Montag war Feiertag in den USA, ergo ein langsamer News-Tag. Sieht man mal davon ab, dass in Deutschland eben mal so der Bundespräsident spontan vom Amte zurückgetreten ist (darf der das überhaupt?). Im deutschen Konsulat in Vancouver hingen jedenfalls heute noch Köhler-Fotos an der Wand. Vielleicht war’s ja nur ein PR-Stunt, der dann im Lena-Tummel untergegangen ist. Stell Dir vor, der Bundespräsi schmeißt hin und keiner kriegt’s mit.
Dafür gab’s von der amerikanischen Kinokassen-Front die Wochenend-Einspielergebnisse-Projektion für Prince of Persia: The Sands of Time, die Jerry-Bruckheimer-Verfilmung der klassischen Spieleserie. Es reichte für das drittbeste Startergebnis unter allen Computerspiele-Adaptionen für die große Leinwand (hinter Lara Croft: Tomb Raider und – schluck – Pokémon, aber noch vor Resident Evil: Extinction).
$ 37,8 Millionen hat der Prinz am ersten langen Wochenende in den USA eingebracht; für Bruckheimer-Verhältnisse eher Kleingeld. Aber wenigstens besiegte man damit die alternden Zicken von Sex and the City 2 ($ 37,1 Millionen). Nur gegen Shrek 4 ($ 55,6 Millionen) war kein Kraut gewachsen, aber der ist ja auch ein Oger. Mehr Sand verdiente Prince of Persia außerdem jenseits der USA, wo bereits $ 59 weitere Millionen erwirtschaftet wurden. Da sieht man mal wieder, was eine positive Film-Rezension auf GamersGlobal wert ist…

"die alternden Zicken von Sex and the City" ... herrlich^^
Wieder eine wunderbare Kolummne, die einen den trüben Morgen versüsst :-)
Ach du Shrek! Davon gibt es einen 4. Teil? Ich dachte nach dem unsäglichen 3. Teil wäre Schluß.
Lara Croft und Pikachu verkaufen sich besser als Jake Gyllenhaal? Klingt vernünftig ^^
so schlecht wie der film war... kein wunder.
Heinrich, Zeit für ein wenig Nerdwissen:
Der erste Pokémon-Film (Mewtwus Gegenangriff) war in seiner ersten Version als Abschluss der gesamten Serie geplant und hat als einziger Film Bezüge zum Anime-Kanon (In einem der ersten Trailer sieht der Zuschauer sogar eine erwachsene Kasumi mit einer Tochter). Daher wurde viel Geld in den Film gesteckt, da sich Pokémon in Japan großer Beliebtheit erfreute und gerade Anime-Filme zu bekannten Serien dort Straßenfeger sind. Weil Pokémon jedoch zu einem internationalen Phänomen wurde, wurde der Film dorthingehend verändert, dass er zwar weiterhin am Ende der Kanto-Saga spielt, jedoch nur als eine verlängerte Episode von Satoshis Weg, der größte Pokémon-Meister zu werden. Seit diesem Film werden alle der bisher 12 (bald 13) Filme dafür genutzt, legendäre Pokémon oder ganz neue vorzustellen.
Und nebenbei gemerkt fand ich den ersten Pokemonfilm einfach nur fantastisch in jeglicher Hinsicht!
Wow, eine erwachsene Kasumi mit einer Tochter!
Ich hab keine Ahnung wovon du sprichst. Aber für deine spürbare Begeisterung bekommst du von mir einen imaginären Nerd-Kudo.
;-)
Ich sollte vielleicht leiber den Dub-Namen nutzen: Misty.
Ich glaube, der wird JMS genauso wenig sagen - ebenso wie mir.
Mich würde jetzt mal interessieren, wie groß der Anteil der Spielekenner an den Kinogängern des PoP-Films ist. Ein Großteil sieht den sicher nur als Disney-Bruckheimer-Sommer-Blockbuster und hat keine Ahnung von der Vorlage. Aber nur dadurch kann er wohl so erfolgreich sein. Ich war jedenfalls mit einer Sechsergruppe drin und kannte als Einziger das Spiel (obwohl noch zumindest ein Computerspieler dabei war).
Pokemon 1 war echt klasse. PoP will ich auch noch sehen.
Definitiv. Damit kann ich noch was anfangen, auch wenn das schon so manches Jahr her ist :D
Hieß der allererste Film nicht "Mewtu gegen Mew"?! Ich hab den nämlich noch irgendwo liegen ^^ (hab die anderen auch gesehen, aber heißt der von dir gennante nicht "Metwus Rückkehr" oder so ähnlich?!
@ Topic: find ich ja lustig, dass PoP Platz drei erreicht, sich aber nicht gegen Tomb Raider und Pokémon durchsetzen konnte. Sollte ich mir vielleicht auch mal anschauen ^^ (kenn das Spiel net)...
Haha klasse :D
GG sorgt für den Umsatz! *g*
Eine News, wie ich Sie auch auf bild.de oder bunte.de hätte lesen können, nicht auf einer meiner Meinung nach seriösen und gut gemachten Spiele-Website.
Brauchen Sie Geld, Herr Lenhardt?
Hab trotzdem auf das Werbebanner geklickt.
Was soll den der Spruch? Ich glaube kaum, dass es bei Bild oder Bunte jemanden gibt, der sich so gut in der Spielebranche auskennt und regelmäßig so unterhaltsam darüber schreibt.
Ich bin zwar wirklich kein Fan von Filmumsetzungen zu Spielen, aber es freut mich zu hören, dass PoP Sex and the City 2 hinter sich gelassen hat. Weiterso! ^^
Lieber Heinrich,
großartiger Versuch, den Erfolg einer mehrere Millionen kostenden Videospiel-Adaption (die wiederum mehrere Millionen einbringen wird) einzig und allein auf eine Bewertung der Seite GamersGlobal zurückzuführen... schmunzel!
Da lassen wir dann auch mal außer acht, dass neben Jake Gyllenhaal noch Sir Ben Kingsley mitspielte und Jordan Mechner als Berater beim Dreh zugegen war...okay?
Du weißt schon, dass das hier eine satirische Kolumne ist?
Kommentar hinzufügen