikanischen Vorort befinden: Kinder spielen auf der Straße, während sich die Erwachsenen der Gartenarbeit widmen. Alles könnte so idyllisch sein -- wären da nicht die koreanischen Soldaten, gegen die es sich zu verteidigen gilt. Durch die Besatzung spüren wir die permanente Unterdrückung, es entsteht ein Gefühl der Hilflosigkeit, weil wir realisieren, dass der Krieg direkt ins heimische Wohnzimmer getragen wurde.

In einer anderen Szene schlagen wir zurück und überfallen eine koreanische Basis. Besonders spannend inszeniert: Während ein ferngesteuerter Lieferwagen den Stützpunkt passiert und die Koreaner ablenkt, können wir aus sicherer Entfernung Scharfschützenunterstützung leisten. Sobald der Weg in die Basis frei ist, rücken wir nach und erledigen die letzten versprengten Feinde. Dann erfolgt ein Schnitt: Während wir im Hintergrund weiterhin Schusswechsel vernehmen, läuft eine Cutscene ab, die die Story weitererzählt. Doch das Intermezzo ist nur von kurzer Dauer, als plötzlich ein feindlicher Helikopter das Feuer eröffnet. Wir greifen rasch zur Panzerfaust und holen das Stahlungetüm in letzter Sekunde vom Himmel.

Homefront hat uns auch dieses Jahr wieder begeistert. Die Grafik ist zeitgemäß, detailliert und dank akkurater Animationen der Charaktere sehr stimmig. Die Story wirkt ob des Szenarios erfrischend unverbraucht und das Gezeigte muss sich in Sachen Inszenierung nicht hinter Call of Duty - Modern Warfare 2 verstecken. Wir sind gespannt, wie sich Homefront in der fertigen Version präsentieren wird. Leider müssen wir uns bis zu deren Veröffentlichung noch ein wenig gedulden: Der Releasetermin wurde jüngst auf das erste Quartal 2011 verlegt.



DELK 16 Übertalent - 5488 - 17. Juni 2010 - 17:39 #

Klingt interessant, auch wenn Nordkorea wohl kaum die Ressourcen für einen Einmarsch in die USA hat ;)

hoschi 13 Koop-Gamer - 1465 - 17. Juni 2010 - 18:07 #

das glaub ich auch. und die usa würden wohl selbst in einer energiekrise die anrückenden N-Koreaner mit einem Knopfdruck schon längst irgendwo im Ozean plattmachen...

Dragor 14 Komm-Experte - 2161 - 17. Juni 2010 - 18:13 #

Laut Story vereinigen sich Nord und Südkorea unter dem Sohn von Kim-jong-il.
Danach zwingen sie Japan zur Aufgabe und vereinnahmen sich auch dies.
Durch den Weltwirtschaftscrash kann sich die USA kein aktuelles Kriegsmaterial leisten und es gibt überall unruhen im Land, weil die Banknoten eingefroren wurden etc.

Unter diesen Umständen könnte eine Invasion durchaus möglich sein denke ich.

Hier nochmal ein Story-Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=lClMm-ig1Os

Vidar 18 Doppel-Voter - 12273 - 17. Juni 2010 - 18:36 #

Naja mal abgesehn von der Story, wenn China Nordkorea helfen würde (mit moderneren waffen) dann würden sie uns überrennen!
Immerhin unterhält Nordkorea 1,2 Millionen Berufssoldaten (Deutschland ca 200000) und somit gehörts zu den Ländern die eine der größten Armeen haben, neben china Russland und USA! Und das Obwohl Nordkorea grad mal 25 millionen einwohner hat....

Sensei_sama (unregistriert) 18. Juni 2010 - 0:18 #

Du glaubst doch nicht, dass von den 1,2 Mio auch nur ein Bruchteil adäquat bewaffnet ist? Der Großteil davon sind Spaten- und Arbeitssoldaten.

Zudem ist die Vorgeschichte an sich schon Humbug. Den Südkoreanern ist es inzwischen doch schon zu viel die paar Dissidenten aufzunehmen. Die werden sich die nächsten 30 jahre bestimmt nicht mehr mit NK zusammen tun. Und wenn dann nur unter SK Führung.

...aber irgendwie muss man ja das an sich ganz interessante Szenario hinbekommen.

ps: erinnert sich noch jemand an den Film "Red Dawn"?

Sensei_sama (unregistriert) 18. Juni 2010 - 0:20 #

pps: trotzdem hätte mir ein Shooter in der "World in Conflict" Welt besser gefunden

Anonymous (unregistriert) 18. Juni 2010 - 5:50 #

Sagen wirs mal wies ist, die Story ist der allerletzte unglaubwürdige Bullshit und dient nur dazu eine Rechtfertigung der Schlitzie (IRONIE) zu bieten. Arm, ganz arm das ganze. Naja, warten wir mal ab, was für Spiele erschenen werden, wenn China seine perversen Propaganda-Fantasien in Triple-A Spielen umsetzt... Denkt mal drüber nach!

Anonymous (unregistriert) 18. Juni 2010 - 5:51 #

Edit: ...die Schlitzie (IRONIE) umzulegen zu bieten...

Vidar 18 Doppel-Voter - 12273 - 18. Juni 2010 - 7:54 #

lern lesen und schau was ich geschrieben habe!
Ich hab geschrieben wenn China ihnen helfen würde nicht dass sie es alleine schaffen

B4ck7p 14 Komm-Experte - 2511 - 18. Juni 2010 - 17:46 #

"Red Dawn" kenn Ich noch. Mit dem guten Patrick Swayze.
Solange es Leute wie Ihn und seine Schulhofclique gab, brauchten sich die Amerikaner keine Sorgen über etwaige Invasionen roter Truppen zu machen.

Ganz großer Trash, bringt mich immer noch zum Schmunzeln wenn Ich den mal im Nachtprogramm abpasse.

ganga Community-Moderator - P - 15587 - 17. Juni 2010 - 17:43 #

Homefront klingt ziemlich interessant und könnte ein echter Hit werden. Mit einem guten Actionspiel kann man denke ich auf jeden Fall rechnen.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33805 - 18. Juni 2010 - 10:38 #

Das ist so ein Szenario, dass ich garantiert NICHT spielen möchte. Hoch spezialisierte Ami-Soldaten mit hochgezüchteter High-Tech-Ausrüstung ballern schlecht ausgebildete, mit Waffen aus dem Kalten Krieg bestückte Koreaner nieder, die es nie und nimmer schaffen würden, den USA nahe zu kommen, ohne vorher weggebombt zu werden.
In Crysis habe ich sowas ja wegen des SF-Einschlags noch in Kauf genommen, aber solche Fantasien hinterwäldlerischer Militär-Freaks brauche ich einfach nicht. Lieber baller ich Zombies, Aliens, .ä. weg.

Dragor 14 Komm-Experte - 2161 - 18. Juni 2010 - 15:02 #

Den Artikel hast du dir wohl nicht durchgelesen bzw. nicht verstanden oder?

B4ck7p 14 Komm-Experte - 2511 - 18. Juni 2010 - 17:43 #

Hat er ganz offensichtlich nicht, aber rumtrollen und flamen macht ja auch mehr Spaß als Artikel lesen ;)

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33805 - 18. Juni 2010 - 23:08 #

Wo widerspricht der Artikel denn dem, was ich geschrieben habe?

Wie man meinen sonstigen Kommentaren hoffentlich entnehmen kann, bin ich ein aufmerksamer Leser und kein Troll. Mich nerven diese Militär-Shooter mit ihrem Ami-Hurra-Patriotismus nur schon lange. Bis vor einigen Jahren war es der 2. Weltkrieg, der tausendfach wiedergekäut wurde, und seit CoD4 ist es das "Modern Warfare"-Szenario. Ich will ja niemanden davon abhalten, diese Sachen zu spielen, wollte meine Meinung nur mal loswerden. Manchmal braucht man einfach so ein Ventil um Druck abzulassen. Irgendwie war ich auch in einer etwas provokanten Laune und hab das deshalb nicht gleich so erläutert. War auf die Reaktionen gespannt. Aber mit dem Troll-Vorwurf hab ich nicht gerechnet. ;-)

Dragor 14 Komm-Experte - 2161 - 19. Juni 2010 - 1:06 #

Nur das hier der Spieß umgedreht wird und die Amerikaner mal das technisch Unterlegende Volk sind.
Und nach einigen Previews zu urteilen ist hier von Hurra-Patriotismus nicht so viel zu spüren wie bei MW2 und konsorten.

Hoschimensch 14 Komm-Experte - 2045 - 18. Juni 2010 - 12:26 #

Ist schön wenn man sich wiklich mal auf eine emotionale Sotry ala World in Conflict konzentriert. Wäre ein guter Impuls für das Szenario.

B4ck7p 14 Komm-Experte - 2511 - 18. Juni 2010 - 17:55 #

Hat jemand das 2003 erschienene "Freedom Fighters" von IO Interactive mal gespielt?
Hatte ein ganz, ganz ähnliches Szenario. In einer veränderten Zeitlinie (die Sowjets beenden den zweiten Weltkrieg durch den Einsatz von Atombomben auf deutschen Boden und erstarken danach zur neuen Weltmacht) greifen die Sowjets 2003 die USA an und marschieren ein.
Danach übernahm man die Rolle eines Klemptners der zusammen mit seinem Bruder anfing, zuerst mehr unfreiwillig, immer mehr Wiederstandskämpfer um sich scharte.
Das Spiel war ein TPS in dem man bis zu 16? KI Kameraden in relativ offenen Levels durch die Gegend scheuchen konnte. Hat mir sehr gut gefallen, vor allem der großartige Soundtrack vom Hitman & Assassin's Creed Komponisten Jesper Kyd ist mir bis heute in Erinnerung geblieben.
Dabei schaffte es das Spiel trotz mehrerer teils sehr patriotischer Momente am Ende der Story einen bitteren Nachgeschmack zu hinterlassen.
Wer das nochmal für PC, Xbox, GC oder PS2 findet sollte zuschlagen, kann man heute (fast) immer noch spielen.
-in schönen Erinnerungen schwelg-

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